Halbzeit

13. April 2016

Mittlerweile ist leider schon die Hälfte meines Praktikums in Johannesburg um und es gibt wieder einiges zu berichten.

Die letzten 2 Wochen hatte ich Besuch aus Deutschland und die Osterfeiertage waren ein prima Anlass ein paar Tage Urlaub zu nehmen, um ein bisschen Südafrika zu bereisen.

So ging es am Karfreitag über die Panorama Route, einer wunderschönen und sehr zu empfehlenden aussichtspunktreichen Straße durch die Drankensbergen in der Provinz Mpumalanga, für 4 Tage in den Krüger Nationalpark.

Der Krüger Nationalpark ist das größte Wildschutzgebiet Südafrikas und beherbergt neben den Big 5 (Büffel, Elefant, Nashorn, Löwe und Leopard) auch zahlreiche andere Säugetier-, Vogel-,Reptilien-, und Amphibienarten. Es ist einfach beeindruckend die Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, vorausgesetzt man entdeckt sie und es sind nicht mal wieder Impalas, welche man an jeder Ecke vorfindet… Wenn auf einmal ein ausgewachsener Elefantenbulle nur wenige Meter vor einem steht oder eine Giraffe unbeeindruckt direkt neben deinem Auto vorbeistolziert, hält man schon mal den Atem an. Es kann durchaus passieren, dass ein Elefant innerhalb weniger Sekunden einfach im Busch verschwindet und man fraglos im Auto zurück bleibt und sich wundert, wie dieses riesen Tier so schnell unsichtbar werden konnte.IMG_5656IMG_6841IMG_7196IMG_7019

Nach Ostern ging es dann noch für 5 Tage nach Kapstadt, eine tolle Stadt, die man in Südafrika auf jeden Fall nicht missen sollte. Wir hatten uns für die Tage ein Auto gemietet, sodass wir sehr flexible waren und auch die wunderschöne Kap-Halbinsel, die zahlreichen Weinberge und Weingüter sowie das Umland der Kapprovinz besichtigen konnten.

Doch leider endet eine Urlaubswoche immer schneller als gedacht…..

IMG_7449
IMG_8023

IMG_7809

Aber auch auf der Arbeit ist etwas los. So durfte ich zum Beispiel an einem spannenden Vortrag zum Thema „Business in Mozambique“ teilnehmen, der von Kollegen aus der dortigen Niederlassung in Maputo gehalten wurde. Hier konnte man besonders die Schwierigkeiten aber auch Herausforderungen Afrikas verfolgen und die doch sehr großen Unterschiede zu Europa feststellen. Auffällig sind insbesondere „weitläufige Interpretationsspielräume“ in der Auslegung und Anwendung der nationalen Gesetzgebung sowie internationaler Doppelbesteuerungsabkommen mit dem Ziel möglichst hohe Steuereinnahmen zu generieren. Weiterhin bekomme ich bei meiner täglichen Arbeit mit den Kollegen einen guten Einblick in das südafrikanische Steuersystem, welches sehr schnelllebig ist und sich häufig ändert bzw. neue Vorschriften hinzugefügt oder erweitert werden.

Als Abwechslung zum Büroalltag fand am 7. April die J.P. Morgan Corporate Challenge in Johannesburg statt, an der über 13.500 Läufer von 237 Firmen und auch fast alle Kollegen aus meinem Team teilnahmen. Da der Anmeldezeitraum vor meinem Praktikum war, hatte ich das Glück spontan für eine verhinderte Kollegin zu laufen. Witzigerweise fand der Lauf Abends um 18.30 Uhr statt. Eine Zeit, zur der es aktuell in Johannesburg bereits dunkel ist, da wir uns hier auf der Südhalbkugel schon im Spätherbst befinden. Dennoch war die Strecke gut ausgeleuchtet und dank unserer leuchtend gelben PwC-Laufshirts konnte man sich gut wiederfinden. Eine weitere Besonderheit ist, dass sich Johannesburg auf über 1500 Meter Höhe befindet und ich bereits bei abendlichen Laufrunden gemerkt habe, dass man schneller aus der Puste kommt und das Atmen schwerer fällt. Dennoch waren die 5.6 km gut zu meistern und es hat großen Spaß gemacht. Im Anschluss gab es im Firmenzelt noch Getränke und Essen zur Stärkung.

IMG_6635IMG_6622