Arbeit, Strand und traditionelle Zulu-Heiler

19. Mai 2016

Meine Praktikumszeit neigt sich so langsam dem Ende zu und es ist Zeit euch noch einmal ein paar Einblicke in meinen Alltag in Südafrika zu geben.

Mitte April habe ich Verstärkung durch Florian aus Deutschland bekommen, welcher euch bereits ein paar Eindrücke in seinem letzten Blogeintrag geschildert hat, sodass ich mich hier jetzt an manchen Stellen nicht wiederholen möchte.

Auf der Arbeit im international tax office geht es mal mehr und mal weniger turbulent zu. Aufgrund der grenzüberschreitenden Aktivitäten unserer Mandate, arbeiten wir viel mit den anderen PwC Niederlassungen in ganz Afrika zusammen um unsere Projekte zu koordinieren. Ich glaube ich habe mittlerweile schon mit halb Afrika telefoniert, mal mit guter, mal mit krachender Telefonverbindung….. Des Weiteren habe ich auch einen Einblick in die südafrikanische Rechnungslegung erhalten und durfte bei der Erstellung von Steuererklärungen für Controlled Foreign Companies mithelfen. Südafrika behält sich nämlich das Recht vor, einen gewissen Anteil des Einkommens von ausländischen Gesellschaften in Südafrika zu besteuern, wenn diese zu mehr als 50% von südafrikanischen Firmen gehalten werden.

Letztes Wochenende haben wir einen Wochenendtrip nach Durban unternommen, welche neben Johannesburg und Kapstadt die drittgrößte Stadt in Südafrika ist. Nach einer langen Fahrt erwarteten uns im Vergleich zu Johannesburg angenehme tropische Temperaturen. Also perfekte Bedingungen, um die zahlreichen Strände entlang der Küste zu testen und ein Bad im indischen Ozean zu nehmen. Natürlich darf auch ein gewisses Kulturprogramm nicht fehlen. So haben wir den Muthi Market, einen traditionellen Zulu Heilermarkt, besucht, auf dem Medizin gegen allerlei mögliche Krankheiten hergestellt und verkauft wird sowie traditionelle Heiler (Sangoma) bei Beschwerden konsultiert werden können. Neben verschiedenen Kräutermischungen, Pflanzen und eingelegten Früchten gab es auch jede Menge tote Tiere, Schlangenhäute, Knochen, Tierfelle, Zähne, Steine und ich weiß nicht, was noch alles für Kuriositäten. Jedenfalls unbedingt ein Besuch wert, um das traditionelle Südafrika kennenzulernen.FullSizeRender2FullSizeRender

Mein letztes Wochenende werde ich in Johannesburg verbringen, da ich es bisher immer noch nicht geschafft habe einige Dinge auf meiner To-Do Liste wie z.B. das Apartheid-Museum zu besichtigen. 3 Monate vergehen einfach viel zu schnell. IMG_6933