Erste Eindrücke aus Shanghai!

19. Oktober 2016

Nihao aus Shanghai!

Ich bin nun seit knapp 2 Wochen hier in Shanghai und die Zeit vergeht wirklich sehr schnell. Da die erste Oktoberwoche ein Feiertag, oder vielmehr eine Feiertagswoche, hier in China ist, hatte ich das Glück zuerst die Stadt ein wenig erkunden zu können bevor das eigentliche Praktikum begann.

Shanghai ist wirklich super spannend! Ich habe mir in meinen ersten Tagen natürlich direkt alle Sehenswürdigkeiten der Stadt wie z.B. das Französische Viertel, die Altstadt, den Bund und auch den Yu Garten angeschaut und habe die Aussicht auf Shanghai aus dem 100. Stock des World Financial Center genossen. Die Stadtteile sind hier sehr unterschiedlich und so gibt es viel zu entdecken. Hier ist es mit durchschnittlichen 24 Grad noch deutlich wärmer als in Deutschland und bisher habe ich auch noch keinen Smog hier erlebt.

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Die Stadt ist zum einen super fortschrittlich und international, zum anderen manchmal aber nur auf Chinesen ausgelegt. Im Supermarkt gibt es an der Kasse zum Beispiel mind. fünf Kartenlesegeräte und auch Zahlungsmethoden wie Alipay werden akzeptiert, gewöhnliche Master- oder Visakarten allerdings mit einem “only Chinese” abgelehnt. Auch ist es nicht immer leicht englische Speisekarten oder Kellner in Restaurants zu finden. Die chinesische Kultur unterscheidet sich deutlich – soweit ich das nach so einer kurzen Zeit beurteilen kann – von der deutschen Kultur und es gibt immer wieder ungewöhnliche Situationen. Hier ist es zum Beispiel durchaus üblich, dass an einer Schlange nicht derjenige zuerst beachtet wird, der am längsten in der Schlange steht, sondern derjenige, der an der Schlange vorbei geht und den längsten Arm hat, um das Gekaufte dem Kassierer entgegenzustrecken. Auch muss man sehr darauf achten nicht überfahren zu werden, da hier die Rollerfahrer auch gerne jederzeit plötzlich auf die Fußwege ausweichen. Das Ungewöhnlichste habe ich bisher allerdings in einem Park am People Square entdeckt. Dort stellen Eltern ihre unverheirateten Kinder auf einem Zettel, den sie an einem aufgestellten Regenschirm befestigen, vor, um für sie einen Partner zu finden. Auf diesen Zetteln finden sich allerdings keine Fotos, sondern lediglich Alters-, Gehalts- und Gewichtsangaben und natürlich eine Telefonnummer. Bei den anbietenden Eltern handelt es sich allerdings nicht um wenige Einzelfälle – am letzten Samstag war es kaum möglich den Park zu durchqueren.

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Am Montag begann dann mein erster Arbeitstag, an dem zuerst einmal einige Formalitäten geregelt werden mussten. Zum Glück sprechen die chinesischen PwC Kollegen überwiegend Englisch, sodass die Kommunikation hier gut funktioniert. Ich hatte außerdem das Glück, dass Aleksej, der andere Stairway Praktikant in Shanghai, bereits 1 ½ Monate hier ist und mir somit direkt am Anfang alles Wichtige erklären konnte. In den ersten Tagen habe ich mich vor allem damit beschäftigt mich über die neu eingeführten IFRS Standards 9 und 16 zu informieren und diese in einer Powerpoint-Präsentation übersichtlich darzustellen.

Da das Office in Xintiandi, einem sehr modernen und lebendigen Viertel liegt, gibt es auch um das Office herum viel zu sehen und zu entdecken. Diese Woche fand zum Beispiel direkt gegenüber vom PwC Office die Shanghai Fashion Week statt und es gab viele kostenlose Veranstaltungen und Ausstellungen passend dazu.

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Das PwC Office im Vertiel Xintiandi

Das PwC Office im Vertiel Xintiandi

Ich bin jetzt schon gespannt auf meine zweite Arbeitswoche und viele weitere neue Eindrücke. Hiervon berichte ich euch dann in meinem nächsten Blogeintrag.

Liebe Grüße nach Deutschland!

Rabea