Grüße aus Bristol

6. November 2016

Ich bin nun seit 2 Monaten (unfassbar wie schnell die Zeit vergeht) in Bristol und unterstütze hier das Corporate Tax Team. Schon an meinem ersten Arbeitstag konnte ich mich an das Leben in einem Großraumbüro gewöhnen und mein neues Team kennen lernen. Zunächst sehr skeptisch über diese Art des gemeinsamen Zusammenarbeitens muss ich zugeben, dass ein solches Großraumbüro doch diverse Vorteile mit sich bringt. Die Arbeitsatmosphäre ist dadurch sehr entspannt und der Austausch mit den Kollegen sehr viel einfacher. Das Team ist wirklich unglaublich nett und hilfsbereit. Außerdem konnte ich gleich an meinem ersten Arbeitstag feststellen, dass es durchaus normal ist, während der Mittagspause mit seinen Kollegen ins Pub zu gehen und sich dabei auch ein Bier zu bestellen. Ich werde im Team nicht als Praktikantin angesehen, sondern bekomme die gleichen Aufgaben aufgetragen, die jeder andere new joiner dort auch bekommt. Ich werde also voll und ganz in alle Aufgaben mit einbezogen, zu allen internen Meetings eingeladen und durfte auch schon bei einem Mandanten meeting dabei sein.

Bristol ist eine ganz schöne englische Stadt, die aber wohl leider sehr stark im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Man findet hier also vor allem sehr viele moderne Bauwerke. Ein paar alte Ruinen sind aber auch noch in der ganzen Stadt verteilt.

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An den Linksverkehr konnte ich mich sehr schnell gewöhnen, sodass das Risiko versehentlich in die falsche Richtung beim Überqueren der Straße zu gucken und überfahren zu werden zum Glück sehr gering ist. Lernen musste ich aber, dass man sich auf die Busfahrpläne besser nicht verlassen sollte. Die Zeitangaben sind eher eine grobe Orientierung und sollten keinesfalls die Erwartung wecken, dass der Bus auch tatsächlich zu dieser Zeit ankommen wird. Außerdem reicht es hier anscheinend nicht aus, sich an der Bushaltestelle an die Straße zu stellen, um dem Busfahrer zu signalisieren, dass man mitfahren möchte, sondern man sollte den Arm heben, ansonsten kann es einem sehr schnell passieren, dass der Bus einfach an einem vorbei fährt.
Viel Zeit zum Sightseeing konnte ich bisher noch gar nicht finden, da hier neben der Arbeit an sich auch sehr viel Wert auf social events gelegt wird. Es gibt also regelmäßige Unternehmungen mit den Kollegen, ob nun zum gemeinsamen Minigolf spielen oder aber zu einem Besuch im Pub spielt dabei keine Rolle.

Mit den sinkenden Temperaturen kommt hier auch schon langsam Vorweihnachtsstimmung auf und ich bin schon sehr gespannt, was die Vorweihnachtszeit in England so zu bieten hat…