Odysée auf den Champs-Élysées, der Weihnachtsmarkt in Paris

13. Dezember 2016

Während der Weihnachtsmarkt auf der berühmtberüchtigten Avenue de Champs-Élysées von gebürtigen Parisern in aller Regel gemieden wird,

stellt er für Touristen und Franzosen aus anderen Städten eine enorme Attraktion beziehungsweise sogar das Highlight der Vorweihnachtszeit dar.

Ich habe mich daher für euch auf den Weihnachtsmarkt begeben und ihn aus nächster Nähe auf mich wirken lassen.

Viel Spaß!

Die Location

Métrostation – Champs-Élysées Clemenceau

An den Champs-Élysée angekommen (Linie 1) ist der Weihnachtsmarkt nicht zu übersehen, denn er scheint unendlich groß zu sein.

Auf den folgenden Bildern könnt ihr sehen, wie riesig der Weihnachtsmarkt wirklich ist.

Links und Rechts nur Stände, so weit das Auge reicht!

Im hintergrund kann man das blaue Riesenrad bewundern, das sich zusammen mit dem Obélisque de Luxor auf dem Place de la Concorde befindet.

Genau gegenüber vom Place de la Concorde, am anderen Ende der Champs-Élysées, befindet sich der berühmte Triumphbogen (Arc de Triomphe)

 

 

Genau gegenüber vom Place de la Concorde, am anderen Ende der Champs-Élysées, befindet sich der berühmte Triumphbogen (Arc de Triomphe). Fast über die gesamte Strecke sind Weihnachtsstände verteilt!

Zu den Hauptzeiten am Wochenende kann man sich quasi nicht fortbewegen und man fühlt sich wie auf dem Oktoberfest. Wirklich gemütlich ist das nicht um ehrlich zu sein und ein entspanntes Gespräch bei Glühwein in der Holzhütte, wie beim klassisch kleinen, aber dennoch charmanten Weihnachtsmarkt in der Kleinstadt, ist hier nicht so richtig möglich. Zwar gibt es hier und da einige abgetrennte Bereiche, jedoch sind die dortigen Preise wirklich nichts für Praktikanten und die Plätze sehr begrenzt.

 

Doch, was bedeutet dieser riesige Weihnachtsmarkt eigentlich für die Besucher?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Trotz meiner ausführlichen Recherchen kann ich nur erahnen, was die Menschen in der Weihnachtszeit an genau diesen Ort lockt.

 

Die Besucher

Während die einen sich hier in Victoria’s-Secret Models verwandeln, die in der Strecke vom Arc-de-Triomphe bis zum Place de la Concorde die letzte Chance auf eine Modelkarriere wittern, erklären die anderen (oftmals Erasmusaustauschstudenten) um 15 Uhr in höchst konsequenter Ballermannmanier dem Glühweininventar den Krieg. Abgerundet wird dieses spektakuläre Rahmenprogramm durch frisch verliebte, verlobte beziehungsweise verheiratete Paare. Hinzu kommen eine Armada an Taschendieben, frisch getrennte Paare. unendlich persistente Verkäufer, übermotivierte Fotografen und ein paar ganz normale Familien.

 

Die Stände

Zu den Ständen kann ich sagen, dass es wirklich sehr viele, tolle Stände gibt. Es gibt unzählige Essensstände, die von Schnecken, Austern und Crêpes bis hin zu Rostwurst, Currywurst, Fish&Chips, Kebab, Pizza und Kartoffelauflauf wirklich fast alles verkaufen.

Viel interessanter sind meiner Meinung nach allerdings die vielen Stände, die Süßigkeiten in allen möglichen Varianten anbieten!

Barbe à Papa = Papa’s Bart = Zuckerwatte auf Französisch 

 

Speziell die Stände für Nougat, Karamell und Schokolade kann ich Euch an’s Herz legen – eine solche Vielfalt an Geschmackssorten findet man sonst wirklich nur in ganz speziellen Geschäften.

Auf Nougat und Karamell in Frankreich werde ich noch einmal genauer in einem weiteren Blog à la „die Französische Küche“ eingehen, also bleibt gespannt!

Zudem finde ich die vielen Käsestände wirklich beeindruckend. Das klingt zwar nicht unbedingt nach Weihnachtszeit, Käse ist aber schlichtweg typisch für Frankreich.

Ob Blau, Rot oder mit Trüffeln, es gibt unendlich viele Sorten und die Verkäufer lassen dich auch oftmals sehr gerne probieren!

 

Blau wird der Käse übrigens durch einen natürlichen Farbstoff, den man nur in ganz bestimmten Algen findet. Die Rote Farbe hingegen wird aus Roter Beete gewonnen.

Ich habe sowohl den Käse für 249 Euro, als auch den Käse für 199 Euro und die beiden Farbigen probiert. Alle waren wirklich sehr, sehr lecker, aber ich kann mir schlichtweg nicht vorstellen, so viel Geld für einen Käse auszugeben. Der Gedanke, dass jede Scheibe Käse ein Geldschein ist, würde mir den Appetit vermiesen . . 🙂

         

     Wer irgendwann einen Parisbesuch zur Weihnachtszeit plant, sollte sich diese Stände merken, wenn es an das Kaufen der Weihnachtsgeschenke geht :-).

 

Schlusswort

Die Qualität der Stände kann allerdings aufgrund der Größe der Champs-Élysée leider nicht konstant hoch gehalten werden. Und so kommt es, dass man zwischen all diesen Delikatessen und wirklich schönen individuellen Figuren, die üblichen Stände findet, die eigentlich überhaupt nichts auf einem Weihnachtsmarkt zu suchen haben.

Von Pfannen, Handtüchern, Postern bis hin zu ist hier wirklich für jeden noch so gut ausgestatten Haushalt etwas dabei. Leider nimmt das den Charme hin und wieder etwas raus, aber diesen Ständen muss man ja keine Beachtung schenken.

 

Ich finde die Preise hier übrigens für Pariser Verhältnisse durchaus moderat. Natürlich wirken 7 Euro für einen großen Becher Glühwein bzw. 9 Euro

für Kebab und Pommes erst einmal viel, führt man sich jedoch vor Augen, dass hier ein großes Bier in einer Bar in aller Regel auch schon 7 Euro kostet und man beim Essen fast immer über 10 Euro bezahlt, wirkt das alles schon nur noch halb so wild.

 

 

 

 

Ich hoffe, ich konnte euch den größten Weihnachtsmarkt in Paris etwas näher bringen und wünsche euch eine angenehme Weihnachtszeit, schöne Festtage und viele, tolle Momente mit den Menschen, die ihr liebt!

 

Bis bald !

Euer Kevin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

p.s. Das Weihnachtsbier „bière de noel“, kann ich euch auch nur sehr ans Herz legen 😉