Im Land der Comics

25. February 2017

     

Mein erstes Frühlingswochenende in Belgien stand ganz im Zeichen der zahllosen Comicfiguren und Wandmalereien in der Hauptstadt. Sie sind in Brüssel an den unterschiedlichsten Orten zu finden.

 
Ich hatte Besuch von meinen Mädels von zu Hause. Und prompt durften wir den ersten sonnigen Frühlingstag in Brüssel dieses Jahr erleben. Daher beschlossen wir den Comic-Walk durch die Stadt abzulaufen.

 

Es gibt eine Karte mit allen Comiczeichnungen und Skulpturen in der Stadt, der man zu Fuss folgen kann. Die haben wir uns nach einem leckeren Frühstück bei der Touristeninformation abgeholt und machten uns auf den Weg.

Die Strecke führte uns an den unterschiedlichsten Comic-Scenen vorbei. Oft sind ganze Hauswände bemahlt. Das brachte uns immer wieder zum staunen.

Comics geniessen in Belgien einen hohen Stellenwert. Sie prägen die Identität des Landes und besonders der Hauptstadt. Ihre hohe Bedeutung liegt auch an der sprachlichen Teilung des Landes. Die Menschen haben schon früh bemerkt, dass man sich über Bilder auch über Sprachbarrieren hinweg verständigen kann.

Die Erfolgsgeschichte der Comics beginnt um 1920 mit Hergé. Er zeichnete unter anderem Tim und Struppi. Aber auch die Schlüpfe (Peyo) und Gaston (Fanquin) entstanden im 20. Jahrhundert in Belgien.

Wenn euch die Geschichte der Comics interessiert dann ist das Comicmuseum in Brüssel ein Must-See für euch. Hier wird die Entstehung dieser Kunst mit vielen Originalskizzen erklärt. Aufgelockert wird das Programm durch viele kleine und gross Plastikfiguren verschiedenster Comichelden. Wir konnten uns nur schlecht zusammenreissen und nicht mit jeder Figur ein Foto schiessen.

Wieder in den Strassen der Stadt gab es dann noch mehr Zeichnungen zu entdecken. Ich kann euch hier garnicht alle Malereien zeigen. Aber umso besser – dann bleibt noch viel für euch zu entdecken, wenn es euch einmal nach Brüssel verschlägt ;).

Natürlich nutzten wir unseren Spaziergang auch um bei jeder Gelegenheit das verführerische Waffelangebot zu testen und viel zu viele Pralinen zu probieren. Nach drei Stunden auf Achse waren wir dann sehr froh herzhafte belgische Pommes zu Abend zu essen und den Sonnenuntergang im Parc de Quinquantaire zu geniessen.

A tot ziens!