“Ich möchte mal in London arbeiten”

14. Oktober 2017

… das habe ich letztes Jahr als mein Ziel verkündet. Fast forward, gerade mal ein Jahr später. Ich sitze in meinem Appartment in der City of London und schreibe diesen Blog. Das ging schnell.

Vorstellung

Mein Name ist Jonas, 25 Jahre alt, aus Berlin, wo ich Wirtschaftsingenieurwesen im Master studiere. Nach Stationen in der Softwareentwicklung, bei einer Technologieberatung und im Business Development bei einem deutschen Industriekonzern, habe ich nun das Privileg, sechs Monate bei PwC in London zu verbringen.

Hier bin ich ein Teil des Teams Strategy and Transformation (S&T) im Bereich Technology Risk Assurance, für das Kundensegment London Top Tier (LTT; hauptsächlich Public Sector- und FTSE100-Kunden, ausgenommen Financial Services). Da ein Team allein aber natürlich langweilig wäre, werde ich zusätzlich im Team für Disruptive and Emerging Technology  arbeiten und die globale Entwicklung dieses Bereichs vorantreiben.

Vorbereitung

Nach erfolgreichem Auswahlworkshop und der Zusage im Sommer fingen die PwC-internen Mühlen an sich zu drehen und meinen Aufenthalt (und den der ca. 23 weiteren Auserwählten) vorzubereiten. Davon habe ich angenehmerweise herzlich wenig mitbekommen. Die gesamte Organisation wurde von unserem genialen Stairway-Team übernommen, sodass es meinerseits  lediglich ein paar Formulare auszufüllen und Dokumente bereitzustellen galt. Wenige Wochen vor Beginn meines Praktikums kam dann das OK für die Flugbuchung, kurz darauf wurde ich von der Housing Agency kontaktiert und durfte mir eine Unterkunft aussuchen. Am 2. September ging es fuer mich schliesslich mit reichlich Gepäck nach London, wo ich noch ein halbes Wochenende Zeit hatte, um anzukommen, mich einzuleben, und die Gegend zu Fuss zu erkunden.

Erste Woche bei PwC in London

An meinem ersten Arbeitstag wurde ich – nach einer kurzen HR-Einführung – von zwei Kollegen aus dem S&T-Team in Empfang genommen, durch das Büro geführt, vorgestellt. Schließlich gab es auch hier eine Einführung in das Aufgabenfeld, typische S&T-Projekte, regelmäßige Events etc. Den Rest der Woche galt es dann sich durch etliche Unterlagen zu lesen, dutzende Fragen zu stellen, und außerdem die Vorbereitung eines internen Events anzugehen. Der krönende Abschluss der Woche war dann der LTT Summer Ball – mit hervorragendem 3-Gänge-Menü, Tombola, Drinks, und Party. Zudem eine willkommene Gelegenheit, weitere Kollegen kennenzulernen, denn LTT ist mit gut 900 Mitarbeitern wenig überschaubar.

 

Bisherige Erkenntnisse

Nun arbeite ich also in London und bin gespannt, was die kommenden sechs Monate bringen werden. Ein paar Erkenntnisse über “Land und Leute” habe ich schon gewinnen können:

  1. Briten essen nicht – klingt komisch, ist aber (fast wirklich) so; Lunch wird gern mal übersprungen oder auf eine kleine Tüte Chips reduziert und wenn man abends im Pub landet, bleibt auch keine Zeit für Dinner.
  2. Den Briten geht es nicht etwa “gut”, sondern “not too bad”; alles andere ist dafür “brilliant”.
  3. Es ist immer grau, dafür regnet es seltener und ist wärmer als in Hamburg im Sommer. Der gelbe Regenschirm, der definitiv nicht aus How I Met Your Mother-Requisite entwendet wurde, dient mangels Einsatzmöglichkeiten also lediglich als Farbtupfer in meiner Business-Garderobe. Wer hätte damit gerechnet?

Alles Weitere zu den Londoner Offices, zu London, zum Aufgabenbereich, zur Wohnung in den kommenden Beiträgen.

Cheers

Jonas