Nǐmen hǎo aus dem Reich der Mitte!

25. Dezember 2017

Frohe Weihnachten aus Shanghai!

Ich befinde mich bereits seit einigen Wochen in Shanghai, bin aber leider noch nicht dazu gekommen von meinem neuen Arbeitsalltag zu berichten. Just im Moment befinde ich mich im Schnellzug nach Beijing, der mit einer Spitzengeschwindigkeit von 350 km/h die 1.318 km Reisedistanz in ca. 4h 20 min schafft. Diese Zeit möchte ich nutzen um euch meine bisherigen Eindrücke und Erfahrungen etwas näher zu bringen.

Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen; ich bin Jérôme, Masterstudent der Wirtschaftswissenschaften an der Frankfurter Goethe-Universität und habe das Glück insgesamt drei Monate im Rahmen das PwC Stairway Program in Shanghai bei der German Business Group verbringen zu dürfen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich Anfang des Jahres den Blog meiner Vorgänger in Vorbereitung meiner Bewerbung gelesen habe und möchte meinen Blog daher getreu dem Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ halten. In meinem ersten Beitrag möchte ich mich auf zwei Themen beschränken; den Arbeitsalltag im Büro und die Esskultur in Shanghai.

Arbeitsalltag

PwC China hat in Shanghai insgesamt vier Standorte bzw. Einrichtungen, welche ich bereits alle kennen lernen durfte. Meinen Einführungstag hatte ich im DBS Bank Tower, inklusive Unternehmenspräsentation, hilfreichen Tipps sowie Laptop-Übergabe. Anschließend ging es zum Shanghaier PwC Center, in welchem meine Line of Service, namentlich Assurance untergebracht ist. Direkt auf der anderen Straßenseite sitzen unter anderem die Kollegen aus dem Tax Bereich der GBG im Infinitus Tower. Die sich daran anschließende Infinitus Mall beherbergt zudem auch das PwC Innovation Center, ausgestattet mit 3D Drucker, Blue Screen und überdimensionalem Präsentationsbildschirm; für mich persönlich das absolute Highlight hinsichtlich der PwC Einrichtungen in Shanghai.

  Eingangsbereich im DBS Tower

  Blick auf das PwC Center

  Open Office Space

  Blue Screen im Innovation Center

Glücklicherweise befindet sich meine Unterkunft relativ nahe am PwC Center, so dass ich morgens das Mobike nutzen kann, bereitgestellt vom weltweit größten Fahrrad Sharing-Service Anbieter. Diese Fahrräder prägen das gesamte Stadtbild von Shanghai, sie sind wirklich in Unmengen an jeder Straßenecke zu finden. Ein Monatspass kostet im Aktionspreis gerade einmal 2 Renminbi, umgerechnet also weniger als 0,30 €.

  Leihrad im futuristischen Design

Die eigentliche Arbeit fällt tendenziell weniger technisch aus und besteht aus „Cross-LoS“ Tätigkeiten, also Line of Service übergreifenden Tätigkeiten. Die GBG betreut deutsche Kunden hier in China und chinesische Kunden in Deutschland. Die Beratungsteams unterstützen und begleiten Aktivitäten im Ausland insbesondere nach länderspezifischen Gesetzesvorgaben, sind zentraler Ansprechpartner bei allen auftauchenden Fragen und Problemen und sorgen für das passende Team und eine bestmögliche Betreuung.

Vor diesem Hintergrund bestehen meine Hauptaufgaben darin Präsentationen zu erstellen bzw. aufzuarbeiten, Kontaktpflege zu betreiben, an verschiedenen Events mit Kundenkontakt oder auch mit universitärem Hintergrund mitzuwirken sowie auch aus kleineren ad-hoc Aufgaben wie Recherche- und Übersetzungstätigkeiten.

Während die chinesischen Kollegen in der Mittagspause überwiegend am Platz essen und danach teilweise einen Mittagsschlaf halten, versuche ich in der Regel mich der für Shanghai typisch lokalen und internationalen Küche anzunähern.

 

Esskultur

Damit wären wir bereits bei meinem zweiten Themenschwerpunkt, nämlich der Esskultur in Shanghai.

Wie bereits angedeutet, gibt es in Shanghai nichts, dass es nicht gibt. Neben der lokalen Küche gibt es Gerichte aus den acht großen Essrichtungen. Zu diesen regionalen Kochtraditionen, deren Gerichte chinaweit populär sind, gehören die würzige Chuan-Küche aus Sichuan, die scharfe Xiang-Küche aus Hunan, die kantonesische Yue-Küche (welche ich ausgiebig in meinem vorangegangenen Auslandssemester kennenlernen durfte), die Min-Küche aus Fujian, die nordostchinesische Lu-Küche sowie die ostchinesischen Küchen Hui, Zhe und Su.

Daneben findet man alles, was beispielsweise die internationale asiatische Küche zu bieten hat:

  Koreanische Grillplatte

Chinesisches Fischgericht

  Vietnamesische Nudeln

  Japanisches Teppanyaki

Da mein Zug jetzt in Peking einfährt, möchte ich mich an dieser Stelle verabschieden mit dem Versprechen, zeitnah von meinem Ausflug nach Peking als auch von dem sich daran anschließenden Ausflug nach Zhangjiajie zu berichten.

  Ankunft in Peking

Bis bald

Jérôme