Konnichiwa (こんにちは) aus Tokyo – Das Abenteuer beginnt

22. Januar 2018

Konnichiwa (こんにちは) aus Tokyo! Heute hat es hier geschneit weshalb die ganze Stadt Kopf steht und ich, wie die meisten Japaner, früher frei bekommen habe. Diese Zeit möchte ich nutzen, um euch von meinen ersten Eindrücken in Tokyo zu berichten.

Erst einmal zu mir: Mein Name ist Jonas, ich bin 22 Jahre alt, habe an der Goethe Universität in Frankfurt studiert und absolviere von Januar bis März 2018 ein Praktikum im PwC Office in Tokyo im Bereich Assurance. Diesen Blog möchte ich nutzen, um euch von meinen Arbeitserfahrungen und den kulturellen Unterschieden in Japan zu berichten, sowie um euch mitzunehmen auf meine Abenteuer in der größten Metropolregion der Welt.

Ankunft und erste Eindrücke

Mit großen Erwartungen und einer langen To-Do Liste bin ich am 03. Januar nach knapp 11 Stunden Flug in Tokyo angekommen. Viel Zeit mich auszuruhen und einzuleben blieb nicht, da am darauffolgenden Tag schon die “New Joiner Days” anfingen – 2 Tage vollgepackt mit IT- und Compliance-Schulungen, die aber auch super waren um meine neuen Kollegen kennenzulernen. Was mir direkt aufgefallen ist:

japanisches Essen

  1. Die Japaner sind sehr freundlich und höflich. Trotz der doch erstaunlich großen Sprachbarriere waren die Japaner immer interessiert an Gesprächen und haben mir die Dos and Dont`s im japanischen Arbeitsalltag erklärt, was mich vor einigen kulturellen Fehltritten bewahrt hat.
  2. Das Essen in Japan ist fantastisch! Die Küche in Japan ist in keiner Weise vergleichbar mit der in Deutschland und bietet weit mehr als nur Sushi.
  3. Die Stadt ist riesig! Hört sich bei über 30 Millionen Einwohnern logisch an, aber die Zahl und die Größe realisiert man erst richtig, wenn man durch den endlos erscheinenden Dschungel von Hochhäusern läuft und zum ersten Mal eine U-Bahn in der Rush-Hour benutzt.

Arbeitsalltag

PwC sitzt seit Juli letzten Jahres im sehr modernen Otemachi Building. Von meinem Arbeitsplatz im 13. Stock des Gebäudes hat man einen tollen Blick auf den Kaiserpalast und den dazugehörigen Park. Leider konnte ich diesen Ausblick bisher kaum genießen, da ich meistens auf Projekten bei Mandanten vor Ort bin. Dort unterstütze ich die Teams bei der Prüfung von zumeist Tochtergesellschaften von großen deutschen Unternehmen. Leider sind die meisten Dokumente auf Japanisch, was die Arbeit für mich zu einer großen Herausforderung macht, bei der ich aber immer auf die Unterstützung meiner Kollegen zählen kann. Generell gilt auch, dass die Hierarchie, entgegen allem was ich zur Vorbereitung gelesen habe, sehr flach und der Umgang von gegenseitigem Respekt geprägt ist.

Königspalast im Zentrum von Tokyo

Garten vom Königspalast

 

 

 

 

Sumo Tournament im Ryogoku Stadium

 

Freizeit in Tokyo

Wo soll man da anfangen… An Freizeitaktivitäten und Sehenswürdigkeiten bietet Tokyo alles was man sich vorstellen kann und noch mehr. Von der verrückten Mangastadt Akihabara über die Partystadt Shibuya, das Nobelviertel Roppongi bis hin zu Kulturstädten wie Asakusa bietet Tokyo für jeden Geschmack etwas. Mein persönliches Highlight war bisher aber der Besuch des Grand Sumo Tournament im Ryōgoku Stadium. Ein sehr traditionsreicher und spannender Sport mit einer ganz besonderen Stimmung vor Ort.

Die Atmosphäre in Tokyo an sich ist sehr schwer zu beschreiben, da das Stadtbild zum einen von Menschenmassen, die von den Vorstädten in die Stadt pendeln geprägt ist, zum anderen aber auch von vielen kleinen Tempeln und Läden, die so gar nicht an eine Großstadt erinnern. Deswegen hier ein paar Bilder von meinen bisherigen Erlebnissen.

 

Tokyo Dome City

Hie-Schrein in Akasaka

Tempelgebäude in Akasuka

Tokyo Tower bei Nacht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem kann ich jedem nur empfehlen sich in seiner Freizeit zumindest ein bisschen mit der japanischen Sprache auseinanderzusetzen, da schon die Basics den Alltag deutlich erleichtern und es ein guter Beginn für ein Gespräch mit Japanern ist, die manchmal eher schüchtern reagieren, wenn man das Gespräch in Englisch startet.

Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Wochen in Tokyo mit spannenden Projekten auf der Arbeit und vielen neuen Erlebnissen in Tokyo – von alledem werde ich euch dann im nächsten Blog berichten.

Mata ne (またね),

Jonas