Audit, Witlof und die EU zum Anfassen

3. Februar 2018

Kaum zu glauben, aber die Hälfte meines Praktikums in Brüssel ist tatsächlich schon vorbei! Die letzten Wochen waren voll von langen aber spannenden Prüfungstagen, begleitet von vielen kleinen und großen Portionen Pommes zu Mittag und tollen Wochenendausflügen. Im Folgenden nehme ich euch nochmal mit auf einen kleinen Rückblick über die erste Hälfte meines Praktikums.

Audit, Audit…Audit!

Unter der Woche ist das Motto tatsächlich Audit, Audit, Audit! Die Tage in der Busy-Season sind lang, aber dafür auch extrem spannend und lehrreich. So konnte ich in den letzten Wochen bei der Prüfung von zwei weiteren großen internationalen Unternehmen mitwirken. Die belgischen Kollegen sind sehr hilfsbereit und integrieren Praktikanten super ins Team. Es wird auch sehr darauf geachtet, dass ich einen breiten Einblick in die Prüfung bekomme: bei jedem Mandanten bekomme ich EGAs zugeteilt die ich vorher noch nicht bearbeitet habe und kann mich so perfekt weiterentwickeln. Was das Praktikum hier in Brüssel von vorangegangenen Praktika unterscheidet: eine Umgewöhnung an eine neue Tastatur am Laptop ist nötig (die Buchstaben sind hier in Belgien komplett anders angeordnet) und es ist ganz normal sich auf 3 Sprachen gleichzeitig zu unterhalten. Da die Kollegen aus verschiedenen Regionen Belgiens stammen spiegelt sich diese Vielfalt auch in der Arbeit wider und es wird auf Französisch und Holländisch diskutiert, für den Audit jedoch auf Englisch dokumentiert. So bietet ein Praktikum in Brüssel nicht nur einen tiefen Einblick in die Prüfung als vollwertiges Teammitglied, sondern auch als netten Nebeneffekt ein Vertiefen bzw. Erlernen von mehreren Sprachen. Im Allgemeinen ist die belgische Arbeitswelt der deutschen jedoch nicht so weit entfernt. Die belgischen Kollegen arbeiten sehr strukturiert und ordentlich, Attribute die wir uns in Deutschland vermutlich auch auf die Flagge schreiben würden. Einen ganz klaren Unterschied stellt die Mittagspause dar, genauer gesagt das Essen das in der Mittagspause auf den Tisch kommt. Pommes sind auf jeden Fall täglich dabei und letzte Woche durfte ich auch die Bekanntschaft mit zwei weiteren Gerichten machen: Hähnchenbrust mit Apfelmus und Witlof im Schinkenmantel mit Bechamelsauße – sehr beliebte Gerichte in Belgien.

 

Brüssel – das pulsierende Herz Europas

Die letzten Wochen habe ich nochmals dazu genutzt Brüssel als Stadt besser kennen zu lernen. Neben dem typisch belgischen Wetter mit grauen und verregneten Tagen ist auch endlich die Sonne zum Vorschein gekommen und so habe ich letztes Wochenende nochmal für einen Stadtrundgang genutzt und um das Europaviertel genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Europäische Kommission und das Parlament kann man als „Tourist“ zwar nur von außen bewundern, doch das Museum des europäischen Parlaments „Parlamentarium“ lädt ein Stunden dort zu verbringen. Es ist sehr interaktiv gestaltet und bringt den Weg zu der EU wie wir sie heute kennen näher. In fußläufiger Entfernung befindet sich auch die berühmte Maison Antoine, die angeblich beste Frittenbude Brüssels, in der sich auch schon Angela Merkel ihre Portion Pommes während eines Aufenthalts in Brüssels geholt haben soll. Nach einer großen Portion Pommes mit Tartarsauße kann ich bestätigen, dass sich ein Besuch hier lohnt!

 

Zwar nicht von der Maison Antoine, aber um zu zeigen was passiert wenn man in Belgien eine kleine Portion Pommes bestellt…

Europäische Kommission

Platz vor dem Europäischen Parlament

Neben Erkundungstouren in Brüssel selbst, habe ich auch einen Ausflug ins benachbarte Mechelen unternommen. Mechelen ist ein kleines romantisches Städtchen das zu Spaziergängen einlädt und mit grandioser Architektur belohnt.

Mechelen

Ich freue mich schon auf die zweite Hälfte meines Praktikums und hoffe, dass ich einen kurzen Einblick in Leben und Arbeiten bei PwC in Brüssel geben konnte.