Gestern Korea – Heute Hong Kong – Ein neues Kapitel beginnt!

9. Februar 2018

Néi hóu (你好) aus Hong Kong!

Nachdem nun der erste Monat meines Stairway Praktikums rasant verflogen ist, möchte ich Euch an dieser Stelle meinen Alltag und ersten Erlebnisse präsentieren. Da ich der allererste Stairway Praktikant in Hong Kong bin, werde ich versuchen Euch möglichst ausführlich von meinen Eindrücken und meinem Alltag in der Stadt, die gerne als „Asiens New York“ bezeichnet wird, zu berichten.

Die Skyline Hong Kongs

 

Wer bin ich?

Zunächst einmal zu mir: Mein Name ist Steven, ich komme ursprünglich aus Ludwigsburg, studiere aktuell an der Katholischen Universität Eichstatt-Ingolstadt (WFI – Ingolstadt School of Management) BWL-FACT im Master, ich bin 25 Jahre alt, befinde mich bis Ende März 2018 in Hong Kong und absolviere dort mein Praktikum bei PwC im Bereich Assurance. Da ich das letzte halbe Jahr mein Auslandssemester in Seoul (Korea) verbracht habe und entsprechend die Gelegenheit genutzt habe viel zu reisen, bin ich der asiatischen Kultur nicht völlig fremd, was dazu führt, dass der Kulturschock dieses Mal glücklicherweise ausblieb, zumindest größtenteils!

Meine Motivation war trotzdem nicht nur in Asien studiert zu haben, sondern auch einmal die Arbeitskultur unserer Kollegen im fernen Osten selbst zu erleben. Gerade am Wochenende konnte ich für mich feststellen, dass Hong Kong durch den Facettenreichtum prädestiniert ist, um dort mal gearbeitet zu haben. Es wird hier wirklich nie langweilig und es gibt einfach viel zu viel zu entdecken, was man in dem Ausmaß als Tourist nicht entdecken kann. Die wahren Hot Spots liegen im Verborgenen!

Natürlich dient der Blog auch dazu, Euch von meinen Arbeitserfahrungen und den kulturellen Unterschieden zu berichten. Ich glaube, dass die ein oder andere Geschichte ein kleines Grinsen auf Eure Gesichter zaubert. Manche Dinge habe ich sogar gefilmt. Diese dürft Ihr dann in einigen Monaten in meinem Video Blog betrachten.

 

Ankunft und erste Eindrücke

Am 06. Januar bin ich mit großen Erwartungen und einem noch größeren Gepäck (leider 10kg Übergepäck, leider ist es dieses Mal aufgefallen :P) von Frankfurt losgeflogen. Nach einem kleinen Zwischenstopp in Dubai, bin ich 15 Stunden später und einer 7-stündigen Zeitverschiebung am 07. Januar in Hong Kong angekommen. Die Einreise verlief problemlos und anders als im Rest von China spricht der Großteil ein wenig bis hin zu fließend Englisch. Macht Sinn, schließlich war Hong Kong bis 1997 eine britische Kolonie. Am Airport habe ich dann die Express Metro in die Stadt genommen und konnte dabei gleich ein wenig die Natur bestaunen. Wenn ich an Hong Kong denke, dann fallen mir ähnlich wie bei New York immer nur der Financial District und die die damit verbundenen Wolkenkratzer ein. Das stimmt auch, wenn man sich nur Hong Kong Island und Kowloon anschaut, aber es gibt auch noch Lantau Island mit seinen Fischerdörfern, in denen die Zeit noch stillsteht. Eben durch diese Gegend fährt man bevor man ins Zentrum gelangt. Ich hatte das Gefühl mich in einer Fotokopie von Vietnam zu befinden.

Die etwas andere Landschaft

In Central Station angekommen, ist mir auch gleich wieder eingefallen, was ich an China nicht vermisst habe: die unbeschreibliche Masse an Menschen auf kleinstem Raum. Ihr müsst bedenken, dass Hong Kong 7,3 Millionen Einwohner hat und der überwiegende Teil seinen Beruf auf der gerade einmal 80,5 km² großen Hong Kong Island ausübt. Da kann es in der Metro schon einmal etwas voller werden! Mein Kommilitone ist hier aktuell ebenfalls als Praktikant unterwegs und darf sich mit ganzen 4m2 zufriedengeben. Die Wohnungsnot auf der HK Island ist enorm. Keine Sorge als Stairway Praktikant bleibt mir dieses Schicksal erspart. Nach meiner Ankunft in Central ging es direkt zu meiner Unterkunft. Mein Apartment befindet sich in Causeway Bay, der wohl besten Gegend, um in der Stadt zu leben, gerade einmal 8 Minuten mit der Metro von Central entfernt. Ich kann mich wirklich nicht beschweren (Nicht geschimpft ist genug gelobt – der Schwob in mir :D). Ich befinde mich auf Hong Kong Island und habe alles, was man sich wünschen kann. Das Apartment ist super und das Personal sehr zuvorkommend!

Der Jet Lag und die Spannung auf den ersten Arbeitstag, der bereits wenige Stunden später beginnen sollte, haben für eine schlaflose Nacht gesorgt, allerdings habe ich die Zeit gleich genutzt, um mein Viertel zu erkunden. Uhrenliebhaber aufgepasst! Hong Kong ist die Stadt mit der höchsten Dichte an Uhrenläden der Welt. Es gibt an jeder Ecke mindestens 20 davon und kaum ein Ort zeigt dies besser als Causeway Bay selbst. Zugleich befindet sich auch der Victoria Park eine Gehminute von mir entfernt, welcher sich hervorragend zur sportlichen Betätigung eignet. Ein Schwimmbad grenzt an den Park auch an. Die Tiefe des tiefsten Beckens beträgt atemberaubende 1,40m. Mit meinen 1.90m sollte ich daher wohl Köpfer vermeiden.

Causeway Bay – mein erster Blick auf die Stadt

 

Der allererste Arbeitstag

Kaum ausgeruht und minimal aufgeregt begangen am nächsten Morgen schon die “New Joiner Days”. Klingt gut, sind aber 3 Tage vollgepackt mit IT, Compliance, Unabhängigkeitserklärungen usw. Wir befinden uns immerhin in einer Finanzmetropole, da darf der Compliance Part auch ruhig mal etwas dicker sein. Es war allerdings sehr schön die anderen Praktikanten kennenzulernen.

Manulife Financial Centre

Während man sich im Auslandssemester immer in seinem Kreis von Auslandsstudenten herumtreibt, kann man dies bei diesem Praktikum nicht machen. Das fiel spätestens dann auf, als ich merkte, dass ich von 50 New Joinern der Einzige aus der westlichen Welt war. Da ich immer wieder davon gelesen habe, dass es gerade bei chinesischen Kollegen sehr schwer ist in den engeren Freundeskreis aufgenommen zu werden, war meine größte Angst, dass ich mein Praktikum alleine verbringen würde. Glücklicherweise ist dem überhaupt nicht so! Die Kollegen waren sehr gespannt meine Geschichte zu hören, haben mich gleich zu verschiedenen Restaurants gezerrt und haben mir von den Eigenarten Hong Kongs berichtet. In diesen Orientierungstagen habe ich dann auch eine erfreuliche Mail von meinem Manager erhalten. Anhand der Kürzel konnte ich bereits mit meinen Mitpraktikanten erahnen mit welchem Glück ich überschüttet wurde. Ich darf an dieser Stelle natürlich nicht sagen, um welches Mandat es sich konkret handelt, aber es handelt sich um einer der renommierten Tier 1-Investmentbanken. Zuvor wurde kaum ein Praktikant an dieses Mandat gelassen. Ihr seht bereits, dass man ein enormes Vertrauen als Stairway Praktikant erhält.

Ein kleiner Teil der New Joiner

Natürlich war die Ehrfurcht groß, Teil dieses Teams zu sein. Ich hatte befürchtet, dass es sich überwiegend um Workaholics handelt, die keinerlei Spaß verstehen. Mal wieder falsch gedacht! Die Kollegen sind alle super nett und entspannt. Ich wurde allen Mitgliedern des Engagement Teams vorgestellt, auch den Managern und der Partnerin, und jede einzelne Person hat mich warmherzig empfangen. Gemeinsame Wasser- oder Kaffeepausen, am Freitagnachmittag gemeinsam Dessert bestellen und viele Witze machen die Busy Season mehr als nur erträglich. Wir waren auch bereits gemeinsam im Vergnügungspark! Ich hätte mir keinen besseren Einstieg und vor allem kein cooleres Team vorstellen können! Lasst Euch aber von den netten Gesichtern nicht täuschen, jedes einzelne Mitglied bringt ein enormes Wissen und verschiedene Skills mit, von welchem man als Praktikant profitieren kann. Gerade unser Senior Michael gehört wohl zu den intelligentesten Personen des Planeten. Aus jeder Unterhaltung lerne ich persönlich sooooo viel!

Das beste Team der Welt!

 

Besonderheiten, die sofort ins Auge stechen:

  • Die Arbeitskultur in Hong Kong ist nicht so stark an die asiatischen Werte angelehnt wie das vlt. in Mainland China oder gar Japan der Fall ist, aber die asiatische Kultur und gewisse Hierarchien sind trotzdem verankert. So konnten Praktikanten sich nicht vorstellen, dass es in Deutschland gar nicht so unüblich ist mit Directors oder gar Partnern zu Mittag zu essen.
  • Das Essen ist sehr vielfältig. Man findet wirklich alles! Aber die typischen Gerichte sind unheimlich ölig. Mein koreanischer Finance Professor hatte mal den Witz gemacht, dass nach 3 Mal chinesisch kochen die Flasche Öl aufgebraucht ist. Ich glaube allmählich, das war ernst gemeint. Und jetzt kommt die größte Überraschung. Obwohl man meinen müsste, dass bei diesem Essen keiner die Figur halten kann, muss ich sagen, dass es den Leuten in Hong Kong enorm gut gelingt! Ich für meinen Teil darf entsprechend etwas mehr Sport machen, aber es ist nun einmal schwer den vielen Köstlichkeiten zu entkommen. Ich sage nur Dim Sum 😉 ! Eine weitere Möglichkeit ist natürlich auf das vielfältige Angebot auszuweichen. Es ist wirklich gar kein Problem auf europäisches Essen umzusteigen oder auch auf japanisches Sushi. Gerade am Abend eine angenehme und gesunde Abwechslung.

Viele lokale Spezialitäten

Japanisches Sushi

 

 

 

 

 

 

 

  • Wenn man von einer Stadt spricht, die mehr als 5 Millionen Einwohner hat, dann denken wir immer an Metropolen, die so riesig sind, dass weder der Anfang noch das Ende erkennbar ist. Hong Kong aber ist im Verhältnis winzig. Ich lasse jetzt bewusst die New Territories weg und beziehe mich nur auf HK Island! Wenn man sich an das andere Ufer in Kowloon begibt, um die berühmte Skyline zu sehen, dann erkennt man erst wie klein die Insel doch eigentlich ist. Trotz ihrer verhältnismäßig mickrigen Größe bietet sie trotzdem so viel abwechslungsreiche Landschaft. Wolltet ihr schon immer morgens aufstehen in den Bergen wandern gehen, dann ein köstliches Frühstück an einem verruchten Street Food Stand einnehmen, um dann um 8 Uhr den Arbeitstag in einem luxuriösen Wolkenkratzer mit Kollegen aus der ganzen Welt an globalen Top Playern zu beginnen, um dann zu Mittag japanisches Sushi mit einem Senior Manager mit Ausblick auf einer der berühmtesten Skylines der Welt zu haben, um dann nach Feierabend an den Strand zu gehen, einige Runden zu schwimmen und dann letzten Endes den Tag mit einer Shopping Tour am Times Square zu beenden? Klingt nach einer Weltreise an einem Tag?! Ist lediglich die Vielfalt Hong Kongs.

Skyline vom Hafen aus

Dragon’s Back

 

 

 

 

 

 

 

Big Wave Beach

 

 

 

 

 

 

 

 

  • In Hong Kong ist es selbst bei Franchiseunternehmen nicht immer gegeben, dass man immer den gleichen Preis zahlt. Es macht also einen riesigen Unterschied, ob ich Dim Sum in Central esse oder in den New Territories. Während es in Central zum Luxusessen wird, ist es in den New Territories so unverschämt günstig, dass man schon eher kritisch hinterfragt, was drinsteckt.
  • After work Drink, what is that? Gerade bei PwC habe ich immer genossen, dass man sich manchmal mit den Kollegen nach der Arbeit ein Feierabendbier genehmigt. In Hong Kong ist es geradezu unmöglich die Kollegen von einem After work Drink zu überzeugen. Selbst die deutschen Senior Manager bekommen das nicht hin, selbst wenn Sie eine Runde spendieren. Also viel Spaß an die Nachfolger es hinzubekommen. Ich berichte, falls ich es schaffen sollte! Trotzdem bietet die IFC Mall eine wunderschöne Dachterrasse, die gerne genutzt werden darf, um seine eigenen Getränke zu konsumieren. Der perfekte Hot Spot, um den Tag ausklingen zu lassen.

Die Skyline Kowloons von der IFC Mall aus

 

Arbeitsalltag

PwC hat gleich mehrere Sitze in Hong Kong. Zunächst kommt jeder ins Manulife Financial Centre, in denen die Orientierungstage stattfinden. Dieses Gebäude ist tatsächlich das einzige PwC Gebäude, welches sich in Kowloon und nicht auf HK Island befindet. Danach geht es entsprechend der Tätigkeit in den Edinburgh Tower oder das Prince’s Building. Ich habe durch meine Tätigkeit im Financial Services Bereich das Glück im Edinburgh Tower im 27. Stock zu sitzen. Die Aussicht ist überragend! Man kann sich anschauen wie jeder Wolkenkratzer versucht den anderen an Höhe zu überbieten. Natürlich gewinnt hier der IFC Tower das Rennen. Ich kann Euch zudem beruhigen. Man hat sicherlich nicht deutlich weniger Platz als in einem typisch deutschen Büro. Glücklicherweise sitzt der Mandant, welchen wir prüfen, direkt im Hochhaus nebenan, sodass wir nicht ständig vor Ort sein müssen, wir sind es schließlich bereits. Trotzdem ist der ein oder andere Kundenbesuch durchaus dabei.

Edinburgh Tower

Prince’s Building

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während die meisten Stairway Praktikanten an Gesellschaften mit Bezug zum deutschen Markt/Unternehmen arbeiten, gilt dies nicht in meinem Fall.  Da es sich um ein US-amerikanisches Investmentbank handelt, sind die Dokumente beinahe ausschließlich auf Englisch. Wenn es mal dazu kommen sollte, dass ein chinesisches Dokument bei mir landet, wird erst einmal versucht zu verstehen, was eventuell auf dem Papier stehen könnte, bis ich nach etwa 10 Sekunden einsehe, dass ich das wohl nie schaffen werde. Lasst Euch nicht entmutigen, die Kollegen sind immer sofort zur Stelle! Ich kann Euch zudem nochmals ausführlicher bestätigen, dass die Hierarchie wirklich sehr flach ist. Obwohl man immer davon liest wie sehr doch die Hierarchie im asiatischen Raum zählt, so muss ich Euch sagen, dass es im Fall von PwC HK mehr ein Mythos ist, der dadurch entsteht, dass vor allem Interns und Associates nicht ins Fettnäpfchen treten wollen. Viele Partner haben an Ihren Türen sogar Aufkleber, dass Ihr Büro bei Abwesenheit für Gruppenarbeiten zur Verfügung steht. Glaubt ihr, das wird wahrgenommen? Es ist also viel mehr Einbildung als Realität. Ich hatte bereits Lunch/Dinner mit Partnern und war auch schon mit Senior Managern auf einen Drink aus. Es ist sogar eher so, dass gerade Manager aus dem Ausland solche Dinge sehr vermissen. In den kommenden Wochen kapere ich mit einem Senior Manager sogar ein Junk Boat (eine sehr beliebte Wochenendbetätigung in Hong Kong :)). Also, wenn ihr Mal dran seid, nimmt Einladungen gerne an und habt keine Scheu auch proaktiv zu sein!

Die Arbeitszeiten sind nicht wirklich anders als in Deutschland. In der Busy Season werden Stunden normal aufgebaut und dann entsprechend ausbezahlt oder abgefeiert. Dabei wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass auch jede Stunde sauber erfasst wird. Es wird nichts unter den Tisch gekehrt! Als Stairway Praktikant wird sowieso darauf geachtet, dass Ihr keine Überstunden macht. Wenn ich mal welche mache, dann tatsächlich nur deshalb, weil ich ein Streber bin und das Thema so spannend finde, dass ich nicht aufhören kann. In der Regel geht dann aber ab 18:30 mein sog. „Mike Alarm“ los. Der liebe Mike ist nämlich mein Nebensitzer und fängt mich dann im 10 Minutentakt daran zu erinnern, dass ich doch heimgehen mag. Ihr seht, dass es an Fürsorge nicht mangelt 🙂

 

Hong Kong als Ausgangspunkt – Perfektes Drehkreuz zum Reisen

Ihr werdet recht schnell sehen, dass ich auch die letzte Sekunde aus meinem Wochenende presse, um möglichst viel von den Nachbarländern zu sehen. Ich kann Euch das nur empfehlen, besonders wenn Ihr in Asien seid, um die unterschiedlichen Besonderheiten der Länder kennenzulernen. Wer meint, dass China=Japan=Korea, dem kann ich nur entgegnen: „No Way!“

So fliege ich gerne mal Freitagabend direkt nach der Arbeit los und komme Montagmorgen pünktlich zur Arbeit wieder an. Das erste Wochenende habe ich genutzt, um mir Central und den westlichen Teil der Hong Kong Island anzuschauen. Neben Antiquitätenmärkten, dem Hafen, den Vogelnestläden und Lan Kwai Fong (Partyviertel), habe ich natürlich die Zeit genutzt alle möglichen heimischen Spezialitäten auszuprobieren. Die Abende habe ich abgerundet, indem ich mir eine der spektakulärsten Light-Shows der Welt angeschaut habe, die “Symphony of Lights“. Diese verwandelt die Hong Konger Skyline für 10 Minuten in ein riesiges Lichtermeer. Den berühmten Victoria Peak habe ich bisweilen aufgrund des oftmals nebeligen Wetters noch nicht gemacht, aber kommt noch!

Die typische Hong Kong Waffel

Alles sehr eng bebaut!

 

 

 

 

 

 

 

 

Der alte Bahnhof im britischen Stil

 

 

 

 

 

 

 

 

An Freizeitaktivitäten bietet Hong Kong bereits sehr viel, aber gerade die wirklich zentrale Lage in Asien macht die Stadt noch interessanter. Am zweiten Wochenende bin ich spontan nach Shenzhen und Macau gereist. Shenzhen war die allererste Sonderzone, in der liberalere Wirtschaftsgesetze und Regularien galten. Somit nimmt Shenzhen gerade geschichtlich einen besonderen Platz ein, aber ehrlich gestanden, bietet die Stadt sehr viele Schnäppchen. Schließlich ist Festlandchina deutlich günstiger als Hong Kong!

Das bekannte „Window of the World“ in Shenzhen

Direkt vom Bahnhof in die Shopping Meile

 

 

 

 

 

 

 

 

Macau wiederum teilt ein ähnliches Schicksal wie Hong Kong. Das Gebiet war bis 1999 eine portugiesische Kolonie. Die Stadt wird neben HK sehr gerne als Asiens Las Vegas unterschätzt. Im nördlichen Teil der Insel befinden sich noch so viele Sehenswürdigkeiten, die der Stadt einen portugiesischen Anstrich verpassen. Auch im Süden ist das zu sehen, auch wenn hier die faszinierenden Casinos, gerade das Venetian, einem dem Atem rauben. Ich kann Euch nur sagen, dass die Stadt wirklich sehr „underrated“ ist.

Die Fassade der ehemaligen Pauluskirche

Largo do Senado

 

 

 

 

 

 

 

Die riesigen Casinos Macaus

 

 

 

 

 

 

 

Das dritte Wochenende habe ich dann den östlichen Teil der HK Island und Lantau Island besucht. Im östlichen Teil der Insel befindet sich der Dragon’s Back ein kleiner Berg (für uns also ein großer Hügel :D), der sich gut zum Wandern eignet. Nach dem Wandern waren wir an der „Big Wave Beach“, die optimal Bedingungen zum Surfen bietet. Daraufhin ging es nach Quarry Bay, wo sich das außergewöhnliche „Yik Cheong Building“ befindet, gerne auch als „Monster Building“ bezeichnet. Seht einfach selbst, warum es berühmtberüchtigt ist….

Das Monster Building

Lantau Island beherbergt wiederum den Tian Tan Buddha am Kloster Po Lin. Hier empfand ich besonders das Gleichgewicht zwischen Tempel und Natur ansprechend. Zudem gab es an jeder Ecke mindestens drei Ochsen, die sich besonders über die Opfergaben gefreut haben. Einige haben sich sogar ein paar Kurze gegönnt, vlt. sollte ich mit denen mal einen After Work Drink einnehmen (kleiner Spaß :D). Fast noch schöner, weil eben so authentisch, ist das Fischerdorf „Tai O“ am Fuße des Berges. Hier ist die Zeit schlichtweg stehen geblieben. Während die Menschen auf HK Island keine Schlafgelegenheit finden, weil es schlicht zu teuer ist, stehen hier die Häuser teilweise leer. Die meisten Bewohner sind Fischer und man hat hier die Gelegenheit an jeder Ecke frischen Fisch zu bekommen. Natürlich sind auch sehr viele nicht identifizierbare Dinge dabei. Das Wetter war zwar etwas bescheidener, aber es hat trotzdem Spaß gemacht 🙂

Tian Tan Buddha

Eine typische Fischerin aus Tai O

 

 

 

 

 

 

 

 

Daraufhin sind wir nach Sham Shui Po zum Elektronikmarkt in der Apui Street gefahren. Mir wurde das empfohlen, weil es hier angeblich deutlich günstigere SIM Karten gibt. Es sind tatsächlich die gleichen identischen Karten wie in den vielen Convenience Stores, die aber zu einem Bruchteil angeboten werden. Wie das geht? Keine Ahnung! Das gesparte Geld kann man anschließend am Fake Market ausgeben. (Immer daran denken, wer nur 50% Rabatt bekommt, der hat auf jeden Fall schlecht verhandelt :P). Der krönende Abschluss war dann ein Abendessen auf dem Night Market von Kowloon.

Typisch chinesisches Essen am Temple Street Night Market

Eine oder gleich hundert Enten gefällig?

 

 

 

 

 

 

 

 

Apui Street Market – nicht nur wir kaufen günstig ein 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Das vergangene Wochenende ging es direkt nach der Arbeit nach Taipeh und ich kam auch erst pünktlich zur Arbeit wieder. Das Wetter hat mir auch wirklich keinen einzigen Sonnenstrahl gegönnt, allerdings war es wirklich sehr interessant. Allein der Raohe Night Market war die Reise wert. Ihr werdet wohl niemals so günstig und authentisch die verschiedensten Gerichte ausprobieren können wie hier. Über die phänomenale Aussicht des Taipeh 101 und den Elephant Mountain brauche ich keine Worte zu verlieren, ich tu es trotzdem: Gigantisch!

Blick auf den Taipeh 101

Eingang des Raohe Night Market

 

 

 

 

 

 

 

Rinderroulade nach chinesischer Art

Wunder der Technik – Der Fahrstuhl des Taipeh 101

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Aussicht vom Taipeh 101

Der Marty’s Shrine

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstes Fazit

Was bleibt zu sagen? Ich hätte natürlich noch viel mehr schreiben können, aber das soll zunächst erstmals reichen. Die Stadt und die Arbeit haben noch so viel zu bieten und ich bin sehr gespannt darauf. Bisweilen übertrifft das Praktikum meine Erwartungen bei Weitem! Es könnte nicht besser laufen! Und wenn das Wetter erst anfängt mitzuspielen, dann werden die Bilder auch etwas heller und farbenfroher. Ich freue mich schon darauf und halte Euch auf dem Laufenden. Aber ich kann Euch schon jetzt versichern, dass ich keine Millisekunde des Praktikums missen möchte und bereits jetzt auf meinen Nachfolger oder meine Nachfolgerin neidisch bin 🙂

Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Wochen und darauf, Euch davon in den kommenden Blogs zu berichten! 🙂

 

Bāi bái! (拜拜!)

Steven