Hello from Singapore!

15. Februar 2018

Da ich nun schon mehr als 5 Wochen in Singapur bin, wird es so langsam auch mal Zeit für meinen ersten Blog-Eintrag. Zunächst einmal zu meiner Person: Meine Name ist Stefan, ich bin 20 Jahre alt und komme aus dem schönen Westmünsterland. Ich habe im September 2017 meinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Finance & Accounting an der Goethe-Universität in Frankfurt abgeschlossen. Zum nächsten Wintersemester beginne ich voraussichtlich einen Master in Finance. Ich befinde mich also momentan in einem Gap-Year, welches ich u. a. für Praktika nutze. Daher hat es mich riesig gefreut, die Chance erhalten zu haben, mit PwC Stairway ein 3-monatiges Praktikum im Bereich Assurance bei PwC Singapore absolvieren zu können.

Vorbereitung, Ankunft und erste Eindrücke

Die Vorbereitung verlief super und reibungslos. PwC hat sich um meine Unterkunft gekümmert und mir bei der Flugbuchung geholfen. Das Visum für Singapur war einfach online zu beantragen, und die Impfungen habe ich auch schnell hinter mich gebracht. Bei Fragen konnte ich mich jederzeit an das Stairway-Team wenden, das mir innerhalb kurzer Zeit antwortete.

Nach einem langen Flug war es am 7. Januar dann endlich soweit: Ich war in Singapur angekommen. Mit Freude im Gesicht lief ich am Flughafen Richtung Ausgang, an der auch schon mein Taxifahrer – organisiert von meiner Unterkunft – auf mich wartete. Bei dem ersten Schritt nach draußen war es dann auch schon Zeit für die erste Überraschung: 30 Grad, extrem hohe Luftfeuchtigkeit, und ich in Pulli, langer Hose und an die derzeit in Deutschland herrschenden winterlichen Temperaturen gewöhnt. Ich wusste, dass es heiß werden würde, aber das war mir dann für den Moment dann doch ein bisschen zu viel 😀 Bei der 30-minütigen Fahrt zu meiner Wohnung konnte ich schon erste Eindrücke sammeln und mir einige Dinge beim Fahrer erfragen. Mir fiel sofort auf, wie freundlich und interessiert der Fahrer war. Es stellte sich heraus, dass Fußball auch in Singapur Volkssport Nummer 1 ist. Da Singapur selbst keine großartige Liga hat, wird viel und gerne englischer Fußball geschaut, aber auch viele deutsche Spieler und Teams kannte der Fahrer. Zu meinem Bedauern sympathisierte er vor allem mit Borussia Dortmund, aber jeder macht ja mal Fehler.

Meine Unterkunft ist ein Serviced Apartment und befindet sich in River Valley. Sie ist recht groß, zentral gelegen und bietet viele Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten in der Nähe. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist auch sehr gut, bis zum Office benötige ich ca. 25 Minuten.

Erste Tage und Arbeitsalltag bei PwC Singapore

Das Office

Das Office

Nachdem ich nach meiner Ankunft noch einen ganzen Tag zum Ausruhen und erstem Sightseeing hatte, startete ich am Montag in den Berufsalltag. Die ersten zwei Tage waren für die Einführung vorgesehen. Zunächst stand zusammen mit einigen anderen Praktikanten eine allgemeine IT-Einführung auf dem Programm. Ich war erst einmal ein wenig überfordert, da ich das Englisch, was die Kollegin gesprochen hatte, durch ihren chinesischen Akzent nur sehr schwer zu verstehen war. Nach ca. zwei Stunden wurde ich dann zwei Managern vorgestellt, die mir in der restlichen Zeit der Einführungstage praktisch Einzelunterricht im Prüfungsprogramm und allem anderen gaben. Ob das die effizienteste Lösung war, wage ich mal zu bezweifeln, es war für mich jedoch extrem hilfreich, da ich viele Fragen stellen konnte und in netten Gesprächen weitere Dinge über Singapur erfahren konnte. Des Weiteren habe ich am ersten Tag meine Managerin kennengelernt, die praktischerweise auch Deutsche ist und gerade ihr Secondment in Singapur macht. Ich war sehr froh, als ich dann beim Mittagessen das erste Mal jemanden fließend verstehen konnte 😀 Kleiner Spaß – aber es ist auf jeden Fall hilfreich, einen deutschsprachigen Ansprechpartner zu haben. Ich arbeite eng mit ihr zusammen und unterstütze sie auf ihren Projekten und helfe bei dem, was gerade so ansteht. Ihre Mandanten sind Zweigstellen von deutschen Unternehmen. So ist es nicht unüblich, dass auch beim Mandanten deutschsprachige Anprechpartner vorzufinden sind.

Nach den beiden Einführungstagen ging es dann direkt zum ersten Mandanten. Das Team – bestehend aus 3 Kolleginnen – war super nett und hilfsbereit. Ich fand es sehr gut, direkt von Anfang an in den Prüfungsalltag miteinbezogen zu werden. Man wird definitiv nicht als Praktikant, sondern als vollwertiges Teammitglied behandelt. In der darauffolgenden Woche wurde ich dann ein wenig ins kalte Wasser geworfen. Es ging für zwei Wochen zu einem neuen Mandanten. Dies bedeutet auch ein neues Team – bestehend aus… mir, ja, nur aus mir, und.. naja, meiner Managerin, die sich aber natürlich auch um ihre anderen Mandanten kümmern muss und daher nur etwa die Hälfte der Zeit vor Ort war. Jedoch muss ich sagen, dass diese zwei Wochen trotz der anfänglichen Unsicherheit die lehrreichsten und interessantesten bis jetzt waren. Ich habe eine Prüfung von Beginn an bis zum Schluss mitbekommen und habe praktisch an jedem einzelnen Schritt mitgearbeitet. Mir wurde ein sehr großes Maß an Verantwortung zugetragen. Ich war größtenteils der einzige Ansprechpartner für den Mandanten vor Ort und hatte dadurch, dass logischerweise ich überwiegend für die Besorgung der zur Prüfung benötigten Dokumente zuständig war, sehr viel Kontakt zum Mandanten. So etwas direkt am Anfang des Praktikums zu erleben hätte ich nicht erwartet und ich kann nur sagen, dass es eine sehr tolle Erfahrung war. In den restlichen Wochen war ich dann wieder einige Tage bei einem neuen Mandanten sowie einige Tage im Büro. Das gestaltet die Arbeit sehr abwechslungsreich und es wird nie langweilig.

Wie ist Singapur?

Was einem als erstes ins Auge sticht, wenn man sich die Skyline von Singapur anschaut, ist ihr wohl bekanntestes Gebäude, das Marina Bay Sands Hotel. Für mich ist das einfach der absolute Inbegriff der Skurrilität, Futuristik und Verrücktheit, für die Singapur steht – Ein Hotel, bestehend aus 3 Pfeilern, auf denen sich ein schiffförmiges Konstrukt mit einem 150 Meter langem Pool mit Skyline-Blick befindet. Direkt angrenzend befinden sich die Gardens by the Bay, die nicht nur auch wie die Faust aufs Auge zum Stadtbild Singapur passt, sondern auch ein Symbol dafür sind, was für eine grüne Stadt Singapur doch ist.

Marina Bay Sands Hotel

Marina Bay Sands Hotel

Gardens by the Bay

Gardens by the Bay

 

 

 

 

 

 

 

In Singapur gibt es aber noch viele weitere Dinge zu sehen. Zu den absoluten Highlights gehören neben dem Marina Bay Sands Hotel und den Gardens by the Bay die Insel Sentosa Island, auf der sich u. A. die Universal Studios, das S.E.A. Aquarium und Strände befinden, sowie die zahlreichen Rooftop Bars.

Sentosa Island Beach

Sentosa Island Beach

Universal Studios Singapore

Universal Studios Singapore

 

 

 

 

 

 

SEA Aquarium

SEA Aquarium

Rooftop Bar One Altititude

Rooftop Bar One Altititude

 

 

 

 

 

 

Auch ein Besuch des botanischen Gartens und des Zoos lohnt sich sehr. Für nächtliche Aktivitäten am Wochenende ist auch zahlreich gesorgt. Die auch bei Backpackern sehr beliebte Bar-Areas Clarke Quay und Boat Quay haben mir sehr gut gefallen. Wer gerne in Clubs geht, kommt hier garantiert auch nicht zu kurz.

Blick vom One Altitude

Blick vom One Altitude

Skyline von Singapur

Skyline von Singapur

 

 

 

 

 

 

Singapur bringt aber noch weitere Besonderheiten mit sich. In diesem Land fühlt man sich einfach unglaublich sicher. Alle Leute hier sind sehr friedlich, obwohl sie aus den unterschiedlichsten Kulturen und Religionen stammen. Einen nicht unerheblichen Teil daran trägt die Regierung, die ihre Bürger mit teils hohen Strafen gut in Schach hält. Singapur hat eine unglaublich gute Infrastruktur. Die MRT (U-Bahn) fährt im 3-Minuten-Takt, es fahren sehr viele Busse und für nächtliche Fahrten sind Uber/Taxis eine günstige Alternative.

Singapurer lieben ihre Mittagspause. Diese dauert selten unter einer Stunde an. Man merkt, dass ihnen das Essen sehr wichtig ist. Grundsätzlich gilt, je länger die Schlange vor einem Restaurant, desto besser ist es. So kann es sein, dass man auch gut und gerne mal 20 Minuten wartet, um überhaupt erstmal einen Platz zu bekommen.

Singapur bietet eine riesengroße Vielfalt an Essen. Sämtliche asiatische Küchen sind vertreten. Das komplette Angebot bekommt man in den sogenannten Hawker-Centern. In diesen befinden sich je nach Größe 5 bis 50 verschiedene kleine Verkaufsstände, die alle verschiedenstes Essen servieren. Ein weiterer Vorteil: Sie sind sehr günstig. Schon für gerade einmal 3 Euro bekommt man ein vollwertiges Gericht. Diese Möglichkeit nutze ich auch immer nach der Arbeit, sodass ich hier bis jetzt sogar noch nicht selbst gekocht habe. Das lohnt sich aber auch einfach nicht, da Lebensmittel im Supermarkt im Vergleich zu Deutschland zwei bis drei mal so teuer sind und das Essen in den „Mini-Restaurants“ auch einfach lecker ist.

So, damit habe ich pünktlich zum Chinese New Year’s Eve meinen ersten Blog-Eintrag vollendet. Nun beginnt für mich das lange Wochenende, an dem ich vermutlich viel Zeit in Chinatown verbringen werde. Hiervon und von weiteren Dingen werde ich euch dann in meinem nächsten Blog-Eintrag berichten. Das soll es nun erst einmal gewesen sein. In diesem Sinne:

Happy Lunar New Year

Stefan