Paris – wo ist die Zeit geblieben?

23. Februar 2018

Hallo ihr Lieben,

später als eigentlich geplant, melde ich mich bei Euch aus Paris wieder.

Nachdem ich die ersten zwei Wochen meines Praktikums mit dem Seminar beziehungsweise kleineren Aufgaben im Büro verbracht habe, ging es für mich los, mit dem ersten Einsatz beim Mandanten. Wie die meisten Prüfungen, bei denen ich hier in Paris den German Desk unterstützen werde, handelte es sich dort ebenfalls um eine französische Tochtergesellschaft, deren Mutterkonzern in Deutschland sitzt. Da es sich um eine relativ große Gesellschaft handelte, waren wir verhältnismäßig viele im Prüfungsteam, sowohl Franzosen als auch Deutsche. Umso besser für mich, so konnte ich direkt neue Leute kennen lernen, und sollte es doch mal eine Sprachschwierigkeit geben, hatte ich jemanden, an den ich mich wenden konnte. Falls ihr euch um das Thema Sprache Gedanken machen solltet und deswegen vielleicht zögert, euch zu bewerben, dann kann ich euch nur raten, es einfach zu wagen. Zu Beginn ist man natürlich etwas eingeschüchtert und traut sich nicht so recht, aber das legt sich wirklich schnell und es sind auch alle bereit, weiter zu helfen, das ist überhaupt kein Problem. Also – einfach machen!

Mit dem ersten Einsatz begann für mich auch der richtige Prüfungsalltag, mit allem drum und dran. Was ich bisher schon sagen kann, ist, dass man hier wirklich viel eingebunden wird und, wenn man will, super viel lernen kann. Während meiner ersten Mission hatte ich auch zwei kleine „Deplacements“, da wir zwei Fabriken des Mandanten besichtigt haben. Das war wirklich interessant, einerseits um mal zu sehen, was man im genauen dort eigentlich prüft und andererseits, weil ich so zwei neue Orte in Frankreich kennenlernen durfte. Nach diesen vier Wochen beim Mandanten (der übrigens eine wirklich gute Kantine hatte – dort bekam ich den Unterschied zwischen der französischen und der deutschen Esskultur wieder deutlich zu spüren) begann für mich dann meine zweite Mission, eine Woche beim Mandanten außerhalb von Paris, also Übernachtung im Hotel. Darauffolgend eine Woche im Büro, um Prüfungshandlungen zu dokumentieren usw.

Ein anderes Unternehmen, eine andere Art der Prüfung, andere Aufgaben, anderer Ort – Abwechslung. Also genau das, was diesen Beruf so interessant macht. Und am Ende dieser Woche gucke ich in den Kalender und stelle mit Entsetzen fest, dass ich ja nun schon seit 8 Wochen in Paris bin. Die Zeit vergeht wie im Flug, was einerseits natürlich an der Tatsache liegt, dass jetzt Busy Season und damit viel zu tun ist, andererseits aber auch an den unwahrscheinlich vielen Freizeitmöglichkeiten, die Paris zu bieten hat.

Ob Theater, Kino, Museum, Essen gehen, einfach durch die Stadt schlendern, shoppen – ganz egal, hier gibt es unendlich viel zu tun und zu entdecken. Besonders jetzt, da das Wetter langsam etwas wärmer wird und die Sonne sich öfters zeigt. Da muss eigentlich jede freie Minute genutzt werden, um Paris zu erkunden. Und genau das werde ich jetzt machen, raus gehen und die Stadt entdecken.

Bis Bald!

Uma

 

P.S. Wenn ihr statt mit der französischen Tastatur jetzt nicht mehr mit der deutschen Tastatur schreiben könnt und jedes Wort zweimal schreiben müsst, dann merkt ihr, dass ihr so richtig in Frankreich angekommen seid!