Die ersten Wochen in Shanghai

5. März 2018

Hallo zusammen,

vor fast zwei Wochen bin ich bereits in Shanghai gelandet, und die Zeit vergeht wie im Flug! Um nicht zu viel auf einmal in einem Blogeintrag zu berichten, erzähle euch hiermit von meinen ersten Eindrücken von Shanghai und insbesondere natürlich von PwC China. Bis zu diesem Praktikum hatte ich noch keine nennenswerte Asienerfahrung gehabt, weshalb es in den letzten Wochen viele neue Eindrücke für mich gab:

Meine Ankunft in Shanghai

Am 21. Februar bin ich problemlos in Shanghai gelandet. An meinem Anreisetag hatte ich allerdings schon mit dem Schlimmsten gerechnet, da der Flug am letzten offiziellen Feiertag des Chinese New Years war. Chinese New Year ist in China nämlich einer der größten Feiertage im Jahr und dauert sogar mehrere Tage an. Frei haben die meisten allerdings nur ca. 1-2 Wochen, weswegen ich damit gerechnet habe, dass der Flughafen und die Stadt am letzten Feiertag überfüllt von Reisenden sein wird. Dementsprechend habe ich damit geplant, mir möglichst schnell ein Taxi zu suchen und so die Menschenmassen weitestgehend zu umgehen. Als ich aus der Sicherheitskontrolle heraus kam, war zu meinem Erstaunen aber fast keiner da! Ich habe immer noch nicht ganz verstanden, wo all die Menschen waren, mit denen ich fest gerechnet hatte – vielleicht sind sie nicht geflogen oder haben noch ein paar Urlaubstage angehängt.

In die Stadt ging es dann mit der Maglev (die Magnetschwebebahn, die bis zu 400 km/h fahren kann), mit der ich unbedingt mal fahren wollte, und von der aus ich mir einfach ein Taxi zum Hotel nehmen würde. Von der Maglev war ich jedoch ein wenig enttäuscht, da zumindest die Innenausstattung schon einmal bessere Zeiten gesehen hat:

Als ich in der Innenstadt ankam, war auch dort nicht viel los. Also dachte ich mir: „Wenn schon Abenteuer China, dann richtig!“ – und habe mir die Metro gesucht, die in die Richtung meines Hotels fuhr. Gegen Abend kam ich dort dann auch an und habe mein Zimmer bezogen. Über dieses kann ich mich nicht beschweren. Es ist sehr geräumig und alle paar Tage kommt eine Putzfrau vorbei.

Meine Arbeit bei PwC China

Am nächsten Tag musste ich auch schon sofort arbeiten. Das ist zwar schade, da ich nicht erst die Stadt erkunden konnte, allerdings hat es wohl maßgeblich dazu beigetragen, dass ich so gut wie keinen Jetlag hatte! An meinem ersten Tag hätte ich allerdings nicht pünktlich um 8:30 Uhr kommen müssen, da die meisten chinesischen New Joiner erst gegen 9:00 Uhr oder 9:30 Uhr auftauchten. Am ersten Tag war auch die Umgebung noch menschenleer, sodass ich einen kurzen Spaziergang an dem kleinen See unternommen habe, der in der Nähe der Büros liegt.

Nach einer kurzen Einführung, die größtenteils auf Chinesisch war, und der Verteilung der Notebooks, wurde ich dann der German Business Group vorgestellt. Diese besteht in Shanghai aus einem deutschen Assurance-Partner, einem Tax-Director und einer Tax-Managerin. Ich habe glücklicherweise auch einen freien Arbeitsplatz ergattern können, den ich dauerhaft nutzen kann. So muss ich nicht, wie die meisten anderen Assurance-Kollegen, die regelmäßig auf Prüfungen sind, einen der Gruppentische im Open Space-Bereich nutzen. Das ist sinnvoll und vor allem angenehm, weil ich der Service Line Assurance zwar zugeordnet bin, aber aufgrund der Prüfungssoftware und der Dokumentation, die vollständig auf chinesisch ist, nicht primär für Prüfungen eingesetzt werde.

Stattdessen arbeite ich den Kollegen zu, wenn es um Themen wie zum Beispiel der Pflege von Kundenbeziehungen, Kundenakquise, Veranstaltungen für Mandanten geht. Zudem werde ich teilweise auch fachlich an Themen mitarbeiten. Da ich noch nicht einmal zwei Wochen arbeite, werde ich über meine Arbeit erst beim nächsten Mal intensiv berichten, wenn ich einen besseren Überblick über meine verschiedenen Tätigkeiten gewonnen habe.

Meine Freizeit in Shanghai und Umgebung

Laut einer Regelung in China sind der Sonntag vor und der Samstag nach Chinese New Year reguläre Arbeitstage, weswegen ich am ersten Wochenende samstags arbeiten musste. Die mir verbliebene Zeit am Wochenende und ein weiteres habe ich dazu genutzt, einige Hot Spots in Shanghai abzuklappern. Dazu gehören der People’s Square, der Bund mit Sicht auf Pudong, die Altstadt, Yu Yuan Garden und ein paar andere Sehenswürdigkeiten. Am Sonntag war ich dann mit zwei Bekannten nach Zhujiajiao (nach zwei mal Überprüfen bin ich mir jetzt auch fast sicher, dass das Wort richtig geschrieben ist), einer Wasserstadt etwas außerhalb von Shanghai, die sehr an Venedig erinnert. Ein paar Eindrücke der Stadt und Zhujiajiao seht ihr in den Bildern.

Vielleicht fragt ihr euch auch, ob ich das alles alleine erleben muss. Nein, denn wider Erwarten ist die Stadt voller Expats, deutscher Praktikanten und Austauschstudenten, die man beispielsweise über den Stammtisch der deutschen AHK kennenlernen kann. Auch die App Jodel hat zu einigen spannenden Bekanntschaften hier geführt!

Das war es erst einmal von meiner Seite. Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick über meine erste Zeit hier bei PwC China und die vielen Seiten Shanghais geben. Beim nächsten Blogeintrag bekommt ihr nähere Infos zu meiner Arbeit bei PwC China, ein paar Eindrücke zu weiteren Reisezielen, und mit welchen Tricks und Apps man sich als nicht-chinesischsprachiger Ausländer hier gut zurecht finden kann.

 

Viele Grüße aus Shanghai!

Catarina