Happy Lunar New Year!

6. März 2018

Am 16. Februar war das Chinese New Year, das bedeutendste Fest für die Singapurer. Obwohl die Feierlichkeiten 2 Wochen andauern, ist vor allem das erste Wochenende sehr ähnlich zu Weihnachten. Das CNY ist nämlich weniger eine Neujahrsfeier wie Silvester, sondern eher ein Fest des Familienzusammenkommens. So wurde es an diesem ersten Wochenende – auch begünstigt dadurch, dass an dem Freitag und Samstag offizieller Feiertag war – deutlich leerer in Singapur, da viele Menschen zu ihren Familien in die Heimat geflogen sind. Daran hat man auch deutlich gemerkt, wie viele Leute hier ursprünglich aus den umliegenden Ländern wie Malaysia, Indonesien oder den Philippinen stammen.

New Year’s Eve

Den New Year’s Eve habe ich zum Teil in Chinatown und zum Teil am Marina Bay verbracht. Zunächst bin ich mit ein paar Freunden nach Chinatown gegangen. Dort war super viel los, alles überfüllt und man konnte sich kaum bewegen. Es lief eine Countdown-Show, die aber leider auf Chinesisch war. Daher haben wir uns etwa gegen 23 Uhr entschieden, zum Marina Bay zu fahren, um uns das dortige Feuerwerk anzuschauen, welches auch echt beeindruckend war. Daneben war auch hier eine riesige Bühne sowie Figuren aller 12 Zodiac-Tiere aufgebaut. Platz finden konnte man auf der großen Tribüne der Formel 1 Strecke, von der aus man einen sehr schönen Blick auf die Bühne, dem Marina Bay und dem Marina Bay Sands Hotel hatte.

China Town

China Town

CNY Feier am Marina Bay

CNY Feier am Marina Bay

 

 

 

 

 

 

Das Feuerwerk am Marina Bay

Das Feuerwerk am Marina Bay

Die Bühne - Passend zum Jahr des Hundes

Die Bühne – Passend zum Jahr des Hundes

 

 

 

 

 

 

Nach der Neujahrsfeier folgte am nächsten Wochenende die Chingay Parade. Ursprünglich war diese eine Prozession, um die Götter zu huldigen. Heutzutage wird das eher feierlicher gestaltet und es treten z. B. viele Gruppen auf, die verrschiedene Tänze usw. aufführen. Leider konnte ich an der Parade nicht teilnehmen, da ich über das Wochenende verreist war.

Lion Dance im Singapore National Musuem

Lion Dance im Singapore National Musuem

Typisch während der CNY-Zeit sind die sogenannten Lion Dances. Diese werden von Gruppen aus ca. 15 Personen vorgeführt, wobei ein 3-4 Leute mit einer Trommel und Becken für rhythmische Klänge sorgen und die anderen, verkleidet als Löwen, eine teilweise auch sehr akrobatische Choreographie ausführen. Im Endeffekt geht es darum, Mandarinen zu schälen und diese an die Zuschauer zu verteilen. Auch die Schalen werden in die Menge geworfen – welche zu fangen bedeutet hier, dass man viel Glück haben wird. Es war wirklich interessant, so etwas mal live zu erleben.

Chinese New Year bei PwC

Auch bei PwC wurde das CNY gefeiert. Am Ende der ersten Woche wurde für die gesamte Assurance Abteilung ein grosses Lo Hei Essen verantstaltet. Das Lo Hei ist wohl die gängigste Tradition beim CNY, die bei jedem Familientreffen durchgeführt wird. Hierbei fügt man viele Zutaten, die alle eine verschiedene Bedeutung haben und z. B. für Glück, Wohlstand und Gesundheit stehen, zusammen auf eine grosse, sich in der Mitte befindenden Platte hinzu. Sobald man damit fertig ist, fängt der eigentliche Akt an. Jeder greift mit seinen Stäbchen in die Mitte und wirft das Essen einfach hoch, wodurch es ordentlich durchgemixt wird. Das ist auf gutdeutsch gesagt eine ganz schöne Sauerei, aber es war wirklich lustig und hat auch gut geschmeckt. Es war auch eine sehr nette Gelegenheit, mal mit anderen Kollegen in Kontakt zu kommen und nette Gespräche zu führen.

Die Platte mit den verschiedenen Zutaten

Die Platte mit den verschiedenen Zutaten

Das Durchmixen

Das Durchmixen

Das Lo Hei - mit dabei die gesamte Assurance Abteilung

Das Lo Hei – mit dabei die gesamte Assurance Abteilung

 

 

 

 

Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Eindruck darüber vermitteln, wie das CNY in Singapur gefeiert wird. Für mich sind es hier mittlerweile nur noch knapp 5 Wochen – wie schnell die Zeit hier vergeht ist unglaublich. Kurz vor Ende des Praktikums werdet ihr dann noch einmal von mir hören, dann werde ich auch ein kleines Schlussfazit ziehen.

Bis dahin,

Stefan