Printemps à Paris

11. März 2018

Jetzt, da in Paris langsam, aber sicher, der Frühling einzieht (zumindest fühlt es sich so an und ich werte jeden Sonnenstrahl als weiteres Anzeichen) melde ich mich bei euch zurück.

Während der letzten zwei Wochen habe ich im Büro gearbeitet. Somit konnte ich von einem kurzen Arbeitsweg und dem PwC – eigenen, kleinen Park profitieren. Das PwC Gebäude in Neuilly nennt sich nicht umsonst “Crystal Park”: während es langsam wärmer wird, kann man schon den ersten Kaffee draußen in der Sonne genießen.

Nach wie vor ist aber natürlich busy season und demnach viel zu tun. Ich habe weiterhin viele verschiedene spannende Aufgaben und lerne eine Menge dazu – sowohl über die französischen Regularien, als auch über die typischen Aufgaben aus dem Prüfungsalltag. Dabei wird darauf geachtet, dass ich möglichst auch Aufgaben gestellt bekomme, die ich noch nicht kenne, damit ich Neues dazu lerne. Falls ich allerdings unsicher bin oder Fragen habe, kann ich auch jederzeit und ohne Scheu auf meine Kollegen zukommen. Sie sind äußerst hilfsbereit und unterstützen mich in meinem Lernprozess. Das ist wirklich sehr gut, denn so bin ich dazu in der Lage das Beste aus diesem Praktikum herauszuholen.

Dadurch, dass die Arbeit so abwechslungsreich ist, vergeht die Zeit allerdings gefühlt noch schneller und ich stelle mit Erschrecken fest, dass mir nur noch drei Wochen hier in Paris bleiben. Die versuche ich jetzt aber natürlich so gut wie möglich zu nutzen und noch möglichst viel vom “Erwachen” der Stadt aus der Kälte mitzubekommen.

Ein erstes Indiz dafür, dass es langsam, aber sicher, auf den Frühling zugeht, ist die täglich steigende Anzahl der Touristen. Es ist wirklich Wahnsinn, wie viele Menschen besonders an den Wochenenden in die Stadt strömen – da kann man die Angestrengtheit einiger “wahrer” Pariser durchaus in manchen Punkten nachvollziehen.

Um das gute Wetter zu nutzen, bin ich letztes Wochenende zum alten Königsschloss nach Versailles gefahren. Glücklicherweise bin ich schon früh morgens dorthin gefahren, denn als ich gegen frühen Nachmittag Versailles wieder verlassen habe, stand bereits eine riesige Menschenschlange vor dem Einlass. So ist es bei einem Großteil der Attraktionen hier, egal was ihr in Paris machen möchtet – versucht so früh wie möglich da zu sein, denn ansonsten riskiert ihr wirklich lange Wartezeiten, besonders bei gutem Wetter.

Galerie des glaces – Der Spiegelsaal

Aber zurück zum Schloss: Meiner Meinung nach ist Versailles einer der „must-see“ Orte in Paris oder besser dem Großraum Paris. Die Fahrt dauert circa eine Stunde. Das Schloss selbst ist natürlich pompös gebaut und es ist äußerst eindrucksvoll, die alten Königsgemächer sowie den berühmten Spiegelsaal wirklich einmal „live und in Farbe“ zu sehen. Zudem eignet es sich hervorragend, um die Kenntnisse aus dem Geschichtsunterricht ein wenig aufzufrischen. Es lohnt sich allerdings auch, sich die Zeit zu nehmen und nicht nur das Innere des Schlosses, sondern auch die riesigen Parkanlagen ausgiebig zu besichtigen. Ich habe gehört, dass der Park im Sommer einen noch imposanteren Eindruck hinterlässt, da dann natürlich alle Blumen blühen. Aber auch jetzt, zu Beginn des Frühlings, war der Park wunderschön.

Nach diesem kleinen Ausflug in die französische Geschichte, stand mir ein weiterer Ausflug in die französische Kultur bevor. Ich war mit einer französischen Freundin zum Essen verabredet, und diesmal ging es in ein traditionell französisches Restaurant – sie hatte mich dazu überredet, endlich Schnecken zu probieren. Ich muss zugeben, dass ich mich zuvor ein wenig davor gedrückt habe. Aber andere Länder, andere Sitten.

Des escargots

Es war auch halb so schlimm. Der Geschmack des Fleisches basiert hauptsächlich auf Knoblauch, da die Schnecken in einem Knoblauchsud serviert werden. Die Konsistenz ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, und ich bin nicht ganz sicher, ob ich jetzt zum regelmäßigen Schneckenverkoster werde. Aber es war super, das mal ausprobiert zu haben. Irgendwo gehört es schließlich zu der französischen Kultur dazu. Eine weitere Erinnerung, die ich wohl nicht so schnell vergessen werde.

 

Außerdem habe ich noch einen kleinen Tipp für euch. Falls auch ihr euch bald an meiner Stelle wiederfindet, und Paris erkunden möchtet: Der Palais Garnier, die „alte“ Oper von Paris ist definitiv eine Führung wert. Unglaublich beeindruckend, seht selbst:

 

Bis bald!

 

Und hier noch einige weitere Bilder von Versailles:

Versailles – Blick auf das Tor des Schlosses

Blick auf den Garten

Blick auf den Garten