Résumé – A bientôt, Paris!

29. März 2018

Hallo ihr Lieben,

voraussichtlich zum letzten Mal melde ich mich bei euch aus Paris, denn inzwischen ist meine letzte Woche des Stairway Praktikums angebrochen. Der Gedanke, dass ich schon bald wieder zurück in Deutschland sein werde und mich nicht mehr jeden Morgen auf den Weg zur vollen Metro mache, ist ganz merkwürdig. Vor allem, weil es sich so anfühlt, als wäre ich gerade eben erst in Paris angekommen.

Deswegen hier der erste Tipp, den ich euch geben möchte, falls ihr euch für das Stairway Programm bewerbt: Versucht euch so viel Zeit wie möglich zu nehmen!

Es ist einfach unglaublich, wie schnell die Zeit hier vergeht.

Gleichzeitig ist das aber natürlich auch ein gutes Zeichen dafür, dass bei Weitem keine Langeweile aufgekommen ist. Ich versuche im Folgenden meine Zeit hier bei PwC in Paris ein bisschen zusammen zu fassen, damit ich euch nochmal einen abschließenden Eindruck vermitteln kann. Hier also mein kleines „Résumé“:

 

Der Einstieg

Ich muss zugeben, dass ich vor meinem ersten Tag wirklich nervös war und es mir zu schaffen machte, dass ich eben nicht perfekt Französisch sprechen konnte. Wie bereits erwähnt, war das allerdings völlig unbegründet. Die Kollegen haben mich herzlich Willkommen geheißen und mich von Anfang an gut ins Team aufgenommen. Niemand erwartete von mir, dass ich perfekt Französisch spreche und daher war es absolut kein Problem, auch mal einen Fehler zu machen. Und das Beste ist, festzustellen, wie man von Tag zu Tag wirklich besser wird und der Wortschatz sich, langsam aber sicher, auch auf die fachlichen Begriffe ausweitet.

Hier also mein zweiter Tipp: Habt keine zu große Angst, dass ihr vielleicht nicht gut genug Französisch sprecht. Natürlich sind Französisch Kenntnisse wichtig und ihr solltet schon in der Lage sein, euch ordentlich zu verständigen. Alles darüber hinaus könnt ihr euch allerdings schnell aneignen. Niemand erwartet, dass ihr sämtliches Fachvokabular von Anfang an beherrscht.

 

Die Arbeit

Busy Season, die Hochphase in der Prüfungszeit, bedeutet natürlich eine Menge Arbeit. Andersrum bedeutet das auch viele Chancen, eine Menge zu lernen. Was ich hier an der Arbeit besonders schätze, ist, dass ich von Anfang an eigene Aufgaben zugeteilt bekommen habe, für die ich dann verantwortlich war. Natürlich wurde meine Arbeit später noch einmal überprüft, aber erst einmal war das „meine“ Aufgabe. Dazu wurde darauf geachtet, dass ich möglichst nicht immer die gleichen Aufgaben zugeteilt bekomme. Somit konnte ich viele unterschiedliche Einblicke in die verschiedenen Bereiche und Aufgaben der Abschlussprüfung gewinnen, vom Revenue-Testing über Bankbestätigungen bis hin zur Anhang-Kontrolle.

Außerdem haben sich die Kollegen des German Desks hier in Paris trotz der stressigen Phase oft die Zeit genommen, mir meine Fragen ausführlich zu beantworten und mir vor allem auch zu erklären, was genau dahintersteckt. So fügt sich Schritt für Schritt das große Puzzle zusammen und Zusammenhänge werden klarer.

Dazu also mein dritter Tipp: Traut euch, nachzufragen. Natürlich wird es Momente geben, in denen einfach keine Zeit dafür ist, Fragen ausführlich zu beantworten. Und es gehört auch ein wenig Fingerspitzengefühl dazu, eben den richtigen Moment abzupassen. Aber ich habe es hier so erlebt, dass sich immer Zeit dafür genommen wurde, meine Fragen zu beantworten.

 

Die Stadt

Naja, was soll ich dazu noch groß sagen. Ihr habt sicherlich bereits mitbekommen, dass ich großer Fan dieser wunderbaren Stadt bin. Es ergeben sich schier unendliche Möglichkeiten, etwas zu erleben. Ich kann es jedem nur ans Herz legen, hierher zu kommen und Paris mal auf eine andere Art kennen zu lernen. Denn ob man es glaubt oder nicht, diese Stadt hat noch wesentlich mehr zu bieten als Eiffelturm und Louvre.

Eigentlich kann man das alles gar nicht so wirklich in Worte fassen – und genau deswegen hier mein vierter Tipp: Streicht Paris nicht vorschnell von eurer Liste! Nur weil es „nur“ Europa ist und vielleicht nicht Asien oder Amerika, ist es trotzdem ein bereicherndes Erlebnis, hier arbeiten und wohnen zu dürfen. Denn, wie es Audrey Hepburn so treffend ausdrückte: „Paris is always a good idea“.

 

Das Programm

Insgesamt kann ich euch nur ermutigen, ebenfalls den Schritt zu wagen und euch bei Stairway zu bewerben. Etwas Besseres hätte mir persönlich nicht passieren können, und ich bin mir ziemlich sicher, dass es den anderen Teilnehmern nicht anders geht bzw. ergangen ist. Ihr habt die Chance, sowohl fachlich als auch persönlich viel dazu zu lernen und könnt nebenbei in einer der beliebtesten Städte der Welt leben. Es heißt nicht ohne Grund „opportunity of a lifetime“.

Ich bin wirklich dankbar dafür, dass ich diese Erfahrung machen durfte und werde meine Zeit in Paris wohl so schnell nicht vergessen.

Das liegt einerseits natürlich an der guten Organisation des Stairway-Teams, andererseits auch an dem tollen Team hier in Paris. Vielen Dank dafür!

Last but not least und irgendwie auch offensichtlich – Tipp Nummer fünf: Nehmt euch die Zeit, bewerbt euch und wer weiß, vielleicht sitzt ihr schon bald an meiner Stelle. Es lohnt sich.

 

Viele Grüße!

Uma

Eifelturm + Freiheitsstatue an der Seine

Palais Garnier – Blick vom Dach der Galeries Lafayette

 

Blick vom Pont Alexandre III

Notre Dame