Mata ne (またね) Tokyo!

2. April 2018

Konnichiwa (こんにちは)!

Bevor ich mich, jetzt schon über drei Monate her, auf Tokyo vorbereitet habe, ist mir immer wieder „Konnichiwa“ für „Hallo“ und „Sayonara“ für „Auf Wiedersehen“ über den Weg gelaufen. „Sayonara“ wird aber fast nie verwendet, da es einen Abschied für immer bedeutet. „Mata ne“ hingegen bedeutet „bis bald“. Ich werde auf jeden Fall zurückkehren, deswegen sage ich heute nur „Mata ne“ Tokyo!

Die letzten Tage auf der Arbeit

In den letzten Tagen des Praktikums wurden, wie schon im letzten Blog erwähnt, Projekte abgeschlossen, an denen ich während meines gesamten Praktikums gearbeitet habe, sodass ich den ganzen Prozess von Anfang bis Ende miterleben konnte. Außerdem standen noch mein Feedbackgespräch an sowie viele kleine organisatorische Dinge, wie die Rückgabe der IT-Ausstattung und die Abmeldung meines Wohnsitzes. Die tollen Erfahrungen während meines Praktikums konnte ich dann bei zwei gemeinsamen Abendessen mit meinen Kollegen Revue passieren lassen, sowie dabei die japanische Küche zum letzten Mal genießen.

Freizeit

Die letzten Wochen meines Praktikums habe ich meine Urlaubstage genutzt um eine kleine Reise durch Japan zu machen – in die Kansai Region nach Osaka, Kobe, Nara und Kyoto.

Kobe ist wohl vor allem bekannt für das berühmte Kobe Beef und den Fußballspieler Lukas Podolski, der in Kobe spielt – leider aber nicht während meines Aufenthalts. Ansonsten hat Kobe mit den Bergen zur einen und dem Meer zur anderen Seite einiges zu bieten. Vor allem der Hafen erstrahlt bei Nacht in voller Pracht.

Kobe Beef Restaurant

 

 

 

 

 

 

Osaka hingegen ist tagsüber eine eher ruhigere Stadt, ohne vielen Sehenswürdigkeiten, abgesehen natürlich vom Osaka Castle. Abends jedoch erblüht in den Stadtteilen Dotonbari und Namba das bunte Nachtleben.

Dotonbari

Osaka Castle

 

 

 

 

 

 

 

Die Hauptattraktion in Nara ist der Nara Park mit rund 1,200 frei laufenden Rehen, die es gelernt haben, sich vor der Fütterung vor den Menschen zu verbeugen. Außerdem hat der Park einen riesigen Buddah und einen Tempel mitten im Wald zu bieten.

Rehbrunnen in Nara

Buddah Hall

 

 

 

 

 

 

 

Kyoto aber war mein absolutes Highlight. So viele Tempel und UNESCO Weltkulturerben auf einem Fleck sind wohl einzigartig. Selbst nach zweieinhalb Tagen in Kyoto habe ich längst nicht alles gesehen. Aber das, was ich gesehen habe, war unglaublich. Zu einem Besuch in Japan gehört neben Tokyo, meiner Meinung nach, definitiv auch ein Besuch in Kyoto!

Fushimi Inari-Taisha

goldener Pavillion

 

 

 

 

 

 

 

Und was natürlich nicht fehlen darf, wenn man an Japan denkt: die Kirschblüte (Sakura). Sie blüht in diesem Jahr, trotz des kalten Winters relativ früh, sodass ich diese einzigartige Jahreszeit miterleben durfte. „Hanami“ wird übrigens das Ritual genannt, sich mit seinen Freunden unter einem Kirschbaum zu treffen und Sakura zu trinken.

Hanami im Park

Kirschblüte im Imperial Palace Garden

 

 

 

 

 
 
 
 
 

Fazit

Das wohl Wichtigste, was ich in den letzten Monaten gelernt habe, war der Umgang mit Menschen mit einem komplett anderen kulturellen Hintergrund. Wenn man in einem fremden Land mit einer anderen Sprache und Kultur lebt und arbeitet, ist es unabdingbar, sich anzupassen. Aber anpassen bedeutet nicht, seine eigene Kultur aufzugeben, sondern viel mehr sich, in einigen Dingen zurückzunehmen und seine Vorschläge und Ansichten zu gegebenen Zeiten einzubringen.

Hinzu kommen die fachlichen Dinge, die ich während der Arbeit gelernt habe sowie eine tolle Stadt und ein wunderschönes Land, welche ich entdecken und bereisen konnte. Insgesamt also eine unglaublich tolle und erlebnisreiche Zeit, für die ich sehr dankbar bin!

Danke (ありがとう)

Als erstes danke ich PwC und dem PwC Stairway Team, die mir diese unglaubliche Chance ermöglicht haben und die der Grund für all die tollen Erfahrungen sind. Dann danke ich natürlich den Teams in Japan, mit denen ich während meines Praktikums zusammenarbeiten durfte und besonders danke ich meinem deutschen Manager, der sich während der gesamten Zeit, trotz des Stresses und Busy Season, um mich gekümmert hat. Zu guter Letzt geht Dank an die vielen neuen Leute, die ich in Japan kennengelernt habe, mit denen ich meine Ausflüge unternommen und meine Freizeit verbracht habe, und die mit mir die ein oder andere Nacht in Tokyo zum Tag gemacht haben.

Wie bereits erwähnt und wie ihr hoffentlich gemerkt habt, bin ich absolut begeistert von meinem Praktikum bei PwC in Tokyo und kann nur jedem empfehlen, eine ähnliche Erfahrung zu machen und sich unter allen Umständen zu bewerben!

Mit vielen tollen Erfahrungen und definitiv nicht zum letzten Mal…

Mata ne (またね)

Jonas