Adiós Barcelona

8. April 2018

Der letzte Monat meines Praktikums in Barcelona ist vorbei. Die letzten „To-Do’s“ sind erledigt und ich befinde mich seit ein paar Tagen wieder in Stuttgart. In diesem Blogeintrag möchte ich über die vergangenen Wochen berichten und mein persönliches Fazit über das Stairway Praktikum ziehen.

Prüfungsalltag im März

Die ersten Tage im März starteten im PwC-Office mit Schulungen, in denen ich mein erworbenes Wissen vertiefen konnte. Es werden mehrere Schulungen angeboten, auf denen mir verschiedene Methodiken für bestimmte Prüfungsgebiete, wie die Prüfung des Inventars, näher gebracht wurden und ich auf Case Studies eigene Prüfungsstrategien ausprobieren durfte.

Während der Zeit im Office wurde mir bewusst, wie viele Kollegen ich während meines Praktikums kennenlernen durfte. Zudem habe ich viele Praktikanten, welche ich seit der Einführungswoche nicht mehr gesehen hatte, wiedergetroffen. Nur wenige Gesichter waren mir noch fremd. In den Frühstückspausen hatten wir Gelegenheit, um uns über die bisherigen Erfahrungen aus den verschiedenen Mandaten auszutauschen.

In der zweiten Woche bekam ich das nächste Projekt. Statt einer klassischen Jahresabschlussprüfung durfte ich an der Prüfung einer Konsolidierung arbeiten. Sowohl neue Aufgaben als auch ein neues Team sorgten für Abwechslung. Ich lernte unglaublich viel dazu.

Darüber hinaus war die Fahrt zu den Mandanten ein wirkliches Highlight: Das Unternehmen lag ein wenig außerhalb von Barcelona, sodass wir 20 Minuten lang bei strahlender Sonne entlang der Küste fuhren- besser kann der Tag nicht beginnen!

La Semana Santa

In der Osterwoche, die sogenannte „Semana Santa“, ist in Barcelona die größte Attraktion die Hauptprozession am Karfreitag. Nachmittags wandern die katholischen Brüderschaften durch die Altstadt zu den Kathedralen. Ein besonderes Highlight der Wanderung: Die Festtagsgewänder. Diese bestehen aus einem Büßergewand und einem spitzen, kegelförmigen Hut. Die Farbe der Gewänder ist nicht immer gleich. Während die eine Brüderschaft sich ganz in weiß kleidet, trägt die andere blaue Gewänder.

Die Küstenstadt

Nach mehreren Monaten in Barcelona habe ich alle Hot-Spots erkundet und auch die lokalen Ecken kennengelernt. Die Stadt hat unglaublich viel zu bieten. Das Beste an Barcelona?  Wenn einem gerade nicht danach ist, Berge wie den Tibidabu hochzuwandern oder durch die Altstadt zu laufen, kann man bereits im März am Strand liegen und den Tag in der Sonne genießen. Entscheidet man sich spontan doch dazu, ein wenig aktiver zu sein, kann man eines der Sportanlagen nutzen. Seien es Volleyballfelder, Outdoor-Workout-Bereiche, Surfangebote oder Fußballplätze. Die Möglichkeiten sind grenzenlos!

  

Rückblick und Fazit

Vorbereitung und Organisation

Das PwC-Stairway Team hat alles für eine reibungslose Vorbereitung getan. Ich musste lediglich ein paar Dokumente absenden und E-Mails beantworten. Für jegliche Fragen bekam ich sofort eine Antwort und konnte sorgenfrei in den Flieger in Richtung Spanien steigen. Die organisatorische Übergabe an das Global Mobility Team war ebenfalls problemlos. Ich wurde von dem spanischen Office kontaktiert und hatte vor der Anreise alle Informationen, die ich benötigte. Für alle Bereiche hatte ich einen Ansprechpartner, der mich über die aktuellen To-Do’s auf dem Laufenden hielt. Zusätzlich wurde mir ein „Buddy“ zugeteilt, der mir bei speziellen Fragen zum Berufsalltag zur Seite stand.

Die Sprache

Auch mit einer intensiveren Vorbereitung war ich mir nicht sicher, ob meine Kenntnisse ausreichen, um komplett auf Spanisch zu arbeiten. Zu Beginn des Praktikums war mein Spanisch alltags-, aber nicht unbedingt berufstauglich. Ich hatte während meines Studiums ein paar Spanischkurse belegt und war für ein Auslandssemester in Madrid.

Anfangs hatte ich zwar Schwierigkeiten, der schnellen Sprechweise der Spanier zu folgen, dies änderte sich allerdings schnell. Meine Kollegen waren unglaublich hilfsbereit und es war überhaupt kein Problem nachzufragen, sollte etwas unklar sein. Ich lernte dadurch mit dem Sprachumfeld umzugehen und mein Spanisch verbesserte sich täglich. Meine Anfangssorgen waren dahin.

Der Berufsalltag

Insgesamt war ich auf vier verschiedenen Mandaten. Kein Unternehmen glich dem anderen und ich lernte bei jedem Mandat durch neue Aufgabenschwerpunkte vieles dazu. Bei jedem Engagement Team hatte ich sehr viel Spaß und es wurde stets darauf geachtet, dass ich durch meine Sprachkenntnisse nicht zum Nachteil komme.

Im spanischen Berufsalltag fiel mir vor allem der fast freundschaftliche Umgang und Kontakt zu den Mandanten auf.  Die Finanzdirektorin beispielsweise grüßte ich, statt mit dem gewohnten deutschen Handschlag, mit den in Spanien üblichen „Besos“.

Ganz besonders hervorzuheben ist der Effekt meines Sprachniveaus auf den Berufsalltag. Neue Aufgaben wurden mir in der spanischen Sprache zugeteilt und ich hatte zunächst etwas Schwierigkeiten, diese erfolgreich anzugehen. Die sprachliche Barriere führte dazu, dass ich mich vertieft mit dem Sinn und dem Ziel der Aufgabe auseinandersetzen musste. Dadurch erhöhte sich der inhaltliche Lerneffekt und ich konnte die Aufgaben letztlich erfolgreich absolvieren. Sollten doch noch Unklarheiten vorhanden sein, war nachfragen nie ein Problem!

Das Programm

Meine Empfehlung: Bewerbt euch! Das Programm ist wirklich einzigartig und eine außergewöhnliche Gelegenheit. Von der ersten E-Mail bis zur Abgabe des Laptops erfährt man unglaubliche organisatorische Unterstützung. Auch nach längerer Recherche habe ich keine Möglichkeit gefunden, entspannter und effizienter ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Ich bekam die Chance mich neuen Herausforderungen zu stellen und in einer besonderen Stadt wie Barcelona über Monate hinweg zu leben und zu arbeiten.

Zum Schluss möchte ich mich besonders bei PwC und dem Stairway Team für das Anbieten dieses Programms bedanken und der Möglichkeit, daran teilzunehmen. Vielen Dank für die tolle Unterstützung und der opportunity of a lifetime!

Últimos saludos,

Leo