Countdown in D.C.

12. April 2018

Hi zusammen,

mittlerweile arbeite ich seit mehr als 3 Monaten für PwC in McLean. In dieser Zeit konnte ich sehr gute Beziehungen zu meinen Kollegen aufbauen. Heute berichte ich euch von der Arbeitsatmosphäre in PwC US und meiner Freizeit in Washington D.C.

Arbeitsatmosphäre

Bisher begleitete ich drei Projekte und konnte somit drei unterschiedliche Teams kennenlernen. Meine Arbeitskollegen waren allesamt sehr freundlich, weswegen mir der Einstieg in neue Projektteams stets sehr einfach fiel. In Arbeitspausen wird viel gelacht und über Sport, Politik und Europa geredet. Mir wurde schon häufig die Frage gestellt: „What do Europeans think of Trump?“ Ich maße mir natürlich nicht an, die Meinung aller Europäer zu kennen und für diese sprechen zu können. Zudem möchte ich hier auch nicht weiter auf Politisches eingehen, und zur Arbeitsatmosphäre zurückkehren. Meines Erachtens sind Hierarchien bei PwC US flach, trotzdem aber stärker ausgeprägt als in Deutschland. Innerhalb kurzer Zeit ist mir normalerweise die Rollenverteilung innerhalb des Teams bewusst. Dies soll aber keinesfalls falsch verstanden werden. Man kann sich mit allen Kollegen unbeschwert austauschen und lockere Gespräche führen. Generell bot sich in jedem Team mindestens ein Kollege (zumeist Associates) als Ansprech- und Vertrauensperson für jegliche Probleme an. Dies empfand ich als sehr hilfreich, da ich unbeschwert Unklarheiten kommunizieren konnte. Zudem konnte ich zu einigen Kollegen eine Vertrauensbeziehung, die weit über berufliche Belange hinausgeht, entwickeln. Die Arbeitsatmosphäre unterscheidet sich natürlich von Team zu Team. Generell gefiel mir das Arbeiten in kleineren Teams (6-8 Kollegen) besser, da ich hier tiefere Beziehungen zu Kollegen aufbauen konnte.

Freizeit in Washington D.C

D.C. ist meines Erachtens sehr lebenswert und gibt einem viele Chancen einen guten Ausgleich vom Arbeitsalltag zu erhalten. Einen großen Teil meiner Freizeit spaziere ich durch verschiedene Gegenden auf der Suche nach interessanten Shops und Kaffeeläden. Hierbei gefallen mir Georgetown und U Street Corridor, ehemals Heimat der größten Afro-Amerikanischen Community, am besten. Letzteres ist auch ein interessanter Ort, um nach Sonnenuntergang die vielen Bars zu erkunden. The Capital beheimatet viele erstklassige Museen, wobei die meisten sich an der National Mall befinden. Der Eintritt zu den Museen ist zumeist frei. Bisher besichtigte ich die National Gallery of Art, National Museum of National History, National Air & Space Museum und das National Museum of the American Indian. Am besten gefallen mir das National Museum of National History, welches den größten ausgestopften Elefanten und beeindruckende Dinosaurier-Fossile beheimatet, und das National Museum of the American Indian, welches die Gräueltaten europäischer Siedler an der indigenen Bevölkerung Amerikas nicht verschweigt.

Bei gutem Wetter kann ich jedem empfehlen, entlang des Tidal Basin zu laufen. Die Strecke umfasst viele Monumente, wie das Martin Luther King, Jr. National Memorial und das Jefferson Memorial. Zudem ist der Weg von japanischen Kirschbäumen umrahmt. Diese blühen lediglich einige Tage im Jahr (ca. Anfang April) und ziehen dann viele Locals und Touristen an.

 

Die Hauptstadt bietet noch viel mehr und ich kann jedem empfehlen, Washington D.C. zu besuchen. Bei jeglichen Fragen könnt ihr mich gerne kontaktieren. Ich melde mich bei euch bald wieder.

Bis bald,

Euer Arasch