Dō zé Hong Kong!

3. Mai 2018

Ein letztes Mal Néi hóu (你好)

Kaum zu glauben, dass ich mittlerweile schon 3 Wochen nicht mehr in Hong Kong bin. Die vergangenen drei Monate sind viel zu schnell vergangen und trotzdem möchte ich keine Sekunde und auch kein Ereignis aus diesem Praktikum missen! Ich möchte meine letzten Blog Eintrag nutzen, um Euch eine kleine Zusammenfassung zu schreiben und mich bei vielen Menschen zu bedanken.

 

Die Vielfalt

Ich weiß, dass ich Euch schon so oft davon erzählt habe, aber es bleibt nun einmal der USP von Hong Kong: der große Facettenreichtum der Stadt und Menschen. Ihr arbeitet in unterschiedlichen Teams, die teils aus sehr diversen Ländern stammen. Mein größtes Engagement bestand jedoch hauptsächlich aus Locals. Je nach Personentyp ist das gut für Euch oder zu Beginn auch etwas komisch. Ihr müsst durchaus in der Lage sein, gerade zu Beginn, auch ein Wochenende alleine zu verbringen. Bei der Distanz kann nicht jedes Wochenende ein Familienmitglied oder der beste Freund vorbeischauen. Wer sich also auf ein Stairway Praktikum in Asien bewerben möchte, muss sich bewusst sein, dass Ihr ab und zu auf Euch gestellt seid. Ihr müsst also eine weltoffene Person sein, um am besten möglichst schnell Anschluss zu finden. Dann wiederum macht es sehr viel Spaß die Kollegen bei den typisch traditionellen Aktivitäten zu begleiten. Auch wenn Ihr bereits in Asien wart oder eigentlich viel lieber nach New York wollt, kann ich wirklich nur jedem empfehlen, sich ernsthaft Gedanken zu machen, ob Asien, speziell Hong Kong, nicht eine interessante Alternative ist. Vor meinem Auslandssemester in Korea hätte ich niemals gedacht, dass es zwischen den Städten und Ländern solch gravierende Unterschiede gibt. Zudem ist Asien nun einmal eine komplett neue Welt. Die meisten westlichen Länder teilen gewisse Werte, Traditionen und Bräuche. Wohingegen Asien hier ein komplett neues Set vorzuweisen hat. Ihr werdet daher in einer völlig anderen Art und Weise reifen und viele Dinge auch im Alltag mit einer neuen Perspektive betrachten.

Ihr habt bereits oft genug gelesen, wie sehr ich mich in diese Stadt verliebt habe und daher wundert es Euch sicherlich nicht, dass ich definitiv wieder nach Hong Kong komme. Obwohl Hong Kong die mit Abstand meistbesuchte Stadt der Welt ist, bin ich der Auffassung, dass man diese Stadt erst versteht und besonders genießt, wenn man für eine bestimmte Zeit dort gelebt hat. Es gibt nicht so viele Sehenswürdigkeiten, wie in typischen Touristenstädten wie Rom oder Paris, aber man kann besonders gut leben dort. Egal, ob Ihr luxuriös essen und shoppen gehen wollt oder ob Ihr eher der bodenständigere Typ seid, der keinerlei Probleme damit hat in verruchten Hinterhöfen essen zu gehen, in Hong Kong werden Eure Bedürfnisse stets befriedigt! 

Der One Island East Tower, eines der modernsten Gebäude Hong Kongs…

…keine 10m weiter, eine typische Straße Hong Kongs. Ich hoffe Ihr erkennt den Kontrast.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stairway Praktikum in Hong Kong – Challenge the world

Wie häufig höre ich, dass es doch anstrengend sein muss, die ganze Zeit eine andere Sprache zu hören und zu sprechen, vor allem, wenn man kein Muttersprachler ist. Hier kann ich nur sagen, dass es wirklich abhängig von der Person ist. Ich bin nun seit 3 Wochen wieder im deutschsprachigen Raum unterwegs und kann Euch nur sagen wie sehr ich es vermisse, Englisch mit den Kollegen zu sprechen. Nach so einer langen Zeit wird Englisch zu Eurer Muttersprache und Ihr könnt gar nicht mehr aufhören es zu sprechen. So habe ich eine Kollegin dieses Wochenende dazu genötigt Ihre Englischkenntnisse zu verbessern, damit ich mal wieder etwas internationales „Flair“ erleben durfte.

Trotzdem stellt man sich ab und zu die Frage, wie sinnvoll es ist in einem Land zu leben und zu arbeiten, dass doch so fremd ist. Ich kann Euch nur sagen, dass es unheimlich wertvoll ist. Zunächst einmal werdet Ihr selbst auf einer persönlichen Ebene sehr heranwachsen. Ihr könnt an so vielen Themen arbeiten, sofern Ihr bereit seid, auch mal nachzufragen. Ich konnte daher fachlich einiges mitnehmen. Nicht zuletzt macht sich so ein Praktikum in Eurem CV nicht schlecht, insbesondere, wenn Ihr eine Karriere bei PwC anstrebt! War die Entscheidung für das Praktikum die Richtige? Kurz und knapp: „AUF JEDEN FALL!“

 

„Opportunity of a lifetime“ – Thank you Hong Kong, thank you my colleagues and thank you PwC!

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei meinem Team bedanken, dass mir unglaublich geholfen hat und dass mir stets ein breites Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat, wenn Ich zur Arbeit gefahren bin. Das Team hat sich mehrfach bei mir für die tolle Arbeit und mein unnachgiebiges Engagement bedankt. Aber das war nur möglich, weil ich solch tolle Kollegen hatte, die auch in der Busy Season nicht vergessen haben, dass man trotzdem Spaß bei der Arbeit haben kann. Besonders werde ich die gemeinsame Zeit beim Lunch oder Dinner oder Bubble Tee trinken vermissen.  Wenn Ihr also die tollsten Kollegen sucht, dann müsst Ihr zu PwC Hong Kong! Gerade unser letztes gemeinsames Lunch hat mir mal wieder gezeigt, wie schön die Zeit mit diesen Menschen war.

Ein letztes gemeinsames Lunch mit allem, was das Restaurant so zu bieten hat.

Danke Mike, Angel, Tiffany, Tracy, Kary, Geraldine, Nicole und natürlich ganz besonders Michael & Natalie! Ich habe es schon oft genug gesagt, aber ich sage es gerne nochmals. Es war mir eine Ehre, aber vor allem eine Freude die Zeit mit Euch zu verbringen. Wir werden uns sicherlich eines Tages wiedersehen! 🙂

Ein letzter Kaffee mit den Kollegen 🙂

Ich möchte mich herzlich bei PwC Deutschland bedanken. Zunächst einmal Danke an die Personen, die sich beim Workshop dafür aussprachen mir das Stairway Praktikum zu geben, obwohl die Konkurrenz wirklich erstklassig war! Danke an das Stairway-Team, die mir zu jedem Zeitpunkt das Gefühl von Sicherheit gaben. Egal welche Themen anstanden, die Organisation war stets höchst professionell, und ich musste mir nie Sorgen machen, dass irgendwas nicht klappt. Bei Fragen stand das Team immer zur Verfügung und man hat auch gemerkt, dass es PwC wirklich wichtig war, dass man zufrieden ist. Der Austausch mit dem Stairway-Team hat mir stets sehr viel Freude bereitet! Ein großes Dankeschön geht außerdem an PwC Hong Kong. Hier besonders meiner Partnerin Antoinette, die sich dafür eingesetzt hat, dass ich noch länger beim Team bleiben durfte!

Was wäre aber mein letzter Blogeintrag, wenn ich mich nicht beim besten Senior Manager der Welt und einem sehr guten Freund bedanken würde. Vielen herzlichen Dank an Yip, der zeigt, dass man eine erfolgreiche Karriere haben kann und trotzdem die Bodenhaftung nicht verliert. Ich habe jede gemeinsame Aktivität stets genossen und werde die Abende oder Wochenenden sehr vermissen! Natürlich auch Danke an meinen westlichen Mitpraktikanten Lucas, der bei solchen Freizeitaktivitäten häufig dabei war!

Mein Abschied von Yip….

…. und von Lucas.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und zu guter Letzt an alle, die überlegen, sich für das Stairway-Programm zu bewerben: Tut es einfach! Ich saß damals bei meiner Bewerbung am Flughafen von Berlin. PwC hatte über Facebook den Final Call geschaltet, sodass ich erst gegen 21 Uhr abends meine Bewerbung beginnen konnte. Da es der letzte Tag der Bewerbung war, musste ich die Bewerbung innerhalb von 3 Stunden komplett zusammenbekommen. Gerade der englische Motivational Letter beanspruchte sehr viel Zeit. Genau um 23:59 Uhr habe ich sodann meine Bewerbung hochgeladen. Ich kann es bis heute nicht fassen, dass es sich ausgezahlt hat, die Bewerbung abzuschicken. Egal in welcher Region der Welt es Euch verschlägt: es wird eine der besten Zeiten Eures Lebens – „The Opportunity of a lifetime“.

Und so sage ich nicht Leb Wohl (Zàijiàn), sondern Auf Wiedersehen (Zōi gīn!)

Euer Steven