Stairway Rückblick: Verena in Tokyo

4. Dezember 2018

Hallo zusammen,

mein Name ist Verena und ich habe von Januar bis März 2017 mein Stairway Praktikum im Bereich Assurance in Tokyo absolviert. Nachdem ich aus Japan zurück war und mein Master-Studium in Aschaffenburg begonnen hatte, war ich weiterhin mit PwC in Kontakt und wir haben gemeinsam eine passende Werkstudentenstelle bei PwC gesucht. Ich habe dabei den Wunsch geäußert, mich etwas mehr in die Richtung Compliance/Regulatory orientieren zu wollen und nur wenige Wochen später hatte ich ein Vorstellungsgespräch für den Bereich Financial Service Regulatory Banking für das Anti-Geldwäsche-Team in Frankfurt. Dort arbeite ich nun seit etwas mehr als einem Jahr als Werkstudentin zwei Tage in der Woche.

Wir prüfen zum einen die Einhaltung der Geldwäschevorschriften im Rahmen der Jahresabschlussprüfung, zum anderen beraten wir Unternehmen aus dem Finanzsektor, wie sie am besten die Pflichten aus dem Geldwäschegesetz einhalten. Dabei bin ich den Großteil der Zeit beim Mandanten vor Ort und vollwertiges Teammitglied. Meine Aufgabe ist in erster Linie das Projektmanagement von großen und umfangreichen Projekten, aber auch fachliche Aufgaben, wie Prüfungshandlungen gehören dazu. Das AML-Team ist in der großen PwC-Organisation ein verhältnismäßig kleines Team, das über die verschiedenen Standorte in Deutschland verstreut ist. Trotzdem, oder gerade deswegen, haben wir einen super Teamzusammenhalt und das Arbeiten macht Spaß.

Ich habe mich damals recht spontan für Stairway beworben, nachdem ein Kommilitone mich auf das Programm aufmerksam gemacht hatte. Überzeugt haben mich dann die vielen verschiedenen Länder, die zur Auswahl standen und das „Rund-um-Sorglos“-Paket. Außerdem kann es nie schaden Erfahrung im Ausland zu sammeln und man hat nichts zu verlieren.

Meine Zeit bei Stairway

Die Zeit in Tokyo war super spannend und aufregend. In einer kurzen Zeit habe ich viele neue Menschen kennen gelernt, bin in eine völlig (zumindest für mich) fremde Kultur eingetaucht und hatte die Gelegenheit ein wunderschönes Land zu erkunden.

Die Teams, mit denen ich gearbeitet habe, waren immer bunt gemischt und die Aufgaben abwechslungsreich. Beim Mandanten vor Ort habe ich bei der Erstellung von Einzel- und Konzernabschlüssen nach HGB, US-GAAP und J-GAAP, sowie bei einer Sonderprüfung für einen Börsengang einer Tochtergesellschaft mitgewirkt. Daneben durfte ich am Neujahrsempfang der Deutschen Industrie- und Handelskammer teilnehmen und konnte so die deutsche Community in Tokyo kennen lernen. Auch die Team-Events der German Business Group waren immer eine gute Gelegenheit um sich mit den anderen Deutschen bei PwC auszutauschen. Der Spaß kam auf jeden Fall nie zu kurz.

Trotz Busy Season in Japan (das japanische Geschäftsjahr endet in der Regel zum 31.03.), hatte ich genügend Zeit um Tokyo und Japan zu erkunden. Meine japanischen Kollegen haben mir gute Tipps gegeben, welche Orte ich in der kurzen Zeit unbedingt sehen sollte. In Japan ist es wirklich einfach zu reisen. Hat man sich für eine Gegend entschieden, gibt es für diese einen „Area“-Pass, in dem Hinreise, Rückreise, und die Transportmittel vor Ort inbegriffen sind. Außerdem sind die Linien so ausgestattet, dass man an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbeikommt.

Mein erster Wochenendausflug ging nach Nikko. Ein kleines Dörfchen mitten im Wald mit vielen Tempeln, das ultimative Kontrastprogramm zu Tokyo. Da ich dort Anfang Februar war, lag sogar noch Schnee und der Wasserfall war gefroren. Weitere Wochenendausflüge habe ich nach Hiroshima und Kyoto gemacht. Gerade Hiroshima hat mich sehr beeindruckt, eine richtig schöne Stadt, die viel zu erzählen hat. Auch Kyoto war sehr schön, allerdings hatte ich gehofft, dort die Kirschblüte zu sehen, weil für das Wochenende High-Bloom angekündigt war. Leider war es in der Woche so regnerisch und kalt, dass die Kirschblüte erst nach meiner Abreise begann. Einige Ausflüge habe ich auch mit japanischen Kollegen unternommen, die mir die japanische Kultur zeigen wollten. So konnte ich auch mal die nicht so „Standard-Touri“ Sehenswürdigkeiten sehen.

 

Und auch in Tokyo gab es viel zu erkunden. Jeder Stadtteil ist wie eine eigene kleine Stadt und hat sein ganz eigenes Flair. Es gibt viele schöne Parks. Das gute Essen, besonders Sushi ist natürlich auch nicht zu verkennen. Und falls man Sushi nicht mag, gibt es noch genügend andere japanische Spezialitäten. Nicht ganz unbeachtlich ist, dass Tokyo zu den sichersten Städten der Welt gehört. Man kann sich frei bewegen und ich hatte auch nachts nie ein ungutes Gefühl.

  

Nach Stairway

Mein persönliches Highlight sind eigentlich zwei Highlights. Zum einen habe ich in Tokyo wirkliche Freunde gefunden. Mit einer Kollegin schreibe ich regelmäßig per WhatsApp oder wir facetimen. Zu Weihnachten haben wir uns gegenseitig Päckchen geschickt. Sie und ihre Mutter lieben Stollen und deutsches Müsli. Von ihr habe ich ein Päckchen mit diversen japanischen Süßigkeiten erhalten, aber das beste waren kleine Notizen von den Menschen, die ich dort während meines Praktikums getroffen habe.

Das andere Highlight war, dass ich dieses Jahr im Mai nochmal nach Tokyo geflogen bin um meine ehemaligen Kollegen zu besuchen und noch ein bisschen mehr von Japan zu sehen. Neben zahlreichen Abendessen haben wir auch einen gemeinsamen Tagesausflug gemacht. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie sich trotz der vielen Arbeit Zeit für mich genommen haben.

Außerdem konnte ich Sumo-Kämpfe sehen. 2017 hatte ich keine Karten mehr bekommen, da die Kämpfe oft direkt ausverkauft sind. Ein Kurztrip zum Mount Fuji war auch noch drin. Die Gegend ist wunderschön und ich habe das ein oder andere Postkarten-Motiv ablichten können.

 

Mein Fazit

Das Stairway-Praktikum war wirklich eine „Opportunity of a Lifetime“. Ich habe viel gelernt, fachlich aber auch über mich selbst, habe viele spannende Aufgaben gehabt und interessante Menschen kennengelernt, mit denen ich hoffentlich noch lange in Kontakt sein werde. Es hat eine Menge Spaß gemacht. Die Erfahrungen, die man in so einer kurzen Zeit macht sind unfassbar wertvoll, deswegen würde ich jedem empfehlen sich auf jeden Fall für das Stairway Programm zu bewerben.

Viele Grüße,

Verena