Nimen hao aus Shanghai

17. September 2019

Nimen hao aus dem wunderschönen und sonnigen Shanghai!

Mittlerweile ist meine 4. Woche in Shanghai bei PwC China in der German Business Group (GBG) angebrochen und wie so häufig vergeht die Zeit bereits jetzt schon viel zu schnell. Kurz ein paar Worte zu mir, bevor ich Euch erzähle was ich bisher bereits erlebt habe:

Ich bin Viktoria, 24 Jahre und komme gebürtig aus einer kleinen Stadt in der Nähe von Frankfurt am Main. Überwiegend habe ich aber die letzten 5 Jahre in München gelebt und vor kurzem mein ausbildungsintegriertes Duales Studium (BWL mit Schwerpunkt Steuern) an der Hochschule München in Kooperation mit PwC Deutschland abgeschlossen. Nachdem ich nach dem Dualen Studium ein Praktikum im Inhouse Consulting eines deutschen Automobilherstellers gemacht habe, habe ich die einmalige Chance ergreifen können und bin Mitte August diesen Jahres mit dem PwC Stairway Programm nach Shanghai zu PwC China ausgereist.

Ankunft

Am 14. August bin ich nach einem 10-stündigen Flug bei noch ziemlich heißen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit in Shanghai angekommen. Nach der Fahrt mit der Metro in die Innenstadt habe ich zuallererst in meinem Hotel eingecheckt. Dabei musste ich feststellen, dass die Englischkenntnisse selbst in größeren Hotels nicht unbedingt vorhanden sind. Mit Übersetzungsapps wie Google Translate konnte ich mich aber recht gut mit der Rezeption verständigen und schließlich in mein neues Zuhause einziehen. Erste Überraschung war für mich die Tatsache für die nächsten Monate im 26. Stock mit Blick auf Teile der Shanghai Skyline zu wohnen. Erst einmal etwas ungewohnt aber man kann sich sehr gut daran gewöhnen weit über die Stadt schauen zu können.

Nachdem ich ausgepackt habe ging es dann zuerst in den nächsten Supermarkt und auf Restaurantsuche. Dank einer Mall in direkter Nähe kann man sich vor Restaurants kaum retten. Sehr viele chinesische aber auch westliche Restaurants findet man hier, wobei die chinesischen Restaurants um einiges günstiger und auch unglaublich gut sind. Ich denke bei einer so kurzen Zeit von 3 Monaten schafft man es auch sehr gut ohne westliches Essen und kann sich auf das authentische zhongguo cai (chinesisches Essen) konzentrieren.

 

 

 

 

 

Arbeitsalltag

Bei PwC in Shanghai arbeite ich innerhalb der German Business Group und habe somit deutsche Vorgesetzte, die ich bei diversen Aufgaben unterstütze. An meinen ersten Tagen habe ich meine drei deutschen Kollegen kennengelernt und Steve, mein Betreuer, hat mich rumgeführt und mir aus seinem Team eine weitere finnische Kollegin vorgestellt mit der ich dann in meiner ersten Woche direkt Mittagessen war. Einige chinesische Kollegen habe ich auch schon kennengelernt, wobei ich arbeitstechnisch bisher noch wenig mit den chinesischen Kollegen zu tun hatte.

Zu meinen Aufgaben zählten bisher eine Recherche für weitere zukünftige Kooperationsmöglichkeiten der GBG mit Organisationen, Verbänden und Kammern sowie mit PwC Deutschland. Diese Aufgabe war strategischer Natur. Zudem habe ich bereits einige Recherchethemen zu steuerrechtlichen Fragestellungen (insbesondere deutschem Steuerrecht aber auch einmal zu chinesischem Steuerrecht) bearbeitet. Da im Assurance Bereich gerade noch kein Praktikant angestellt ist habe ich auch schon Themen aus der Wirtschaftsprüfung bearbeitet. Des Weiteren zählen zu meinen Aufgaben Präsentationen für Workshops und Meetings zu erstellen beziehungsweise zu finalisieren. Relativ zu Beginn konnte ich auch an einer Veranstaltung von PwC China in Kooperation mit den nordischen Kammern teilnehmen. Zurzeit unterstütze ich meinen Kollegen bei der Erstellung eines Transfer Pricing Artikels für den China Compass. Dieses Magazin wird 3-Mal jährlich von PwC Deutschland herausgegeben und veröffentlicht Artikel von PwC Mitarbeitern über aktuelle China-Themen. Es lohnt sich hier mal reinzuschauen.

Jeden Montag habe ich außerdem mit meinem Betreuer einen Jour Fixe bei dem wir weitere Aufgaben und anstehende Themen besprechen. Generell nehmen sich meine Kollegen immer Zeit, um mir Aufgaben zu erklären und meine Fragen zu beantworten, was ich sehr schätze.

Essen

Zurück zum Essen: Ein paar Eindrücke habe ich für Euch bereits gesammelt, was man in China so leckeres essen kann. Natürlich gibt es, wie ihr sicher wisst, einige Delikatessen in China, die man in Deutschland nicht so einfach finden würde. Seien es Hühnerfüße, Küken, diverse Innereien, gebratene Insekten, hier kann man auf alle Fälle sehr viele außergewöhnliche Dinge probieren, wenn es einen darauf gelüstet.

Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nicht den Drang gespürt habe so außergewöhnliche Speisen zu probieren, vielleicht kommt das noch, ich werde berichten. Eines meiner Lieblingsspeisen sind auf jeden Fall alle Arten von Dumplings und Baozi. HotPot, vergleichbar mit Fondue, ist auch unglaublich lecker! Hier wird Gemüse, Fleisch, Fisch, alles was das Herz begehrt, in einer Brühe am Tisch gekocht und mit leckeren Dips gegessen.

Was die Chinesen hier ziemlich viel verzehren sind Teegetränke, Bubble Teas, Milk teas etc. und ich habe mittlerweile auch schon einige Sorten durchprobiert. Sehr empfehlenswert!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freizeit und Reisen

Shanghai hat so viel zu bieten und es wird hier in der kurzen Zeit sicher niemals langweilig werden. Durch einen Stammtisch der deutschen Außenhandelskammer habe ich relativ zu Beginn viele nette Menschen kennengelernt mit denen ich bereits viele Abende und Wochenenden zusammen verbracht habe. Abendessen, Barbesuche, Club-Besuche, Sightseeing, KTV (chinesisches Karaoke), Spa und vieles mehr haben wir bisher zusammen unternommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An meinen ersten Wochenenden war ich hauptsächlich in Shanghai, um die Stadt besser kennenzulernen. Am vorletzten Wochenende war ich mit einer Reisegruppe in Shaoxing (2,5 h mit dem Bus entfernt) im Bamboo Forest wandern. Letztes Wochenende bin ich dann zusammen mit einer Deutschen mit dem Zug nach Qiandaohu gefahren und dort haben wir dann das Wochenende mit Fahrradfahren, Schwimmen und Wandern verbracht. Es handelt sich bei dieser Gegend um eine Insellandschaft und ist als Touristengegend beliebt, zumindest für Chinesen, wir waren nämlich die einzigen Ausländer dort und somit für manche Chinesen eine kleine Attraktion.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu einen meiner Highlights zählt zudem die Teilnahme an einem TaiChi Kurs zusammen mit einer chinesischen Kollegin in dem TaiChi Studio ihres Vaters. Da es mir so gut gefallen hat habe ich vor einige weitere Stunden zu nehmen und dadurch die chinesische Kultur ein bisschen besser kennenzulernen.

Kommendes Wochenende geht es in die Yellow Mountains zum Wandern, davon berichte ich Euch dann gerne im nächsten Post.

Zàijiàn

Viktoria