Busy Season und Coronakrise in Paris

Eigentlich wollte ich den nächsten Blogeintrag hauptsächlich über das Arbeitsleben und die Busy Season schreiben. Da nun aber die aktuellen Entwicklungen und das Thema Corona auch hier in Paris extreme Auswirkungen haben, muss das natürlich auch berichtet werden.

Zunächst erst einmal kurz meine Erlebnisse vor Corona: Die Busy Season ist ab Januar voll im Gange und man merkt sehr rasch, was genau das heißt: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Die meisten Unternehmen haben das Ende ihres Geschäftsjahres am 31.12. und somit müssen ihre Abschlüsse Anfang des Jahres geprüft werden. Da viele Tochterunternehmen an den Konzern berichten müssen, gibt es Deadlines. Dadurch kann man sich ja gut vorstellen, wie viel Arbeit anfällt. Manchmal wäre es gut mehr als zwei Hände zu haben, denn manchmal muss man Dinge praktisch gleichzeitig erledigen und gleich an mehreren Mandaten arbeiten. Auch im Februar und März bleibt das so und der Rückgang der Arbeitsmenge wird wohl (unter normalen Umständen) erst im April zu sehen sein. Warum unter normalen Umständen? Corona hat natürlich auch im Audit extreme Auswirkungen und „normal“ gibt es eigentlich nicht mehr. Aber hierzu später.

Ich war im Januar auf einem sehr interessanten Projekt gebucht, bei dem ich schon in der Vorprüfung im November dabei sein durfte. Dadurch kannte ich das Unternehmen schon etwas besser und konnte jetzt noch effektiver mitarbeiten. Jedes Teammitglied hatte selbstverantwortlich die eigenen Risiken zu prüfen, die erforderlichen Dokumente vom Kunden einzuholen, Stichproben zu ziehen oder aufkommende Fragen zu klären. Mir macht es vor allem Spaß, wenn ich eigenständig arbeiten kann und das konnte ich dort voll ausleben. Die erfahreneren Teammitglieder standen mir jedoch zum Glück wirklich zu jeder Zeit bei und beantworteten mir alle meine Fragen. Es ist wirklich schön, dass wir Praktikanten vollwertige Teammitglieder sind und genauso behandelt werden, wie die Leute im ersten Jahr (Junior 1). Das finde ich besonders gut an dem Praktikum, weil man so tatsächlich genau den Arbeitsalltag erlebt und sich nicht wie jemand fühlt, der nur als Aushilfe für lästige Arbeiten betrachtet wird.

So verflogen die Wochen! Von der Busy Season kann ich einfach nur von sehr, sehr viel Arbeit erzählen. Das ist bestimmt nichts für jeden, da unter der Woche die Freizeit tatsächlich etwas auf der Strecke bleibt. Jeder arbeitet im Moment bis an seine Grenzen. Man hat seit Januar eigentlich nie Pause, da nach Abschluss eines Projektes direkt das nächste kommt. Allerdings vergeht die Zeit wie im Flug. Kaum ist Montag, klopft schon wieder der Freitag an die Tür.

Im Februar war ich noch einmal auf einem Mandat, das weiter weg war von Paris: bei Le Havre. Das ist ein sehr süßes Städtchen, in das auch viele Urlauber kommen. Wir schliefen wieder im Hotel und blieben eine Woche. Diesmal war das Projekt abgesehen von mir ausschließlich mit Franzosen besetzt. Dadurch lernte ich auch einmal die Arbeitsweise außerhalb des German Desks kennen, was genauso interessant war. Besonders stolz bin ich hier auf meine Sprachfortschritte, die unweigerlich stattfanden.

Ein paar Ausflüge konnte ich zum Glück auch noch machen.

Schloss Versailles (vom Garten aus)

Spiegelsaal im Schloss Versailles

Die riesige Gartenanlage von Schloss Versailles

Besuch meiner Schwester und Ausflug über die Champs-Elysées

Ausblick vom Arc de Triomphe nach La Defense

Seitdem hat sich dann aber tatsächlich und ziemlich plötzlich viel geändert. Anfangs (also so Februar) hörte man von Corona und wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass bereits Fälle in Europa auftraten. Nur in Paris hat das keinen so wirklich interessiert. Wir gingen weiterhin zu den Kunden und verhielten uns ganz normal. Erst Anfang März, als die Lage dann in Deutschland immer angespannter wurde, hörte man auch in Paris von den ersten Fällen. Doch ich kann nur berichten, dass die Franzosen das alles extrem gelassen nahmen. Aus Deutschland hörte ich von Hamsterkäufen und extrem angespannter Stimmung. In Paris lachten sowohl Kollegen, Kunden als auch private Kontakte mehr oder weniger darüber. Jeder belächelte die Situation und mir wurde erzählt, es sei nicht sehr französisch, vor einem Virus oder einer Pandemie Angst zu haben. Umso überraschender kam dann die Entscheidung von Macron, noch vor Deutschland die Schulen zu schließen, da doch die allgemeine Bevölkerung den Ernst der Lage noch immer nicht sah. In dieser Woche passierte im Hinblick auf Corona einfach so unglaublich viel in der ganzen Welt. Montag durfte noch jeder alles und man war (zumindest in Paris) noch äußerst entspannt, und Freitag waren die Schulen geschlossen und man wurde vom Arbeitgeber angehalten, wenn möglich nur noch Homeoffice zu machen und sämtliche Meetings und Kundengespräche wurden abgesagt. An diesem Freitag kam auch die Nachricht für uns Stairwaypraktikanten: Wir müssen umgehend nach Deutschland zurück. Das hieß innerhalb von 1-2 Tagen packen, Wohnung leer räumen, keine Möglichkeit sich von Kollegen oder Freunden zu verabschieden, keine Rückkehr.

Ich buchte meinen Zug dann direkt für Sonntag. Spätestens an diesem Tag wurde mir bewusst, wie gut die Entscheidung des Stairwayteams war. Grenzen ab Montag zu, Zugverkehr wird größtenteils eingestellt, Ausgangssperre in Frankreich. Gerade noch rechtzeitig kam ich in Deutschland bei meiner Familie an. Ganz ehrlich, ich bin unheimlich dankbar für die Weitsicht und den Mut zu dieser Entscheidung!

         

Bilder meines Abschiedsspaziergangs an der Seine

Unsere Auslandszeit ist zwar vorbei, was natürlich extrem schade ist, aber das Praktikum darf ich noch zu Ende machen. Ich konnte mein Arbeitsequipment mitnehmen und arbeite im Moment vom Homeoffice in Deutschland aus weiter. Da hat die Wirtschaftsprüfung und -beratung einen sehr großen Vorteil. Man kann relativ einfach – ohne große Einbußen – von zu Hause aus arbeiten. Schwierigkeiten ergeben sich höchstens dadurch, dass auch der Kunde meist Homeoffice macht und alle Dokumente, die sich in der Firma befinden oder nicht elektronisch verfügbar sind, Probleme darstellen. So müssen natürlich Deadlines verschoben werden. Auch ist das Coaching von der Ferne aus etwas komplizierter. Alles in allem kann man aber sagen, dass die Infrastruktur bei PwC für solche Situationen extrem gut ausgebaut ist und man solche Vorteile nun sehr zu spüren bekommt. Das flexible Arbeiten, gerade für Kollegen mit Kindern ist garantiert und jeder kann im Grunde seinen Aufgaben gerecht werden. Spannend wird nun, inwiefern sich die Arbeitsinhalte ändern, da Corona natürlich direkt Risiken in der Prüfung beeinflusst und man ein weiteres Risikofeld beim Kunden prüfen und abdecken muss. Schade, dass ich das nicht mehr direkt mitbekommen werde.

So viel nun erst einmal als Update. Ich bin sehr gespannt wie sich das alles weiter entwickeln wird. Ich bin nun wirklich fast am Ende des Praktikums und möchte euch gerne noch ein paar Dinge „Vor Corona“ erzählen. Auch ein abschließendes Fazit darf natürlich nicht fehlen. Dafür melde ich mich in den nächsten Wochen noch einmal zurück. Bis dahin: bleibt gesund.

Bonjour à tous!

vieeel zu spät melde ich mich nun zum zweiten Mal aus Paris. Mittlerweile ist schon die Hälfte des Praktikums vergangen und es ist wirklich viel passiert. Die Zeit fliegt!

Zunächst wie versprochen ein Bericht vom Oktoberfest in Paris:

Es war wirklich sehr lustig dort und ein tolles Erlebnis. In einer großen Eventhalle – etwas am Rand von Paris – wurde ein Festzelt aufgebaut, in dem tatsächlich bierzeltmäßige Stimmung herrschte. Die Franzosen haben sich darin sehr amüsiert, auf den Bänken getanzt und gesungen, Bier getrunken und bayerisches Essen konsumiert. Einige waren als Bayer verkleidet oder trugen sogar echte Tracht. Wir selbstverständlich auch :). Doch jeder, der schon einmal auf dem Oktoberfest war, weiß, dass die Feier hier dem Original nicht wirklich entspricht. Allerdings hat sie ebenfalls ihren Charme. Neben einer Badenwürttemberger Band trat mehrmals eine eindrucksvolle Tanztruppe auf, die die Menge mit Ballett, einer Mischung aus Gardetanz und einem Tanz, der in irgendeiner Form dem Schuhplatteln ähnelte, französischem Cancan, einem Dirtydancing-Solo, YMCA und Discotanzen unterhielt. Wie die Menge dabei abging, war unglaublich mitreißend. Natürlich durfte die Polonaise nicht fehlen, die, wie ich festgestellt habe, selbst in Clubs stattfindet! Am Ende wurde sogar noch ein DJ-Pult aufgebaut und eine DJin legte Electro auf. Alles in allem wirklich ein absolut gelungener Abend.

Im weiteren Blogeintrag möchte ich euch ansonsten vor allem von meiner Arbeit und einigen Freizeitaktivitäten berichten.

Einsatzorte und Aufgabenbereiche

Wie in der Prüfung halt so üblich, sind die Teams während der Busy Season selten im Büro und ich darf das Prüfungsteam zu sämtlichen Kunden begleiten und vor Ort unterstützen. Dadurch ändert sich mein Arbeitsweg fast wöchentlich. Ich konnte schon einige verschiedene Branchen kennenlernen. Vor einigen Wochen war ich bei der Planningphase einer Erstprüfung vor Ort und durfte an sämtlichen Meetings über die internen Prozesse teilnehmen. Ein Verständnis darüber ist wichtig, um so später die Risiken einschätzen zu können. Das war für mich ein völlig neuer Bereich, da Praktikanten (und so auch meine Erfahrungen in meinem ersten Praktikum bei PwC in München) meistens in der Hauptprüfung dabei sind und nicht bei den Plannings. Sehr interessant war es deshalb, auch diesen Teil der Prüfung zu sehen. Beim nächsten Mandat hatte ich dann meinen eigenen Verantwortungsbereich, zu dem ich regelmäßig Bericht erstatten sollte und meine Fragen direkt, oft alleine mit dem Kunden klären konnte. Ich durfte sogar selbstständig ein kleines Meeting leiten, was für mich eine große Herausforderung darstellte, mir aber extrem Spaß gemacht hat. Das ganze natürlich komplett auf Französisch. Hierzu eine kleine Anmerkung: ohne gute Französischkenntnisse halte ich dieses Praktikum für nahezu unmöglich, da die Arbeitssprache fast ausschließlich Französisch ist. Insgesamt sind meine Mandate sehr vielfältig und auch die Teams wechseln. Mal arbeite ich in einem komplett französischen Team, mal sind Deutsche dabei. Vor allem wenn nur Franzosen um mich herum sind, merke ich, dass ich schon deutliche Fortschritte in der Sprache gemacht habe. Allerdings hilft es, dass die meisten Franzosen in der German Business Group ganz gut deutsch verstehen, wobei hier nur mal mit Vokabeln ausgeholfen wird. Franzosen sprechen doch lieber französisch.

Ab und zu bin ich auch im Büro. Es liegt etwas am Rand von Paris direkt neben dem Crystal Park. Man kann dort in den Pausen spazieren gehen oder draußen Kaffee trinken. Im Sommer muss das wirklich herrlich sein. Auch jahreszeitenspezifisch ist einiges geboten. An Halloween gab es ein Gruselkabinett im Erdgeschoss beim Empfang, in das man hineingehen konnte und an Weihnachten war jedes Stockwerk leuchtend geschmückt. Auch werden immer wieder Karaoke oder diverse andere Aktivitäten beim Empfang angeboten. Als ich das zum ersten Mal sah, war ich leicht verwundert, aber eigentlich finde ich es eine nette Idee die Arbeit mit etwas Abwechslung und Spaß zu verbinden. Es gibt zum Beispiel auch einen Fitnessraum, für den man ein günstiges Abo abschließen kann.

Was mir in Frankreich vor allem auffällt ist, dass Essen hier einen extrem hohen Stellenwert einnimmt, was sich selbst in den Kantinen widerspiegelt. Dort bekommt man nicht eine kleine Auswahl an Salaten und vielleicht ein paar Hauptgerichte, sondern eine Riesenauswahl an verschiedensten Gerichten für mehrere Gänge. So wird dann auch Mittag gegessen: Vorspeise, Hauptspeise, Käse und Dessert. Es gibt undenkbar viele französische Vorspeisen, deren Namen ich gar nicht alle kenne. Als Dessert dürfen Crème Brûlée, Mousse au Chocolat, Eclairs oder Tartelettes nicht fehlen. Das ist mit den deutschen Kantinen, die man aus der Schule oder aus Büros kennt, wirklich nicht zu vergleichen. Es gibt wichtige Verhaltensregeln beim Essen, die überall und zu jeder Zeit eingehalten werden. Man nimmt sich für die Mahlzeiten mittags und vor allem abends viel Zeit. Bevor nicht jeder mit seinem Essen am Tisch sitzt, rührt keiner das Besteck an. Zuhause in Deutschland wartet man schon auch, bis jeder etwas hat. Nur wenn es bei einem dann länger dauert, sagt der meistens, dass alle schon mal anfangen sollen, bevor das Essen kalt wird. Hier in Frankreich undenkbar! Lustig fand ich vor allem, als einmal ein Teammitglied Käse nach dem Hauptgang haben wollte und ein anderes lieber nicht. Als ich dann ein Dessert bestellte, wurde ich von allen Seiten ziemlich entrüstet angeschaut, weil man doch nieeemals Gänge mischen würde!! Ein Unding, dass ich jetzt schon Dessert bestellte 😀 Das ginge nun wirklich nicht, dass jemand Käse esse und daneben das Mousse au Chocolat stehe! Mir wurde allmählich klar, dass es beim Essen strenge Verhaltensregeln gibt, denen man folgen muss, die jeder kennt und die selbst von ganz jungen Leuten eingehalten werden. So extrem kenne ich das aus Deutschland tatsächlich nicht. Langsamer und genüsslicher isst man in Frankreich auf jeden Fall und das würde glaube ich vielen Leuten zuhause auch guttun.

Ein paar Beispiele aus meiner Freizeit

In meiner Freizeit schaue ich mir viel von Paris an, denn die Wochenenden sind arbeitsfrei und so gehe ich in Museen, in Parks, zu Sehenswürdigkeiten oder laufe einfach nur durch die Straßen. Manchmal gönne ich mir auch ruhigere Tage, denn da in der Regel immer viel los ist in der Stadt und in der Arbeit, tut ein bisschen Runterkommen und Faulsein auch sehr gut.

Hier war ich im Centre George Pompidou. Die moderne Kunst ist sehr interessant und der Ausblick von oben wirklich atemraubend. Da lohnt sich immer ein Besuch!

Dort gibt es ein Restaurant, in dem man zusätzlich zu besten Speisen für nur wenig mehr Geld die Aussicht und abends das Glitzern des Eiffelturms genießen kann.

Eins meiner Lieblingsmuseen ist das Musée d’Orsay. Die Bilder und Skulpturen dort haben mir besonders gut gefallen und das Gebäude (ein ehemaliger Bahnhof) ist unglaublich schön.

Zweimal war ich schon in der Galarie Lafayette. Dort sind die Preise zwar etwas höher und es sind immer viele Leute da, aber auch hier hat man einen unglaublich schönen Ausblick vom Dach aus. Wirklich ein guter Tipp dort hinzugehen, wenn man in Paris ist. Die Stockwerke unter der Kuppel sind auch sehr sehenswert. Hier seht ihr die Galarie Lafayette einmal ohne Weihnachtsschmuck und dann noch einmal mit.

   

Paris bietet einfach so unglaublich viel. Da reichen die Wochenenden in den 6 Monaten natürlich gar nicht aus, um alles zu sehen. Besonders genieße ich  trotzdem das stressfreie Erkunden der Stadt. Da man weiß, dass man mehrere Monate Zeit hat, geht man viel ruhiger an alles ran und hat keinen strengen Zeitplan um Paris zum Beispiel in 5 Tagen gesehen zu haben. Das ist wirklich viel wert.

In den nächsten Wochen beginnt die echte Busy Season in Frankreich und ich werde sicherlich allerhand zu tun haben. Bin gespannt, aber habe auch etwas Respekt davor. Vor allem der Streik ist ein großes Hindernis, das nun schon seit dem 5. Dezember besteht und manchmal wirklich nervt. Mal sehen wie sich das demnächst noch entwickeln wird.

Ich werde euch berichten 😉

Meine ersten Tage in Paris

Hi zusammen,

ich bin Angela und darf euch hier über mein Praktikum bei PwC in Paris mit Stairway berichten. Ich bin 21 Jahre alt, habe meinen Bachelor of Science in BWL an der Uni Augsburg gemacht und mache das Praktikum im Bereich Assurance. Auf das Stairway-Programm kam ich durch mein Praktikum in München bei PwC vor 1,5 Jahren. Ich denke es ist eine einzigartige Möglichkeit Praxiserfahrung mit wunderbaren Freizeiterlebnissen im Ausland in tollen Städten zu verbinden und dabei so unterstützt zu werden. Mein Praktikum wird sechs Monate dauern und ich werde euch hier über meine Erlebnisse berichten.

Die Ankunft und Wohnung:
Meine Anreise war zunächst furchtbar aufregend, weil ein Stau kurz vor dem Flughafen meinen kompletten Zeitpuffer gefressen hat und ich so zu Kofferabgabe, Securitycheck und Gate rennen musste, um meinen Flieger noch zu schaffen. Danach lief aber wirklich alles glatt und ich stand schon im nächsten Augenblick in meinem Einzimmerapartment im Marais, das PwC für mich organisiert hat. Es ist klein, aber fein und hat alles was man so braucht. Dass ich im Marais wohnen darf ist wirklich toll. Hier ist immer etwas los, es gibt unheimlich viele Cafés, Bars, Restaurants, Läden oder kleine Wiesenanlagen. Auch das Nachtleben ist hier gut vertreten und das Viertel ist sehr jung. Ich bin wirklich komplett im Zentrum und das ist unheimlich cool.

Den nächsten Tag nach meiner Ankunft hatte ich noch frei und so konnte ich ausschlafen und dann mit einer anderen Stairwaypraktikantin, die mit mir anfängt, schon mal einen kleinen Teil von Paris erkunden.

Meine ersten Arbeitstage:
Am ersten Tag wurde ich herzlich von einem Manager aus der German Business Group empfangen. Wir bekamen unsere Badges und Computer und wurden den Teams vorgestellt. Ich sollte mich dann erst mal auf Französisch in Prüfungsansätze und Richtlinien von PwC einlesen, damit ich in das Fachvokabular reinkomme. So blieb das auch die restliche Woche. Thema war vor allem ein Mandat, bei dem ich die Woche darauf vor Ort sein würde und Vokabeln lernen. Meine Kollegen sind teilweise Deutsche, die einige Zeit hier bleiben oder Franzosen, die meistens auch etwas deutsch sprechen. Das hilft, auch fachliche Fragen besser verstehen zu können, aber trotzdem Französisch zu lernen.
Die zweite Woche war dann sehr viel spannender, weil ich bei einem Hotelmandat mit prüfen durfte und auch meine ganz eigenen Aufgaben die Woche über hatte. Am Abend ging das ganze Team immer wirklich ausgesprochen gut und reichhaltig essen. Dabei kam ich so richtig ins Französisch rein und merkte meine Fortschritte täglich. Montag verstand ich so gut wie kein Gespräch unter den Franzosen, Freitag konnte ich sogar schon etwas mitreden.

Freizeitaktivitäten:
Vor allem die Wochenenden kann man hier super ausnutzen und sehr viel sehen. Meistens laufen wir einfach in einem Viertel rum und erkunden spontan die Gegend.

Hier mal ein paar Eindrücke:

In Paris ist so viel Sehenswertes und ständig entdeckt man eine neue schöne Gasse, ein süßes Café oder einen besonders beeindruckendes Gebäude. Ich glaube hier wird einem in sechs Monaten nie langweilig.

Hier saßen wir zum Beispiel vier Stunden in einem Café unter einer Wärmelampe und haben die Leute beobachtet.

Man merkt aber, dass Paris eine Weltstadt ist und unglaublich viele Leute da sind. An einem Tag war ein kleiner Markt mit Weinständen am Sacré Coeur aufgebaut und die Menschenmassen waren unvorstellbar groß!

Insgesamt kann ich wirklich sagen, dass Paris eine tolle Stadt ist und ich die Zeit bestimmt sehr genießen werde. Allerdings ist aller Anfang schwer, sodass ich mich gerade in der ersten Woche sehr einsam in einer so großen Stadt gefühlt habe und diese riesigen Veränderungen (von Studium zu Arbeit, von Land zu Großstadt, von deutscher zu französischer Kultur, von Freunden und Familie zu alleine,…) erst einmal verarbeiten muss. Doch es wird täglich weniger und so langsam ergibt sich eine Routine. Man wächst hier täglich über sich hinaus und lernt in sämtlichen Lebensbereichen dazu. Ich bin sehr gespannt was mich in nächster Zeit hier erwartet, was ich für Aufgaben in der Arbeit bekomme, aber auch was ich in Paris in meiner Freizeit noch so erleben werde. Diese Woche geht das ganze Team auf das Oktoberfest in Paris. Mal sehen wie das so aussieht und wie die Franzosen sich so ein Oktoberfest vorstellen. Ich werde euch darüber berichten 🙂

Aussicht vom Centre de Pompidou