Zàijiàn Zhongguo – Goodbye China

Bevor meine letzten Tage in Shanghai anbrechen moechte ich euch noch einmal einen weiteren Einblick in meine Zeit hier in Shanghai geben.

Arbeitsalltag

So langsam heisst es Abschied nehmen. Das zweieinhalbmonatige Praktikum bei PwC China in der German Business Group (GBG) ist so gut wie vorbei. Drei Arbeitstage verbleiben noch und diese sind auch bereits gut verplant. Am kommenden Dienstag findet das CFO-Briefing statt. Zu dieser Veranstaltung sind CFOs deutscher Unternehmen, die von der GBG betreut werden, eingeladen. Das Thema des morgigen CFO-Briefings ist „Third Party Management“. Dabei koennen die Unternehmensvertreter den Fachvortraegen von PwC-Kollegen zu diesem Thema bei einem Fruehstueck zuhoeren und nach der Veranstaltung networken. Unter den Teilnehmern befinden sich einige Deutsche aber es sind auch andere Nationalitaeten vertreten, sodass die Veranstaltung auf englisch stattfinden wird.

Die letzten Wochen habe ich einen weiteren Draft-Artikel fuer den China Compass verfasst, von dieser Fachzeitschrift habe ich bereits in meinem letzten Blogeintrag erzaehlt. Des Weiteren habe ich Praesentationen für diverse Vortraege und Veranstaltungen erstellt. Meine letzte Aufgabe beinhaltet eine steuerrechtliche Recherche, so spannt sich ein Bogen um meine Zeit hier.

Letzte Woche habe ich bereits ein paar Abschiedsmittagessen mit Kollegen gehabt und Donnerstag gibt es dann noch ein letzten Lunch mit den Kollegen der GBG und mit der vor gut zwei Wochen angereisten Praktikantin Friederike.

Freizeit/Reisen

Um an meinen letzten Blogeintrag anzuschließen, berichte ich euch erst einmal von meinem Wochenende in den Yellow Mountains in Huangshan im September. Huangshan ist sehr gut mit dem Schnellzug erreichbar, daher lohnt sich auch ein Wochenendtrip. Anders als in Deutschland wandert man hier Stufen hoch, um die Gipfel zu erklimmen. Manche nehmen auch ein Cable Car. Wir sind natuerlich hochgewandert und haben schon auf dem Weg nach oben tolle und interessante Einblicke bekommen. Ich kann diese Destination sehr empfehlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während der Golden Week (Nationalfeiertagswoche in China) war ich für ein paar Tage mit einer anderen Deutschen und einer chinesischen Kollegin von ihr in Suichang zum Wandern. Dieser Trip war von einer Reiseorganisation (OK Deal Travel) geplant und wir sind mit dem Bus von Shanghai nach Suichang gefahren. Die Fahrt war deutlich länger als geplant, da die Autobahnen durch die vielen Reisenden ueberlastet war. Die Reise dorthin hat sich aber in jedem Fall gelohnt. Interessante und nette Gespraeche ueber China und die Unterschiede zu der eigenen Kultur haben die 3 Tage verfliegen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Golden Week war dieses Jahr besonders, da die Chinesen am 01.10. den 70. Jahrestag der People’s Republic of China gefeiert haben. In Beijing gab es eine grosse feierliche Veranstaltung, die live nachverfolgt werden konnte. Sehr spannend anzuschauen und auch sehr interessant zu sehen, wie patriotisch die Chinesen sind. Die Metrostationen und Strassen Shanghais waren und sind auch immer noch mit vielen chinesischen Flaggen geschmueckt und selbst auf die Skyscraper wurde die chinesische Flagge projiziert. Dieser Patriotismus regt einen Deutschen zum Nachdenken an.

 

Meine naechsten Ausfluege waren Hangzhou, Suzhou, Nanjing und Wuxi. Zum Teil waren das Tagesausfluege zum Teil Ausfluege mit einer Uebernachtung. Obwohl diese Orte nicht sehr weit von Shanghai entfernt liegen und mit dem Schnellzug zum Teil in einer Stunde zu erreichen sind, haben meine Reisebegleitungen und ich einige Fotos mit Chinesen machen duerfen. Anscheinend sieht man dort nicht sehr viele Europaer/“Western People“. Bis auf einige Wenige haben uns die meisten Chinesen auch um eine Fotoerlaubnis gefragt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider ging die Zeit in China viel zu schnell um und wie so viele andere Praktikanten, die vor mir hier waren, waere auch ich gerne noch laenger geblieben, um noch tiefer in die chinesische Kultur und die chinesische Arbeitswelt eintauchen zu koennen. Es war definitiv eine sehr lehrreiche und unvergessliche Zeit hier in Shanghai und ich kann jedem empfehlen eine solche Chance zu nutzen.

Nun bleibt mir nur noch Xiexie (Danke) zu sagen an: Danke an die PwC Deutschland Kollegen fuer die klasse Organisation und Danke an meine PwC China Kollegen fuer die lehrreiche Zeit und die netten und interessanten Gespraeche!

Zàijiàn Zhongguo

 

 

 

 

 

 

 

 

Viktoria

Nimen hao aus Shanghai

Nimen hao aus dem wunderschönen und sonnigen Shanghai!

Mittlerweile ist meine 4. Woche in Shanghai bei PwC China in der German Business Group (GBG) angebrochen und wie so häufig vergeht die Zeit bereits jetzt schon viel zu schnell. Kurz ein paar Worte zu mir, bevor ich Euch erzähle was ich bisher bereits erlebt habe:

Ich bin Viktoria, 24 Jahre und komme gebürtig aus einer kleinen Stadt in der Nähe von Frankfurt am Main. Überwiegend habe ich aber die letzten 5 Jahre in München gelebt und vor kurzem mein ausbildungsintegriertes Duales Studium (BWL mit Schwerpunkt Steuern) an der Hochschule München in Kooperation mit PwC Deutschland abgeschlossen. Nachdem ich nach dem Dualen Studium ein Praktikum im Inhouse Consulting eines deutschen Automobilherstellers gemacht habe, habe ich die einmalige Chance ergreifen können und bin Mitte August diesen Jahres mit dem PwC Stairway Programm nach Shanghai zu PwC China ausgereist.

Ankunft

Am 14. August bin ich nach einem 10-stündigen Flug bei noch ziemlich heißen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit in Shanghai angekommen. Nach der Fahrt mit der Metro in die Innenstadt habe ich zuallererst in meinem Hotel eingecheckt. Dabei musste ich feststellen, dass die Englischkenntnisse selbst in größeren Hotels nicht unbedingt vorhanden sind. Mit Übersetzungsapps wie Google Translate konnte ich mich aber recht gut mit der Rezeption verständigen und schließlich in mein neues Zuhause einziehen. Erste Überraschung war für mich die Tatsache für die nächsten Monate im 26. Stock mit Blick auf Teile der Shanghai Skyline zu wohnen. Erst einmal etwas ungewohnt aber man kann sich sehr gut daran gewöhnen weit über die Stadt schauen zu können.

Nachdem ich ausgepackt habe ging es dann zuerst in den nächsten Supermarkt und auf Restaurantsuche. Dank einer Mall in direkter Nähe kann man sich vor Restaurants kaum retten. Sehr viele chinesische aber auch westliche Restaurants findet man hier, wobei die chinesischen Restaurants um einiges günstiger und auch unglaublich gut sind. Ich denke bei einer so kurzen Zeit von 3 Monaten schafft man es auch sehr gut ohne westliches Essen und kann sich auf das authentische zhongguo cai (chinesisches Essen) konzentrieren.

 

 

 

 

 

Arbeitsalltag

Bei PwC in Shanghai arbeite ich innerhalb der German Business Group und habe somit deutsche Vorgesetzte, die ich bei diversen Aufgaben unterstütze. An meinen ersten Tagen habe ich meine drei deutschen Kollegen kennengelernt und Steve, mein Betreuer, hat mich rumgeführt und mir aus seinem Team eine weitere finnische Kollegin vorgestellt mit der ich dann in meiner ersten Woche direkt Mittagessen war. Einige chinesische Kollegen habe ich auch schon kennengelernt, wobei ich arbeitstechnisch bisher noch wenig mit den chinesischen Kollegen zu tun hatte.

Zu meinen Aufgaben zählten bisher eine Recherche für weitere zukünftige Kooperationsmöglichkeiten der GBG mit Organisationen, Verbänden und Kammern sowie mit PwC Deutschland. Diese Aufgabe war strategischer Natur. Zudem habe ich bereits einige Recherchethemen zu steuerrechtlichen Fragestellungen (insbesondere deutschem Steuerrecht aber auch einmal zu chinesischem Steuerrecht) bearbeitet. Da im Assurance Bereich gerade noch kein Praktikant angestellt ist habe ich auch schon Themen aus der Wirtschaftsprüfung bearbeitet. Des Weiteren zählen zu meinen Aufgaben Präsentationen für Workshops und Meetings zu erstellen beziehungsweise zu finalisieren. Relativ zu Beginn konnte ich auch an einer Veranstaltung von PwC China in Kooperation mit den nordischen Kammern teilnehmen. Zurzeit unterstütze ich meinen Kollegen bei der Erstellung eines Transfer Pricing Artikels für den China Compass. Dieses Magazin wird 3-Mal jährlich von PwC Deutschland herausgegeben und veröffentlicht Artikel von PwC Mitarbeitern über aktuelle China-Themen. Es lohnt sich hier mal reinzuschauen.

Jeden Montag habe ich außerdem mit meinem Betreuer einen Jour Fixe bei dem wir weitere Aufgaben und anstehende Themen besprechen. Generell nehmen sich meine Kollegen immer Zeit, um mir Aufgaben zu erklären und meine Fragen zu beantworten, was ich sehr schätze.

Essen

Zurück zum Essen: Ein paar Eindrücke habe ich für Euch bereits gesammelt, was man in China so leckeres essen kann. Natürlich gibt es, wie ihr sicher wisst, einige Delikatessen in China, die man in Deutschland nicht so einfach finden würde. Seien es Hühnerfüße, Küken, diverse Innereien, gebratene Insekten, hier kann man auf alle Fälle sehr viele außergewöhnliche Dinge probieren, wenn es einen darauf gelüstet.

Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nicht den Drang gespürt habe so außergewöhnliche Speisen zu probieren, vielleicht kommt das noch, ich werde berichten. Eines meiner Lieblingsspeisen sind auf jeden Fall alle Arten von Dumplings und Baozi. HotPot, vergleichbar mit Fondue, ist auch unglaublich lecker! Hier wird Gemüse, Fleisch, Fisch, alles was das Herz begehrt, in einer Brühe am Tisch gekocht und mit leckeren Dips gegessen.

Was die Chinesen hier ziemlich viel verzehren sind Teegetränke, Bubble Teas, Milk teas etc. und ich habe mittlerweile auch schon einige Sorten durchprobiert. Sehr empfehlenswert!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freizeit und Reisen

Shanghai hat so viel zu bieten und es wird hier in der kurzen Zeit sicher niemals langweilig werden. Durch einen Stammtisch der deutschen Außenhandelskammer habe ich relativ zu Beginn viele nette Menschen kennengelernt mit denen ich bereits viele Abende und Wochenenden zusammen verbracht habe. Abendessen, Barbesuche, Club-Besuche, Sightseeing, KTV (chinesisches Karaoke), Spa und vieles mehr haben wir bisher zusammen unternommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An meinen ersten Wochenenden war ich hauptsächlich in Shanghai, um die Stadt besser kennenzulernen. Am vorletzten Wochenende war ich mit einer Reisegruppe in Shaoxing (2,5 h mit dem Bus entfernt) im Bamboo Forest wandern. Letztes Wochenende bin ich dann zusammen mit einer Deutschen mit dem Zug nach Qiandaohu gefahren und dort haben wir dann das Wochenende mit Fahrradfahren, Schwimmen und Wandern verbracht. Es handelt sich bei dieser Gegend um eine Insellandschaft und ist als Touristengegend beliebt, zumindest für Chinesen, wir waren nämlich die einzigen Ausländer dort und somit für manche Chinesen eine kleine Attraktion.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu einen meiner Highlights zählt zudem die Teilnahme an einem TaiChi Kurs zusammen mit einer chinesischen Kollegin in dem TaiChi Studio ihres Vaters. Da es mir so gut gefallen hat habe ich vor einige weitere Stunden zu nehmen und dadurch die chinesische Kultur ein bisschen besser kennenzulernen.

Kommendes Wochenende geht es in die Yellow Mountains zum Wandern, davon berichte ich Euch dann gerne im nächsten Post.

Zàijiàn

Viktoria