Busy Season und Coronakrise in Paris

Eigentlich wollte ich den nächsten Blogeintrag hauptsächlich über das Arbeitsleben und die Busy Season schreiben. Da nun aber die aktuellen Entwicklungen und das Thema Corona auch hier in Paris extreme Auswirkungen haben, muss das natürlich auch berichtet werden.

Zunächst erst einmal kurz meine Erlebnisse vor Corona: Die Busy Season ist ab Januar voll im Gange und man merkt sehr rasch, was genau das heißt: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Die meisten Unternehmen haben das Ende ihres Geschäftsjahres am 31.12. und somit müssen ihre Abschlüsse Anfang des Jahres geprüft werden. Da viele Tochterunternehmen an den Konzern berichten müssen, gibt es Deadlines. Dadurch kann man sich ja gut vorstellen, wie viel Arbeit anfällt. Manchmal wäre es gut mehr als zwei Hände zu haben, denn manchmal muss man Dinge praktisch gleichzeitig erledigen und gleich an mehreren Mandaten arbeiten. Auch im Februar und März bleibt das so und der Rückgang der Arbeitsmenge wird wohl (unter normalen Umständen) erst im April zu sehen sein. Warum unter normalen Umständen? Corona hat natürlich auch im Audit extreme Auswirkungen und „normal“ gibt es eigentlich nicht mehr. Aber hierzu später.

Ich war im Januar auf einem sehr interessanten Projekt gebucht, bei dem ich schon in der Vorprüfung im November dabei sein durfte. Dadurch kannte ich das Unternehmen schon etwas besser und konnte jetzt noch effektiver mitarbeiten. Jedes Teammitglied hatte selbstverantwortlich die eigenen Risiken zu prüfen, die erforderlichen Dokumente vom Kunden einzuholen, Stichproben zu ziehen oder aufkommende Fragen zu klären. Mir macht es vor allem Spaß, wenn ich eigenständig arbeiten kann und das konnte ich dort voll ausleben. Die erfahreneren Teammitglieder standen mir jedoch zum Glück wirklich zu jeder Zeit bei und beantworteten mir alle meine Fragen. Es ist wirklich schön, dass wir Praktikanten vollwertige Teammitglieder sind und genauso behandelt werden, wie die Leute im ersten Jahr (Junior 1). Das finde ich besonders gut an dem Praktikum, weil man so tatsächlich genau den Arbeitsalltag erlebt und sich nicht wie jemand fühlt, der nur als Aushilfe für lästige Arbeiten betrachtet wird.

So verflogen die Wochen! Von der Busy Season kann ich einfach nur von sehr, sehr viel Arbeit erzählen. Das ist bestimmt nichts für jeden, da unter der Woche die Freizeit tatsächlich etwas auf der Strecke bleibt. Jeder arbeitet im Moment bis an seine Grenzen. Man hat seit Januar eigentlich nie Pause, da nach Abschluss eines Projektes direkt das nächste kommt. Allerdings vergeht die Zeit wie im Flug. Kaum ist Montag, klopft schon wieder der Freitag an die Tür.

Im Februar war ich noch einmal auf einem Mandat, das weiter weg war von Paris: bei Le Havre. Das ist ein sehr süßes Städtchen, in das auch viele Urlauber kommen. Wir schliefen wieder im Hotel und blieben eine Woche. Diesmal war das Projekt abgesehen von mir ausschließlich mit Franzosen besetzt. Dadurch lernte ich auch einmal die Arbeitsweise außerhalb des German Desks kennen, was genauso interessant war. Besonders stolz bin ich hier auf meine Sprachfortschritte, die unweigerlich stattfanden.

Ein paar Ausflüge konnte ich zum Glück auch noch machen.

Schloss Versailles (vom Garten aus)

Spiegelsaal im Schloss Versailles

Die riesige Gartenanlage von Schloss Versailles

Besuch meiner Schwester und Ausflug über die Champs-Elysées

Ausblick vom Arc de Triomphe nach La Defense

Seitdem hat sich dann aber tatsächlich und ziemlich plötzlich viel geändert. Anfangs (also so Februar) hörte man von Corona und wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass bereits Fälle in Europa auftraten. Nur in Paris hat das keinen so wirklich interessiert. Wir gingen weiterhin zu den Kunden und verhielten uns ganz normal. Erst Anfang März, als die Lage dann in Deutschland immer angespannter wurde, hörte man auch in Paris von den ersten Fällen. Doch ich kann nur berichten, dass die Franzosen das alles extrem gelassen nahmen. Aus Deutschland hörte ich von Hamsterkäufen und extrem angespannter Stimmung. In Paris lachten sowohl Kollegen, Kunden als auch private Kontakte mehr oder weniger darüber. Jeder belächelte die Situation und mir wurde erzählt, es sei nicht sehr französisch, vor einem Virus oder einer Pandemie Angst zu haben. Umso überraschender kam dann die Entscheidung von Macron, noch vor Deutschland die Schulen zu schließen, da doch die allgemeine Bevölkerung den Ernst der Lage noch immer nicht sah. In dieser Woche passierte im Hinblick auf Corona einfach so unglaublich viel in der ganzen Welt. Montag durfte noch jeder alles und man war (zumindest in Paris) noch äußerst entspannt, und Freitag waren die Schulen geschlossen und man wurde vom Arbeitgeber angehalten, wenn möglich nur noch Homeoffice zu machen und sämtliche Meetings und Kundengespräche wurden abgesagt. An diesem Freitag kam auch die Nachricht für uns Stairwaypraktikanten: Wir müssen umgehend nach Deutschland zurück. Das hieß innerhalb von 1-2 Tagen packen, Wohnung leer räumen, keine Möglichkeit sich von Kollegen oder Freunden zu verabschieden, keine Rückkehr.

Ich buchte meinen Zug dann direkt für Sonntag. Spätestens an diesem Tag wurde mir bewusst, wie gut die Entscheidung des Stairwayteams war. Grenzen ab Montag zu, Zugverkehr wird größtenteils eingestellt, Ausgangssperre in Frankreich. Gerade noch rechtzeitig kam ich in Deutschland bei meiner Familie an. Ganz ehrlich, ich bin unheimlich dankbar für die Weitsicht und den Mut zu dieser Entscheidung!

         

Bilder meines Abschiedsspaziergangs an der Seine

Unsere Auslandszeit ist zwar vorbei, was natürlich extrem schade ist, aber das Praktikum darf ich noch zu Ende machen. Ich konnte mein Arbeitsequipment mitnehmen und arbeite im Moment vom Homeoffice in Deutschland aus weiter. Da hat die Wirtschaftsprüfung und -beratung einen sehr großen Vorteil. Man kann relativ einfach – ohne große Einbußen – von zu Hause aus arbeiten. Schwierigkeiten ergeben sich höchstens dadurch, dass auch der Kunde meist Homeoffice macht und alle Dokumente, die sich in der Firma befinden oder nicht elektronisch verfügbar sind, Probleme darstellen. So müssen natürlich Deadlines verschoben werden. Auch ist das Coaching von der Ferne aus etwas komplizierter. Alles in allem kann man aber sagen, dass die Infrastruktur bei PwC für solche Situationen extrem gut ausgebaut ist und man solche Vorteile nun sehr zu spüren bekommt. Das flexible Arbeiten, gerade für Kollegen mit Kindern ist garantiert und jeder kann im Grunde seinen Aufgaben gerecht werden. Spannend wird nun, inwiefern sich die Arbeitsinhalte ändern, da Corona natürlich direkt Risiken in der Prüfung beeinflusst und man ein weiteres Risikofeld beim Kunden prüfen und abdecken muss. Schade, dass ich das nicht mehr direkt mitbekommen werde.

So viel nun erst einmal als Update. Ich bin sehr gespannt wie sich das alles weiter entwickeln wird. Ich bin nun wirklich fast am Ende des Praktikums und möchte euch gerne noch ein paar Dinge „Vor Corona“ erzählen. Auch ein abschließendes Fazit darf natürlich nicht fehlen. Dafür melde ich mich in den nächsten Wochen noch einmal zurück. Bis dahin: bleibt gesund.

Dobrý den aus Prag

Hallo zusammen,

ich heiße Max, bin 23 Jahre alt und mache seit Anfang Januar ein Praktikum in den Inbound-Services der Service Line Assurance in Prag bei PwC Tschechien. Bis Ende April werde ich hier tätig sein, mit dem Blog versuche ich euch ein paar Einblicke in meinen Alltag zu geben.

Mein Start und die ersten Arbeitswochen in Prag

Der Start hier in Prag hätte nicht reibungsloser klappen können, das Global Mobility Team von PwC kümmerte sich wirklich um alles – von den Formalia nötiger Anmeldungen in Tschechien, über die Unterkunft bis hin zur Anreise. Daher konnte ich an meinem ersten Arbeitstag direkt mit einigen Schulungen starten und darüber hinaus bereits Kollegen kennenlernen.

Zunächst noch kurz ein paar Worte zur Inbound-Abteilung, in der ich arbeite: Zahlreiche internationale Unternehmen sind auch in der Tschechischen Republik tätig, die Inbound-Prüfung übernimmt unter anderem die Prüfung der Jahresabschlüsse dieser Töchter.

Lange war ich nicht im Büro, bereits am dritten Tag durfte ich zur Prüfung der tschechischen Tochter eines Logistikkonzerns mit. Dort standen mir zum Glück die Kolleginnen und Kollegen bei anfänglichen Fragen zur Bedienung der Prüfungssoftware mit Rat und Tat zur Seite.

Nach wenigen Tagen auf diesem Mandat ging es weiter zur Prüfung eines französischen Unternehmens, das seine Financeabteilung nach Prag verlagert hat. Bei vielen Unternehmen gewinnt die Einrichtung sogenannter „Shared Service Center“ (SSC) zunehmend an Beliebtheit, sicherlich werde ich daher während meines Praktikums nochmals bei einer solchen SSC-Prüfung eingesetzt werden.

Die meiste Zeit im Januar habe ich bei einer Prüfung eines Bergbauunternehmens außerhalb von Prag verbracht. Zwei Wochen war unser Team hierfür im Hotel. Nach der Arbeit sind wir häufig was essen gegangen, sodass ich die anderen Teammitglieder auch neben der Arbeit noch etwas kennenlernen konnte. Einmal waren wir zusammen in einem Sportkurs im Fitnessstudio, was ziemlich anstrengend war, aber viel Spaß gemacht hat!

Abendessen mit den Kollegen

Trotz der unterschiedlichen Branchen und Projekte, in denen ich bisher mitgewirkt habe, hatten alle drei gemeinsam, dass die Teams immer aus verschiedenen Kolleginnen und Kollegen bestanden, die häufig ein Mix unterschiedlichster Nationalitäten waren. Wirklich spannend, manche Dinge einmal von einer anderen kulturellen Perspektive zu betrachten!

Freizeit

Die Reisetätigkeit im beruflichen Alltag setzt sich bei mir auch im Privaten fort. An den Wochenenden unternehme ich meistens etwas, bisher waren diese Aktivitäten überwiegend außerhalb von Prag. Den Besuch der Sehenswürdigkeiten in Prag werde ich mir noch ein bisschen aufheben, da ich in nächster Zeit Besuch aus Deutschland bekomme, mit dem ich dies dann nachholen werde. Von außen habe ich dennoch viele Sehenswürdigkeiten erkundet.

Astronomische Uhr in Prag

Blick auf Prag

 

 

 

 

 

 

 

Meine bisherigen Ausflüge außerhalb Prags führten mich in Städte, die von hier aus gut zu erreichen waren. So war ich Mitte Januar in Dresden, habe mir dort die Sehenswürdigkeiten wie etwa die Semperoper und die Frauenkirche angeschaut. An einem anderen Wochenende bin ich in den böhmischen Wäldern von Karlštejn bis nach Beroun gewandert. Die Landschaft war zugegebenermaßen etwas trist und eintönig, dafür war es sehr ruhig, vom Klopfen zahlreicher Spechte mal abgesehen.

Frauenkirche in Dresden

Wandern in der Nähe von Karlštejn

 

 

 

 

 

 

 

Gute (Nacht-)Busverbindungen nach Polen brachten mich auf die Idee, mir dort einige Städte anzuschauen. Daher ging es unter anderem nach Kattowitz, in die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau sowie nach Krakau. Wie auch in Kattowitz gab es in Krakau ebenfalls noch sehr viel Weihnachtsdekoration in der Stadt und den Einkaufspassagen. Man könnte denken, Weihnachten stehe erst noch vor der Tür.

Krakau Cloth Hall am Marktplatz

Königsschloss auf dem Wawel in Krakau

 

 

 

 

 

 

 

In wenigen Wochen werde ich mich mit meinem zweiten Blogeintrag melden und euch mehr über Tschechien und meine Erlebnisse hier berichten.

Na shledanou!

Max

Hoi 2020 en tot ziens Amsterdam!

Hoi hoi,

wie für viele andere Stairway-Praktikanten ist es letztendlich kaum zu glauben,wie schnell die Zeit verflogen ist und nun heißt es auch für mich langsam Abschied nehmen. Gemeinsam mit Euch werde ich in diesem Blogeintrag von meinen letzten Wochen berichten und mich dann aus Amsterdam und von Euch verabschieden.

1.             Aktuelle Projekte

Der Dezember und Januar waren spannende Monate. Wir hatten regelmäßige Meetings mit den Geschäftsführern der Social Enterprise, um unser Partnerschaftsmodell zu entwickeln. Die Informationen aus diesen Gesprächen haben wir zusätzlich zur Vorbereitung unserer Präsentation vor dem PwC Management verwendet. In der Präsentation hat jedes Teammitglied einen Teil präsentieren können und das Management war sehr beeindruckt von unserem Konzept. Ich bin sehr gespannt auf die weitere Zusammenarbeit und freue mich für alle Kollegen, die zukünftig diese Initiative unterstützen können.

Auch das zweite Projekt, in welchem ich von der Ideenfindung involviert gewesen bin (vgl. zweiter Blogeintrag), geht in eine entscheidende Phase über. Wir konnten unser Konzept dem FS Insurance Partner vorstellen und haben wertvolles Feedback erhalten. Um unser Konzept für den Prototypen zusätzlich weiterzuentwickeln, haben wir einen Plan für „User Interviews“ gestaltet, die in meiner letzten Woche bei PwC gestartet sind. Das aktuelle Projektteam und meinen bevorzugten Arbeitsplatz seht ihr hier:

Für das dritte Projekt des Financial Services Accelerators haben wir im November die „User Story“ final konzeptioniert (vgl. dritter Blogeintrag). Ende Dezember folgte dann die Entwicklung eines ersten Prototypes. Dabei haben wir regelmäßig in verschiedenen Calls mit den User Experience-Designern abgestimmt. Dabei wird in Iterationsstufen gearbeitet, d.h. nach der Entwicklung bestimmter Funktionen gibt es eine Feedbackrunde. Anschließend werden die Informationen aus den Feedbackgesprächen integriert und es gibt eine erneute Feedbackrunde usw. bis alle gewünschten Funktionen enthalten sind. Aktuell arbeiten wir an unterschiedlichen Prototypen für Versicherungsunternehmen sowie Banken und an der weiteren Konzeption basierend auf dem Feedback lokaler und internationaler Kollegen.

2.            Sinterklaas im Büro

Im Dezember gab es viele Deadlines und teilweise auch lange Abende. Im Team haben wir jedoch die Zeit genommen und zusammen Sinterklaas gefeiert (ich berichtete davon bereits im letzten Blog-Artikel). Es wurden Peppernotten und sogar Peppernotten-Cheesecake gegessen, viele lustige Gedichte vorgelesen und Geschenke ausgepackt. Ich habe unsere Direktorin mit einem selbstgemalten „PwC Glücksmomente“-Glas sowie einem Armband beschenkt. Ich persönlich habe ein spannendes Buch, mein eigenes Gedicht sowie ein selbstgebasteltes Himmel und Hölle-Spiel geschenkt bekommen. Das Gedicht über mich möchte ich Euch nicht vorenthalten, genauso wie ein Geschenk von einer besonder lieben anderen Kollegin in Form eines Thermobecher für unsere Kaffeebar:

3.            Weihnachtsmärkte und Silvester in Straßburg und Amsterdam

Alle Niederländer und meine internationalen Kollegen sind total verrückt nach den deutschen Weihnachtsmärkten. Also bin ich im Dezember mit zwei Arbeitskollegen nach Aachen gefahren, um einige Stunden dort zu verbringen. Niemals hätte ich gedacht, dass man extra für einen Weihnachtsmarktbesuch zwei Stunden Auto fährt. Als wir dann vor Ort angekommen sind, ist mir erst aufgefallen wie sehr ich die deutschen Weihnachtsmärkte vermisse. Also habe ich beim Weihnachtsbesuch bei meinen Eltern die Chance genutzt und war in Offenburg und Straßburg auf dem Weihnachtsmarkt. In Straßburg habe ich zusätzlich die Kathedrale besucht und die Sonne sehr genossen.

Nachdem ich über Weihnachten meine Eltern besucht habe, bin ich pünktlich zu Silvester wieder nach Amsterdam gefahren. Das neue Jahr wollte ich unbedingt hier begrüßen. Ich war mit meinen Kollegen und anderen Bekannten schon auf einigen Partys und Clubs doch Silvester ist immer wieder etwas Besonderes. Pünktlich zu Mitternacht wurde der Sekt aufgemacht und angestoßen. Kurz vorher ist plötzlich eine Nebelwand über Amsterdam gezogen, sodass wir vom Feuerwerk leider nicht so viel sehen konnten. Danach ging es los in die Stadt und ins Casco. Das Besondere dabei war, dass man dort am einfachsten von Centraal mit der Fähre über die Amstel hinkommt. Auch eine Kollegen von PwC habe ich dort mit ihrem Mann getroffen.

4.           De Pijp, Haarlem und die Intercompany Gala

Die letzten Wochen in Amsterdam habe ich noch für einige Freizeitaktivitäten nutzen können. Endlich konnte ich die Chance nutzen und „De Pijp“, einen Stadtteil in Amsterdam mit vielen tollen Cafés und dem Albert Cuyp Markt (benannt nach einem bekannten Maler aus dem 17. Jhd.) entdecken.

An einem Wochenende im Januar bin ich mit einem Arbeitskollegen nach Haarlem gefahren. Haarlem hat mich stark an Amsterdam erinnert, nur dass es viel ruhiger und weniger touristisch gewesen ist. Wir haben die St.-Bavo Kirche (auch „Grote Kerk“) und die Windmühle „Molen de Adriaan“ besichtigt.

Ein Highlight in den letzten Wochen war die Intercompany Gala. YoungPwC hat gemeinsam mit zwölf anderen Unternehmen eine Gala für Young Professionals organisiert, um sich gegenseitig zu vernetzen und zusammen zu feiern. Ich hatte Glück kurzfristig noch eine Karte zu bekommen und innerhalb weniger Stunden ein passendes Outfit für den Dresscode Black Tie zu finden, sodass ich mit meinen lieben Kollegen zusammen feiern konnte. Die offiziellen Fotos sind leider noch nicht verfügbar, sodass ich nur dieses Fotos mit Euch teilen kann:

5.            Opportunity of a lifetime -time to say goodbye

Nach sechs Monaten geht es für mich nun in wenigen Tagen zurück nach Wiesbaden. Ich kann es jedem empfehlen einige Zeit im Ausland zu arbeiten und leben. Ich konnte so meine persönliche (Arbeits-)Kultur kennenlernen. Jetzt weiß ich, dass Deutsche verrückt nach Bargeld sind. Ich habe in meiner Zeit hier nicht ein einziges Mal Bargeld abgehoben. Ich freue mich wieder nicht jeden Tag eine Regenjacke mitnehmen zu müssen, weil das Wetter beständiger ist und auf einen ausgiebigen Einkauf in der Drogerie. In Deutschland werden viele Filme und Interview synchronisiert. Hier laufen im Kino meist die Originalversionen, weil die Englischkenntnisse sehr gut sind. Zusätzlich sind die niederländischen und internationalen Kollegen lockerer als die Deutschen, so ist der Dresscode im Büro entspannter und Sneaker nahezu jeden Tag präsent.

Abschließend freue ich mich in diesem Jahr mein Masterstudium zu beenden und dabei mein erlerntes Wissen hier auch in Deutschland nutzen. Besonders das richtige Storytelling und das Halten von Präsentationen werden mir in den letzten Semestern hoffentlich leichter fallen. Ich werde eigenständiger und agiler arbeiten sowie die Prioritäten richtig setzen. Danach freue ich mich auf spannende berufliche Perspektiven und Herausforderungen, wie ich sie hier bei PwC in Amsterdam im FS Technology Team und Accelerator erleben durfte.

Ich habe mich sehr über Eure Anteilnahme und über die Unterstützung aller PwC Kollegen aus Deutschland und den Niederlanden gefreut und bedanke mich zum Abschied herzlich bei allen Beteiligten aus Deutschland und den Niederlanden.

Tot ziens,

Kim

Mein Abenteuer in Paris beginnt…

Nun ist es endlich soweit. Das neue Jahr hat begonnen und damit auch mein Stairway Praktikum im Bereich Assurance bei PwC in Paris. Die erste Woche ist geschafft und das nehme ich zum Anlass euch von meinen Eindrücken zu berichten:

 

Doch zuerst ein paar kurze Worte zu mir. Ich heiße Marcel, bin 25 Jahre alt und studiere im Master Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Mittweida. Die nächsten 6 Monate werde ich nun hier als Praktikant in Paris verbringen. Die Wirtschaftsprüfung war schon immer ein Bereich, in dem ich mir vorstellen könnte, später tätig zu sein. Das Stairway Praktikum bei PwC ist daher die optimale Möglichkeit für mich den Arbeitsalltag als Wirtschaftsprüfer hautnah kennenzulernen. Gleichzeitig hat die Entscheidung für Paris noch ganz private Gründe: Da meine Freundin Französin ist und ich später gern in Frankreich Leben und Arbeiten möchte, entdecke ich zugleich, wie der Alltag hier anfühlt.

Eiffelturm

Meine ersten Tage am 2. Und 3. Januar verbrachte ich bei den Welcome Days im Crystal Park. Ein wahnsinnig cooler und modern eingerichteter Bürokomplex von PwC mit eigenem Park für entspannte Pausen. Der Januar bedeutet in der Wirtschaftsprüfung jedoch immer „Busy Season“. Viele Unternehmen haben zum 31.12. ihr Fiskaljahr beendet und nun ist es die Aufgabe der Wirtschaftsprüfer die Bilanzen zu prüfen. Daher hieß es auch für mich direkt in der ersten Woche Dienstreise zum Kunden mit Übernachtungen im Hotel. Ich wurde super herzlich im Prüfungsteam aufgenommen und durfte selbstständig Prüfungstätigkeiten übernehmen. Bei Fragen halfen mir meine erfahrenen Kollegen immer weiter. So verging die erste Woche wie im Flug. Nächste Woche steht nun ein neuer Mandant an und ich freue mich sehr darauf.

Triumphbogen

Ein wenig Zeit blieb auch für das Entdecken der französischen Hauptstadt. Meine Wohnung befindet sich nicht weit entfernt des Triumphbogens und hier gibt es viele kleine Geschäfte, süße Cafés und wunderschöne Parks zu besuchen. Ich kann es kaum erwarten die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt aus nächster Nähe zu bewundern. Seit daher gespannt auf meinen nächsten Bericht aus Paris!

An der Seine

Bonjour à tous!

vieeel zu spät melde ich mich nun zum zweiten Mal aus Paris. Mittlerweile ist schon die Hälfte des Praktikums vergangen und es ist wirklich viel passiert. Die Zeit fliegt!

Zunächst wie versprochen ein Bericht vom Oktoberfest in Paris:

Es war wirklich sehr lustig dort und ein tolles Erlebnis. In einer großen Eventhalle – etwas am Rand von Paris – wurde ein Festzelt aufgebaut, in dem tatsächlich bierzeltmäßige Stimmung herrschte. Die Franzosen haben sich darin sehr amüsiert, auf den Bänken getanzt und gesungen, Bier getrunken und bayerisches Essen konsumiert. Einige waren als Bayer verkleidet oder trugen sogar echte Tracht. Wir selbstverständlich auch :). Doch jeder, der schon einmal auf dem Oktoberfest war, weiß, dass die Feier hier dem Original nicht wirklich entspricht. Allerdings hat sie ebenfalls ihren Charme. Neben einer Badenwürttemberger Band trat mehrmals eine eindrucksvolle Tanztruppe auf, die die Menge mit Ballett, einer Mischung aus Gardetanz und einem Tanz, der in irgendeiner Form dem Schuhplatteln ähnelte, französischem Cancan, einem Dirtydancing-Solo, YMCA und Discotanzen unterhielt. Wie die Menge dabei abging, war unglaublich mitreißend. Natürlich durfte die Polonaise nicht fehlen, die, wie ich festgestellt habe, selbst in Clubs stattfindet! Am Ende wurde sogar noch ein DJ-Pult aufgebaut und eine DJin legte Electro auf. Alles in allem wirklich ein absolut gelungener Abend.

Im weiteren Blogeintrag möchte ich euch ansonsten vor allem von meiner Arbeit und einigen Freizeitaktivitäten berichten.

Einsatzorte und Aufgabenbereiche

Wie in der Prüfung halt so üblich, sind die Teams während der Busy Season selten im Büro und ich darf das Prüfungsteam zu sämtlichen Kunden begleiten und vor Ort unterstützen. Dadurch ändert sich mein Arbeitsweg fast wöchentlich. Ich konnte schon einige verschiedene Branchen kennenlernen. Vor einigen Wochen war ich bei der Planningphase einer Erstprüfung vor Ort und durfte an sämtlichen Meetings über die internen Prozesse teilnehmen. Ein Verständnis darüber ist wichtig, um so später die Risiken einschätzen zu können. Das war für mich ein völlig neuer Bereich, da Praktikanten (und so auch meine Erfahrungen in meinem ersten Praktikum bei PwC in München) meistens in der Hauptprüfung dabei sind und nicht bei den Plannings. Sehr interessant war es deshalb, auch diesen Teil der Prüfung zu sehen. Beim nächsten Mandat hatte ich dann meinen eigenen Verantwortungsbereich, zu dem ich regelmäßig Bericht erstatten sollte und meine Fragen direkt, oft alleine mit dem Kunden klären konnte. Ich durfte sogar selbstständig ein kleines Meeting leiten, was für mich eine große Herausforderung darstellte, mir aber extrem Spaß gemacht hat. Das ganze natürlich komplett auf Französisch. Hierzu eine kleine Anmerkung: ohne gute Französischkenntnisse halte ich dieses Praktikum für nahezu unmöglich, da die Arbeitssprache fast ausschließlich Französisch ist. Insgesamt sind meine Mandate sehr vielfältig und auch die Teams wechseln. Mal arbeite ich in einem komplett französischen Team, mal sind Deutsche dabei. Vor allem wenn nur Franzosen um mich herum sind, merke ich, dass ich schon deutliche Fortschritte in der Sprache gemacht habe. Allerdings hilft es, dass die meisten Franzosen in der German Business Group ganz gut deutsch verstehen, wobei hier nur mal mit Vokabeln ausgeholfen wird. Franzosen sprechen doch lieber französisch.

Ab und zu bin ich auch im Büro. Es liegt etwas am Rand von Paris direkt neben dem Crystal Park. Man kann dort in den Pausen spazieren gehen oder draußen Kaffee trinken. Im Sommer muss das wirklich herrlich sein. Auch jahreszeitenspezifisch ist einiges geboten. An Halloween gab es ein Gruselkabinett im Erdgeschoss beim Empfang, in das man hineingehen konnte und an Weihnachten war jedes Stockwerk leuchtend geschmückt. Auch werden immer wieder Karaoke oder diverse andere Aktivitäten beim Empfang angeboten. Als ich das zum ersten Mal sah, war ich leicht verwundert, aber eigentlich finde ich es eine nette Idee die Arbeit mit etwas Abwechslung und Spaß zu verbinden. Es gibt zum Beispiel auch einen Fitnessraum, für den man ein günstiges Abo abschließen kann.

Was mir in Frankreich vor allem auffällt ist, dass Essen hier einen extrem hohen Stellenwert einnimmt, was sich selbst in den Kantinen widerspiegelt. Dort bekommt man nicht eine kleine Auswahl an Salaten und vielleicht ein paar Hauptgerichte, sondern eine Riesenauswahl an verschiedensten Gerichten für mehrere Gänge. So wird dann auch Mittag gegessen: Vorspeise, Hauptspeise, Käse und Dessert. Es gibt undenkbar viele französische Vorspeisen, deren Namen ich gar nicht alle kenne. Als Dessert dürfen Crème Brûlée, Mousse au Chocolat, Eclairs oder Tartelettes nicht fehlen. Das ist mit den deutschen Kantinen, die man aus der Schule oder aus Büros kennt, wirklich nicht zu vergleichen. Es gibt wichtige Verhaltensregeln beim Essen, die überall und zu jeder Zeit eingehalten werden. Man nimmt sich für die Mahlzeiten mittags und vor allem abends viel Zeit. Bevor nicht jeder mit seinem Essen am Tisch sitzt, rührt keiner das Besteck an. Zuhause in Deutschland wartet man schon auch, bis jeder etwas hat. Nur wenn es bei einem dann länger dauert, sagt der meistens, dass alle schon mal anfangen sollen, bevor das Essen kalt wird. Hier in Frankreich undenkbar! Lustig fand ich vor allem, als einmal ein Teammitglied Käse nach dem Hauptgang haben wollte und ein anderes lieber nicht. Als ich dann ein Dessert bestellte, wurde ich von allen Seiten ziemlich entrüstet angeschaut, weil man doch nieeemals Gänge mischen würde!! Ein Unding, dass ich jetzt schon Dessert bestellte 😀 Das ginge nun wirklich nicht, dass jemand Käse esse und daneben das Mousse au Chocolat stehe! Mir wurde allmählich klar, dass es beim Essen strenge Verhaltensregeln gibt, denen man folgen muss, die jeder kennt und die selbst von ganz jungen Leuten eingehalten werden. So extrem kenne ich das aus Deutschland tatsächlich nicht. Langsamer und genüsslicher isst man in Frankreich auf jeden Fall und das würde glaube ich vielen Leuten zuhause auch guttun.

Ein paar Beispiele aus meiner Freizeit

In meiner Freizeit schaue ich mir viel von Paris an, denn die Wochenenden sind arbeitsfrei und so gehe ich in Museen, in Parks, zu Sehenswürdigkeiten oder laufe einfach nur durch die Straßen. Manchmal gönne ich mir auch ruhigere Tage, denn da in der Regel immer viel los ist in der Stadt und in der Arbeit, tut ein bisschen Runterkommen und Faulsein auch sehr gut.

Hier war ich im Centre George Pompidou. Die moderne Kunst ist sehr interessant und der Ausblick von oben wirklich atemraubend. Da lohnt sich immer ein Besuch!

Dort gibt es ein Restaurant, in dem man zusätzlich zu besten Speisen für nur wenig mehr Geld die Aussicht und abends das Glitzern des Eiffelturms genießen kann.

Eins meiner Lieblingsmuseen ist das Musée d’Orsay. Die Bilder und Skulpturen dort haben mir besonders gut gefallen und das Gebäude (ein ehemaliger Bahnhof) ist unglaublich schön.

Zweimal war ich schon in der Galarie Lafayette. Dort sind die Preise zwar etwas höher und es sind immer viele Leute da, aber auch hier hat man einen unglaublich schönen Ausblick vom Dach aus. Wirklich ein guter Tipp dort hinzugehen, wenn man in Paris ist. Die Stockwerke unter der Kuppel sind auch sehr sehenswert. Hier seht ihr die Galarie Lafayette einmal ohne Weihnachtsschmuck und dann noch einmal mit.

   

Paris bietet einfach so unglaublich viel. Da reichen die Wochenenden in den 6 Monaten natürlich gar nicht aus, um alles zu sehen. Besonders genieße ich  trotzdem das stressfreie Erkunden der Stadt. Da man weiß, dass man mehrere Monate Zeit hat, geht man viel ruhiger an alles ran und hat keinen strengen Zeitplan um Paris zum Beispiel in 5 Tagen gesehen zu haben. Das ist wirklich viel wert.

In den nächsten Wochen beginnt die echte Busy Season in Frankreich und ich werde sicherlich allerhand zu tun haben. Bin gespannt, aber habe auch etwas Respekt davor. Vor allem der Streik ist ein großes Hindernis, das nun schon seit dem 5. Dezember besteht und manchmal wirklich nervt. Mal sehen wie sich das demnächst noch entwickeln wird.

Ich werde euch berichten 😉

Zài jiàn, Shanghai!

So, nun melde ich mich auch endlich mal wieder zurück! Wie die ersten Wochen sind auch die vergangenen Wochen sehr schnell verflogen, sodass ich mich jetzt bereits am Ende meines Praktikums befinde. An dieser Stelle möchte ich daher nochmal die Gelegenheit nutzen und Euch an weiteren Erfahrungen von mir teilhaben lassen und ein abschließendes Resümee über meine Zeit hier in Shanghai geben.

Arbeitsalltag

Neben den bereits im ersten Blogeintrag erwähnten Aufgaben, habe ich im Laufe der Zeit weitere und sehr abwechslungsreiche Aufgaben erhalten.

So habe ich beispielsweise eine deutsche und eine englische Version für eine Einladung bezüglich des Deutschen Charity Weihnachtsbasars verfasst. Diese Wohltätigkeitsveranstaltung findet bereits seit knapp 20 Jahren jedes Jahr am ersten Adventswochenende in der Deutschen Botschaft in Peking statt. Über 40 Standbesitzer und Sponsoren, von denen einer PwC ist, sind dort vor Ort und verkaufen lauter Leckereien. Die Gewinne oder zum Teil der gesamte Umsatz aller Stände des Basars werden dann im Anschluss an unterschiedliche Hilfsprojekte gespendet.

Des Weiteren habe ich näher mit den chinesischen Kollegen zusammen gearbeitet und für diese beispielsweise deutsche Verträge/ Betriebsprüfungsberichte ins Englische übersetzt.

Außerdem hatte ich während meines Praktikums zweimal die Möglichkeit gemeinsam mit der GBG an einem Webinar teilzunehmen. Die Webinare finden für gewöhnlich einmal im Monat statt und beschäftigen sich meist mit aktuellen Themen und Problematiken im Zusammenhang mit deutsch-chinesischen Sachverhalten. In dem ersten Webinar konnte ich daher etwas über das Schiedsverfahren in China und in dem zweiten etwas über das Thema „Handel mit China – Welche Vorteile bietet der Renminbi deutschen Unternehmen als Zahlungsmittel?“ lernen.

Zudem habe ich z.B. einen Entwurf eines Artikels für die Zeitschrift „German Chamber Ticker“ im Zusammenhang mit der umsatzsteuerlichen Behandlung des Verkaufs von Spezialwerkzeugen, welche zur Herstellung von Gegenständen benötigt werden, verfasst. Hierbei habe ich sowohl etwas über die deutsche, als auch über die chinesische Sichtweise herausgearbeitet. Diese Aufgabe hat mir besonders gefallen, da ich dadurch einen guten Einblick in das chinesische Umsatzsteuerrecht bekommen habe.

Nachdem Viktoria ihr Praktikum beendet hat und ich zwei Wochen die einzige Praktikantin war, hat mit Anbruch meiner sechsten Woche das Praktikum von Lara begonnen, welche ihr Prakitkum im Bereich Assurance absolviert.

Obwohl wir unterschiedlichen Bereichen angehören, haben wir dennoch einige Aufgaben gemeinsam bearbeiten können. So sind wir beispielsweise gemeinsam kreativ geworden und haben uns um das Design der Weihnachtskarte gekümmert, welche an alle Mandanten der GBG vor Weihnachten per E-Mail verschickt wurde.

Auch das Auswerten bestimmter Datensätze/Kennzahlen, der Umgang mit PowerPoint und Excel sowie etwaige Research-Aufgaben gehörten meinem Tätigkeitsbereich an. Zusammenfassend war die Arbeit daher sehr vielfältig und abwechslungsreich!

Freizeit

Rückblickend kann ich sagen, dass ich wirklich Glück mit dem Wetter gehabt habe und die Regentage, die ich hier erlebt habe, an einer Hand abzählen kann! Aus diesem Grund habe ich mich meist gegen die Metro entschieden und bin viel zu Fuß unterwegs gewesen. So habe ich viel von der Stadt und nicht lediglich die überfüllten Touristenecken sehen können.

Nachdem ich mir die meisten Gegenden in der Stadt angeschaut hatte, habe ich mir auch einige Orte außerhalb von Shanghai angeschaut. So war ich beispielweise in Suzhou, Hangzhou, Zhujiajiao, Monganshan und den Yellow Mountains.  Die beiden zuletzt genannten Trips habe ich gemeinsam mit einer Reisegruppe gemacht. Solche Gruppentouren lassen sich sehr einfach über verschiedene Anbieter (z.B. WannaTravel, DragonAdventures und OKDealTravel) bei WeChat finden, wo verschiedenste Reiseziele mit genauem Ablaufplan und Bildern aufgelistet sind. Auch wenn man sich nicht für Gruppentouren interessiert, liefern einem diese Seiten gute Ideen.

Außerdem war ich mit der Praktikantin Lara für ein verlängertes Wochenende in Guilin. Dort haben wir u.a. eine Bootstour zu der Stelle gemacht, die auf dem 20-Yuan-Schein abgebildet ist. Zudem haben wir die Schilfrohrflötenhöhle und die Reisterrassen in Longsheng besichtigt. Eines unserer Highlights war die „Impression Sanjie Liu“-Show in Yangshou, die wir zunächst nicht auf unserer To-Do-Liste stehen hatten, die uns aber von unserem Guide empfohlen wurde und sich wirklich gelohnt hat!

   

Auch mein Trip nach Zhangjiajie in die Avatar Mountains war sehr schön! Diesen habe ich gemeinsam mit zwei anderen Deutschen gemacht, die ich auf dem „Deutschen Stammtisch“ der Außenhandelskammer im Paulaner (Xintiandi) kennengelernt habe. Nebenbei bemerkt ist diese Veranstaltung eine gute Möglichkeit, um neue Leute in Shanghai kennenzulernen! Der genaue Termin des Stammtischs, welcher einmal im Monat stattfindet, kann auf der Internetseite der AHK nachgeschaut werden.

Mein persönliches Highlight war allerdings mein Ausflug nach Harbin, welches ein Ort im Norden Chinas ist. Dort herrschten eisige Temparaturen zwischen -17 und -22 Grad, weswegen der Trip aufgrund dessen schon zu einem richtigen Erlebnis wurde. Neben dem Sibirschen Tiger Park habe ich auch das berühmte Harbiner Eis- und Schneefest besucht, welches mit seinen umfangreichen Eisskulpturen das größte der Welt ist. Wer vor Kälte nicht zurückschreckt, dem kann ich diesen einzigartigen Ort sehr empfehlen!

Auch nach der Arbeit habe ich häufig etwas unternommen. So bin ich beispielsweise durch Malls geschlendert, war im Fitnesstudio oder habe mich mit Freunden zum Essen verabredet.

 

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass ich sehr dankbar bin, eine solche einmalige Chance bekommen zu haben. Denn wann bekommt man schon mal die Gelegenheit, tiefer in die Welt (sowohl im Büro, als auch außerhalb) einer komplett anderen Kultur einzutauchen?! Auch in persönlicher Hinsicht war die Zeit hier in Shanghai eine absolute Bereicherung, da man durch verschiedenste Situationen viel über sich sebst gelernt hat. Außerdem habe ich festgestellt, dass, wie so vieles, alles eine Frage der Gewohnheit ist. Anfangs wirkte alles noch sehr fremd und merkwürdig auf mich und nun fühle ich mich rundum wohl und alles wirkt nahezu vertraut!

Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmals bei dem gesamten Stairway-Team sowie der GBG (PwC Shanghai) für die super Organisation und die Rundumbetreuung bedanken, welche dafür gesorgt haben, dass ich mich zu keinem Zeitpunkt alleine gelassen gefühlt habe.

Zu guter Letzt kann ich daher nur jedem wärmstens empfehlen, sich für das Stairway-Programm zu bewerben, denn es ist wirklich eine „Opportunity of a lifetime“! 🙂

 

Eure Friederike 🙂

Sinterklaas, Diwali und Weihnachten in Amsterdam

Hallo naar Duitsland,

bald ist es soweit und “Sinterklaas” (der „Heilige Nikolaus“ in Deutschland) erreicht die Niederlande. Danach werde ich meine Eltern über die Weihnachtsfeiertage in Strasbourg besuchen. Bis dahin möchte ich Euch in meinem neuen Blogeintrag über die Weihnachtszeit in Amsterdam und über meine aktuellen Projekte berichten.

Sinterklaas und Diwali in Amsterdam

Mitte November hat sich “Sinterklaas” zusammen mit dem “Zwarte Pieten” (der „Knecht Ruprecht“ oder „Hans Muff“ in Deutschland) auf einem Dampfschiff aus Spanien auf den Weg in die Niederlande gemacht. Am 5. Dezember wird das Schiff in den Niederlanden ankommen und der „Pakjesavond“ wird gefeiert. Dieser „Päkchenabend“ ist für die meisten Niederländer wichtiger als das Weihnachtsfest. Meist werden Geschenke dabei nach dem Wichtelprinzip gemacht. Dabei gibt es nicht nur ein Geschenk für die ausgeloste Person, sondern es wird auch ein persönliches Gedicht verfasst. Im FS Technology Team organisieren wir statt eines Pakjesavond ein Sinterklaasfrühstück. Dabei schenken wir der zugelosten Person etwas Selbstgemachtes, etwas Nützliches und ein selbstverfasstes Gedicht. Welches Geschenk ich bekommen habe und welches ich verschenkt habe, erzähle ich Euch in meinem nächsten Blog-Artikel. Das gesamte Team freut sich schon auf unsere Feier:

Theresa und ich haben gemeinsam den Sinterklaas-Einzug gefeiert, als ich sie in Rotterdam besucht habe. In der ganzen Stadt sind Zwarte Pieten herumgelaufen und haben Kinder mit den typischen „Pepernoots“ beschenkt. Anschließend haben wir noch gemeinsam die Kubushäuser besucht. Die Kubushäuser wurden von dem Architekten Piet Blom entworfen und es handelt sich dabei um Würfel, die gekippt auf einer Ecke stehen. Einige davon sind von Privatpersonen bewohnt.

Neben der Vorfreude auf Sinterklaas, gab es bereits eine andere Feierlichkeit in den letzten Wochen. In Suriname, Indien und weiteren hinduistisch geprägten Ländern wurde „Diwali“ gefeiert. In Amsterdam arbeiten viele in Indien geborene Kollegen und durch die ehemalige Kolonie Suriname hat Diwali eine große Bedeutung in den Niederlanden. Diwali ist ein mehrtägiges (eigentlich sogar mehrwöchiges) Lichterfest und hat eine große spirituelle Bedeutung für die Hindus. In den verschiedenen Regionen wird Diwali sehr unterschiedlich gefeiert, ein großes und lautes Feuerwerk gehört fast überall dazu. Klassischerweise besuchen sich Freunde und Familie gegenseitig zuhause und teilen lokale Spezialitäten miteinander. Daher hat PwC für alle Kollegen typische Snacks auf jedem Stockwerk vorbereitet, sodass alle Kollegen gemeinsam feiern konnten.

Aktuelle Projekte

Aktuell bin ich in drei Projekte involviert: ein Corporate Social Responsibility Projekt sowie zwei technische Projekte.

Ein technisches Projekt habe ich bereits in diesem Blog-Artikel beschrieben. Im zweiten technischen Projekt entwickeln wir aktuell die „User Story“. Dabei sitzen wir als Projekt-Team zusammen und diskutieren jedes Bild der Benutzeroberfläche zusammen bis wir einen stimmigen Ablauf erarbeitet haben. Dabei zeichnen wir schematisch einen Bildschirm auf ein Whiteboard und überlegen wie die graphische Benutzeroberfläche aussehen soll. Welcher Button kommt wohin? Was passiert, wenn man den Button betätigt? Verändert sich so der Status der aktuellen Tätigkeit? Dabei ist jede Meinung und jede Idee gefragt. So gestalten wir den funktionellen Prozess unserer Tools. Für das erste technische Projekt haben wir diese Schritte bereits abgeschlossen und führen die ersten Entwicklergespräche.

Unser Corporate Social Responsibility Projekt, in welches ich bereits ab meinem ersten Tag involviert wurde (vgl. dazu diesen Blog-Artikel), soll ausgeweitet werden und wir arbeiten gerade an einem Model, um die zukünftige Zusammenarbeit mit der Social Enterprise zu gestalten. Dafür habe ich an einem Meeting mit den Geschäftsführern der Social Enterprise teilgenommen und ich werde auch ein Teil des Pitches vor unserem FS Partner übernehmen dürfen. Ich freue mich sehr, dass wir als Team einen Teil zu den PwC Circularity Goals 2030 beitragen können.

Über die Weihnachtsfeiertage ist das Büro in Amsterdam geschlossen. Ich werde dann meine Eltern in Strasbourg besuchen. Pünktlich zu Silvester bin ich wieder in Amsterdam, um hier das neue Jahr zu begrüßen.

Niederländische Sprache

Ik spreek een beetje Nederlands. Ik kan kleine praatjes doen en tot honderd tellen. Ik kan in het perfectum praten, maar nor niet in de toekomstig. Das bedeutet, dass ich schon ein bisschen Niederländisch sprechen kann, bis einhundert zählen kann und das Perfekt nutzen kann. Über die Zukunft kann ich (auf Niederländisch) bisher noch nicht sprechen.

Zugegeben fällt mir das Lernen der niederländischen Sprache sehr schwer. Im Museum oder Café kann ich die Niederländer meist verstehen, auch niederländische Texte sind nachvollziehbar. Zum Sprechen fehlt mir oft ein wenig der Mut. Dadurch, dass viele Worte ähnlich klingen und immer wie eine Mischung aus Deutsch und Englisch sind, fällt mir das Einprägen so schwer. Dazu gibt es noch viele „False Friends“, so z.B. gekocht (NL) = gekauft (DE) oder mag (NL) = darf (DE). Oft sieht man hier auf Plakaten auch das Wort huren (NL), was besonders einige meiner Besucher als sehr amüsant bezeichnet haben; das bedeutet hier mieten (DE).

Freizeitgestaltung in Amsterdam

In meinem zweiten Blog-Artikel habe ich geschrieben, dass meine Kollegen und ich das Amsterdam Dance Event zusammen besuchen werden. Gemeinsam haben wir dort in der ersten Reihe die ganze Nacht getanzt. Auch die „Mueseumnacht“ in Amsterdam war eine tolle Erfahrung. Am ersten Samstag im November haben alle Museen bis 2 Uhr nachts offen. Zusätzlich dazu gibt es in jedem Museum besondere Veranstaltungen: von Weinverkostungen, Workshops und Musik ist alles dabei. Ich konnte dabei eine Live-Coding Session im Vondelpark besuchen und habe danach noch eine Arbeitskollegin im Diamenten-Museum getroffen. Das war sehr „gezellig“. Eine genaue Übersetzung gibt es nicht. „Gezellig“ bedeutet einfach, dass man gemeinsam einen schönen Abend verbracht hat.

Auch das A‘DAM Lookout habe ich im November besucht. Das Wetter war dabei typisch niederländisch und unbeständig, sodass die Aussicht leider nicht so schön gewesen ist. Ein Ausflug ist das Lookout dennoch auf jeden Fall wert. Man hat dort  auch die Gelegenheit über den Dächern von Amsterdam zu schaukeln. Zusätzlich habe ich noch den Royal Palace der Königsfamilie besucht. Dieser befindet sich in der Innenstadt von Amsterdam und wird heutzutage von der niederländischen Königsfamilie, zu der König Willem-Alexander und Königin Maxima gehören, zu Repräsentationszwecken und als Gästehaus für Staatsgäste genutzt. Auch das MOCO Museum ist einen Besuch wert. Aktuell werden dort einige Werke des britischen Street-Art Künstlers (oder Künstlerin?) Banksy ausgestellt. Auch das Lieblingsbild der Briten 2017 „Balloon Girl“ ist dort ausgestellt (leider nicht die geschredderte Version).

 

Insgesamt waren es aufregende und interessante zwei Monate in Amsterdam. Ich freue mich jetzt darauf bald meinen kleinen Koffer zu packen und auch meinen Eltern von all meinen Erlebnissen erzählen zu dürfen. Daher wünsche ich allen:

Prettig Kerstfeest en een gelukkig nieuwjaar,

Kim

Stairway Rückblick: Theresa in Rotterdam

Hallo zusammen,

mein dreimonatiges Stairway-Praktikum in Rotterdam neigt sich leider langsam dem Ende zu. Bevor ich mich von Euch verabschiede, möchte ich Euch noch einen Rückblick über meine Zeit hier in den Niederlanden geben.

Mein Stairway-Praktikum

Zum Ende meines Praktikums erinnere ich mich gerne noch einmal zurück: Die Bewerbung für das Stairway-Praktikum schreiben, danach der Auswahltag in Frankfurt und dann endlich der Anruf, dass ich angenommen wurde!

Beim Vorbereitungsworkshop in Hamburg konnte ich die anderen Praktikanten kennenlernen. Dort hat PwC uns über Kulturunterschiede und über das Arbeiten im Ausland geschult. Auch die weitere Planung für mein Auslandspraktikum hat das PwC Stairway Team übernommen.

Dann ging es auch schon Anfang September nach Rotterdam. Dort hatte ich einen direkten Ansprechpartner im ITX-Pie Team. Dieser unterstützte mich bei der Einarbeitung, bei organisatorischen Angelegenheiten während meines Arbeitsalltags oder aber auch bei sonstigen Anliegen. Daneben konnte mich auch jederzeit bei dem Stairway-Team in Deutschland melden.

Zum Abschluss, sobald alle Stairway-Praktikanten 2019/2020 aus ihrem Praktikum zurück sind, gibt es ein Nachtreffen mit allen Teilnehmern. So wird unsere einzigartige Zeit im Rahmen des Stairway-Programms gelungen abgerundet. Ich bin jetzt schon gespannt auf die verschiedenen Erfahrungsberichte!

Sprache

Mitte September begann mein Niederländisch-Kurs. Ich hatte mich an einem Kurs speziell für Deutschsprachige angemeldet. So konnte ich direkt das A2 Niveau erreichen.

Im Lehrsaal wurde nur Niederländisch gesprochen, d.h. unsere Dozentin erklärte und fragte uns auf Niederländisch. Sie zu verstehen fiel mir nicht sonderlich schwer, da die niederländische Sprache doch sehr viel Ähnlichkeit mit unserem westfälischen Plattdeutsch aufweist.

Auch wenn ich dem Unterricht gut folgen konnte und deutliche Fortschritte mit der Sprache machte, war es immer noch schwer meine Kollegen zu verstehen, wenn sie sich schnell auf ihrer Muttersprache unterhielten. Mich im Supermarkt oder auf dem Markt mit meinem Wissen auf Niederländisch zu verständigen, klappte allerdings schon.

Ich bin froh, dass ich mich an dem Kursus angemeldet habe, denn es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Jedoch würde ich empfehlen die Sprache bereits vor einem Auslandsaufenthalt zu lernen, so fällt die Verständigung am Anfang schon ein wenig leichter.

Mein persönlicher Rückblick

Zu meinen absoluten persönlichen Highlights gehört das ITX Event, von dem ich bereits in meinem vorherigen Blog-Eintrag berichtet habe. Zudem hat mir die Natur im Biesbosch Nationalpark bei meiner Kanutour mit einer Freundin besonders gefallen. Auch der Besuch von Kim, der Stairway-Praktikantin aus Amsterdam, hier in Rotterdam war super!

Mein Lieblingsplatz in Rotterdam ist schnell die große Markthalle geworden. Denn dort wird einem eine unzählige Breite von kulinarischen Köstlichkeiten geboten. Neben typisch holländischem Essen, wie Patats, Krokets, Frikandels und Bitterballen, sowie den süßen Poffertjes und Stroopwaffels, bietet die Markthalle auch unter Anderem eine spanische, türkische, portugiesische, indische und asiatische Küche.

Was ich auf jeden Fall vermissen werde, ist die große Auswahl an frischem Käse. Meine Favoriten sind die typischen Gouda Sorten, sowie der „Rotterdamse Oude“. Vielleicht sollte ich lieber noch was mit auf dem Weg zurück nach Deutschland einpacken!

Einen Auslandsaufenthalt – wie das Stairway-Praktikum – würde ich jedem empfehlen! Es ist eine große Herausforderung, aber die Erfahrung lohnt sich. Man lernt über sich hinauszuwachsen und sich an eine neue Umgebung, sowie neuen Situationen anzupassen.

Fachlich bringt mich die Erfahrung im Umsatzsteuer-Team ITX-Pie ebenfalls sehr weiter. Jetzt sehe ich das Umsatzsteuerrecht nicht mehr nur von der deutschen Seite, sondern habe auch Einblicke in das niederländische Umsatzsteuerrecht bekommen. Das wird mir sicherlich in meinem Jurastudium insbesondere im Rahmen meines Schwerpunktes „Steuerrecht“ helfen. Es ist auf jeden Fall ein deutlicher Mehrwert!

Zu guter Letzt

Das Stairway-Programm war für mich auf jeden Fall eine „Opportunity of a lifetime“. Wann bekommt man schon die Möglichkeit im Ausland in einer der weltweit führenden Wirtschafts- und Beratungsgesellschaften reinzuschnuppern und wird dabei noch so sehr unterstützt?

Es war für mich eine einzigartige Möglichkeit Teil eines internationalen Teams zu sein und Praxiserfahrungen im Ausland zu sammeln.

Für diese unvergessliche Zeit möchte ich mich ganz herzlich bei dem Stairway Team von PwC und bei meinen niederländischen Kollegen bedanken!

Auf Wiedersehen!

Eure Theresa

Nǐmenhǎo aus der Metropole Shanghai !

Wahnsinn, nun bin ich bereits fünf Wochen hier in Shanghai – die Zeit vergeht hier einfach wie im Flug!

Bevor ich Euch genaueres von meinem Leben hier vor Ort erzähle, möchte ich mich kurz vorstellen:

Mein Name ist Friederike, ich bin 24 Jahre alt und wohne in der Nähe von Bielefeld. Nachdem ich 2014 mein Abitur gemacht habe, habe ich mich direkt dem deutschen Steuersystem gewidmet und ein duales Studium beim Finanzamt begonnen, welches ich im Sommer 2017 abgeschlossen habe. Anschließend habe ich mich dazu entschlossen, die Finanzverwaltung zu verlassen und ein Zweitstudium aufzunehmen. Seit dem Wintersemester 2017/18 studiere ich nun Jura und arbeite nebenbei an einem Lehrstuhl sowie als Werkstudentin in einer Großkanzlei.

Ankunft in Shanghai

Mein 2,5-monatiges Shanghai-Abenteuer sollte für mich nicht erst auf chinesischem Boden beginnen, sondern bereits am Flughafen in Düsseldorf! Da mein Flug von Düsseldorf nach Frankfurt Verspätung hatte, musste ich über Paris fliegen und bin dann ca. 6 Stunden später als ursprünglich geplant endlich in Shanghai angekommen.

Am nachsten Tag stand für mich dann die Einführungsveranstaltung auf dem Plan. An dieser habe ich gemeinsam mit 12 Chinesen teilgenommen, die ebenfalls ihren ersten Tag bei PwC hatten. Anschließend bin ich mit dem PwC-Shuttle zum Infinitus Tower gefahren. Hierin befindet sich u.a. die Tax-Abteilung von PwC, der auch ich während meiner Zeit hier in Shanghai angehöre. Auf dem Weg dorthin habe ich bei dem Blick aus dem Fenster gefühlt mehr Menschen gesehen, als innerhalb eines Monats in Deutschland. Außerdem durfte ich bereits den turbulenten Straßenverkehr hautnah miterleben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass ich mich nun in einem Land befinde, welches unterschiedlicher als Deutschland nicht sein könnte.

In den ersten Tagen musste ich zudem feststellen, dass man hier mit der englischen Sprache nicht sonderlich weit kommt, weshalb meine Übersetzungsapp sehr schnell zu einem treuen Begleiter von mir geworden ist.

Rückblickend waren meine ersten Tage in Shanghai sehr angenehm. Dies habe ich insbesondere Viktoria zu verdanken, die bereits im August ihr Praktikum begonnen hat und sich somit bereits in der Endphase ihrer Shanghai-Zeit befand. Sie hat mir viele Tipps gegeben, wodurch mir einige Suchaktionen erspart geblieben sind. So hat sie mir beisielsweise Restaurant- und Wochenendtipps sowie einige nützliche Informationen für den Alltag gegeben.

Arbeitsalltag

Bei PwC Shanghai bin ich Mitglied der German Business Group. Diese besteht aus drei Deutschen, welche alle sehr nett und hilfsbereit sind! Mein Arbeitsplatz befindet sich im 11. Stock des bereits oben erwähnten Infinitus Tower.

Hier sitze ich gemeinsam mit meinen chinesischen Kollegen und Kolleginnen des Corporate Tax Teams in einem Großraumbüro. Dadurch, dass sich mein Arbeitsplatz inmitten der anderen befindet, habe ich mich sehr schnell wohl und als zugehörig zum Team gefühlt.

Für gewöhnlich arbeite ich immer von Montag bis Freitag von 8:30 Uhr bis 17:30 Uhr, wovon eine Stunde Mittagspause ist. Diese verbringe ich oft in der Mall, welche sich unten im Tower befindet. Dort gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Restaurants/Essensläden, die überwiegend auch sehr preisgünstig sind. Manchmal gehe ich auch außerhalb des Towers in Xintiandi essen. Hier hat man auch die Möglichkeit westliches Essen zu bestellen, wobei dieses häufig recht teuer ist. In meinen ersten drei Wochen habe ich meine Mittagspausen oft mit Viktoria verbracht. Hin und wieder hat uns auch eine finnische Kollegin begleitet, mit der ich mich nach Viktorias Abreise auch öfters zu zweit für die Mittagspause verabredet habe. Außerdem gehe ich ab und an mit einer chinesichen Kollegin essen, die ich an meinem ersten Tag bei der Einfühurngsveranstaltung kennengelernt habe.

Zu meinen Aufgaben zählte bisher u.a. das Schreiben von kleineren Artikeln für den China Compass. Hierbei handelt es sich um ein Magazin, welches 3-Mal jährlich von PwC Deutschland herausgegeben und veröffentlicht wird und Artikel von PwC Mitarbeitern über aktuelle Themen rund um China beinhaltet. Wer sich insbesondere für internationales Steuerrecht interessiert, sollte hier mal einen Blick reinwerfen!

In meiner dritten Woche fand das sog. CFO-Briefing statt, an welchem ich mit allen Mitgliedern der GBG teilgenommen habe. Zu dieser Veranstaltung werden immer CFO’s deutscher Unternehmen eingeladen, die von der GBG betreut werden. Dieses Mal ging der Fachvortrag um das Thema „Third Party Management“, welchem die Unternehmensvertretern bei einem Frühstück genüßlich zuhören konnten. Vorgetragen wurde auf Englisch, da neben den deutschen Teilnehmern auch viele nicht-deutschsprachige Teilnehmer dabei waren.

Neben der Pflege/Betreuung verschiedener Datenbanken habe ich z.B. auch eine Übersicht über die aktuellen Umsatzentwicklungen aller GBG-Mandanten entworfen, welche wir, die GBG, gemeinsam bei unserem GBG-Meeting analysiert haben. Das GBG-Meeting findet einmal im Monat statt und dient vorrangig dazu, aktuelle Themen, Probleme und To-Do’s, die rund um die GBG aufkommen, zu besprechen. Neben diesem monatlichen Beisammenkommen habe ich zudem jeden Montag einen Jour Fixe mit meinem Betreuer Steve. Hierbei sprechen wir durch, welche Aufgaben und Themen demnächst für mich anstehen. Auch ich kann Viktorias Worte in ihrem Blogeintrag nur bestätigen und ebenfalls sagen, dass sich alle Kollegen immer Zeit nehmen, um einem aufkommende Fragen zu beantworten!

Freizeit

Mein erstes Wochenende in Shanghai hat am Freitag Abend mit dem jährlichen Teamevent der GBG auf dem Oktoberfest im „Paulaner“ begonnen. Neben den drei GBG-Mitgliedern und deren Familien war auch die Praktikantin Viktoria mit dabei. Es war ein toller Abend, der meine erste Arbeitswoche schön ausklingen lassen hat und gleichzeitig ein gelungener Start in mein erstes Wochenende war.

An meinen ersten Wochenenden hier hatte ich, anders als erwartet, super Wetter mit strahlend blauem Himmel bei 25-28 Grad! Daher hatte ich umso mehr Lust, möglichst viel von Shanghai zu erkunden und durch die Gegend zu laufen. Zunächst habe ich erstmal die typischen Hotspots abgeklappert. So war ich beispielsweise am Bund und habe mir die faszinierende Skyline angeschaut, welche abends noch schöner ist, da die Gebäude dann alle bunt beleuchtet sind und eine Lichtershow stattfindet. Außerdem war ich u.a. noch im Yu Garden, in Xintiandi und bin durch die schmalen Gassen Tianzifangs geschlendert. Natürlich stand auch ein Besuch im Jing‘an-Tempel sowie im Jade Buddha-Tempel auf meiner To-Do-Liste.

 

Während meiner Sightseeing-Touren habe ich mich zwischendurch, um weiterhin ausreichend Energie zu haben, immer mal wieder mit chinesischem Essen gestärkt, welches nebenbei gesagt auch (überwiegend) sehr lecker ist! Insbesondere Dumplings kann ich sehr empfehlen! Man muss jedoch dazu sagen, dass viele Gerichte Fleisch oder Fisch enthalten, weshalb sich die Essenssuche hier, falls man Vegetarier/in sein sollte, etwas schwieriger gestaltet.

     

Soo, ich hoffe, ich konnte Euch einen guten ersten Einblick in meine Anfangszeit hier in Shanghai geben! Ich versuche mich so schnell wie möglich zurückzumelden und Euch dann von meinen weiteren Erlebnissen und Eindrücken zu berichten !

 

Bis Bald !

Friederike

Zàijiàn Zhongguo – Goodbye China

Bevor meine letzten Tage in Shanghai anbrechen moechte ich euch noch einmal einen weiteren Einblick in meine Zeit hier in Shanghai geben.

Arbeitsalltag

So langsam heisst es Abschied nehmen. Das zweieinhalbmonatige Praktikum bei PwC China in der German Business Group (GBG) ist so gut wie vorbei. Drei Arbeitstage verbleiben noch und diese sind auch bereits gut verplant. Am kommenden Dienstag findet das CFO-Briefing statt. Zu dieser Veranstaltung sind CFOs deutscher Unternehmen, die von der GBG betreut werden, eingeladen. Das Thema des morgigen CFO-Briefings ist „Third Party Management“. Dabei koennen die Unternehmensvertreter den Fachvortraegen von PwC-Kollegen zu diesem Thema bei einem Fruehstueck zuhoeren und nach der Veranstaltung networken. Unter den Teilnehmern befinden sich einige Deutsche aber es sind auch andere Nationalitaeten vertreten, sodass die Veranstaltung auf englisch stattfinden wird.

Die letzten Wochen habe ich einen weiteren Draft-Artikel fuer den China Compass verfasst, von dieser Fachzeitschrift habe ich bereits in meinem letzten Blogeintrag erzaehlt. Des Weiteren habe ich Praesentationen für diverse Vortraege und Veranstaltungen erstellt. Meine letzte Aufgabe beinhaltet eine steuerrechtliche Recherche, so spannt sich ein Bogen um meine Zeit hier.

Letzte Woche habe ich bereits ein paar Abschiedsmittagessen mit Kollegen gehabt und Donnerstag gibt es dann noch ein letzten Lunch mit den Kollegen der GBG und mit der vor gut zwei Wochen angereisten Praktikantin Friederike.

Freizeit/Reisen

Um an meinen letzten Blogeintrag anzuschließen, berichte ich euch erst einmal von meinem Wochenende in den Yellow Mountains in Huangshan im September. Huangshan ist sehr gut mit dem Schnellzug erreichbar, daher lohnt sich auch ein Wochenendtrip. Anders als in Deutschland wandert man hier Stufen hoch, um die Gipfel zu erklimmen. Manche nehmen auch ein Cable Car. Wir sind natuerlich hochgewandert und haben schon auf dem Weg nach oben tolle und interessante Einblicke bekommen. Ich kann diese Destination sehr empfehlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während der Golden Week (Nationalfeiertagswoche in China) war ich für ein paar Tage mit einer anderen Deutschen und einer chinesischen Kollegin von ihr in Suichang zum Wandern. Dieser Trip war von einer Reiseorganisation (OK Deal Travel) geplant und wir sind mit dem Bus von Shanghai nach Suichang gefahren. Die Fahrt war deutlich länger als geplant, da die Autobahnen durch die vielen Reisenden ueberlastet war. Die Reise dorthin hat sich aber in jedem Fall gelohnt. Interessante und nette Gespraeche ueber China und die Unterschiede zu der eigenen Kultur haben die 3 Tage verfliegen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Golden Week war dieses Jahr besonders, da die Chinesen am 01.10. den 70. Jahrestag der People’s Republic of China gefeiert haben. In Beijing gab es eine grosse feierliche Veranstaltung, die live nachverfolgt werden konnte. Sehr spannend anzuschauen und auch sehr interessant zu sehen, wie patriotisch die Chinesen sind. Die Metrostationen und Strassen Shanghais waren und sind auch immer noch mit vielen chinesischen Flaggen geschmueckt und selbst auf die Skyscraper wurde die chinesische Flagge projiziert. Dieser Patriotismus regt einen Deutschen zum Nachdenken an.

 

Meine naechsten Ausfluege waren Hangzhou, Suzhou, Nanjing und Wuxi. Zum Teil waren das Tagesausfluege zum Teil Ausfluege mit einer Uebernachtung. Obwohl diese Orte nicht sehr weit von Shanghai entfernt liegen und mit dem Schnellzug zum Teil in einer Stunde zu erreichen sind, haben meine Reisebegleitungen und ich einige Fotos mit Chinesen machen duerfen. Anscheinend sieht man dort nicht sehr viele Europaer/“Western People“. Bis auf einige Wenige haben uns die meisten Chinesen auch um eine Fotoerlaubnis gefragt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider ging die Zeit in China viel zu schnell um und wie so viele andere Praktikanten, die vor mir hier waren, waere auch ich gerne noch laenger geblieben, um noch tiefer in die chinesische Kultur und die chinesische Arbeitswelt eintauchen zu koennen. Es war definitiv eine sehr lehrreiche und unvergessliche Zeit hier in Shanghai und ich kann jedem empfehlen eine solche Chance zu nutzen.

Nun bleibt mir nur noch Xiexie (Danke) zu sagen an: Danke an die PwC Deutschland Kollegen fuer die klasse Organisation und Danke an meine PwC China Kollegen fuer die lehrreiche Zeit und die netten und interessanten Gespraeche!

Zàijiàn Zhongguo

 

 

 

 

 

 

 

 

Viktoria