Stairway Rückblick: Anna in Brüssel

Hallo zusammen,

mein Name ist Anna Grahn und ich arbeite momentan in der LoS Assurance in der PwC Niederlassung in Düsseldorf. Hier bin ich dem Bereich Inbound IS Audit zugeteilt. Im Inbound kümmern wir uns um die Prüfung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses und des Konzern-Reporting-Package für Tochtergesellschaften ausländischer Konzerne.

Ich habe damals über die PwC-Facebook-Seite von Stairway erfahren. Da ich unbedingt ein Praktikum im Ausland machen wollte und auch mein Studiengang ein Praktikum vorsah, war ich direkt total begeistert von Stairway und habe mich kurzerhand beworben.

Meine Zeit bei Stairway

Nach ein paar Einführungstagen wurde ich direkt auf verschiedenen Prüfungen eingesetzt und war ein vollständiges Teammitglied. Da ich von Januar bis März in der Brüsseler Niederlassung gearbeitet habe, habe ich die „Busy Season“ komplett miterlebt – dazu gehörten auch lange Arbeitstage mit gemeinsamen Team-Abendessen beim Mandanten. In meiner Freizeit habe ich sehr viel Besuch gehabt. Fast jedes Wochenende kamen Freunde oder Familie und wir haben uns Brüssel oder aber andere belgische Städte angesehen.

Meine Überstunden durfte ich gegen Ende des Praktikums abbauen und habe dann noch einen Kurztrip nach Paris unternommen. Aufgrund der Nähe zu Deutschland gibt es natürlich nicht so viele bemerkbare kulturelle Unterschiede oder Besonderheiten. Allerdings hat Belgien einen großen Vorteil- nämlich die Größe. Ich konnte in den 3 Monaten ganz Belgien sehen und jedes Wochenende einen Kurztrip in eine andere Stadt oder Region machen- das lohnt sich in Deutschland meistens kaum.

Zu meinen persönlichen Highlights gehörte natürlich auch die belgische Küche. Dazu zählten unter anderem die belgischen Pommes und Waffeln!

Nach Stairway

Nach meinem Stairway-Praktikum habe ich noch meine letzten beiden Semester absolviert und dann im März 2017 meinen Abschluss gemacht. Danach ging es für mich noch einmal für knapp 4 Monate privat ins Ausland (dieses Mal nach Südamerika) bevor ich dann im November 2017 in Düsseldorf als Consultant begonnen habe.

Mein Fazit

Auf jeden Fall hat mir Stairway etwas gebracht. Ich habe den PwC-Alltag kennengelernt, meine Sprachkenntnisse ausgebaut und viel unternommen und erlebt in den 3 Monaten in Brüssel. Traut euch, euch zu bewerben! Ich hätte niemals damit gerechnet, dass ich die Chance bekomme, an Stairway teilzunehmen und dann hat es doch geklappt.

Viele Grüße

Anna

 

Abschied aus dem schönen Brüssel

Jetzt ist es auch schon so weit – der letzte Arbeitstag ist vorbei, die Koffer sind gepackt, es ist Zeit sich von dieser wunderschönen Stadt zu verabschieden.

In diesem Beitrag möchte ich euch noch von meinen letzten Eindrücken in Brüssel berichten und ein Fazit zu meinem Stairway-Praktikum ziehen.

Die letzten Wochen in der Prüfung

Mein letztes Engagement war zugleich das Highlight meines Praktikums – nachdem ich bisher bei der Prüfung verschiedener Einzelabschlüsse mitwirken durfte, stand nun die Prüfung des Konzernabschlusses eines großen belgischen Unternehmens auf dem Programm. Diese Prüfung unterschied sich sehr von allem was ich bisher kennen gelernt habe, da nicht die „klassischen EGAs“ abgearbeitet werden, sondern ganz andere Prüfungsschwerpunkte gelten. So habe ich in den letzten Wochen einen tiefen Einblick in die Konsolidierung erhalten und sehr viel Neues gelernt und meine Accounting Kenntnisse entscheidend erweitern können. Besonders spannend war es einen Überblick über den gesamten Konzern zu erhalten und bei kritischen Aspekten sowohl eng mit dem Kunden, als auch mit dem jeweiligen PwC Team das für die Prüfung der Ländergesellschaften zuständig war, zusammen zu arbeiten. Die Arbeitstage waren lang, aber nach erfolgreichem Abschluss zusammen mit den Kollegen die Börsenreaktionen zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses zu beobachten und dem Conference Call des Managements zu folgen, war ein sehr belohnendes Erfolgserlebnis.

Die Sonne scheint!

Trotz anstrengender Prüfungstage habe ich am Wochenende die Sonne genießen können. Keine halbe Stunde von Brüssel entfernt liegt die Studentenstadt Leuven, welche mit zahlreichen Cafés und Restaurants zum Flanieren einlädt. Besonders beeindruckend ist das alte Rathaus im Zentrum, das mit seinen granular ausgearbeiteten Figuren und anderen Details besticht.

Stadthuis in Leuven

Unterwegs in Leuvens Begijnhof

Fazit

Da mein Praktikum nun offiziell vorbei ist, ist es auch an der Zeit ein Fazit zu ziehen. Ich hatte eine sehr spannende und lehrreiche Zeit bei PwC Belgien und bin dankbar für alles, was ich die letzten Wochen erleben durfte. Ich habe in netten Teams arbeiten dürfen und den Prüfungsalltag sowohl bei der Prüfung eines Einzelabschlusses, als auch eines Konzernabschlusses kennen lernen können. Besonders schätze ich, dass man als Praktikant als vollwertiges Teammitglied gesehen wird und anspruchsvolle Aufgaben übertragen bekommt. Dadurch konnte ich mich entscheidend weiterentwickeln und professionell sehr von diesem Praktikum profitieren.

Brüssel als Ziel für sein Auslandspraktikum zu wählen kann ich jedem nur empfehlen. Auch wenn beliebte Ziele wie Asien oder Amerika im ersten Moment exotischer und aufregender klingen, bin ich doch extrem froh die Erfahrung gemacht zu haben, in einer offenen Weltstadt wie Brüssel zu leben und zu arbeiten. Und auch wenn die belgische Kultur der deutschen nahe ist, so ist der Alltag hier in Brüssel doch deutlich anders als man es von zuhause kennt, siehe meine Erfahrungen zur sprachlichen Vielfalt, und die „süße Seite Belgiens“ von Waffeln bis zu Pralinen versüßen die Eindrücke in Brüssel und so manchen Regentag.

In diesem Sinne bin ich sehr froh, Teil des Stairway-Programms gewesen zu sein und diese einmalige Chance bekommen zu haben, ein Auslandspraktikum in der Wirtschaftsprüfung in Belgien zu absolvieren. Während meiner Zeit hier ist mir Brüssel wirklich sehr ans Herz gewachsen und ich kann jedem nur empfehlen: bewerbt euch und nutzt diese einmalige Gelegenheit!

Abschied aus Brüssel – ich kann jedem nur ans Herz legen die Chance, diese tolle Stadt zu entdecken, Belgien zu bereisen und den Arbeitsalltag in der Prüfung im europäischen Ausland kennen zu lernen, zu nutzen!

Audit, Witlof und die EU zum Anfassen

Kaum zu glauben, aber die Hälfte meines Praktikums in Brüssel ist tatsächlich schon vorbei! Die letzten Wochen waren voll von langen aber spannenden Prüfungstagen, begleitet von vielen kleinen und großen Portionen Pommes zu Mittag und tollen Wochenendausflügen. Im Folgenden nehme ich euch nochmal mit auf einen kleinen Rückblick über die erste Hälfte meines Praktikums.

Audit, Audit…Audit!

Unter der Woche ist das Motto tatsächlich Audit, Audit, Audit! Die Tage in der Busy-Season sind lang, aber dafür auch extrem spannend und lehrreich. So konnte ich in den letzten Wochen bei der Prüfung von zwei weiteren großen internationalen Unternehmen mitwirken. Die belgischen Kollegen sind sehr hilfsbereit und integrieren Praktikanten super ins Team. Es wird auch sehr darauf geachtet, dass ich einen breiten Einblick in die Prüfung bekomme: bei jedem Mandanten bekomme ich EGAs zugeteilt die ich vorher noch nicht bearbeitet habe und kann mich so perfekt weiterentwickeln. Was das Praktikum hier in Brüssel von vorangegangenen Praktika unterscheidet: eine Umgewöhnung an eine neue Tastatur am Laptop ist nötig (die Buchstaben sind hier in Belgien komplett anders angeordnet) und es ist ganz normal sich auf 3 Sprachen gleichzeitig zu unterhalten. Da die Kollegen aus verschiedenen Regionen Belgiens stammen spiegelt sich diese Vielfalt auch in der Arbeit wider und es wird auf Französisch und Holländisch diskutiert, für den Audit jedoch auf Englisch dokumentiert. So bietet ein Praktikum in Brüssel nicht nur einen tiefen Einblick in die Prüfung als vollwertiges Teammitglied, sondern auch als netten Nebeneffekt ein Vertiefen bzw. Erlernen von mehreren Sprachen. Im Allgemeinen ist die belgische Arbeitswelt der deutschen jedoch nicht so weit entfernt. Die belgischen Kollegen arbeiten sehr strukturiert und ordentlich, Attribute die wir uns in Deutschland vermutlich auch auf die Flagge schreiben würden. Einen ganz klaren Unterschied stellt die Mittagspause dar, genauer gesagt das Essen das in der Mittagspause auf den Tisch kommt. Pommes sind auf jeden Fall täglich dabei und letzte Woche durfte ich auch die Bekanntschaft mit zwei weiteren Gerichten machen: Hähnchenbrust mit Apfelmus und Witlof im Schinkenmantel mit Bechamelsauße – sehr beliebte Gerichte in Belgien.

 

Brüssel – das pulsierende Herz Europas

Die letzten Wochen habe ich nochmals dazu genutzt Brüssel als Stadt besser kennen zu lernen. Neben dem typisch belgischen Wetter mit grauen und verregneten Tagen ist auch endlich die Sonne zum Vorschein gekommen und so habe ich letztes Wochenende nochmal für einen Stadtrundgang genutzt und um das Europaviertel genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Europäische Kommission und das Parlament kann man als „Tourist“ zwar nur von außen bewundern, doch das Museum des europäischen Parlaments „Parlamentarium“ lädt ein Stunden dort zu verbringen. Es ist sehr interaktiv gestaltet und bringt den Weg zu der EU wie wir sie heute kennen näher. In fußläufiger Entfernung befindet sich auch die berühmte Maison Antoine, die angeblich beste Frittenbude Brüssels, in der sich auch schon Angela Merkel ihre Portion Pommes während eines Aufenthalts in Brüssels geholt haben soll. Nach einer großen Portion Pommes mit Tartarsauße kann ich bestätigen, dass sich ein Besuch hier lohnt!

 

Zwar nicht von der Maison Antoine, aber um zu zeigen was passiert wenn man in Belgien eine kleine Portion Pommes bestellt…

Europäische Kommission

Platz vor dem Europäischen Parlament

Neben Erkundungstouren in Brüssel selbst, habe ich auch einen Ausflug ins benachbarte Mechelen unternommen. Mechelen ist ein kleines romantisches Städtchen das zu Spaziergängen einlädt und mit grandioser Architektur belohnt.

Mechelen

Ich freue mich schon auf die zweite Hälfte meines Praktikums und hoffe, dass ich einen kurzen Einblick in Leben und Arbeiten bei PwC in Brüssel geben konnte.

Bonjour und goede dag aus Brüssel!

Mein Name ist Stefanie, ich studiere derzeit im Mannheim Master in Management mit Schwerpunkt Accounting an der Universität Mannheim und bin eine der glücklichen Teilnehmer/-innen des Stairway-Programms im Bereich Assurance.

Ein erster Eindruck des Arbeitsalltags

Vor zwei Wochen ging es für mich los nach Brüssel und seitdem ist die Zeit wie im Flug vergangen.

Zu Beginn des Praktikums wurde ich von PwC Belgien herzlich mit einem Welcome Day für alle neuen Praktikanten und Einsteiger empfangen. Die anschließenden drei Tage waren für einen Crash Kurs Audit reserviert. Dieser Crash Kurs war sehr hilfreich um einen grundlegenden Einblick in die Prüfung in Belgien und unterstützende IT Systeme zu bekommen.

Danach ging es auch direkt zu meinem ersten Engagement, einem großen deutschen Autobauer. Was mir besonders gut gefällt bisher, ist dass man von Tag 1 voll und ganz ins Team eingebunden wird und Verantwortung übertragen bekommt. So konnte ich, auch dank Crash Kurs, ohne vorherige Audit Erfahrung direkt mit einsteigen und selbstständig arbeiten.

Brüssel erkunden und Belgien entdecken

Sowohl im Büro als auch in der Stadt springt einem direkt die Sprachgewandtheit der Belgier ins Auge. Munter und auf faszinierende Weise wird auf Französisch und Holländisch im ständigen Wechsel kommuniziert, da beide offizielle Sprachen in Belgien sind.

Das erste Wochenende habe ich genutzt Brüssel etwas besser kennen zu lernen. Die Stadt hat so einiges zu bieten, vom Grand Place bis zum Atomium und dem Europaviertel. Auch kulinarisch hat mich Brüssel überzeugt: die leckeren Brussels Waffles gibt es in allen Varianten an jeder Ecke und die belgischen Pommes mit Tartarsoße sind unschlagbar.

Brüssel ist auch ein toller Ausgangspunkt für Ausflüge nach ganz Belgien. Das belgische Zugnetz ist sehr effizient und gut ausgebaut, sodass man in 40 min bereits in Gent und wenige Minuten mehr in Brügge oder Antwerpen ist. Deshalb habe ich an meinem zweiten Wochenende beschlossen, auch diese Städte zu erkunden und war besonders beeindruckt von der wunderschönen und geschichtsträchtigen Stadt Gent.

Blick auf Brüssel vom Mont des Arts

Grand Place in Brüssel

Der berühmte Manneken Pis

Belgische Waffeln

 

 

 

 

 

 

Gent

 

Ich hoffe ich konnte euch einen ersten Einblick in die Arbeit und Freizeit während meines Stairway-Praktikums in Brüssel geben. Ich bin jetzt schon gespannt was die nächsten Wochen noch mit sich bringen.

Viele Grüße,

Stefanie

Der ganz normale Prüfungswahnsinn

Hallo ihr Lieben! Nun habe ich bereits den Grossteil meines Praktikums hier in Brüssel absolviert. Und ich bin mir sicher, ihr seid neugierig, wie sich der ganz normale Arbeitsalltag hier gestaltet. Welche Aufgaben bekommt ihr übertragen? Was erwarten die Kollegen von euch? Wie sind “die Belgier” eigentlich so? Was sind die Unterschiede zum Prüfungsalltag in Deutschland?

Daher will ich euch heute einen Einblick geben. Falls noch Fragen offen bleiben – schreibt mir einfach!

Am besten beginne ich vom Anfang an. Meine erste Arbeitswoche habe ich zusammen mit einem Dutzend anderen Praktikanten im Headoffice in Brüssel verbracht. Dort haben wir drei Tage lang verschiedene Prüfungszenarien durchgespielt und uns mit Aura – dem PwC Prüfungstool – vertraut gemacht.

 

Ungewohnt war für mich, dass wirklich die gesamte Prüfung in Englisch dokumentiert wird. Ich dachte zunächst, das sei nur in Belgien so, da man immer mit der Sprachbarriere zwischen Wallonen und Flamen zu tun hat. Doch Kollegen aus Frankreich und Griechenland haben mir versichert, dass wir Deutschen die odd-ones-out sind. Der Rest der Welt scheint komplett in Englisch zu dokumentieren.

Als foreigner habe ich das natürlich sehr zu schätzen gelernt. Und ich finde, man bemerkt auch, dass hier wesentlich mehr Mitarbeiter im Rahmen eines Secondments in den Teams sind. Viele von ihnen bleiben dann und tragen so zu einer sehr vielfältigen PwC-Belgium-Gemeinschaft bei. Das geniesse ich.

Wo wir schon bei Mobilität sind: Da macht den Belgiern niemand etwas vor. In Deutschland habe ich während der Arbeit in der Wirtschaftsprüfung oft in Hotels übernachtet und war über die Hälfte meiner Zeit mit dem klassischen Prüferkoffer unterwegs. Das kommt in Belgien selten vor. Dadurch, dass das Land realtiv klein ist und jeder Mitarbeiter einen Firmenwagen besitzt, fährt man jeden morgen zum Client und abends auch wieder zurück. Selbst, wenn man so drei oder vier Stunden pro Tag auf der Strasse verbringt. Diese Zeit würde aber niemand als Arbeitszeit ansehen. Hier ist das normal.

Auch ist es keine Besonderheit, mal eben für einen Tag in Amsterdam bei der Prüfung auszuhelfen. Viele meiner Teamkollegen wohnen in Antwerpen oder Ghent und haben doch den Grossteil ihrer Klienten in Brüssel.

Was die Erwartungen an euch als Praktikant/in betrifft, könnt ihr sehr entspannt sein. In Belgien ist es nicht üblich, so viele Praktika zu absolvieren wie wir es in Deutschland neben der Uni tun. Daher bin ich überall auf Begeisterung gestossen, wenn ein VLOOKUP in Excel kein Problem für mich war und mich niemand zu einem Gespräch mit dem Kunden begleiten musste.

Was den Kollegen wichtig ist, ist eine präzise Dokumentation. Hier hat es mir viel geholfen; die Person, die mein EGA reviewen sollte einfach zu fragen, wie sie sich manche Dinge vorstellt. Dabei bin ich immer auf offene Ohren gestossen und habe oft hilfreiche Tipps bekommen.

Das ist generell mein Tipp an euch: Stellt jede Frage, die euch in den Sinn kommt! Und fragt sofort, wenn ihr etwas nicht versteht. Ein Manager vergisst nach vielen Jahren Berufserfahrung, dass du als Nicht-Belgier bei der Frage ob du schon einmal in einem pp&e-EGA gearbeitet hast nur deswegen verwirrt schaust weil du nicht weisst, wofür die Abkürzung steht.

Wichtig ist es auch, klar nein zu sagen, wenn ihr mal keine Kapazität für ein weiteres EGA habt. Klar will man kurz vor der Deadline dem Team so viel wie möglich helfen und zeigen, dass sie sich auf dich verlassen können. Und wie ihr in meinen vorherigen Blogs lessen könnt, habe ich auch einige Male unser Zimmer erst verlassen, als die Strassen in Brüssel frei von Verkehr waren… 😉 Ich muss zugeben, es fühlte sich anfangs komisch an, an ruhigeren Tagen um 18 Uhr aufzustehen und zu gehen, obwohl man weiss, dass das Team noch einige Stunden bleiben wird. Doch keiner meiner Manager hat das je für anstössig befunden. Im Gegenteil – oft vergessen sie einfach im Stress dich heimzuschicken und sind dann froh wenn sie wissen, du kümmerst dich selbst darum.

Räumt man diese Verständigungsprobleme von Anfang an aus dem Weg und kommuniziert klar, dann macht es viel Spass hier zu arbeiten.

Wenn ich heute ein Resüme ziehe, dann kann ich sagen, dass ich in meiner Zeit in Brüssel gewachsen bin. Persönlich und fachlich. Und das ist genau, was ich mir von Stairway erhofft habe.

Im Land der Comics

     

Mein erstes Frühlingswochenende in Belgien stand ganz im Zeichen der zahllosen Comicfiguren und Wandmalereien in der Hauptstadt. Sie sind in Brüssel an den unterschiedlichsten Orten zu finden.

 
Ich hatte Besuch von meinen Mädels von zu Hause. Und prompt durften wir den ersten sonnigen Frühlingstag in Brüssel dieses Jahr erleben. Daher beschlossen wir den Comic-Walk durch die Stadt abzulaufen.

 

Es gibt eine Karte mit allen Comiczeichnungen und Skulpturen in der Stadt, der man zu Fuss folgen kann. Die haben wir uns nach einem leckeren Frühstück bei der Touristeninformation abgeholt und machten uns auf den Weg.

Die Strecke führte uns an den unterschiedlichsten Comic-Scenen vorbei. Oft sind ganze Hauswände bemahlt. Das brachte uns immer wieder zum staunen.

Comics geniessen in Belgien einen hohen Stellenwert. Sie prägen die Identität des Landes und besonders der Hauptstadt. Ihre hohe Bedeutung liegt auch an der sprachlichen Teilung des Landes. Die Menschen haben schon früh bemerkt, dass man sich über Bilder auch über Sprachbarrieren hinweg verständigen kann.

Die Erfolgsgeschichte der Comics beginnt um 1920 mit Hergé. Er zeichnete unter anderem Tim und Struppi. Aber auch die Schlüpfe (Peyo) und Gaston (Fanquin) entstanden im 20. Jahrhundert in Belgien.

Wenn euch die Geschichte der Comics interessiert dann ist das Comicmuseum in Brüssel ein Must-See für euch. Hier wird die Entstehung dieser Kunst mit vielen Originalskizzen erklärt. Aufgelockert wird das Programm durch viele kleine und gross Plastikfiguren verschiedenster Comichelden. Wir konnten uns nur schlecht zusammenreissen und nicht mit jeder Figur ein Foto schiessen.

Wieder in den Strassen der Stadt gab es dann noch mehr Zeichnungen zu entdecken. Ich kann euch hier garnicht alle Malereien zeigen. Aber umso besser – dann bleibt noch viel für euch zu entdecken, wenn es euch einmal nach Brüssel verschlägt ;).

Natürlich nutzten wir unseren Spaziergang auch um bei jeder Gelegenheit das verführerische Waffelangebot zu testen und viel zu viele Pralinen zu probieren. Nach drei Stunden auf Achse waren wir dann sehr froh herzhafte belgische Pommes zu Abend zu essen und den Sonnenuntergang im Parc de Quinquantaire zu geniessen.

A tot ziens!

 

 

 

 

 

Brügge, Pralinen, Strand und Meer – In einer Stunde von der Grosstadt an den Strand

Nachdem es in den letzten Tagen langsam etwas wärmer wurde, habe ich mich entschieden, mein Wochenende am Strand zu verbringen. Belgien hat über 70 Kilometer Nordseeküste zu bieten, die man sich nicht entgehen lassen darf.

Meine Reise began am Samstag Morgen mit dem Zug. Das ist im Gegensatz zu Deutschland absolut nicht teuer. Unter 26 Jahren zahlt man hier pro Fahrt im Inland nur 6€ – egal wie lang die Strecke ist.

Zur Stärkung habe ich mir an einem der vielen Baguette Verkäufe ein Baguette belegen lassen. Die Belgier zelebrieren die Zubereitung Ihrer Baguettes. Man kann zwischen verschiedenen Brotsorten und Aufstrichen wählen und kann sich ganz individuell aussuchen welchen Belag man sich wünscht.Gewürzt wird nicht mit Salz sondern natürlich mit getrockneten Tomaten oder Rucola. Ich habe mich für Camembert mit Honig und Apfel entschieden und für mein Frühstück gerade einmal 3€ bezahlt.

Frisch gestärkt kam ich dann nach einer guten Stunde in Brügge an. Die Stadt ist sehr kompakt und kann daher wunderbar zu Fuss erschlossen werden. Nach einem kurzen Check in in meinem Airbnb habe ich erst einmal im Rahmen einer Free Walking Tour die Stadt erkundet. Unser Guide hat Geschichte studiert und kannte sich daher bestens aus.

 

Brügge lebte früher vom Handel und seinem Hafen. Dieser war der südlichste Hafen der deutschen Hanse und bescherte der Stadt hohe Steuereinnahmen und Wohlstand.

Eines der meistabgesetzten Handelsgüter war – wie so oft in Belgien – Bier. Nachdem durch Klimaeinflüsse der Zugang zur Nordsee jedoch versandete, blieben die Brügger auf Ihrem Bier sitzen und tranken es fortan selbst. Das führte zu einer enorm hohen Rate an Alkoholabhängigen und brachte Brügge einen Ruf ein, den viele Belgier noch heute gerne betonen. Das Brügger Bier „De Brugse Zot“ – was so viel bedeutet wie der Spinner aus Brügge – schmeckt dafür aber umso besser ;-).

Auf unserem Spaziergang durch die Stadt konnten wir an jeder Ecke schmale Grachten und Brücken entdecken. Nicht ohne Grund wird Brügge das Venedig des Nordens genannt.

Nach zwei Stunden im Freien hatten wir alle dann etwas Wärme nötig. Hier bieten sich die zahllosen Pralinenshops an.

Oft wird im Geschäft live aus Kakaobohnen Schokolade hergestellt und man kann – nur durch eine Glasscheibe vom Chocolatier getrennt – sehen, wie die kunstvollen Pralinen entstehen. Natürlich musste ich auch ein paar der sündhaft teuren Stücke erwerben – doch ich sollte es nicht bereuen.

Den Abend liess ich dann ganz belgisch bei Pommes und Kriek (mein neues Lieblingsbier mit Kirschgeschmack) ausklingen. Ein Highlight des Nachtlebens in Brügge ist sicherlich die „Beer-Wall“.

Der Eingang zum gleichnamigen Café in Brügge ist links und rechts gerahmt von einer dutzende Meter langen Wand aus verschiedenen belgischen Bieren und natürlich den passenden Gläsern. Einfach beeindruckend!

Sonntags war es dann soweit! Es ging an den lange ersehnten Strand. Von Brügge sind es mit dem Zug nur noch 30 Minuten. An der Küste angekommen kann man die sogenannte Kusttram nehmen und sich auf der längsten Tramstrecke Belgiens einmal komplett vom nördlichsten Ort an der Küste bis kurz vor die Französische Grenze fahren lassen. Die Strecke führt dabei immer am Meer entlang.

An einigen der zahlreichen Stops stiegen wir aus und liefen die letzten Meter zum Meer. Um diese Jahreszeit ist es hier noch unglaublich ruhig. Daher waren wir meistens die einzigen am Strand.

In den Dünen gönnten wir uns dann ein kleines Picknick und probierten die gestern erstandenen Pralinen. Von Basilikum bis Himbeere-Zitronengras schmeckte jede einzelne köstlich!

Und die Aussicht auf weitläufige Sanddünen tut dann ihr übriges.

Brügge, ik zie je graag!

 

 

 

 

 

 

Why would you go to Brussels? Here´s why!

„Why did you choose Brussels?“ … Wenn ich an meine ersten Tage hier in Brüssel zurückdenke, dann ist das sicher die Frage, die mir am öftesten gestellt wurde. Und wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen, I didn’t ;). Es hat sich nach Problemen mit dem Visum für meine eigentliche Destination ergeben, dass mir das Stairway-Team Brüssel als Aternative angeboten hat. Das Leben ist eben wie eine Schachtel Pralinen, wusste schon Forest Gump. Man weiß nie was man bekommt, aber ich wollte es unbedingt ausprobieren!

Dann ging alles ganz schnell. Innerhalb von nicht mal zwei Wochen hatte ich meinen neuen Vertrag, eine Adresse, Flugtickets und vier Ziffern zum Safe mit meinen Schlüsseln. Und Pralinen sollte ich in Belgien jede Menge finden.

Am 31.Dezember ging es los. Vom Flughafen Zaventem im Nordosten der Stadt bin ich in den Bus zu meiner Wohnung gestiegen. Die Fahrt hat mich schnell mit einer der Hauptcharakteristika Brüssels vertraut gemacht: Brüssel hat den dichtesten Straßenverkehr Europas und sicherlich auch einen der anspruchsvollsten. Sei es als Autofahrer oder Passagier im öffentlichen Nahverkehr. Nach 25 Minuten stand ich also glücklich aber mit jeder Menge blauen Flecken von der rabiaten Busfahrt vor meinem neuen Zuhause. PwC stellt euch eine eigene Wohnung im Viertel Evere. Sie liegt nur wenige Kilometer vom Office entfernt und ist mit dem Bus auch super an das Stadtzentrum angebunden.

Mitbringen braucht ihr außer Kleidung absolut nichts. Hier ist an alles gedacht worden. Die Wohnung ist möbliert, besitzt eine voll ausgestattete Küche mit Spülmaschine, es gibt ein Bügelbrett, Bügeleisen, Handtücher und – daran habe ich mich bis heute noch nicht gewöhnt – sie wird regelmäßig von einer Reinigungskraft in Schuss gebracht!

Am selben Tag habe ich mich sofort auf die Suche nach einem Supermarkt gemacht, um noch vor Ladenschluss meinen Kühlschrank füllen zu können. Die größten Ketten hier sind Coloryt, Delaize und Carrefour und sie haben alle eines gemeinsam: Lebensmittel und Drogeriewaren in Belgien sind teuer. Ihr dürft grob das Doppelte bis Dreifache des deutschen Preises erwarten. Dafür haben viele von ihnen auch sonntags offen. Wenn man etwas weiter läuft finden sich aber auch bekannte Marken wie Aldi und Lidl mit etwas billigeren Preisen. Zurück in der Wohnung blieb gerade noch Zeit, den Koffer auszupacken, bevor es zum Jahreswechsel in die Innenstadt ging. Die Fahrt zum Gare Centrale dauert nur 25 Minuten. Einzeltickets kann man direkt beim Busfahrer kaufen. Es lohnt sich aber, sich an einer der großen Stationen eine sogenannte Mobib Karte ausstellen zu lassen. Damit spart ihr fast 50% des Preises. Sie kostet 5€ und ist wiederaufladbar. Wenn ihr sie personalisieren wollt, nehmt ein Passfoto mit, das braucht ihr auch bei derRegistrierung im Rathaus. Vom Bahnhof erreicht man innerhalb weniger Minuten zu Fuß das Stadtzentrum. An Wochenenden könnt ihr hier einfach dem verführerischen Duft der belgischen Waffeln bis zum Grand Place und Manneken Pis folgen. Die vielen kleinen Gassen sind voll mit Waffelständen, Bars, Pommesbuden und Restaurants. Hier findet man immer einen Grund, sich etwas zu gönnen!

Mit dem Neujahrsfeuerwerk am Grand Place begannen dann meine drei Monate im Audit bei Pwc in Brüssel. Die ersten drei Tage im Office bestanden aus einer allgemeinen Einführungsveranstaltung und zwei Tagen Audit Crash Kurs für alle Trainees. Hier durfte ich mich mit dem belgischen Kontenrahmen, dem Rekeningstelsel, der azerty – Tastatur des Laptops und den wichtigsten Prüfungsroutinen vertraut machen. Da alle neuen Mitarbeiter aus ganz Belgien zur Einführung nach Brüssel eingeladen werden, konnte ich gleich in den ersten Tagen Kontakte mit Trainees aus ganz Belgien knüpfen.

Alle Workshops und Präsentationen werden auf Englisch gehalten. Auch die Dokumentation der Prüfung findet vollständig in Englisch statt. Untereinander diskutieren die Kollegen zwar am liebsten in ihrer eigenen Sprache, sie sind es aber durch die sprachliche Teilung des Landes gewohnt, ständig zwischen drei Sprachen zu wechseln und sprechen alle ausgezeichnetes Englisch. Das habe ich besonders am Anfangen sehr genossen, da ich weder Französisch noch Flämisch spreche. Mittlerweile habe ich aber Gefallen an meinem „permanenten Sprachkurs“ gefunden und verstehe immer mehr der Flüche wenn Excel einmal wieder abstürzt. Bei meinem ersten Mandanten war dann aber ich es, die für alle übersetzen durfte. Denn ich wurde bei einem deutschen Autobauer eingesetzt und durfte sofort voll mitarbeiten. Die Woche dort verging wie im Flug. Ich hatte das Glück, dass mich mein Senior jeden Tag schon um 17:00 nach Hause geschickt hat, damit ich noch etwas von der Stadt erkunden kann. Die echte „busy“ wie die Kollegen hier die busy season mit einer Mischung aus Begeisterung und Respekt nennen, erlebte ich ab der dritten Woche. Ausgestattet mit einem schicken Firmenwagen fuhr ich vor Sonnenaufgang ins Büro, betrachtete den Sonnenuntergang gemeinsam mit ihnen durch die Glasscheibe unseres Arbeitsraumes und fuhr im Dunkeln wieder zu meiner Wohnung. Da das Team aber super nett und hilfsbereit ist und auch am stressigsten Tag noch Zeit für Witzeleien bleibt, kamen mir die Tage wesentlich kürzer vor.

Die Wochenenden geniesse ich dafür umso mehr. Den kalten Januar habe ich vollständig Brüssel gewidmet und die Stadt erkundet. Sie bietet auf kleinem Raum unglaublich viele Museen, Parks, Ausstellungen und Veranstaltungen.

Natürlich durfte dabei ein Besuch beim kleinsten Wahrzeichen der Stadt nicht fehlen. Dabei habe ich durch Zufall entdeckt, dass Manneken beinahe jedes Wochenende zu Ehren einer bestimmten Gruppe in deren Tracht gekleidet wird. Seitdem ist es zu einem Ritual – und einer Ausrede für eine Waffel mit reichlich Obst, karemelisiertem Zucker und Schokolade – geworden, jede Woche einmal nach dem kleinen Mann zu sehen und eine seiner über 800 Verkleidung zu bewundern.

Um den Ursprung des Brunnens mit dem pinkelnden Männchen ranken sich viele Geschichten. Einige sagen, er soll mit Hilfe seines gezielten Wasserstrahls die brennende Lunte einer für den Grand Place bestimmten Bombe gelöscht haben. Meine Lieblingslegende ist jedoch folgende: Bei dem Jungen handelt es sich um Herzog Gottfried III von Löwen, als dieser zwei Jahre alt war. Nach dem Tod seines Vaters war er Herrführer geworden. Doch der Junge war zu klein, um eine Schlacht anzuführen. Daher setzten ihn seine Truppen in einem Korb und hängten diesen an einen Baum nahe der Stadtmauer. Als sich die Schlacht gegen sie wendete und die feindlichen Truppen bis unter diesen Baum in Richtung Stadtmauer vorrückten, fasste sich der Junge ein Herz und pinkelte dem Gegner auf den Kopf. Das beflügelte die Moral seiner Männer, die schließlich die Stadt verteidigen konnten. Aber auch ansonsten is der kleine Mann ein Allround-Talent. Er trägt am Welt-Aids-Tag ein Kondom und pinkelt an besonderen Festtagen Bier.

Damit sind wir schon beim nächsten Highlight der Stadt. Das belgische Bier. Da die Belgier kein strenges Reinheitsgebot haben, hat sich eine unglaubliche Vielfalt an verschiedenen Geschmacksrichtungen entwickelt. Vom traditionellen Trappistenbier, das innerhalb oder in unmittelbarer Nähe der Mauern eines Trappistenklosters unter Aufsicht von Trappisten gebraut werden muss und dessen Absatz immer zu einem Teil sozialen Zwecken zugutekommt über das legendäre Delirium bis zu Sorten mit Kirschgeschmack ist für jeden etwas dabei. All das sind nur die ersten Eindrücke aus dieser multikulturellen Stadt, die nicht einmal drei Wochen gebraucht hat, um mich von sich zu überzeugen. Von weiteren Details und versteckten Highlights abseits der Touristenpfade berichte ich schon bald in meinem nächsten Eintrag.

Vele Groeten

Kathrin

 

Viele Grüße aus Berlin!

Mittlerweile bin ich schon über drei Wochen wieder zurück in Berlin. Der Umzug ist geschafft und so langsam hat alles wieder seinen gewohnten Platz in unserer alten Wohnung eingenommen. Ich habe viele meiner Freunde wiedergetroffen und auch das Semester hat bereits angefangen.

Meine letzten Tage in Brüssel wurden leider von den schrecklichen Terroranschlägen am Flughafen und in der U-Bahn Station überschattet. Die Nachricht erschütterte meine Kollegen und mich zutiefst und ließ mich mit einem betrübten aber zugleich auch erleichterten Gefühl wieder nach Hause fahren. Dennoch habe ich unglaublich viele schöne Erinnerungen an meine Zeit in Belgien mitgenommen.

Wie schon in meinem letzten Eintrag angekündigt, stand noch ein Besuch des Atomiums auf meiner „Belgien-Liste“. Ich war bereits in meinen ersten Tagen mit dem Bus daran vorbeigefahren und konnte es mir leider nicht näher ansehen, da es in Strömen regnete. Als ich aber wieder einmal Besuch von einer Freundin hatte, war das Wetter perfekt, um dem Bauwerk, das für die Expo 1958 errichtet wurde, einen Besuch abzustatten.

Wenn ihr mal in Brüssel seid, kann ich euch nur empfehlen, zum Atomium zu fahren! Ich habe es mir viel kleiner und weniger imposant vorgestellt, als es in Wirklichkeit ist.

Atomium & Sonne Atomium3 Stadtrand 

Noch mehr Brüssel:

EU-Parlament

EU-Parlament

EU3

Einfach unverzichtbar ist auch der Genuss von Moules frites- dem Nationalgericht des französischen Teils von Belgien- und durfte an meinem letzten Wochenende auf keinen Fall fehlen!

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In den drei Monaten in Belgien habe ich unglaublich viel dazugerlernt – sei es fach- oder Excel-bezogen, meine Englischkenntnisse betreffend oder aus einem sozialen und kulturellen Blickwinkel betrachtet.

Besonders interessant war es, dass ich bei verschiedenen Mandanten eingesetzt war und somit sehr unterschiedliche Zuständigkeiten hatte. Ich war Mitglied von großen und kleinen Prüfungsteams, habe bei Prüfungen nach Belgian GAAP, IFRS und US GAAP mitgewirkt und durfte sogar Teil des Teams sein, das mit der Prüfung des größten Klienten von PwC Belgien betraut ist.

Mir war ein Coach zugeteilt, der bei meinem längsten Mandat zudem regelmäßig vor Ort war. Dies ermöglichte es mir, Fragen persönlich zu stellen sowie Organisatorisches zu klären.

Ich wurde jederzeit freundlich aufgenommen und habe viele nette Menschen kennengelernt!

Ich wünsche allen zukünftigen Stairway-Praktikanten, dass sie eine genauso unvergessliche Zeit haben werden wie ich und möchte mich an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich beim Stairway-Team für die grandiose Organisation und Betreuung während meines Auslandsaufenthalts beDANKEn!

Viele Grüße aus Berlin,

Anna

Brügge, Gent und Meer

Der Vorteil Belgiens ist dessen überschaubare Größe und dass man dadurch jedes Ziel problemlos für einen Tagesausflug in Erwägung ziehen kann.

So kam es, dass ich in den letzten Wochen trotz der „busy season“ einiges erlebt habe.

Unter anderem war eine Freundin aus Berlin zu Besuch.

Unsere Tour hat uns zuerst nach Brügge geführt, circa 1 Stunde von Brüssel entfernt.

Da Brügge nie im Krieg zerstört wurde, fühlt man sich ein wenig wie in eine andere Zeit zurückversetzt oder wie in einem mittelalterlichen Film. Das an diesem Tag sehr trübe Wetter hat die Atmosphäre noch verstärkt.

Der mittelalterliche Stadtkern mit seinen historischen Gebäuden wurde im Jahr 2000 auch von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Brügge

Insgesamt fanden wir die Stadt total beeindruckend und ich kann mir vorstellen, wie schön es erst sein muss, wenn die Sonne scheint.

Brügge 3Brügge 2

Danach haben wir noch einen kleinen Abstecher ans Meer gemacht- die Fahrt dauerte nur weitere 20 min.

Meer ! Meer 2

Als es schon leicht dämmerte erreichten wir schließlicGent 2h Gent – mein Highlight an diesem Tag!

Gerade im Dunkeln ist die Stadt absolut sehenswert, weil viele Gebäude hell erleuchtet sind. Da es mir sehr gut gefallen hat, werde ich mir die Stadt auf jeden Fall noch einmal tagsüber anschauen.

An Ort und Stelle haben wir dann auch zu Abend gegessen und neben Belgischem Bier auch das flämische Nationalgericht „Waterzooi“ probiert.

Eine Art Eintopf mit Gemüse und Huhn.

Gent 1

Auch wenn auf der Arbeit gerade alle sehr viel zu tun haben, ist es Tradition, am letzten Freitag des Monats zu den „last friday drinks“ im Office zu gehen. Dort treffen sich alle PwC Mitarbeiter und es gibt Essen und Getränke.

So habe ich auch die Kollegen der ersten Tage wiedergetroffen und konnte ein bisschen quatschen und die vergangene Zeit Revue passieren lassen.

Eine schöne Tradition, wie ich finde.

Inzwischen habe ich zum 2. Mal den Mandanten und somit auch das Team gewechselt. Sowohl die Unternehmen als auch meine Kollegen waren bisher immer sehr verschieden, sei es persönlich oder die Arbeitsweise betreffend.

Langweilig wird es also unter keinen Umständen und ich lerne eine Menge!