Es war mir eine Ehre, Shanghai!

Ein leider letztes Mal: Hallo aus Shanghai!

Die letzten drei Monate sind für mich wie im Flug vergangen. Jetzt heißt es schon wieder: Koffer packen, Abschied nehmen und in den Flieger steigen. Doch zuvor möchte ich euch noch von meinen letzten Wochen hier in Shanghai berichten.

Arbeit

Nach wie vor unterstütze ich die GBG bei allem was anfällt: Präsentationen werden erstellt, an Proposals mitgearbeitet, chinesische Kollegen bei Fragen zum deutschen Steuerrecht unterstützt. Die Arbeit ist und bleibt abwechslungsreich. Zudem musste ich einige Arbeiten, die ich während meiner Zeit hier angestoßen habe, noch zum Abschluss bringen. Besondere Veranstaltungen, wie beispielsweise das CFOB, haben auf Grund einer kleinen „Sommerpause“ in letzter Zeit nicht stattgefunden.

Freizeit

Wie im letzten Post bereits angedeutet, habe ich an meinen letzten Wochenenden in China auch noch ein bisschen das Land erkundet. Ein Hightlight hierbei war sicherlich Xi’an. Als Hauptstadt der Shaanxi Provinz im nordwesten Chinas hat Xi’an mehrere Highlights zu bieten. So kann man von dort aus in einem Tagestrip den Berg Huashan besteigen, der zu einem der 5 heiligen Berge in China zählt. In Xi’an selbst kann man bei einer Fahrradtour auf der großen Stadtmauer die Innenstadt umrunden. Zudem zählt der Besuch der Terrakotta Armee mit Sicherheit zum Pflichtprogramm bei jedem Xi’an Aufenthalt.

 

 

 

 

 

 

 

In zwei weiteren Aufenthalten habe ich zudem Hangzhou und Zhujiajiao besucht. Die für chinesische Verhältnisse eher „kleinere“ Stadt Hangzhou (ca. 8 Millionen Einwohner) hat mit dem Westlake vor allem landschaftlich einiges zu bieten. Zhujiajiao hingegen ist eine alte Wasserstadt, die von Shanghai aus mit der Metro zu erreichen ist.

 

Fazit

In meinem letzten Post möchte ich mir auch die Zeit nehmen, ein Fazit für das Praktikum zu ziehen. Wie ihr vielleicht in meinen Posts bemerkt habt, habe ich meine Zeit in Shanghai in jeglicher Hinsicht genossen! Die anderen Mitglieder der GBG sind super nett und hilfsbereit, die Aufgaben waren (zumindest überwiegend 😉 ) spannend und vielseitig. Die Kollegen hier haben sich stets alle Zeit genommen, um meine Fragen zu beantworten und Sachverhalte zu erklären. Shanghai selbst ist eine lebenswerte Stadt, multikulturell und vor allem die Möglichkeiten für die abendliche Freizeitgestaltung sind schier unendlich. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal PwC und insbesondere dem Stairway Team für die tolle Organisation danken. Falls jemand mit dem Gedanken eines Auslandspraktikums spielt, zögert nicht euch bei Stairway zu bewerben. Ihr werdet es garantiert nicht bereuen!

Update aus Shanghai

Hallo zusammen,

nach einer etwas längeren Pause melde ich mich wieder aus Shanghai. In den letzten Wochen habe ich viel erlebt. Dies möchte ich gerne mit euch teilen. Aber immer schön der Reihe nach:

Arbeit

Die Aufgaben sind abwechslungsreich, und es ist stets genug zu tun. Letzte Woche hat wieder ein CFO Briefing stattgefunden. Von diesem Event haben auch schon vorherige Praktikanten berichtet: CFOs Deutscher Unternehmen konnten an Fachvorträgen teilnehmen, die von PwC-Kollegen gehalten wurden. Dieses Mal ging es in dem Vortrag um die Arbeitsweise der chinesischen Finanzverwaltung, insbesondere bei Betriebsprüfungen. Eine der wichtigen Fragen ist dabei, wie Unternehmen mit den landesspezifischen Eigenheiten dieser Behörden umgehen sollen. Die Kollegen, die den Vortrag gehalten haben, waren selber jahrelang in der chinesischen Finanzverwaltung tätig. Dementsprechend konnten sie sehr interessante Einblicke gewähren.

 

Zudem hatte ich das Glück, dass in meiner Praktikumszeit das diesjährige Annual Dinner stattgefunden hat. Dies ist die Feier zum Abschluss des Geschäftsjahres. Was sich vielleicht wie ein gemütliches Abendessen mit einigen Kollegen anhört, ist in China vielmehr ein Abend voller Shows, Verlosungen, Fotos von einem professionellen Kamerateam und Networking – mit insgesamt ca. 2.500 Teilnehmern. Das Thema des Abends war Electric Gold, was die meisten Kollegen zum Anlass genommen haben, goldene Kleidung oder zumindest Accessoires zu tragen. Es gab sogar einen Wettbewerb um das kreativste Kostüm. Sarah, die Managerin der GBG, ein weiterer Praktikant, Valentin, und ich wurden bei diesem Wettbewerb als Team leider knapp auf den vierten Platz verwiesen…

Während des Events konnte man zudem ein weiteres Mal das strikte Hierarchiedenken in China beobachten: Ab einem gewissen Zeitpunkt ist es üblich, im Saal herumzulaufen und mit Kollegen, Chefs und Mitarbeitern anzustoßen. Doch Vorsicht! Man muss darauf achten, dass als „Rangniedrigerer“ beim Anstoßen der Rand des Glases unterhalb des Glasrandes des „Ranghöheren“ ist. Auf diese Weise wird dem Gegenüber Respekt gezollt. So kommt es allerdings gerade unter Gleichrangigen zu sehr bizarren Anblicken: Es wird versucht, sein eigenes Glas noch möglichst unterhalb das Glas des Anderen zu bekommen, um höflich zu sein. Diesem Treiben wird dann manchmal nur noch durch die Tischplatte ein Ende gesetzt…

Freizeit

Wie viele Praktikanten vor mir habe auch ich auf einmal gemerkt, wie schnell die Zeit vergeht und wie wenig Wochenenden mir nur noch zum Reisen bleiben. Daher habe ich seit dem letzten Post bereits Peking besucht und war in den Yellow Mountains wandern (bzw. Treppen steigen ;)).

Peking habe ich als weit weniger westlich empfunden als Shanghai. Allerdings hat es natürlich einige Sehenswürdigkeiten, die man einfach nicht verpassen darf: die Verbotene Stadt, die chinesische Mauer und der Sommerpalast zählen sicherlich dazu. Auf den Fotos könnt ihr einige Eindrücke davon gewinnen.

 

 

 

 

 

 

 

In den Yellow Mountains war das Wetter leider sehr durchwachsen. Zum Glück hat es während unseres Aufstiegs nicht geregnet. So konnten wir zumindest eine Idee davon bekommen, wie unglaublich die Aussicht an schönen Tagen sein muss. Am Morgen des zweiten Tages hat es allerdings so geschüttet, dass wir die Wanderung, um den Sonnenaufgang zu sehen, absagen mussten. Wir sind stattdessen erst einige Stunden später aufgebrochen und auf direktem Wege zur Gondel gelaufen, um wieder herunterzufahren.

 

Das war es erst einmal wieder von meiner Seite. Das nächste Mal, wenn ich euch schreibe, habe ich mit Sicherheit wieder Neues zu berichten.

 

Bis dahin

Jens

 

 

 

 

Endlich Angekommen in Shanghai

Hallo zusammen aus Shanghai!

Kaum zu glauben, aber wahr – jetzt bin ich schon 2,5 Wochen hier in China und es fühlt sich so an, als wäre ich gerade erst angekommen. Ich möchte mir jetzt allerdings trotzdem einmal die Zeit nehmen und euch von meinen ersten Tagen in Shanghai berichten:

Ich bin Jens, 24 Jahre alt und werde als einer der letzten Stairway Praktikanten dieses Jahr knapp drei Monate bis Ende Juli in Shanghai in der PwC German Business Group (GBG) verbringen. Zu Hause in Münster habe ich das dritte Mastersemester in BWL, Major Accounting, bereits hinter mich gebracht. Nach meiner Rückkehr steht also „nur“ noch die Masterarbeit auf dem Programm.

Vor mittlerweile fast 1,5 Jahren habe ich mir überlegt, dass ich noch einmal einige Zeit im Ausland verbringen möchte. Da ich bereits im Bachelor ein Semester im Ausland studiert habe, wollte ich nun lieber einmal die Arbeitswelt in einer anderen Kultur kennen lernen. Durch absoluten Zufall bin ich auf das Stairway Programm aufmerksam geworden. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ich damals keine Ahnung hatte, welch unfassbares Glück ich hatte, dass ich mich durch diesen Zufall bei PwC beworben habe. Sämtliche Organisation und Formalia im Vorfeld des Praktikums (und das ist gerade bei einem Praktikum in China nicht wenig!) wurde mir durch das Stairway Team abgenommen, inklusive die Suche nach einer Unterkunft. Vielen Dank an dieser Stelle dafür! Jetzt möchte ich euch aber ein bisschen was über mein Leben hier erzählen:

Anreise

Am 6. Mai vormittags bin ich in Shanghai gelandet und habe mich durch die Einreisebestimmungen gekämpft, bevor es schon zu einem ersten persönlichen Highlight kam: Ich bin mit der Maglev, der Magnetschwebebahn, vom Internationalen Flughafen Pudong im Osten der Stadt Richtung Stadtzentrum gefahren – bzw. eher gerast.

Leider fährt die Maglev die meiste Zeit des Tages „nur“ noch 300 km/h statt den möglichen 420 km/h. Dennoch ist man so erheblich schneller als mit der U-Bahn. Ich muss allerdings zugeben, dass die Fahrt mit der Maglev weit weniger aufregend war, als ich es mir vorgestellt habe. Es ist im Prinzip wie eine Fahrt in einem etwas in die Jahre gekommenen ICE…

Im Hotel angekommen wurde ich bereits direkt mit der chinesischen Zuverlässigkeit konfrontiert: Nach einer alles in allem knapp 24 stündigen Anreise komme ich verschwitzt und erschöpft, vollgepackt mit zwei Koffern plus Rucksack, in dem Hotel an, dass für die nächsten drei Monate mein zu Hause sein sollte. Ich möchte duschen, auspacken, die Stadt erkunden – doch weit gefehlt. Im Hotel, in dem ich unterkommen sollte, war kein Zimmer für mich reserviert. Nachdem ich zumindest Valentin, den anderen Praktikanten der GBG, erreichen konnte, haben wir an der Rezeption mit vereinten Kräften versucht herauszufinden, wo ich denn nun schlafen soll. Nach langem hin und her und stetigem Beharren hat sich herausgestellt, dass im Nachbarhotel (die beiden Hotels gehören wohl zusammen) eine Reservierung für mich vorliegt. Alles zum Glück also halb so wild. Hier in China muss man einfach einen Grundsatz befolgen, den mir Sarah, die Managerin und Praktikantenbetreuerin der GBG, mit auf den Weg gegeben hat: Der stete Tropfen höhlt den Stein. Sprich: Wenn man oft genug nachfragt, findet sich immer eine Lösung.

Arbeit

Nachdem der Vormittag meines ersten Arbeitstages aus einem Welcome Day für alle Neueinsteiger bei PwC in Shanghai bestand, habe ich nachmittags bereits das Team der GBG kennen gelernt. Alle hier sind sehr nett und ich fühle mich bereits gut im Team aufgenommen. Vor allem Sarah, die bereits erwähnte Managerin der GBG, kümmert sich sehr super um die Praktikanten!

Die Arbeit besteht hier im Wesentlichen, wie ihr bei den vorherigen Praktikanten bereits lesen konntet, nicht aus elementarem Steuerrecht sondern vielmehr aus Organisieren, Vernetzen, Betreuen: Chinesische Tochterunternehmen von deutschen Konzernen wünschen sich häufig auch vor Ort deutschsprachige und vor allem deutsch denkende Ansprechpartner. Diese stellen die Mitglieder der GBG dar und übernehmen häufig die Kommunikation zu den Spezialteams, die aus den chinesischen Kollegen bestehen. Aber nicht nur die Art der Arbeit, auch die Räumlichkeiten hier in Shanghai stehen im Kontrast zum deutschen Pendant: Da Platz hier teuer ist, haben lediglich Direktoren und Partner eigene Büros. Alle anderen Mitarbeiter finden streng hierarchisch geordnet in einem einzigen Raum rund um die Aufzugsschächte in der Mitte Platz: Senior Manager dürfen am Fenster sitzen, Manager daneben. Die Arbeitsplätze in der Mitte des Raumes sind den (Senior) Associates, Sekretärinnen und Praktikanten vorbehalten. Ihr merkt schon: Hierarchie wird in China groß geschrieben. Dafür kann man sich aber bei Bedarf in einen Quiet Room mit fantastischer Aussicht zurückziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Freizeit

In Shanghai kann man aber nicht nur arbeiten, sondern auch unendlich viel unternehmen und erleben: Kulinarisch gibt es hier sämtlich Geschmacksrichtungen, die man sich vorstellen kann! Da man hier für gewöhnlich sowohl mittags als auch abends im Restaurant essen geht, hat man genug Möglichkeiten alles zu entdecken. Und auch ansonsten hat Shanghai vieles zu bieten, vor allem aber extreme Gegensätze: In den einzelnen Stadtbezirken, wie zum Beispiel dem French Quarter oder Teilen der Altstadt, kann man prima erkennen, wie traditionelle, chinesische Lebensweisen auf futuristische Hochhäuser trifft. Während man im Vordergrund die niedrigen Gebäude sieht, vor denen die Bewohner die Wäsche zum Trocknen nach draußen hängen, ragt im Hintergrund schon ein moderner Glaskasten bzw. die komplette Skyline in den Himmel. Auf kurz oder lang werden aber wohl auch diese traditionellen Viertel den Hochhäusern weichen müssen…

 

 

 

 

 

 

 

Bei diesen ersten Eindrücken möchte ich es hiermit erst einmal belassen. In den kommenden Wochen werde ich mich wieder bei euch melden und noch mehr von meiner spannenden Zeit hier in China berichten!

Bis dahin

Jens

 

Dō zé Hong Kong!

Ein letztes Mal Néi hóu (你好)

Kaum zu glauben, dass ich mittlerweile schon 3 Wochen nicht mehr in Hong Kong bin. Die vergangenen drei Monate sind viel zu schnell vergangen und trotzdem möchte ich keine Sekunde und auch kein Ereignis aus diesem Praktikum missen! Ich möchte meine letzten Blog Eintrag nutzen, um Euch eine kleine Zusammenfassung zu schreiben und mich bei vielen Menschen zu bedanken.

 

Die Vielfalt

Ich weiß, dass ich Euch schon so oft davon erzählt habe, aber es bleibt nun einmal der USP von Hong Kong: der große Facettenreichtum der Stadt und Menschen. Ihr arbeitet in unterschiedlichen Teams, die teils aus sehr diversen Ländern stammen. Mein größtes Engagement bestand jedoch hauptsächlich aus Locals. Je nach Personentyp ist das gut für Euch oder zu Beginn auch etwas komisch. Ihr müsst durchaus in der Lage sein, gerade zu Beginn, auch ein Wochenende alleine zu verbringen. Bei der Distanz kann nicht jedes Wochenende ein Familienmitglied oder der beste Freund vorbeischauen. Wer sich also auf ein Stairway Praktikum in Asien bewerben möchte, muss sich bewusst sein, dass Ihr ab und zu auf Euch gestellt seid. Ihr müsst also eine weltoffene Person sein, um am besten möglichst schnell Anschluss zu finden. Dann wiederum macht es sehr viel Spaß die Kollegen bei den typisch traditionellen Aktivitäten zu begleiten. Auch wenn Ihr bereits in Asien wart oder eigentlich viel lieber nach New York wollt, kann ich wirklich nur jedem empfehlen, sich ernsthaft Gedanken zu machen, ob Asien, speziell Hong Kong, nicht eine interessante Alternative ist. Vor meinem Auslandssemester in Korea hätte ich niemals gedacht, dass es zwischen den Städten und Ländern solch gravierende Unterschiede gibt. Zudem ist Asien nun einmal eine komplett neue Welt. Die meisten westlichen Länder teilen gewisse Werte, Traditionen und Bräuche. Wohingegen Asien hier ein komplett neues Set vorzuweisen hat. Ihr werdet daher in einer völlig anderen Art und Weise reifen und viele Dinge auch im Alltag mit einer neuen Perspektive betrachten.

Ihr habt bereits oft genug gelesen, wie sehr ich mich in diese Stadt verliebt habe und daher wundert es Euch sicherlich nicht, dass ich definitiv wieder nach Hong Kong komme. Obwohl Hong Kong die mit Abstand meistbesuchte Stadt der Welt ist, bin ich der Auffassung, dass man diese Stadt erst versteht und besonders genießt, wenn man für eine bestimmte Zeit dort gelebt hat. Es gibt nicht so viele Sehenswürdigkeiten, wie in typischen Touristenstädten wie Rom oder Paris, aber man kann besonders gut leben dort. Egal, ob Ihr luxuriös essen und shoppen gehen wollt oder ob Ihr eher der bodenständigere Typ seid, der keinerlei Probleme damit hat in verruchten Hinterhöfen essen zu gehen, in Hong Kong werden Eure Bedürfnisse stets befriedigt! 

Der One Island East Tower, eines der modernsten Gebäude Hong Kongs…

…keine 10m weiter, eine typische Straße Hong Kongs. Ich hoffe Ihr erkennt den Kontrast.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stairway Praktikum in Hong Kong – Challenge the world

Wie häufig höre ich, dass es doch anstrengend sein muss, die ganze Zeit eine andere Sprache zu hören und zu sprechen, vor allem, wenn man kein Muttersprachler ist. Hier kann ich nur sagen, dass es wirklich abhängig von der Person ist. Ich bin nun seit 3 Wochen wieder im deutschsprachigen Raum unterwegs und kann Euch nur sagen wie sehr ich es vermisse, Englisch mit den Kollegen zu sprechen. Nach so einer langen Zeit wird Englisch zu Eurer Muttersprache und Ihr könnt gar nicht mehr aufhören es zu sprechen. So habe ich eine Kollegin dieses Wochenende dazu genötigt Ihre Englischkenntnisse zu verbessern, damit ich mal wieder etwas internationales „Flair“ erleben durfte.

Trotzdem stellt man sich ab und zu die Frage, wie sinnvoll es ist in einem Land zu leben und zu arbeiten, dass doch so fremd ist. Ich kann Euch nur sagen, dass es unheimlich wertvoll ist. Zunächst einmal werdet Ihr selbst auf einer persönlichen Ebene sehr heranwachsen. Ihr könnt an so vielen Themen arbeiten, sofern Ihr bereit seid, auch mal nachzufragen. Ich konnte daher fachlich einiges mitnehmen. Nicht zuletzt macht sich so ein Praktikum in Eurem CV nicht schlecht, insbesondere, wenn Ihr eine Karriere bei PwC anstrebt! War die Entscheidung für das Praktikum die Richtige? Kurz und knapp: „AUF JEDEN FALL!“

 

„Opportunity of a lifetime“ – Thank you Hong Kong, thank you my colleagues and thank you PwC!

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei meinem Team bedanken, dass mir unglaublich geholfen hat und dass mir stets ein breites Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat, wenn Ich zur Arbeit gefahren bin. Das Team hat sich mehrfach bei mir für die tolle Arbeit und mein unnachgiebiges Engagement bedankt. Aber das war nur möglich, weil ich solch tolle Kollegen hatte, die auch in der Busy Season nicht vergessen haben, dass man trotzdem Spaß bei der Arbeit haben kann. Besonders werde ich die gemeinsame Zeit beim Lunch oder Dinner oder Bubble Tee trinken vermissen.  Wenn Ihr also die tollsten Kollegen sucht, dann müsst Ihr zu PwC Hong Kong! Gerade unser letztes gemeinsames Lunch hat mir mal wieder gezeigt, wie schön die Zeit mit diesen Menschen war.

Ein letztes gemeinsames Lunch mit allem, was das Restaurant so zu bieten hat.

Danke Mike, Angel, Tiffany, Tracy, Kary, Geraldine, Nicole und natürlich ganz besonders Michael & Natalie! Ich habe es schon oft genug gesagt, aber ich sage es gerne nochmals. Es war mir eine Ehre, aber vor allem eine Freude die Zeit mit Euch zu verbringen. Wir werden uns sicherlich eines Tages wiedersehen! 🙂

Ein letzter Kaffee mit den Kollegen 🙂

Ich möchte mich herzlich bei PwC Deutschland bedanken. Zunächst einmal Danke an die Personen, die sich beim Workshop dafür aussprachen mir das Stairway Praktikum zu geben, obwohl die Konkurrenz wirklich erstklassig war! Danke an das Stairway-Team, die mir zu jedem Zeitpunkt das Gefühl von Sicherheit gaben. Egal welche Themen anstanden, die Organisation war stets höchst professionell, und ich musste mir nie Sorgen machen, dass irgendwas nicht klappt. Bei Fragen stand das Team immer zur Verfügung und man hat auch gemerkt, dass es PwC wirklich wichtig war, dass man zufrieden ist. Der Austausch mit dem Stairway-Team hat mir stets sehr viel Freude bereitet! Ein großes Dankeschön geht außerdem an PwC Hong Kong. Hier besonders meiner Partnerin Antoinette, die sich dafür eingesetzt hat, dass ich noch länger beim Team bleiben durfte!

Was wäre aber mein letzter Blogeintrag, wenn ich mich nicht beim besten Senior Manager der Welt und einem sehr guten Freund bedanken würde. Vielen herzlichen Dank an Yip, der zeigt, dass man eine erfolgreiche Karriere haben kann und trotzdem die Bodenhaftung nicht verliert. Ich habe jede gemeinsame Aktivität stets genossen und werde die Abende oder Wochenenden sehr vermissen! Natürlich auch Danke an meinen westlichen Mitpraktikanten Lucas, der bei solchen Freizeitaktivitäten häufig dabei war!

Mein Abschied von Yip….

…. und von Lucas.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und zu guter Letzt an alle, die überlegen, sich für das Stairway-Programm zu bewerben: Tut es einfach! Ich saß damals bei meiner Bewerbung am Flughafen von Berlin. PwC hatte über Facebook den Final Call geschaltet, sodass ich erst gegen 21 Uhr abends meine Bewerbung beginnen konnte. Da es der letzte Tag der Bewerbung war, musste ich die Bewerbung innerhalb von 3 Stunden komplett zusammenbekommen. Gerade der englische Motivational Letter beanspruchte sehr viel Zeit. Genau um 23:59 Uhr habe ich sodann meine Bewerbung hochgeladen. Ich kann es bis heute nicht fassen, dass es sich ausgezahlt hat, die Bewerbung abzuschicken. Egal in welcher Region der Welt es Euch verschlägt: es wird eine der besten Zeiten Eures Lebens – „The Opportunity of a lifetime“.

Und so sage ich nicht Leb Wohl (Zàijiàn), sondern Auf Wiedersehen (Zōi gīn!)

Euer Steven

Von guter Luft und vielen Wolken

Hallo zusammen!

Und schon wieder sind knapp zwei Wochen vergangen, in denen ich viel erlebt habe. Da ich die vergangenen Wochenenden zum Reisen genutzt habe, kann ich über Shanghai gar nicht so viel Neues erzählen. Die Stadt steht noch und am arbeiten bin ich auch noch. Daneben standen in den vergangenen zwei Wochen ein obligatorischer Ausflug nach Peking und eine Reise in die Yellow Mountains an.

Work…

Wie im letzten Blogeintrag angekündigt, ist zurzeit ein Teil der German Business Group nicht in Shanghai, da sie auf Roadshow in Deutschland unterwegs sind. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, auch andere Aufgaben zu übernehmen. Aufgrund meines Umzugs in das Nachbargebäude Anfang April sitze ich jetzt in der Nähe des deutschen Partners, der die GBG leitet. Dadurch bekomme ich auch Aufgaben zugeteilt, wie die Gestaltung von Unternehmenspräsentationen oder Präsentationen der GBG oder Services, die für den Kontakt zu den Mandanten sehr wichtig sind. 

Darüber hinaus konnte ich auch bei einem Account Planning Workshop mit dabei sein. Bei diesem Workshop waren neben Partnern/Direktoren aus Deutschland auch chinesische Partner anwesend und es war eine tolle Möglichkeit, einmal mitzubekommen, wie PwC seine Services auf höchster Ebene strategisch plant und koordiniert. Die Relevanz solcher Meetings wird auch dadurch unterstrichen, dass neben dem Leiter der German Business Group in China auch der Global Relationship Partner von PwC für das Unternehmen anwesend war. Die Tatsache, dass ich als Praktikant überhaupt anwesend sein durfte, war aus chinesischer Perspektive vermutlich sehr besonders. Lediglich eine chinesische Partnerin hat zwei Senior-Manager in das Meeting mitgebracht, damit diese etwas lernen.

… & Travel

Von guter Luft: Beijing

Ich wurde von vielen Leuten vorgewarnt, wie schlecht die Luft in Beijing häufig sei. Umso schöner war die Überraschung, als uns strahlender Sonnenschein und blauer Himmel erwartete. Valentin, ein anderer Praktikant der GBG, und ich haben an einem Freitag Abend den Nachtzug von Shanghai nach Peking genommen (super gemütlich und empfehlenswert!), um am Samstag noch möglichst viel vom Tag nutzen zu können. Den Großteil des Tages haben wir in der Verbotenen Stadt verbracht (etwas länger als geplant, da wir den Ausgang nicht gefunden haben).



Am nächsten Tag stand dann ein Ausflug an die Chinesische Mauer an. Mit unserem Hostel haben wir einen Trip an einen weniger bekannten Teil gebucht, sodass wir für chinesische Verhältnisse fast allein unterwegs waren. Abends haben wir dann noch traditionell Peking-Ente gegessen. Besonders lecker ist die Variante, ein Stück Ente mit etwas Gemüse (Gurken oder Frühlingszwiebeln) in einen Wrap einzurollen.

   

Von vielen Wolken: Yellow Mountains

Tja, weniger Glück hatte ich beim Besuch der Yellow Mountains. Ich hatte gehofft, meinen möglicherweise zweitschönsten Platz der Erde (nach dem namibischen Sossusvlei) zu entdecken. Vielleicht war ich an diesem Ort, ich weiß es nicht. Gesehen habe ich zumindest nicht sehr viel, da es sehr neblig war. Zumindest vom Fuß des Berges aus konnte man einen Blick in die Höhe erhaschen und sich ausmalen, dass es recht schön aussehen soll. Ich wandere ungern um des Wanderns Willen, sondern eher, um am Ende mit Aussicht belohnt zu werden. Diesmal bin ich am Ende einfach aus Trotz weitergewandert. Anders hätte ich die fünf Stunden treppauf Laufen wohl nicht überstanden. Zurück ging es dann auch mit der Seilbahn. Hab ich gar nicht eingesehen, mir einen Muskelkater vom treppab steigen zu holen, nur um durch Nebel zu laufen.

Ausblick

Damit ist meine Zeit in Shanghai auch schon fast vorbei! Diese Woche bricht meine letzte Arbeitswoche an, bevor ich noch einige Zeit durch China reise. Für mich geht es die Seidenstraße entlang bis nach Dunhuang, anschließend nach Tibet und über Chengdu (Pandas gucken) zurück nach Shanghai, bevor ich zurück nach Deutschland fliege. Ich denke, dass ich mich im Anschluss noch einmal melden werde. Während der Reise habe ich sicherlich etwas Zeit, meine Praktikumszeit Revue passieren zu lassen und euch mein abschließendes Bild von China mitzuteilen. Im Moment habe ich es noch nicht ganz realisiert, dass ich bald nicht mehr in Shanghai sein werde. Ich habe hier super viele nette Leute kennengelernt und konnte hier eine sorgenfreie Zeit genießen, da mir das Stairway-Team einen reibungslosen organisatorischen Ablauf ermöglicht hat. Danke euch dafür!

 

Beste Grüße aus Shanghai!

Catarina

Aus Frühling wird Sommer

Hallo zusammen!

In Shanghai nähert sich das Wetter so langsam sommerlichen Temperaturen. Trotz zeitweiser Kälteeinbrüche liegt die durchschnittliche Temperatur doch meistens auf dem Level: „Meine Jacke lasse ich besser zu Hause“. Während dieser warmen Tage lernt man Shanghai noch mal von einer anderen Seite kennen: Man kann abends bei einem Bierchen gemütlich draußen sitzen, sein Abendessen im Freien zu sich nehmen oder auch nach dem Lunch noch eine Runde durch den Park schlendern.

Aber nicht nur Shanghai lerne ich von einer anderen Seite kennen – andere Städte lerne ich ganz neu kennen. So habe ich den Feiertag Anfang April genutzt, um mit ein paar Münsteraner Studenten die Gegend um Guilin in Südchina zu erkunden. Hier glich das Wetter eher einem lauen Frühlingslüftchen, aber die Landschaft war trotzdem atemberaubend.

Auch auf der Arbeit gibt es einige Neuigkeiten: Das Prüfungsmandat eines deutsch-chinesischen Joint Ventures, auf dem ich ein wenig mitgearbeitet habe, ist abgeschlossen. Zudem arbeitet seit Anfang April ein neuer Praktikant in der GBG, und insgesamt weicht auch im Arbeitsleben das Frühlingsgefühl (das Gehirn erwacht langsam zum Leben) einem Sommergefühl (ich bin zwar aktiver und mache mehr, komme aber auch manchmal ins Schwitzen).

Work…

Arbeitsplatz

Eine große Änderung im Arbeitsalltag besteht seit April für mich in einer Änderung meines Arbeitsplatzes. Während ich in den ersten Wochen im Infinitus-Tower, einem der drei Gebäude, in denen PwC in Shanghai Offices hat, saß, bin ich nun in das PwC Center umgezogen. Das ist eine Umstellung in Bezug auf mein Arbeitsumfeld. Im Infinitus-Tower saß ich bei den Kollegen der Tax-Abteilung, die alle einen festen Sitzplatz mit festem Schreibtisch haben.

Im PwC Tower sitze ich bei den Assurance-Kollegen, die sich mehr oder weniger wahllos an großen Gruppentischen platzieren und dort ihren Wust an Dokumenten ausbreiten. Mit diesen Kollegen arbeite ich allerdings nicht zusammen, sondern habe mich lediglich dort platziert, um in der Nähe des deutschen Partners, der die German Business Group (GBG) leitet, zu sitzen. Mein ursprünglicher Platz wird jetzt von einem Tax-Praktikanten belegt.

Es ist interessant, hier die beiden Arbeits- und Sitzatmosphären kennenzulernen. In meinen bisherigen Praktika habe ich entweder in abgeschlossenen Büros mit wenigen Kollegen gesessen oder war regelmäßig bei Mandanten unterwegs. Zwar geht es hier bei den Assurance-Kollegen wesentlich lauter zu, allerdings ist es ein Grundgemurmel, bei dem ich festgestellt habe, dass ich mich ganz gut konzentrieren kann. Nicht zuletzt freue ich mich aber auch, dass der ganze Papierkram in der Mitte dieses Tisches nicht mir gehört 😉

Inhaltliches

Wie bereits im letzten Eintrag angeklungen war ich für ein paar Tag auf einem Prüfungsmandat eines chinesisch-deutschen Joint Ventures eingesetzt. In diesem Zusammenhang war ich einen Tag in einer kleinen Stadt (klein bedeutet in diesem Zusammenhang immer noch mehrere Millionen Einwohner), deren Namen ich allerdings schon wieder vergessen habe. Zusammen mit dem chinesischen Manager und seinem Prüfungsteam haben wir eine Fabrikbesichtigung gemacht und die Geschäftsleitung des Unternehmens kennengelernt.

Die Fabrikbesichtigung war sehr spannend. Obwohl ich in Deutschland noch nicht viele Fabriken von innen gesehen habe, war ich zumindest in zwei Fabriken einer ähnlichen Branche und mein Fazit: hier ist es anders! Der Geschäftsführer des Unternehmens ist Deutscher und vor kurzem nach China ausgewandert. Dazu habe ich inhaltlich an einigen Fragestellungen gearbeitet, dann allerdings wieder aus dem Office.

Um dazu ein Beispiel zu geben: In China besitzt der Staat sämtliche Grundstücke. Das heißt, ein Unternehmen kauft nicht einfach ein Grundstück, sondern erhält lediglich ein beispielsweise 50-jähriges Nutzungsrecht an diesem Grundstück, auf dem es dann seine Fabriken und andere Gebäude bauen darf. Meine Aufgabe war dann herauszufinden, wie man diesen länderspezifischen chinesischen Sachverhalt nach deutschem Handelsrecht abbilden sollte.

Neben solchen Fragestellungen arbeite ich auch noch fleißig an der Erstellung von Folien für Proposals oder internen Präsentation. Die Arbeit hier ist vor allem deswegen spannend, da man als Praktikant direkt dem deutschen Partner zugeordnet ist, der einen gerne mit Aufgaben versorgt, die stark strategisch geprägt sind und nicht ausschließlich inhaltlich oder organisatorisch. Das ist sehr spannend, weil ich so die Möglichkeit bekomme, auch mal hinter die Kulissen einiger Mandate, Branchen oder Unternehmen zu schauen.

… & Travel

Suzhou

Die Stadt Suzhou ist bekannt für seine vielen Gärten und die Altstadt. Als wir dort an einem Samstag waren, haben die Gärten zwar noch nicht sehr stark geblüht, aber überfüllt war es trotzdem. Lediglich ein kleiner Garten etwas abseits war relativ leer und idyllisch. Die Gärten haben hier alle witzige Namen, zum Beispiel gibt es den „Garten des Meisters der Netze“ oder den „Garten des bescheidenen Beamten“.

 

Südchina: Guilin & Yangshuo

Im Süden Chinas, genauer gesagt in der Guangxi Provinz, waren wir insgesamt ca. 3,5 Tage, da ein chinesischer Feiertag uns ein verlängertes Wochenende geschenkt hat. Es war das Qingming-Fest, ein Feiertag, bei dem die Toten geehrt werden. Es werden Feuerwerke und Böller vor Gräbern angezündet und diese geschmückt. Ich weiß ja nicht, wie ich das finden würde, wenn vor meinem Grab jedes Jahr ein Haufen Böller angezündet würde, aber naja.

Auf diese Weise werden hier Gräber während des Qingming-Festes geschmückt.

Sonnenuntergang in Yangshuo

Die Landschaft des 20-yuan-Scheines

Twin Pagodas in Guilin

Longsheng Rice Terassen Nähe Guilin

Arbeitsfreier Alltag & Ausblick

Arbeitsfreier Alltag

Mein Alltag außerhalb der Arbeit ist alles andere als langweilig. Dennoch wird es nach einiger Zeit immer schwieriger, das „besondere“ am Alltag zu identifizieren und zu kommunizieren. Wie auch in Deutschland ist man viel mit Freunden unterwegs, genießt die ein oder andere Happy Hour oder ein gutes Essen. Sprachprobleme sind natürlich nach wie vor vorhanden, aber im Zweifel umgeht man einfach Restaurants, die keine Speisekarte mit Bildern haben. Man kommt also auch so gut durchs Leben 🙂

Alltagsimpressionen

Ein smogfreier Blick auf Pudong

Dem Alltag enfliehen: Ein Nachmittag im Century Park in Shanghai.

Gleich um die Ecke meines Apartments: Tianzifang!

Kulinarische Impressionen

Sushi ist hier sehr günstig!

Auch vietnamesische Pho-Suppe kann man hier gut essen!

Hervorragend ist auch Korean BBQ!

Ausblick

Was den Bereich „Travel“ angeht, kann ich schon einen ganz guten Ausblick geben: Am Wochenende geht es für mich endlich einmal nach Peking. Auf dem Plan stehen die Mauer und die Verbotene Stadt und nicht zu vergessen eine entweder abenteuerliche oder komfortable Fahrt mit dem Nachtzug. Am darauffolgenden Wochenende erklimme ich hoffentlich die Yellow Mountains. Danach ist mein Praktikum auch schon fast zu Ende, allerdings werde ich im Anschluss noch etwa 3 Wochen durch China reisen, bevor es zurück nach Deutschland geht.

Der Bereich „Work“ ist da noch etwas unklarer. Da zwei Drittel der German Business Group Shanghai (= zwei Personen) in den kommenden zwei Wochen auf einem Business Trip in Deutschland sein wird, bin ich zwar erst einmal mit Aufgaben versorgt worden. Dennoch kann es natürlich sein, dass einige spontane Anfragen aus Deutschland kommen. Ansonsten gibt es immer einige Dauerbrenner, die es zu bearbeiten / abzuarbeiten gilt. Es wird also nicht langweilig!

 

Sonnige Grüße!

Catarina

It’s the final countdown

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Deswegen kommt mein vorletzter Blogeintrag etwas schneller als der Letzte. In diesem Blogeintrag möchte ich Euch von meinen Erlebnissen aus dem März berichten.
 

Back in Town

Wie bereits im letzten Blogeintrag erwähnt, kam ich in mein Team zurück und es ging für die restliche Zeit meines Praktikums zum Klienten. Dort hatten wir zu Beginn die Phase des Field Works gestartet. Zum Start wurde ich auch gleich auf eine Runde scharfes Sichuan Style Essen eingeladen. Ob das Essen scharf ist oder nicht, hängt stark davon ab, in welcher Region Chinas man sich aufhält. In Hong Kong wird nicht wirklich scharf gegessen, wohingegen Sichuan berühmt für das scharfe Essen ist.

Typisches Essen aus der Sichuan Provinz

In der ersten Märzwoche wurde Hong Kong von einer gewaltigen Grippewelle heimgesucht. Das HR Team hatte alle Hände voll zu tun, die Arbeitsressourcen möglichst effizient zu verlagern. In diesem Zusammenhang durfte ich für drei Tage an einem Versicherungsengagement mithelfen. Es war natürlich optimal, da ich im Bachelor Studium sowohl Banking als auch Versicherungen studiert hatte. So kann ich behaupten, auch praktisch an den drei großen Bereichen im FS (Banking – Fonds – Versicherungen) gearbeitet zu haben. Es ist tatsächlich erstaunlich zu sehen, wie unterschiedlich Audit im FS sein kann. Man muss bei Versicherungen auf ganz andere Dinge achten als beim Banking. In dem Team waren zudem einige Expats, die ursprünglich aus England kommen. Diese konnten mir von ihren Erfahrungen in Hong Kong berichten und mir wurde an dieser Stelle nochmals klar, dass Stairway bei Weitem nicht die einzige Möglichkeit ist über PwC ins Ausland zu gelangen. Schließlich sind die Secondments ebenfalls tolle Gelegenheit!

 

Ostern in Hong Kong

In Hong Kong wird das Osterfest nicht wirklich zelebriert wie bei uns, aber Karfreitag bis Ostermontag sind trotzdem nationale Feiertage, an denen bei PwC nicht gearbeitet wird. Die meisten Läden schienen am Karfreitag trotzdem geöffnet zu haben. Überdies findet dieses Jahr am 5. April das Qingming-Fest statt. In diesem Fest säubert man die Gräber der verstorbenen Familienangehörigen. Es ist daher vergleichbar mit Allerheiligen in Deutschland.

 

Horse Race

Eine absolute Besonderheit in Hong Kong sind die Horse Races. In Hong Kong ist Glücksspiel extrem reguliert, um nicht zu sagen komplett verboten. Weshalb Macau auch solch ein Casino Paradies ist. Die einzige Gelegenheit auf etwas Geld zu setzen ist beim legendären „The Hong Kong Jockey Club“. Wenn nachts um 2 Uhr ein Laden voll ist, dann kann es nur eine Filiale dieser Institution sein. Wie der Name bereits verrät, geht es hier um Pferderennen, auf die nur über dieses Unternehmen gewettet werden darf. Immer mittwochs finden die Rennen mitten in der Stadt und zwar im Happy Valley (liegt in Causeway Bay) statt. Das sind etwa 10 Gehminuten von meinem Apartment entfernt. Da der Eintritt gerade einmal bei einem Euro liegt, ist also der Mittwoch Abend meist durch diese Tätigkeit geblockt. Das Stadium ist der reine Hammer! Nicht unbedingt, weil das Stadium selbst viel mehr zu bieten hätte als andere Stadien, aber die Lage mitten im Herzen HKs mit dem Blick auf die Skyline ist wohl einmalig!

Das Happy Valley Stadium mitten in der Stadt

 

Happy Friday

PwC Hong Kong fährt eine Happy Friday Policy, was bedeutet, dass man versuchen sollte nicht spät am Freitag heimzukommen. Dies soll vor allem dadurch erleichtert werden, dass es meist ab 16 Uhr Snacks und Drinks für die Abteilungen gibt. In der Regel sitzt man sich dann zusammen hin, genießt ein wenig die Zeit gemeinsam und macht sich allmählich auf den Weg heim oder entsprechend nach LKF.

Happy Friday im Office

Bei meinem Freundeskreis sah das meist so aus, dass wir noch bis 19 Uhr (keine Sorge das wirkt spät für deutsche Verhältnisse, aber man startet meist auch erst gegen 10 Uhr am Morgen) im Office blieben und uns dann allmählich aufmachten, um etwas gemeinsam zu essen. Beim Essen gab es dann allerlei Möglichkeiten. Meine liebste Erinnerung: ein Kollege brachte uns in eine Bruchbude, die mitten in LKF war. Dort fuhr man in den 4. Stock und in einer der Wohnungen war ein Dumbling Restaurant versteckt. Bevor man eintrat, hat der Besitzer über einen Türschlitz gecheckt, ob man reinkommen durfte. Also fast so wie in einem Film, der von der amerikanischen Prohibition in den 1920er handelt. Obwohl das mehr als dubios erschien, war das Essen bombastisch! Das Highlight war dabei, dass man durch die Küche musste, um zum Klo zu gelangen. Nachdem man eine gewisse  Zeit in dieser Stadt gelebt hat, findet man diese Parallelgesellschaft eher witzig, als dass man sich darüber verwundert. Ein weiteres Beispiel: Hong Kong ist eigentlich ein teures Pflaster, aber es kann auch sehr günstig sein. So gibt es auch Restaurants, die „All you can eat and drink“ für nicht einmal zehn Euro anbieten. Wir nannten den netten Besitzer immer Mr Money Launder, da wir uns beim besten Willen nicht erklären konnten, wie man so wenig für so viel in dieser Stadt zahlen konnte. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch bei anderen Dienstleistungen gemacht. Man kann in der gleichen Straße ein Vermögen für einen Haarschnitt hinlegen oder lediglich 5 Euro. Das kommt ganz darauf an, wie gut man sich auskennt.

 

Wandern wird nie langweilig

Wie ich bereits mehrfach erwähnt habe, bietet Hong Kong genug Möglichkeiten sich vom Zentrum zu entfernen und die Natur zu erleben. So kann man sehr einfach zu einer Insel fahren und eine Runde schwimmen gehen. Auf manche Inseln kommt man nur zu gewissen Zeiten, wenn die Ebbe es ermöglicht. Während der Flut sind manche Inseln nicht zugänglich, da der Weg geflutet wird.

Auf dem Rückweg war der komplette Weg wieder frei

Des Weiteren gibt es den sogenannten Suicide Cliff, der über Kowloon liegt. Von hier aus hat man eine spektakuläre Sicht auf Kowloon, Hong Kong Island und den Sonnenuntergang. Zudem muss man kein Athlet sein, um die Gipfel der „Berge“ zu erreichen. Schließlich sind diese nicht so hoch wie in Deutschland. Trotzdem sind Asiaten in der Regel immer top ausgerüstet als ob sie den Mt. Everest besteigen würden. Da fühlt man sich manchmal komisch in Flip Flops oder ähnlichem Schuhwerk.

Der Suicide Cliff

Nach dem Abstieg habe ich noch den Nan Lian Garden besichtigt. Das ist ein japanischer Garten am Chi Lin Kloster, der gerade bei Nacht wunderschön ist. Die Ruhe, Ordnung und Sauberkeit, die diesen Ort erfüllen, werdet ihr in Hong Kong selten wiederfinden. Ein optimaler Ort, um bei einer Tasse Tee sich mal wirklich zu entspannen.

Der Stadt entkommen – Nan Lian Garden

Prominenter Besuch

Wir Stairway Praktikanten aus der Region Asien stehen über eine WhatsApp Gruppe im regen Kontakt zueinander. Dadurch kann man sich gegenseitig Tipps geben und den anderen Stairway Praktikanten mal einen Besuch abstatten. Deswegen gab es die Woche darauf einen prominenten Besuch. Nachdem der Stairway Praktikant Stefan aus Singapur den Stairway Praktikanten Jonas aus Tokyo besucht hatte, kam er dementsprechend zu mir. Natürlich ist es unmöglich in 3 Tagen alles in Hong Kong zu sehen, aber wir haben wirklich jede Sekunde genutzt und ich glaube, dass Stefan die Zeit durchaus genossen hat. Das Highlight seines Aufenthalts war der Besuch von Stanley Beach, wo wir bei tollem Wetter gegrillt haben.

PwC Leute aus Singapur, Hong Kong, London, Deutschland und den USA

Der Grill selbst ist der Beweis: PwC Mitarbeiter haben ein enormes Problemlösungspotential. Wie sonst erklärt Ihr Euch diesen kuriosen Grill? Besteck hatten wir auch nicht, sodass wir uns wie Wikinger die Spieße geteilt haben. Immer einen Bissen pro Person. Das haben nicht nur wir Praktikanten so gehandhabt, sondern auch die Senior Associates bis hin zu unserem Senior Manager. Hier hat sich keiner gescheut. An dieser Stelle nochmals ein dickes Danke an meinen Mitpraktikanten Lucas, der tapfer den Grill reserviert hielt, bis die restliche Gruppe eintraf (some heroes don’t wear capes).

 

Noch zur Arbeit

Bei der Arbeit wurde ich zunehmend kritischer gegenüber den Unterlagen. Nach einer Weile versteht man schlicht, worauf man mehr oder weniger achten muss und ist so in der Lage, dem Team verstärkt zu helfen bzw. mehr Arbeit zu bescheren. Denn wenn man ein Problem entdeckt, dann muss dieses natürlich gelöst werden. Ihr werdet sehr schnell selbst erfahren, was ich damit meine.

Mein nächster Post wird dann eine Zusammenfassung meiner Erlebnisse und der letzten Woche in Hong Kong sein. Ich hoffe, dass ich Euch diesen bereits kommende Woche präsentieren kann. Bis dahin heißt es mal wieder….

Bis zum nächsten Blogeintrag!

Bāi bái! (拜拜!)

Steven

 

Neuigkeiten aus der größten Stadt Chinas

Ni hao aus Shanghai!

Ich melde mich wieder aus meinem Praktikum bei PwC Shanghai zu Wort! Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen und ich habe schon beinahe Halbzeit. Spätestens bei der Visumsverlängerung habe ich festgestellt, dass ich bereits einen ganzen Monat hier bin – wow! Die Stadt hat so viele Ecken und Orte, die abgeklappert werden möchten, und natürlich möchte man sich auch außerhalb von Shanghai aufhalten. Dazu kommt dann noch die Arbeit unter der Woche und schon ist der Terminplan voll.

Work…

Mittlerweile habe ich mich in die meisten Aufgabenbereiche gut eingearbeitet, sodass ich weniger häufig mit fragendem Gesicht vor einer Aufgabe sitze. Da man im Rahmen dieses Praktikums eher organisatorisch und verwaltend tätig ist, bringt mich mein Studienwissen bei vielen Aufgaben nur bedingt weiter. Es bleibt einem also nichts anderes übrig, als sich etwas tiefer mit den zugrundeliegenden Systemen auseinanderzusetzen. Vermutlich werde ich am Ende meines Praktikums ein großer Datenbankspezialist sein und vergessen haben, was diese IFRS eigentlich sind… 😉

Neues Aufgabenfeld

…So weit wird es zum Glück nicht kommen, da ich diese und  kommende Woche auf einem Prüfungsmandat eingesetzt werde, wobei es sich dabei um ein Joint Venture handelt. Hier sollen Unterschiede zwischen lokalen GAAP und HGB ermittelt werden. Hier komme ich ins Spiel. Da meine chinesischen Kollegen mit HGB verständlicherweise wenige Berührungspunkte haben, werde ich in der kommenden Woche den Abschluss im Hinblick auf Abweichungen zwischen HGB und Chinese-GAAP untersuchen.

Woher sie sich mit Chinese-GAAP auskennt fragt ihr euch jetzt? Das ist nicht allzu kompliziert. In China gibt es das „Old“ und das „New“ Chinese-GAAP, wobei das New Chinese GAAP in etwa den IFRS, nur etwas zeitversetzt, entspricht. Die Brücke zwischen Old und New Chinese GAAP können meine chinesischen Kollegen schlagen, sodass ich mich wieder auf bekanntem Terrain aufhalte: IFRS vs. HGB. Das Projekt hat erst gestern richtig gestartet, sodass ich noch nicht weiß, wie genau meine Aufgaben dort aussehen werden. Mehr davon also nächstes Mal!

Wäre das Dach durchsichtig, könnte ich bei der Shanghai Fashion Week zuschauen!

In meinem vorigen Beitrag habe ich ein Foto von einem See neben dem Bürogebäude hochgeladen. Was soll ich sagen –  der See ist irgendwie kurzerhand ausgetrocknet worden und nun verschwunden. Stattdessen stehen hier diese Zelte, denn die Shanghai Fashion Week findet Ende März/Anfang April genau neben den Büros von PwC statt! Vielleicht sehe ich auf dem Weg zum Lunch ja das ein oder andere Topmodel bei der Mittagspause an einem Salatblatt knabbern 😉

 

Von kleinen Alltagsaufgaben und einem Frühstück mit CFOs

Da das Dach nicht durchsichtig ist und ich so nicht den ganzen Tag damit verbringen kann, in das Zelt zu spähen und abzuwarten, ob ich berühmte Stars entdecken kann, widme ich mich doch lieber der Arbeit. Beispielsweise habe ich den deutschen Partner im Rahmen der Erstellung einiger Präsentationen und Auswertungen unterstützt und hier unter anderem die Arbeit und die Ergebnisse der German Business Group ausgewertet und so die wichtigsten Mandanten und Umsatztreiber identifiziert. Hier waren meine Excel-Kenntnisse gefragt, die wesentlich ausgeprägter sind als meine Kenntnisse von Datenbanken.

Am Dienstag fand zudem ein CFO Briefing für CFOs von chinesischen Tochterunternehmen mit deutschen Mutterunternehmen statt. Dieses wurde von unserer Abteilung organisiert und durchgeführt, während eine Kollegin von PwC Legal dem Vormittag einen fachlichen Rahmen gab. An diesem Vormittag hatte ich die Möglichkeit mitzubekommen, welche Herausforderungen und Chancen deutsche Unternehmen in China sehen. Da ein Großteil der CFOs zudem aus Deutschland kommt, war es spannend, mehr über kulturelle Unterschiede zwischen Führungsetagen chinesischer und deutscher Unternehmen zu erfahren. Und hey, wann hat man sonst schon als Praktikantin die Möglichkeit, sich mit CFOs verschiedener Unternehmen bei einem Kaffee und Frühstück über Urlaubspläne und Herausforderungen im Alltag in einem fremden Land auszutauschen?

… & Travel

Apropos Urlaubspläne: Shanghai ist zwar eine sehr spannende Stadt, aber das sollte einen nicht davon abhalten, auch die Umgebung zu erkunden. Bei meinem letzten Eintrag hab ich euch von meinem Ausflug in eine Wasserstadt erzählt. Dieses Mal geht es um ein Wochenende in Hangzhou, das ich gern primär in Bildern darstellen möchte. Hangzhou ist eine Stadt, die mit dem Schnellzug in circa einer Stunde erreichbar ist. Bekannt ist Hangzhou vor allem für seinen See, den West Lake:

Neben dem West Lake gibt es allerdings auch noch eine ganze Menge anderer Dinge zu entdecken. Da wir am Sonntag vormittag nur noch begrenzt Zeit hatten, haben wir uns für die Besichtigung des Gebietes Fei Lai Feng entschieden:

Alltag in China

Sprache

Vor meiner Reise nach China habe ich mir manchmal Gedanken gemacht, welche Probleme wohl im Alltag auf mich zukommen würden. Es ist das erste Mal, dass ich eine längere Zeit in einem Land verbringe, dessen Sprache ich gar nicht verstehe (und nicht mal Wörter ansatzweise lesen kann). Dazu kommt, dass ein Großteil der Bevölkerung kein Wort Englisch spricht. Auch in Shanghai, einer der internationalsten Städte Chinas, ist es verwunderlich, wie wenig Englisch gesprochen wird. Die Taxifahrer, der Typ, der mir meine Sim-Karte verkauft hat, Schalterpersonal, denen man erklären muss, dass man eine Transportation Card benötigt – keiner dieser Personen spricht Englisch. Auch Taxifahrer können Adressen nur in chinesischen Schriftzeichen lesen.

Nichtsdestotrotz ist es spannend, sich diesen Alltagssituationen zu stellen, auch wenn man manchmal in Richtung Toilette (Restroom) statt zum Restaurant verwiesen wird. Hilfreich ist hier die App Microsoft Translate, mit der man Fotos von einem chinesischem Text machen kann, der dann übersetzt wird. Als ich in der Wasserstadt war und einen Eistee bestellen wollte, hatte der Verkäufer bereits seine App gezückt und etwas reingesprochen, das dann ins Englische übersetzt wurde. Was ein nützlicher Einsatz von Technik!

Fahrräder

Ein weiterer Alltagsretter in Shanghai ist das Fahrrad. Als alter Münsteraner Student konnte ich es nicht auf mir sitzen lassen, die ganzen Fahrräder hier am Straßenrand stehen zu lassen. Stattdessen habe ich mich auf den Sattel geschwungen und fahre meist von der Arbeit nach Hause und vor allem nachts – wenn die Metro nicht mehr fährt – von Parties zurück ins Hotel. Anders als in Deutschland, gibt es in China fast keine Regeln zum Fahrrad fahren. 

Manchmal habe ich Glück und ergattere so ein Fahrrad mit höhenverstellembarem Sattel!

Fahrradfahrer sind hier für ihr Überleben selbst verantwortlich und müssen aufpassen, nicht den Elektrorollern, die lautlos von hinten angeschossen kommen, zum Opfer zu fallen. Bisher ist alles gut gegangen, was auch daran liegen dürfte, dass einige Roller sehr langsam sind und diese kurzerhand von mir überholt werden.

Übrigens kann man Fahrräder hier über verschiedene Apps nutzen: Eine halbe Stunde Radfahren kostet hier 1 RMB (ca. 12 Cent) und man muss lediglich den QR-Code eines Fahrrads, das zu seiner App (z. B. Mobike) gehört, scannen und schon geht das Schloss auf. Fahrräder stehen an jeder Ecke und man kann sie fast überall abstellen. Das heißt, man muss sich nicht morgens überlegen, wo man wann noch hinfährt und wie man die geliebte Fahrrad abends nach Hause bekommt.  Man kann übrigens auch sehen, wie viele Kilometer man gefahren ist und wie viele Kalorien dabei verbrannt wurden.
 

Essen

Über eine Sache habe ich hier noch kein Wort verloren: Essen. Nachdem ich gestern Magenprobleme von einem deutschen Braten bekommen habe, scheine ich mich wohl endgültig an das chinesische Essen gewöhnt zu haben. Künftig sollte ich wohl besser auf Streetfood ausweichen, um meinem Magen etwas Gutes zu tun. Einige kulinarische Eindrücke findet ihr hier:

Ich hoffe, ihr habt so einen noch etwas besseren Einblick in den Alltag in China erhalten. An diesem Wochenende werde ich einen Tagesausflug nach Suzhou machen, wovon ich nächstes Mal berichten werde. Anfang April sind jedoch erst einmal Feiertage, die ich nutzen werde, um mit Freunden nach Guilin in Südchina zu fliegen. Dort werden wir unter anderem eine Bootsfahrt auf dem Li River machen und die Reisterrassen besichtigen. Nächste Mal kann ich euch auch noch etwas von meinem Prüfungsmandat erzählen. Natürlich habe ich auch schon das Nachtleben Shanghais erkundet, was einige sehr interessante Erfahrungen waren. Dazu ist jetzt allerdings kein Platz mehr, sodass ich das auf nächstes Mal verschieben werde 🙂

 

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal,

Catarina

 

Stairway? You know, it’s a special program of PwC Germany

Néi hóu (你好) aus Hong Kong!

Mein letzter Post ist nun schon mehr als 5 Wochen alt. Die Zeit vergeht schlichtweg wie im Flug! Höchste Zeit, euch erneut von meinen Erlebnissen im Februar zu berichten, auch wenn etwas verspätet. Ich werde immer wieder von neuen Kollegen, Expats oder Mandanten gefragt, wie ich es denn überhaupt als Praktikant nach Hong Kong geschafft habe, oder wie ich beispielsweise die Wohnung organisiert habe. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich immer wieder den gleichen Satz verwende, um meine Erklärung zu initiieren: „You know, it’s a special program of PwC Germany“. Denn selbst nach 50 Erklärungsversuchen bleibt das Programm, und die damit verbundenen Erlebnisse, unbeschreiblich!

Die Skyline ist nach 2 Monaten immer noch sehenswert

 

Financial Services – zwischen Banking, Fonds und Versicherungen

In meinem letzten Blogeintrag kam ich gerade von meiner Reise aus Taiwan zurück und genau an dieser Stelle möchte ich meine Erlebnisse fortführen. Denn in der ersten Februarwoche habe ich das Glück gehabt, an einem anderen Mandanten mit einem neuen Team arbeiten zu dürfen. Keine Sorge! Ich bleibe meinem richtigen Team bis zum Ende des Praktikums treu, auch wenn ich bei meinem nächsten Blogeintrag über eine kurze Liaison mit einem Versicherungsengagement berichten werde. Vorweg, es ist auf jeden Fall lehrreich auch an anderen Themen mitzuarbeiten, zudem sorgt das für die nötige Abwechslung und die Aussicht kann sich ebenfalls sehen lassen.

Wobei mitarbeiten hier vielleicht etwas untertrieben ist. Mein neuer SIC (Senior in Charge) Francis hatte von Beginn an ein hohes Vertrauen in mich gesetzt und mir gleich sehr viel Verantwortung übertragen. Es ist wirklich genial zu sehen, dass man in den Prüfungsalltag nicht nur miteinbezogen wird, sondern diesen selbst mitgestaltet. Ich bin von den Aufgaben her kein Praktikant, sondern werde als vollwertiges Teammitglied angesehen. Dabei lernt man am meisten, auch wenn der Sprung ins kalte Wasser manchmal beängstigend ist. Der Moment, seine Aufgaben im Rahmen der Prüfung eigenständig zu erledigen, erfüllt einen mit einem Hauch von Stolz. Man lernt einfach Dinge auf eine ganz andere Art und Weise zu handhaben und Verantwortung zu übernehmen. Die Lernkurve ist dabei sehr steil! Ich habe die Prüfung von Beginn bis beinahe zum Schluss mitbekommen und wurde als vollwertiges Teammitglied angesehen, auch beim Mandanten. Eine tolle Erfahrung und mit Francis und einem anderen seiner Teams bin ich seit dieser Zeit sehr gut befreundet. Wir haben es sogar geschafft den legendären After-Work-Drink zu zelebrieren. Geht doch! 😀

Happy Friday mit Francis und Lucas

 

Overtime + Annual Leave + Chinese New Year = 2 Wochen Urlaub

Nachdem diese sehr spannende Woche zu Ende gegangen ist, begann die Woche, in der das chinesische Neujahr gefeiert wurde. Da diese Feierlichkeit von Donnerstag bis Montag ging, war es die optimale Gelegenheit meinen Regelurlaub zu nehmen. Eine phänomenale Eigenschaft des Stairway Praktikums ist nämlich, dass euer Vertrag mit PwC Deutschland geschlossen wird und daher die gleichen Bedingungen, wie in Deutschland, herrschen. Daher sind auch die Urlaubstage nach dem deutschem Vertrag fest geregelt.  Zudem ist die Handhabe mit den Überstunden ganz klar geregelt: Es wird alles aufgeschrieben und mein Team achtet akribisch darauf, dass ich das auch so umsetze. Solltet Ihr jemals in ein Team kommen, in dem das nicht der Fall ist, dann steht das Operations Team und HR voll und ganz auf eurer Seite, denn grundsätzlich gilt in Hong Kong, dass Praktikanten keine Überstunden machen sollen und wenn es jemals dazu kommen sollte, dann werden die Stunden aufgeschrieben und man kriegt einige Spesen wie Abendessen und Taxifahrt erstattet. Als Stairway Praktikant habt ihr zusätzlich noch euer HR Team in Deutschland, was euch tatkräftig unterstützt und den Rücken stärkt, wenn ihr mit dem Team vor Ort uneinig sein solltet. Generell fragen unsere lieben Damen aus Düsseldorf immer wieder nach, ob alles in Ordnung ist oder es mir an etwas mangelt.  Letztendlich habe ich meine Urlaubstage mit Überstunden und dem chinesischen Neujahr kombiniert und konnte für ganze 2 Wochen verreisen. Das ist für chinesische Verhältnisse wirklich eine ganze Menge.

 

Raus dem Büro und ab in den Flieger

Mein erster Flug brachte mich ins wunderschöne Vietnam und zwar nach Ho Chi Minh City, dem ehemaligen Saigon. Vietnam bietet Euch eine unglaublich schöne Natur, geschmackvolles Essen und sehr chaotische Verkehrsverhältnisse. Optimal, um sich für 5€ am Tag einen Scooter zu reservieren und selbst Teil der Gefahr zu werden.

Tausche Anzug gegen Scooter

Nur einer von vielen Tellern!

 

 

 

 

 

 

 

Es fasziniert mich, dass in all dem Chaos doch eine Art System steckt. Zudem ist das Museum zum Vietnam Krieg wohl eines der Denkwürdigsten, die ich je besucht habe.

Meine Reise führte mich dann nach Thailand und drei Mal dürft Ihr raten wohin: Natürlich nach Bangkok! Auch wenn er etwas überteuert ist, so lohnt sich ein Besuch des Grand Palace.

Militärflugzeug vor dem War Memorial

Der Grand Palace

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ananta Samakhom Thronsaal

Andere Sehenswürdigkeiten, wie die Khaosan Road, habe ich ebenfalls aufgesucht. Eine äußerst interessante Straße im Übrigen, in der ich mir eine kleine Lebensmittelvergiftung zugezogen habe. Hat mich aber trotzdem nicht vom Reisen abgehalten. Einer unserer Partner sagte nämlich zurecht, dass man nicht behaupten kann in Asien gewesen zu sein, wenn man nie eine Lebensmittelvergiftung hatte. Er hatte bereits vier. (also eine Art Veteran in dieser Hinsicht :-P)

 

 

Chinese New Year in Bangkok

Die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr haben mir geholfen, nicht allzu sehr darüber nachzudenken. Egal, ob Vietnam, Thailand oder Malaysia, überall gibt es eine große chinesische Community, sodass man das Neujahr sehr gut außerhalb Chinas feiern kann, zumal es in China an diesen Feiertagen sehr überfüllt ist (Was, noch mehr als sonst?).

 

 

 

Chinese New Year in Hong Kong

Ich habe deswegen meinen Kommilitonen Alex darum gebeten, mir ein paar Bilder zum Neujahr aus Hong Kong zu schicken, während ich ein paar Bilder aus der Neujahrsfeierlichkeit in Bangkok gemacht habe.

An dieser Stelle Frohes Neues Jahr des Hundes. An alle, die ebenfalls im Jahr des Hundes geboren wurden, ihr müsst euch so oft wie es nur geht rot kleiden. Eine rote Unterhose ist das Mindeste, um sich vor Unglück zu schützen! Zumindest hat mir das eine Kollegin erzählt. An den Feiertagen selbst sind alle rot gekleidet und man kann wirklich an jeder Ecke andere Paraden mit vielen Drachenvorführungen beobachten.

 

 

 

Wunderschönes Wasserspiel direkt an den Twin Towers

Meine 3. Station war Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias. Es ist einem sehr schnell ins Auge gestochen, dass man sich in einer Kultur befindet, die sehr viel mehr indische und muslimische Elemente beinhaltet als beispielsweise Thailand oder Vietnam. Und ja, Malaysia ist wirklich noch grüner als man es sich vorstellen mag. Bereits der Airport ist von einem Dschungel umgeben.

 

Die Petronas Twin Towers

Ich kann jedem nur den Besuch der Petronas Twin Towers und dem dazugehörigen Fontänenspiel empfehlen. Mit Garantie einer der imposanteren Wolkenkratzer. FUN FACT: Ich weiß noch aus dem Taipei 101, dass die Skybridge der Zwillingstürme die Aufgabe hat, Schwingungen im Falle eines Erdbebens oder Sturmes zu mildern.

 

 

 

Der Eingang zu den Batu Caves

Zudem sind auch die Batu Caves einen Besuch wert. Das sind Kalksteinhöhlen rund 15 Kilometer nördlich von Kuala Lumpur, die mehrere Hindu-Tempel beherbergen. Hier finden sich auch sehr viele kleinere Affen, die sich nur zu gerne von den Touristen füttern lassen.

 

 

 

 

Ein Anzug, der ohne Krawatte getragen wird

Als letzte Station habe ich mir noch etwas entspanntes, aber trotzdem eine persönliche Herausforderung herausgesucht. Da ich nicht mehr weit davon entfernt war, bin ich spontan nach Bali geflogen und habe dort einige Tage verbracht, um auch meinen Taucherschein zu machen. Da ich zwar ein guter Schwimmer bin, aber trotzdem eine persönliche Abneigung gegen das Tauchen habe (schöne Umschreibung für: „Ich habe Angst“ :-D), dachte ich mir, dass es Zeit wäre ganz im Sinne von „Challenge the world“ diesen Umstand zu ändern.

 

 

Eine Meeresschildkröte

Ich kann euch nur empfehlen, das ebenfalls zu machen. Tauchen ist eine eigene Philosophie und wer damit anfängt, der versteht auch schnell wieso. Ihr betritt eine komplett neue Welt, die geradezu unendlich groß ist. Die Sicherheitsübungen, die man zu Beginn machen muss, um für den Notfall vorbereitet zu sein, sind so wie die Unterwasserwelt. ATEMBERAUBEND 😀

 

 

 

Da man 24h pausieren muss nach dem Tauchen bevor es in den Flieger geht, nutzte ich diese Zeit, um mir noch einen obligatorischen Sonnenbrand am White Sands Beach zu holen und mit dem Scooter den Rest Balis zu sehen.

 

 

 

 

White Sands Beach

Das typische Touristen Tattoo (ein aufgeschürftes Knie) habe ich natürlich auch nach Hong Kong mitgenommen. Natürlich ist das nicht passiert, als ich von einem Regensturm überrascht wurde und mit dem Scooter 40 cm hohes Wasser durchquert habe, sondern direkt vor der Haustür in der ersten Kurve, wo ich bei Nacht den Straßensplitt nicht gesehen habe. Eine schmerzhafte, aber nennenswerte Erinnerung.

 

 

 

Holy Monkey Forest

Ich habe natürlich auch sehr viel die Natur Balis und andere Sehenswürdigkeiten wie Holy Monkey Forest etc. besucht, aber möchte hier nicht zu sehr abdriften. Schließlich könnte ich zu jeder Stadt einen kleinen Blog verfassen und der Fokus soll natürlich auf dem Praktikum in Hong Kong liegen. Ich finde allerdings, dass es trotzdem sinnvoll ist Euch davon zu berichten, damit Ihr seht, dass es noch viel mehr zu erkunden gibt als in einem typischen Praktikum. Wenn Ihr dann mal am Zug seid, steht es Euch natürlich offen andere Länder zu besuchen. Ich hatte Japan und China bereits gesehen, ansonsten wäre das sicherlich mein Ziel gewesen und auch Australien ist von Hong Kong aus machbar.

 

Endlich wieder in meinem HK

Nach der langen Reise kann ich euch aber eins ganz sicher sagen: ich habe das geliebte Hong Kong sehr vermisst und war froh, als ich wieder in der Heimat war. Die warmherzige Freundlichkeit der Locals kam mir auch gleich wieder entgegen. Ich erinnere mich nur zu gern an ein Gespräch mit einem älteren Herrn, das die ganze Fahrt vom Flughafen bis zu meinem Apartment gedauert hat. Die Zeit verging dabei wie im Flug. Zudem habe ich die gute Infrastruktur vermisst. Ich meinte immer, dass es keine bessere U-Bahn als in Peking geben könnte. Wer bereits dort war weiß, wie hoch die Frequenz ist. Aber was Hong Kong mit seiner MTR hinbekommt, übersteigt die kühnsten Erwartungen. Manchmal lässt man eine Bahn einfach verstreichen, weil es etwas voller ist. Kein Problem, da in 25 Sekunden die nächste U-Bahn kommt. Zusätzlich fahren sehr viele Busse und wer etwas mehr Zeit hat, kann einfach eine Tram nehmen oder die Fähre, wenn es nach Kowloon geht. Sollten alle Stricke reißen, weil es in Lan Kwai Fong mal wieder etwas später wurde, so gibt es Grab/Uber/Taxis als teuerste aber immer noch günstige Lösung.

Bus und Tram – Geschmackssache, was man nimmt

Apropos Lan Kwai Fong, zu diesem Stadtteil habe ich bisweilen noch kein Wort verloren. Es handelt sich genau genommen um keinen richtigen Stadtteil, da es sich in Central befindet, sprich genau im Herzen des Finanzbezirks. Wobei sich die Wolkenkratzer mit den großen Banken tendenziell nördlich der Queen’s Road befinden (sprich Richtung Hafen) und LKF eben südlich der Queen’s Road liegt (Richtung Victoria’s Peak). LKF bietet unter der Woche viele Möglichkeiten an, um sich ein anständiges Mittagessen zu besorgen, aber am Wochenende verwandelt sich LKF in eine einzige Club- und Barlandschaft, in der man sich als Praktikant von seinem Senior gerne einladen lassen darf.

Ein erster Eindruck von LKF

Ich bin nach meiner Reise sonntagnachmittags angekommen, hatte gerade einmal Zeit meine Sachen in die Wäsche zu werfen, dann durfte ich gleich meinen deutschen Senior Manager Yip und seinen Praktikanten Lucas auf eine Happy Hour Tour begleiten. Dies war beispielsweise auch in LKF. Die Drinks sind in Hong Kong in der Regel teurer als in Deutschland, weshalb es sehr angenehm ist, dass praktisch jede Bar eine Happy Hour anbietet. Aber mehr zu diesem Stadtteil im nächsten Blogteil 😉

Ich wollte zudem noch ein kleines Wort zur Verpflegung verlieren, da mich der Blog vom Stefan aus Singapur sehr an meine Situation erinnert. Prinzipiell ist es so, dass ihr eine Küche habt und daher kochen könntet. Ihr hört am „prinzipiell“ bereits heraus, dass ich das wohl eher nicht mache, obwohl ich sehr gerne koche. Das Phänomen werdet ihr in Asien generell vorfinden. Es ist tatsächlich so, dass die Supermärkte im Verhältnis zum Restaurant so teuer sind, dass es verrückt wäre zu kochen. Bei vielen Gerichten seid ihr sogar billiger dran, wenn ihr ins Restaurant geht. Das wäre mal was für uns in Deutschland 😛

 

Endlich wieder mit meinem Team vereint

Eigentlich war zu Beginn vorgesehen, dass ich meine Zeit bis zum Ende des Praktikums bei einer der größeren Versicherungen verbringe, aber da mein Team und insbesondere die Partnerin Ihr Veto eingelegt haben, darf ich weiter an meinem Engagement arbeiten und kann dann zum Ende behaupten, etwa 90% der gesamten Prüfung dieses Mandanten gesehen zu haben. Folglich bin ich Ende Februar pünktlich zu meinem Team zurückgekehrt, denn ab diesem Zeitpunkt begann die Phase des „field works“. Dies bedeutet, dass wir eigentlich nur noch beim Mandanten vor Ort sind und dort bis kurz vor Ende der Prüfung unsere Zeit größtenteils verbringen. Die Arbeit unterscheidet sich nicht wesentlich mit der Ausnahme, dass man sehr viel Kontakt zum Kunden hat und entsprechend häufig in Meetings steckt. Es werden besonders Themen angesprochen, die in der Prüfung der vorangegangenen Monate aufgefallen sind. Dies können einfache Unklarheiten bis hin zu schwerwiegenden Fehlern sein, die entsprechend korrigiert werden müssen. 

Ich habe es wirklich vermisst, mit den Kollegen essen zu gehen 🙂

 

Zweites Fazit

Ich halte fest, dass das zweite Fazit eigentlich das erste Fazit aus meinem ersten Blogeintrag ist. Ich hätte noch viel mehr schreiben können, die Stadt und die Arbeit haben immer noch sehr viel zu bieten und ich bin immer noch gespannt darauf! Das Praktikum übertrifft die Erwartungen weiterhin und ja, wer hätte es gedacht, es kann auch weiterhin nicht besser laufen! Das Wetter hat sich zudem deutlich verbessert und man benötigt keine Jacke mehr 🙂

Bis zum nächsten Blogeintrag!

Bāi bái! (拜拜!)

Steven

Die ersten Wochen in Shanghai

Hallo zusammen,

vor fast zwei Wochen bin ich bereits in Shanghai gelandet, und die Zeit vergeht wie im Flug! Um nicht zu viel auf einmal in einem Blogeintrag zu berichten, erzähle euch hiermit von meinen ersten Eindrücken von Shanghai und insbesondere natürlich von PwC China. Bis zu diesem Praktikum hatte ich noch keine nennenswerte Asienerfahrung gehabt, weshalb es in den letzten Wochen viele neue Eindrücke für mich gab:

Meine Ankunft in Shanghai

Am 21. Februar bin ich problemlos in Shanghai gelandet. An meinem Anreisetag hatte ich allerdings schon mit dem Schlimmsten gerechnet, da der Flug am letzten offiziellen Feiertag des Chinese New Years war. Chinese New Year ist in China nämlich einer der größten Feiertage im Jahr und dauert sogar mehrere Tage an. Frei haben die meisten allerdings nur ca. 1-2 Wochen, weswegen ich damit gerechnet habe, dass der Flughafen und die Stadt am letzten Feiertag überfüllt von Reisenden sein wird. Dementsprechend habe ich damit geplant, mir möglichst schnell ein Taxi zu suchen und so die Menschenmassen weitestgehend zu umgehen. Als ich aus der Sicherheitskontrolle heraus kam, war zu meinem Erstaunen aber fast keiner da! Ich habe immer noch nicht ganz verstanden, wo all die Menschen waren, mit denen ich fest gerechnet hatte – vielleicht sind sie nicht geflogen oder haben noch ein paar Urlaubstage angehängt.

In die Stadt ging es dann mit der Maglev (die Magnetschwebebahn, die bis zu 400 km/h fahren kann), mit der ich unbedingt mal fahren wollte, und von der aus ich mir einfach ein Taxi zum Hotel nehmen würde. Von der Maglev war ich jedoch ein wenig enttäuscht, da zumindest die Innenausstattung schon einmal bessere Zeiten gesehen hat:

Als ich in der Innenstadt ankam, war auch dort nicht viel los. Also dachte ich mir: „Wenn schon Abenteuer China, dann richtig!“ – und habe mir die Metro gesucht, die in die Richtung meines Hotels fuhr. Gegen Abend kam ich dort dann auch an und habe mein Zimmer bezogen. Über dieses kann ich mich nicht beschweren. Es ist sehr geräumig und alle paar Tage kommt eine Putzfrau vorbei.

Meine Arbeit bei PwC China

Am nächsten Tag musste ich auch schon sofort arbeiten. Das ist zwar schade, da ich nicht erst die Stadt erkunden konnte, allerdings hat es wohl maßgeblich dazu beigetragen, dass ich so gut wie keinen Jetlag hatte! An meinem ersten Tag hätte ich allerdings nicht pünktlich um 8:30 Uhr kommen müssen, da die meisten chinesischen New Joiner erst gegen 9:00 Uhr oder 9:30 Uhr auftauchten. Am ersten Tag war auch die Umgebung noch menschenleer, sodass ich einen kurzen Spaziergang an dem kleinen See unternommen habe, der in der Nähe der Büros liegt.

Nach einer kurzen Einführung, die größtenteils auf Chinesisch war, und der Verteilung der Notebooks, wurde ich dann der German Business Group vorgestellt. Diese besteht in Shanghai aus einem deutschen Assurance-Partner, einem Tax-Director und einer Tax-Managerin. Ich habe glücklicherweise auch einen freien Arbeitsplatz ergattern können, den ich dauerhaft nutzen kann. So muss ich nicht, wie die meisten anderen Assurance-Kollegen, die regelmäßig auf Prüfungen sind, einen der Gruppentische im Open Space-Bereich nutzen. Das ist sinnvoll und vor allem angenehm, weil ich der Service Line Assurance zwar zugeordnet bin, aber aufgrund der Prüfungssoftware und der Dokumentation, die vollständig auf chinesisch ist, nicht primär für Prüfungen eingesetzt werde.

Stattdessen arbeite ich den Kollegen zu, wenn es um Themen wie zum Beispiel der Pflege von Kundenbeziehungen, Kundenakquise, Veranstaltungen für Mandanten geht. Zudem werde ich teilweise auch fachlich an Themen mitarbeiten. Da ich noch nicht einmal zwei Wochen arbeite, werde ich über meine Arbeit erst beim nächsten Mal intensiv berichten, wenn ich einen besseren Überblick über meine verschiedenen Tätigkeiten gewonnen habe.

Meine Freizeit in Shanghai und Umgebung

Laut einer Regelung in China sind der Sonntag vor und der Samstag nach Chinese New Year reguläre Arbeitstage, weswegen ich am ersten Wochenende samstags arbeiten musste. Die mir verbliebene Zeit am Wochenende und ein weiteres habe ich dazu genutzt, einige Hot Spots in Shanghai abzuklappern. Dazu gehören der People’s Square, der Bund mit Sicht auf Pudong, die Altstadt, Yu Yuan Garden und ein paar andere Sehenswürdigkeiten. Am Sonntag war ich dann mit zwei Bekannten nach Zhujiajiao (nach zwei mal Überprüfen bin ich mir jetzt auch fast sicher, dass das Wort richtig geschrieben ist), einer Wasserstadt etwas außerhalb von Shanghai, die sehr an Venedig erinnert. Ein paar Eindrücke der Stadt und Zhujiajiao seht ihr in den Bildern.

Vielleicht fragt ihr euch auch, ob ich das alles alleine erleben muss. Nein, denn wider Erwarten ist die Stadt voller Expats, deutscher Praktikanten und Austauschstudenten, die man beispielsweise über den Stammtisch der deutschen AHK kennenlernen kann. Auch die App Jodel hat zu einigen spannenden Bekanntschaften hier geführt!

Das war es erst einmal von meiner Seite. Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick über meine erste Zeit hier bei PwC China und die vielen Seiten Shanghais geben. Beim nächsten Blogeintrag bekommt ihr nähere Infos zu meiner Arbeit bei PwC China, ein paar Eindrücke zu weiteren Reisezielen, und mit welchen Tricks und Apps man sich als nicht-chinesischsprachiger Ausländer hier gut zurecht finden kann.

 

Viele Grüße aus Shanghai!

Catarina