Dō zé Hong Kong!

Ein letztes Mal Néi hóu (你好)

Kaum zu glauben, dass ich mittlerweile schon 3 Wochen nicht mehr in Hong Kong bin. Die vergangenen drei Monate sind viel zu schnell vergangen und trotzdem möchte ich keine Sekunde und auch kein Ereignis aus diesem Praktikum missen! Ich möchte meine letzten Blog Eintrag nutzen, um Euch eine kleine Zusammenfassung zu schreiben und mich bei vielen Menschen zu bedanken.

 

Die Vielfalt

Ich weiß, dass ich Euch schon so oft davon erzählt habe, aber es bleibt nun einmal der USP von Hong Kong: der große Facettenreichtum der Stadt und Menschen. Ihr arbeitet in unterschiedlichen Teams, die teils aus sehr diversen Ländern stammen. Mein größtes Engagement bestand jedoch hauptsächlich aus Locals. Je nach Personentyp ist das gut für Euch oder zu Beginn auch etwas komisch. Ihr müsst durchaus in der Lage sein, gerade zu Beginn, auch ein Wochenende alleine zu verbringen. Bei der Distanz kann nicht jedes Wochenende ein Familienmitglied oder der beste Freund vorbeischauen. Wer sich also auf ein Stairway Praktikum in Asien bewerben möchte, muss sich bewusst sein, dass Ihr ab und zu auf Euch gestellt seid. Ihr müsst also eine weltoffene Person sein, um am besten möglichst schnell Anschluss zu finden. Dann wiederum macht es sehr viel Spaß die Kollegen bei den typisch traditionellen Aktivitäten zu begleiten. Auch wenn Ihr bereits in Asien wart oder eigentlich viel lieber nach New York wollt, kann ich wirklich nur jedem empfehlen, sich ernsthaft Gedanken zu machen, ob Asien, speziell Hong Kong, nicht eine interessante Alternative ist. Vor meinem Auslandssemester in Korea hätte ich niemals gedacht, dass es zwischen den Städten und Ländern solch gravierende Unterschiede gibt. Zudem ist Asien nun einmal eine komplett neue Welt. Die meisten westlichen Länder teilen gewisse Werte, Traditionen und Bräuche. Wohingegen Asien hier ein komplett neues Set vorzuweisen hat. Ihr werdet daher in einer völlig anderen Art und Weise reifen und viele Dinge auch im Alltag mit einer neuen Perspektive betrachten.

Ihr habt bereits oft genug gelesen, wie sehr ich mich in diese Stadt verliebt habe und daher wundert es Euch sicherlich nicht, dass ich definitiv wieder nach Hong Kong komme. Obwohl Hong Kong die mit Abstand meistbesuchte Stadt der Welt ist, bin ich der Auffassung, dass man diese Stadt erst versteht und besonders genießt, wenn man für eine bestimmte Zeit dort gelebt hat. Es gibt nicht so viele Sehenswürdigkeiten, wie in typischen Touristenstädten wie Rom oder Paris, aber man kann besonders gut leben dort. Egal, ob Ihr luxuriös essen und shoppen gehen wollt oder ob Ihr eher der bodenständigere Typ seid, der keinerlei Probleme damit hat in verruchten Hinterhöfen essen zu gehen, in Hong Kong werden Eure Bedürfnisse stets befriedigt! 

Der One Island East Tower, eines der modernsten Gebäude Hong Kongs…

…keine 10m weiter, eine typische Straße Hong Kongs. Ich hoffe Ihr erkennt den Kontrast.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stairway Praktikum in Hong Kong – Challenge the world

Wie häufig höre ich, dass es doch anstrengend sein muss, die ganze Zeit eine andere Sprache zu hören und zu sprechen, vor allem, wenn man kein Muttersprachler ist. Hier kann ich nur sagen, dass es wirklich abhängig von der Person ist. Ich bin nun seit 3 Wochen wieder im deutschsprachigen Raum unterwegs und kann Euch nur sagen wie sehr ich es vermisse, Englisch mit den Kollegen zu sprechen. Nach so einer langen Zeit wird Englisch zu Eurer Muttersprache und Ihr könnt gar nicht mehr aufhören es zu sprechen. So habe ich eine Kollegin dieses Wochenende dazu genötigt Ihre Englischkenntnisse zu verbessern, damit ich mal wieder etwas internationales „Flair“ erleben durfte.

Trotzdem stellt man sich ab und zu die Frage, wie sinnvoll es ist in einem Land zu leben und zu arbeiten, dass doch so fremd ist. Ich kann Euch nur sagen, dass es unheimlich wertvoll ist. Zunächst einmal werdet Ihr selbst auf einer persönlichen Ebene sehr heranwachsen. Ihr könnt an so vielen Themen arbeiten, sofern Ihr bereit seid, auch mal nachzufragen. Ich konnte daher fachlich einiges mitnehmen. Nicht zuletzt macht sich so ein Praktikum in Eurem CV nicht schlecht, insbesondere, wenn Ihr eine Karriere bei PwC anstrebt! War die Entscheidung für das Praktikum die Richtige? Kurz und knapp: „AUF JEDEN FALL!“

 

„Opportunity of a lifetime“ – Thank you Hong Kong, thank you my colleagues and thank you PwC!

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei meinem Team bedanken, dass mir unglaublich geholfen hat und dass mir stets ein breites Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat, wenn Ich zur Arbeit gefahren bin. Das Team hat sich mehrfach bei mir für die tolle Arbeit und mein unnachgiebiges Engagement bedankt. Aber das war nur möglich, weil ich solch tolle Kollegen hatte, die auch in der Busy Season nicht vergessen haben, dass man trotzdem Spaß bei der Arbeit haben kann. Besonders werde ich die gemeinsame Zeit beim Lunch oder Dinner oder Bubble Tee trinken vermissen.  Wenn Ihr also die tollsten Kollegen sucht, dann müsst Ihr zu PwC Hong Kong! Gerade unser letztes gemeinsames Lunch hat mir mal wieder gezeigt, wie schön die Zeit mit diesen Menschen war.

Ein letztes gemeinsames Lunch mit allem, was das Restaurant so zu bieten hat.

Danke Mike, Angel, Tiffany, Tracy, Kary, Geraldine, Nicole und natürlich ganz besonders Michael & Natalie! Ich habe es schon oft genug gesagt, aber ich sage es gerne nochmals. Es war mir eine Ehre, aber vor allem eine Freude die Zeit mit Euch zu verbringen. Wir werden uns sicherlich eines Tages wiedersehen! 🙂

Ein letzter Kaffee mit den Kollegen 🙂

Ich möchte mich herzlich bei PwC Deutschland bedanken. Zunächst einmal Danke an die Personen, die sich beim Workshop dafür aussprachen mir das Stairway Praktikum zu geben, obwohl die Konkurrenz wirklich erstklassig war! Danke an das Stairway-Team, die mir zu jedem Zeitpunkt das Gefühl von Sicherheit gaben. Egal welche Themen anstanden, die Organisation war stets höchst professionell, und ich musste mir nie Sorgen machen, dass irgendwas nicht klappt. Bei Fragen stand das Team immer zur Verfügung und man hat auch gemerkt, dass es PwC wirklich wichtig war, dass man zufrieden ist. Der Austausch mit dem Stairway-Team hat mir stets sehr viel Freude bereitet! Ein großes Dankeschön geht außerdem an PwC Hong Kong. Hier besonders meiner Partnerin Antoinette, die sich dafür eingesetzt hat, dass ich noch länger beim Team bleiben durfte!

Was wäre aber mein letzter Blogeintrag, wenn ich mich nicht beim besten Senior Manager der Welt und einem sehr guten Freund bedanken würde. Vielen herzlichen Dank an Yip, der zeigt, dass man eine erfolgreiche Karriere haben kann und trotzdem die Bodenhaftung nicht verliert. Ich habe jede gemeinsame Aktivität stets genossen und werde die Abende oder Wochenenden sehr vermissen! Natürlich auch Danke an meinen westlichen Mitpraktikanten Lucas, der bei solchen Freizeitaktivitäten häufig dabei war!

Mein Abschied von Yip….

…. und von Lucas.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und zu guter Letzt an alle, die überlegen, sich für das Stairway-Programm zu bewerben: Tut es einfach! Ich saß damals bei meiner Bewerbung am Flughafen von Berlin. PwC hatte über Facebook den Final Call geschaltet, sodass ich erst gegen 21 Uhr abends meine Bewerbung beginnen konnte. Da es der letzte Tag der Bewerbung war, musste ich die Bewerbung innerhalb von 3 Stunden komplett zusammenbekommen. Gerade der englische Motivational Letter beanspruchte sehr viel Zeit. Genau um 23:59 Uhr habe ich sodann meine Bewerbung hochgeladen. Ich kann es bis heute nicht fassen, dass es sich ausgezahlt hat, die Bewerbung abzuschicken. Egal in welcher Region der Welt es Euch verschlägt: es wird eine der besten Zeiten Eures Lebens – „The Opportunity of a lifetime“.

Und so sage ich nicht Leb Wohl (Zàijiàn), sondern Auf Wiedersehen (Zōi gīn!)

Euer Steven

It’s the final countdown

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Deswegen kommt mein vorletzter Blogeintrag etwas schneller als der Letzte. In diesem Blogeintrag möchte ich Euch von meinen Erlebnissen aus dem März berichten.
 

Back in Town

Wie bereits im letzten Blogeintrag erwähnt, kam ich in mein Team zurück und es ging für die restliche Zeit meines Praktikums zum Klienten. Dort hatten wir zu Beginn die Phase des Field Works gestartet. Zum Start wurde ich auch gleich auf eine Runde scharfes Sichuan Style Essen eingeladen. Ob das Essen scharf ist oder nicht, hängt stark davon ab, in welcher Region Chinas man sich aufhält. In Hong Kong wird nicht wirklich scharf gegessen, wohingegen Sichuan berühmt für das scharfe Essen ist.

Typisches Essen aus der Sichuan Provinz

In der ersten Märzwoche wurde Hong Kong von einer gewaltigen Grippewelle heimgesucht. Das HR Team hatte alle Hände voll zu tun, die Arbeitsressourcen möglichst effizient zu verlagern. In diesem Zusammenhang durfte ich für drei Tage an einem Versicherungsengagement mithelfen. Es war natürlich optimal, da ich im Bachelor Studium sowohl Banking als auch Versicherungen studiert hatte. So kann ich behaupten, auch praktisch an den drei großen Bereichen im FS (Banking – Fonds – Versicherungen) gearbeitet zu haben. Es ist tatsächlich erstaunlich zu sehen, wie unterschiedlich Audit im FS sein kann. Man muss bei Versicherungen auf ganz andere Dinge achten als beim Banking. In dem Team waren zudem einige Expats, die ursprünglich aus England kommen. Diese konnten mir von ihren Erfahrungen in Hong Kong berichten und mir wurde an dieser Stelle nochmals klar, dass Stairway bei Weitem nicht die einzige Möglichkeit ist über PwC ins Ausland zu gelangen. Schließlich sind die Secondments ebenfalls tolle Gelegenheit!

 

Ostern in Hong Kong

In Hong Kong wird das Osterfest nicht wirklich zelebriert wie bei uns, aber Karfreitag bis Ostermontag sind trotzdem nationale Feiertage, an denen bei PwC nicht gearbeitet wird. Die meisten Läden schienen am Karfreitag trotzdem geöffnet zu haben. Überdies findet dieses Jahr am 5. April das Qingming-Fest statt. In diesem Fest säubert man die Gräber der verstorbenen Familienangehörigen. Es ist daher vergleichbar mit Allerheiligen in Deutschland.

 

Horse Race

Eine absolute Besonderheit in Hong Kong sind die Horse Races. In Hong Kong ist Glücksspiel extrem reguliert, um nicht zu sagen komplett verboten. Weshalb Macau auch solch ein Casino Paradies ist. Die einzige Gelegenheit auf etwas Geld zu setzen ist beim legendären „The Hong Kong Jockey Club“. Wenn nachts um 2 Uhr ein Laden voll ist, dann kann es nur eine Filiale dieser Institution sein. Wie der Name bereits verrät, geht es hier um Pferderennen, auf die nur über dieses Unternehmen gewettet werden darf. Immer mittwochs finden die Rennen mitten in der Stadt und zwar im Happy Valley (liegt in Causeway Bay) statt. Das sind etwa 10 Gehminuten von meinem Apartment entfernt. Da der Eintritt gerade einmal bei einem Euro liegt, ist also der Mittwoch Abend meist durch diese Tätigkeit geblockt. Das Stadium ist der reine Hammer! Nicht unbedingt, weil das Stadium selbst viel mehr zu bieten hätte als andere Stadien, aber die Lage mitten im Herzen HKs mit dem Blick auf die Skyline ist wohl einmalig!

Das Happy Valley Stadium mitten in der Stadt

 

Happy Friday

PwC Hong Kong fährt eine Happy Friday Policy, was bedeutet, dass man versuchen sollte nicht spät am Freitag heimzukommen. Dies soll vor allem dadurch erleichtert werden, dass es meist ab 16 Uhr Snacks und Drinks für die Abteilungen gibt. In der Regel sitzt man sich dann zusammen hin, genießt ein wenig die Zeit gemeinsam und macht sich allmählich auf den Weg heim oder entsprechend nach LKF.

Happy Friday im Office

Bei meinem Freundeskreis sah das meist so aus, dass wir noch bis 19 Uhr (keine Sorge das wirkt spät für deutsche Verhältnisse, aber man startet meist auch erst gegen 10 Uhr am Morgen) im Office blieben und uns dann allmählich aufmachten, um etwas gemeinsam zu essen. Beim Essen gab es dann allerlei Möglichkeiten. Meine liebste Erinnerung: ein Kollege brachte uns in eine Bruchbude, die mitten in LKF war. Dort fuhr man in den 4. Stock und in einer der Wohnungen war ein Dumbling Restaurant versteckt. Bevor man eintrat, hat der Besitzer über einen Türschlitz gecheckt, ob man reinkommen durfte. Also fast so wie in einem Film, der von der amerikanischen Prohibition in den 1920er handelt. Obwohl das mehr als dubios erschien, war das Essen bombastisch! Das Highlight war dabei, dass man durch die Küche musste, um zum Klo zu gelangen. Nachdem man eine gewisse  Zeit in dieser Stadt gelebt hat, findet man diese Parallelgesellschaft eher witzig, als dass man sich darüber verwundert. Ein weiteres Beispiel: Hong Kong ist eigentlich ein teures Pflaster, aber es kann auch sehr günstig sein. So gibt es auch Restaurants, die „All you can eat and drink“ für nicht einmal zehn Euro anbieten. Wir nannten den netten Besitzer immer Mr Money Launder, da wir uns beim besten Willen nicht erklären konnten, wie man so wenig für so viel in dieser Stadt zahlen konnte. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch bei anderen Dienstleistungen gemacht. Man kann in der gleichen Straße ein Vermögen für einen Haarschnitt hinlegen oder lediglich 5 Euro. Das kommt ganz darauf an, wie gut man sich auskennt.

 

Wandern wird nie langweilig

Wie ich bereits mehrfach erwähnt habe, bietet Hong Kong genug Möglichkeiten sich vom Zentrum zu entfernen und die Natur zu erleben. So kann man sehr einfach zu einer Insel fahren und eine Runde schwimmen gehen. Auf manche Inseln kommt man nur zu gewissen Zeiten, wenn die Ebbe es ermöglicht. Während der Flut sind manche Inseln nicht zugänglich, da der Weg geflutet wird.

Auf dem Rückweg war der komplette Weg wieder frei

Des Weiteren gibt es den sogenannten Suicide Cliff, der über Kowloon liegt. Von hier aus hat man eine spektakuläre Sicht auf Kowloon, Hong Kong Island und den Sonnenuntergang. Zudem muss man kein Athlet sein, um die Gipfel der „Berge“ zu erreichen. Schließlich sind diese nicht so hoch wie in Deutschland. Trotzdem sind Asiaten in der Regel immer top ausgerüstet als ob sie den Mt. Everest besteigen würden. Da fühlt man sich manchmal komisch in Flip Flops oder ähnlichem Schuhwerk.

Der Suicide Cliff

Nach dem Abstieg habe ich noch den Nan Lian Garden besichtigt. Das ist ein japanischer Garten am Chi Lin Kloster, der gerade bei Nacht wunderschön ist. Die Ruhe, Ordnung und Sauberkeit, die diesen Ort erfüllen, werdet ihr in Hong Kong selten wiederfinden. Ein optimaler Ort, um bei einer Tasse Tee sich mal wirklich zu entspannen.

Der Stadt entkommen – Nan Lian Garden

Prominenter Besuch

Wir Stairway Praktikanten aus der Region Asien stehen über eine WhatsApp Gruppe im regen Kontakt zueinander. Dadurch kann man sich gegenseitig Tipps geben und den anderen Stairway Praktikanten mal einen Besuch abstatten. Deswegen gab es die Woche darauf einen prominenten Besuch. Nachdem der Stairway Praktikant Stefan aus Singapur den Stairway Praktikanten Jonas aus Tokyo besucht hatte, kam er dementsprechend zu mir. Natürlich ist es unmöglich in 3 Tagen alles in Hong Kong zu sehen, aber wir haben wirklich jede Sekunde genutzt und ich glaube, dass Stefan die Zeit durchaus genossen hat. Das Highlight seines Aufenthalts war der Besuch von Stanley Beach, wo wir bei tollem Wetter gegrillt haben.

PwC Leute aus Singapur, Hong Kong, London, Deutschland und den USA

Der Grill selbst ist der Beweis: PwC Mitarbeiter haben ein enormes Problemlösungspotential. Wie sonst erklärt Ihr Euch diesen kuriosen Grill? Besteck hatten wir auch nicht, sodass wir uns wie Wikinger die Spieße geteilt haben. Immer einen Bissen pro Person. Das haben nicht nur wir Praktikanten so gehandhabt, sondern auch die Senior Associates bis hin zu unserem Senior Manager. Hier hat sich keiner gescheut. An dieser Stelle nochmals ein dickes Danke an meinen Mitpraktikanten Lucas, der tapfer den Grill reserviert hielt, bis die restliche Gruppe eintraf (some heroes don’t wear capes).

 

Noch zur Arbeit

Bei der Arbeit wurde ich zunehmend kritischer gegenüber den Unterlagen. Nach einer Weile versteht man schlicht, worauf man mehr oder weniger achten muss und ist so in der Lage, dem Team verstärkt zu helfen bzw. mehr Arbeit zu bescheren. Denn wenn man ein Problem entdeckt, dann muss dieses natürlich gelöst werden. Ihr werdet sehr schnell selbst erfahren, was ich damit meine.

Mein nächster Post wird dann eine Zusammenfassung meiner Erlebnisse und der letzten Woche in Hong Kong sein. Ich hoffe, dass ich Euch diesen bereits kommende Woche präsentieren kann. Bis dahin heißt es mal wieder….

Bis zum nächsten Blogeintrag!

Bāi bái! (拜拜!)

Steven

 

Stairway? You know, it’s a special program of PwC Germany

Néi hóu (你好) aus Hong Kong!

Mein letzter Post ist nun schon mehr als 5 Wochen alt. Die Zeit vergeht schlichtweg wie im Flug! Höchste Zeit, euch erneut von meinen Erlebnissen im Februar zu berichten, auch wenn etwas verspätet. Ich werde immer wieder von neuen Kollegen, Expats oder Mandanten gefragt, wie ich es denn überhaupt als Praktikant nach Hong Kong geschafft habe, oder wie ich beispielsweise die Wohnung organisiert habe. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich immer wieder den gleichen Satz verwende, um meine Erklärung zu initiieren: „You know, it’s a special program of PwC Germany“. Denn selbst nach 50 Erklärungsversuchen bleibt das Programm, und die damit verbundenen Erlebnisse, unbeschreiblich!

Die Skyline ist nach 2 Monaten immer noch sehenswert

 

Financial Services – zwischen Banking, Fonds und Versicherungen

In meinem letzten Blogeintrag kam ich gerade von meiner Reise aus Taiwan zurück und genau an dieser Stelle möchte ich meine Erlebnisse fortführen. Denn in der ersten Februarwoche habe ich das Glück gehabt, an einem anderen Mandanten mit einem neuen Team arbeiten zu dürfen. Keine Sorge! Ich bleibe meinem richtigen Team bis zum Ende des Praktikums treu, auch wenn ich bei meinem nächsten Blogeintrag über eine kurze Liaison mit einem Versicherungsengagement berichten werde. Vorweg, es ist auf jeden Fall lehrreich auch an anderen Themen mitzuarbeiten, zudem sorgt das für die nötige Abwechslung und die Aussicht kann sich ebenfalls sehen lassen.

Wobei mitarbeiten hier vielleicht etwas untertrieben ist. Mein neuer SIC (Senior in Charge) Francis hatte von Beginn an ein hohes Vertrauen in mich gesetzt und mir gleich sehr viel Verantwortung übertragen. Es ist wirklich genial zu sehen, dass man in den Prüfungsalltag nicht nur miteinbezogen wird, sondern diesen selbst mitgestaltet. Ich bin von den Aufgaben her kein Praktikant, sondern werde als vollwertiges Teammitglied angesehen. Dabei lernt man am meisten, auch wenn der Sprung ins kalte Wasser manchmal beängstigend ist. Der Moment, seine Aufgaben im Rahmen der Prüfung eigenständig zu erledigen, erfüllt einen mit einem Hauch von Stolz. Man lernt einfach Dinge auf eine ganz andere Art und Weise zu handhaben und Verantwortung zu übernehmen. Die Lernkurve ist dabei sehr steil! Ich habe die Prüfung von Beginn bis beinahe zum Schluss mitbekommen und wurde als vollwertiges Teammitglied angesehen, auch beim Mandanten. Eine tolle Erfahrung und mit Francis und einem anderen seiner Teams bin ich seit dieser Zeit sehr gut befreundet. Wir haben es sogar geschafft den legendären After-Work-Drink zu zelebrieren. Geht doch! 😀

Happy Friday mit Francis und Lucas

 

Overtime + Annual Leave + Chinese New Year = 2 Wochen Urlaub

Nachdem diese sehr spannende Woche zu Ende gegangen ist, begann die Woche, in der das chinesische Neujahr gefeiert wurde. Da diese Feierlichkeit von Donnerstag bis Montag ging, war es die optimale Gelegenheit meinen Regelurlaub zu nehmen. Eine phänomenale Eigenschaft des Stairway Praktikums ist nämlich, dass euer Vertrag mit PwC Deutschland geschlossen wird und daher die gleichen Bedingungen, wie in Deutschland, herrschen. Daher sind auch die Urlaubstage nach dem deutschem Vertrag fest geregelt.  Zudem ist die Handhabe mit den Überstunden ganz klar geregelt: Es wird alles aufgeschrieben und mein Team achtet akribisch darauf, dass ich das auch so umsetze. Solltet Ihr jemals in ein Team kommen, in dem das nicht der Fall ist, dann steht das Operations Team und HR voll und ganz auf eurer Seite, denn grundsätzlich gilt in Hong Kong, dass Praktikanten keine Überstunden machen sollen und wenn es jemals dazu kommen sollte, dann werden die Stunden aufgeschrieben und man kriegt einige Spesen wie Abendessen und Taxifahrt erstattet. Als Stairway Praktikant habt ihr zusätzlich noch euer HR Team in Deutschland, was euch tatkräftig unterstützt und den Rücken stärkt, wenn ihr mit dem Team vor Ort uneinig sein solltet. Generell fragen unsere lieben Damen aus Düsseldorf immer wieder nach, ob alles in Ordnung ist oder es mir an etwas mangelt.  Letztendlich habe ich meine Urlaubstage mit Überstunden und dem chinesischen Neujahr kombiniert und konnte für ganze 2 Wochen verreisen. Das ist für chinesische Verhältnisse wirklich eine ganze Menge.

 

Raus dem Büro und ab in den Flieger

Mein erster Flug brachte mich ins wunderschöne Vietnam und zwar nach Ho Chi Minh City, dem ehemaligen Saigon. Vietnam bietet Euch eine unglaublich schöne Natur, geschmackvolles Essen und sehr chaotische Verkehrsverhältnisse. Optimal, um sich für 5€ am Tag einen Scooter zu reservieren und selbst Teil der Gefahr zu werden.

Tausche Anzug gegen Scooter

Nur einer von vielen Tellern!

 

 

 

 

 

 

 

Es fasziniert mich, dass in all dem Chaos doch eine Art System steckt. Zudem ist das Museum zum Vietnam Krieg wohl eines der Denkwürdigsten, die ich je besucht habe.

Meine Reise führte mich dann nach Thailand und drei Mal dürft Ihr raten wohin: Natürlich nach Bangkok! Auch wenn er etwas überteuert ist, so lohnt sich ein Besuch des Grand Palace.

Militärflugzeug vor dem War Memorial

Der Grand Palace

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ananta Samakhom Thronsaal

Andere Sehenswürdigkeiten, wie die Khaosan Road, habe ich ebenfalls aufgesucht. Eine äußerst interessante Straße im Übrigen, in der ich mir eine kleine Lebensmittelvergiftung zugezogen habe. Hat mich aber trotzdem nicht vom Reisen abgehalten. Einer unserer Partner sagte nämlich zurecht, dass man nicht behaupten kann in Asien gewesen zu sein, wenn man nie eine Lebensmittelvergiftung hatte. Er hatte bereits vier. (also eine Art Veteran in dieser Hinsicht :-P)

 

 

Chinese New Year in Bangkok

Die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr haben mir geholfen, nicht allzu sehr darüber nachzudenken. Egal, ob Vietnam, Thailand oder Malaysia, überall gibt es eine große chinesische Community, sodass man das Neujahr sehr gut außerhalb Chinas feiern kann, zumal es in China an diesen Feiertagen sehr überfüllt ist (Was, noch mehr als sonst?).

 

 

 

Chinese New Year in Hong Kong

Ich habe deswegen meinen Kommilitonen Alex darum gebeten, mir ein paar Bilder zum Neujahr aus Hong Kong zu schicken, während ich ein paar Bilder aus der Neujahrsfeierlichkeit in Bangkok gemacht habe.

An dieser Stelle Frohes Neues Jahr des Hundes. An alle, die ebenfalls im Jahr des Hundes geboren wurden, ihr müsst euch so oft wie es nur geht rot kleiden. Eine rote Unterhose ist das Mindeste, um sich vor Unglück zu schützen! Zumindest hat mir das eine Kollegin erzählt. An den Feiertagen selbst sind alle rot gekleidet und man kann wirklich an jeder Ecke andere Paraden mit vielen Drachenvorführungen beobachten.

 

 

 

Wunderschönes Wasserspiel direkt an den Twin Towers

Meine 3. Station war Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias. Es ist einem sehr schnell ins Auge gestochen, dass man sich in einer Kultur befindet, die sehr viel mehr indische und muslimische Elemente beinhaltet als beispielsweise Thailand oder Vietnam. Und ja, Malaysia ist wirklich noch grüner als man es sich vorstellen mag. Bereits der Airport ist von einem Dschungel umgeben.

 

Die Petronas Twin Towers

Ich kann jedem nur den Besuch der Petronas Twin Towers und dem dazugehörigen Fontänenspiel empfehlen. Mit Garantie einer der imposanteren Wolkenkratzer. FUN FACT: Ich weiß noch aus dem Taipei 101, dass die Skybridge der Zwillingstürme die Aufgabe hat, Schwingungen im Falle eines Erdbebens oder Sturmes zu mildern.

 

 

 

Der Eingang zu den Batu Caves

Zudem sind auch die Batu Caves einen Besuch wert. Das sind Kalksteinhöhlen rund 15 Kilometer nördlich von Kuala Lumpur, die mehrere Hindu-Tempel beherbergen. Hier finden sich auch sehr viele kleinere Affen, die sich nur zu gerne von den Touristen füttern lassen.

 

 

 

 

Ein Anzug, der ohne Krawatte getragen wird

Als letzte Station habe ich mir noch etwas entspanntes, aber trotzdem eine persönliche Herausforderung herausgesucht. Da ich nicht mehr weit davon entfernt war, bin ich spontan nach Bali geflogen und habe dort einige Tage verbracht, um auch meinen Taucherschein zu machen. Da ich zwar ein guter Schwimmer bin, aber trotzdem eine persönliche Abneigung gegen das Tauchen habe (schöne Umschreibung für: „Ich habe Angst“ :-D), dachte ich mir, dass es Zeit wäre ganz im Sinne von „Challenge the world“ diesen Umstand zu ändern.

 

 

Eine Meeresschildkröte

Ich kann euch nur empfehlen, das ebenfalls zu machen. Tauchen ist eine eigene Philosophie und wer damit anfängt, der versteht auch schnell wieso. Ihr betritt eine komplett neue Welt, die geradezu unendlich groß ist. Die Sicherheitsübungen, die man zu Beginn machen muss, um für den Notfall vorbereitet zu sein, sind so wie die Unterwasserwelt. ATEMBERAUBEND 😀

 

 

 

Da man 24h pausieren muss nach dem Tauchen bevor es in den Flieger geht, nutzte ich diese Zeit, um mir noch einen obligatorischen Sonnenbrand am White Sands Beach zu holen und mit dem Scooter den Rest Balis zu sehen.

 

 

 

 

White Sands Beach

Das typische Touristen Tattoo (ein aufgeschürftes Knie) habe ich natürlich auch nach Hong Kong mitgenommen. Natürlich ist das nicht passiert, als ich von einem Regensturm überrascht wurde und mit dem Scooter 40 cm hohes Wasser durchquert habe, sondern direkt vor der Haustür in der ersten Kurve, wo ich bei Nacht den Straßensplitt nicht gesehen habe. Eine schmerzhafte, aber nennenswerte Erinnerung.

 

 

 

Holy Monkey Forest

Ich habe natürlich auch sehr viel die Natur Balis und andere Sehenswürdigkeiten wie Holy Monkey Forest etc. besucht, aber möchte hier nicht zu sehr abdriften. Schließlich könnte ich zu jeder Stadt einen kleinen Blog verfassen und der Fokus soll natürlich auf dem Praktikum in Hong Kong liegen. Ich finde allerdings, dass es trotzdem sinnvoll ist Euch davon zu berichten, damit Ihr seht, dass es noch viel mehr zu erkunden gibt als in einem typischen Praktikum. Wenn Ihr dann mal am Zug seid, steht es Euch natürlich offen andere Länder zu besuchen. Ich hatte Japan und China bereits gesehen, ansonsten wäre das sicherlich mein Ziel gewesen und auch Australien ist von Hong Kong aus machbar.

 

Endlich wieder in meinem HK

Nach der langen Reise kann ich euch aber eins ganz sicher sagen: ich habe das geliebte Hong Kong sehr vermisst und war froh, als ich wieder in der Heimat war. Die warmherzige Freundlichkeit der Locals kam mir auch gleich wieder entgegen. Ich erinnere mich nur zu gern an ein Gespräch mit einem älteren Herrn, das die ganze Fahrt vom Flughafen bis zu meinem Apartment gedauert hat. Die Zeit verging dabei wie im Flug. Zudem habe ich die gute Infrastruktur vermisst. Ich meinte immer, dass es keine bessere U-Bahn als in Peking geben könnte. Wer bereits dort war weiß, wie hoch die Frequenz ist. Aber was Hong Kong mit seiner MTR hinbekommt, übersteigt die kühnsten Erwartungen. Manchmal lässt man eine Bahn einfach verstreichen, weil es etwas voller ist. Kein Problem, da in 25 Sekunden die nächste U-Bahn kommt. Zusätzlich fahren sehr viele Busse und wer etwas mehr Zeit hat, kann einfach eine Tram nehmen oder die Fähre, wenn es nach Kowloon geht. Sollten alle Stricke reißen, weil es in Lan Kwai Fong mal wieder etwas später wurde, so gibt es Grab/Uber/Taxis als teuerste aber immer noch günstige Lösung.

Bus und Tram – Geschmackssache, was man nimmt

Apropos Lan Kwai Fong, zu diesem Stadtteil habe ich bisweilen noch kein Wort verloren. Es handelt sich genau genommen um keinen richtigen Stadtteil, da es sich in Central befindet, sprich genau im Herzen des Finanzbezirks. Wobei sich die Wolkenkratzer mit den großen Banken tendenziell nördlich der Queen’s Road befinden (sprich Richtung Hafen) und LKF eben südlich der Queen’s Road liegt (Richtung Victoria’s Peak). LKF bietet unter der Woche viele Möglichkeiten an, um sich ein anständiges Mittagessen zu besorgen, aber am Wochenende verwandelt sich LKF in eine einzige Club- und Barlandschaft, in der man sich als Praktikant von seinem Senior gerne einladen lassen darf.

Ein erster Eindruck von LKF

Ich bin nach meiner Reise sonntagnachmittags angekommen, hatte gerade einmal Zeit meine Sachen in die Wäsche zu werfen, dann durfte ich gleich meinen deutschen Senior Manager Yip und seinen Praktikanten Lucas auf eine Happy Hour Tour begleiten. Dies war beispielsweise auch in LKF. Die Drinks sind in Hong Kong in der Regel teurer als in Deutschland, weshalb es sehr angenehm ist, dass praktisch jede Bar eine Happy Hour anbietet. Aber mehr zu diesem Stadtteil im nächsten Blogteil 😉

Ich wollte zudem noch ein kleines Wort zur Verpflegung verlieren, da mich der Blog vom Stefan aus Singapur sehr an meine Situation erinnert. Prinzipiell ist es so, dass ihr eine Küche habt und daher kochen könntet. Ihr hört am „prinzipiell“ bereits heraus, dass ich das wohl eher nicht mache, obwohl ich sehr gerne koche. Das Phänomen werdet ihr in Asien generell vorfinden. Es ist tatsächlich so, dass die Supermärkte im Verhältnis zum Restaurant so teuer sind, dass es verrückt wäre zu kochen. Bei vielen Gerichten seid ihr sogar billiger dran, wenn ihr ins Restaurant geht. Das wäre mal was für uns in Deutschland 😛

 

Endlich wieder mit meinem Team vereint

Eigentlich war zu Beginn vorgesehen, dass ich meine Zeit bis zum Ende des Praktikums bei einer der größeren Versicherungen verbringe, aber da mein Team und insbesondere die Partnerin Ihr Veto eingelegt haben, darf ich weiter an meinem Engagement arbeiten und kann dann zum Ende behaupten, etwa 90% der gesamten Prüfung dieses Mandanten gesehen zu haben. Folglich bin ich Ende Februar pünktlich zu meinem Team zurückgekehrt, denn ab diesem Zeitpunkt begann die Phase des „field works“. Dies bedeutet, dass wir eigentlich nur noch beim Mandanten vor Ort sind und dort bis kurz vor Ende der Prüfung unsere Zeit größtenteils verbringen. Die Arbeit unterscheidet sich nicht wesentlich mit der Ausnahme, dass man sehr viel Kontakt zum Kunden hat und entsprechend häufig in Meetings steckt. Es werden besonders Themen angesprochen, die in der Prüfung der vorangegangenen Monate aufgefallen sind. Dies können einfache Unklarheiten bis hin zu schwerwiegenden Fehlern sein, die entsprechend korrigiert werden müssen. 

Ich habe es wirklich vermisst, mit den Kollegen essen zu gehen 🙂

 

Zweites Fazit

Ich halte fest, dass das zweite Fazit eigentlich das erste Fazit aus meinem ersten Blogeintrag ist. Ich hätte noch viel mehr schreiben können, die Stadt und die Arbeit haben immer noch sehr viel zu bieten und ich bin immer noch gespannt darauf! Das Praktikum übertrifft die Erwartungen weiterhin und ja, wer hätte es gedacht, es kann auch weiterhin nicht besser laufen! Das Wetter hat sich zudem deutlich verbessert und man benötigt keine Jacke mehr 🙂

Bis zum nächsten Blogeintrag!

Bāi bái! (拜拜!)

Steven

Gestern Korea – Heute Hong Kong – Ein neues Kapitel beginnt!

Néi hóu (你好) aus Hong Kong!

Nachdem nun der erste Monat meines Stairway Praktikums rasant verflogen ist, möchte ich Euch an dieser Stelle meinen Alltag und ersten Erlebnisse präsentieren. Da ich der allererste Stairway Praktikant in Hong Kong bin, werde ich versuchen Euch möglichst ausführlich von meinen Eindrücken und meinem Alltag in der Stadt, die gerne als „Asiens New York“ bezeichnet wird, zu berichten.

Die Skyline Hong Kongs

 

Wer bin ich?

Zunächst einmal zu mir: Mein Name ist Steven, ich komme ursprünglich aus Ludwigsburg, studiere aktuell an der Katholischen Universität Eichstatt-Ingolstadt (WFI – Ingolstadt School of Management) BWL-FACT im Master, ich bin 25 Jahre alt, befinde mich bis Ende März 2018 in Hong Kong und absolviere dort mein Praktikum bei PwC im Bereich Assurance. Da ich das letzte halbe Jahr mein Auslandssemester in Seoul (Korea) verbracht habe und entsprechend die Gelegenheit genutzt habe viel zu reisen, bin ich der asiatischen Kultur nicht völlig fremd, was dazu führt, dass der Kulturschock dieses Mal glücklicherweise ausblieb, zumindest größtenteils!

Meine Motivation war trotzdem nicht nur in Asien studiert zu haben, sondern auch einmal die Arbeitskultur unserer Kollegen im fernen Osten selbst zu erleben. Gerade am Wochenende konnte ich für mich feststellen, dass Hong Kong durch den Facettenreichtum prädestiniert ist, um dort mal gearbeitet zu haben. Es wird hier wirklich nie langweilig und es gibt einfach viel zu viel zu entdecken, was man in dem Ausmaß als Tourist nicht entdecken kann. Die wahren Hot Spots liegen im Verborgenen!

Natürlich dient der Blog auch dazu, Euch von meinen Arbeitserfahrungen und den kulturellen Unterschieden zu berichten. Ich glaube, dass die ein oder andere Geschichte ein kleines Grinsen auf Eure Gesichter zaubert. Manche Dinge habe ich sogar gefilmt. Diese dürft Ihr dann in einigen Monaten in meinem Video Blog betrachten.

 

Ankunft und erste Eindrücke

Am 06. Januar bin ich mit großen Erwartungen und einem noch größeren Gepäck (leider 10kg Übergepäck, leider ist es dieses Mal aufgefallen :P) von Frankfurt losgeflogen. Nach einem kleinen Zwischenstopp in Dubai, bin ich 15 Stunden später und einer 7-stündigen Zeitverschiebung am 07. Januar in Hong Kong angekommen. Die Einreise verlief problemlos und anders als im Rest von China spricht der Großteil ein wenig bis hin zu fließend Englisch. Macht Sinn, schließlich war Hong Kong bis 1997 eine britische Kolonie. Am Airport habe ich dann die Express Metro in die Stadt genommen und konnte dabei gleich ein wenig die Natur bestaunen. Wenn ich an Hong Kong denke, dann fallen mir ähnlich wie bei New York immer nur der Financial District und die die damit verbundenen Wolkenkratzer ein. Das stimmt auch, wenn man sich nur Hong Kong Island und Kowloon anschaut, aber es gibt auch noch Lantau Island mit seinen Fischerdörfern, in denen die Zeit noch stillsteht. Eben durch diese Gegend fährt man bevor man ins Zentrum gelangt. Ich hatte das Gefühl mich in einer Fotokopie von Vietnam zu befinden.

Die etwas andere Landschaft

In Central Station angekommen, ist mir auch gleich wieder eingefallen, was ich an China nicht vermisst habe: die unbeschreibliche Masse an Menschen auf kleinstem Raum. Ihr müsst bedenken, dass Hong Kong 7,3 Millionen Einwohner hat und der überwiegende Teil seinen Beruf auf der gerade einmal 80,5 km² großen Hong Kong Island ausübt. Da kann es in der Metro schon einmal etwas voller werden! Mein Kommilitone ist hier aktuell ebenfalls als Praktikant unterwegs und darf sich mit ganzen 4m2 zufriedengeben. Die Wohnungsnot auf der HK Island ist enorm. Keine Sorge als Stairway Praktikant bleibt mir dieses Schicksal erspart. Nach meiner Ankunft in Central ging es direkt zu meiner Unterkunft. Mein Apartment befindet sich in Causeway Bay, der wohl besten Gegend, um in der Stadt zu leben, gerade einmal 8 Minuten mit der Metro von Central entfernt. Ich kann mich wirklich nicht beschweren (Nicht geschimpft ist genug gelobt – der Schwob in mir :D). Ich befinde mich auf Hong Kong Island und habe alles, was man sich wünschen kann. Das Apartment ist super und das Personal sehr zuvorkommend!

Der Jet Lag und die Spannung auf den ersten Arbeitstag, der bereits wenige Stunden später beginnen sollte, haben für eine schlaflose Nacht gesorgt, allerdings habe ich die Zeit gleich genutzt, um mein Viertel zu erkunden. Uhrenliebhaber aufgepasst! Hong Kong ist die Stadt mit der höchsten Dichte an Uhrenläden der Welt. Es gibt an jeder Ecke mindestens 20 davon und kaum ein Ort zeigt dies besser als Causeway Bay selbst. Zugleich befindet sich auch der Victoria Park eine Gehminute von mir entfernt, welcher sich hervorragend zur sportlichen Betätigung eignet. Ein Schwimmbad grenzt an den Park auch an. Die Tiefe des tiefsten Beckens beträgt atemberaubende 1,40m. Mit meinen 1.90m sollte ich daher wohl Köpfer vermeiden.

Causeway Bay – mein erster Blick auf die Stadt

 

Der allererste Arbeitstag

Kaum ausgeruht und minimal aufgeregt begangen am nächsten Morgen schon die “New Joiner Days”. Klingt gut, sind aber 3 Tage vollgepackt mit IT, Compliance, Unabhängigkeitserklärungen usw. Wir befinden uns immerhin in einer Finanzmetropole, da darf der Compliance Part auch ruhig mal etwas dicker sein. Es war allerdings sehr schön die anderen Praktikanten kennenzulernen.

Manulife Financial Centre

Während man sich im Auslandssemester immer in seinem Kreis von Auslandsstudenten herumtreibt, kann man dies bei diesem Praktikum nicht machen. Das fiel spätestens dann auf, als ich merkte, dass ich von 50 New Joinern der Einzige aus der westlichen Welt war. Da ich immer wieder davon gelesen habe, dass es gerade bei chinesischen Kollegen sehr schwer ist in den engeren Freundeskreis aufgenommen zu werden, war meine größte Angst, dass ich mein Praktikum alleine verbringen würde. Glücklicherweise ist dem überhaupt nicht so! Die Kollegen waren sehr gespannt meine Geschichte zu hören, haben mich gleich zu verschiedenen Restaurants gezerrt und haben mir von den Eigenarten Hong Kongs berichtet. In diesen Orientierungstagen habe ich dann auch eine erfreuliche Mail von meinem Manager erhalten. Anhand der Kürzel konnte ich bereits mit meinen Mitpraktikanten erahnen mit welchem Glück ich überschüttet wurde. Ich darf an dieser Stelle natürlich nicht sagen, um welches Mandat es sich konkret handelt, aber es handelt sich um einer der renommierten Tier 1-Investmentbanken. Zuvor wurde kaum ein Praktikant an dieses Mandat gelassen. Ihr seht bereits, dass man ein enormes Vertrauen als Stairway Praktikant erhält.

Ein kleiner Teil der New Joiner

Natürlich war die Ehrfurcht groß, Teil dieses Teams zu sein. Ich hatte befürchtet, dass es sich überwiegend um Workaholics handelt, die keinerlei Spaß verstehen. Mal wieder falsch gedacht! Die Kollegen sind alle super nett und entspannt. Ich wurde allen Mitgliedern des Engagement Teams vorgestellt, auch den Managern und der Partnerin, und jede einzelne Person hat mich warmherzig empfangen. Gemeinsame Wasser- oder Kaffeepausen, am Freitagnachmittag gemeinsam Dessert bestellen und viele Witze machen die Busy Season mehr als nur erträglich. Wir waren auch bereits gemeinsam im Vergnügungspark! Ich hätte mir keinen besseren Einstieg und vor allem kein cooleres Team vorstellen können! Lasst Euch aber von den netten Gesichtern nicht täuschen, jedes einzelne Mitglied bringt ein enormes Wissen und verschiedene Skills mit, von welchem man als Praktikant profitieren kann. Gerade unser Senior Michael gehört wohl zu den intelligentesten Personen des Planeten. Aus jeder Unterhaltung lerne ich persönlich sooooo viel!

Das beste Team der Welt!

 

Besonderheiten, die sofort ins Auge stechen:

  • Die Arbeitskultur in Hong Kong ist nicht so stark an die asiatischen Werte angelehnt wie das vlt. in Mainland China oder gar Japan der Fall ist, aber die asiatische Kultur und gewisse Hierarchien sind trotzdem verankert. So konnten Praktikanten sich nicht vorstellen, dass es in Deutschland gar nicht so unüblich ist mit Directors oder gar Partnern zu Mittag zu essen.
  • Das Essen ist sehr vielfältig. Man findet wirklich alles! Aber die typischen Gerichte sind unheimlich ölig. Mein koreanischer Finance Professor hatte mal den Witz gemacht, dass nach 3 Mal chinesisch kochen die Flasche Öl aufgebraucht ist. Ich glaube allmählich, das war ernst gemeint. Und jetzt kommt die größte Überraschung. Obwohl man meinen müsste, dass bei diesem Essen keiner die Figur halten kann, muss ich sagen, dass es den Leuten in Hong Kong enorm gut gelingt! Ich für meinen Teil darf entsprechend etwas mehr Sport machen, aber es ist nun einmal schwer den vielen Köstlichkeiten zu entkommen. Ich sage nur Dim Sum 😉 ! Eine weitere Möglichkeit ist natürlich auf das vielfältige Angebot auszuweichen. Es ist wirklich gar kein Problem auf europäisches Essen umzusteigen oder auch auf japanisches Sushi. Gerade am Abend eine angenehme und gesunde Abwechslung.

Viele lokale Spezialitäten

Japanisches Sushi

 

 

 

 

 

 

 

  • Wenn man von einer Stadt spricht, die mehr als 5 Millionen Einwohner hat, dann denken wir immer an Metropolen, die so riesig sind, dass weder der Anfang noch das Ende erkennbar ist. Hong Kong aber ist im Verhältnis winzig. Ich lasse jetzt bewusst die New Territories weg und beziehe mich nur auf HK Island! Wenn man sich an das andere Ufer in Kowloon begibt, um die berühmte Skyline zu sehen, dann erkennt man erst wie klein die Insel doch eigentlich ist. Trotz ihrer verhältnismäßig mickrigen Größe bietet sie trotzdem so viel abwechslungsreiche Landschaft. Wolltet ihr schon immer morgens aufstehen in den Bergen wandern gehen, dann ein köstliches Frühstück an einem verruchten Street Food Stand einnehmen, um dann um 8 Uhr den Arbeitstag in einem luxuriösen Wolkenkratzer mit Kollegen aus der ganzen Welt an globalen Top Playern zu beginnen, um dann zu Mittag japanisches Sushi mit einem Senior Manager mit Ausblick auf einer der berühmtesten Skylines der Welt zu haben, um dann nach Feierabend an den Strand zu gehen, einige Runden zu schwimmen und dann letzten Endes den Tag mit einer Shopping Tour am Times Square zu beenden? Klingt nach einer Weltreise an einem Tag?! Ist lediglich die Vielfalt Hong Kongs.

Skyline vom Hafen aus

Dragon’s Back

 

 

 

 

 

 

 

Big Wave Beach

 

 

 

 

 

 

 

 

  • In Hong Kong ist es selbst bei Franchiseunternehmen nicht immer gegeben, dass man immer den gleichen Preis zahlt. Es macht also einen riesigen Unterschied, ob ich Dim Sum in Central esse oder in den New Territories. Während es in Central zum Luxusessen wird, ist es in den New Territories so unverschämt günstig, dass man schon eher kritisch hinterfragt, was drinsteckt.
  • After work Drink, what is that? Gerade bei PwC habe ich immer genossen, dass man sich manchmal mit den Kollegen nach der Arbeit ein Feierabendbier genehmigt. In Hong Kong ist es geradezu unmöglich die Kollegen von einem After work Drink zu überzeugen. Selbst die deutschen Senior Manager bekommen das nicht hin, selbst wenn Sie eine Runde spendieren. Also viel Spaß an die Nachfolger es hinzubekommen. Ich berichte, falls ich es schaffen sollte! Trotzdem bietet die IFC Mall eine wunderschöne Dachterrasse, die gerne genutzt werden darf, um seine eigenen Getränke zu konsumieren. Der perfekte Hot Spot, um den Tag ausklingen zu lassen.

Die Skyline Kowloons von der IFC Mall aus

 

Arbeitsalltag

PwC hat gleich mehrere Sitze in Hong Kong. Zunächst kommt jeder ins Manulife Financial Centre, in denen die Orientierungstage stattfinden. Dieses Gebäude ist tatsächlich das einzige PwC Gebäude, welches sich in Kowloon und nicht auf HK Island befindet. Danach geht es entsprechend der Tätigkeit in den Edinburgh Tower oder das Prince’s Building. Ich habe durch meine Tätigkeit im Financial Services Bereich das Glück im Edinburgh Tower im 27. Stock zu sitzen. Die Aussicht ist überragend! Man kann sich anschauen wie jeder Wolkenkratzer versucht den anderen an Höhe zu überbieten. Natürlich gewinnt hier der IFC Tower das Rennen. Ich kann Euch zudem beruhigen. Man hat sicherlich nicht deutlich weniger Platz als in einem typisch deutschen Büro. Glücklicherweise sitzt der Mandant, welchen wir prüfen, direkt im Hochhaus nebenan, sodass wir nicht ständig vor Ort sein müssen, wir sind es schließlich bereits. Trotzdem ist der ein oder andere Kundenbesuch durchaus dabei.

Edinburgh Tower

Prince’s Building

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während die meisten Stairway Praktikanten an Gesellschaften mit Bezug zum deutschen Markt/Unternehmen arbeiten, gilt dies nicht in meinem Fall.  Da es sich um ein US-amerikanisches Investmentbank handelt, sind die Dokumente beinahe ausschließlich auf Englisch. Wenn es mal dazu kommen sollte, dass ein chinesisches Dokument bei mir landet, wird erst einmal versucht zu verstehen, was eventuell auf dem Papier stehen könnte, bis ich nach etwa 10 Sekunden einsehe, dass ich das wohl nie schaffen werde. Lasst Euch nicht entmutigen, die Kollegen sind immer sofort zur Stelle! Ich kann Euch zudem nochmals ausführlicher bestätigen, dass die Hierarchie wirklich sehr flach ist. Obwohl man immer davon liest wie sehr doch die Hierarchie im asiatischen Raum zählt, so muss ich Euch sagen, dass es im Fall von PwC HK mehr ein Mythos ist, der dadurch entsteht, dass vor allem Interns und Associates nicht ins Fettnäpfchen treten wollen. Viele Partner haben an Ihren Türen sogar Aufkleber, dass Ihr Büro bei Abwesenheit für Gruppenarbeiten zur Verfügung steht. Glaubt ihr, das wird wahrgenommen? Es ist also viel mehr Einbildung als Realität. Ich hatte bereits Lunch/Dinner mit Partnern und war auch schon mit Senior Managern auf einen Drink aus. Es ist sogar eher so, dass gerade Manager aus dem Ausland solche Dinge sehr vermissen. In den kommenden Wochen kapere ich mit einem Senior Manager sogar ein Junk Boat (eine sehr beliebte Wochenendbetätigung in Hong Kong :)). Also, wenn ihr Mal dran seid, nimmt Einladungen gerne an und habt keine Scheu auch proaktiv zu sein!

Die Arbeitszeiten sind nicht wirklich anders als in Deutschland. In der Busy Season werden Stunden normal aufgebaut und dann entsprechend ausbezahlt oder abgefeiert. Dabei wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass auch jede Stunde sauber erfasst wird. Es wird nichts unter den Tisch gekehrt! Als Stairway Praktikant wird sowieso darauf geachtet, dass Ihr keine Überstunden macht. Wenn ich mal welche mache, dann tatsächlich nur deshalb, weil ich ein Streber bin und das Thema so spannend finde, dass ich nicht aufhören kann. In der Regel geht dann aber ab 18:30 mein sog. „Mike Alarm“ los. Der liebe Mike ist nämlich mein Nebensitzer und fängt mich dann im 10 Minutentakt daran zu erinnern, dass ich doch heimgehen mag. Ihr seht, dass es an Fürsorge nicht mangelt 🙂

 

Hong Kong als Ausgangspunkt – Perfektes Drehkreuz zum Reisen

Ihr werdet recht schnell sehen, dass ich auch die letzte Sekunde aus meinem Wochenende presse, um möglichst viel von den Nachbarländern zu sehen. Ich kann Euch das nur empfehlen, besonders wenn Ihr in Asien seid, um die unterschiedlichen Besonderheiten der Länder kennenzulernen. Wer meint, dass China=Japan=Korea, dem kann ich nur entgegnen: „No Way!“

So fliege ich gerne mal Freitagabend direkt nach der Arbeit los und komme Montagmorgen pünktlich zur Arbeit wieder an. Das erste Wochenende habe ich genutzt, um mir Central und den westlichen Teil der Hong Kong Island anzuschauen. Neben Antiquitätenmärkten, dem Hafen, den Vogelnestläden und Lan Kwai Fong (Partyviertel), habe ich natürlich die Zeit genutzt alle möglichen heimischen Spezialitäten auszuprobieren. Die Abende habe ich abgerundet, indem ich mir eine der spektakulärsten Light-Shows der Welt angeschaut habe, die “Symphony of Lights“. Diese verwandelt die Hong Konger Skyline für 10 Minuten in ein riesiges Lichtermeer. Den berühmten Victoria Peak habe ich bisweilen aufgrund des oftmals nebeligen Wetters noch nicht gemacht, aber kommt noch!

Die typische Hong Kong Waffel

Alles sehr eng bebaut!

 

 

 

 

 

 

 

 

Der alte Bahnhof im britischen Stil

 

 

 

 

 

 

 

 

An Freizeitaktivitäten bietet Hong Kong bereits sehr viel, aber gerade die wirklich zentrale Lage in Asien macht die Stadt noch interessanter. Am zweiten Wochenende bin ich spontan nach Shenzhen und Macau gereist. Shenzhen war die allererste Sonderzone, in der liberalere Wirtschaftsgesetze und Regularien galten. Somit nimmt Shenzhen gerade geschichtlich einen besonderen Platz ein, aber ehrlich gestanden, bietet die Stadt sehr viele Schnäppchen. Schließlich ist Festlandchina deutlich günstiger als Hong Kong!

Das bekannte „Window of the World“ in Shenzhen

Direkt vom Bahnhof in die Shopping Meile

 

 

 

 

 

 

 

 

Macau wiederum teilt ein ähnliches Schicksal wie Hong Kong. Das Gebiet war bis 1999 eine portugiesische Kolonie. Die Stadt wird neben HK sehr gerne als Asiens Las Vegas unterschätzt. Im nördlichen Teil der Insel befinden sich noch so viele Sehenswürdigkeiten, die der Stadt einen portugiesischen Anstrich verpassen. Auch im Süden ist das zu sehen, auch wenn hier die faszinierenden Casinos, gerade das Venetian, einem dem Atem rauben. Ich kann Euch nur sagen, dass die Stadt wirklich sehr „underrated“ ist.

Die Fassade der ehemaligen Pauluskirche

Largo do Senado

 

 

 

 

 

 

 

Die riesigen Casinos Macaus

 

 

 

 

 

 

 

Das dritte Wochenende habe ich dann den östlichen Teil der HK Island und Lantau Island besucht. Im östlichen Teil der Insel befindet sich der Dragon’s Back ein kleiner Berg (für uns also ein großer Hügel :D), der sich gut zum Wandern eignet. Nach dem Wandern waren wir an der „Big Wave Beach“, die optimal Bedingungen zum Surfen bietet. Daraufhin ging es nach Quarry Bay, wo sich das außergewöhnliche „Yik Cheong Building“ befindet, gerne auch als „Monster Building“ bezeichnet. Seht einfach selbst, warum es berühmtberüchtigt ist….

Das Monster Building

Lantau Island beherbergt wiederum den Tian Tan Buddha am Kloster Po Lin. Hier empfand ich besonders das Gleichgewicht zwischen Tempel und Natur ansprechend. Zudem gab es an jeder Ecke mindestens drei Ochsen, die sich besonders über die Opfergaben gefreut haben. Einige haben sich sogar ein paar Kurze gegönnt, vlt. sollte ich mit denen mal einen After Work Drink einnehmen (kleiner Spaß :D). Fast noch schöner, weil eben so authentisch, ist das Fischerdorf „Tai O“ am Fuße des Berges. Hier ist die Zeit schlichtweg stehen geblieben. Während die Menschen auf HK Island keine Schlafgelegenheit finden, weil es schlicht zu teuer ist, stehen hier die Häuser teilweise leer. Die meisten Bewohner sind Fischer und man hat hier die Gelegenheit an jeder Ecke frischen Fisch zu bekommen. Natürlich sind auch sehr viele nicht identifizierbare Dinge dabei. Das Wetter war zwar etwas bescheidener, aber es hat trotzdem Spaß gemacht 🙂

Tian Tan Buddha

Eine typische Fischerin aus Tai O

 

 

 

 

 

 

 

 

Daraufhin sind wir nach Sham Shui Po zum Elektronikmarkt in der Apui Street gefahren. Mir wurde das empfohlen, weil es hier angeblich deutlich günstigere SIM Karten gibt. Es sind tatsächlich die gleichen identischen Karten wie in den vielen Convenience Stores, die aber zu einem Bruchteil angeboten werden. Wie das geht? Keine Ahnung! Das gesparte Geld kann man anschließend am Fake Market ausgeben. (Immer daran denken, wer nur 50% Rabatt bekommt, der hat auf jeden Fall schlecht verhandelt :P). Der krönende Abschluss war dann ein Abendessen auf dem Night Market von Kowloon.

Typisch chinesisches Essen am Temple Street Night Market

Eine oder gleich hundert Enten gefällig?

 

 

 

 

 

 

 

 

Apui Street Market – nicht nur wir kaufen günstig ein 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Das vergangene Wochenende ging es direkt nach der Arbeit nach Taipeh und ich kam auch erst pünktlich zur Arbeit wieder. Das Wetter hat mir auch wirklich keinen einzigen Sonnenstrahl gegönnt, allerdings war es wirklich sehr interessant. Allein der Raohe Night Market war die Reise wert. Ihr werdet wohl niemals so günstig und authentisch die verschiedensten Gerichte ausprobieren können wie hier. Über die phänomenale Aussicht des Taipeh 101 und den Elephant Mountain brauche ich keine Worte zu verlieren, ich tu es trotzdem: Gigantisch!

Blick auf den Taipeh 101

Eingang des Raohe Night Market

 

 

 

 

 

 

 

Rinderroulade nach chinesischer Art

Wunder der Technik – Der Fahrstuhl des Taipeh 101

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Aussicht vom Taipeh 101

Der Marty’s Shrine

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstes Fazit

Was bleibt zu sagen? Ich hätte natürlich noch viel mehr schreiben können, aber das soll zunächst erstmals reichen. Die Stadt und die Arbeit haben noch so viel zu bieten und ich bin sehr gespannt darauf. Bisweilen übertrifft das Praktikum meine Erwartungen bei Weitem! Es könnte nicht besser laufen! Und wenn das Wetter erst anfängt mitzuspielen, dann werden die Bilder auch etwas heller und farbenfroher. Ich freue mich schon darauf und halte Euch auf dem Laufenden. Aber ich kann Euch schon jetzt versichern, dass ich keine Millisekunde des Praktikums missen möchte und bereits jetzt auf meinen Nachfolger oder meine Nachfolgerin neidisch bin 🙂

Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Wochen und darauf, Euch davon in den kommenden Blogs zu berichten! 🙂

 

Bāi bái! (拜拜!)

Steven