!Hasta la vista Madrid¡

Hallo zusammen,

Ein bisschen bereue ich es schon, dass ich vor ein paar Wochen mit Schadenfreude auf die niedrigen Temperaturen in Deutschland geguckt habe, denn in den letzten Tagen hatte ich mit dem Wetter nicht allzu viel Glück. Neben kühlen Temperaturen, hat es auch noch ungewöhnlich viel geregnet. Während meine Freunde in Deutschland ihre Freizeit mit Grillen und einem kühlen Bier im Freien verbracht haben, habe ich mir weitere Museen und Sehenswürdigkeiten angeguckt. Das schlechte Wetter beschäftigt mich jetzt umso mehr, da ich einige Ausflüge, in der Hoffnung auf besseres Wetter, in den April verschoben habe und jetzt in Zeitnot gerate, diese noch vor meinem Praktikumsende nachzuholen.

Im Büro habe ich die letzten Wochen damit verbracht Unternehmensprofile für eine Roadshow zu erstellen. Die Aufgabe, die eher der M&A Abteilung zuzuordnen ist, besteht darin die wichtigsten finanziellen Kennzahlen herauszuarbeiten und die Entwicklung des Unternehmens darzustellen. Diese Profile werden in der Regel dann Investoren vorgezeigt, die dadurch neue Investitionsobjekte kennenlernen. Bei dieser Arbeit ist es wichtig, die Gewinn- und Verlustrechnung zu verstehen (mittlerweile gelingt mir dies auch in Spanisch) und im Umgang mit externen Quellen geschult zu sein.

Ein Tag im Büro

Bevor es morgen für mich nach Hause geht, möchte ich euch noch kurz beschreiben, wie ein typischer Arbeitstag bei mir aussieht. In der Regel komme ich zwischen 9:00 Uhr und 9:30 Uhr im Büro an, womit ich zu den Ersten gehöre. Die meisten Kollegen kommen nämlich erst nach 9:30 Uhr ins Büro. Wenn es nicht gerade eine harte Deadline einzuhalten gilt, gehe ich dann gegen 10 Uhr mit einigen Kollegen einen Kaffee trinken. Dabei erfährt man meist auch, was für den Tag geplant ist. Nach dieser kurzen Pause wird dann bis zum Mittagessen gegen 13:30 fleißig gearbeitet. In der Regel gehe ich zum Essen in die Cafeteria im 34. Stock, da es allein schon zwischen 5 und 10 Minuten dauert, um aus dem 44. Stock bis zur Straße zu gelangen und damit zu viel Zeit der einstündigen Mittagspause verloren geht. Danach wird dann im Normalfall bis 19:30 / 20:00 Uhr weitergearbeitet.

Schönes Andalusien

Neben der ganzen Arbeit hatte ich aber auch genügend Zeit zum Reisen. So ging es Anfang März nach Valencia und im April nach Málaga, Granada, Cordoba, Sevilla und Cádiz. Am einfachsten reist man in Spanien mit den AVE Schnellzügen. Mit diesen ist man in den meisten Fällen in weniger als 2 Stunden in den größeren Städten. Falls ihr auf eurer nächsten Tour eine Reise mit dem AVE plant, kann ich euch auf manchen Routen ein Upgrade in die 1. Klasse empfehlen. So habe ich auf der Reise nach Cordoba nur 12€ mehr bezahlt und dafür ein reichhaltiges Menü und Getränke erhalten. Von den besuchten Städten haben mir besonders gut Valencia und Málaga gefallen, da beide Städte am Meer liegen und man nach dem Sightseeing am Strand entspannen kann.

 

Zu guter Letzt möchte ich noch dem Stairway Team in Deutschland und meinen spanischen Kollegen Benedikt, Nadine und Alvaro für ihre Hilfe und die nette gemeinsame Zeit danken.

 

Viele Grüße,

Gregor

 

 

 

Adiós Barcelona

Der letzte Monat meines Praktikums in Barcelona ist vorbei. Die letzten „To-Do’s“ sind erledigt und ich befinde mich seit ein paar Tagen wieder in Stuttgart. In diesem Blogeintrag möchte ich über die vergangenen Wochen berichten und mein persönliches Fazit über das Stairway Praktikum ziehen.

Prüfungsalltag im März

Die ersten Tage im März starteten im PwC-Office mit Schulungen, in denen ich mein erworbenes Wissen vertiefen konnte. Es werden mehrere Schulungen angeboten, auf denen mir verschiedene Methodiken für bestimmte Prüfungsgebiete, wie die Prüfung des Inventars, näher gebracht wurden und ich auf Case Studies eigene Prüfungsstrategien ausprobieren durfte.

Während der Zeit im Office wurde mir bewusst, wie viele Kollegen ich während meines Praktikums kennenlernen durfte. Zudem habe ich viele Praktikanten, welche ich seit der Einführungswoche nicht mehr gesehen hatte, wiedergetroffen. Nur wenige Gesichter waren mir noch fremd. In den Frühstückspausen hatten wir Gelegenheit, um uns über die bisherigen Erfahrungen aus den verschiedenen Mandaten auszutauschen.

In der zweiten Woche bekam ich das nächste Projekt. Statt einer klassischen Jahresabschlussprüfung durfte ich an der Prüfung einer Konsolidierung arbeiten. Sowohl neue Aufgaben als auch ein neues Team sorgten für Abwechslung. Ich lernte unglaublich viel dazu.

Darüber hinaus war die Fahrt zu den Mandanten ein wirkliches Highlight: Das Unternehmen lag ein wenig außerhalb von Barcelona, sodass wir 20 Minuten lang bei strahlender Sonne entlang der Küste fuhren- besser kann der Tag nicht beginnen!

La Semana Santa

In der Osterwoche, die sogenannte „Semana Santa“, ist in Barcelona die größte Attraktion die Hauptprozession am Karfreitag. Nachmittags wandern die katholischen Brüderschaften durch die Altstadt zu den Kathedralen. Ein besonderes Highlight der Wanderung: Die Festtagsgewänder. Diese bestehen aus einem Büßergewand und einem spitzen, kegelförmigen Hut. Die Farbe der Gewänder ist nicht immer gleich. Während die eine Brüderschaft sich ganz in weiß kleidet, trägt die andere blaue Gewänder.

Die Küstenstadt

Nach mehreren Monaten in Barcelona habe ich alle Hot-Spots erkundet und auch die lokalen Ecken kennengelernt. Die Stadt hat unglaublich viel zu bieten. Das Beste an Barcelona?  Wenn einem gerade nicht danach ist, Berge wie den Tibidabu hochzuwandern oder durch die Altstadt zu laufen, kann man bereits im März am Strand liegen und den Tag in der Sonne genießen. Entscheidet man sich spontan doch dazu, ein wenig aktiver zu sein, kann man eines der Sportanlagen nutzen. Seien es Volleyballfelder, Outdoor-Workout-Bereiche, Surfangebote oder Fußballplätze. Die Möglichkeiten sind grenzenlos!

  

Rückblick und Fazit

Vorbereitung und Organisation

Das PwC-Stairway Team hat alles für eine reibungslose Vorbereitung getan. Ich musste lediglich ein paar Dokumente absenden und E-Mails beantworten. Für jegliche Fragen bekam ich sofort eine Antwort und konnte sorgenfrei in den Flieger in Richtung Spanien steigen. Die organisatorische Übergabe an das Global Mobility Team war ebenfalls problemlos. Ich wurde von dem spanischen Office kontaktiert und hatte vor der Anreise alle Informationen, die ich benötigte. Für alle Bereiche hatte ich einen Ansprechpartner, der mich über die aktuellen To-Do’s auf dem Laufenden hielt. Zusätzlich wurde mir ein „Buddy“ zugeteilt, der mir bei speziellen Fragen zum Berufsalltag zur Seite stand.

Die Sprache

Auch mit einer intensiveren Vorbereitung war ich mir nicht sicher, ob meine Kenntnisse ausreichen, um komplett auf Spanisch zu arbeiten. Zu Beginn des Praktikums war mein Spanisch alltags-, aber nicht unbedingt berufstauglich. Ich hatte während meines Studiums ein paar Spanischkurse belegt und war für ein Auslandssemester in Madrid.

Anfangs hatte ich zwar Schwierigkeiten, der schnellen Sprechweise der Spanier zu folgen, dies änderte sich allerdings schnell. Meine Kollegen waren unglaublich hilfsbereit und es war überhaupt kein Problem nachzufragen, sollte etwas unklar sein. Ich lernte dadurch mit dem Sprachumfeld umzugehen und mein Spanisch verbesserte sich täglich. Meine Anfangssorgen waren dahin.

Der Berufsalltag

Insgesamt war ich auf vier verschiedenen Mandaten. Kein Unternehmen glich dem anderen und ich lernte bei jedem Mandat durch neue Aufgabenschwerpunkte vieles dazu. Bei jedem Engagement Team hatte ich sehr viel Spaß und es wurde stets darauf geachtet, dass ich durch meine Sprachkenntnisse nicht zum Nachteil komme.

Im spanischen Berufsalltag fiel mir vor allem der fast freundschaftliche Umgang und Kontakt zu den Mandanten auf.  Die Finanzdirektorin beispielsweise grüßte ich, statt mit dem gewohnten deutschen Handschlag, mit den in Spanien üblichen „Besos“.

Ganz besonders hervorzuheben ist der Effekt meines Sprachniveaus auf den Berufsalltag. Neue Aufgaben wurden mir in der spanischen Sprache zugeteilt und ich hatte zunächst etwas Schwierigkeiten, diese erfolgreich anzugehen. Die sprachliche Barriere führte dazu, dass ich mich vertieft mit dem Sinn und dem Ziel der Aufgabe auseinandersetzen musste. Dadurch erhöhte sich der inhaltliche Lerneffekt und ich konnte die Aufgaben letztlich erfolgreich absolvieren. Sollten doch noch Unklarheiten vorhanden sein, war nachfragen nie ein Problem!

Das Programm

Meine Empfehlung: Bewerbt euch! Das Programm ist wirklich einzigartig und eine außergewöhnliche Gelegenheit. Von der ersten E-Mail bis zur Abgabe des Laptops erfährt man unglaubliche organisatorische Unterstützung. Auch nach längerer Recherche habe ich keine Möglichkeit gefunden, entspannter und effizienter ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Ich bekam die Chance mich neuen Herausforderungen zu stellen und in einer besonderen Stadt wie Barcelona über Monate hinweg zu leben und zu arbeiten.

Zum Schluss möchte ich mich besonders bei PwC und dem Stairway Team für das Anbieten dieses Programms bedanken und der Möglichkeit, daran teilzunehmen. Vielen Dank für die tolle Unterstützung und der opportunity of a lifetime!

Últimos saludos,

Leo

Es wird Frühling in Madrid

Vom Glück in der Sonne zu arbeiten

Wer hätte nicht ein Grinsen im Gesicht, wenn man mit Freunden und der Familie telefoniert und sie einem von immer neuen Minusrekorden bei der Temperatur in Deutschland erzählen und man selbst im T-shirt im Park sitzt und die Sonne genießt. Diese Erfahrung durfte ich vor einigen Wochen, dank PwC, machen.

Bei mir hat sich mittlerweile auch eine Art Alltagsgefühl eingestellt. Die wichtigsten Orte und Denkmäler wurden besichtigt und das Touristische gerät immer mehr in den Hintergrund. Dafür verbringe ich jetzt mehr Zeit mit der Reiseplanung von Zielen außerhalb von Madrid. Gerade sitze ich zum Beispiel im Zug Richtung Valencia, wo ich an den Fallas Festlichkeiten teilnehmen werde (mehr dazu im nächsten Blog). Und im April geht es dann zu einer Rundreise durch Andalusien.

Wenn man nur Spanisch versteht

Bei meinem ersten Projekt hatte ich noch das Glück, dass das „Target“ ein deutsches Unternehmen war und ich die Jahresabschlüsse und andere wichtige Dokumente problemlos lesen konnte. Mittlerweile habe ich es mit spanischen Unternehmen zu tun, die erwartungsgemäß ihre Abschlüsse auf Spanisch erstellen. Trotz meiner 3 Jahre Spanisch in der Schule, die zu meiner Verteidigung 5 Jahre zurückliegen, und einem Auffrischungskurs an der Uni, ist es für mich quasi unmöglich die Abschlüsse in angemessener Zeit zu übersetzen. Zum Glück erleichtern diverse Seiten im Internet einem die Übersetzung und zu meiner Überraschung sind diese auch noch einigermaßen in Ordnung.

Im Alltag ist es dann aber leider doch nicht so einfach. Mit Englisch kommt man in Geschäften und Restaurants nicht weit und jedes Mal den Übersetzer zu benutzen macht auch nicht viel Sinn. Da braucht es schon einer guten Strategie, um durch den Alltag zu kommen. In Restaurants achte ich zum Beispiel nur noch darauf, ob es vegetarisch ist oder welches Fleisch es beinhaltet, der Rest wird blind bestellt.

Ein internationales Team

Nach mehr als zwei Monaten im Büro habe ich allmählich auch alle Kollegen kennen gelernt. Dabei fällt einem direkt auf, wie international das Team hier ist. Neben zwei Deutschen, habe ich jetzt auch schon Amerikaner, Engländer, Italiener und Portugiesen getroffen. Man kann sich vorstellen, wie die Sprachvielfalt im Büro ist. Daneben ist es auch ganz interessant zu erfahren, wie die Arbeit für PwC in ihren Ländern aussieht.

 
Letztes Wochenende hatte ich dann auch den ersten Besuch aus Deutschland. Dank Schlafcouch konnten problemlos drei Freunde bei mir übernachten. Eins der Highlights unserer Sightseeingtour war mit Sicherheit der Besuch im Santiago Bernabeau Stadion. Auf der Route durch das Stadion kommt man unter anderem an den unzähligen Pokalen und Auszeichnungen vorbei. Dabei beeindruckt insbesondere die Sammlung an Pokalen zum Weltfußballer des Jahres. Einen Abend sind wir dann in einer Tapas Bar essen gegangen, da wir die Bezeichnung der meisten Speisen nicht verstanden, haben wir einfach blind bestellt. Zum überwiegenden Teil hatten wir dabei echt Glück und wir haben sehr leckere Speisen bekommen.

Viele Grüße,

Gregor

Busy-Season in Barcelona

Mittlerweile sind zwei Monate in Barcelona vergangen. Wie in meinem letzten Blogeintrag angedeutet, möchte ich euch vermitteln, wie mein Arbeitsalltag in Spanien abläuft, welche Besonderheiten es gibt und welche Unterschiede zum deutschen Arbeitsalltag bestehen.

Erster Eindruck der Arbeitswelt in Barcelona

In den vergangenen sieben Wochen war ich auf drei verschiedenen Mandaten. Als erstes ging es für zwei Wochen zu einem Pharmaunternehmen, danach arbeitete ich in der Prüfung eines Herstellers für Reinigungsmittel. Am Freitag hatte ich meinen letzten Tag bei einem System- und Serviceanbieter von polymerbasierten Lösungen.

Für mein Praktikum und meine Werkstudententätigkeit in Deutschland war ich über die volle Zeit in der Financial Service Line aktiv. Deshalb freue ich mich natürlich, in Barcelona die Vielfalt der Mandate der Industrial Service Line kennenzulernen.

Auf jedem Mandat arbeitet man vor Ort mit einem anderen Team. Diese Teams bestehen je nach Mandatsgröße aus mehreren Junior/Senior Prüfern und einem Manager. Als Praktikant übernimmt man eigene Prüfungsaufgaben und trägt dafür die Verantwortung. Am ersten Tag wurde ich gefragt, welche Aufgaben mir vom vorherigen Team zugeteilt wurden, sodass ich die Chance bekam, in neuen Prüfungsschwerpunkten mitzuarbeiten.

Der Arbeitsalltag

Interessanterweise, gibt es in Spanien nicht das klassische „nine to five“ Arbeitszeitmodell. Die PwC-Angestellten folgen einem Arbeitskalender. Der Arbeitskalender ist für jede Service-Line und jeden Bereich unterschiedlich. Im Bereich Assurance gehen die regulären Arbeitszeiten von Dezember bis Mai von Montag-Donnerstag von 9:00 bis 19:00. Freitags arbeitet man halbtags bis 15:00 und hat somit ein längeres Wochenende.

Die Kompensation erfolgt im Sommer. Von Juli bis September erlaubt der Arbeitskalender auch montags-freitags ab 15:00 die Arbeit zu beenden. Da kann man zum Beispiel Mittwochnachmittags nach der Arbeit für ein paar Stunden am Strand entspannen bevor es zum Abendessen geht.

Die „Busy-Season“ ist in Spanien, wie in Deutschland, relativ arbeitsintensiv. Trotzdem wird morgens die Zeit genommen, gemeinsam zu Frühstücken.

Barcelona verfügt über unzählige Restaurants und Cafés. Jeden Tag gab es etwas klassisch Katalanisch oder Spanisches auf dem Menu, die Vielfalt war groß. Manche Speisen sind aus mitteleuropäischer Sicht ungewöhnlich, wie zum Beispiel frittierte Sardellen. Enttäuscht wird man von der lokalen Küche aber nie!

Als Praktikant trägt man von Beginn an Verantwortung. Man wird als vollständiges Teammitglied gesehen und es wird sehr viel Wert daraufgelegt, die Praktikanten in den Prüfungsprozess zu integrieren.

Alltags- und Arbeitssprache ist Spanisch. Nach gut zwei Monaten konnte ich mich an das extreme Sprachtempo mancher Spanier gewöhnen. Es wird sehr darauf geachtet, dass ich durch kleinere Sprachbarrieren nicht zum Nachteil komme. Beim letzten Engagement beruhte das auf Gegenseitigkeit. Bei der Prüfung einer deutschen Tochtergesellschaft, konnte ich den Kollegen bei der Übersetzung von deutschen Dokumenten helfen.

Zwischenfazit: Der Arbeitsalltag in Spanien macht sehr viel Spaß! Die Kollegen sind sehr zuvorkommend und der Lerneffekt groß. Ich kann kaum glauben, dass schon der letzte Monat für mich in Barcelona angebrochen ist.

Freizeit

Mit der Zeit wird es wärmer und größere Sightseeing-Touren werden möglich. Die letzten Wochenenden nutzte ich, um so viel wie möglich in der Stadt zu erkunden. Trips auf den Tibidabu oder auf den Montjuic sind empfehlenswert. Sowohl die Kathedrale Sagrat Cor, als auch die Aussicht von den jeweiligen Aussichtsplattformen sind beeindruckend!

Letzte Woche konnte ich das Wichtigste meiner Bucketlist von Barcelona streichen. Einmal ins Camp Nou zu gehen und Spieler wie Messi und Suarez beim Fußballspielen zuzusehen. Ein bisschen Glück hatten wir bei der Spielwahl, denn bei einem 6:1 Endstand mangelte es keineswegs an Highlights.

Ich bin gespannt, welche neuen Eindrücke der März mit sich bringt!

Bis bald,

Leo

¡Essen gibt es später!

Dieser Post erscheint leider etwas später als zunächst beabsichtigt. Doch mittlerweile bin ich komplett in Madrid und auch im Arbeitsleben angekommen. Seit vorletzter Woche bin ich einem Projekt zugeteilt, was zurzeit sehr viel Zeit beansprucht und dadurch komme ich erst relativ spät von der Arbeit nachhause. Meinen schnellen Einstieg in das tägliche Projektgeschäft verdanke ich zu großen Teilen auch meinem vorangegangenen Praktikum bei PwC in Deutschland. Ich habe in Madrid quasi dort weitergemacht, womit ich in Düsseldorf aufgehört habe.

Financial Due Diligence – was ist das eigentlich?

Aber vielleicht fange ich erst einmal damit an was ich eigentlich genau in der Deals Abteilung mache und warum es nicht so ungewöhnlich ist länger zu arbeiten.

Um es genau zu nehmen arbeite ich in der Financial Due Diligence Abteilung, die u. a. neben der M&A Abteilung und der Valuation & Strategy Abteilung zu Deals gehört. In der Deals Abteilung dreht es sich um den Kauf, Verkauf oder den Zusammenschluss von Unternehmen. In einer Financial Due Diligence analysieren meine Kollegen und ich die vergangenen Jahresabschlüsse eines Unternehmens und normalisieren diese in Hinblick auf außergewöhnliche Ereignisse. So wird zum Beispiel der Umsatz aus den vergangenen Jahren einer Abteilung herausgerechnet, wenn diese kurz vor dem Abschluss der Transaktion verkauft wurde. Darüber hinaus guckt man sich unter anderem auch noch den Cash Conversion Circle und Preis- & Volumenänderungen an.

Lange Arbeitszeiten ergeben sich meist aus zwei Günden. Häufig sind sie der Fall, wenn man Unternehmen auf der Käuferseite berät und diese ein anderes Unternhemen im Rahmen einer Auktion erstehen wollen. Da die Zeit bis zu einer Auktion meist sehr knapp ist, muss auch die Financial Due Diligence in kurzer Zeit erstellt werden. Der zweite Grund ist meistens weit aus frustrierender, da bis kurz vor Abgabe des Projekts noch wichtige Informationen fehlen und diese dann kurzfristig noch eingearbeitet werden müssen. In der Regel findet man aber nach Abschluss des Projekts die Möglichkeit die Mehrarbeit auszugleichen. Wichtig zu erwähnen ist noch, dass die Financial Due Diligence eine Teamarbeit ist. Jedes Teammitglied übernimmt dabei einen bestimmten Teil des Jahresabschlusses und führt die entsprechenden Analysen durch. Am Ende werden die einzelnen Analysen dann zu einem übergreifenden Report zusammengefasst.

Erwähnenswert ist noch, dass neben der ganzen Arbeit der Spaß im Büro nicht zu kurz kommt und die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm ist.

Arbeiten in Spanien

Essen in der Kantine

Wie versprochen möchte ich euch noch einen kurzen Überblick über die auffälligsten Unterschiede zwischen Deutschland und Spanien geben. Fangen wir bei den Arbeitszeiten an und damit meine ich nicht die Überstunden, die unterscheiden sich nämlich nicht zwischen den beiden Ländern. Hier sind die regulären Arbeitszeiten von Montag bis Donnerstag von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr und am Freitag von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr. Diese Regelung finde ich gegenüber dem deutschen 8-Stunden Tag sehr gut, da der Freitag so für Termine oder Ausflüge genutzt werden kann. Ein weiterer Unterschied, der mir am Anfang sicherlich am schwersten gefallen ist, betrifft die Mittagspause. Aus Deutschland war ich es noch gewöhnt pünktlich um 12 Uhr Mittags Essen zu gehen. Hier in Spanien wird aber selten vor halb 2 gegessen. So hat sich in den ersten Tagen mein Bauch doch das ein oder andere Mal zu Wort gemeldet. Wie meine Vorgängerin schon berichtet hat, unterscheidet sich auch das Essen an sich erheblich. So hat die Cafeteria für Veganer wenig zu bieten. Egal ob Nudeln oder Reis zur Vorspeise serviert werden, Fleisch ist immer dabei und als Hauptgericht kann man dann noch einmal zwischen Fleisch oder Fisch wählen.

Im nächsten Beitrag erkläre ich euch dann Überlebensstrategien für das Büro und den Alltag, wenn ihr in Spanien seid aber kaum spanisch sprecht.

Schnee in Madrid

Blick über Madrid

 

 

 

 

 

 

 

Viele Grüße,

Gregor

Feliz año nuevo y muchos saludos desde Madrid

Mein Name ist Gregor Kohtes und vom 01.01.2018 bis zum 30.04.2018 bin ich Stairway Praktikant in der Deals Abteilung von PwC Spanien in Madrid. Nach dem Praktikum setzte ich mein Masterstudium im Fach BWL an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster fort.

Die ersten Tage
Mein Praktikum begann eigentlich am 02.01. Allerdings war das Büro in der ersten Woche sehr verweist und außer einigen Schulungsunterlagen, die ich lesen konnte, gab es auch für mich nicht viel zu tun. Als netten Nebeneffekt konnte ich so frühzeitig das Büro verlassen und meine ersten Erkundungstouren starten. Der Grund für diesen ruhigen Start in mein Praktikum war der spanische Feiertag Reyes Magos de Oriente (Heilige drei Könige), der in Spanien einen ähnliche Bedeutung hat wie in Deutschland Heiligabend. Viele Spanier nehmen sich daher zwischen Weihnachten und dem 06. Januar Urlaub.
Anders als wie man es vielleicht aus Deutschland kennt, gab es auch keine Einführungsveranstaltung, an der man seinen Laptop bekommt und andere Einsteiger kennen lernt. Generell bin ich auch der einzige Praktikant in meiner Abteilung und auch andere Praktikanten habe ich bis jetzt noch nicht kennen gelernt.

Wie ich lebe
Meine Wohnung liegt sehr zentral, direkt gegenüber vom königlichen Palast. Von dort aus lässt sich die Stadt sehr gut zu Fuß erkunden. Leider war das erste und zweite Wochenende in Madrid ziemlich verregnet, weshalb ich noch nicht die Gelegenheit hatte, mir die Stadt ausführlich anzugucken

Wo ich arbeite
Das Büro liegt etwas außerhalb vom Zentrum. Dafür liegt es in einem der berühmten Cuatro Torres. Aus dem 44. Stock, wo ich meinen Platz habe, kann man bei gutem Wetter sogar die Sierra de Madrid sehen. Mit der U-Bahn benötige ich ca. 30 Minuten bis zum Büro. Besonders morgens um 9 Uhr zur Rush Hour ist die U-Bahn sehr voll, da fühlt man sich auch mal wie die berühmte Sardine.

In meinem nächsten Blogeintrag, berichte ich dann über meinen Arbeitsalltag und einige Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland.

¡Hola aus Barcelona!

Mein Name ist Leonard Simon, ich bin 22 Jahre alt und studiere in Frankfurt Finance & Management. Nach dem Auswahlverfahren bekam ich die Chance, vom 2. Januar bis zum 31. März in Barcelona, im Bereich Assurance tätig zu sein.

Vorbereitung und Ankunft

Die Vorbereitung auf mein Praktikum lief dank der tollen Unterstützung vom Stairway Team reibungslos ab. Da mein Praktikum in Spanien ist, musste ich keine Visa Hürden überwinden, anders als zum Beispiel die Kollegen im asiatischen oder amerikanischen Raum. Im November buchte ich meinen Flug und bekam die Infos zu meiner Wohnung. Los geht’s!

Mein Praktikumsstart war der 2. Januar, somit verbrachte ich Silvester noch in Deutschland. Meine Reise nach Spanien begann am Nachmittag des 1. Januars. Nach zweieinhalb Stunden Flugzeit stieg ich in den Bus Richtung Plaza Cataluña und nahm ein Taxi zu meiner Wohnung. Für mich wurde eine Unterkunft mit wenigen Minuten Fußweg von der Sagrada Familia entfernt gebucht.

Die Wohnung ist relativ groß und hat einen getrennten Schlaf- und Wohnbereich. Haushaltstechnisch musste ich an nichts denken, da von der Kaffeemaschine bis hin zum Handtuch alles bereitgestellt wurde.

Erste Schritte im PwC Office von Barcelona

Mein vorübergehendes Zuhause und das PwC Office trennt eine 20-minütige Busfahrt mit anschließendem Weg durch einen Park. Übersehen kann man das Bürogebäude allerdings nicht, da der „Glaspalast“ aus der Menge heraussticht.

                                                                     

Die erste Woche verbrachte ich in der Einführungsveranstaltung “Academy” von PwC. Hier wurden alle Praktikanten mit den notwendigen Arbeitsmaterialien wie PC´s und Taschen versorgt und es wurden die ersten IT-Instruktionen vermittelt. Gegen Ende der Woche wurde der Schwerpunkt auf Prüfungsstrategien und –methodiken gesetzt, sodass wir bis Freitagnachmittag alles Wichtige über den Prüfungsprozess wussten und montags durchstarten konnten.

Am darauffolgenden Montag ging ich mit dem mir zugeteilten “Buddy” frühstücken. Dabei bekam ich die Gelegenheit, Kollegen von ihm kennenzulernen mit denen ich die nächsten beiden Wochen auf Mandat sein werde. Sie waren neugierig und daran interessiert, welche Unterschiede zwischen dem Office in Barcelona und dem in Frankfurt bestehen. Im Laufe der Woche studierte ich die wesentlichen Unterschiede zur deutschen Rechnungslegung mit den dazugehörigen Vokabeln und ich bekam die ersten Aufgaben zum kommenden Mandat.

Katalanische Präsenz

Die katalanische Unabhängigkeitsbewegung ist in Deutschland im medialen Fokus. Dadurch wollte ich herausfinden, wie man in der katalanischen Hauptstadt die bipolare Kultur zu spüren bekommt. Bei der Ankunft fiel mir auf: Viele Schilder und Anzeigetafeln sind auf drei Sprachen. Zuerst auf Katalanisch, dann auf Spanisch und zuletzt auf Englisch. Mein erstes Wochenende nutzte ich dazu die Stadt zu erkunden und kennenzulernen. Auffällig ist, dass sehr viele Wohnungen eine katalanische Flagge vom Balkon hängen haben. Spanische Flaggen sind in deutlicher Unterzahl.

Ein Problem wurde es, als ich in einem Fitnessstudio nach einem spanischen Vertrag gefragt habe, dies aber mit dem Kommentar verneint wurde: „Wir sind Catalán!“ Somit war ich gezwungen die wesentlichen Bestandteile des Vertrages mit Google-Translate zu übersetzen.

Die nächsten Wochen

Ab dem 15. Januar bin ich auf dem ersten Mandat, bei einem Pharmaunternehmen. Wenige Wochen später darf ich zu einer Versicherung und anschließend in die Bankenprüfung. Die Busy Season geht für mich in großer Vielfalt jetzt richtig los!

Ich melde mich bald wieder – dann mit ausführlicheren Erfahrungen und Eindrücken zum Berufsalltag in Barcelona.

¡Hasta entonces todo lo mejor!

Leo

Die letzten Wochen meines Praktikums

So schnell vergeht die Zeit, dass sich mein Praktikum auch schon bald dem Ende neigt. Am 30. November geht es für mich schon wieder zurück nach Deutschland. Deshalb will ich euch nochmal über die letzten Wochen meiner Zeit in Barcelona auf dem Laufenden halten.

Meine Arbeit bei PwC

Auf der Arbeit hat sich mittlerweile schon eine Art Routine eingestellt. Da ich bereits in Deutschland im Bereich Transfer Pricing gearbeitet habe, musste ich mich am Anfang zwar ein bisschen in die spanischen Regelungen reinfuchsen. Mittlerweile funktioniert das aber schon sehr gut. Besonders in der vergangenen Woche wurden die Ergebnisse eines sehr großen Verrechnungspreisdokumentationsprojekts an den Mandanten geschickt, bei dem ich von Beginn an dabei sein. Das ist schon ein ziemlich befriedigendes Gefühl, wenn man mit seinem Team, auch bei unvorhergesehenen Problemen, größere Aufgaben bewältigt.

Kultur und Freizeit

In den letzten Wochen habe ich meine Zeit auch ausgiebig für die vielseitigen Kulturangebote genutzt. Vor allem als fußball- und kunstbegeisterter Mensch gibt es hier einiges zu sehen.

Allerdings hatte ich genau bei meinem Ausflug in das Camp Nou mal ordentlich Pech. Wie der geneigte Fußballfan unter euch weiß, ist das Stadion recht alt und deshalb auch nur an einer kleinen Stelle überdacht. Wie es das Schicksal so wollte, musste es natürlich genau dann regnen, als ich mir das Spiel Barcelona – Sevilla angesehen habe. Deshalb ist das Stadion auf dem Bild auch leider nur halbvoll. Trotzdem war die Atmosphäre genial und es war überragend eine der besten Mannschaften der Fußballgeschichte live zu sehen.

Solche Probleme mit dem Wetter hat man natürlich nicht, wenn man in eines der Zahlreichen Museen geht. Barcelona war während des ersten Weltkrieges eine Art Zufluchtsort für zahlreiche europäische Künstler, da Spanien im 1. Weltkrieg neutral war. Deshalb finden sich abgesehen von den großen Namen wie Dalí und Picasso noch Werke von vielen anderen Künstlern. Ich war in den vergangenen Wochen sowohl im Picasso Museum als auch im Dalí Museum. Das Picasso Museum ist direkt innerhalb der Stadt im Viertel El Born. Für das Dalí Museum fährt man mit der Bahn ca. zwei Stunden in die Kleinstadt Figueres, die kurz vor den Pyrenäen liegt. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber leider. Besonders bei Dalí und Picasso sind aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades die berühmteren Werke nicht in den beiden Museen, sondern in den großen Ausstellungen dieser Welt.

Meine Zukunft

Für mich geht es nach meinem Rückflug am kommenden Donnerstag zunächst daran, von Januar bis Juni meine Masterarbeit zu schreiben. Das wird auf jeden Fall ein hartes Kontrastprogramm zum sonnigen Barcelona, was für mich definitiv eine der schönsten Städte der Welt ist. Im November bei knapp 20 Grad den Sonnenuntergang am Strand zu genießen werde ich auf jeden Fall vermissen.

Abschließend kann ich jedem von euch nur ans Herz legen, sich beim PwC Stairwayprogramm zu bewerben. Es lohnt sich jeden Fall und ist eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Fins aviat Barcelona!

Madrid en Otoño

Rey Carlos III und meine Wenigkeit

Die Zeit in Madrid vergeht wie im Flug. Jetzt habe auch ich etwas Zeit gefunden, um meine Erlebnisse seit meinem letzten Blog-Beitrag in Worte zu fassen.

 

 

Arbeitsalltag

In den vergangenen zwei Monaten konnte ich mich, dank meiner netten Kollegen, sehr gut integrieren. Mittlerweile fühle ich mich als fester Teil des Teams. Auch meine Aufgaben unterscheiden sich kaum von denen eines Assistants.

In den letzten Wochen erstellte ich unter anderem für verschiedene Mandanten Industrieanalysen oder ermittelte im Rahmen der sogenannten ökonomischen Analyse, ob konzerninterne Gewinnmargen oder Zinssätze dem Fremdvergleichsgrundsatz standhalten und somit gerechtfertigt sind.

 

Da meine Projektteams meistens in der Zusammensetzung variieren, komme ich mit vielen Kollegen der Transfer Pricing Abteilung in direkten Kontakt. Wir sind zudem eine sehr internationales Team, so dass ich neben den verschiedensten spanischen Dialekten auch noch lateinamerikanisches Spanisch aus beispielsweise Argentinien, Venezuela oder Peru zu hören bekomme.

 

Freizeit

Nach dem nun wohl längsten Sommer meines Lebens, mit noch bis zu 30 °C Ende September, hat

Pfau im „El Campo del Moro“

mittlerweile auch der Herbst in Zentralspanien Einzug gefunden. Während ich auf dem Weg ins Büro vor gut zwei Wochen in meinem Anzug noch fast ins Schwitzen gekommen bin, ist jetzt jedoch Wintermantel und Schal angesagt.

Aber auch für diese Jahreszeit hat Madrid mit seinen unzähligen Kaffees, Bars, Museen und nun in orange leuchtenden Parks einiges zu bieten. Vor allem der Park namens Campo de Moro, direkt unter dem Palacio Real gelegen, ist mit den dort freilaufenden Pfauen und grünen Papageien auf alle Fälle ein Besuch wert.

Das Stadtviertel Malasaña mit seinen hippen Bars und Lokalen ist vor allem für junge Leute ein guter Anlaufspunkt für Tapas und Cañas. Sonntags scheint sich ganz Madrid dagegen im Viertel La Latina auf dem El Rastro, einem riesigen Flohmarkt zu versammeln. Menschenmengen strömen hier Woche für Woche durch die Straßen und erstehen vor allem Secondhand-Kleidung, Handgemachtes und Antikes.

Besonderheiten

Ein Highlight im vergangenen Monat stellte die Luna de Octubre dar, eine Veranstaltung bei der verschiedene Künstler Lichtinstallationen und beleuchtete Skulpturen an bekannten Plätzen wie dem Retiro Park, dem Paseo del Prado oder der Puerta de Alcala anbrachten und damit tausende Besucher wie magisch anzogen.

Teile der Flugshow am Nationalfeiertag

Eine weitere Besonderheit war der Nationalfeiertag am 12. Oktober, der unter anderem mit einer Parade begleitet von einer Flugshow aus Militärflugzeugen und Helikoptern gefeiert wurde.

 

Des Weiteren stand für mich der Besuch einer traditionellen Flamenco Show in der Villa Rosa auf dem Programm.

   

Das soll es mit meinem Zwischenbericht gewesen sein. Im nächsten Beitrag werde ich euch dann neben dem Arbeitsalltag vor allem von meinen Ausflügen ins Madrider Umland berichten.

Saludos,

Max

Herbst in Barcelona

Die Zeit vergeht hier wie im Flug!

Mittlerweile ist auch wieder ein Monat seit meinem letzten Blogeintrag vergangen. Deshalb ist für euch auch endlich mal wieder ein Update an der Reihe.

Arbeitsalltag

Nachdem die ersten Wochen meines Praktikums noch recht ruhig verlaufen sind, da noch die letzten Ausläufer der Urlaubszeit nachgewirkt hatten ist mittlerweile Normalität eingezogen.  Seit Anfang Oktober sind auch die letzten Kollegen aus ihrem Urlaub zurückgekehrt, weshalb ich inzwischen auch das komplette Team kennenlernen konnte. Auffällig ist, dass das Team für Beratungsverhältnisse sehr jung und dynamisch ist. Außerdem haben sich auch die Arbeitszeiten normalisiert. Die ersten beiden Wochen wurde noch lediglich bis 15 Uhr gearbeitet. Seit Anfang Oktober wird Montags bis Donnerstags von 9 – 19 Uhr und Freitags von 9 – 14 Uhr gearbeitet. Besonders der Feierabend am Freitag wird auch ausdrücklich so gelebt. Auch fachlich konnte ich mittlerweile einen guten Überblick über die spanischen Verrechnungspreisregelungen erlangen, auch wenn diese den deutschen recht ähnlich sind.

Das umstrittene Referendum

Aus politischer Sicht habe ich für mein Praktikum auch eine hochspannende Zeit erwischt. Mit dem abgehaltenen Referendum und den darauf folgenden Demonstrationen und politischen Konsequenzen ist in den letzten Wochen einiges passiert. Auf das Für und Wider der einzelnen Positionen will ich an dieser Stelle gar nicht eingehen, denn um den jeweiligen Standpunkten gerecht zu werden ist deutlich mehr Zeit als ein paar Zeilen in einem Blog nötig.

Der Placa Catalunya am Diada Catalunya

Sowohl bei meinen Arbeitskollegen als auch im privaten Umfeld habe ich den Eindruck bekommen, dass es der großen Mehrheit lediglich darum geht, über die Unabhängigkeit entscheiden zu dürfen, auch wenn sie selbst für den Verbleib in Spanien sind. Diese Wahrnehmung spiegelt sich auch durchaus im Ergebnis des Referendums wider. Die hohe Zustimmung zur Unabhängigkeit kam lediglich deshalb Zustande, weil die politischen Strömungen, welche weiterhin zu Spanien gehören wollen, das Referendum boykottierten, um das Referendum nicht durch ihre Stimmabgabe und damit einhergehender hoher Wahlbeteiligung zu „legitimieren“.

Die Demonstrationen die seitdem stattfanden habe ich eher nur am Rande miterlebt, da ich mir in dieser Angelegenheit den Luxus leiste, neutral zu sein. Allerdings waren auch schon einige Demonstrationen in der Nähe des Büros in der Avinguda Diagonal. Deshalb ist auch schon ab und an der ÖPNV zu meiner Wohnung ausgefallen. Das war allerdings nicht weiter schlimm, da ich zu Beginn des Oktobers in eine sehr schöne Wohnung in der Nähe der Metrostation Diagonal umgezogen bin. Dennoch bleibt es spannend, wie es hier weitergehen wird und was rund um die Unabhängigkeitserklärung und der angekündigten Zwangsverwaltung Kataloniens passieren wird. In einem sind sich jedoch alle Positionen einig, es soll alles friedlich von statten gehen. Hoffen wir, dass es auch in Zukunft so bleibt!

Freizeit

Der wahrscheinlich schönste Aspekt daran im Herbst in Barcelona zu sein, ist das geniale Wetter. Bisher hat es diesen Monat an zwei Tagen geregnet. Die restliche Zeit waren es zwischen 20 und 25 Grad und Sonnenschein. Außerdem ist die Stadt mittlerweile bedeutend leerer, da die Anzahl der Touristen spürbar abgenommen hat. Daher ist es mittlerweile noch angenehmer, seine Freizeit am Strand oder den Parks der Stadt zu verbringen. Sehr zu empfehlen sind auch Wandertouren im Umland der Stadt, was ich in den nächsten Wochen wiederholen werde. Für den Anfang habe ich das Umland im nahe gelegenen Castelldefels erkundet.

Arc de Triomf

Parc de la Ciutadella

Strand in Barceloneta

Castelldefels

Natürlich darf man dabei nicht das leckere Essen vergessen. Als Fan von Tapas, Paella oder Meeresfrüchten im Allgemeinen kommt man hier definitiv auf seine Kosten!

Paella

Schöne Grüße aus dem sonnigen Barcelona und bis bald!