Work, Work und Abschied aus Prag

Ahoj,

nun melde ich mich mit meinem zweiten und leider auch letzten Blogeintrag zurück. Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen und Einschränkungen durch das Corona-Virus in Europa und der Welt wurden wir Stairway-Praktis gebeten nach Deutschland zurückzukehren.

Nichtsdestotrotz vergingen die Wochen vor der Abreise wie im Flug, es gab immer viel zu tun und zu erleben. Die Highlights and weitere interessante Infos möchte ich im Folgenden mit euch teilen.

Abwechslungsreicher Arbeitsalltag mit vielen Einblicken

Ähnlich zu meinen ersten Wochen durfte ich den vergangenen Wochen weiterhin bei Prüfungen in verschiedensten Branchen mitwirken, der Mix reichte vom Lebensmitteleinzelhandel, über den Dienstleistungssektor, bis hin zu einem Werkzeughersteller. Zudem war ich über die Faschingstage bei einem Automobilzulieferer vor Ort. Auch wenn Fasching in Tschechien nicht gefeiert wird, brachte ein Kollege super leckere selbstgebackene polnische Pączki (Kreppel/Krapfen), gefüllt mit Marmelade, mit! Das war definitiv das Highlight des Tages.

Unser Büro bei einem Mandanten

Was mir bei fast allen Mandaten bisher auffiel, war, dass viele Kollegen gar nicht im Anzug zum Mandanten kommen, wie ich es zunächst erwartet hatte. Stattdessen war es völlig in Ordnung im Hemd und einer guten Hose zur Arbeit zu gehen.

Nach mittlerweile vielen Prüfungsmandaten bei verschiedenen Unternehmen habe ich ein kleines Merkmal der tschechischen Rechnungslegung zu schätzen gelernt: Es gibt einen gesetzlich standardisierten Kontenplan für alle Unternehmen. Für mich bedeutete dies, dass ich es leichter war sich in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zurechtzufinden, vor allem, wenn die Kontenbezeichnungen einen tschechischen Namen hatten.

Apropos tschechische Sprache: Ein paar Wörter kenne ich mittlerweile, jedoch bin ich sehr froh, dass wir unsere Prüfungshandlungen auf Englisch dokumentieren – andernfalls könnte meine Aufzeichnungen sonst wohl auch keiner mehr verstehen.

Prager PwC-Office

Erkundungstour in Prag und Innovationen beim Barkeeping

Das Wetter an meinen letzten Wochenenden in Prag ist häufig richtig gut gewesen. Besonders passend war es daher, dass mich Freunde und Familie besucht haben und wir mit Sonnenschein die Stadt erkunden konnten. Pflichtbesuche waren neben dem Schlendern über die Karlsbrücke auch der Besuch der Prager Burg und des Veitsdoms.

Blick auf Prag vom Turm des Klementinums

Bei Tschechen ist Eishockey recht beliebt, daher habe ich dies als Anlass genommen, mit zwei Freunden das Spiel von Sparta Prag gegen Fastav Zlín anzuschauen. Wir saßen zwar im Familienblock, während so mancher Spielphase merkte man davon aber wenig, die Leute feuerten ihre Teams an und verkündeten lautstark ihre Meinung.

Abends kann man in Prag gut weggehen und was erleben. Ein innovatives Detail bei einem Clubbesuch war neben den Dancefloors und der Musik ein Barkeeping-Roboter. Auf einem Display konnte man seinen Cocktail bestellen und beim Mixen zwei Roboterarmen zuschauen. Lediglich die Lieferung an den Tisch geschah analog durch eine Bedienung.

Eishockeyspiel Sparta Prag gegen Fastav Zlín

Barkeeping-Roboter

 

 

 

 

 

 

 

Einige Tage vor meiner Abreise bin ich bei einer Expat-Gruppe in den sozialen Netzwerken auf den Aufruf von ehemaligen Schwimmern aufmerksam geworden, die sich regelmäßig zum Training treffen. Zweimal konnten wir uns noch zum Trainieren treffen, bevor die Schwimmbäder geschlossen wurden. Nichtsdestotrotz war es wirklich lohnend, sich in solchen Gruppen zu vernetzen, um dadurch weitere Leute kennenzulernen.

Arbeiten während der Coronakrise und der Abschied aus Prag

Nachdem die Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer mehr zunahmen, wurden wir von PwC bereits gebeten aus dem Homeoffice zu arbeiten. Glücklicherweise ging das alles reibungslos, man ist es bei PwC ohnehin gewohnt außerhalb des Büros zu arbeiten. Natürlich fehlt im Homeoffice das Gespräch „zwischendurch“ mit den Kollegen. Durch morgendliche Telefonkonferenzen mit den Prüfungsteams sowie dem laufenden Coaching während des Tages wurde dies jedoch so gut wie möglich ausgeglichen.

Die Nachricht über die bevorstehende Abreise aus Prag hatte sich bereits angebahnt, als die Grenzschließungen Tschechiens verkündet wurden und vor ihrer Umsetzung standen. Da mein Rückflug gestrichen wurde, bin ich schließlich mit dem Zug zur Grenzstadt Cheb (Eger) gefahren und habe die Grenze nach Deutschland zu Fuß überquert (grenzüberschreitender Verkehr war eingestellt gewesen). Es war ein spannendes Erlebnis, das ich in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Danke an dieser Stelle an das Stairway-Team für die Unterstützung!

Sonnenuntergang bei der Ausreise

Seit meiner Rückkehr nach Deutschland arbeite ich weiterhin aus dem Homeoffice heraus, es war glücklicherweise möglich, dass ich die verbleibenden Wochen des Praktikums noch planmäßig fortführen kann.

Mein Fazit über mein Stairway-Praktikum in Prag

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht, es war eine tolle Zeit, die ich definitiv vermissen werde. Die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, waren großartig, die Kolleginnen und Kollegen sowie die vielen anderen Menschen, die ich kennengelernt habe, waren inspirierend, freundlich und offen.

Privat vermisse ich bereits die kleinen Dinge, die Prag für mich mit ausmachen: Sei es eine Fahrt mit den alten Straßenbahnen und deren Ansagen, das Verwenden tschechischer Gruß- und Abschiedsformeln. Oder auch das deftige Essen mit den Braten und Klößen sowie das tschechische Bier, üblicherweise serviert mit sehr viel Schaum.

Abschließend kann ich wirklich jedem raten, Erfahrungen im Ausland zu sammeln, sei es im Rahmen eines Praktikums oder letztlich über ein Auslandssemester an der Hochschule. Ich würde sagen, dass man lernt, sich schneller auf neue Situationen einzustellen, seinen eigenen Horizont erweitert, öfters mal die Komfortzone verlassen muss und dabei offener für neue Dinge wird. Und in meinem Fall freue ich mich sehr, Freunde und Kollegen in Tschechien kennengelernt zu haben, die ich beim nächsten Besuch wiedersehen kann.

Solltet ihr vor dem Schritt stehen für eine Zeit ins Ausland zu gehen – tut es, der erste Schritt mag manchmal als der schwerste Schritt scheinen, es lohnt sich aber!

Bleibt gesund, na shledanou!

Max

Busy Season und Coronakrise in Paris

Eigentlich wollte ich den nächsten Blogeintrag hauptsächlich über das Arbeitsleben und die Busy Season schreiben. Da nun aber die aktuellen Entwicklungen und das Thema Corona auch hier in Paris extreme Auswirkungen haben, muss das natürlich auch berichtet werden.

Zunächst erst einmal kurz meine Erlebnisse vor Corona: Die Busy Season ist ab Januar voll im Gange und man merkt sehr rasch, was genau das heißt: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Die meisten Unternehmen haben das Ende ihres Geschäftsjahres am 31.12. und somit müssen ihre Abschlüsse Anfang des Jahres geprüft werden. Da viele Tochterunternehmen an den Konzern berichten müssen, gibt es Deadlines. Dadurch kann man sich ja gut vorstellen, wie viel Arbeit anfällt. Manchmal wäre es gut mehr als zwei Hände zu haben, denn manchmal muss man Dinge praktisch gleichzeitig erledigen und gleich an mehreren Mandaten arbeiten. Auch im Februar und März bleibt das so und der Rückgang der Arbeitsmenge wird wohl (unter normalen Umständen) erst im April zu sehen sein. Warum unter normalen Umständen? Corona hat natürlich auch im Audit extreme Auswirkungen und „normal“ gibt es eigentlich nicht mehr. Aber hierzu später.

Ich war im Januar auf einem sehr interessanten Projekt gebucht, bei dem ich schon in der Vorprüfung im November dabei sein durfte. Dadurch kannte ich das Unternehmen schon etwas besser und konnte jetzt noch effektiver mitarbeiten. Jedes Teammitglied hatte selbstverantwortlich die eigenen Risiken zu prüfen, die erforderlichen Dokumente vom Kunden einzuholen, Stichproben zu ziehen oder aufkommende Fragen zu klären. Mir macht es vor allem Spaß, wenn ich eigenständig arbeiten kann und das konnte ich dort voll ausleben. Die erfahreneren Teammitglieder standen mir jedoch zum Glück wirklich zu jeder Zeit bei und beantworteten mir alle meine Fragen. Es ist wirklich schön, dass wir Praktikanten vollwertige Teammitglieder sind und genauso behandelt werden, wie die Leute im ersten Jahr (Junior 1). Das finde ich besonders gut an dem Praktikum, weil man so tatsächlich genau den Arbeitsalltag erlebt und sich nicht wie jemand fühlt, der nur als Aushilfe für lästige Arbeiten betrachtet wird.

So verflogen die Wochen! Von der Busy Season kann ich einfach nur von sehr, sehr viel Arbeit erzählen. Das ist bestimmt nichts für jeden, da unter der Woche die Freizeit tatsächlich etwas auf der Strecke bleibt. Jeder arbeitet im Moment bis an seine Grenzen. Man hat seit Januar eigentlich nie Pause, da nach Abschluss eines Projektes direkt das nächste kommt. Allerdings vergeht die Zeit wie im Flug. Kaum ist Montag, klopft schon wieder der Freitag an die Tür.

Im Februar war ich noch einmal auf einem Mandat, das weiter weg war von Paris: bei Le Havre. Das ist ein sehr süßes Städtchen, in das auch viele Urlauber kommen. Wir schliefen wieder im Hotel und blieben eine Woche. Diesmal war das Projekt abgesehen von mir ausschließlich mit Franzosen besetzt. Dadurch lernte ich auch einmal die Arbeitsweise außerhalb des German Desks kennen, was genauso interessant war. Besonders stolz bin ich hier auf meine Sprachfortschritte, die unweigerlich stattfanden.

Ein paar Ausflüge konnte ich zum Glück auch noch machen.

Schloss Versailles (vom Garten aus)

Spiegelsaal im Schloss Versailles

Die riesige Gartenanlage von Schloss Versailles

Besuch meiner Schwester und Ausflug über die Champs-Elysées

Ausblick vom Arc de Triomphe nach La Defense

Seitdem hat sich dann aber tatsächlich und ziemlich plötzlich viel geändert. Anfangs (also so Februar) hörte man von Corona und wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass bereits Fälle in Europa auftraten. Nur in Paris hat das keinen so wirklich interessiert. Wir gingen weiterhin zu den Kunden und verhielten uns ganz normal. Erst Anfang März, als die Lage dann in Deutschland immer angespannter wurde, hörte man auch in Paris von den ersten Fällen. Doch ich kann nur berichten, dass die Franzosen das alles extrem gelassen nahmen. Aus Deutschland hörte ich von Hamsterkäufen und extrem angespannter Stimmung. In Paris lachten sowohl Kollegen, Kunden als auch private Kontakte mehr oder weniger darüber. Jeder belächelte die Situation und mir wurde erzählt, es sei nicht sehr französisch, vor einem Virus oder einer Pandemie Angst zu haben. Umso überraschender kam dann die Entscheidung von Macron, noch vor Deutschland die Schulen zu schließen, da doch die allgemeine Bevölkerung den Ernst der Lage noch immer nicht sah. In dieser Woche passierte im Hinblick auf Corona einfach so unglaublich viel in der ganzen Welt. Montag durfte noch jeder alles und man war (zumindest in Paris) noch äußerst entspannt, und Freitag waren die Schulen geschlossen und man wurde vom Arbeitgeber angehalten, wenn möglich nur noch Homeoffice zu machen und sämtliche Meetings und Kundengespräche wurden abgesagt. An diesem Freitag kam auch die Nachricht für uns Stairwaypraktikanten: Wir müssen umgehend nach Deutschland zurück. Das hieß innerhalb von 1-2 Tagen packen, Wohnung leer räumen, keine Möglichkeit sich von Kollegen oder Freunden zu verabschieden, keine Rückkehr.

Ich buchte meinen Zug dann direkt für Sonntag. Spätestens an diesem Tag wurde mir bewusst, wie gut die Entscheidung des Stairwayteams war. Grenzen ab Montag zu, Zugverkehr wird größtenteils eingestellt, Ausgangssperre in Frankreich. Gerade noch rechtzeitig kam ich in Deutschland bei meiner Familie an. Ganz ehrlich, ich bin unheimlich dankbar für die Weitsicht und den Mut zu dieser Entscheidung!

         

Bilder meines Abschiedsspaziergangs an der Seine

Unsere Auslandszeit ist zwar vorbei, was natürlich extrem schade ist, aber das Praktikum darf ich noch zu Ende machen. Ich konnte mein Arbeitsequipment mitnehmen und arbeite im Moment vom Homeoffice in Deutschland aus weiter. Da hat die Wirtschaftsprüfung und -beratung einen sehr großen Vorteil. Man kann relativ einfach – ohne große Einbußen – von zu Hause aus arbeiten. Schwierigkeiten ergeben sich höchstens dadurch, dass auch der Kunde meist Homeoffice macht und alle Dokumente, die sich in der Firma befinden oder nicht elektronisch verfügbar sind, Probleme darstellen. So müssen natürlich Deadlines verschoben werden. Auch ist das Coaching von der Ferne aus etwas komplizierter. Alles in allem kann man aber sagen, dass die Infrastruktur bei PwC für solche Situationen extrem gut ausgebaut ist und man solche Vorteile nun sehr zu spüren bekommt. Das flexible Arbeiten, gerade für Kollegen mit Kindern ist garantiert und jeder kann im Grunde seinen Aufgaben gerecht werden. Spannend wird nun, inwiefern sich die Arbeitsinhalte ändern, da Corona natürlich direkt Risiken in der Prüfung beeinflusst und man ein weiteres Risikofeld beim Kunden prüfen und abdecken muss. Schade, dass ich das nicht mehr direkt mitbekommen werde.

So viel nun erst einmal als Update. Ich bin sehr gespannt wie sich das alles weiter entwickeln wird. Ich bin nun wirklich fast am Ende des Praktikums und möchte euch gerne noch ein paar Dinge „Vor Corona“ erzählen. Auch ein abschließendes Fazit darf natürlich nicht fehlen. Dafür melde ich mich in den nächsten Wochen noch einmal zurück. Bis dahin: bleibt gesund.

Farewell from London

Ein halbes Jahr ist verflogen, mein Praktikum ist vorbei und ich bin zurück in Berlin. Da ich über die Zeit in London zugegebenermaßen nicht übermäßig schreibwütig war, werde ich nun versuchen, alle versprochenen Infos und meine wichtigsten Eindrücke in einem letzten Blogpost zusammenzufassen. Beginnen wir mit der Unterkunft.

Wie wohnt ein Stairway-Praktikant in London?

Die Kurzantwort (man entschuldige mir den stilistischen faux-pas): hammergeil! 6 min zum Tower of London, 10 min zur Tower Bridge, 3 min zum Monument of the Great Fire, 12 min zum Borough Market – was klingt wie der Ausgangspunkt für eine Stadtführung durch die City of London zu Fuß war tatsächlich für ein halbes Jahr mein Zuhause. Der einzige Nachteil: in der Gegend wohnt fast niemand. Es gibt hauptsächlich Büros, sodass sich die meisten umliegenden Restaurants bzgl. ihrer Öffnungszeiten an normalen Bürozeiten orientieren und entsprechend abends und am Wochenende geschlossen haben. Bei meiner Unterkunft handelte es sich um ein Serviced Apartment, also sehr ähnlich zu einem Hotel. Die kleine Zweizimmerwohnung war voll möbliert, hatte eine kleine, voll ausgestattete Küche mit Geschirrspüler, eine Waschmaschine, Klimaanlage und wurde einmal wöchentlich gereinigt. Geht es besser? Ich glaube kaum.

Die Londoner PwC-Offices

Drei Stück an der Zahl, allesamt super zentral gelegen.
Das größte Office ist jenes am Embankment Place – gegenüber vom London Eye und 5 min zu Fuß vom Trafalgar Square entfernt. Neun Stockwerke, riesengroß, mit zwei „Ecktürmen“, in denen sich Meetingräume mit einer grandiosen Aussicht über London befinden. In diesem Office war ich die meiste Zeit „stationiert“.
Das nächste Office befindet sich in More London, direkt neben dem Rathaus (der Form wegen auch „Motorradhelm“ genannt) und der Tower Bridge. Hier sitzen hauptsächlich die Kollegen aus dem Bereich Financial Services (Banken und Versicherungen).
Das dritte Londoner PwC-Office befindet sich in der Hay’s Galleria. Es ist das kleinste der drei Büros und da hier die Legal- und Tax-Kollegen arbeiten war ich nie dort.
In allen Offices gibt es hauptsächlich Open Space-Arbeitsplätze, wo die Schreibtische von Woche zu Woche neu gebucht werden müssen. Das hat den Vorteil, dass man innerhalb des Büros auch mal „herumkommt“ und auch andere Kollegen kennenlernt. Lediglich die Partner haben eigene Büros, die in deren Abwesenheit auch als Meetingräume dienen. Auf allen Etagen gibt es Breakout Areas mit Sitzgelegenheiten, Wasserspendern, sowie Kaffee- und Snackautomaten. Das Embankment Place-Office hat zudem noch eine ziemlich gute Kantine. Zwischen den beiden größeren Standorten gibt es zudem eine öffentliche Fährverbindung, für die PwC-Mitarbeiter werktags kostenlose Tickets erhalten können. So kann man den Trip zum Meeting im jeweils anderen Office gleich mit einer kostenlosen Sightseeing-Tour auf der Themse verbinden 😉
Prinzipiell ist es oft möglich, virtuell zu arbeiten – beispielsweise nach Absprache am Freitag von zu Hause. Ich persönlich fand es meistens dann doch angenehmer, das Team um sich herum zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgabenbereich

Wie in meinem letzten Post erwähnt, war ich in London Teil zweier Teams: Strategy & Transformation (S&T) und Emerging & Disruptive Technology (E&DT). Die Aufgabenbereiche dieser beiden Teams möchte ich euch gern erläutern und beispielhaft zwei Projekte vorstellen.

S&T hilft Kunden dabei, Risiken in ihren (Transformations-)Programmen zu identifizieren und basierend auf Good Practices entsprechende Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Das Spektrum reicht hier von der Strategiedefinition und -implementierung, über die Unterstützung bei Unternehmenszusammenschlüssen, bis hin zu Reviews von Projekten und Programmen. PwC fungiert hier quasi als „critical friend“, also als unabhängiger Berater, der die Situation des Kunden analysiert und Verbesserungspotenziale aufzeigt.

Beispielsweise habe ich am Review eines IT-Transformationsprogrammes mitgearbeitet. Das Programm befand sich in einer kritischen Phase kurz vor dem ersten (von mehreren) Rollouts. Durch ein Review der Projektdokumente (wie z.B. Projektbeschreibung, Business Case, Organigramme, Statusberichte …) verschaffte sich mein Team einen ersten Überblick über das Programm und stellte Arbeitshypothesen auf. Diese wurden anschließend in Interviews mit diversen Stakeholdern – von PMO bis zum CIO – und durch Hinzuziehen ergänzender Dokumentationen entweder bestätigt oder widerlegt. Wir konnten dem Kunden somit diejenigen Risiken aufzeigen, die den Projekterfolg akut gefährdeten und haben entsprechende Handlungsvorschläge abgeleitet, um diesen Risiken zu begegnen.

Das Team E&DT war zum Zeitpunkt meines Starts in London noch brandneu. Wie der Name schon vermuten lässt, arbeitet das Team mit neuen Technologien, wie beispielsweise Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) und Robotic Process Automation (RPA). Diese beiden stellten während meines Praktikums auch eindeutig den Fokus dar. Im Bereich Technology Risk hat dies zwei Dimensionen.
Erstens – nach außen gerichtet – geht es darum, den Kunden dabei zu helfen, diese neuen Technologien möglichst risikoarm in ihren Organisationen einzusetzen. Das stellt häufig eine Schwierigkeit dar, da in der Regel ein Kompromiss eingegangen werden muss. Um die (häufig unbekannten) Risiken zu kontrollieren, versuchen Organisationen, den Einsatz der Technologien zu reglementieren. Leider kann dies die Innovationskraft sehr einschränken und sollte daher gut durchdacht sein.
Zweitens – mit internem Fokus – sucht das Team nach Anwendungsmöglichkeiten neuer Technologien für die internen Prozesse, um diese effizienter zu gestalten oder gar neue Dienstleistungen zu ermöglichen. Als Beispiel sei hier das automatisierte Testen von SOX-Controls durch RPA-Tools genannt.

Mein spannendstes Projekt in diesem Bereich war eines, bei dessen Umsetzung ich letztlich leider gar nicht mehr unterstützen konnte. Wir wurden beauftragt, bei der Validierung von AI- und Automatisierungsinitiativen zu unterstützen. Auch wenn ich London kurz vor dem eigentlichen Projektbeginn verlassen habe, waren die Angebotserstellung und die Vorbereitungsphase überaus spannend. Das Projekt lag thematisch genau in der Schnittmenge der beiden Teams, in denen ich gearbeitet habe und beschäftigte sich grob mit der Fragestellung: „was muss beim Aufsetzen und bei der Durchführung eines AI-/Automatisierungsprogrammes beachtet werden, um die strategischen Ziele zu erfüllen?“.

Fazit

Zum Abschluss möchte ich mich bei meinen Kollegen bedanken, die mir immer mit ihrem Rat zur Seite standen. Ich weiß die Unterstützung, die ich während meiner Zeit in London erhalten habe, und die Verantwortung, die mir übertragen wurde, sehr zu schätzen. Es war mir eine Freude, mit solch hochmotivierten und kompetenten Kollegen zu arbeiten, die sich zudem immer die Zeit genommen haben, jegliche Fragen zu beantworten und ihr Wissen zu teilen. Ich stehe weiterhin mit den Kollegen im Kontakt und bin gespannt, wie sich Emerging and Disruptive Technology Risk in den kommenden Monaten entwickeln wird.

Ob ich das Stairway-Programm weiterempfehlen würde? Uneingeschränkt! Es war für mich wirklich eine Opportunity of a Lifetime!

Hello and Welcome to beautiful Bristol

Induction Week mit Welcome Day in London

Mein erster Tag begann am Montag in London mit dem “Welcome day“, der für alle PwC Neueinsteiger gedacht ist. Es war ein toller Tag, da ich bereits die ersten Kollegen aus meinem Office in Bristol kennen lernen durfte. Die restliche Woche gab es dann eine Einführung im Office in Bristol. Das hat mir richtig gut gefallen, da man spielerisch in Gruppenarbeiten all die “Newjoiners“ aus den verschiedenen Service Lines kennen gelernt hat. Zudem hat man auch eine gute Einführung in die verschiedenen Tools erhalten mit denen PwC arbeitet. Ebenso wurden einem die Unternehmenskultur und die Werte des Unternehmens nähergebracht. Ich wurde damit vom ersten Tag an nicht als Praktikantin, sondern als Neueinsteiger wie all die anderen behandelt, was ich als sehr positiv empfunden habe.

Zu der Einführungswoche gehörte auch ein ,,Environmental Volunteering day“. Unser diesjähriges Projekt bestand darin gemeinsam Bäume zu pflanzen. Wir verbrachten den ganzen Tag im Freien und konnten dabei auch die anderen Neuanfänger besser kennen lernen.

PwC Bristol Office

Das Bristol Office liegt sehr schön am Wasser gelegen. Das Gebäude ist super modern und super gut zu Fuß zu erreichen. Es ist etwa 20 Minuten Fußweg vom Zentrum entfernt. Im obersten Stockwerk gibt es ein Loft mit Billardtisch und Dachterrasse. Dort wird gemeinsam mit den Kollegen zu Mittag gegessen und ab und zu auch mal eine Partie Billard gespielt.

Die Kollegen selbst im Office sind unheimlich nett, offen und hilfsbereit. Es herrscht ein sehr kollegiales und freundschaftliches Verhältnis unter den Kollegen.

Ich selbst gehöre zur Service Line “Corporate Tax“. Während meines 5 monatigen Praktikums werde ich aber auch Einblicke in die anderen Tax Bereiche erhalten, wie bspw. VAT, International Tax und Tax Audit, worauf ich auch schon sehr gespannt bin.

 

Die Stadt Bristol

Die Stadt Bristol ist wirklich sehr schön. Es gibt unheimlich viele Bars, Restaurants und Cafés im Stadtzentrum. Die Sehenswürdigkeiten sowie der Hafen sind ebenfalls im Zentrum gelegen. Dort liegt auch mein Apartment, sodass ich alles sehr gut zu Fuß erreichen kann. Der Hafen ist bisher mein persönliches Highlight der Stadt. Man kann dort sehr gut joggen gehen oder auch einfach nur den Sonnenuntergang bei einem Spaziergang genießen.

 

Kulinarisch ist hier auch alles geboten von indisch, amerikanisch, italienisch, japanisch bis hin zur deutschen Küche. An den britischen Dialekt und den Linksverkehr gewöhnt man sich ebenfalls schnell.

 

 

Eines der Hauptattraktionen in Bristol ist neben dem Hafen die „ Clifton Suspension Bridge“, die sich im schönen Stadtteil Clifton befindet.

 

 

 

 

Bristol ist auch super für Ausflüge gelegen, da Cardiff, Bath, Oxford und London sehr gut und sehr schnell mit dem Zug zu erreichen sind.

Ich hoffe ich konnte euch einen ersten Eindruck von der Stadt Bristol sowie der Arbeit bei PwC vermitteln. Ich freue mich sehr auf meine kommende Zeit in Bristol und hoffe, dass sie nicht zu schnell vergehen wird.

Alana

¡Hola y Bienvenido a Madrid!

Hola a todos,

mein Name ist Max, ich bin 24 Jahre alt und einer der glücklichen PwC-Stairway-Praktikanten in diesem Jahr. An dieser Stelle werde ich euch in den nächsten vier Monaten von meinen Erfahrungen rund um mein Stairway-Praktikum in Madrid berichten.

Ankunft & Unterkunft

Cuatro Torres Business Area mit dem Torre PwC

Nach meiner Bewerbung im Februar, dem drauf folgenden Auswahlworkshop sowie eines interkulturellen Trainings ging es für mich am 30. August von Frankfurt aus endlich los in Richtung Spanien. Während sich in Deutschland die warmen Tage zu Ende neigten, fand ich mich, nach einer vergleichsweise kurzen Anreise, im 30ºC warmen Madrid und in dem von PwC organisierten Apartment wieder.

 

Dieses ist voll ausgestattet und liegt quasi nur einen Steinwurf vom Torre PwC, eines der höchsten Gebäude Europas und meinem Arbeitsplatz entfernt. Die Cuatro Torres Business Area, auf die ich von meinem Balkon aus einen direkten Blick habe, befindet sich etwas außerhalb des Stadtzentrums. Jedoch verfügt Madrid über ein hervorragendes Metro-Netz, so dass dieses von meinem Apartment aus, ebenfalls einfach und schnell zu erreichen ist.

 Büro & Arbeitsumfeld

Blick aus dem 39. Stock auf den Torre Cristal und den Madrider Norden

Mein erster Arbeitstag begann direkt mit einer kleinen Vorstellungsrunde mit meinen neuen Kollegen sowie dem für mich zuständigen Partner. Die nächsten vier Monate werde ich hier in der Service Line Tax in der Transfer Price Abteilung arbeiten. Dort werde ich vor allem mit Mandanten aus dem  Banken und Versicherungsbereich zu tun haben. Zwar konnte ich als Werkstudent und in Praktika schon Erfahrungen in der Steuerberatung sammeln, jedoch stellen praktische Verrechnungspreissachverhalte, ausserhalb der Vorlesung, ein absolutes Neuland für mich dar. Deshalb verbrachte ich die ersten Tage vor allem damit, mich in die Materie sowie die relevanten Normen und das dafür notwendige spanische Vokabular einzuarbeiten. Nach der ersten Orientierungsphase helfe ich momentan bei der Erstellung der notwendigen Verrechnungspreisdokumente für eine der grössten spanischen Banken.

Die Arbeitssprache in meiner Abteilung ist Spanisch, so dass ich meine Sprachkenntnisse auch im professionellen Umfeld verbessern kann. Anders als ich es aus Deutschland gewohnt bin, wird hier auf jeder Etage in drei großen Open Spaces,  sogenannten Cajas, gearbeitet. Dies wird  jedoch durch die einmaligen Aussicht aus dem 39. Stock auf Madrid und dessen Umland entschädigt. Mein Team ist vergleichsweise  jung und besteht zu meiner Überraschung mehrheitlich aus Anwälten.

Freizeit

Blick auf den Palacio Real

Da ich die meisten Sehenswürdigkeiten Madrids schon während meines Auslandssemesters in San Sebastián „abgearbeitet“ habe, konnte ich meine Freizeit bislang dazu nutzen die sonnigen Tage in den unzähligen Parks der Stadt zu genießen.

La Visage du Grand Masturbateur von Salvador Dalí

Zudem habe ich das Museo Nacional de Arte Reina Sofia besucht um dort unter anderem die Kunstwerke von Picasso und Salvador Dalí zu bewundern. Mein bisheriges Highlight war jedoch die finale Etappe der La Vuelta de España, das spanische Pendent zur Tour de France. Die Radprofis drehten hierbei mehrere Runden bis zum finalen Sprint durch die Madrider Innenstadt und lockten mich sowie tausende weitere Zuschauer an die Rennstrecke.

Finale Etappe der „La Vuelta“ am Plaza de Cibeles

Mit diesen ersten Eindrücken möchte ich mich vorerst von euch verabschieden. ¡Hasta la próxima!

Max

 

 

 

Hello and Welcome from Belfast

Mein Abenteuer in Belfast hat nun begonnen und ich freue mich auf die aufregende Zeit, die mich hier erwartet. Ich möchte die Gelegenheit meines ersten Beitrages nutzen und mich euch kurz vorstellen. Mein Name ist Lydia, ich bin 23 Jahre alt und studiere in Nürnberg. In Belfast werde ich mein sechsmonatiges Praktikum im Large Corporate Tax Team absolvieren.

Ankunft in Belfast

Am 30. August war es endlich soweit und ich bin von München über London Heathrow nach Belfast geflogen. Belfast ist die Hauptstadt von Nordirland und gehört damit zum Vereinigten Königreich. Demzufolge war meine Einreise nach Belfast sehr unkompliziert. In Belfast angekommen fuhr ich zu meinem Apartment, wo mich mein Vermieter bereits erwartete. Ich nutzte den ersten Abend um auszupacken, einzukaufen und anzukommen. So richtig fassen konnte ich es zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht, dass ich hier jetzt ein halbes Jahr leben werde. Vor meinem ersten Arbeitstag hatte ich ein paar Tage Zeit um mich einzuleben und Belfast kennenzulernen.

Ersten Tage im Office

Meine erste Woche hatte am 4. September mit einem Welcome Day für alle Neuanfänger begonnen. Wir wurden im Hilton Hotel von PwC empfangen und hatten Gelegenheit einander kennenzulernen. Es folgte Vorträge und Team-Challenges.

Am nächsten Tag erhielt ich meinen Laptop und konnte somit offiziell loslegen. Nach der IT-Einführung, wurde ich dem Team vorgestellt. Zudem lernte ich meinen Buddy kennen, der mit mir die ersten Schritte durchging und die verschiedenen Anwendungen und auch den Büroalltag erklärte. Außerdem zeigte er mir wo ich das wichtigste finden kann und stellte mir meine wichtigsten Ansprechpersonen vor. Die Kollegen sind alle wahnsinnig aufgeschlossen und haben mich warm und herzlich willkommen geheißen und helfen mir bei allem, sodass ich mich bestens zurechtzufinden kann.

Das Büro in Belfast ist ein Open Space Office, dass über die gesamte Etage verläuft. Für Besprechungen und Telefonate kann man sich in Break Out Areas zurückziehen. Des Weiteren gibt es buchbare Räume für längere Besprechungen und Teammeetings. Für mich ist es neu in einem so großen Office zu arbeiten. Auch wenn so viele Menschen in einem Raum arbeiten ist es ruhig und man kann sich gut konzentrieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich jederzeit an seine Vorgesetzten wenden kann, da diese gegenüber oder neben einem sitzen.

Ich arbeite hier in Belfast im Large Corporate Tax Team. Somit war die Aufgabe in den ersten Tagen das einlesen in das UK spezifische Steuerrecht. Die Projekte die das Team betreut, behandeln neben Consulting Themen hauptsächlich Transactions, Due Diligience oder Transfer Pricing. Ich freu mich schon darauf vielseitige Einblicke in diese Themen zu gewinnen.

Die ersten Erkundungstouren und Belfasts politischer Background

Ich habe bereits bei den ersten Gesprächen am Flughafen, im Taxi oder mit dem Vermieter festgestellt, dass der nordirische Dialekt manchmal gar nicht so einfach zu verstehen ist. Somit wollte ich die ersten Tage möglichst unter Leute kommen, um mich an den Dialekt zu gewöhnen.

Am ersten Tag ging ich in die Stadt und nahm an einer Free Walking Tour teil, um die Stadt mitsamt ihrer Geschichte kennenzulernen.

„Belfast hat sich in den letzten 40 Jahren von Terror zu Terrorismus entwickelt“

Ein Spruch den man hier häufig hört. Und um diese Aussage besser zu verstehen, nahm ich an einer politischen Führung durch Westbelfast teil. Hierbei erhielten wir die Sichtweise beider beteiligten Parteien auf den Nordirlandkonflikt. Zudem wurden wir über den Ursprung und den Verlauf des Konflikts aufgeklärt. Die Führung verlief entlang der Mauer die bis heute das Viertel trennt.

„Der Frieden in Belfast ein Prozess der noch nicht vollendet ist.“

An einem weiteren freien Tag nutzte ich die Gelegenheit und erkundete die Cityhall, St. George Market, Victoria Sqaure und Linenhall Library. Ich muss sagen es macht wahnsinnig Spaß die Stadt zu erkunden. Die Menschen hier sind wahnsinnig nett und hilfsbereit. Belfast ist recht überschaubar, sodass man die meisten Spots gut zu Fuß erreichen kann. Somit ist kann ich bisher sagen, dass ich mich hier sehr gut einlebe und wirklich wohl fühle.

 

Küste, Titanic und Cavehill

Irland ist natürlich bekannt für grüne Wiesen und steile Küsten, und ich muss sagen die Landschaft ist hier traumhaft. Entlang der Küste bei Sonne zu wandern ist großartig. Giants Causeway und die Carrick-o-Rede Bridge standen natürlich auch auf meiner To Do Liste, was Sightseeing außerhalb von Belfast betrifft. Auf dem Weg zurück nach Belfast folgte an der Küste einige Stopps an „Game of Thrones“- Drehorten.

Belfast ist insbesondere bekannt für den Bau der Titanic. Das darauffolgende Wochenende nutzte ich, um das Titanic Viertel zu erkunden. Neben dem Titanic Museum und den Titanic Film Studios, findet man auch Samson und Goliath im Titanic Viertel. Samson und Goliath sind zwei riesige Kräne (aus Deutschland) die Harland und Wolff für den Schiffsbau nutzten. Das H&W steht natürlich für Harland and Wolff, man könnte es aber auch als Hello and Welcome interpretieren.

 

Am vergangenen Sonntag hatte ich das Glück das kein Regen gemeldet war und machte mich somit auf den Weg Cavehill zu „besteigen“. Nach einem Zwischenstopp am wunderschönen Schloss, zog ich los und suchte den Weg nach oben. Ich muss sagen ein Glück, dass an diesem Tag so viele Menschen unterwegs waren, ansonsten hätte ich mich mit Sicherheit verlaufen. Oben angekommen war die Aussicht über Belfast großartig. Da es für belfast Verhältnisse recht klar war, hatte man sogar Sicht bis nach Schottland. Das war bestimmt nicht mein letzter Besuch auf dem Cavehill und ich freu mich schon darauf beim nächsten Mal die Aussicht zu genießen.

 

Voller Spannung und Neugier freue ich mich auf die kommenden Wochen und bin schon gespannt welche neuen Einblicke und Eindrücke mich erwarten werden. Was würde euch in den nächsten Posts interessieren? Und falls ihr Geheimtipps für Irland oder UK im Allgemeinen habt hinterlasst doch ein Kommentar.

Habt eine gute Zeit und viele Grüße aus Belfast -„Cheerio!“

Lydia

 

Aus Singapur kommst du nicht raus – eine Stadt mit vielen Gesichtern

Aus Singapur kommst du nicht raus – das waren die ersten Worte meiner PwC- Kollegen in Singapur. Etwas noerdlich weiter auf dem Globus bist du schon in Malaysia, in die anderen Himmelsrichtungen landest du sehr schnell im Ozean oder auf den zahlreichen, kleinen indonesischen Inseln – aber dazu spaeter mehr.

33 Grad – 20 Uhr – Ich. Am Flughafen. In einer grossen Stadt. Ziemlich nervoes. Mit einem Koffer bepackt. Wartend auf meinen Taxifahrer. Dieser meinte nach dem Einsteigen erst einmal zu mir: Keine Sorge – Singapur ist eine sichere Stadt. So sauber und ordentlich wie ein gebügeltes Hemd.

Und damit hatte er recht. Singapur gilt als eine der saubersten und vor allem auch sichersten Staedte der Welt. Ein Grund mehr, sich den Stadtstaat einmal genauer anzusehen, was ich in den letzten Wochen auch getan habe. Diese Stadt hat eine Vielfalt zu bieten, die fast keine andere Stadt uebertreffen kann.

Sentosa, eine Strandoase mitten in Singapur, welche man mit einer Seilbahn erreichen kann. Dieser Teil von Singapur gleicht mit seinen Universal Studios, einem Aquarium sowie Wasserpark einem Freizeitpark fuer Erwachsene. Ein paar Schritte weiter gelangt man nach Chinatown und Little India mit ihren Tempeln und Moscheen, dem Geruch von Gewuerzen, Curry, ueberstaeht mit bunten Haeusern und unzaehligen kleinen Restaurants sowie Shops mit Souvenirs und Apotheken mit traditionellen chinesischen Arzneimitteln. Im Gegensatz hierzu findet man Gebauede, welche futuristischer nicht sein koennten und mitten hindurch fliesst der Singapur River, der zur Bootsfahrt und naechtlichen Spaziergaengen einlaed.

                    

Fuer die Shoppingverrueckten unter uns ist die Orchard Road perfekt – hier kannst du shoppen, bis der Arzt kommt – und wenn du einmal etwas Erholung und Natur brauchst stehen in Sinagpur zahlreiche Parks, wie der Orchideen Garden, der botanische Garten, oder auch der East Coast Park, ein Park direkt am Meer zur verfuegung. Diese beiten eine tolle Moeglichkeit aus der Stadt heraus zu kommen.

Meine Liste an to do’s in Singapur koennte wahrscheinlich einmal den Globus ueberrunden, aber Vorsicht hier gibt es auch einige DON’Ts. Verboten sind in den oeffentlichen Verkehrsmitteln zum Beispiel Kaugummis sowie Essen, Trinken und Durions (auf Grund ihres strengen Geruchs, jedoch definitv einen Versuch wert – diese Frucht wirst du in Europa nicht zu probieren und zu riechen bekommen). Zudem herrscht Linksverkehr – und das nicht nur im Strassenverkehr, nein auch auf Gehwegen und Rolltreppen.

An den Wochenenden habe ich mir die Zeit genommen, raus aus dem stressigen Arbeitsalltag zu kommen und habe mit der Faehre die benachbarten indonesischen Inseln erkundet: Batam und Bintan. So viele Gegensaetze wie auf Batam habe ich selten gesehen: Von Urlaubsresorts, ueber 4- koepfigen Familien auf Rollern, Affen am Strand bis hin zu Einheimischenwohnungen – die ein Europaer eher als Slum bezeichnen wuerde. Aber vorallem Bintan bietet mit seinen Traumstraenden ein echtes Wochenendziel zum Entspannen – Schnorcheln an den Korallenriffen, Mangroven Touren, blaues Wasser und Sonnenaufgaenge, die du niemals vergessen wirst. Die Natur hat hier einiges zu bieten – unter Umstaenden auch einzigartige Naturphaenomene, wie einen Tornado am Himmel.

Wer in Singapur bleiben will: Kusu Island, St. John`s Island oder Pulau Ubin sind definitiv einen Besuch wert. Diese Inseln laden zum Fahrradfahren und Relaxen an den Standstraenden ein.

„Schnappe kulturell so viel wie moeglich auf.“ – Das war meine Devise bevor ich hier hergekommen bin und diese Moeglichkeit hatte ich vorallem waehrend des Chinese New Years. CNY wird hier gleich eine ganze Woche mit einer Vielfalt an Essen, Feuerwerk und Strassenfesten gefeiert. Auch in der Firma, welche ich geprueft habe, hatte ich die Moeglichkeit eine CNY-Feier mitzuerleben.

Nach all dem Schwaermen nun noch ein paar praktische Tips. Die Visabeantragung ist sehr problemlos. Es muessen nur ein paar Dokumente in Deutschland auf der Webseite des Ministerium of Manpower  MOM ausgefuellt und nach Ankunft in Singapur ein Termin dort ausgemacht werden um das finale Visum zu erhalten – hierbei koennen auch die HR Kollegen vor Ort behilflich sein, welche sehr freundlich und sachkundig sind.

Laufen ist in Singapur auf Grund der Temperaturen unter Umstaenden mit etwas Schweiss verbunden – wer dies umgehen moechte kann sich einfach eine Easy Link Karte kaufen, mit welcher alle Bussen und U-Bahnen genutzt werden koennen. Das Verkehrsnetz in Singapur ist sehr komfortabel, Taxis sind jedoch auch reichlich vorhanden und bezahlbar.

Das Office ist nahe Chinatown – zentral in Singapur und ist von deiner Unterkunft in 25 Minuten per Fuss zu erreichen. Die Wohnung laesst keine Wuensche offen: moebliert mit Buegelbrett, Buegeleisen und Handtuechern, eine Servicekraft, welche sich um die Sauberkeit kuemmert, perfekt Lage nahe des Fort Canning Parks und des Clarke quay, welcher mit traumhaften Ambiente und zahlreichen Restaurants und Bars viele Touristen anlockt und das Highlight ein Pool und kleines Fitnessstudio.

Vor dem ersten Tag braucht ihr auch nicht nervoes sein. Mit Laptop und Schreibutensilien ausgestattet hatte ich am ersten Tage erst einmal ein „Get-together“ und eine Assurance Schulung bevor es am naechsten Tag schon los zum Mandanten ging…

Ein letztes Wort von mir – vom anderen Ende der Welt.

Spuehrt ihr das Kribbeln in den Fingern?

Die Zeit ist noch nicht abgelaufen – nehmt diese Erfahrung mit. Bewerbt euch – es lohnt sich!

Wenn nicht jetzt wann dann?

 

Zurück in Deutschland – London im Rückblick

…vor wenigen Tagen kam ich aus London zurück nach Deutschland. Zeit, die vergangenen drei Monate zu reflektieren und euch einen Gesamteindruck zu vermitteln:

Es war eine unvergleichbare Erfahrung für mich, das Berufsleben in der britischen Weltmetropole mitzuerleben. Da ich im Bereich Assurance tätig war, bekam ich nicht nur Einblicke in die Arbeit bei PwC: Während meines Praktikums war ich an der Prüfung von zehn verschiedenen Unternehmen / Konzernen beteiligt. Oft waren wir im Team beim Mandanten vor Ort, damit konnte ich die englische Berufspraxis hautnah miterleben und spannende Eindrücke sammeln. Natürlich gab es dabei auch Herausforderungen zu bewältigen: Komplexe Prüfungsgebiete, schwierige Fragestellungen und die branchenabhängige Fachsprache standen regelmäßig auf dem Programm; das britische Englisch sowie unsere geliebten Deadlines machten es natürlich nicht einfacher 😉 Sehr bereichernd empfand ich die Erfahrung, mit Teamkollegen aus aller Welt zusammenzuarbeiten: Deren Herkunftsländer waren u. a. Indien, USA, Kanada, Ghana, Zypern, Griechenland, Armenien, Lettland, Südafrika und Brasilien.

In punkto Freizeit habe ich ja schon einiges berichtet. London bietet sehr viele Möglichkeiten, die Zeit mit Kultur, Erholung, Sport, Veranstaltungen, Shopping etc. zu verbringen. Allerdings tat ich mir anfangs etwas schwer, dieses Freizeitangebot voll auszunutzen – abgesehen von Sightseeing und Museumsbesuchen macht vieles weniger Spaß, wenn man allein & neu in der Stadt ist. Ich lernte dann jedoch mit der Zeit einige Leute kennen, mit denen ich am Wochenende etwas gemeinsam unternehmen konnte. Insgesamt hatte ich eine durchweg interessante Zeit mit spannenden & bereichernden Erfahrungen. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten London-Besuch 🙂

Bleibt mir nur noch, mich bei allen beteiligten PwC Kollegen – auch in UK – für die tolle Zeit zu bedanken. Ein ganz herzlicher Dank geht an das Stairway-Team (Ramona, Melanie, Henriette), die Betreuung war großartig und alles perfekt organisiert 🙂

Danke auch an alle Leser! Die Interessierten unter euch kann ich nur ausdrücklich zur Bewerbung ermutigen, es lohnt sich auf jeden Fall. Ich wünsche euch dabei viel Erfolg!

Beste Grüße

Max

Abreise nach London

Guten Abend aus Berlin!

Morgen ist nun bereits der Tag meiner Abreise nach London gekommen. Dank Stairway werde ich für drei Monate die Möglichkeit haben, die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs und die dortige LoS Assurance von PwC kennenzulernen. Ich bin sehr aufgeregt, nicht nur weil dies mein erster Besuch in England ist: Die Vorbereitung in den letzten Wochen verlief so unkompliziert, dass ich kaum glauben kann, für alles bereits „bestens gewappnet“ zu sein; dem ist aber so. 🙂

Vorhin habe ich per Telefon die morgige Schlüsselübergabe mit der Verwaltungsbeauftragten für mein Apartment vereinbart. Informationen rund um das Apartment (inkl. Lage, Ausstattung usw.) bekam ich bereits vor drei Wochen per Email zugesandt. Die Organisation erfolgte komplett von PwC und auf jede Frage hin bekam ich innerhalb kürzester Zeit eine hilfreiche Antwort – auch von dem Apartment Provider, der von PwC beauftragt wurde. Nun bin ich darauf gespannt, morgen meine Bleibe für die nächsten drei Monate beziehen zu dürfen. Unterkunft: check. 😉

Mit noch viel größerer Spannung blicke ich jedoch meinem ersten Tag bei PwC UK entgegen (= übermorgen). Auch die Organisation meiner Tätigkeit verlief absolut unproblematisch: Regelmäßig erhielt ich Emails von PwC aus beiden Ländern zum aktuellen Stand meiner Stairway-Vorbereitung sowie zu den Schritten, die meinerseits erforderlich waren. Der Aufwand für mich blieb dabei auf ein Minimum begrenzt. Lediglich die Eröffnung meines englischen Bankkontos bedurfte einer Postsendung, alles andere ging papierlos & schnell per Email. Schließlich hatte ich noch die Gelegenheit, bei einem freundlichen Telefonat mit der zuständigen Mitarbeiterin von PwC UK meine Fragen rund um mein Stairway-Praktikum loszuwerden. Die Flugbuchung durfte ich letzlich selbst vornehmen, wodurch ich in meiner persönlichen Anreiseplanung sehr flexibel war.

Alle weiteren Vorbereitungen (z. B. zu kulturellen Unterschieden oder zu London selbst) konnte ich ebenfalls gut und reibungslos treffen – zum Großteil mit der Unterstüzung von PwC. So konnte ich mich durch interkulturelle Trainings auf das Zusammentreffen mit den englischen Kollegen „einstimmen“, und beim zugehörigen PwC Stairway Workshop in Frankfurt bekamen wir obendrein einen Reiseführer für unsere Zielstädte geschenkt. Damit konnte ich mir in punkto Kultur & Sehenswürdigkeiten schonmal einiges vornehmen und bald werde ich berichten können, welche Eindrücke ich in der Anfangszeit sammeln konnte. 🙂

An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam in Frankfurt (insb. an Henriette Jansen! 🙂 ) und natürlich an die englischen Kollegen, die meine Ankunft in London vorbereitet haben.
Bis demnächst & viel Erfolg an alle weiteren Stairway-Teilnehmer bzw. -Bewerber!

Max