Hoi 2020 en tot ziens Amsterdam!

Hoi hoi,

wie für viele andere Stairway-Praktikanten ist es letztendlich kaum zu glauben,wie schnell die Zeit verflogen ist und nun heißt es auch für mich langsam Abschied nehmen. Gemeinsam mit Euch werde ich in diesem Blogeintrag von meinen letzten Wochen berichten und mich dann aus Amsterdam und von Euch verabschieden.

1.             Aktuelle Projekte

Der Dezember und Januar waren spannende Monate. Wir hatten regelmäßige Meetings mit den Geschäftsführern der Social Enterprise, um unser Partnerschaftsmodell zu entwickeln. Die Informationen aus diesen Gesprächen haben wir zusätzlich zur Vorbereitung unserer Präsentation vor dem PwC Management verwendet. In der Präsentation hat jedes Teammitglied einen Teil präsentieren können und das Management war sehr beeindruckt von unserem Konzept. Ich bin sehr gespannt auf die weitere Zusammenarbeit und freue mich für alle Kollegen, die zukünftig diese Initiative unterstützen können.

Auch das zweite Projekt, in welchem ich von der Ideenfindung involviert gewesen bin (vgl. zweiter Blogeintrag), geht in eine entscheidende Phase über. Wir konnten unser Konzept dem FS Insurance Partner vorstellen und haben wertvolles Feedback erhalten. Um unser Konzept für den Prototypen zusätzlich weiterzuentwickeln, haben wir einen Plan für „User Interviews“ gestaltet, die in meiner letzten Woche bei PwC gestartet sind. Das aktuelle Projektteam und meinen bevorzugten Arbeitsplatz seht ihr hier:

Für das dritte Projekt des Financial Services Accelerators haben wir im November die „User Story“ final konzeptioniert (vgl. dritter Blogeintrag). Ende Dezember folgte dann die Entwicklung eines ersten Prototypes. Dabei haben wir regelmäßig in verschiedenen Calls mit den User Experience-Designern abgestimmt. Dabei wird in Iterationsstufen gearbeitet, d.h. nach der Entwicklung bestimmter Funktionen gibt es eine Feedbackrunde. Anschließend werden die Informationen aus den Feedbackgesprächen integriert und es gibt eine erneute Feedbackrunde usw. bis alle gewünschten Funktionen enthalten sind. Aktuell arbeiten wir an unterschiedlichen Prototypen für Versicherungsunternehmen sowie Banken und an der weiteren Konzeption basierend auf dem Feedback lokaler und internationaler Kollegen.

2.            Sinterklaas im Büro

Im Dezember gab es viele Deadlines und teilweise auch lange Abende. Im Team haben wir jedoch die Zeit genommen und zusammen Sinterklaas gefeiert (ich berichtete davon bereits im letzten Blog-Artikel). Es wurden Peppernotten und sogar Peppernotten-Cheesecake gegessen, viele lustige Gedichte vorgelesen und Geschenke ausgepackt. Ich habe unsere Direktorin mit einem selbstgemalten „PwC Glücksmomente“-Glas sowie einem Armband beschenkt. Ich persönlich habe ein spannendes Buch, mein eigenes Gedicht sowie ein selbstgebasteltes Himmel und Hölle-Spiel geschenkt bekommen. Das Gedicht über mich möchte ich Euch nicht vorenthalten, genauso wie ein Geschenk von einer besonder lieben anderen Kollegin in Form eines Thermobecher für unsere Kaffeebar:

3.            Weihnachtsmärkte und Silvester in Straßburg und Amsterdam

Alle Niederländer und meine internationalen Kollegen sind total verrückt nach den deutschen Weihnachtsmärkten. Also bin ich im Dezember mit zwei Arbeitskollegen nach Aachen gefahren, um einige Stunden dort zu verbringen. Niemals hätte ich gedacht, dass man extra für einen Weihnachtsmarktbesuch zwei Stunden Auto fährt. Als wir dann vor Ort angekommen sind, ist mir erst aufgefallen wie sehr ich die deutschen Weihnachtsmärkte vermisse. Also habe ich beim Weihnachtsbesuch bei meinen Eltern die Chance genutzt und war in Offenburg und Straßburg auf dem Weihnachtsmarkt. In Straßburg habe ich zusätzlich die Kathedrale besucht und die Sonne sehr genossen.

Nachdem ich über Weihnachten meine Eltern besucht habe, bin ich pünktlich zu Silvester wieder nach Amsterdam gefahren. Das neue Jahr wollte ich unbedingt hier begrüßen. Ich war mit meinen Kollegen und anderen Bekannten schon auf einigen Partys und Clubs doch Silvester ist immer wieder etwas Besonderes. Pünktlich zu Mitternacht wurde der Sekt aufgemacht und angestoßen. Kurz vorher ist plötzlich eine Nebelwand über Amsterdam gezogen, sodass wir vom Feuerwerk leider nicht so viel sehen konnten. Danach ging es los in die Stadt und ins Casco. Das Besondere dabei war, dass man dort am einfachsten von Centraal mit der Fähre über die Amstel hinkommt. Auch eine Kollegen von PwC habe ich dort mit ihrem Mann getroffen.

4.           De Pijp, Haarlem und die Intercompany Gala

Die letzten Wochen in Amsterdam habe ich noch für einige Freizeitaktivitäten nutzen können. Endlich konnte ich die Chance nutzen und „De Pijp“, einen Stadtteil in Amsterdam mit vielen tollen Cafés und dem Albert Cuyp Markt (benannt nach einem bekannten Maler aus dem 17. Jhd.) entdecken.

An einem Wochenende im Januar bin ich mit einem Arbeitskollegen nach Haarlem gefahren. Haarlem hat mich stark an Amsterdam erinnert, nur dass es viel ruhiger und weniger touristisch gewesen ist. Wir haben die St.-Bavo Kirche (auch „Grote Kerk“) und die Windmühle „Molen de Adriaan“ besichtigt.

Ein Highlight in den letzten Wochen war die Intercompany Gala. YoungPwC hat gemeinsam mit zwölf anderen Unternehmen eine Gala für Young Professionals organisiert, um sich gegenseitig zu vernetzen und zusammen zu feiern. Ich hatte Glück kurzfristig noch eine Karte zu bekommen und innerhalb weniger Stunden ein passendes Outfit für den Dresscode Black Tie zu finden, sodass ich mit meinen lieben Kollegen zusammen feiern konnte. Die offiziellen Fotos sind leider noch nicht verfügbar, sodass ich nur dieses Fotos mit Euch teilen kann:

5.            Opportunity of a lifetime -time to say goodbye

Nach sechs Monaten geht es für mich nun in wenigen Tagen zurück nach Wiesbaden. Ich kann es jedem empfehlen einige Zeit im Ausland zu arbeiten und leben. Ich konnte so meine persönliche (Arbeits-)Kultur kennenlernen. Jetzt weiß ich, dass Deutsche verrückt nach Bargeld sind. Ich habe in meiner Zeit hier nicht ein einziges Mal Bargeld abgehoben. Ich freue mich wieder nicht jeden Tag eine Regenjacke mitnehmen zu müssen, weil das Wetter beständiger ist und auf einen ausgiebigen Einkauf in der Drogerie. In Deutschland werden viele Filme und Interview synchronisiert. Hier laufen im Kino meist die Originalversionen, weil die Englischkenntnisse sehr gut sind. Zusätzlich sind die niederländischen und internationalen Kollegen lockerer als die Deutschen, so ist der Dresscode im Büro entspannter und Sneaker nahezu jeden Tag präsent.

Abschließend freue ich mich in diesem Jahr mein Masterstudium zu beenden und dabei mein erlerntes Wissen hier auch in Deutschland nutzen. Besonders das richtige Storytelling und das Halten von Präsentationen werden mir in den letzten Semestern hoffentlich leichter fallen. Ich werde eigenständiger und agiler arbeiten sowie die Prioritäten richtig setzen. Danach freue ich mich auf spannende berufliche Perspektiven und Herausforderungen, wie ich sie hier bei PwC in Amsterdam im FS Technology Team und Accelerator erleben durfte.

Ich habe mich sehr über Eure Anteilnahme und über die Unterstützung aller PwC Kollegen aus Deutschland und den Niederlanden gefreut und bedanke mich zum Abschied herzlich bei allen Beteiligten aus Deutschland und den Niederlanden.

Tot ziens,

Kim

Sinterklaas, Diwali und Weihnachten in Amsterdam

Hallo naar Duitsland,

bald ist es soweit und “Sinterklaas” (der „Heilige Nikolaus“ in Deutschland) erreicht die Niederlande. Danach werde ich meine Eltern über die Weihnachtsfeiertage in Strasbourg besuchen. Bis dahin möchte ich Euch in meinem neuen Blogeintrag über die Weihnachtszeit in Amsterdam und über meine aktuellen Projekte berichten.

Sinterklaas und Diwali in Amsterdam

Mitte November hat sich “Sinterklaas” zusammen mit dem “Zwarte Pieten” (der „Knecht Ruprecht“ oder „Hans Muff“ in Deutschland) auf einem Dampfschiff aus Spanien auf den Weg in die Niederlande gemacht. Am 5. Dezember wird das Schiff in den Niederlanden ankommen und der „Pakjesavond“ wird gefeiert. Dieser „Päkchenabend“ ist für die meisten Niederländer wichtiger als das Weihnachtsfest. Meist werden Geschenke dabei nach dem Wichtelprinzip gemacht. Dabei gibt es nicht nur ein Geschenk für die ausgeloste Person, sondern es wird auch ein persönliches Gedicht verfasst. Im FS Technology Team organisieren wir statt eines Pakjesavond ein Sinterklaasfrühstück. Dabei schenken wir der zugelosten Person etwas Selbstgemachtes, etwas Nützliches und ein selbstverfasstes Gedicht. Welches Geschenk ich bekommen habe und welches ich verschenkt habe, erzähle ich Euch in meinem nächsten Blog-Artikel. Das gesamte Team freut sich schon auf unsere Feier:

Theresa und ich haben gemeinsam den Sinterklaas-Einzug gefeiert, als ich sie in Rotterdam besucht habe. In der ganzen Stadt sind Zwarte Pieten herumgelaufen und haben Kinder mit den typischen „Pepernoots“ beschenkt. Anschließend haben wir noch gemeinsam die Kubushäuser besucht. Die Kubushäuser wurden von dem Architekten Piet Blom entworfen und es handelt sich dabei um Würfel, die gekippt auf einer Ecke stehen. Einige davon sind von Privatpersonen bewohnt.

Neben der Vorfreude auf Sinterklaas, gab es bereits eine andere Feierlichkeit in den letzten Wochen. In Suriname, Indien und weiteren hinduistisch geprägten Ländern wurde „Diwali“ gefeiert. In Amsterdam arbeiten viele in Indien geborene Kollegen und durch die ehemalige Kolonie Suriname hat Diwali eine große Bedeutung in den Niederlanden. Diwali ist ein mehrtägiges (eigentlich sogar mehrwöchiges) Lichterfest und hat eine große spirituelle Bedeutung für die Hindus. In den verschiedenen Regionen wird Diwali sehr unterschiedlich gefeiert, ein großes und lautes Feuerwerk gehört fast überall dazu. Klassischerweise besuchen sich Freunde und Familie gegenseitig zuhause und teilen lokale Spezialitäten miteinander. Daher hat PwC für alle Kollegen typische Snacks auf jedem Stockwerk vorbereitet, sodass alle Kollegen gemeinsam feiern konnten.

Aktuelle Projekte

Aktuell bin ich in drei Projekte involviert: ein Corporate Social Responsibility Projekt sowie zwei technische Projekte.

Ein technisches Projekt habe ich bereits in diesem Blog-Artikel beschrieben. Im zweiten technischen Projekt entwickeln wir aktuell die „User Story“. Dabei sitzen wir als Projekt-Team zusammen und diskutieren jedes Bild der Benutzeroberfläche zusammen bis wir einen stimmigen Ablauf erarbeitet haben. Dabei zeichnen wir schematisch einen Bildschirm auf ein Whiteboard und überlegen wie die graphische Benutzeroberfläche aussehen soll. Welcher Button kommt wohin? Was passiert, wenn man den Button betätigt? Verändert sich so der Status der aktuellen Tätigkeit? Dabei ist jede Meinung und jede Idee gefragt. So gestalten wir den funktionellen Prozess unserer Tools. Für das erste technische Projekt haben wir diese Schritte bereits abgeschlossen und führen die ersten Entwicklergespräche.

Unser Corporate Social Responsibility Projekt, in welches ich bereits ab meinem ersten Tag involviert wurde (vgl. dazu diesen Blog-Artikel), soll ausgeweitet werden und wir arbeiten gerade an einem Model, um die zukünftige Zusammenarbeit mit der Social Enterprise zu gestalten. Dafür habe ich an einem Meeting mit den Geschäftsführern der Social Enterprise teilgenommen und ich werde auch ein Teil des Pitches vor unserem FS Partner übernehmen dürfen. Ich freue mich sehr, dass wir als Team einen Teil zu den PwC Circularity Goals 2030 beitragen können.

Über die Weihnachtsfeiertage ist das Büro in Amsterdam geschlossen. Ich werde dann meine Eltern in Strasbourg besuchen. Pünktlich zu Silvester bin ich wieder in Amsterdam, um hier das neue Jahr zu begrüßen.

Niederländische Sprache

Ik spreek een beetje Nederlands. Ik kan kleine praatjes doen en tot honderd tellen. Ik kan in het perfectum praten, maar nor niet in de toekomstig. Das bedeutet, dass ich schon ein bisschen Niederländisch sprechen kann, bis einhundert zählen kann und das Perfekt nutzen kann. Über die Zukunft kann ich (auf Niederländisch) bisher noch nicht sprechen.

Zugegeben fällt mir das Lernen der niederländischen Sprache sehr schwer. Im Museum oder Café kann ich die Niederländer meist verstehen, auch niederländische Texte sind nachvollziehbar. Zum Sprechen fehlt mir oft ein wenig der Mut. Dadurch, dass viele Worte ähnlich klingen und immer wie eine Mischung aus Deutsch und Englisch sind, fällt mir das Einprägen so schwer. Dazu gibt es noch viele „False Friends“, so z.B. gekocht (NL) = gekauft (DE) oder mag (NL) = darf (DE). Oft sieht man hier auf Plakaten auch das Wort huren (NL), was besonders einige meiner Besucher als sehr amüsant bezeichnet haben; das bedeutet hier mieten (DE).

Freizeitgestaltung in Amsterdam

In meinem zweiten Blog-Artikel habe ich geschrieben, dass meine Kollegen und ich das Amsterdam Dance Event zusammen besuchen werden. Gemeinsam haben wir dort in der ersten Reihe die ganze Nacht getanzt. Auch die „Mueseumnacht“ in Amsterdam war eine tolle Erfahrung. Am ersten Samstag im November haben alle Museen bis 2 Uhr nachts offen. Zusätzlich dazu gibt es in jedem Museum besondere Veranstaltungen: von Weinverkostungen, Workshops und Musik ist alles dabei. Ich konnte dabei eine Live-Coding Session im Vondelpark besuchen und habe danach noch eine Arbeitskollegin im Diamenten-Museum getroffen. Das war sehr „gezellig“. Eine genaue Übersetzung gibt es nicht. „Gezellig“ bedeutet einfach, dass man gemeinsam einen schönen Abend verbracht hat.

Auch das A‘DAM Lookout habe ich im November besucht. Das Wetter war dabei typisch niederländisch und unbeständig, sodass die Aussicht leider nicht so schön gewesen ist. Ein Ausflug ist das Lookout dennoch auf jeden Fall wert. Man hat dort  auch die Gelegenheit über den Dächern von Amsterdam zu schaukeln. Zusätzlich habe ich noch den Royal Palace der Königsfamilie besucht. Dieser befindet sich in der Innenstadt von Amsterdam und wird heutzutage von der niederländischen Königsfamilie, zu der König Willem-Alexander und Königin Maxima gehören, zu Repräsentationszwecken und als Gästehaus für Staatsgäste genutzt. Auch das MOCO Museum ist einen Besuch wert. Aktuell werden dort einige Werke des britischen Street-Art Künstlers (oder Künstlerin?) Banksy ausgestellt. Auch das Lieblingsbild der Briten 2017 „Balloon Girl“ ist dort ausgestellt (leider nicht die geschredderte Version).

 

Insgesamt waren es aufregende und interessante zwei Monate in Amsterdam. Ich freue mich jetzt darauf bald meinen kleinen Koffer zu packen und auch meinen Eltern von all meinen Erlebnissen erzählen zu dürfen. Daher wünsche ich allen:

Prettig Kerstfeest en een gelukkig nieuwjaar,

Kim

Het leven in Amsterdam – Das Leben in Amsterdam

Hoi hoi,

inzwischen ist schon der dritte Monat meines Praktikums in Amsterdam gestartet; wie schnell die Zeit vergeht. In meinem heutigen Blog-Artikel möchte ich Euch mitnehmen in meinen Arbeitsalltag bei PwC sowie in die Kultur  und das Leben in den Niederlanden.

Arbeitsalltag und Unternehmenskultur

Durch die flexible Arbeitszeitregelung gibt es keinen festen Startpunkt für die Arbeit. Die meisten Kollegen kommen zwischen 9:00 und 10:00 Uhr ins Büro. Ich bin meistens ab 8:30 Uhr da, weil ich die morgendliche Ruhe zum Start in den Arbeitstag bevorzuge. Viele Kollegen arbeiten jedoch die meiste Zeit vor Ort beim Kunden. Freitags ist daher meist das „große Wiedersehen“ mit dem gesamten Team, da am Freitag gewöhnlich alle Kollegen im Büro arbeiten.

Zum Kennenlernen der Kollegen hier trifft man sich anfangs zunächst zu einem „Coffee Appointment“. So kann man sich zwanglos austauschen und persönlich Kennenlernen. Diese Treffen finden unabhängig vom Grade statt; auch ein hier im Oktober eingestiegener Manager lernt so die neuen Kollegen kennen. Auch duzen sich hier alle Kollegen im Advisory, einschließlich der Direktoren und Partner. Unser Technology-Team ist sehr international. Wir haben Kollegen aus Spanien, Griechenland, Deutschland, Indien und natürlich den Niederlanden. Entsprechend werden hier allerlei Sprachen gesprochen; immer abhängig wer mit wem gerade spricht. Auch in der Freizeit verbringen wir viel Zeit miteinander. Jeden Freitag treffen wir uns zum After-Work Bier in einer zum Büro nahe gelegenen Bar, wir haben den Gig von der Band eines Kollegen besucht, wir waren zusammen auf der Pride (davon habe ich in meinem ersten Blog-Artikel bereits erzählt) und haben gemeinsam das Vino-Festival besucht.

Aktuell arbeite ich hauptsächlich an zwei Projekten. Von dem Corporate Social Responsibility Projekt habe ich bereits in meinem ersten Blog-Artikel berichtet.
In dem zweiten Projekt geht es um künstliche Intelligenz und das „Machine Learning“, d.h. das ein System Muster und Gesetzmäßigkeiten aus verschiedenen Datensätzen erkennen und verstehen kann. Ich war seit Beginn der Ideenfindung am Projekt beteiligt. Aktuell sind wir in Gesprächen mit unseren Entwicklern, um einen ersten Prototype zu gestalten. Aufgrund meines versicherungstechnischen Studiums konnte ich dabei besonderen Input liefern und habe gleichzeitig sehr viel über IT-Systeme, -architekturen und deren funktionellen Aufbau lernen.

Essen

Der Käse hier in Amsterdam ist wirklich super, wer hätte das gedacht? Den sollte man bestenfalls im Ganzen kaufen und eigenständig zuhause in Scheiben schneiden. Auch „Hagelslaag“ (richtig ausgesprochen wird dabei das g als „ch“) hat mich total überzeugt. Dabei handelt es sich um Streusel aller Art, die mit viel Butter auf einem Toastbrot (aber ungetoastet) gegessen werden. Auch Pindakaas als besondere niederländische Erdnussbutter ist sehr beliebt. Zum Mittagessen essen hier auch die meisten Kollegen Sandwiches oder Brote, meistens mit einem Glas Milch. Für mich klingt das eher nach Frühstück als nach Mittagessen.

Im Supermarkt unterscheidet sich nicht viel in Vergleich zu Deutschland. Auffallend finde ich dabei die große Menge an bereits geschnittenen Gemüse, welches dann zur Haltbarkeit leider in Plastik eingepackt werden muss. Da ich einen kleinen privat geführten Supermarkt in der Nähe meines Apartments habe, versuche ich dort einkaufen zu gehen, um unnötigen Plastikmüll zu vermeiden.

Sprache

Im September hat mein Niederländisch-Kurs angefangen. Da dieser speziell für Deutschsprachige gehalten wird, kann man innerhalb von einigen Wochen auf das Level A2 aufsteigen. Doch besonders die Aussprache ist schwieriger als gedacht. So wird beispielsweise im Niederländischen das „g“ als „ch“ ausgesprochen oder das „ou“ als „au“. Kleinere Texte sind schnell verständlich, da Niederländisch wie eine Mischung aus Deutsch und Englisch klingt. Beim Lernen muss man dann „nur“ die richtige Mischung finden.
Auch sind alle Niederländer sehr hilfsbereit. Sobald sie beispielsweise an der Aussprache erkennen, dass man kein Niederländer bist, sprechen sie sofort Englisch. Wenn man die niederländische Sprache lernen möchte, ist das nicht immer hilfreich.

Freizeitgestaltung

Jeder der in Amsterdam wohnt, der benötigt ein Fahrrad. Ich bin auch einige Tage mit schönem Wetter ins Büro geradelt, bei einer Strecke von ca. 25 km am Tag nutze ich jedoch öfters die Metro. Doch um zum Tennis, in die Stadt oder zum Einkaufen zu fahren, ist mein „Fiets“ immer die erste Wahl. Ich kann dabei jedem nur raten, wirklich aufzupassen, denn ich musste auch schon einen kleinen Fahrradunfall in Kauf nehmen. Bis auf kleinere Schürfwunden und einige Tage Rückenschmerzen bin ich mit dem Schrecken davongekommen. Die „Snorfiets“, d.h. Motorroller auf Deutsch, dürfen hier teilweise auch auf den Fahrradwegen fahren.

Auch mit den anderen Stairway-Praktikanten aus der Nähe habe ich mich bereits getroffen. Theresa aus Rotterdam hat mich für ein Frühstück und eine Stadttour besucht und bald folgt mein Besuch bei ihr.

Mit meiner „Museum kaart“ kann ich viele Museen in Amsterdam kostenfrei besuchen. So konnte ich bereits das Anne-Frank-Haus, das Cromhout-Haus und das Rembrandt-Haus besuchen. Für das Anne-Frank-Haus müssen dabei mindestens ein Monat im Voraus Tickets bestellt werden und auch dann ist es sehr voll. Einem Besuch kann ich dennoch jedem empfehlen, ob man die Tagebücher gelesen hat oder auch nicht. Rembrandt van Rijn war einer der bekanntesten niederländischen Künstler des Barocks. Der Rembrandtplein als Ausgehmeile von Amsterdam wurde nach ihm benannt.

Zu meinen Highlights der Woche gehört das auch Tennisspielen. Nachdem ich einige Jahre pausiert habe, bin ich nun wieder im Training und habe dabei schon viele nette Menschen kennengelernt. Gemeinsam waren wir bereits in einer Rooftop-Bar in Amsterdam. Die „Einheimischen“ kennen eben die besten Plätze. Im Tischtennis musste ich mich meinen Tennispartner dann doch 1:2 geschlagen geben, nachdem ich auf dem Tenniscourt am Tag zuvor 2:0 gewinnen konnte.

In den nächsten Wochen steht gemeinsam mit den PwC Kollegen dann das Amsterdam Dance Event an und meine Familie und einige Freunde werden mich besuchen kommen. Ich melde mich bald wieder.

Tot ziens,

Kim

Goedendag, Amsterdam. Ik ben Kim!

Goedendag,

So begrüßt man sich in Amsterdam. Auch ein einfaches Hallo ist möglich, das klingt dann wie im Deutschen. Als „Opportunity of a lifetime“ bin ich dank PwC seit einigen Tagen in Amsterdam. Hier arbeite ich für die nächsten sechs Monate im Bereich Advisory im Technology-Team und betreue dabei Finanzdienstleistungsunternehmen, wie Versicherungen und Banken.

Mein Name ist Kim Vanessa Graumann und ich studiere an der Wiesbaden Business School, um meinen M. Sc. Versicherungs- und Finanzwirtschaft zu erlangen. Meinen Bachelor habe ich im Rahmen eines ausbildungsintegrierten Studiums ebenfalls in Wiesbaden absolviert. Die Versicherungsbranche befindet sich derzeit in einem starken Umbruch und immer wieder fallen Schlüsselbegriffe wie digitale Transformation. Da kam das Angebot des Stairway-Praktikums in Amsterdam wie gerufen. Ich bekomme so die Möglichkeit eine längere Zeit im Ausland zu leben und gleichzeitig an der Transformation teilzuhaben und so mein Wissensspektrum zu erweitern. Ich freue mich Euch die nächsten Monate an meinen Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben zu lassen. So bin ich am ersten Tag angereist:

Bereits an meinem ersten Tag durfte ich an einem Meeting mit unserem Director teilnehmen. Dabei ging es überraschenderweise nicht um ein Finanzdienstleistungsunternehmen, sondern um ein Corporate Social Responsibility-Projekt eines Social Enterprises, welches sich als Ziel gesetzt hat, die Art der Fortbewegung in Städten zu revolutionieren, um so für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Das Auto könnte so also überflüssig werden. In meinen Augen ist das Konzept von nachhaltiger Fortbewegung ein sehr wichtiger Aspekt zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit. Ich freue mich sehr, dass ich diesen Ansatz in meiner täglichen Arbeit bei PwC unterstützen kann.
Zusätzlich dazu besteht mein Arbeitsalltag derzeit aus vielen Meetings und Networking. Viele Projekte starten im September, sodass aktuell die Projekt-Teams dafür zusammengestellt werden. Das ist für mich die optimale Chance mich vorzustellen, um dann bald von meinen Projekten berichten zu können. Wichtig ist es dabei sich auf diese Gespräche vorzubereiten und aktuelle Themen vom Markt miteinzubringen. Wie wird sich die Versicherungswirtschaft weiterentwickeln? Welche Herausforderungen warten?

Doch auch die Freizeit mit den Kollegen kommt nicht zu kurz. Zwei Tage nach meiner Ankunft war ich mit meinen Kollegen ganz in der Nähe vom Office in einer Rooftop-Bar. Auch wenn das Bier in meinen Augen nicht so gut geschmeckt hat wie deutsches Bier, so hatten wir doch einen schönen Abend. Anschließend sind wir gemeinsam noch auf eine Party der Gay Pride Amsterdam gegangen. Die Pride ist eine Woche in Amsterdam Anfang August, in welcher die gesamte Stadt die LGBT-Community feiert. Dabei gibt es verschiedenste Veranstaltungen und Ausstellungen, die alle im Zusammenhang mit der LGBT-Community stehen. Die Canal Pride ist dabei der Abschluss und Höhepunkt der Pride. Dabei fahren verschiedene Schiffe von Vereinen und Unternehmen (auch PwC war mit einem Boot vertreten) durch die Grachten und dabei wird Musik gespielt und gefeiert. Ich habe mich dabei wie bei Fastnacht in Mainz gefühlt, die gesamte Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Das lässt sich mit Worten nicht beschreiben. In meinen Augen gibt es keinen besseren Grund zum gemeinsamen Feiern als für mehr Toleranz und Respekt.

                

Auch in meiner freien Zeit war ich bereits viel in Amsterdam unterwegs. Diese Stadt hat wirklich viel zu bieten. So war ich unter anderen im einem „Vintage Kilo“-Shop. Dort gibt es an der Kleidung keine Preisschilder, sondern am Ende zählt das Gewicht der jeweiligen Kleidungsstücke. Dabei habe ich einige Schätze gefunden, die ich gerne mit Euch teile. Zusätzlich möchte ich noch einige Impressionen von meinen Spaziergängen durch die Stadt:

      1.7IKVG Vintage Shopping II     1.9.KVG City Walk                

Mit einem kurzen Ein- und Ausblick in mein Apartment beende ich meinen ersten Blogartikel und freue mich schon sehr auf die nächsten Wochen. Dann startet mein Niederländisch-Kurs, sodass ich mich hier noch besser eingewöhnen kann auch wenn hier wirklich jeder Englisch spricht.  Bis dahin ist dann auch bestimmt der Alltag aus Amsterdam bei mir angekommen. Bis dahin viele Grüße aus der Malthusstraat in Amsterdam und bis bald,

 

Kim