Work, Work und Abschied aus Prag

Ahoj,

nun melde ich mich mit meinem zweiten und leider auch letzten Blogeintrag zurück. Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen und Einschränkungen durch das Corona-Virus in Europa und der Welt wurden wir Stairway-Praktis gebeten nach Deutschland zurückzukehren.

Nichtsdestotrotz vergingen die Wochen vor der Abreise wie im Flug, es gab immer viel zu tun und zu erleben. Die Highlights and weitere interessante Infos möchte ich im Folgenden mit euch teilen.

Abwechslungsreicher Arbeitsalltag mit vielen Einblicken

Ähnlich zu meinen ersten Wochen durfte ich den vergangenen Wochen weiterhin bei Prüfungen in verschiedensten Branchen mitwirken, der Mix reichte vom Lebensmitteleinzelhandel, über den Dienstleistungssektor, bis hin zu einem Werkzeughersteller. Zudem war ich über die Faschingstage bei einem Automobilzulieferer vor Ort. Auch wenn Fasching in Tschechien nicht gefeiert wird, brachte ein Kollege super leckere selbstgebackene polnische Pączki (Kreppel/Krapfen), gefüllt mit Marmelade, mit! Das war definitiv das Highlight des Tages.

Unser Büro bei einem Mandanten

Was mir bei fast allen Mandaten bisher auffiel, war, dass viele Kollegen gar nicht im Anzug zum Mandanten kommen, wie ich es zunächst erwartet hatte. Stattdessen war es völlig in Ordnung im Hemd und einer guten Hose zur Arbeit zu gehen.

Nach mittlerweile vielen Prüfungsmandaten bei verschiedenen Unternehmen habe ich ein kleines Merkmal der tschechischen Rechnungslegung zu schätzen gelernt: Es gibt einen gesetzlich standardisierten Kontenplan für alle Unternehmen. Für mich bedeutete dies, dass ich es leichter war sich in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zurechtzufinden, vor allem, wenn die Kontenbezeichnungen einen tschechischen Namen hatten.

Apropos tschechische Sprache: Ein paar Wörter kenne ich mittlerweile, jedoch bin ich sehr froh, dass wir unsere Prüfungshandlungen auf Englisch dokumentieren – andernfalls könnte meine Aufzeichnungen sonst wohl auch keiner mehr verstehen.

Prager PwC-Office

Erkundungstour in Prag und Innovationen beim Barkeeping

Das Wetter an meinen letzten Wochenenden in Prag ist häufig richtig gut gewesen. Besonders passend war es daher, dass mich Freunde und Familie besucht haben und wir mit Sonnenschein die Stadt erkunden konnten. Pflichtbesuche waren neben dem Schlendern über die Karlsbrücke auch der Besuch der Prager Burg und des Veitsdoms.

Blick auf Prag vom Turm des Klementinums

Bei Tschechen ist Eishockey recht beliebt, daher habe ich dies als Anlass genommen, mit zwei Freunden das Spiel von Sparta Prag gegen Fastav Zlín anzuschauen. Wir saßen zwar im Familienblock, während so mancher Spielphase merkte man davon aber wenig, die Leute feuerten ihre Teams an und verkündeten lautstark ihre Meinung.

Abends kann man in Prag gut weggehen und was erleben. Ein innovatives Detail bei einem Clubbesuch war neben den Dancefloors und der Musik ein Barkeeping-Roboter. Auf einem Display konnte man seinen Cocktail bestellen und beim Mixen zwei Roboterarmen zuschauen. Lediglich die Lieferung an den Tisch geschah analog durch eine Bedienung.

Eishockeyspiel Sparta Prag gegen Fastav Zlín

Barkeeping-Roboter

 

 

 

 

 

 

 

Einige Tage vor meiner Abreise bin ich bei einer Expat-Gruppe in den sozialen Netzwerken auf den Aufruf von ehemaligen Schwimmern aufmerksam geworden, die sich regelmäßig zum Training treffen. Zweimal konnten wir uns noch zum Trainieren treffen, bevor die Schwimmbäder geschlossen wurden. Nichtsdestotrotz war es wirklich lohnend, sich in solchen Gruppen zu vernetzen, um dadurch weitere Leute kennenzulernen.

Arbeiten während der Coronakrise und der Abschied aus Prag

Nachdem die Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer mehr zunahmen, wurden wir von PwC bereits gebeten aus dem Homeoffice zu arbeiten. Glücklicherweise ging das alles reibungslos, man ist es bei PwC ohnehin gewohnt außerhalb des Büros zu arbeiten. Natürlich fehlt im Homeoffice das Gespräch „zwischendurch“ mit den Kollegen. Durch morgendliche Telefonkonferenzen mit den Prüfungsteams sowie dem laufenden Coaching während des Tages wurde dies jedoch so gut wie möglich ausgeglichen.

Die Nachricht über die bevorstehende Abreise aus Prag hatte sich bereits angebahnt, als die Grenzschließungen Tschechiens verkündet wurden und vor ihrer Umsetzung standen. Da mein Rückflug gestrichen wurde, bin ich schließlich mit dem Zug zur Grenzstadt Cheb (Eger) gefahren und habe die Grenze nach Deutschland zu Fuß überquert (grenzüberschreitender Verkehr war eingestellt gewesen). Es war ein spannendes Erlebnis, das ich in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Danke an dieser Stelle an das Stairway-Team für die Unterstützung!

Sonnenuntergang bei der Ausreise

Seit meiner Rückkehr nach Deutschland arbeite ich weiterhin aus dem Homeoffice heraus, es war glücklicherweise möglich, dass ich die verbleibenden Wochen des Praktikums noch planmäßig fortführen kann.

Mein Fazit über mein Stairway-Praktikum in Prag

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht, es war eine tolle Zeit, die ich definitiv vermissen werde. Die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, waren großartig, die Kolleginnen und Kollegen sowie die vielen anderen Menschen, die ich kennengelernt habe, waren inspirierend, freundlich und offen.

Privat vermisse ich bereits die kleinen Dinge, die Prag für mich mit ausmachen: Sei es eine Fahrt mit den alten Straßenbahnen und deren Ansagen, das Verwenden tschechischer Gruß- und Abschiedsformeln. Oder auch das deftige Essen mit den Braten und Klößen sowie das tschechische Bier, üblicherweise serviert mit sehr viel Schaum.

Abschließend kann ich wirklich jedem raten, Erfahrungen im Ausland zu sammeln, sei es im Rahmen eines Praktikums oder letztlich über ein Auslandssemester an der Hochschule. Ich würde sagen, dass man lernt, sich schneller auf neue Situationen einzustellen, seinen eigenen Horizont erweitert, öfters mal die Komfortzone verlassen muss und dabei offener für neue Dinge wird. Und in meinem Fall freue ich mich sehr, Freunde und Kollegen in Tschechien kennengelernt zu haben, die ich beim nächsten Besuch wiedersehen kann.

Solltet ihr vor dem Schritt stehen für eine Zeit ins Ausland zu gehen – tut es, der erste Schritt mag manchmal als der schwerste Schritt scheinen, es lohnt sich aber!

Bleibt gesund, na shledanou!

Max

Busy Season und Coronakrise in Paris

Eigentlich wollte ich den nächsten Blogeintrag hauptsächlich über das Arbeitsleben und die Busy Season schreiben. Da nun aber die aktuellen Entwicklungen und das Thema Corona auch hier in Paris extreme Auswirkungen haben, muss das natürlich auch berichtet werden.

Zunächst erst einmal kurz meine Erlebnisse vor Corona: Die Busy Season ist ab Januar voll im Gange und man merkt sehr rasch, was genau das heißt: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Die meisten Unternehmen haben das Ende ihres Geschäftsjahres am 31.12. und somit müssen ihre Abschlüsse Anfang des Jahres geprüft werden. Da viele Tochterunternehmen an den Konzern berichten müssen, gibt es Deadlines. Dadurch kann man sich ja gut vorstellen, wie viel Arbeit anfällt. Manchmal wäre es gut mehr als zwei Hände zu haben, denn manchmal muss man Dinge praktisch gleichzeitig erledigen und gleich an mehreren Mandaten arbeiten. Auch im Februar und März bleibt das so und der Rückgang der Arbeitsmenge wird wohl (unter normalen Umständen) erst im April zu sehen sein. Warum unter normalen Umständen? Corona hat natürlich auch im Audit extreme Auswirkungen und „normal“ gibt es eigentlich nicht mehr. Aber hierzu später.

Ich war im Januar auf einem sehr interessanten Projekt gebucht, bei dem ich schon in der Vorprüfung im November dabei sein durfte. Dadurch kannte ich das Unternehmen schon etwas besser und konnte jetzt noch effektiver mitarbeiten. Jedes Teammitglied hatte selbstverantwortlich die eigenen Risiken zu prüfen, die erforderlichen Dokumente vom Kunden einzuholen, Stichproben zu ziehen oder aufkommende Fragen zu klären. Mir macht es vor allem Spaß, wenn ich eigenständig arbeiten kann und das konnte ich dort voll ausleben. Die erfahreneren Teammitglieder standen mir jedoch zum Glück wirklich zu jeder Zeit bei und beantworteten mir alle meine Fragen. Es ist wirklich schön, dass wir Praktikanten vollwertige Teammitglieder sind und genauso behandelt werden, wie die Leute im ersten Jahr (Junior 1). Das finde ich besonders gut an dem Praktikum, weil man so tatsächlich genau den Arbeitsalltag erlebt und sich nicht wie jemand fühlt, der nur als Aushilfe für lästige Arbeiten betrachtet wird.

So verflogen die Wochen! Von der Busy Season kann ich einfach nur von sehr, sehr viel Arbeit erzählen. Das ist bestimmt nichts für jeden, da unter der Woche die Freizeit tatsächlich etwas auf der Strecke bleibt. Jeder arbeitet im Moment bis an seine Grenzen. Man hat seit Januar eigentlich nie Pause, da nach Abschluss eines Projektes direkt das nächste kommt. Allerdings vergeht die Zeit wie im Flug. Kaum ist Montag, klopft schon wieder der Freitag an die Tür.

Im Februar war ich noch einmal auf einem Mandat, das weiter weg war von Paris: bei Le Havre. Das ist ein sehr süßes Städtchen, in das auch viele Urlauber kommen. Wir schliefen wieder im Hotel und blieben eine Woche. Diesmal war das Projekt abgesehen von mir ausschließlich mit Franzosen besetzt. Dadurch lernte ich auch einmal die Arbeitsweise außerhalb des German Desks kennen, was genauso interessant war. Besonders stolz bin ich hier auf meine Sprachfortschritte, die unweigerlich stattfanden.

Ein paar Ausflüge konnte ich zum Glück auch noch machen.

Schloss Versailles (vom Garten aus)

Spiegelsaal im Schloss Versailles

Die riesige Gartenanlage von Schloss Versailles

Besuch meiner Schwester und Ausflug über die Champs-Elysées

Ausblick vom Arc de Triomphe nach La Defense

Seitdem hat sich dann aber tatsächlich und ziemlich plötzlich viel geändert. Anfangs (also so Februar) hörte man von Corona und wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass bereits Fälle in Europa auftraten. Nur in Paris hat das keinen so wirklich interessiert. Wir gingen weiterhin zu den Kunden und verhielten uns ganz normal. Erst Anfang März, als die Lage dann in Deutschland immer angespannter wurde, hörte man auch in Paris von den ersten Fällen. Doch ich kann nur berichten, dass die Franzosen das alles extrem gelassen nahmen. Aus Deutschland hörte ich von Hamsterkäufen und extrem angespannter Stimmung. In Paris lachten sowohl Kollegen, Kunden als auch private Kontakte mehr oder weniger darüber. Jeder belächelte die Situation und mir wurde erzählt, es sei nicht sehr französisch, vor einem Virus oder einer Pandemie Angst zu haben. Umso überraschender kam dann die Entscheidung von Macron, noch vor Deutschland die Schulen zu schließen, da doch die allgemeine Bevölkerung den Ernst der Lage noch immer nicht sah. In dieser Woche passierte im Hinblick auf Corona einfach so unglaublich viel in der ganzen Welt. Montag durfte noch jeder alles und man war (zumindest in Paris) noch äußerst entspannt, und Freitag waren die Schulen geschlossen und man wurde vom Arbeitgeber angehalten, wenn möglich nur noch Homeoffice zu machen und sämtliche Meetings und Kundengespräche wurden abgesagt. An diesem Freitag kam auch die Nachricht für uns Stairwaypraktikanten: Wir müssen umgehend nach Deutschland zurück. Das hieß innerhalb von 1-2 Tagen packen, Wohnung leer räumen, keine Möglichkeit sich von Kollegen oder Freunden zu verabschieden, keine Rückkehr.

Ich buchte meinen Zug dann direkt für Sonntag. Spätestens an diesem Tag wurde mir bewusst, wie gut die Entscheidung des Stairwayteams war. Grenzen ab Montag zu, Zugverkehr wird größtenteils eingestellt, Ausgangssperre in Frankreich. Gerade noch rechtzeitig kam ich in Deutschland bei meiner Familie an. Ganz ehrlich, ich bin unheimlich dankbar für die Weitsicht und den Mut zu dieser Entscheidung!

         

Bilder meines Abschiedsspaziergangs an der Seine

Unsere Auslandszeit ist zwar vorbei, was natürlich extrem schade ist, aber das Praktikum darf ich noch zu Ende machen. Ich konnte mein Arbeitsequipment mitnehmen und arbeite im Moment vom Homeoffice in Deutschland aus weiter. Da hat die Wirtschaftsprüfung und -beratung einen sehr großen Vorteil. Man kann relativ einfach – ohne große Einbußen – von zu Hause aus arbeiten. Schwierigkeiten ergeben sich höchstens dadurch, dass auch der Kunde meist Homeoffice macht und alle Dokumente, die sich in der Firma befinden oder nicht elektronisch verfügbar sind, Probleme darstellen. So müssen natürlich Deadlines verschoben werden. Auch ist das Coaching von der Ferne aus etwas komplizierter. Alles in allem kann man aber sagen, dass die Infrastruktur bei PwC für solche Situationen extrem gut ausgebaut ist und man solche Vorteile nun sehr zu spüren bekommt. Das flexible Arbeiten, gerade für Kollegen mit Kindern ist garantiert und jeder kann im Grunde seinen Aufgaben gerecht werden. Spannend wird nun, inwiefern sich die Arbeitsinhalte ändern, da Corona natürlich direkt Risiken in der Prüfung beeinflusst und man ein weiteres Risikofeld beim Kunden prüfen und abdecken muss. Schade, dass ich das nicht mehr direkt mitbekommen werde.

So viel nun erst einmal als Update. Ich bin sehr gespannt wie sich das alles weiter entwickeln wird. Ich bin nun wirklich fast am Ende des Praktikums und möchte euch gerne noch ein paar Dinge „Vor Corona“ erzählen. Auch ein abschließendes Fazit darf natürlich nicht fehlen. Dafür melde ich mich in den nächsten Wochen noch einmal zurück. Bis dahin: bleibt gesund.

Dobrý den aus Prag

Hallo zusammen,

ich heiße Max, bin 23 Jahre alt und mache seit Anfang Januar ein Praktikum in den Inbound-Services der Service Line Assurance in Prag bei PwC Tschechien. Bis Ende April werde ich hier tätig sein, mit dem Blog versuche ich euch ein paar Einblicke in meinen Alltag zu geben.

Mein Start und die ersten Arbeitswochen in Prag

Der Start hier in Prag hätte nicht reibungsloser klappen können, das Global Mobility Team von PwC kümmerte sich wirklich um alles – von den Formalia nötiger Anmeldungen in Tschechien, über die Unterkunft bis hin zur Anreise. Daher konnte ich an meinem ersten Arbeitstag direkt mit einigen Schulungen starten und darüber hinaus bereits Kollegen kennenlernen.

Zunächst noch kurz ein paar Worte zur Inbound-Abteilung, in der ich arbeite: Zahlreiche internationale Unternehmen sind auch in der Tschechischen Republik tätig, die Inbound-Prüfung übernimmt unter anderem die Prüfung der Jahresabschlüsse dieser Töchter.

Lange war ich nicht im Büro, bereits am dritten Tag durfte ich zur Prüfung der tschechischen Tochter eines Logistikkonzerns mit. Dort standen mir zum Glück die Kolleginnen und Kollegen bei anfänglichen Fragen zur Bedienung der Prüfungssoftware mit Rat und Tat zur Seite.

Nach wenigen Tagen auf diesem Mandat ging es weiter zur Prüfung eines französischen Unternehmens, das seine Financeabteilung nach Prag verlagert hat. Bei vielen Unternehmen gewinnt die Einrichtung sogenannter „Shared Service Center“ (SSC) zunehmend an Beliebtheit, sicherlich werde ich daher während meines Praktikums nochmals bei einer solchen SSC-Prüfung eingesetzt werden.

Die meiste Zeit im Januar habe ich bei einer Prüfung eines Bergbauunternehmens außerhalb von Prag verbracht. Zwei Wochen war unser Team hierfür im Hotel. Nach der Arbeit sind wir häufig was essen gegangen, sodass ich die anderen Teammitglieder auch neben der Arbeit noch etwas kennenlernen konnte. Einmal waren wir zusammen in einem Sportkurs im Fitnessstudio, was ziemlich anstrengend war, aber viel Spaß gemacht hat!

Abendessen mit den Kollegen

Trotz der unterschiedlichen Branchen und Projekte, in denen ich bisher mitgewirkt habe, hatten alle drei gemeinsam, dass die Teams immer aus verschiedenen Kolleginnen und Kollegen bestanden, die häufig ein Mix unterschiedlichster Nationalitäten waren. Wirklich spannend, manche Dinge einmal von einer anderen kulturellen Perspektive zu betrachten!

Freizeit

Die Reisetätigkeit im beruflichen Alltag setzt sich bei mir auch im Privaten fort. An den Wochenenden unternehme ich meistens etwas, bisher waren diese Aktivitäten überwiegend außerhalb von Prag. Den Besuch der Sehenswürdigkeiten in Prag werde ich mir noch ein bisschen aufheben, da ich in nächster Zeit Besuch aus Deutschland bekomme, mit dem ich dies dann nachholen werde. Von außen habe ich dennoch viele Sehenswürdigkeiten erkundet.

Astronomische Uhr in Prag

Blick auf Prag

 

 

 

 

 

 

 

Meine bisherigen Ausflüge außerhalb Prags führten mich in Städte, die von hier aus gut zu erreichen waren. So war ich Mitte Januar in Dresden, habe mir dort die Sehenswürdigkeiten wie etwa die Semperoper und die Frauenkirche angeschaut. An einem anderen Wochenende bin ich in den böhmischen Wäldern von Karlštejn bis nach Beroun gewandert. Die Landschaft war zugegebenermaßen etwas trist und eintönig, dafür war es sehr ruhig, vom Klopfen zahlreicher Spechte mal abgesehen.

Frauenkirche in Dresden

Wandern in der Nähe von Karlštejn

 

 

 

 

 

 

 

Gute (Nacht-)Busverbindungen nach Polen brachten mich auf die Idee, mir dort einige Städte anzuschauen. Daher ging es unter anderem nach Kattowitz, in die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau sowie nach Krakau. Wie auch in Kattowitz gab es in Krakau ebenfalls noch sehr viel Weihnachtsdekoration in der Stadt und den Einkaufspassagen. Man könnte denken, Weihnachten stehe erst noch vor der Tür.

Krakau Cloth Hall am Marktplatz

Königsschloss auf dem Wawel in Krakau

 

 

 

 

 

 

 

In wenigen Wochen werde ich mich mit meinem zweiten Blogeintrag melden und euch mehr über Tschechien und meine Erlebnisse hier berichten.

Na shledanou!

Max

Mein Abenteuer in Paris beginnt…

Nun ist es endlich soweit. Das neue Jahr hat begonnen und damit auch mein Stairway Praktikum im Bereich Assurance bei PwC in Paris. Die erste Woche ist geschafft und das nehme ich zum Anlass euch von meinen Eindrücken zu berichten:

 

Doch zuerst ein paar kurze Worte zu mir. Ich heiße Marcel, bin 25 Jahre alt und studiere im Master Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Mittweida. Die nächsten 6 Monate werde ich nun hier als Praktikant in Paris verbringen. Die Wirtschaftsprüfung war schon immer ein Bereich, in dem ich mir vorstellen könnte, später tätig zu sein. Das Stairway Praktikum bei PwC ist daher die optimale Möglichkeit für mich den Arbeitsalltag als Wirtschaftsprüfer hautnah kennenzulernen. Gleichzeitig hat die Entscheidung für Paris noch ganz private Gründe: Da meine Freundin Französin ist und ich später gern in Frankreich Leben und Arbeiten möchte, entdecke ich zugleich, wie der Alltag hier anfühlt.

Eiffelturm

Meine ersten Tage am 2. Und 3. Januar verbrachte ich bei den Welcome Days im Crystal Park. Ein wahnsinnig cooler und modern eingerichteter Bürokomplex von PwC mit eigenem Park für entspannte Pausen. Der Januar bedeutet in der Wirtschaftsprüfung jedoch immer „Busy Season“. Viele Unternehmen haben zum 31.12. ihr Fiskaljahr beendet und nun ist es die Aufgabe der Wirtschaftsprüfer die Bilanzen zu prüfen. Daher hieß es auch für mich direkt in der ersten Woche Dienstreise zum Kunden mit Übernachtungen im Hotel. Ich wurde super herzlich im Prüfungsteam aufgenommen und durfte selbstständig Prüfungstätigkeiten übernehmen. Bei Fragen halfen mir meine erfahrenen Kollegen immer weiter. So verging die erste Woche wie im Flug. Nächste Woche steht nun ein neuer Mandant an und ich freue mich sehr darauf.

Triumphbogen

Ein wenig Zeit blieb auch für das Entdecken der französischen Hauptstadt. Meine Wohnung befindet sich nicht weit entfernt des Triumphbogens und hier gibt es viele kleine Geschäfte, süße Cafés und wunderschöne Parks zu besuchen. Ich kann es kaum erwarten die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt aus nächster Nähe zu bewundern. Seit daher gespannt auf meinen nächsten Bericht aus Paris!

An der Seine

Bonjour à tous!

vieeel zu spät melde ich mich nun zum zweiten Mal aus Paris. Mittlerweile ist schon die Hälfte des Praktikums vergangen und es ist wirklich viel passiert. Die Zeit fliegt!

Zunächst wie versprochen ein Bericht vom Oktoberfest in Paris:

Es war wirklich sehr lustig dort und ein tolles Erlebnis. In einer großen Eventhalle – etwas am Rand von Paris – wurde ein Festzelt aufgebaut, in dem tatsächlich bierzeltmäßige Stimmung herrschte. Die Franzosen haben sich darin sehr amüsiert, auf den Bänken getanzt und gesungen, Bier getrunken und bayerisches Essen konsumiert. Einige waren als Bayer verkleidet oder trugen sogar echte Tracht. Wir selbstverständlich auch :). Doch jeder, der schon einmal auf dem Oktoberfest war, weiß, dass die Feier hier dem Original nicht wirklich entspricht. Allerdings hat sie ebenfalls ihren Charme. Neben einer Badenwürttemberger Band trat mehrmals eine eindrucksvolle Tanztruppe auf, die die Menge mit Ballett, einer Mischung aus Gardetanz und einem Tanz, der in irgendeiner Form dem Schuhplatteln ähnelte, französischem Cancan, einem Dirtydancing-Solo, YMCA und Discotanzen unterhielt. Wie die Menge dabei abging, war unglaublich mitreißend. Natürlich durfte die Polonaise nicht fehlen, die, wie ich festgestellt habe, selbst in Clubs stattfindet! Am Ende wurde sogar noch ein DJ-Pult aufgebaut und eine DJin legte Electro auf. Alles in allem wirklich ein absolut gelungener Abend.

Im weiteren Blogeintrag möchte ich euch ansonsten vor allem von meiner Arbeit und einigen Freizeitaktivitäten berichten.

Einsatzorte und Aufgabenbereiche

Wie in der Prüfung halt so üblich, sind die Teams während der Busy Season selten im Büro und ich darf das Prüfungsteam zu sämtlichen Kunden begleiten und vor Ort unterstützen. Dadurch ändert sich mein Arbeitsweg fast wöchentlich. Ich konnte schon einige verschiedene Branchen kennenlernen. Vor einigen Wochen war ich bei der Planningphase einer Erstprüfung vor Ort und durfte an sämtlichen Meetings über die internen Prozesse teilnehmen. Ein Verständnis darüber ist wichtig, um so später die Risiken einschätzen zu können. Das war für mich ein völlig neuer Bereich, da Praktikanten (und so auch meine Erfahrungen in meinem ersten Praktikum bei PwC in München) meistens in der Hauptprüfung dabei sind und nicht bei den Plannings. Sehr interessant war es deshalb, auch diesen Teil der Prüfung zu sehen. Beim nächsten Mandat hatte ich dann meinen eigenen Verantwortungsbereich, zu dem ich regelmäßig Bericht erstatten sollte und meine Fragen direkt, oft alleine mit dem Kunden klären konnte. Ich durfte sogar selbstständig ein kleines Meeting leiten, was für mich eine große Herausforderung darstellte, mir aber extrem Spaß gemacht hat. Das ganze natürlich komplett auf Französisch. Hierzu eine kleine Anmerkung: ohne gute Französischkenntnisse halte ich dieses Praktikum für nahezu unmöglich, da die Arbeitssprache fast ausschließlich Französisch ist. Insgesamt sind meine Mandate sehr vielfältig und auch die Teams wechseln. Mal arbeite ich in einem komplett französischen Team, mal sind Deutsche dabei. Vor allem wenn nur Franzosen um mich herum sind, merke ich, dass ich schon deutliche Fortschritte in der Sprache gemacht habe. Allerdings hilft es, dass die meisten Franzosen in der German Business Group ganz gut deutsch verstehen, wobei hier nur mal mit Vokabeln ausgeholfen wird. Franzosen sprechen doch lieber französisch.

Ab und zu bin ich auch im Büro. Es liegt etwas am Rand von Paris direkt neben dem Crystal Park. Man kann dort in den Pausen spazieren gehen oder draußen Kaffee trinken. Im Sommer muss das wirklich herrlich sein. Auch jahreszeitenspezifisch ist einiges geboten. An Halloween gab es ein Gruselkabinett im Erdgeschoss beim Empfang, in das man hineingehen konnte und an Weihnachten war jedes Stockwerk leuchtend geschmückt. Auch werden immer wieder Karaoke oder diverse andere Aktivitäten beim Empfang angeboten. Als ich das zum ersten Mal sah, war ich leicht verwundert, aber eigentlich finde ich es eine nette Idee die Arbeit mit etwas Abwechslung und Spaß zu verbinden. Es gibt zum Beispiel auch einen Fitnessraum, für den man ein günstiges Abo abschließen kann.

Was mir in Frankreich vor allem auffällt ist, dass Essen hier einen extrem hohen Stellenwert einnimmt, was sich selbst in den Kantinen widerspiegelt. Dort bekommt man nicht eine kleine Auswahl an Salaten und vielleicht ein paar Hauptgerichte, sondern eine Riesenauswahl an verschiedensten Gerichten für mehrere Gänge. So wird dann auch Mittag gegessen: Vorspeise, Hauptspeise, Käse und Dessert. Es gibt undenkbar viele französische Vorspeisen, deren Namen ich gar nicht alle kenne. Als Dessert dürfen Crème Brûlée, Mousse au Chocolat, Eclairs oder Tartelettes nicht fehlen. Das ist mit den deutschen Kantinen, die man aus der Schule oder aus Büros kennt, wirklich nicht zu vergleichen. Es gibt wichtige Verhaltensregeln beim Essen, die überall und zu jeder Zeit eingehalten werden. Man nimmt sich für die Mahlzeiten mittags und vor allem abends viel Zeit. Bevor nicht jeder mit seinem Essen am Tisch sitzt, rührt keiner das Besteck an. Zuhause in Deutschland wartet man schon auch, bis jeder etwas hat. Nur wenn es bei einem dann länger dauert, sagt der meistens, dass alle schon mal anfangen sollen, bevor das Essen kalt wird. Hier in Frankreich undenkbar! Lustig fand ich vor allem, als einmal ein Teammitglied Käse nach dem Hauptgang haben wollte und ein anderes lieber nicht. Als ich dann ein Dessert bestellte, wurde ich von allen Seiten ziemlich entrüstet angeschaut, weil man doch nieeemals Gänge mischen würde!! Ein Unding, dass ich jetzt schon Dessert bestellte 😀 Das ginge nun wirklich nicht, dass jemand Käse esse und daneben das Mousse au Chocolat stehe! Mir wurde allmählich klar, dass es beim Essen strenge Verhaltensregeln gibt, denen man folgen muss, die jeder kennt und die selbst von ganz jungen Leuten eingehalten werden. So extrem kenne ich das aus Deutschland tatsächlich nicht. Langsamer und genüsslicher isst man in Frankreich auf jeden Fall und das würde glaube ich vielen Leuten zuhause auch guttun.

Ein paar Beispiele aus meiner Freizeit

In meiner Freizeit schaue ich mir viel von Paris an, denn die Wochenenden sind arbeitsfrei und so gehe ich in Museen, in Parks, zu Sehenswürdigkeiten oder laufe einfach nur durch die Straßen. Manchmal gönne ich mir auch ruhigere Tage, denn da in der Regel immer viel los ist in der Stadt und in der Arbeit, tut ein bisschen Runterkommen und Faulsein auch sehr gut.

Hier war ich im Centre George Pompidou. Die moderne Kunst ist sehr interessant und der Ausblick von oben wirklich atemraubend. Da lohnt sich immer ein Besuch!

Dort gibt es ein Restaurant, in dem man zusätzlich zu besten Speisen für nur wenig mehr Geld die Aussicht und abends das Glitzern des Eiffelturms genießen kann.

Eins meiner Lieblingsmuseen ist das Musée d’Orsay. Die Bilder und Skulpturen dort haben mir besonders gut gefallen und das Gebäude (ein ehemaliger Bahnhof) ist unglaublich schön.

Zweimal war ich schon in der Galarie Lafayette. Dort sind die Preise zwar etwas höher und es sind immer viele Leute da, aber auch hier hat man einen unglaublich schönen Ausblick vom Dach aus. Wirklich ein guter Tipp dort hinzugehen, wenn man in Paris ist. Die Stockwerke unter der Kuppel sind auch sehr sehenswert. Hier seht ihr die Galarie Lafayette einmal ohne Weihnachtsschmuck und dann noch einmal mit.

   

Paris bietet einfach so unglaublich viel. Da reichen die Wochenenden in den 6 Monaten natürlich gar nicht aus, um alles zu sehen. Besonders genieße ich  trotzdem das stressfreie Erkunden der Stadt. Da man weiß, dass man mehrere Monate Zeit hat, geht man viel ruhiger an alles ran und hat keinen strengen Zeitplan um Paris zum Beispiel in 5 Tagen gesehen zu haben. Das ist wirklich viel wert.

In den nächsten Wochen beginnt die echte Busy Season in Frankreich und ich werde sicherlich allerhand zu tun haben. Bin gespannt, aber habe auch etwas Respekt davor. Vor allem der Streik ist ein großes Hindernis, das nun schon seit dem 5. Dezember besteht und manchmal wirklich nervt. Mal sehen wie sich das demnächst noch entwickeln wird.

Ich werde euch berichten 😉

Meine ersten Tage in Paris

Hi zusammen,

ich bin Angela und darf euch hier über mein Praktikum bei PwC in Paris mit Stairway berichten. Ich bin 21 Jahre alt, habe meinen Bachelor of Science in BWL an der Uni Augsburg gemacht und mache das Praktikum im Bereich Assurance. Auf das Stairway-Programm kam ich durch mein Praktikum in München bei PwC vor 1,5 Jahren. Ich denke es ist eine einzigartige Möglichkeit Praxiserfahrung mit wunderbaren Freizeiterlebnissen im Ausland in tollen Städten zu verbinden und dabei so unterstützt zu werden. Mein Praktikum wird sechs Monate dauern und ich werde euch hier über meine Erlebnisse berichten.

Die Ankunft und Wohnung:
Meine Anreise war zunächst furchtbar aufregend, weil ein Stau kurz vor dem Flughafen meinen kompletten Zeitpuffer gefressen hat und ich so zu Kofferabgabe, Securitycheck und Gate rennen musste, um meinen Flieger noch zu schaffen. Danach lief aber wirklich alles glatt und ich stand schon im nächsten Augenblick in meinem Einzimmerapartment im Marais, das PwC für mich organisiert hat. Es ist klein, aber fein und hat alles was man so braucht. Dass ich im Marais wohnen darf ist wirklich toll. Hier ist immer etwas los, es gibt unheimlich viele Cafés, Bars, Restaurants, Läden oder kleine Wiesenanlagen. Auch das Nachtleben ist hier gut vertreten und das Viertel ist sehr jung. Ich bin wirklich komplett im Zentrum und das ist unheimlich cool.

Den nächsten Tag nach meiner Ankunft hatte ich noch frei und so konnte ich ausschlafen und dann mit einer anderen Stairwaypraktikantin, die mit mir anfängt, schon mal einen kleinen Teil von Paris erkunden.

Meine ersten Arbeitstage:
Am ersten Tag wurde ich herzlich von einem Manager aus der German Business Group empfangen. Wir bekamen unsere Badges und Computer und wurden den Teams vorgestellt. Ich sollte mich dann erst mal auf Französisch in Prüfungsansätze und Richtlinien von PwC einlesen, damit ich in das Fachvokabular reinkomme. So blieb das auch die restliche Woche. Thema war vor allem ein Mandat, bei dem ich die Woche darauf vor Ort sein würde und Vokabeln lernen. Meine Kollegen sind teilweise Deutsche, die einige Zeit hier bleiben oder Franzosen, die meistens auch etwas deutsch sprechen. Das hilft, auch fachliche Fragen besser verstehen zu können, aber trotzdem Französisch zu lernen.
Die zweite Woche war dann sehr viel spannender, weil ich bei einem Hotelmandat mit prüfen durfte und auch meine ganz eigenen Aufgaben die Woche über hatte. Am Abend ging das ganze Team immer wirklich ausgesprochen gut und reichhaltig essen. Dabei kam ich so richtig ins Französisch rein und merkte meine Fortschritte täglich. Montag verstand ich so gut wie kein Gespräch unter den Franzosen, Freitag konnte ich sogar schon etwas mitreden.

Freizeitaktivitäten:
Vor allem die Wochenenden kann man hier super ausnutzen und sehr viel sehen. Meistens laufen wir einfach in einem Viertel rum und erkunden spontan die Gegend.

Hier mal ein paar Eindrücke:

In Paris ist so viel Sehenswertes und ständig entdeckt man eine neue schöne Gasse, ein süßes Café oder einen besonders beeindruckendes Gebäude. Ich glaube hier wird einem in sechs Monaten nie langweilig.

Hier saßen wir zum Beispiel vier Stunden in einem Café unter einer Wärmelampe und haben die Leute beobachtet.

Man merkt aber, dass Paris eine Weltstadt ist und unglaublich viele Leute da sind. An einem Tag war ein kleiner Markt mit Weinständen am Sacré Coeur aufgebaut und die Menschenmassen waren unvorstellbar groß!

Insgesamt kann ich wirklich sagen, dass Paris eine tolle Stadt ist und ich die Zeit bestimmt sehr genießen werde. Allerdings ist aller Anfang schwer, sodass ich mich gerade in der ersten Woche sehr einsam in einer so großen Stadt gefühlt habe und diese riesigen Veränderungen (von Studium zu Arbeit, von Land zu Großstadt, von deutscher zu französischer Kultur, von Freunden und Familie zu alleine,…) erst einmal verarbeiten muss. Doch es wird täglich weniger und so langsam ergibt sich eine Routine. Man wächst hier täglich über sich hinaus und lernt in sämtlichen Lebensbereichen dazu. Ich bin sehr gespannt was mich in nächster Zeit hier erwartet, was ich für Aufgaben in der Arbeit bekomme, aber auch was ich in Paris in meiner Freizeit noch so erleben werde. Diese Woche geht das ganze Team auf das Oktoberfest in Paris. Mal sehen wie das so aussieht und wie die Franzosen sich so ein Oktoberfest vorstellen. Ich werde euch darüber berichten 🙂

Aussicht vom Centre de Pompidou

Farewell from London

Ein halbes Jahr ist verflogen, mein Praktikum ist vorbei und ich bin zurück in Berlin. Da ich über die Zeit in London zugegebenermaßen nicht übermäßig schreibwütig war, werde ich nun versuchen, alle versprochenen Infos und meine wichtigsten Eindrücke in einem letzten Blogpost zusammenzufassen. Beginnen wir mit der Unterkunft.

Wie wohnt ein Stairway-Praktikant in London?

Die Kurzantwort (man entschuldige mir den stilistischen faux-pas): hammergeil! 6 min zum Tower of London, 10 min zur Tower Bridge, 3 min zum Monument of the Great Fire, 12 min zum Borough Market – was klingt wie der Ausgangspunkt für eine Stadtführung durch die City of London zu Fuß war tatsächlich für ein halbes Jahr mein Zuhause. Der einzige Nachteil: in der Gegend wohnt fast niemand. Es gibt hauptsächlich Büros, sodass sich die meisten umliegenden Restaurants bzgl. ihrer Öffnungszeiten an normalen Bürozeiten orientieren und entsprechend abends und am Wochenende geschlossen haben. Bei meiner Unterkunft handelte es sich um ein Serviced Apartment, also sehr ähnlich zu einem Hotel. Die kleine Zweizimmerwohnung war voll möbliert, hatte eine kleine, voll ausgestattete Küche mit Geschirrspüler, eine Waschmaschine, Klimaanlage und wurde einmal wöchentlich gereinigt. Geht es besser? Ich glaube kaum.

Die Londoner PwC-Offices

Drei Stück an der Zahl, allesamt super zentral gelegen.
Das größte Office ist jenes am Embankment Place – gegenüber vom London Eye und 5 min zu Fuß vom Trafalgar Square entfernt. Neun Stockwerke, riesengroß, mit zwei „Ecktürmen“, in denen sich Meetingräume mit einer grandiosen Aussicht über London befinden. In diesem Office war ich die meiste Zeit „stationiert“.
Das nächste Office befindet sich in More London, direkt neben dem Rathaus (der Form wegen auch „Motorradhelm“ genannt) und der Tower Bridge. Hier sitzen hauptsächlich die Kollegen aus dem Bereich Financial Services (Banken und Versicherungen).
Das dritte Londoner PwC-Office befindet sich in der Hay’s Galleria. Es ist das kleinste der drei Büros und da hier die Legal- und Tax-Kollegen arbeiten war ich nie dort.
In allen Offices gibt es hauptsächlich Open Space-Arbeitsplätze, wo die Schreibtische von Woche zu Woche neu gebucht werden müssen. Das hat den Vorteil, dass man innerhalb des Büros auch mal „herumkommt“ und auch andere Kollegen kennenlernt. Lediglich die Partner haben eigene Büros, die in deren Abwesenheit auch als Meetingräume dienen. Auf allen Etagen gibt es Breakout Areas mit Sitzgelegenheiten, Wasserspendern, sowie Kaffee- und Snackautomaten. Das Embankment Place-Office hat zudem noch eine ziemlich gute Kantine. Zwischen den beiden größeren Standorten gibt es zudem eine öffentliche Fährverbindung, für die PwC-Mitarbeiter werktags kostenlose Tickets erhalten können. So kann man den Trip zum Meeting im jeweils anderen Office gleich mit einer kostenlosen Sightseeing-Tour auf der Themse verbinden 😉
Prinzipiell ist es oft möglich, virtuell zu arbeiten – beispielsweise nach Absprache am Freitag von zu Hause. Ich persönlich fand es meistens dann doch angenehmer, das Team um sich herum zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgabenbereich

Wie in meinem letzten Post erwähnt, war ich in London Teil zweier Teams: Strategy & Transformation (S&T) und Emerging & Disruptive Technology (E&DT). Die Aufgabenbereiche dieser beiden Teams möchte ich euch gern erläutern und beispielhaft zwei Projekte vorstellen.

S&T hilft Kunden dabei, Risiken in ihren (Transformations-)Programmen zu identifizieren und basierend auf Good Practices entsprechende Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Das Spektrum reicht hier von der Strategiedefinition und -implementierung, über die Unterstützung bei Unternehmenszusammenschlüssen, bis hin zu Reviews von Projekten und Programmen. PwC fungiert hier quasi als „critical friend“, also als unabhängiger Berater, der die Situation des Kunden analysiert und Verbesserungspotenziale aufzeigt.

Beispielsweise habe ich am Review eines IT-Transformationsprogrammes mitgearbeitet. Das Programm befand sich in einer kritischen Phase kurz vor dem ersten (von mehreren) Rollouts. Durch ein Review der Projektdokumente (wie z.B. Projektbeschreibung, Business Case, Organigramme, Statusberichte …) verschaffte sich mein Team einen ersten Überblick über das Programm und stellte Arbeitshypothesen auf. Diese wurden anschließend in Interviews mit diversen Stakeholdern – von PMO bis zum CIO – und durch Hinzuziehen ergänzender Dokumentationen entweder bestätigt oder widerlegt. Wir konnten dem Kunden somit diejenigen Risiken aufzeigen, die den Projekterfolg akut gefährdeten und haben entsprechende Handlungsvorschläge abgeleitet, um diesen Risiken zu begegnen.

Das Team E&DT war zum Zeitpunkt meines Starts in London noch brandneu. Wie der Name schon vermuten lässt, arbeitet das Team mit neuen Technologien, wie beispielsweise Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) und Robotic Process Automation (RPA). Diese beiden stellten während meines Praktikums auch eindeutig den Fokus dar. Im Bereich Technology Risk hat dies zwei Dimensionen.
Erstens – nach außen gerichtet – geht es darum, den Kunden dabei zu helfen, diese neuen Technologien möglichst risikoarm in ihren Organisationen einzusetzen. Das stellt häufig eine Schwierigkeit dar, da in der Regel ein Kompromiss eingegangen werden muss. Um die (häufig unbekannten) Risiken zu kontrollieren, versuchen Organisationen, den Einsatz der Technologien zu reglementieren. Leider kann dies die Innovationskraft sehr einschränken und sollte daher gut durchdacht sein.
Zweitens – mit internem Fokus – sucht das Team nach Anwendungsmöglichkeiten neuer Technologien für die internen Prozesse, um diese effizienter zu gestalten oder gar neue Dienstleistungen zu ermöglichen. Als Beispiel sei hier das automatisierte Testen von SOX-Controls durch RPA-Tools genannt.

Mein spannendstes Projekt in diesem Bereich war eines, bei dessen Umsetzung ich letztlich leider gar nicht mehr unterstützen konnte. Wir wurden beauftragt, bei der Validierung von AI- und Automatisierungsinitiativen zu unterstützen. Auch wenn ich London kurz vor dem eigentlichen Projektbeginn verlassen habe, waren die Angebotserstellung und die Vorbereitungsphase überaus spannend. Das Projekt lag thematisch genau in der Schnittmenge der beiden Teams, in denen ich gearbeitet habe und beschäftigte sich grob mit der Fragestellung: „was muss beim Aufsetzen und bei der Durchführung eines AI-/Automatisierungsprogrammes beachtet werden, um die strategischen Ziele zu erfüllen?“.

Fazit

Zum Abschluss möchte ich mich bei meinen Kollegen bedanken, die mir immer mit ihrem Rat zur Seite standen. Ich weiß die Unterstützung, die ich während meiner Zeit in London erhalten habe, und die Verantwortung, die mir übertragen wurde, sehr zu schätzen. Es war mir eine Freude, mit solch hochmotivierten und kompetenten Kollegen zu arbeiten, die sich zudem immer die Zeit genommen haben, jegliche Fragen zu beantworten und ihr Wissen zu teilen. Ich stehe weiterhin mit den Kollegen im Kontakt und bin gespannt, wie sich Emerging and Disruptive Technology Risk in den kommenden Monaten entwickeln wird.

Ob ich das Stairway-Programm weiterempfehlen würde? Uneingeschränkt! Es war für mich wirklich eine Opportunity of a Lifetime!

Goodbye D.C.

Hi zusammen,

nach 4 spannenden Monaten bei PwC McLean bin ich vor einigen Tagen nach Deutschland zurückgereist. Gerne möchte ich euch meine persönlichen Höhepunkte mitteilen.

Inter-industrielle Erfahrung

Während meines Praktikums habe ich den Jahresabschluss von drei Klienten, die in verschiedenen Industrien tätig sind, begleitet. Der erste Klient war ein großer Automobilkonzern während mein letzter Klient ein mittelgroßer Telekommunikationsdienstleister war. Da sich die Klienten derartig unterschieden, war meine Arbeit stets abwechslungsreich und vielseitig. Zudem genoss ich die Möglichkeit, in einer kurzen Zeit verschiedene Industrien kennenzulernen.

Kultureller Input

Das Praktikum ermöglichte mir, eine neue Kultur kennenzulernen und zu verstehen. Dies wurde durch die Teamzusammensetzung entscheidend verstärkt. Da alle meine Kollegen/innen US-Amerikaner waren, war ich stets der einzige Ausländer in den Projektteams. Die enge Zusammenarbeit mit meinen Arbeitskollegen/innen ermöglichte mir, die heimische (Arbeits-) Kultur tiefgründig zu verstehen. Dies betrachte ich als sehr gewinnbringend.

Reisen

Während meines Praktikums konnte ich auch einige Städtetrips machen. Am spannendsten empfand ich meine Trips nach New York und Philadelphia. Die jeweiligen Städte unterscheiden sich voneinander sehr, sodass ich stets neue Eindrücke von Amerikas Ostküste gewinnen konnte. Beispielsweise empfand ich New York als eher hektisch und schnelllebig, während der Alltag in Washington D.C. eher lockerer und ruhiger ist. Natürlich gibt es auch große Unterschiede bezüglich des Stadtbildes. Meine Trips ermöglichten mir, ein gutes Gefühl über die Ostküste Amerikas zu erhalten.

Während meines Praktikums bei PwC McLean konnte ich noch viele weitere Erfahrungen sammeln. Ich bedanke mich herzlich bei dem PwC Stairway Team für diese gewinnbringende Zeit und die tolle Unterstützung!

Bis bald,

Euer Arasch

Dō zé Hong Kong!

Ein letztes Mal Néi hóu (你好)

Kaum zu glauben, dass ich mittlerweile schon 3 Wochen nicht mehr in Hong Kong bin. Die vergangenen drei Monate sind viel zu schnell vergangen und trotzdem möchte ich keine Sekunde und auch kein Ereignis aus diesem Praktikum missen! Ich möchte meine letzten Blog Eintrag nutzen, um Euch eine kleine Zusammenfassung zu schreiben und mich bei vielen Menschen zu bedanken.

 

Die Vielfalt

Ich weiß, dass ich Euch schon so oft davon erzählt habe, aber es bleibt nun einmal der USP von Hong Kong: der große Facettenreichtum der Stadt und Menschen. Ihr arbeitet in unterschiedlichen Teams, die teils aus sehr diversen Ländern stammen. Mein größtes Engagement bestand jedoch hauptsächlich aus Locals. Je nach Personentyp ist das gut für Euch oder zu Beginn auch etwas komisch. Ihr müsst durchaus in der Lage sein, gerade zu Beginn, auch ein Wochenende alleine zu verbringen. Bei der Distanz kann nicht jedes Wochenende ein Familienmitglied oder der beste Freund vorbeischauen. Wer sich also auf ein Stairway Praktikum in Asien bewerben möchte, muss sich bewusst sein, dass Ihr ab und zu auf Euch gestellt seid. Ihr müsst also eine weltoffene Person sein, um am besten möglichst schnell Anschluss zu finden. Dann wiederum macht es sehr viel Spaß die Kollegen bei den typisch traditionellen Aktivitäten zu begleiten. Auch wenn Ihr bereits in Asien wart oder eigentlich viel lieber nach New York wollt, kann ich wirklich nur jedem empfehlen, sich ernsthaft Gedanken zu machen, ob Asien, speziell Hong Kong, nicht eine interessante Alternative ist. Vor meinem Auslandssemester in Korea hätte ich niemals gedacht, dass es zwischen den Städten und Ländern solch gravierende Unterschiede gibt. Zudem ist Asien nun einmal eine komplett neue Welt. Die meisten westlichen Länder teilen gewisse Werte, Traditionen und Bräuche. Wohingegen Asien hier ein komplett neues Set vorzuweisen hat. Ihr werdet daher in einer völlig anderen Art und Weise reifen und viele Dinge auch im Alltag mit einer neuen Perspektive betrachten.

Ihr habt bereits oft genug gelesen, wie sehr ich mich in diese Stadt verliebt habe und daher wundert es Euch sicherlich nicht, dass ich definitiv wieder nach Hong Kong komme. Obwohl Hong Kong die mit Abstand meistbesuchte Stadt der Welt ist, bin ich der Auffassung, dass man diese Stadt erst versteht und besonders genießt, wenn man für eine bestimmte Zeit dort gelebt hat. Es gibt nicht so viele Sehenswürdigkeiten, wie in typischen Touristenstädten wie Rom oder Paris, aber man kann besonders gut leben dort. Egal, ob Ihr luxuriös essen und shoppen gehen wollt oder ob Ihr eher der bodenständigere Typ seid, der keinerlei Probleme damit hat in verruchten Hinterhöfen essen zu gehen, in Hong Kong werden Eure Bedürfnisse stets befriedigt! 

Der One Island East Tower, eines der modernsten Gebäude Hong Kongs…

…keine 10m weiter, eine typische Straße Hong Kongs. Ich hoffe Ihr erkennt den Kontrast.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stairway Praktikum in Hong Kong – Challenge the world

Wie häufig höre ich, dass es doch anstrengend sein muss, die ganze Zeit eine andere Sprache zu hören und zu sprechen, vor allem, wenn man kein Muttersprachler ist. Hier kann ich nur sagen, dass es wirklich abhängig von der Person ist. Ich bin nun seit 3 Wochen wieder im deutschsprachigen Raum unterwegs und kann Euch nur sagen wie sehr ich es vermisse, Englisch mit den Kollegen zu sprechen. Nach so einer langen Zeit wird Englisch zu Eurer Muttersprache und Ihr könnt gar nicht mehr aufhören es zu sprechen. So habe ich eine Kollegin dieses Wochenende dazu genötigt Ihre Englischkenntnisse zu verbessern, damit ich mal wieder etwas internationales „Flair“ erleben durfte.

Trotzdem stellt man sich ab und zu die Frage, wie sinnvoll es ist in einem Land zu leben und zu arbeiten, dass doch so fremd ist. Ich kann Euch nur sagen, dass es unheimlich wertvoll ist. Zunächst einmal werdet Ihr selbst auf einer persönlichen Ebene sehr heranwachsen. Ihr könnt an so vielen Themen arbeiten, sofern Ihr bereit seid, auch mal nachzufragen. Ich konnte daher fachlich einiges mitnehmen. Nicht zuletzt macht sich so ein Praktikum in Eurem CV nicht schlecht, insbesondere, wenn Ihr eine Karriere bei PwC anstrebt! War die Entscheidung für das Praktikum die Richtige? Kurz und knapp: „AUF JEDEN FALL!“

 

„Opportunity of a lifetime“ – Thank you Hong Kong, thank you my colleagues and thank you PwC!

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei meinem Team bedanken, dass mir unglaublich geholfen hat und dass mir stets ein breites Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat, wenn Ich zur Arbeit gefahren bin. Das Team hat sich mehrfach bei mir für die tolle Arbeit und mein unnachgiebiges Engagement bedankt. Aber das war nur möglich, weil ich solch tolle Kollegen hatte, die auch in der Busy Season nicht vergessen haben, dass man trotzdem Spaß bei der Arbeit haben kann. Besonders werde ich die gemeinsame Zeit beim Lunch oder Dinner oder Bubble Tee trinken vermissen.  Wenn Ihr also die tollsten Kollegen sucht, dann müsst Ihr zu PwC Hong Kong! Gerade unser letztes gemeinsames Lunch hat mir mal wieder gezeigt, wie schön die Zeit mit diesen Menschen war.

Ein letztes gemeinsames Lunch mit allem, was das Restaurant so zu bieten hat.

Danke Mike, Angel, Tiffany, Tracy, Kary, Geraldine, Nicole und natürlich ganz besonders Michael & Natalie! Ich habe es schon oft genug gesagt, aber ich sage es gerne nochmals. Es war mir eine Ehre, aber vor allem eine Freude die Zeit mit Euch zu verbringen. Wir werden uns sicherlich eines Tages wiedersehen! 🙂

Ein letzter Kaffee mit den Kollegen 🙂

Ich möchte mich herzlich bei PwC Deutschland bedanken. Zunächst einmal Danke an die Personen, die sich beim Workshop dafür aussprachen mir das Stairway Praktikum zu geben, obwohl die Konkurrenz wirklich erstklassig war! Danke an das Stairway-Team, die mir zu jedem Zeitpunkt das Gefühl von Sicherheit gaben. Egal welche Themen anstanden, die Organisation war stets höchst professionell, und ich musste mir nie Sorgen machen, dass irgendwas nicht klappt. Bei Fragen stand das Team immer zur Verfügung und man hat auch gemerkt, dass es PwC wirklich wichtig war, dass man zufrieden ist. Der Austausch mit dem Stairway-Team hat mir stets sehr viel Freude bereitet! Ein großes Dankeschön geht außerdem an PwC Hong Kong. Hier besonders meiner Partnerin Antoinette, die sich dafür eingesetzt hat, dass ich noch länger beim Team bleiben durfte!

Was wäre aber mein letzter Blogeintrag, wenn ich mich nicht beim besten Senior Manager der Welt und einem sehr guten Freund bedanken würde. Vielen herzlichen Dank an Yip, der zeigt, dass man eine erfolgreiche Karriere haben kann und trotzdem die Bodenhaftung nicht verliert. Ich habe jede gemeinsame Aktivität stets genossen und werde die Abende oder Wochenenden sehr vermissen! Natürlich auch Danke an meinen westlichen Mitpraktikanten Lucas, der bei solchen Freizeitaktivitäten häufig dabei war!

Mein Abschied von Yip….

…. und von Lucas.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und zu guter Letzt an alle, die überlegen, sich für das Stairway-Programm zu bewerben: Tut es einfach! Ich saß damals bei meiner Bewerbung am Flughafen von Berlin. PwC hatte über Facebook den Final Call geschaltet, sodass ich erst gegen 21 Uhr abends meine Bewerbung beginnen konnte. Da es der letzte Tag der Bewerbung war, musste ich die Bewerbung innerhalb von 3 Stunden komplett zusammenbekommen. Gerade der englische Motivational Letter beanspruchte sehr viel Zeit. Genau um 23:59 Uhr habe ich sodann meine Bewerbung hochgeladen. Ich kann es bis heute nicht fassen, dass es sich ausgezahlt hat, die Bewerbung abzuschicken. Egal in welcher Region der Welt es Euch verschlägt: es wird eine der besten Zeiten Eures Lebens – „The Opportunity of a lifetime“.

Und so sage ich nicht Leb Wohl (Zàijiàn), sondern Auf Wiedersehen (Zōi gīn!)

Euer Steven

Countdown in D.C.

Hi zusammen,

mittlerweile arbeite ich seit mehr als 3 Monaten für PwC in McLean. In dieser Zeit konnte ich sehr gute Beziehungen zu meinen Kollegen aufbauen. Heute berichte ich euch von der Arbeitsatmosphäre in PwC US und meiner Freizeit in Washington D.C.

Arbeitsatmosphäre

Bisher begleitete ich drei Projekte und konnte somit drei unterschiedliche Teams kennenlernen. Meine Arbeitskollegen waren allesamt sehr freundlich, weswegen mir der Einstieg in neue Projektteams stets sehr einfach fiel. In Arbeitspausen wird viel gelacht und über Sport, Politik und Europa geredet. Mir wurde schon häufig die Frage gestellt: „What do Europeans think of Trump?“ Ich maße mir natürlich nicht an, die Meinung aller Europäer zu kennen und für diese sprechen zu können. Zudem möchte ich hier auch nicht weiter auf Politisches eingehen, und zur Arbeitsatmosphäre zurückkehren. Meines Erachtens sind Hierarchien bei PwC US flach, trotzdem aber stärker ausgeprägt als in Deutschland. Innerhalb kurzer Zeit ist mir normalerweise die Rollenverteilung innerhalb des Teams bewusst. Dies soll aber keinesfalls falsch verstanden werden. Man kann sich mit allen Kollegen unbeschwert austauschen und lockere Gespräche führen. Generell bot sich in jedem Team mindestens ein Kollege (zumeist Associates) als Ansprech- und Vertrauensperson für jegliche Probleme an. Dies empfand ich als sehr hilfreich, da ich unbeschwert Unklarheiten kommunizieren konnte. Zudem konnte ich zu einigen Kollegen eine Vertrauensbeziehung, die weit über berufliche Belange hinausgeht, entwickeln. Die Arbeitsatmosphäre unterscheidet sich natürlich von Team zu Team. Generell gefiel mir das Arbeiten in kleineren Teams (6-8 Kollegen) besser, da ich hier tiefere Beziehungen zu Kollegen aufbauen konnte.

Freizeit in Washington D.C

D.C. ist meines Erachtens sehr lebenswert und gibt einem viele Chancen einen guten Ausgleich vom Arbeitsalltag zu erhalten. Einen großen Teil meiner Freizeit spaziere ich durch verschiedene Gegenden auf der Suche nach interessanten Shops und Kaffeeläden. Hierbei gefallen mir Georgetown und U Street Corridor, ehemals Heimat der größten Afro-Amerikanischen Community, am besten. Letzteres ist auch ein interessanter Ort, um nach Sonnenuntergang die vielen Bars zu erkunden. The Capital beheimatet viele erstklassige Museen, wobei die meisten sich an der National Mall befinden. Der Eintritt zu den Museen ist zumeist frei. Bisher besichtigte ich die National Gallery of Art, National Museum of National History, National Air & Space Museum und das National Museum of the American Indian. Am besten gefallen mir das National Museum of National History, welches den größten ausgestopften Elefanten und beeindruckende Dinosaurier-Fossile beheimatet, und das National Museum of the American Indian, welches die Gräueltaten europäischer Siedler an der indigenen Bevölkerung Amerikas nicht verschweigt.

Bei gutem Wetter kann ich jedem empfehlen, entlang des Tidal Basin zu laufen. Die Strecke umfasst viele Monumente, wie das Martin Luther King, Jr. National Memorial und das Jefferson Memorial. Zudem ist der Weg von japanischen Kirschbäumen umrahmt. Diese blühen lediglich einige Tage im Jahr (ca. Anfang April) und ziehen dann viele Locals und Touristen an.

 

Die Hauptstadt bietet noch viel mehr und ich kann jedem empfehlen, Washington D.C. zu besuchen. Bei jeglichen Fragen könnt ihr mich gerne kontaktieren. Ich melde mich bei euch bald wieder.

Bis bald,

Euer Arasch