Aus Frühling wird Sommer

Hallo zusammen!

In Shanghai nähert sich das Wetter so langsam sommerlichen Temperaturen. Trotz zeitweiser Kälteeinbrüche liegt die durchschnittliche Temperatur doch meistens auf dem Level: „Meine Jacke lasse ich besser zu Hause“. Während dieser warmen Tage lernt man Shanghai noch mal von einer anderen Seite kennen: Man kann abends bei einem Bierchen gemütlich draußen sitzen, sein Abendessen im Freien zu sich nehmen oder auch nach dem Lunch noch eine Runde durch den Park schlendern.

Aber nicht nur Shanghai lerne ich von einer anderen Seite kennen – andere Städte lerne ich ganz neu kennen. So habe ich den Feiertag Anfang April genutzt, um mit ein paar Münsteraner Studenten die Gegend um Guilin in Südchina zu erkunden. Hier glich das Wetter eher einem lauen Frühlingslüftchen, aber die Landschaft war trotzdem atemberaubend.

Auch auf der Arbeit gibt es einige Neuigkeiten: Das Prüfungsmandat eines deutsch-chinesischen Joint Ventures, auf dem ich ein wenig mitgearbeitet habe, ist abgeschlossen. Zudem arbeitet seit Anfang April ein neuer Praktikant in der GBG, und insgesamt weicht auch im Arbeitsleben das Frühlingsgefühl (das Gehirn erwacht langsam zum Leben) einem Sommergefühl (ich bin zwar aktiver und mache mehr, komme aber auch manchmal ins Schwitzen).

Work…

Arbeitsplatz

Eine große Änderung im Arbeitsalltag besteht seit April für mich in einer Änderung meines Arbeitsplatzes. Während ich in den ersten Wochen im Infinitus-Tower, einem der drei Gebäude, in denen PwC in Shanghai Offices hat, saß, bin ich nun in das PwC Center umgezogen. Das ist eine Umstellung in Bezug auf mein Arbeitsumfeld. Im Infinitus-Tower saß ich bei den Kollegen der Tax-Abteilung, die alle einen festen Sitzplatz mit festem Schreibtisch haben.

Im PwC Tower sitze ich bei den Assurance-Kollegen, die sich mehr oder weniger wahllos an großen Gruppentischen platzieren und dort ihren Wust an Dokumenten ausbreiten. Mit diesen Kollegen arbeite ich allerdings nicht zusammen, sondern habe mich lediglich dort platziert, um in der Nähe des deutschen Partners, der die German Business Group (GBG) leitet, zu sitzen. Mein ursprünglicher Platz wird jetzt von einem Tax-Praktikanten belegt.

Es ist interessant, hier die beiden Arbeits- und Sitzatmosphären kennenzulernen. In meinen bisherigen Praktika habe ich entweder in abgeschlossenen Büros mit wenigen Kollegen gesessen oder war regelmäßig bei Mandanten unterwegs. Zwar geht es hier bei den Assurance-Kollegen wesentlich lauter zu, allerdings ist es ein Grundgemurmel, bei dem ich festgestellt habe, dass ich mich ganz gut konzentrieren kann. Nicht zuletzt freue ich mich aber auch, dass der ganze Papierkram in der Mitte dieses Tisches nicht mir gehört 😉

Inhaltliches

Wie bereits im letzten Eintrag angeklungen war ich für ein paar Tag auf einem Prüfungsmandat eines chinesisch-deutschen Joint Ventures eingesetzt. In diesem Zusammenhang war ich einen Tag in einer kleinen Stadt (klein bedeutet in diesem Zusammenhang immer noch mehrere Millionen Einwohner), deren Namen ich allerdings schon wieder vergessen habe. Zusammen mit dem chinesischen Manager und seinem Prüfungsteam haben wir eine Fabrikbesichtigung gemacht und die Geschäftsleitung des Unternehmens kennengelernt.

Die Fabrikbesichtigung war sehr spannend. Obwohl ich in Deutschland noch nicht viele Fabriken von innen gesehen habe, war ich zumindest in zwei Fabriken einer ähnlichen Branche und mein Fazit: hier ist es anders! Der Geschäftsführer des Unternehmens ist Deutscher und vor kurzem nach China ausgewandert. Dazu habe ich inhaltlich an einigen Fragestellungen gearbeitet, dann allerdings wieder aus dem Office.

Um dazu ein Beispiel zu geben: In China besitzt der Staat sämtliche Grundstücke. Das heißt, ein Unternehmen kauft nicht einfach ein Grundstück, sondern erhält lediglich ein beispielsweise 50-jähriges Nutzungsrecht an diesem Grundstück, auf dem es dann seine Fabriken und andere Gebäude bauen darf. Meine Aufgabe war dann herauszufinden, wie man diesen länderspezifischen chinesischen Sachverhalt nach deutschem Handelsrecht abbilden sollte.

Neben solchen Fragestellungen arbeite ich auch noch fleißig an der Erstellung von Folien für Proposals oder internen Präsentation. Die Arbeit hier ist vor allem deswegen spannend, da man als Praktikant direkt dem deutschen Partner zugeordnet ist, der einen gerne mit Aufgaben versorgt, die stark strategisch geprägt sind und nicht ausschließlich inhaltlich oder organisatorisch. Das ist sehr spannend, weil ich so die Möglichkeit bekomme, auch mal hinter die Kulissen einiger Mandate, Branchen oder Unternehmen zu schauen.

… & Travel

Suzhou

Die Stadt Suzhou ist bekannt für seine vielen Gärten und die Altstadt. Als wir dort an einem Samstag waren, haben die Gärten zwar noch nicht sehr stark geblüht, aber überfüllt war es trotzdem. Lediglich ein kleiner Garten etwas abseits war relativ leer und idyllisch. Die Gärten haben hier alle witzige Namen, zum Beispiel gibt es den „Garten des Meisters der Netze“ oder den „Garten des bescheidenen Beamten“.

 

Südchina: Guilin & Yangshuo

Im Süden Chinas, genauer gesagt in der Guangxi Provinz, waren wir insgesamt ca. 3,5 Tage, da ein chinesischer Feiertag uns ein verlängertes Wochenende geschenkt hat. Es war das Qingming-Fest, ein Feiertag, bei dem die Toten geehrt werden. Es werden Feuerwerke und Böller vor Gräbern angezündet und diese geschmückt. Ich weiß ja nicht, wie ich das finden würde, wenn vor meinem Grab jedes Jahr ein Haufen Böller angezündet würde, aber naja.

Auf diese Weise werden hier Gräber während des Qingming-Festes geschmückt.

Sonnenuntergang in Yangshuo

Die Landschaft des 20-yuan-Scheines

Twin Pagodas in Guilin

Longsheng Rice Terassen Nähe Guilin

Arbeitsfreier Alltag & Ausblick

Arbeitsfreier Alltag

Mein Alltag außerhalb der Arbeit ist alles andere als langweilig. Dennoch wird es nach einiger Zeit immer schwieriger, das „besondere“ am Alltag zu identifizieren und zu kommunizieren. Wie auch in Deutschland ist man viel mit Freunden unterwegs, genießt die ein oder andere Happy Hour oder ein gutes Essen. Sprachprobleme sind natürlich nach wie vor vorhanden, aber im Zweifel umgeht man einfach Restaurants, die keine Speisekarte mit Bildern haben. Man kommt also auch so gut durchs Leben 🙂

Alltagsimpressionen

Ein smogfreier Blick auf Pudong

Dem Alltag enfliehen: Ein Nachmittag im Century Park in Shanghai.

Gleich um die Ecke meines Apartments: Tianzifang!

Kulinarische Impressionen

Sushi ist hier sehr günstig!

Auch vietnamesische Pho-Suppe kann man hier gut essen!

Hervorragend ist auch Korean BBQ!

Ausblick

Was den Bereich „Travel“ angeht, kann ich schon einen ganz guten Ausblick geben: Am Wochenende geht es für mich endlich einmal nach Peking. Auf dem Plan stehen die Mauer und die Verbotene Stadt und nicht zu vergessen eine entweder abenteuerliche oder komfortable Fahrt mit dem Nachtzug. Am darauffolgenden Wochenende erklimme ich hoffentlich die Yellow Mountains. Danach ist mein Praktikum auch schon fast zu Ende, allerdings werde ich im Anschluss noch etwa 3 Wochen durch China reisen, bevor es zurück nach Deutschland geht.

Der Bereich „Work“ ist da noch etwas unklarer. Da zwei Drittel der German Business Group Shanghai (= zwei Personen) in den kommenden zwei Wochen auf einem Business Trip in Deutschland sein wird, bin ich zwar erst einmal mit Aufgaben versorgt worden. Dennoch kann es natürlich sein, dass einige spontane Anfragen aus Deutschland kommen. Ansonsten gibt es immer einige Dauerbrenner, die es zu bearbeiten / abzuarbeiten gilt. Es wird also nicht langweilig!

 

Sonnige Grüße!

Catarina

Umzug nach Washington

Hi zusammen,

nachdem ich die ersten Tage in New York City verbrachte, nehme ich nun den Bus nach Washington D.C.. Dort wohne ich für die Dauer meines Praktikums, das ich im McLean Office von PwC absolviere. Heute berichte ich euch von den Leistungen, die ich im Rahmen des Praktikums erhalte, den Arbeitsalltag bei PwC, und über die heimische Esskultur.

 

Leistungen von PwC

Ihr kennt sicherlich den gewöhnlichen Stress vor Auslandsaufenthalten: Die Wohnungssuche kann sehr zeitaufwendig und kompliziert sein, eine Auslandsversicherung muss abgeschlossen und Koffer gepackt werden. Eure Koffer müsst ihr selbst packen – alles andere übernimmt PwC. Nach meiner Ankunft in Washington D.C., wurde ich von einem persönlichen Chauffeur abgeholt. Dieser fuhr mich direkt zu einer Autovermietung, wo ich meinen Mietwagen entgegennahm. Danach fuhr ich zu meinem Apartment, welches meine Vorstellungen um Weitem übertraf. Meine Unterkunft ist sehr geräumig und beinhaltet unter anderem ein Ankleidezimmer, Waschmaschine, Trockner und einen Fernseher. Zudem beinhaltet die Residency ein sehr modernes 24 hours Gym, das ich regelmäßig nutze.

Arbeitsalltag

In der ersten Praktikumswoche besuchten alle neuen Praktikanten aus der Washington Metro Area Trainingskurse im PwC Office. Dies war sehr hilfreich, um mit den Systemen von PwC familiär zu werden. Zudem konnte ich viele Kontakte zu anderen Praktikanten knüpfen. Trotzdem freute ich mich, als das Training beendet war und ich „on the job“ Erfahrungen sammeln konnte. Während meines Praktikums werde ich den Jahresabschluss von drei Klienten begleiten. Diese haben sehr unterschiedliche Unternehmensstrukturen, welches meine Arbeit sehr abwechslungsreich und spannend macht. Während der erste Klient ein großer deutscher Konzern war, führe ich gerade die Prüfung eines mittelgroßen amerikanischen Unternehmens durch. Die gesamte Arbeitszeit wird beim Klienten verbracht, sodass ich das PwC Office schon lange nicht mehr besucht habe.

Esskultur

Das Land hat deutlich mehr zu bieten als Burger, Fries und Hot Dog. Trotzdem wurde mir schnell deutlich, dass Fastfood eine große Stellung innerhalb der amerikanischen Esskultur hat. Die ersten Tage genoss ich das amerikanische Fastfood und „ging von Hot Dog zu Burger“. Dies änderte sich aber relativ schnell, und ich hielt erfolgreich Ausschau nach Alternativen. Die Diversität der Bevölkerung spiegelt sich in der Vielfalt der Restaurants wider. Meinen Hunger nach iranischen und afghanischen Köstlichkeiten kann ich in Washington D.C. problemlos stillen. Ich bin sehr überrascht über die vielen afghanischen Restaurants in der Hauptstadt. So stieß ich im Internet auf die Website „Best 10 Afghan Restaurants in DC“. Es gibt also zumindest genug Restaurants, um eine Best-of-Liste herzustellen. Weitere Migrantengruppen beeinflussen die kulinarische Landschaft, sodass es unter anderem viele mexikanische, äthiopische und italienische Restaurants gibt.

Ich werde in wenigen Wochen weitere Erfahrungen mit euch teilen, und hoffe, ihr startet gut in den Frühling.

Bis bald,

Euer Arasch

¡Essen gibt es später!

Dieser Post erscheint leider etwas später als zunächst beabsichtigt. Doch mittlerweile bin ich komplett in Madrid und auch im Arbeitsleben angekommen. Seit vorletzter Woche bin ich einem Projekt zugeteilt, was zurzeit sehr viel Zeit beansprucht und dadurch komme ich erst relativ spät von der Arbeit nachhause. Meinen schnellen Einstieg in das tägliche Projektgeschäft verdanke ich zu großen Teilen auch meinem vorangegangenen Praktikum bei PwC in Deutschland. Ich habe in Madrid quasi dort weitergemacht, womit ich in Düsseldorf aufgehört habe.

Financial Due Diligence – was ist das eigentlich?

Aber vielleicht fange ich erst einmal damit an was ich eigentlich genau in der Deals Abteilung mache und warum es nicht so ungewöhnlich ist länger zu arbeiten.

Um es genau zu nehmen arbeite ich in der Financial Due Diligence Abteilung, die u. a. neben der M&A Abteilung und der Valuation & Strategy Abteilung zu Deals gehört. In der Deals Abteilung dreht es sich um den Kauf, Verkauf oder den Zusammenschluss von Unternehmen. In einer Financial Due Diligence analysieren meine Kollegen und ich die vergangenen Jahresabschlüsse eines Unternehmens und normalisieren diese in Hinblick auf außergewöhnliche Ereignisse. So wird zum Beispiel der Umsatz aus den vergangenen Jahren einer Abteilung herausgerechnet, wenn diese kurz vor dem Abschluss der Transaktion verkauft wurde. Darüber hinaus guckt man sich unter anderem auch noch den Cash Conversion Circle und Preis- & Volumenänderungen an.

Lange Arbeitszeiten ergeben sich meist aus zwei Günden. Häufig sind sie der Fall, wenn man Unternehmen auf der Käuferseite berät und diese ein anderes Unternhemen im Rahmen einer Auktion erstehen wollen. Da die Zeit bis zu einer Auktion meist sehr knapp ist, muss auch die Financial Due Diligence in kurzer Zeit erstellt werden. Der zweite Grund ist meistens weit aus frustrierender, da bis kurz vor Abgabe des Projekts noch wichtige Informationen fehlen und diese dann kurzfristig noch eingearbeitet werden müssen. In der Regel findet man aber nach Abschluss des Projekts die Möglichkeit die Mehrarbeit auszugleichen. Wichtig zu erwähnen ist noch, dass die Financial Due Diligence eine Teamarbeit ist. Jedes Teammitglied übernimmt dabei einen bestimmten Teil des Jahresabschlusses und führt die entsprechenden Analysen durch. Am Ende werden die einzelnen Analysen dann zu einem übergreifenden Report zusammengefasst.

Erwähnenswert ist noch, dass neben der ganzen Arbeit der Spaß im Büro nicht zu kurz kommt und die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm ist.

Arbeiten in Spanien

Essen in der Kantine

Wie versprochen möchte ich euch noch einen kurzen Überblick über die auffälligsten Unterschiede zwischen Deutschland und Spanien geben. Fangen wir bei den Arbeitszeiten an und damit meine ich nicht die Überstunden, die unterscheiden sich nämlich nicht zwischen den beiden Ländern. Hier sind die regulären Arbeitszeiten von Montag bis Donnerstag von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr und am Freitag von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr. Diese Regelung finde ich gegenüber dem deutschen 8-Stunden Tag sehr gut, da der Freitag so für Termine oder Ausflüge genutzt werden kann. Ein weiterer Unterschied, der mir am Anfang sicherlich am schwersten gefallen ist, betrifft die Mittagspause. Aus Deutschland war ich es noch gewöhnt pünktlich um 12 Uhr Mittags Essen zu gehen. Hier in Spanien wird aber selten vor halb 2 gegessen. So hat sich in den ersten Tagen mein Bauch doch das ein oder andere Mal zu Wort gemeldet. Wie meine Vorgängerin schon berichtet hat, unterscheidet sich auch das Essen an sich erheblich. So hat die Cafeteria für Veganer wenig zu bieten. Egal ob Nudeln oder Reis zur Vorspeise serviert werden, Fleisch ist immer dabei und als Hauptgericht kann man dann noch einmal zwischen Fleisch oder Fisch wählen.

Im nächsten Beitrag erkläre ich euch dann Überlebensstrategien für das Büro und den Alltag, wenn ihr in Spanien seid aber kaum spanisch sprecht.

Schnee in Madrid

Blick über Madrid

 

 

 

 

 

 

 

Viele Grüße,

Gregor