Work, Work und Abschied aus Prag

Ahoj,

nun melde ich mich mit meinem zweiten und leider auch letzten Blogeintrag zurück. Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen und Einschränkungen durch das Corona-Virus in Europa und der Welt wurden wir Stairway-Praktis gebeten nach Deutschland zurückzukehren.

Nichtsdestotrotz vergingen die Wochen vor der Abreise wie im Flug, es gab immer viel zu tun und zu erleben. Die Highlights and weitere interessante Infos möchte ich im Folgenden mit euch teilen.

Abwechslungsreicher Arbeitsalltag mit vielen Einblicken

Ähnlich zu meinen ersten Wochen durfte ich den vergangenen Wochen weiterhin bei Prüfungen in verschiedensten Branchen mitwirken, der Mix reichte vom Lebensmitteleinzelhandel, über den Dienstleistungssektor, bis hin zu einem Werkzeughersteller. Zudem war ich über die Faschingstage bei einem Automobilzulieferer vor Ort. Auch wenn Fasching in Tschechien nicht gefeiert wird, brachte ein Kollege super leckere selbstgebackene polnische Pączki (Kreppel/Krapfen), gefüllt mit Marmelade, mit! Das war definitiv das Highlight des Tages.

Unser Büro bei einem Mandanten

Was mir bei fast allen Mandaten bisher auffiel, war, dass viele Kollegen gar nicht im Anzug zum Mandanten kommen, wie ich es zunächst erwartet hatte. Stattdessen war es völlig in Ordnung im Hemd und einer guten Hose zur Arbeit zu gehen.

Nach mittlerweile vielen Prüfungsmandaten bei verschiedenen Unternehmen habe ich ein kleines Merkmal der tschechischen Rechnungslegung zu schätzen gelernt: Es gibt einen gesetzlich standardisierten Kontenplan für alle Unternehmen. Für mich bedeutete dies, dass ich es leichter war sich in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zurechtzufinden, vor allem, wenn die Kontenbezeichnungen einen tschechischen Namen hatten.

Apropos tschechische Sprache: Ein paar Wörter kenne ich mittlerweile, jedoch bin ich sehr froh, dass wir unsere Prüfungshandlungen auf Englisch dokumentieren – andernfalls könnte meine Aufzeichnungen sonst wohl auch keiner mehr verstehen.

Prager PwC-Office

Erkundungstour in Prag und Innovationen beim Barkeeping

Das Wetter an meinen letzten Wochenenden in Prag ist häufig richtig gut gewesen. Besonders passend war es daher, dass mich Freunde und Familie besucht haben und wir mit Sonnenschein die Stadt erkunden konnten. Pflichtbesuche waren neben dem Schlendern über die Karlsbrücke auch der Besuch der Prager Burg und des Veitsdoms.

Blick auf Prag vom Turm des Klementinums

Bei Tschechen ist Eishockey recht beliebt, daher habe ich dies als Anlass genommen, mit zwei Freunden das Spiel von Sparta Prag gegen Fastav Zlín anzuschauen. Wir saßen zwar im Familienblock, während so mancher Spielphase merkte man davon aber wenig, die Leute feuerten ihre Teams an und verkündeten lautstark ihre Meinung.

Abends kann man in Prag gut weggehen und was erleben. Ein innovatives Detail bei einem Clubbesuch war neben den Dancefloors und der Musik ein Barkeeping-Roboter. Auf einem Display konnte man seinen Cocktail bestellen und beim Mixen zwei Roboterarmen zuschauen. Lediglich die Lieferung an den Tisch geschah analog durch eine Bedienung.

Eishockeyspiel Sparta Prag gegen Fastav Zlín

Barkeeping-Roboter

 

 

 

 

 

 

 

Einige Tage vor meiner Abreise bin ich bei einer Expat-Gruppe in den sozialen Netzwerken auf den Aufruf von ehemaligen Schwimmern aufmerksam geworden, die sich regelmäßig zum Training treffen. Zweimal konnten wir uns noch zum Trainieren treffen, bevor die Schwimmbäder geschlossen wurden. Nichtsdestotrotz war es wirklich lohnend, sich in solchen Gruppen zu vernetzen, um dadurch weitere Leute kennenzulernen.

Arbeiten während der Coronakrise und der Abschied aus Prag

Nachdem die Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer mehr zunahmen, wurden wir von PwC bereits gebeten aus dem Homeoffice zu arbeiten. Glücklicherweise ging das alles reibungslos, man ist es bei PwC ohnehin gewohnt außerhalb des Büros zu arbeiten. Natürlich fehlt im Homeoffice das Gespräch „zwischendurch“ mit den Kollegen. Durch morgendliche Telefonkonferenzen mit den Prüfungsteams sowie dem laufenden Coaching während des Tages wurde dies jedoch so gut wie möglich ausgeglichen.

Die Nachricht über die bevorstehende Abreise aus Prag hatte sich bereits angebahnt, als die Grenzschließungen Tschechiens verkündet wurden und vor ihrer Umsetzung standen. Da mein Rückflug gestrichen wurde, bin ich schließlich mit dem Zug zur Grenzstadt Cheb (Eger) gefahren und habe die Grenze nach Deutschland zu Fuß überquert (grenzüberschreitender Verkehr war eingestellt gewesen). Es war ein spannendes Erlebnis, das ich in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Danke an dieser Stelle an das Stairway-Team für die Unterstützung!

Sonnenuntergang bei der Ausreise

Seit meiner Rückkehr nach Deutschland arbeite ich weiterhin aus dem Homeoffice heraus, es war glücklicherweise möglich, dass ich die verbleibenden Wochen des Praktikums noch planmäßig fortführen kann.

Mein Fazit über mein Stairway-Praktikum in Prag

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht, es war eine tolle Zeit, die ich definitiv vermissen werde. Die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, waren großartig, die Kolleginnen und Kollegen sowie die vielen anderen Menschen, die ich kennengelernt habe, waren inspirierend, freundlich und offen.

Privat vermisse ich bereits die kleinen Dinge, die Prag für mich mit ausmachen: Sei es eine Fahrt mit den alten Straßenbahnen und deren Ansagen, das Verwenden tschechischer Gruß- und Abschiedsformeln. Oder auch das deftige Essen mit den Braten und Klößen sowie das tschechische Bier, üblicherweise serviert mit sehr viel Schaum.

Abschließend kann ich wirklich jedem raten, Erfahrungen im Ausland zu sammeln, sei es im Rahmen eines Praktikums oder letztlich über ein Auslandssemester an der Hochschule. Ich würde sagen, dass man lernt, sich schneller auf neue Situationen einzustellen, seinen eigenen Horizont erweitert, öfters mal die Komfortzone verlassen muss und dabei offener für neue Dinge wird. Und in meinem Fall freue ich mich sehr, Freunde und Kollegen in Tschechien kennengelernt zu haben, die ich beim nächsten Besuch wiedersehen kann.

Solltet ihr vor dem Schritt stehen für eine Zeit ins Ausland zu gehen – tut es, der erste Schritt mag manchmal als der schwerste Schritt scheinen, es lohnt sich aber!

Bleibt gesund, na shledanou!

Max

Dobrý den aus Prag

Hallo zusammen,

ich heiße Max, bin 23 Jahre alt und mache seit Anfang Januar ein Praktikum in den Inbound-Services der Service Line Assurance in Prag bei PwC Tschechien. Bis Ende April werde ich hier tätig sein, mit dem Blog versuche ich euch ein paar Einblicke in meinen Alltag zu geben.

Mein Start und die ersten Arbeitswochen in Prag

Der Start hier in Prag hätte nicht reibungsloser klappen können, das Global Mobility Team von PwC kümmerte sich wirklich um alles – von den Formalia nötiger Anmeldungen in Tschechien, über die Unterkunft bis hin zur Anreise. Daher konnte ich an meinem ersten Arbeitstag direkt mit einigen Schulungen starten und darüber hinaus bereits Kollegen kennenlernen.

Zunächst noch kurz ein paar Worte zur Inbound-Abteilung, in der ich arbeite: Zahlreiche internationale Unternehmen sind auch in der Tschechischen Republik tätig, die Inbound-Prüfung übernimmt unter anderem die Prüfung der Jahresabschlüsse dieser Töchter.

Lange war ich nicht im Büro, bereits am dritten Tag durfte ich zur Prüfung der tschechischen Tochter eines Logistikkonzerns mit. Dort standen mir zum Glück die Kolleginnen und Kollegen bei anfänglichen Fragen zur Bedienung der Prüfungssoftware mit Rat und Tat zur Seite.

Nach wenigen Tagen auf diesem Mandat ging es weiter zur Prüfung eines französischen Unternehmens, das seine Financeabteilung nach Prag verlagert hat. Bei vielen Unternehmen gewinnt die Einrichtung sogenannter „Shared Service Center“ (SSC) zunehmend an Beliebtheit, sicherlich werde ich daher während meines Praktikums nochmals bei einer solchen SSC-Prüfung eingesetzt werden.

Die meiste Zeit im Januar habe ich bei einer Prüfung eines Bergbauunternehmens außerhalb von Prag verbracht. Zwei Wochen war unser Team hierfür im Hotel. Nach der Arbeit sind wir häufig was essen gegangen, sodass ich die anderen Teammitglieder auch neben der Arbeit noch etwas kennenlernen konnte. Einmal waren wir zusammen in einem Sportkurs im Fitnessstudio, was ziemlich anstrengend war, aber viel Spaß gemacht hat!

Abendessen mit den Kollegen

Trotz der unterschiedlichen Branchen und Projekte, in denen ich bisher mitgewirkt habe, hatten alle drei gemeinsam, dass die Teams immer aus verschiedenen Kolleginnen und Kollegen bestanden, die häufig ein Mix unterschiedlichster Nationalitäten waren. Wirklich spannend, manche Dinge einmal von einer anderen kulturellen Perspektive zu betrachten!

Freizeit

Die Reisetätigkeit im beruflichen Alltag setzt sich bei mir auch im Privaten fort. An den Wochenenden unternehme ich meistens etwas, bisher waren diese Aktivitäten überwiegend außerhalb von Prag. Den Besuch der Sehenswürdigkeiten in Prag werde ich mir noch ein bisschen aufheben, da ich in nächster Zeit Besuch aus Deutschland bekomme, mit dem ich dies dann nachholen werde. Von außen habe ich dennoch viele Sehenswürdigkeiten erkundet.

Astronomische Uhr in Prag

Blick auf Prag

 

 

 

 

 

 

 

Meine bisherigen Ausflüge außerhalb Prags führten mich in Städte, die von hier aus gut zu erreichen waren. So war ich Mitte Januar in Dresden, habe mir dort die Sehenswürdigkeiten wie etwa die Semperoper und die Frauenkirche angeschaut. An einem anderen Wochenende bin ich in den böhmischen Wäldern von Karlštejn bis nach Beroun gewandert. Die Landschaft war zugegebenermaßen etwas trist und eintönig, dafür war es sehr ruhig, vom Klopfen zahlreicher Spechte mal abgesehen.

Frauenkirche in Dresden

Wandern in der Nähe von Karlštejn

 

 

 

 

 

 

 

Gute (Nacht-)Busverbindungen nach Polen brachten mich auf die Idee, mir dort einige Städte anzuschauen. Daher ging es unter anderem nach Kattowitz, in die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau sowie nach Krakau. Wie auch in Kattowitz gab es in Krakau ebenfalls noch sehr viel Weihnachtsdekoration in der Stadt und den Einkaufspassagen. Man könnte denken, Weihnachten stehe erst noch vor der Tür.

Krakau Cloth Hall am Marktplatz

Königsschloss auf dem Wawel in Krakau

 

 

 

 

 

 

 

In wenigen Wochen werde ich mich mit meinem zweiten Blogeintrag melden und euch mehr über Tschechien und meine Erlebnisse hier berichten.

Na shledanou!

Max

Hoi 2020 en tot ziens Amsterdam!

Hoi hoi,

wie für viele andere Stairway-Praktikanten ist es letztendlich kaum zu glauben,wie schnell die Zeit verflogen ist und nun heißt es auch für mich langsam Abschied nehmen. Gemeinsam mit Euch werde ich in diesem Blogeintrag von meinen letzten Wochen berichten und mich dann aus Amsterdam und von Euch verabschieden.

1.             Aktuelle Projekte

Der Dezember und Januar waren spannende Monate. Wir hatten regelmäßige Meetings mit den Geschäftsführern der Social Enterprise, um unser Partnerschaftsmodell zu entwickeln. Die Informationen aus diesen Gesprächen haben wir zusätzlich zur Vorbereitung unserer Präsentation vor dem PwC Management verwendet. In der Präsentation hat jedes Teammitglied einen Teil präsentieren können und das Management war sehr beeindruckt von unserem Konzept. Ich bin sehr gespannt auf die weitere Zusammenarbeit und freue mich für alle Kollegen, die zukünftig diese Initiative unterstützen können.

Auch das zweite Projekt, in welchem ich von der Ideenfindung involviert gewesen bin (vgl. zweiter Blogeintrag), geht in eine entscheidende Phase über. Wir konnten unser Konzept dem FS Insurance Partner vorstellen und haben wertvolles Feedback erhalten. Um unser Konzept für den Prototypen zusätzlich weiterzuentwickeln, haben wir einen Plan für „User Interviews“ gestaltet, die in meiner letzten Woche bei PwC gestartet sind. Das aktuelle Projektteam und meinen bevorzugten Arbeitsplatz seht ihr hier:

Für das dritte Projekt des Financial Services Accelerators haben wir im November die „User Story“ final konzeptioniert (vgl. dritter Blogeintrag). Ende Dezember folgte dann die Entwicklung eines ersten Prototypes. Dabei haben wir regelmäßig in verschiedenen Calls mit den User Experience-Designern abgestimmt. Dabei wird in Iterationsstufen gearbeitet, d.h. nach der Entwicklung bestimmter Funktionen gibt es eine Feedbackrunde. Anschließend werden die Informationen aus den Feedbackgesprächen integriert und es gibt eine erneute Feedbackrunde usw. bis alle gewünschten Funktionen enthalten sind. Aktuell arbeiten wir an unterschiedlichen Prototypen für Versicherungsunternehmen sowie Banken und an der weiteren Konzeption basierend auf dem Feedback lokaler und internationaler Kollegen.

2.            Sinterklaas im Büro

Im Dezember gab es viele Deadlines und teilweise auch lange Abende. Im Team haben wir jedoch die Zeit genommen und zusammen Sinterklaas gefeiert (ich berichtete davon bereits im letzten Blog-Artikel). Es wurden Peppernotten und sogar Peppernotten-Cheesecake gegessen, viele lustige Gedichte vorgelesen und Geschenke ausgepackt. Ich habe unsere Direktorin mit einem selbstgemalten „PwC Glücksmomente“-Glas sowie einem Armband beschenkt. Ich persönlich habe ein spannendes Buch, mein eigenes Gedicht sowie ein selbstgebasteltes Himmel und Hölle-Spiel geschenkt bekommen. Das Gedicht über mich möchte ich Euch nicht vorenthalten, genauso wie ein Geschenk von einer besonder lieben anderen Kollegin in Form eines Thermobecher für unsere Kaffeebar:

3.            Weihnachtsmärkte und Silvester in Straßburg und Amsterdam

Alle Niederländer und meine internationalen Kollegen sind total verrückt nach den deutschen Weihnachtsmärkten. Also bin ich im Dezember mit zwei Arbeitskollegen nach Aachen gefahren, um einige Stunden dort zu verbringen. Niemals hätte ich gedacht, dass man extra für einen Weihnachtsmarktbesuch zwei Stunden Auto fährt. Als wir dann vor Ort angekommen sind, ist mir erst aufgefallen wie sehr ich die deutschen Weihnachtsmärkte vermisse. Also habe ich beim Weihnachtsbesuch bei meinen Eltern die Chance genutzt und war in Offenburg und Straßburg auf dem Weihnachtsmarkt. In Straßburg habe ich zusätzlich die Kathedrale besucht und die Sonne sehr genossen.

Nachdem ich über Weihnachten meine Eltern besucht habe, bin ich pünktlich zu Silvester wieder nach Amsterdam gefahren. Das neue Jahr wollte ich unbedingt hier begrüßen. Ich war mit meinen Kollegen und anderen Bekannten schon auf einigen Partys und Clubs doch Silvester ist immer wieder etwas Besonderes. Pünktlich zu Mitternacht wurde der Sekt aufgemacht und angestoßen. Kurz vorher ist plötzlich eine Nebelwand über Amsterdam gezogen, sodass wir vom Feuerwerk leider nicht so viel sehen konnten. Danach ging es los in die Stadt und ins Casco. Das Besondere dabei war, dass man dort am einfachsten von Centraal mit der Fähre über die Amstel hinkommt. Auch eine Kollegen von PwC habe ich dort mit ihrem Mann getroffen.

4.           De Pijp, Haarlem und die Intercompany Gala

Die letzten Wochen in Amsterdam habe ich noch für einige Freizeitaktivitäten nutzen können. Endlich konnte ich die Chance nutzen und „De Pijp“, einen Stadtteil in Amsterdam mit vielen tollen Cafés und dem Albert Cuyp Markt (benannt nach einem bekannten Maler aus dem 17. Jhd.) entdecken.

An einem Wochenende im Januar bin ich mit einem Arbeitskollegen nach Haarlem gefahren. Haarlem hat mich stark an Amsterdam erinnert, nur dass es viel ruhiger und weniger touristisch gewesen ist. Wir haben die St.-Bavo Kirche (auch „Grote Kerk“) und die Windmühle „Molen de Adriaan“ besichtigt.

Ein Highlight in den letzten Wochen war die Intercompany Gala. YoungPwC hat gemeinsam mit zwölf anderen Unternehmen eine Gala für Young Professionals organisiert, um sich gegenseitig zu vernetzen und zusammen zu feiern. Ich hatte Glück kurzfristig noch eine Karte zu bekommen und innerhalb weniger Stunden ein passendes Outfit für den Dresscode Black Tie zu finden, sodass ich mit meinen lieben Kollegen zusammen feiern konnte. Die offiziellen Fotos sind leider noch nicht verfügbar, sodass ich nur dieses Fotos mit Euch teilen kann:

5.            Opportunity of a lifetime -time to say goodbye

Nach sechs Monaten geht es für mich nun in wenigen Tagen zurück nach Wiesbaden. Ich kann es jedem empfehlen einige Zeit im Ausland zu arbeiten und leben. Ich konnte so meine persönliche (Arbeits-)Kultur kennenlernen. Jetzt weiß ich, dass Deutsche verrückt nach Bargeld sind. Ich habe in meiner Zeit hier nicht ein einziges Mal Bargeld abgehoben. Ich freue mich wieder nicht jeden Tag eine Regenjacke mitnehmen zu müssen, weil das Wetter beständiger ist und auf einen ausgiebigen Einkauf in der Drogerie. In Deutschland werden viele Filme und Interview synchronisiert. Hier laufen im Kino meist die Originalversionen, weil die Englischkenntnisse sehr gut sind. Zusätzlich sind die niederländischen und internationalen Kollegen lockerer als die Deutschen, so ist der Dresscode im Büro entspannter und Sneaker nahezu jeden Tag präsent.

Abschließend freue ich mich in diesem Jahr mein Masterstudium zu beenden und dabei mein erlerntes Wissen hier auch in Deutschland nutzen. Besonders das richtige Storytelling und das Halten von Präsentationen werden mir in den letzten Semestern hoffentlich leichter fallen. Ich werde eigenständiger und agiler arbeiten sowie die Prioritäten richtig setzen. Danach freue ich mich auf spannende berufliche Perspektiven und Herausforderungen, wie ich sie hier bei PwC in Amsterdam im FS Technology Team und Accelerator erleben durfte.

Ich habe mich sehr über Eure Anteilnahme und über die Unterstützung aller PwC Kollegen aus Deutschland und den Niederlanden gefreut und bedanke mich zum Abschied herzlich bei allen Beteiligten aus Deutschland und den Niederlanden.

Tot ziens,

Kim

Sinterklaas, Diwali und Weihnachten in Amsterdam

Hallo naar Duitsland,

bald ist es soweit und “Sinterklaas” (der „Heilige Nikolaus“ in Deutschland) erreicht die Niederlande. Danach werde ich meine Eltern über die Weihnachtsfeiertage in Strasbourg besuchen. Bis dahin möchte ich Euch in meinem neuen Blogeintrag über die Weihnachtszeit in Amsterdam und über meine aktuellen Projekte berichten.

Sinterklaas und Diwali in Amsterdam

Mitte November hat sich “Sinterklaas” zusammen mit dem “Zwarte Pieten” (der „Knecht Ruprecht“ oder „Hans Muff“ in Deutschland) auf einem Dampfschiff aus Spanien auf den Weg in die Niederlande gemacht. Am 5. Dezember wird das Schiff in den Niederlanden ankommen und der „Pakjesavond“ wird gefeiert. Dieser „Päkchenabend“ ist für die meisten Niederländer wichtiger als das Weihnachtsfest. Meist werden Geschenke dabei nach dem Wichtelprinzip gemacht. Dabei gibt es nicht nur ein Geschenk für die ausgeloste Person, sondern es wird auch ein persönliches Gedicht verfasst. Im FS Technology Team organisieren wir statt eines Pakjesavond ein Sinterklaasfrühstück. Dabei schenken wir der zugelosten Person etwas Selbstgemachtes, etwas Nützliches und ein selbstverfasstes Gedicht. Welches Geschenk ich bekommen habe und welches ich verschenkt habe, erzähle ich Euch in meinem nächsten Blog-Artikel. Das gesamte Team freut sich schon auf unsere Feier:

Theresa und ich haben gemeinsam den Sinterklaas-Einzug gefeiert, als ich sie in Rotterdam besucht habe. In der ganzen Stadt sind Zwarte Pieten herumgelaufen und haben Kinder mit den typischen „Pepernoots“ beschenkt. Anschließend haben wir noch gemeinsam die Kubushäuser besucht. Die Kubushäuser wurden von dem Architekten Piet Blom entworfen und es handelt sich dabei um Würfel, die gekippt auf einer Ecke stehen. Einige davon sind von Privatpersonen bewohnt.

Neben der Vorfreude auf Sinterklaas, gab es bereits eine andere Feierlichkeit in den letzten Wochen. In Suriname, Indien und weiteren hinduistisch geprägten Ländern wurde „Diwali“ gefeiert. In Amsterdam arbeiten viele in Indien geborene Kollegen und durch die ehemalige Kolonie Suriname hat Diwali eine große Bedeutung in den Niederlanden. Diwali ist ein mehrtägiges (eigentlich sogar mehrwöchiges) Lichterfest und hat eine große spirituelle Bedeutung für die Hindus. In den verschiedenen Regionen wird Diwali sehr unterschiedlich gefeiert, ein großes und lautes Feuerwerk gehört fast überall dazu. Klassischerweise besuchen sich Freunde und Familie gegenseitig zuhause und teilen lokale Spezialitäten miteinander. Daher hat PwC für alle Kollegen typische Snacks auf jedem Stockwerk vorbereitet, sodass alle Kollegen gemeinsam feiern konnten.

Aktuelle Projekte

Aktuell bin ich in drei Projekte involviert: ein Corporate Social Responsibility Projekt sowie zwei technische Projekte.

Ein technisches Projekt habe ich bereits in diesem Blog-Artikel beschrieben. Im zweiten technischen Projekt entwickeln wir aktuell die „User Story“. Dabei sitzen wir als Projekt-Team zusammen und diskutieren jedes Bild der Benutzeroberfläche zusammen bis wir einen stimmigen Ablauf erarbeitet haben. Dabei zeichnen wir schematisch einen Bildschirm auf ein Whiteboard und überlegen wie die graphische Benutzeroberfläche aussehen soll. Welcher Button kommt wohin? Was passiert, wenn man den Button betätigt? Verändert sich so der Status der aktuellen Tätigkeit? Dabei ist jede Meinung und jede Idee gefragt. So gestalten wir den funktionellen Prozess unserer Tools. Für das erste technische Projekt haben wir diese Schritte bereits abgeschlossen und führen die ersten Entwicklergespräche.

Unser Corporate Social Responsibility Projekt, in welches ich bereits ab meinem ersten Tag involviert wurde (vgl. dazu diesen Blog-Artikel), soll ausgeweitet werden und wir arbeiten gerade an einem Model, um die zukünftige Zusammenarbeit mit der Social Enterprise zu gestalten. Dafür habe ich an einem Meeting mit den Geschäftsführern der Social Enterprise teilgenommen und ich werde auch ein Teil des Pitches vor unserem FS Partner übernehmen dürfen. Ich freue mich sehr, dass wir als Team einen Teil zu den PwC Circularity Goals 2030 beitragen können.

Über die Weihnachtsfeiertage ist das Büro in Amsterdam geschlossen. Ich werde dann meine Eltern in Strasbourg besuchen. Pünktlich zu Silvester bin ich wieder in Amsterdam, um hier das neue Jahr zu begrüßen.

Niederländische Sprache

Ik spreek een beetje Nederlands. Ik kan kleine praatjes doen en tot honderd tellen. Ik kan in het perfectum praten, maar nor niet in de toekomstig. Das bedeutet, dass ich schon ein bisschen Niederländisch sprechen kann, bis einhundert zählen kann und das Perfekt nutzen kann. Über die Zukunft kann ich (auf Niederländisch) bisher noch nicht sprechen.

Zugegeben fällt mir das Lernen der niederländischen Sprache sehr schwer. Im Museum oder Café kann ich die Niederländer meist verstehen, auch niederländische Texte sind nachvollziehbar. Zum Sprechen fehlt mir oft ein wenig der Mut. Dadurch, dass viele Worte ähnlich klingen und immer wie eine Mischung aus Deutsch und Englisch sind, fällt mir das Einprägen so schwer. Dazu gibt es noch viele „False Friends“, so z.B. gekocht (NL) = gekauft (DE) oder mag (NL) = darf (DE). Oft sieht man hier auf Plakaten auch das Wort huren (NL), was besonders einige meiner Besucher als sehr amüsant bezeichnet haben; das bedeutet hier mieten (DE).

Freizeitgestaltung in Amsterdam

In meinem zweiten Blog-Artikel habe ich geschrieben, dass meine Kollegen und ich das Amsterdam Dance Event zusammen besuchen werden. Gemeinsam haben wir dort in der ersten Reihe die ganze Nacht getanzt. Auch die „Mueseumnacht“ in Amsterdam war eine tolle Erfahrung. Am ersten Samstag im November haben alle Museen bis 2 Uhr nachts offen. Zusätzlich dazu gibt es in jedem Museum besondere Veranstaltungen: von Weinverkostungen, Workshops und Musik ist alles dabei. Ich konnte dabei eine Live-Coding Session im Vondelpark besuchen und habe danach noch eine Arbeitskollegin im Diamenten-Museum getroffen. Das war sehr „gezellig“. Eine genaue Übersetzung gibt es nicht. „Gezellig“ bedeutet einfach, dass man gemeinsam einen schönen Abend verbracht hat.

Auch das A‘DAM Lookout habe ich im November besucht. Das Wetter war dabei typisch niederländisch und unbeständig, sodass die Aussicht leider nicht so schön gewesen ist. Ein Ausflug ist das Lookout dennoch auf jeden Fall wert. Man hat dort  auch die Gelegenheit über den Dächern von Amsterdam zu schaukeln. Zusätzlich habe ich noch den Royal Palace der Königsfamilie besucht. Dieser befindet sich in der Innenstadt von Amsterdam und wird heutzutage von der niederländischen Königsfamilie, zu der König Willem-Alexander und Königin Maxima gehören, zu Repräsentationszwecken und als Gästehaus für Staatsgäste genutzt. Auch das MOCO Museum ist einen Besuch wert. Aktuell werden dort einige Werke des britischen Street-Art Künstlers (oder Künstlerin?) Banksy ausgestellt. Auch das Lieblingsbild der Briten 2017 „Balloon Girl“ ist dort ausgestellt (leider nicht die geschredderte Version).

 

Insgesamt waren es aufregende und interessante zwei Monate in Amsterdam. Ich freue mich jetzt darauf bald meinen kleinen Koffer zu packen und auch meinen Eltern von all meinen Erlebnissen erzählen zu dürfen. Daher wünsche ich allen:

Prettig Kerstfeest en een gelukkig nieuwjaar,

Kim

Het leven in Amsterdam – Das Leben in Amsterdam

Hoi hoi,

inzwischen ist schon der dritte Monat meines Praktikums in Amsterdam gestartet; wie schnell die Zeit vergeht. In meinem heutigen Blog-Artikel möchte ich Euch mitnehmen in meinen Arbeitsalltag bei PwC sowie in die Kultur  und das Leben in den Niederlanden.

Arbeitsalltag und Unternehmenskultur

Durch die flexible Arbeitszeitregelung gibt es keinen festen Startpunkt für die Arbeit. Die meisten Kollegen kommen zwischen 9:00 und 10:00 Uhr ins Büro. Ich bin meistens ab 8:30 Uhr da, weil ich die morgendliche Ruhe zum Start in den Arbeitstag bevorzuge. Viele Kollegen arbeiten jedoch die meiste Zeit vor Ort beim Kunden. Freitags ist daher meist das „große Wiedersehen“ mit dem gesamten Team, da am Freitag gewöhnlich alle Kollegen im Büro arbeiten.

Zum Kennenlernen der Kollegen hier trifft man sich anfangs zunächst zu einem „Coffee Appointment“. So kann man sich zwanglos austauschen und persönlich Kennenlernen. Diese Treffen finden unabhängig vom Grade statt; auch ein hier im Oktober eingestiegener Manager lernt so die neuen Kollegen kennen. Auch duzen sich hier alle Kollegen im Advisory, einschließlich der Direktoren und Partner. Unser Technology-Team ist sehr international. Wir haben Kollegen aus Spanien, Griechenland, Deutschland, Indien und natürlich den Niederlanden. Entsprechend werden hier allerlei Sprachen gesprochen; immer abhängig wer mit wem gerade spricht. Auch in der Freizeit verbringen wir viel Zeit miteinander. Jeden Freitag treffen wir uns zum After-Work Bier in einer zum Büro nahe gelegenen Bar, wir haben den Gig von der Band eines Kollegen besucht, wir waren zusammen auf der Pride (davon habe ich in meinem ersten Blog-Artikel bereits erzählt) und haben gemeinsam das Vino-Festival besucht.

Aktuell arbeite ich hauptsächlich an zwei Projekten. Von dem Corporate Social Responsibility Projekt habe ich bereits in meinem ersten Blog-Artikel berichtet.
In dem zweiten Projekt geht es um künstliche Intelligenz und das „Machine Learning“, d.h. das ein System Muster und Gesetzmäßigkeiten aus verschiedenen Datensätzen erkennen und verstehen kann. Ich war seit Beginn der Ideenfindung am Projekt beteiligt. Aktuell sind wir in Gesprächen mit unseren Entwicklern, um einen ersten Prototype zu gestalten. Aufgrund meines versicherungstechnischen Studiums konnte ich dabei besonderen Input liefern und habe gleichzeitig sehr viel über IT-Systeme, -architekturen und deren funktionellen Aufbau lernen.

Essen

Der Käse hier in Amsterdam ist wirklich super, wer hätte das gedacht? Den sollte man bestenfalls im Ganzen kaufen und eigenständig zuhause in Scheiben schneiden. Auch „Hagelslaag“ (richtig ausgesprochen wird dabei das g als „ch“) hat mich total überzeugt. Dabei handelt es sich um Streusel aller Art, die mit viel Butter auf einem Toastbrot (aber ungetoastet) gegessen werden. Auch Pindakaas als besondere niederländische Erdnussbutter ist sehr beliebt. Zum Mittagessen essen hier auch die meisten Kollegen Sandwiches oder Brote, meistens mit einem Glas Milch. Für mich klingt das eher nach Frühstück als nach Mittagessen.

Im Supermarkt unterscheidet sich nicht viel in Vergleich zu Deutschland. Auffallend finde ich dabei die große Menge an bereits geschnittenen Gemüse, welches dann zur Haltbarkeit leider in Plastik eingepackt werden muss. Da ich einen kleinen privat geführten Supermarkt in der Nähe meines Apartments habe, versuche ich dort einkaufen zu gehen, um unnötigen Plastikmüll zu vermeiden.

Sprache

Im September hat mein Niederländisch-Kurs angefangen. Da dieser speziell für Deutschsprachige gehalten wird, kann man innerhalb von einigen Wochen auf das Level A2 aufsteigen. Doch besonders die Aussprache ist schwieriger als gedacht. So wird beispielsweise im Niederländischen das „g“ als „ch“ ausgesprochen oder das „ou“ als „au“. Kleinere Texte sind schnell verständlich, da Niederländisch wie eine Mischung aus Deutsch und Englisch klingt. Beim Lernen muss man dann „nur“ die richtige Mischung finden.
Auch sind alle Niederländer sehr hilfsbereit. Sobald sie beispielsweise an der Aussprache erkennen, dass man kein Niederländer bist, sprechen sie sofort Englisch. Wenn man die niederländische Sprache lernen möchte, ist das nicht immer hilfreich.

Freizeitgestaltung

Jeder der in Amsterdam wohnt, der benötigt ein Fahrrad. Ich bin auch einige Tage mit schönem Wetter ins Büro geradelt, bei einer Strecke von ca. 25 km am Tag nutze ich jedoch öfters die Metro. Doch um zum Tennis, in die Stadt oder zum Einkaufen zu fahren, ist mein „Fiets“ immer die erste Wahl. Ich kann dabei jedem nur raten, wirklich aufzupassen, denn ich musste auch schon einen kleinen Fahrradunfall in Kauf nehmen. Bis auf kleinere Schürfwunden und einige Tage Rückenschmerzen bin ich mit dem Schrecken davongekommen. Die „Snorfiets“, d.h. Motorroller auf Deutsch, dürfen hier teilweise auch auf den Fahrradwegen fahren.

Auch mit den anderen Stairway-Praktikanten aus der Nähe habe ich mich bereits getroffen. Theresa aus Rotterdam hat mich für ein Frühstück und eine Stadttour besucht und bald folgt mein Besuch bei ihr.

Mit meiner „Museum kaart“ kann ich viele Museen in Amsterdam kostenfrei besuchen. So konnte ich bereits das Anne-Frank-Haus, das Cromhout-Haus und das Rembrandt-Haus besuchen. Für das Anne-Frank-Haus müssen dabei mindestens ein Monat im Voraus Tickets bestellt werden und auch dann ist es sehr voll. Einem Besuch kann ich dennoch jedem empfehlen, ob man die Tagebücher gelesen hat oder auch nicht. Rembrandt van Rijn war einer der bekanntesten niederländischen Künstler des Barocks. Der Rembrandtplein als Ausgehmeile von Amsterdam wurde nach ihm benannt.

Zu meinen Highlights der Woche gehört das auch Tennisspielen. Nachdem ich einige Jahre pausiert habe, bin ich nun wieder im Training und habe dabei schon viele nette Menschen kennengelernt. Gemeinsam waren wir bereits in einer Rooftop-Bar in Amsterdam. Die „Einheimischen“ kennen eben die besten Plätze. Im Tischtennis musste ich mich meinen Tennispartner dann doch 1:2 geschlagen geben, nachdem ich auf dem Tenniscourt am Tag zuvor 2:0 gewinnen konnte.

In den nächsten Wochen steht gemeinsam mit den PwC Kollegen dann das Amsterdam Dance Event an und meine Familie und einige Freunde werden mich besuchen kommen. Ich melde mich bald wieder.

Tot ziens,

Kim

Goedendag, Amsterdam. Ik ben Kim!

Goedendag,

So begrüßt man sich in Amsterdam. Auch ein einfaches Hallo ist möglich, das klingt dann wie im Deutschen. Als „Opportunity of a lifetime“ bin ich dank PwC seit einigen Tagen in Amsterdam. Hier arbeite ich für die nächsten sechs Monate im Bereich Advisory im Technology-Team und betreue dabei Finanzdienstleistungsunternehmen, wie Versicherungen und Banken.

Mein Name ist Kim Vanessa Graumann und ich studiere an der Wiesbaden Business School, um meinen M. Sc. Versicherungs- und Finanzwirtschaft zu erlangen. Meinen Bachelor habe ich im Rahmen eines ausbildungsintegrierten Studiums ebenfalls in Wiesbaden absolviert. Die Versicherungsbranche befindet sich derzeit in einem starken Umbruch und immer wieder fallen Schlüsselbegriffe wie digitale Transformation. Da kam das Angebot des Stairway-Praktikums in Amsterdam wie gerufen. Ich bekomme so die Möglichkeit eine längere Zeit im Ausland zu leben und gleichzeitig an der Transformation teilzuhaben und so mein Wissensspektrum zu erweitern. Ich freue mich Euch die nächsten Monate an meinen Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben zu lassen. So bin ich am ersten Tag angereist:

Bereits an meinem ersten Tag durfte ich an einem Meeting mit unserem Director teilnehmen. Dabei ging es überraschenderweise nicht um ein Finanzdienstleistungsunternehmen, sondern um ein Corporate Social Responsibility-Projekt eines Social Enterprises, welches sich als Ziel gesetzt hat, die Art der Fortbewegung in Städten zu revolutionieren, um so für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Das Auto könnte so also überflüssig werden. In meinen Augen ist das Konzept von nachhaltiger Fortbewegung ein sehr wichtiger Aspekt zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit. Ich freue mich sehr, dass ich diesen Ansatz in meiner täglichen Arbeit bei PwC unterstützen kann.
Zusätzlich dazu besteht mein Arbeitsalltag derzeit aus vielen Meetings und Networking. Viele Projekte starten im September, sodass aktuell die Projekt-Teams dafür zusammengestellt werden. Das ist für mich die optimale Chance mich vorzustellen, um dann bald von meinen Projekten berichten zu können. Wichtig ist es dabei sich auf diese Gespräche vorzubereiten und aktuelle Themen vom Markt miteinzubringen. Wie wird sich die Versicherungswirtschaft weiterentwickeln? Welche Herausforderungen warten?

Doch auch die Freizeit mit den Kollegen kommt nicht zu kurz. Zwei Tage nach meiner Ankunft war ich mit meinen Kollegen ganz in der Nähe vom Office in einer Rooftop-Bar. Auch wenn das Bier in meinen Augen nicht so gut geschmeckt hat wie deutsches Bier, so hatten wir doch einen schönen Abend. Anschließend sind wir gemeinsam noch auf eine Party der Gay Pride Amsterdam gegangen. Die Pride ist eine Woche in Amsterdam Anfang August, in welcher die gesamte Stadt die LGBT-Community feiert. Dabei gibt es verschiedenste Veranstaltungen und Ausstellungen, die alle im Zusammenhang mit der LGBT-Community stehen. Die Canal Pride ist dabei der Abschluss und Höhepunkt der Pride. Dabei fahren verschiedene Schiffe von Vereinen und Unternehmen (auch PwC war mit einem Boot vertreten) durch die Grachten und dabei wird Musik gespielt und gefeiert. Ich habe mich dabei wie bei Fastnacht in Mainz gefühlt, die gesamte Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Das lässt sich mit Worten nicht beschreiben. In meinen Augen gibt es keinen besseren Grund zum gemeinsamen Feiern als für mehr Toleranz und Respekt.

                

Auch in meiner freien Zeit war ich bereits viel in Amsterdam unterwegs. Diese Stadt hat wirklich viel zu bieten. So war ich unter anderen im einem „Vintage Kilo“-Shop. Dort gibt es an der Kleidung keine Preisschilder, sondern am Ende zählt das Gewicht der jeweiligen Kleidungsstücke. Dabei habe ich einige Schätze gefunden, die ich gerne mit Euch teile. Zusätzlich möchte ich noch einige Impressionen von meinen Spaziergängen durch die Stadt:

      1.7IKVG Vintage Shopping II     1.9.KVG City Walk                

Mit einem kurzen Ein- und Ausblick in mein Apartment beende ich meinen ersten Blogartikel und freue mich schon sehr auf die nächsten Wochen. Dann startet mein Niederländisch-Kurs, sodass ich mich hier noch besser eingewöhnen kann auch wenn hier wirklich jeder Englisch spricht.  Bis dahin ist dann auch bestimmt der Alltag aus Amsterdam bei mir angekommen. Bis dahin viele Grüße aus der Malthusstraat in Amsterdam und bis bald,

 

Kim

 

   

 

Farewell from London

Ein halbes Jahr ist verflogen, mein Praktikum ist vorbei und ich bin zurück in Berlin. Da ich über die Zeit in London zugegebenermaßen nicht übermäßig schreibwütig war, werde ich nun versuchen, alle versprochenen Infos und meine wichtigsten Eindrücke in einem letzten Blogpost zusammenzufassen. Beginnen wir mit der Unterkunft.

Wie wohnt ein Stairway-Praktikant in London?

Die Kurzantwort (man entschuldige mir den stilistischen faux-pas): hammergeil! 6 min zum Tower of London, 10 min zur Tower Bridge, 3 min zum Monument of the Great Fire, 12 min zum Borough Market – was klingt wie der Ausgangspunkt für eine Stadtführung durch die City of London zu Fuß war tatsächlich für ein halbes Jahr mein Zuhause. Der einzige Nachteil: in der Gegend wohnt fast niemand. Es gibt hauptsächlich Büros, sodass sich die meisten umliegenden Restaurants bzgl. ihrer Öffnungszeiten an normalen Bürozeiten orientieren und entsprechend abends und am Wochenende geschlossen haben. Bei meiner Unterkunft handelte es sich um ein Serviced Apartment, also sehr ähnlich zu einem Hotel. Die kleine Zweizimmerwohnung war voll möbliert, hatte eine kleine, voll ausgestattete Küche mit Geschirrspüler, eine Waschmaschine, Klimaanlage und wurde einmal wöchentlich gereinigt. Geht es besser? Ich glaube kaum.

Die Londoner PwC-Offices

Drei Stück an der Zahl, allesamt super zentral gelegen.
Das größte Office ist jenes am Embankment Place – gegenüber vom London Eye und 5 min zu Fuß vom Trafalgar Square entfernt. Neun Stockwerke, riesengroß, mit zwei „Ecktürmen“, in denen sich Meetingräume mit einer grandiosen Aussicht über London befinden. In diesem Office war ich die meiste Zeit „stationiert“.
Das nächste Office befindet sich in More London, direkt neben dem Rathaus (der Form wegen auch „Motorradhelm“ genannt) und der Tower Bridge. Hier sitzen hauptsächlich die Kollegen aus dem Bereich Financial Services (Banken und Versicherungen).
Das dritte Londoner PwC-Office befindet sich in der Hay’s Galleria. Es ist das kleinste der drei Büros und da hier die Legal- und Tax-Kollegen arbeiten war ich nie dort.
In allen Offices gibt es hauptsächlich Open Space-Arbeitsplätze, wo die Schreibtische von Woche zu Woche neu gebucht werden müssen. Das hat den Vorteil, dass man innerhalb des Büros auch mal „herumkommt“ und auch andere Kollegen kennenlernt. Lediglich die Partner haben eigene Büros, die in deren Abwesenheit auch als Meetingräume dienen. Auf allen Etagen gibt es Breakout Areas mit Sitzgelegenheiten, Wasserspendern, sowie Kaffee- und Snackautomaten. Das Embankment Place-Office hat zudem noch eine ziemlich gute Kantine. Zwischen den beiden größeren Standorten gibt es zudem eine öffentliche Fährverbindung, für die PwC-Mitarbeiter werktags kostenlose Tickets erhalten können. So kann man den Trip zum Meeting im jeweils anderen Office gleich mit einer kostenlosen Sightseeing-Tour auf der Themse verbinden 😉
Prinzipiell ist es oft möglich, virtuell zu arbeiten – beispielsweise nach Absprache am Freitag von zu Hause. Ich persönlich fand es meistens dann doch angenehmer, das Team um sich herum zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgabenbereich

Wie in meinem letzten Post erwähnt, war ich in London Teil zweier Teams: Strategy & Transformation (S&T) und Emerging & Disruptive Technology (E&DT). Die Aufgabenbereiche dieser beiden Teams möchte ich euch gern erläutern und beispielhaft zwei Projekte vorstellen.

S&T hilft Kunden dabei, Risiken in ihren (Transformations-)Programmen zu identifizieren und basierend auf Good Practices entsprechende Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Das Spektrum reicht hier von der Strategiedefinition und -implementierung, über die Unterstützung bei Unternehmenszusammenschlüssen, bis hin zu Reviews von Projekten und Programmen. PwC fungiert hier quasi als „critical friend“, also als unabhängiger Berater, der die Situation des Kunden analysiert und Verbesserungspotenziale aufzeigt.

Beispielsweise habe ich am Review eines IT-Transformationsprogrammes mitgearbeitet. Das Programm befand sich in einer kritischen Phase kurz vor dem ersten (von mehreren) Rollouts. Durch ein Review der Projektdokumente (wie z.B. Projektbeschreibung, Business Case, Organigramme, Statusberichte …) verschaffte sich mein Team einen ersten Überblick über das Programm und stellte Arbeitshypothesen auf. Diese wurden anschließend in Interviews mit diversen Stakeholdern – von PMO bis zum CIO – und durch Hinzuziehen ergänzender Dokumentationen entweder bestätigt oder widerlegt. Wir konnten dem Kunden somit diejenigen Risiken aufzeigen, die den Projekterfolg akut gefährdeten und haben entsprechende Handlungsvorschläge abgeleitet, um diesen Risiken zu begegnen.

Das Team E&DT war zum Zeitpunkt meines Starts in London noch brandneu. Wie der Name schon vermuten lässt, arbeitet das Team mit neuen Technologien, wie beispielsweise Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) und Robotic Process Automation (RPA). Diese beiden stellten während meines Praktikums auch eindeutig den Fokus dar. Im Bereich Technology Risk hat dies zwei Dimensionen.
Erstens – nach außen gerichtet – geht es darum, den Kunden dabei zu helfen, diese neuen Technologien möglichst risikoarm in ihren Organisationen einzusetzen. Das stellt häufig eine Schwierigkeit dar, da in der Regel ein Kompromiss eingegangen werden muss. Um die (häufig unbekannten) Risiken zu kontrollieren, versuchen Organisationen, den Einsatz der Technologien zu reglementieren. Leider kann dies die Innovationskraft sehr einschränken und sollte daher gut durchdacht sein.
Zweitens – mit internem Fokus – sucht das Team nach Anwendungsmöglichkeiten neuer Technologien für die internen Prozesse, um diese effizienter zu gestalten oder gar neue Dienstleistungen zu ermöglichen. Als Beispiel sei hier das automatisierte Testen von SOX-Controls durch RPA-Tools genannt.

Mein spannendstes Projekt in diesem Bereich war eines, bei dessen Umsetzung ich letztlich leider gar nicht mehr unterstützen konnte. Wir wurden beauftragt, bei der Validierung von AI- und Automatisierungsinitiativen zu unterstützen. Auch wenn ich London kurz vor dem eigentlichen Projektbeginn verlassen habe, waren die Angebotserstellung und die Vorbereitungsphase überaus spannend. Das Projekt lag thematisch genau in der Schnittmenge der beiden Teams, in denen ich gearbeitet habe und beschäftigte sich grob mit der Fragestellung: „was muss beim Aufsetzen und bei der Durchführung eines AI-/Automatisierungsprogrammes beachtet werden, um die strategischen Ziele zu erfüllen?“.

Fazit

Zum Abschluss möchte ich mich bei meinen Kollegen bedanken, die mir immer mit ihrem Rat zur Seite standen. Ich weiß die Unterstützung, die ich während meiner Zeit in London erhalten habe, und die Verantwortung, die mir übertragen wurde, sehr zu schätzen. Es war mir eine Freude, mit solch hochmotivierten und kompetenten Kollegen zu arbeiten, die sich zudem immer die Zeit genommen haben, jegliche Fragen zu beantworten und ihr Wissen zu teilen. Ich stehe weiterhin mit den Kollegen im Kontakt und bin gespannt, wie sich Emerging and Disruptive Technology Risk in den kommenden Monaten entwickeln wird.

Ob ich das Stairway-Programm weiterempfehlen würde? Uneingeschränkt! Es war für mich wirklich eine Opportunity of a Lifetime!

Aus Frühling wird Sommer

Hallo zusammen!

In Shanghai nähert sich das Wetter so langsam sommerlichen Temperaturen. Trotz zeitweiser Kälteeinbrüche liegt die durchschnittliche Temperatur doch meistens auf dem Level: „Meine Jacke lasse ich besser zu Hause“. Während dieser warmen Tage lernt man Shanghai noch mal von einer anderen Seite kennen: Man kann abends bei einem Bierchen gemütlich draußen sitzen, sein Abendessen im Freien zu sich nehmen oder auch nach dem Lunch noch eine Runde durch den Park schlendern.

Aber nicht nur Shanghai lerne ich von einer anderen Seite kennen – andere Städte lerne ich ganz neu kennen. So habe ich den Feiertag Anfang April genutzt, um mit ein paar Münsteraner Studenten die Gegend um Guilin in Südchina zu erkunden. Hier glich das Wetter eher einem lauen Frühlingslüftchen, aber die Landschaft war trotzdem atemberaubend.

Auch auf der Arbeit gibt es einige Neuigkeiten: Das Prüfungsmandat eines deutsch-chinesischen Joint Ventures, auf dem ich ein wenig mitgearbeitet habe, ist abgeschlossen. Zudem arbeitet seit Anfang April ein neuer Praktikant in der GBG, und insgesamt weicht auch im Arbeitsleben das Frühlingsgefühl (das Gehirn erwacht langsam zum Leben) einem Sommergefühl (ich bin zwar aktiver und mache mehr, komme aber auch manchmal ins Schwitzen).

Work…

Arbeitsplatz

Eine große Änderung im Arbeitsalltag besteht seit April für mich in einer Änderung meines Arbeitsplatzes. Während ich in den ersten Wochen im Infinitus-Tower, einem der drei Gebäude, in denen PwC in Shanghai Offices hat, saß, bin ich nun in das PwC Center umgezogen. Das ist eine Umstellung in Bezug auf mein Arbeitsumfeld. Im Infinitus-Tower saß ich bei den Kollegen der Tax-Abteilung, die alle einen festen Sitzplatz mit festem Schreibtisch haben.

Im PwC Tower sitze ich bei den Assurance-Kollegen, die sich mehr oder weniger wahllos an großen Gruppentischen platzieren und dort ihren Wust an Dokumenten ausbreiten. Mit diesen Kollegen arbeite ich allerdings nicht zusammen, sondern habe mich lediglich dort platziert, um in der Nähe des deutschen Partners, der die German Business Group (GBG) leitet, zu sitzen. Mein ursprünglicher Platz wird jetzt von einem Tax-Praktikanten belegt.

Es ist interessant, hier die beiden Arbeits- und Sitzatmosphären kennenzulernen. In meinen bisherigen Praktika habe ich entweder in abgeschlossenen Büros mit wenigen Kollegen gesessen oder war regelmäßig bei Mandanten unterwegs. Zwar geht es hier bei den Assurance-Kollegen wesentlich lauter zu, allerdings ist es ein Grundgemurmel, bei dem ich festgestellt habe, dass ich mich ganz gut konzentrieren kann. Nicht zuletzt freue ich mich aber auch, dass der ganze Papierkram in der Mitte dieses Tisches nicht mir gehört 😉

Inhaltliches

Wie bereits im letzten Eintrag angeklungen war ich für ein paar Tag auf einem Prüfungsmandat eines chinesisch-deutschen Joint Ventures eingesetzt. In diesem Zusammenhang war ich einen Tag in einer kleinen Stadt (klein bedeutet in diesem Zusammenhang immer noch mehrere Millionen Einwohner), deren Namen ich allerdings schon wieder vergessen habe. Zusammen mit dem chinesischen Manager und seinem Prüfungsteam haben wir eine Fabrikbesichtigung gemacht und die Geschäftsleitung des Unternehmens kennengelernt.

Die Fabrikbesichtigung war sehr spannend. Obwohl ich in Deutschland noch nicht viele Fabriken von innen gesehen habe, war ich zumindest in zwei Fabriken einer ähnlichen Branche und mein Fazit: hier ist es anders! Der Geschäftsführer des Unternehmens ist Deutscher und vor kurzem nach China ausgewandert. Dazu habe ich inhaltlich an einigen Fragestellungen gearbeitet, dann allerdings wieder aus dem Office.

Um dazu ein Beispiel zu geben: In China besitzt der Staat sämtliche Grundstücke. Das heißt, ein Unternehmen kauft nicht einfach ein Grundstück, sondern erhält lediglich ein beispielsweise 50-jähriges Nutzungsrecht an diesem Grundstück, auf dem es dann seine Fabriken und andere Gebäude bauen darf. Meine Aufgabe war dann herauszufinden, wie man diesen länderspezifischen chinesischen Sachverhalt nach deutschem Handelsrecht abbilden sollte.

Neben solchen Fragestellungen arbeite ich auch noch fleißig an der Erstellung von Folien für Proposals oder internen Präsentation. Die Arbeit hier ist vor allem deswegen spannend, da man als Praktikant direkt dem deutschen Partner zugeordnet ist, der einen gerne mit Aufgaben versorgt, die stark strategisch geprägt sind und nicht ausschließlich inhaltlich oder organisatorisch. Das ist sehr spannend, weil ich so die Möglichkeit bekomme, auch mal hinter die Kulissen einiger Mandate, Branchen oder Unternehmen zu schauen.

… & Travel

Suzhou

Die Stadt Suzhou ist bekannt für seine vielen Gärten und die Altstadt. Als wir dort an einem Samstag waren, haben die Gärten zwar noch nicht sehr stark geblüht, aber überfüllt war es trotzdem. Lediglich ein kleiner Garten etwas abseits war relativ leer und idyllisch. Die Gärten haben hier alle witzige Namen, zum Beispiel gibt es den „Garten des Meisters der Netze“ oder den „Garten des bescheidenen Beamten“.

 

Südchina: Guilin & Yangshuo

Im Süden Chinas, genauer gesagt in der Guangxi Provinz, waren wir insgesamt ca. 3,5 Tage, da ein chinesischer Feiertag uns ein verlängertes Wochenende geschenkt hat. Es war das Qingming-Fest, ein Feiertag, bei dem die Toten geehrt werden. Es werden Feuerwerke und Böller vor Gräbern angezündet und diese geschmückt. Ich weiß ja nicht, wie ich das finden würde, wenn vor meinem Grab jedes Jahr ein Haufen Böller angezündet würde, aber naja.

Auf diese Weise werden hier Gräber während des Qingming-Festes geschmückt.

Sonnenuntergang in Yangshuo

Die Landschaft des 20-yuan-Scheines

Twin Pagodas in Guilin

Longsheng Rice Terassen Nähe Guilin

Arbeitsfreier Alltag & Ausblick

Arbeitsfreier Alltag

Mein Alltag außerhalb der Arbeit ist alles andere als langweilig. Dennoch wird es nach einiger Zeit immer schwieriger, das „besondere“ am Alltag zu identifizieren und zu kommunizieren. Wie auch in Deutschland ist man viel mit Freunden unterwegs, genießt die ein oder andere Happy Hour oder ein gutes Essen. Sprachprobleme sind natürlich nach wie vor vorhanden, aber im Zweifel umgeht man einfach Restaurants, die keine Speisekarte mit Bildern haben. Man kommt also auch so gut durchs Leben 🙂

Alltagsimpressionen

Ein smogfreier Blick auf Pudong

Dem Alltag enfliehen: Ein Nachmittag im Century Park in Shanghai.

Gleich um die Ecke meines Apartments: Tianzifang!

Kulinarische Impressionen

Sushi ist hier sehr günstig!

Auch vietnamesische Pho-Suppe kann man hier gut essen!

Hervorragend ist auch Korean BBQ!

Ausblick

Was den Bereich „Travel“ angeht, kann ich schon einen ganz guten Ausblick geben: Am Wochenende geht es für mich endlich einmal nach Peking. Auf dem Plan stehen die Mauer und die Verbotene Stadt und nicht zu vergessen eine entweder abenteuerliche oder komfortable Fahrt mit dem Nachtzug. Am darauffolgenden Wochenende erklimme ich hoffentlich die Yellow Mountains. Danach ist mein Praktikum auch schon fast zu Ende, allerdings werde ich im Anschluss noch etwa 3 Wochen durch China reisen, bevor es zurück nach Deutschland geht.

Der Bereich „Work“ ist da noch etwas unklarer. Da zwei Drittel der German Business Group Shanghai (= zwei Personen) in den kommenden zwei Wochen auf einem Business Trip in Deutschland sein wird, bin ich zwar erst einmal mit Aufgaben versorgt worden. Dennoch kann es natürlich sein, dass einige spontane Anfragen aus Deutschland kommen. Ansonsten gibt es immer einige Dauerbrenner, die es zu bearbeiten / abzuarbeiten gilt. Es wird also nicht langweilig!

 

Sonnige Grüße!

Catarina

NYE in NYC

Good morning New York,

von Frankfurt a.M. flog ich am 30.12.2017 nach New York, was mir ermöglichte Silvester im Big Apple zu feiern. Bevor ich die Reise antreten konnte, musste allerdings einiges vorbereitet werden. Folgend berichte ich euch von den Vorbereitungen und den ersten Tagen in den USA.

 

Persönliches

Mein Name ist Arasch und ich absolviere das PwC Stairway Praktikum im Bereich Assurance in McLean, USA für 4 Monate. Derzeit studiere ich International Management an der Bocconi Universität in Mailand, Italien und an der Fudan Universität in Shanghai, China. Hierbei handelt es sich um ein Doppelmaster-Programm, das mir ermöglicht jeweils 1 Jahr in Italien und China zu leben. Da ich bereits einige Arbeits- und Studienerfahrungen in Ostasien sammeln durfte, strebte ich ein Praktikum im “Westen” an. PwC bietet das wohl strukturierteste und umfassendste Programm für Auslandspraktika in seiner Industrie, weswegen ich mich für das Stairway Programm entschied.

Visum

Für das Praktikum in den USA benötigte ich ein J1-Visum. Die Vorbereitung des Visumantrags wird von PwC Deutschland und PwC US koordiniert, weswegen mir wenig Arbeit zufiel. Im Laufe der vergangenen Wochen war ich regelmäßig mit PwC US in Kontakt und sendete angefragte Informationen zu. Anschließend wurden mir Unterlagen von PwC US zugeschickt. Beim US-Konsulat musste ich diese vorlegen und einige Fragen beantworten. Zwar wurden mir aufgrund meines iranischen Hintergrunds sichtlich mehr Fragen als anderen Visa-Antragsteller gestellt, jedoch verlief alles problemlos, sodass mir mein Visum bereits am Ende des Gesprächs bestätigt wurde. Reisepass inclusive Visum erhielt ich innerhalb weniger Tage per Post zurück. Das Visum ermöglicht die Einreise bis zu 30 Tage vor Praktikumsstart, wovon ich Gebrauch gemacht habe.

Sonstige Vorbereitungen

Da das Stairway-Team meinen Aufenthalt in D.C. plante und vorbereitete, musste ich mich um kaum etwas kümmern. Über die Leistungen, die ich von PwC erhielt, erfahrt ihr mehr in meinem nächsten Eintrag. Letztlich musste ich lediglich meine Koffer packen und einen Flug buchen.

 

Erste Tage in den USA

Wie bereits erwähnt kann man mit dem Visum einige Zeit vor Praktikumsbeginn einreisen. Dies nutzte ich, um vor Arbeitsbeginn eine Woche in New York zu verbringen. Nach einer aufregenden Silvesterparty in Brooklyn zum Auftakt, nutzte ich die folgenden Tage um die Stadt zu erkunden und die “Must-Sees” (z.B. Empire State, Rockefeller, Statue of Liberty, The Metropolitan Museum of Art) zu besichtigen. Generell kann ich jedem empfehlen die bekannten Hauptattraktionen zu besichtigen. Hierbei gefiel mir das Metropolitan Museum of Art mit seinen historischen Kunstsammlungen am besten. Zudem genoss ich das ziellose flanieren in den Straßen New Yorks, wobei ich hier, aufgrund der eisigen Kälte (an der Ostküste herrschte der kälteste Winter seit Jahrzehnten), einige Pausen einlegen musste. New York City ist äußerst multikulturell und setzt sich aus Bevölkerungsgruppen verschiedenster Ethnien zusammen. Ob man es nun als „Melting Pot“ oder „Salad Bowl“ bezeichnen möchte sei jedem selbst überlassen. Fest steht jedoch, dass ich solch kulturelle Vielfalt in bisher keiner anderen Stadt erlebt habe.

Ich werde euch bald mehr von meinem Aufenthalt in den USA erzählen und euch Einblicke in meinem Arbeitsalltag in McLean geben.

Bis bald,

Euer Arasch

Madrid en Otoño

Rey Carlos III und meine Wenigkeit

Die Zeit in Madrid vergeht wie im Flug. Jetzt habe auch ich etwas Zeit gefunden, um meine Erlebnisse seit meinem letzten Blog-Beitrag in Worte zu fassen.

 

 

Arbeitsalltag

In den vergangenen zwei Monaten konnte ich mich, dank meiner netten Kollegen, sehr gut integrieren. Mittlerweile fühle ich mich als fester Teil des Teams. Auch meine Aufgaben unterscheiden sich kaum von denen eines Assistants.

In den letzten Wochen erstellte ich unter anderem für verschiedene Mandanten Industrieanalysen oder ermittelte im Rahmen der sogenannten ökonomischen Analyse, ob konzerninterne Gewinnmargen oder Zinssätze dem Fremdvergleichsgrundsatz standhalten und somit gerechtfertigt sind.

 

Da meine Projektteams meistens in der Zusammensetzung variieren, komme ich mit vielen Kollegen der Transfer Pricing Abteilung in direkten Kontakt. Wir sind zudem eine sehr internationales Team, so dass ich neben den verschiedensten spanischen Dialekten auch noch lateinamerikanisches Spanisch aus beispielsweise Argentinien, Venezuela oder Peru zu hören bekomme.

 

Freizeit

Nach dem nun wohl längsten Sommer meines Lebens, mit noch bis zu 30 °C Ende September, hat

Pfau im „El Campo del Moro“

mittlerweile auch der Herbst in Zentralspanien Einzug gefunden. Während ich auf dem Weg ins Büro vor gut zwei Wochen in meinem Anzug noch fast ins Schwitzen gekommen bin, ist jetzt jedoch Wintermantel und Schal angesagt.

Aber auch für diese Jahreszeit hat Madrid mit seinen unzähligen Kaffees, Bars, Museen und nun in orange leuchtenden Parks einiges zu bieten. Vor allem der Park namens Campo de Moro, direkt unter dem Palacio Real gelegen, ist mit den dort freilaufenden Pfauen und grünen Papageien auf alle Fälle ein Besuch wert.

Das Stadtviertel Malasaña mit seinen hippen Bars und Lokalen ist vor allem für junge Leute ein guter Anlaufspunkt für Tapas und Cañas. Sonntags scheint sich ganz Madrid dagegen im Viertel La Latina auf dem El Rastro, einem riesigen Flohmarkt zu versammeln. Menschenmengen strömen hier Woche für Woche durch die Straßen und erstehen vor allem Secondhand-Kleidung, Handgemachtes und Antikes.

Besonderheiten

Ein Highlight im vergangenen Monat stellte die Luna de Octubre dar, eine Veranstaltung bei der verschiedene Künstler Lichtinstallationen und beleuchtete Skulpturen an bekannten Plätzen wie dem Retiro Park, dem Paseo del Prado oder der Puerta de Alcala anbrachten und damit tausende Besucher wie magisch anzogen.

Teile der Flugshow am Nationalfeiertag

Eine weitere Besonderheit war der Nationalfeiertag am 12. Oktober, der unter anderem mit einer Parade begleitet von einer Flugshow aus Militärflugzeugen und Helikoptern gefeiert wurde.

 

Des Weiteren stand für mich der Besuch einer traditionellen Flamenco Show in der Villa Rosa auf dem Programm.

   

Das soll es mit meinem Zwischenbericht gewesen sein. Im nächsten Beitrag werde ich euch dann neben dem Arbeitsalltag vor allem von meinen Ausflügen ins Madrider Umland berichten.

Saludos,

Max