Work, Work und Abschied aus Prag

Ahoj,

nun melde ich mich mit meinem zweiten und leider auch letzten Blogeintrag zurück. Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen und Einschränkungen durch das Corona-Virus in Europa und der Welt wurden wir Stairway-Praktis gebeten nach Deutschland zurückzukehren.

Nichtsdestotrotz vergingen die Wochen vor der Abreise wie im Flug, es gab immer viel zu tun und zu erleben. Die Highlights and weitere interessante Infos möchte ich im Folgenden mit euch teilen.

Abwechslungsreicher Arbeitsalltag mit vielen Einblicken

Ähnlich zu meinen ersten Wochen durfte ich den vergangenen Wochen weiterhin bei Prüfungen in verschiedensten Branchen mitwirken, der Mix reichte vom Lebensmitteleinzelhandel, über den Dienstleistungssektor, bis hin zu einem Werkzeughersteller. Zudem war ich über die Faschingstage bei einem Automobilzulieferer vor Ort. Auch wenn Fasching in Tschechien nicht gefeiert wird, brachte ein Kollege super leckere selbstgebackene polnische Pączki (Kreppel/Krapfen), gefüllt mit Marmelade, mit! Das war definitiv das Highlight des Tages.

Unser Büro bei einem Mandanten

Was mir bei fast allen Mandaten bisher auffiel, war, dass viele Kollegen gar nicht im Anzug zum Mandanten kommen, wie ich es zunächst erwartet hatte. Stattdessen war es völlig in Ordnung im Hemd und einer guten Hose zur Arbeit zu gehen.

Nach mittlerweile vielen Prüfungsmandaten bei verschiedenen Unternehmen habe ich ein kleines Merkmal der tschechischen Rechnungslegung zu schätzen gelernt: Es gibt einen gesetzlich standardisierten Kontenplan für alle Unternehmen. Für mich bedeutete dies, dass ich es leichter war sich in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zurechtzufinden, vor allem, wenn die Kontenbezeichnungen einen tschechischen Namen hatten.

Apropos tschechische Sprache: Ein paar Wörter kenne ich mittlerweile, jedoch bin ich sehr froh, dass wir unsere Prüfungshandlungen auf Englisch dokumentieren – andernfalls könnte meine Aufzeichnungen sonst wohl auch keiner mehr verstehen.

Prager PwC-Office

Erkundungstour in Prag und Innovationen beim Barkeeping

Das Wetter an meinen letzten Wochenenden in Prag ist häufig richtig gut gewesen. Besonders passend war es daher, dass mich Freunde und Familie besucht haben und wir mit Sonnenschein die Stadt erkunden konnten. Pflichtbesuche waren neben dem Schlendern über die Karlsbrücke auch der Besuch der Prager Burg und des Veitsdoms.

Blick auf Prag vom Turm des Klementinums

Bei Tschechen ist Eishockey recht beliebt, daher habe ich dies als Anlass genommen, mit zwei Freunden das Spiel von Sparta Prag gegen Fastav Zlín anzuschauen. Wir saßen zwar im Familienblock, während so mancher Spielphase merkte man davon aber wenig, die Leute feuerten ihre Teams an und verkündeten lautstark ihre Meinung.

Abends kann man in Prag gut weggehen und was erleben. Ein innovatives Detail bei einem Clubbesuch war neben den Dancefloors und der Musik ein Barkeeping-Roboter. Auf einem Display konnte man seinen Cocktail bestellen und beim Mixen zwei Roboterarmen zuschauen. Lediglich die Lieferung an den Tisch geschah analog durch eine Bedienung.

Eishockeyspiel Sparta Prag gegen Fastav Zlín

Barkeeping-Roboter

 

 

 

 

 

 

 

Einige Tage vor meiner Abreise bin ich bei einer Expat-Gruppe in den sozialen Netzwerken auf den Aufruf von ehemaligen Schwimmern aufmerksam geworden, die sich regelmäßig zum Training treffen. Zweimal konnten wir uns noch zum Trainieren treffen, bevor die Schwimmbäder geschlossen wurden. Nichtsdestotrotz war es wirklich lohnend, sich in solchen Gruppen zu vernetzen, um dadurch weitere Leute kennenzulernen.

Arbeiten während der Coronakrise und der Abschied aus Prag

Nachdem die Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer mehr zunahmen, wurden wir von PwC bereits gebeten aus dem Homeoffice zu arbeiten. Glücklicherweise ging das alles reibungslos, man ist es bei PwC ohnehin gewohnt außerhalb des Büros zu arbeiten. Natürlich fehlt im Homeoffice das Gespräch „zwischendurch“ mit den Kollegen. Durch morgendliche Telefonkonferenzen mit den Prüfungsteams sowie dem laufenden Coaching während des Tages wurde dies jedoch so gut wie möglich ausgeglichen.

Die Nachricht über die bevorstehende Abreise aus Prag hatte sich bereits angebahnt, als die Grenzschließungen Tschechiens verkündet wurden und vor ihrer Umsetzung standen. Da mein Rückflug gestrichen wurde, bin ich schließlich mit dem Zug zur Grenzstadt Cheb (Eger) gefahren und habe die Grenze nach Deutschland zu Fuß überquert (grenzüberschreitender Verkehr war eingestellt gewesen). Es war ein spannendes Erlebnis, das ich in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Danke an dieser Stelle an das Stairway-Team für die Unterstützung!

Sonnenuntergang bei der Ausreise

Seit meiner Rückkehr nach Deutschland arbeite ich weiterhin aus dem Homeoffice heraus, es war glücklicherweise möglich, dass ich die verbleibenden Wochen des Praktikums noch planmäßig fortführen kann.

Mein Fazit über mein Stairway-Praktikum in Prag

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht, es war eine tolle Zeit, die ich definitiv vermissen werde. Die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, waren großartig, die Kolleginnen und Kollegen sowie die vielen anderen Menschen, die ich kennengelernt habe, waren inspirierend, freundlich und offen.

Privat vermisse ich bereits die kleinen Dinge, die Prag für mich mit ausmachen: Sei es eine Fahrt mit den alten Straßenbahnen und deren Ansagen, das Verwenden tschechischer Gruß- und Abschiedsformeln. Oder auch das deftige Essen mit den Braten und Klößen sowie das tschechische Bier, üblicherweise serviert mit sehr viel Schaum.

Abschließend kann ich wirklich jedem raten, Erfahrungen im Ausland zu sammeln, sei es im Rahmen eines Praktikums oder letztlich über ein Auslandssemester an der Hochschule. Ich würde sagen, dass man lernt, sich schneller auf neue Situationen einzustellen, seinen eigenen Horizont erweitert, öfters mal die Komfortzone verlassen muss und dabei offener für neue Dinge wird. Und in meinem Fall freue ich mich sehr, Freunde und Kollegen in Tschechien kennengelernt zu haben, die ich beim nächsten Besuch wiedersehen kann.

Solltet ihr vor dem Schritt stehen für eine Zeit ins Ausland zu gehen – tut es, der erste Schritt mag manchmal als der schwerste Schritt scheinen, es lohnt sich aber!

Bleibt gesund, na shledanou!

Max

Dobrý den aus Prag

Hallo zusammen,

ich heiße Max, bin 23 Jahre alt und mache seit Anfang Januar ein Praktikum in den Inbound-Services der Service Line Assurance in Prag bei PwC Tschechien. Bis Ende April werde ich hier tätig sein, mit dem Blog versuche ich euch ein paar Einblicke in meinen Alltag zu geben.

Mein Start und die ersten Arbeitswochen in Prag

Der Start hier in Prag hätte nicht reibungsloser klappen können, das Global Mobility Team von PwC kümmerte sich wirklich um alles – von den Formalia nötiger Anmeldungen in Tschechien, über die Unterkunft bis hin zur Anreise. Daher konnte ich an meinem ersten Arbeitstag direkt mit einigen Schulungen starten und darüber hinaus bereits Kollegen kennenlernen.

Zunächst noch kurz ein paar Worte zur Inbound-Abteilung, in der ich arbeite: Zahlreiche internationale Unternehmen sind auch in der Tschechischen Republik tätig, die Inbound-Prüfung übernimmt unter anderem die Prüfung der Jahresabschlüsse dieser Töchter.

Lange war ich nicht im Büro, bereits am dritten Tag durfte ich zur Prüfung der tschechischen Tochter eines Logistikkonzerns mit. Dort standen mir zum Glück die Kolleginnen und Kollegen bei anfänglichen Fragen zur Bedienung der Prüfungssoftware mit Rat und Tat zur Seite.

Nach wenigen Tagen auf diesem Mandat ging es weiter zur Prüfung eines französischen Unternehmens, das seine Financeabteilung nach Prag verlagert hat. Bei vielen Unternehmen gewinnt die Einrichtung sogenannter „Shared Service Center“ (SSC) zunehmend an Beliebtheit, sicherlich werde ich daher während meines Praktikums nochmals bei einer solchen SSC-Prüfung eingesetzt werden.

Die meiste Zeit im Januar habe ich bei einer Prüfung eines Bergbauunternehmens außerhalb von Prag verbracht. Zwei Wochen war unser Team hierfür im Hotel. Nach der Arbeit sind wir häufig was essen gegangen, sodass ich die anderen Teammitglieder auch neben der Arbeit noch etwas kennenlernen konnte. Einmal waren wir zusammen in einem Sportkurs im Fitnessstudio, was ziemlich anstrengend war, aber viel Spaß gemacht hat!

Abendessen mit den Kollegen

Trotz der unterschiedlichen Branchen und Projekte, in denen ich bisher mitgewirkt habe, hatten alle drei gemeinsam, dass die Teams immer aus verschiedenen Kolleginnen und Kollegen bestanden, die häufig ein Mix unterschiedlichster Nationalitäten waren. Wirklich spannend, manche Dinge einmal von einer anderen kulturellen Perspektive zu betrachten!

Freizeit

Die Reisetätigkeit im beruflichen Alltag setzt sich bei mir auch im Privaten fort. An den Wochenenden unternehme ich meistens etwas, bisher waren diese Aktivitäten überwiegend außerhalb von Prag. Den Besuch der Sehenswürdigkeiten in Prag werde ich mir noch ein bisschen aufheben, da ich in nächster Zeit Besuch aus Deutschland bekomme, mit dem ich dies dann nachholen werde. Von außen habe ich dennoch viele Sehenswürdigkeiten erkundet.

Astronomische Uhr in Prag

Blick auf Prag

 

 

 

 

 

 

 

Meine bisherigen Ausflüge außerhalb Prags führten mich in Städte, die von hier aus gut zu erreichen waren. So war ich Mitte Januar in Dresden, habe mir dort die Sehenswürdigkeiten wie etwa die Semperoper und die Frauenkirche angeschaut. An einem anderen Wochenende bin ich in den böhmischen Wäldern von Karlštejn bis nach Beroun gewandert. Die Landschaft war zugegebenermaßen etwas trist und eintönig, dafür war es sehr ruhig, vom Klopfen zahlreicher Spechte mal abgesehen.

Frauenkirche in Dresden

Wandern in der Nähe von Karlštejn

 

 

 

 

 

 

 

Gute (Nacht-)Busverbindungen nach Polen brachten mich auf die Idee, mir dort einige Städte anzuschauen. Daher ging es unter anderem nach Kattowitz, in die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau sowie nach Krakau. Wie auch in Kattowitz gab es in Krakau ebenfalls noch sehr viel Weihnachtsdekoration in der Stadt und den Einkaufspassagen. Man könnte denken, Weihnachten stehe erst noch vor der Tür.

Krakau Cloth Hall am Marktplatz

Königsschloss auf dem Wawel in Krakau

 

 

 

 

 

 

 

In wenigen Wochen werde ich mich mit meinem zweiten Blogeintrag melden und euch mehr über Tschechien und meine Erlebnisse hier berichten.

Na shledanou!

Max

Goedendag, Amsterdam. Ik ben Kim!

Goedendag,

So begrüßt man sich in Amsterdam. Auch ein einfaches Hallo ist möglich, das klingt dann wie im Deutschen. Als „Opportunity of a lifetime“ bin ich dank PwC seit einigen Tagen in Amsterdam. Hier arbeite ich für die nächsten sechs Monate im Bereich Advisory im Technology-Team und betreue dabei Finanzdienstleistungsunternehmen, wie Versicherungen und Banken.

Mein Name ist Kim Vanessa Graumann und ich studiere an der Wiesbaden Business School, um meinen M. Sc. Versicherungs- und Finanzwirtschaft zu erlangen. Meinen Bachelor habe ich im Rahmen eines ausbildungsintegrierten Studiums ebenfalls in Wiesbaden absolviert. Die Versicherungsbranche befindet sich derzeit in einem starken Umbruch und immer wieder fallen Schlüsselbegriffe wie digitale Transformation. Da kam das Angebot des Stairway-Praktikums in Amsterdam wie gerufen. Ich bekomme so die Möglichkeit eine längere Zeit im Ausland zu leben und gleichzeitig an der Transformation teilzuhaben und so mein Wissensspektrum zu erweitern. Ich freue mich Euch die nächsten Monate an meinen Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben zu lassen. So bin ich am ersten Tag angereist:

Bereits an meinem ersten Tag durfte ich an einem Meeting mit unserem Director teilnehmen. Dabei ging es überraschenderweise nicht um ein Finanzdienstleistungsunternehmen, sondern um ein Corporate Social Responsibility-Projekt eines Social Enterprises, welches sich als Ziel gesetzt hat, die Art der Fortbewegung in Städten zu revolutionieren, um so für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Das Auto könnte so also überflüssig werden. In meinen Augen ist das Konzept von nachhaltiger Fortbewegung ein sehr wichtiger Aspekt zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit. Ich freue mich sehr, dass ich diesen Ansatz in meiner täglichen Arbeit bei PwC unterstützen kann.
Zusätzlich dazu besteht mein Arbeitsalltag derzeit aus vielen Meetings und Networking. Viele Projekte starten im September, sodass aktuell die Projekt-Teams dafür zusammengestellt werden. Das ist für mich die optimale Chance mich vorzustellen, um dann bald von meinen Projekten berichten zu können. Wichtig ist es dabei sich auf diese Gespräche vorzubereiten und aktuelle Themen vom Markt miteinzubringen. Wie wird sich die Versicherungswirtschaft weiterentwickeln? Welche Herausforderungen warten?

Doch auch die Freizeit mit den Kollegen kommt nicht zu kurz. Zwei Tage nach meiner Ankunft war ich mit meinen Kollegen ganz in der Nähe vom Office in einer Rooftop-Bar. Auch wenn das Bier in meinen Augen nicht so gut geschmeckt hat wie deutsches Bier, so hatten wir doch einen schönen Abend. Anschließend sind wir gemeinsam noch auf eine Party der Gay Pride Amsterdam gegangen. Die Pride ist eine Woche in Amsterdam Anfang August, in welcher die gesamte Stadt die LGBT-Community feiert. Dabei gibt es verschiedenste Veranstaltungen und Ausstellungen, die alle im Zusammenhang mit der LGBT-Community stehen. Die Canal Pride ist dabei der Abschluss und Höhepunkt der Pride. Dabei fahren verschiedene Schiffe von Vereinen und Unternehmen (auch PwC war mit einem Boot vertreten) durch die Grachten und dabei wird Musik gespielt und gefeiert. Ich habe mich dabei wie bei Fastnacht in Mainz gefühlt, die gesamte Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Das lässt sich mit Worten nicht beschreiben. In meinen Augen gibt es keinen besseren Grund zum gemeinsamen Feiern als für mehr Toleranz und Respekt.

                

Auch in meiner freien Zeit war ich bereits viel in Amsterdam unterwegs. Diese Stadt hat wirklich viel zu bieten. So war ich unter anderen im einem „Vintage Kilo“-Shop. Dort gibt es an der Kleidung keine Preisschilder, sondern am Ende zählt das Gewicht der jeweiligen Kleidungsstücke. Dabei habe ich einige Schätze gefunden, die ich gerne mit Euch teile. Zusätzlich möchte ich noch einige Impressionen von meinen Spaziergängen durch die Stadt:

      1.7IKVG Vintage Shopping II     1.9.KVG City Walk                

Mit einem kurzen Ein- und Ausblick in mein Apartment beende ich meinen ersten Blogartikel und freue mich schon sehr auf die nächsten Wochen. Dann startet mein Niederländisch-Kurs, sodass ich mich hier noch besser eingewöhnen kann auch wenn hier wirklich jeder Englisch spricht.  Bis dahin ist dann auch bestimmt der Alltag aus Amsterdam bei mir angekommen. Bis dahin viele Grüße aus der Malthusstraat in Amsterdam und bis bald,

 

Kim

 

   

 

Farewell from London

Ein halbes Jahr ist verflogen, mein Praktikum ist vorbei und ich bin zurück in Berlin. Da ich über die Zeit in London zugegebenermaßen nicht übermäßig schreibwütig war, werde ich nun versuchen, alle versprochenen Infos und meine wichtigsten Eindrücke in einem letzten Blogpost zusammenzufassen. Beginnen wir mit der Unterkunft.

Wie wohnt ein Stairway-Praktikant in London?

Die Kurzantwort (man entschuldige mir den stilistischen faux-pas): hammergeil! 6 min zum Tower of London, 10 min zur Tower Bridge, 3 min zum Monument of the Great Fire, 12 min zum Borough Market – was klingt wie der Ausgangspunkt für eine Stadtführung durch die City of London zu Fuß war tatsächlich für ein halbes Jahr mein Zuhause. Der einzige Nachteil: in der Gegend wohnt fast niemand. Es gibt hauptsächlich Büros, sodass sich die meisten umliegenden Restaurants bzgl. ihrer Öffnungszeiten an normalen Bürozeiten orientieren und entsprechend abends und am Wochenende geschlossen haben. Bei meiner Unterkunft handelte es sich um ein Serviced Apartment, also sehr ähnlich zu einem Hotel. Die kleine Zweizimmerwohnung war voll möbliert, hatte eine kleine, voll ausgestattete Küche mit Geschirrspüler, eine Waschmaschine, Klimaanlage und wurde einmal wöchentlich gereinigt. Geht es besser? Ich glaube kaum.

Die Londoner PwC-Offices

Drei Stück an der Zahl, allesamt super zentral gelegen.
Das größte Office ist jenes am Embankment Place – gegenüber vom London Eye und 5 min zu Fuß vom Trafalgar Square entfernt. Neun Stockwerke, riesengroß, mit zwei „Ecktürmen“, in denen sich Meetingräume mit einer grandiosen Aussicht über London befinden. In diesem Office war ich die meiste Zeit „stationiert“.
Das nächste Office befindet sich in More London, direkt neben dem Rathaus (der Form wegen auch „Motorradhelm“ genannt) und der Tower Bridge. Hier sitzen hauptsächlich die Kollegen aus dem Bereich Financial Services (Banken und Versicherungen).
Das dritte Londoner PwC-Office befindet sich in der Hay’s Galleria. Es ist das kleinste der drei Büros und da hier die Legal- und Tax-Kollegen arbeiten war ich nie dort.
In allen Offices gibt es hauptsächlich Open Space-Arbeitsplätze, wo die Schreibtische von Woche zu Woche neu gebucht werden müssen. Das hat den Vorteil, dass man innerhalb des Büros auch mal „herumkommt“ und auch andere Kollegen kennenlernt. Lediglich die Partner haben eigene Büros, die in deren Abwesenheit auch als Meetingräume dienen. Auf allen Etagen gibt es Breakout Areas mit Sitzgelegenheiten, Wasserspendern, sowie Kaffee- und Snackautomaten. Das Embankment Place-Office hat zudem noch eine ziemlich gute Kantine. Zwischen den beiden größeren Standorten gibt es zudem eine öffentliche Fährverbindung, für die PwC-Mitarbeiter werktags kostenlose Tickets erhalten können. So kann man den Trip zum Meeting im jeweils anderen Office gleich mit einer kostenlosen Sightseeing-Tour auf der Themse verbinden 😉
Prinzipiell ist es oft möglich, virtuell zu arbeiten – beispielsweise nach Absprache am Freitag von zu Hause. Ich persönlich fand es meistens dann doch angenehmer, das Team um sich herum zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgabenbereich

Wie in meinem letzten Post erwähnt, war ich in London Teil zweier Teams: Strategy & Transformation (S&T) und Emerging & Disruptive Technology (E&DT). Die Aufgabenbereiche dieser beiden Teams möchte ich euch gern erläutern und beispielhaft zwei Projekte vorstellen.

S&T hilft Kunden dabei, Risiken in ihren (Transformations-)Programmen zu identifizieren und basierend auf Good Practices entsprechende Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Das Spektrum reicht hier von der Strategiedefinition und -implementierung, über die Unterstützung bei Unternehmenszusammenschlüssen, bis hin zu Reviews von Projekten und Programmen. PwC fungiert hier quasi als „critical friend“, also als unabhängiger Berater, der die Situation des Kunden analysiert und Verbesserungspotenziale aufzeigt.

Beispielsweise habe ich am Review eines IT-Transformationsprogrammes mitgearbeitet. Das Programm befand sich in einer kritischen Phase kurz vor dem ersten (von mehreren) Rollouts. Durch ein Review der Projektdokumente (wie z.B. Projektbeschreibung, Business Case, Organigramme, Statusberichte …) verschaffte sich mein Team einen ersten Überblick über das Programm und stellte Arbeitshypothesen auf. Diese wurden anschließend in Interviews mit diversen Stakeholdern – von PMO bis zum CIO – und durch Hinzuziehen ergänzender Dokumentationen entweder bestätigt oder widerlegt. Wir konnten dem Kunden somit diejenigen Risiken aufzeigen, die den Projekterfolg akut gefährdeten und haben entsprechende Handlungsvorschläge abgeleitet, um diesen Risiken zu begegnen.

Das Team E&DT war zum Zeitpunkt meines Starts in London noch brandneu. Wie der Name schon vermuten lässt, arbeitet das Team mit neuen Technologien, wie beispielsweise Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) und Robotic Process Automation (RPA). Diese beiden stellten während meines Praktikums auch eindeutig den Fokus dar. Im Bereich Technology Risk hat dies zwei Dimensionen.
Erstens – nach außen gerichtet – geht es darum, den Kunden dabei zu helfen, diese neuen Technologien möglichst risikoarm in ihren Organisationen einzusetzen. Das stellt häufig eine Schwierigkeit dar, da in der Regel ein Kompromiss eingegangen werden muss. Um die (häufig unbekannten) Risiken zu kontrollieren, versuchen Organisationen, den Einsatz der Technologien zu reglementieren. Leider kann dies die Innovationskraft sehr einschränken und sollte daher gut durchdacht sein.
Zweitens – mit internem Fokus – sucht das Team nach Anwendungsmöglichkeiten neuer Technologien für die internen Prozesse, um diese effizienter zu gestalten oder gar neue Dienstleistungen zu ermöglichen. Als Beispiel sei hier das automatisierte Testen von SOX-Controls durch RPA-Tools genannt.

Mein spannendstes Projekt in diesem Bereich war eines, bei dessen Umsetzung ich letztlich leider gar nicht mehr unterstützen konnte. Wir wurden beauftragt, bei der Validierung von AI- und Automatisierungsinitiativen zu unterstützen. Auch wenn ich London kurz vor dem eigentlichen Projektbeginn verlassen habe, waren die Angebotserstellung und die Vorbereitungsphase überaus spannend. Das Projekt lag thematisch genau in der Schnittmenge der beiden Teams, in denen ich gearbeitet habe und beschäftigte sich grob mit der Fragestellung: „was muss beim Aufsetzen und bei der Durchführung eines AI-/Automatisierungsprogrammes beachtet werden, um die strategischen Ziele zu erfüllen?“.

Fazit

Zum Abschluss möchte ich mich bei meinen Kollegen bedanken, die mir immer mit ihrem Rat zur Seite standen. Ich weiß die Unterstützung, die ich während meiner Zeit in London erhalten habe, und die Verantwortung, die mir übertragen wurde, sehr zu schätzen. Es war mir eine Freude, mit solch hochmotivierten und kompetenten Kollegen zu arbeiten, die sich zudem immer die Zeit genommen haben, jegliche Fragen zu beantworten und ihr Wissen zu teilen. Ich stehe weiterhin mit den Kollegen im Kontakt und bin gespannt, wie sich Emerging and Disruptive Technology Risk in den kommenden Monaten entwickeln wird.

Ob ich das Stairway-Programm weiterempfehlen würde? Uneingeschränkt! Es war für mich wirklich eine Opportunity of a Lifetime!

NYE in NYC

Good morning New York,

von Frankfurt a.M. flog ich am 30.12.2017 nach New York, was mir ermöglichte Silvester im Big Apple zu feiern. Bevor ich die Reise antreten konnte, musste allerdings einiges vorbereitet werden. Folgend berichte ich euch von den Vorbereitungen und den ersten Tagen in den USA.

 

Persönliches

Mein Name ist Arasch und ich absolviere das PwC Stairway Praktikum im Bereich Assurance in McLean, USA für 4 Monate. Derzeit studiere ich International Management an der Bocconi Universität in Mailand, Italien und an der Fudan Universität in Shanghai, China. Hierbei handelt es sich um ein Doppelmaster-Programm, das mir ermöglicht jeweils 1 Jahr in Italien und China zu leben. Da ich bereits einige Arbeits- und Studienerfahrungen in Ostasien sammeln durfte, strebte ich ein Praktikum im “Westen” an. PwC bietet das wohl strukturierteste und umfassendste Programm für Auslandspraktika in seiner Industrie, weswegen ich mich für das Stairway Programm entschied.

Visum

Für das Praktikum in den USA benötigte ich ein J1-Visum. Die Vorbereitung des Visumantrags wird von PwC Deutschland und PwC US koordiniert, weswegen mir wenig Arbeit zufiel. Im Laufe der vergangenen Wochen war ich regelmäßig mit PwC US in Kontakt und sendete angefragte Informationen zu. Anschließend wurden mir Unterlagen von PwC US zugeschickt. Beim US-Konsulat musste ich diese vorlegen und einige Fragen beantworten. Zwar wurden mir aufgrund meines iranischen Hintergrunds sichtlich mehr Fragen als anderen Visa-Antragsteller gestellt, jedoch verlief alles problemlos, sodass mir mein Visum bereits am Ende des Gesprächs bestätigt wurde. Reisepass inclusive Visum erhielt ich innerhalb weniger Tage per Post zurück. Das Visum ermöglicht die Einreise bis zu 30 Tage vor Praktikumsstart, wovon ich Gebrauch gemacht habe.

Sonstige Vorbereitungen

Da das Stairway-Team meinen Aufenthalt in D.C. plante und vorbereitete, musste ich mich um kaum etwas kümmern. Über die Leistungen, die ich von PwC erhielt, erfahrt ihr mehr in meinem nächsten Eintrag. Letztlich musste ich lediglich meine Koffer packen und einen Flug buchen.

 

Erste Tage in den USA

Wie bereits erwähnt kann man mit dem Visum einige Zeit vor Praktikumsbeginn einreisen. Dies nutzte ich, um vor Arbeitsbeginn eine Woche in New York zu verbringen. Nach einer aufregenden Silvesterparty in Brooklyn zum Auftakt, nutzte ich die folgenden Tage um die Stadt zu erkunden und die “Must-Sees” (z.B. Empire State, Rockefeller, Statue of Liberty, The Metropolitan Museum of Art) zu besichtigen. Generell kann ich jedem empfehlen die bekannten Hauptattraktionen zu besichtigen. Hierbei gefiel mir das Metropolitan Museum of Art mit seinen historischen Kunstsammlungen am besten. Zudem genoss ich das ziellose flanieren in den Straßen New Yorks, wobei ich hier, aufgrund der eisigen Kälte (an der Ostküste herrschte der kälteste Winter seit Jahrzehnten), einige Pausen einlegen musste. New York City ist äußerst multikulturell und setzt sich aus Bevölkerungsgruppen verschiedenster Ethnien zusammen. Ob man es nun als „Melting Pot“ oder „Salad Bowl“ bezeichnen möchte sei jedem selbst überlassen. Fest steht jedoch, dass ich solch kulturelle Vielfalt in bisher keiner anderen Stadt erlebt habe.

Ich werde euch bald mehr von meinem Aufenthalt in den USA erzählen und euch Einblicke in meinem Arbeitsalltag in McLean geben.

Bis bald,

Euer Arasch

“Ich möchte mal in London arbeiten”

… das habe ich letztes Jahr als mein Ziel verkündet. Fast forward, gerade mal ein Jahr später. Ich sitze in meinem Appartment in der City of London und schreibe diesen Blog. Das ging schnell.

Vorstellung

Mein Name ist Jonas, 25 Jahre alt, aus Berlin, wo ich Wirtschaftsingenieurwesen im Master studiere. Nach Stationen in der Softwareentwicklung, bei einer Technologieberatung und im Business Development bei einem deutschen Industriekonzern, habe ich nun das Privileg, sechs Monate bei PwC in London zu verbringen.

Hier bin ich ein Teil des Teams Strategy and Transformation (S&T) im Bereich Technology Risk Assurance, für das Kundensegment London Top Tier (LTT; hauptsächlich Public Sector- und FTSE100-Kunden, ausgenommen Financial Services). Da ein Team allein aber natürlich langweilig wäre, werde ich zusätzlich im Team für Disruptive and Emerging Technology  arbeiten und die globale Entwicklung dieses Bereichs vorantreiben.

Vorbereitung

Nach erfolgreichem Auswahlworkshop und der Zusage im Sommer fingen die PwC-internen Mühlen an sich zu drehen und meinen Aufenthalt (und den der ca. 23 weiteren Auserwählten) vorzubereiten. Davon habe ich angenehmerweise herzlich wenig mitbekommen. Die gesamte Organisation wurde von unserem genialen Stairway-Team übernommen, sodass es meinerseits  lediglich ein paar Formulare auszufüllen und Dokumente bereitzustellen galt. Wenige Wochen vor Beginn meines Praktikums kam dann das OK für die Flugbuchung, kurz darauf wurde ich von der Housing Agency kontaktiert und durfte mir eine Unterkunft aussuchen. Am 2. September ging es fuer mich schliesslich mit reichlich Gepäck nach London, wo ich noch ein halbes Wochenende Zeit hatte, um anzukommen, mich einzuleben, und die Gegend zu Fuss zu erkunden.

Erste Woche bei PwC in London

An meinem ersten Arbeitstag wurde ich – nach einer kurzen HR-Einführung – von zwei Kollegen aus dem S&T-Team in Empfang genommen, durch das Büro geführt, vorgestellt. Schließlich gab es auch hier eine Einführung in das Aufgabenfeld, typische S&T-Projekte, regelmäßige Events etc. Den Rest der Woche galt es dann sich durch etliche Unterlagen zu lesen, dutzende Fragen zu stellen, und außerdem die Vorbereitung eines internen Events anzugehen. Der krönende Abschluss der Woche war dann der LTT Summer Ball – mit hervorragendem 3-Gänge-Menü, Tombola, Drinks, und Party. Zudem eine willkommene Gelegenheit, weitere Kollegen kennenzulernen, denn LTT ist mit gut 900 Mitarbeitern wenig überschaubar.

 

Bisherige Erkenntnisse

Nun arbeite ich also in London und bin gespannt, was die kommenden sechs Monate bringen werden. Ein paar Erkenntnisse über “Land und Leute” habe ich schon gewinnen können:

  1. Briten essen nicht – klingt komisch, ist aber (fast wirklich) so; Lunch wird gern mal übersprungen oder auf eine kleine Tüte Chips reduziert und wenn man abends im Pub landet, bleibt auch keine Zeit für Dinner.
  2. Den Briten geht es nicht etwa “gut”, sondern “not too bad”; alles andere ist dafür “brilliant”.
  3. Es ist immer grau, dafür regnet es seltener und ist wärmer als in Hamburg im Sommer. Der gelbe Regenschirm, der definitiv nicht aus How I Met Your Mother-Requisite entwendet wurde, dient mangels Einsatzmöglichkeiten also lediglich als Farbtupfer in meiner Business-Garderobe. Wer hätte damit gerechnet?

Alles Weitere zu den Londoner Offices, zu London, zum Aufgabenbereich, zur Wohnung in den kommenden Beiträgen.

Cheers

Jonas

¡Hola y Bienvenido a Madrid!

Hola a todos,

mein Name ist Max, ich bin 24 Jahre alt und einer der glücklichen PwC-Stairway-Praktikanten in diesem Jahr. An dieser Stelle werde ich euch in den nächsten vier Monaten von meinen Erfahrungen rund um mein Stairway-Praktikum in Madrid berichten.

Ankunft & Unterkunft

Cuatro Torres Business Area mit dem Torre PwC

Nach meiner Bewerbung im Februar, dem drauf folgenden Auswahlworkshop sowie eines interkulturellen Trainings ging es für mich am 30. August von Frankfurt aus endlich los in Richtung Spanien. Während sich in Deutschland die warmen Tage zu Ende neigten, fand ich mich, nach einer vergleichsweise kurzen Anreise, im 30ºC warmen Madrid und in dem von PwC organisierten Apartment wieder.

 

Dieses ist voll ausgestattet und liegt quasi nur einen Steinwurf vom Torre PwC, eines der höchsten Gebäude Europas und meinem Arbeitsplatz entfernt. Die Cuatro Torres Business Area, auf die ich von meinem Balkon aus einen direkten Blick habe, befindet sich etwas außerhalb des Stadtzentrums. Jedoch verfügt Madrid über ein hervorragendes Metro-Netz, so dass dieses von meinem Apartment aus, ebenfalls einfach und schnell zu erreichen ist.

 Büro & Arbeitsumfeld

Blick aus dem 39. Stock auf den Torre Cristal und den Madrider Norden

Mein erster Arbeitstag begann direkt mit einer kleinen Vorstellungsrunde mit meinen neuen Kollegen sowie dem für mich zuständigen Partner. Die nächsten vier Monate werde ich hier in der Service Line Tax in der Transfer Price Abteilung arbeiten. Dort werde ich vor allem mit Mandanten aus dem  Banken und Versicherungsbereich zu tun haben. Zwar konnte ich als Werkstudent und in Praktika schon Erfahrungen in der Steuerberatung sammeln, jedoch stellen praktische Verrechnungspreissachverhalte, ausserhalb der Vorlesung, ein absolutes Neuland für mich dar. Deshalb verbrachte ich die ersten Tage vor allem damit, mich in die Materie sowie die relevanten Normen und das dafür notwendige spanische Vokabular einzuarbeiten. Nach der ersten Orientierungsphase helfe ich momentan bei der Erstellung der notwendigen Verrechnungspreisdokumente für eine der grössten spanischen Banken.

Die Arbeitssprache in meiner Abteilung ist Spanisch, so dass ich meine Sprachkenntnisse auch im professionellen Umfeld verbessern kann. Anders als ich es aus Deutschland gewohnt bin, wird hier auf jeder Etage in drei großen Open Spaces,  sogenannten Cajas, gearbeitet. Dies wird  jedoch durch die einmaligen Aussicht aus dem 39. Stock auf Madrid und dessen Umland entschädigt. Mein Team ist vergleichsweise  jung und besteht zu meiner Überraschung mehrheitlich aus Anwälten.

Freizeit

Blick auf den Palacio Real

Da ich die meisten Sehenswürdigkeiten Madrids schon während meines Auslandssemesters in San Sebastián „abgearbeitet“ habe, konnte ich meine Freizeit bislang dazu nutzen die sonnigen Tage in den unzähligen Parks der Stadt zu genießen.

La Visage du Grand Masturbateur von Salvador Dalí

Zudem habe ich das Museo Nacional de Arte Reina Sofia besucht um dort unter anderem die Kunstwerke von Picasso und Salvador Dalí zu bewundern. Mein bisheriges Highlight war jedoch die finale Etappe der La Vuelta de España, das spanische Pendent zur Tour de France. Die Radprofis drehten hierbei mehrere Runden bis zum finalen Sprint durch die Madrider Innenstadt und lockten mich sowie tausende weitere Zuschauer an die Rennstrecke.

Finale Etappe der „La Vuelta“ am Plaza de Cibeles

Mit diesen ersten Eindrücken möchte ich mich vorerst von euch verabschieden. ¡Hasta la próxima!

Max

 

 

 

Kein Goodbye aber ein auf Wiedersehen aus Singapur

Mein Praktikum in Singapur ist nun auch schon fast zu Ende gegangen und ich kann definitv sagen, die Muehe bis hier herzukommen hat sich gelohnt. Rueckblickend hatte ich in der Zeit die Moeglichkeit sehr viel zu lernen – kulturell wie auch fachlich und auch mein Interesse fuer Asien habe ich entdeckt.

Die letzten Wochen vor meiner Abreise und seit meinem letzten Beitrag sind sehr schnell vergangen. Wir hatten beispielsweise vom German Business Network in Sinagpur eine Faschingsfeier, auf welcher wir mit deutschen Koestlichkeiten wie Krapfen, Brezen, Brot und Bier versorgt wurden. Ausserdem ist Iris, eine weitere Stairway Praktikantin, deren Videoblog ihr verfolgen koennt, zur Unterstuetzung angekommen. Zusammen sind wir auf meiner „Sinagpur – to do – Liste“ weiter voran gekommen um in meinen letzten und ihren ersten Wochen noch einmal kuturell moeglichst viel aufzuschnappen.

       

Singapur ist eine sehr gruene Stadt und hat demnach neben den Parks und Gaerten sogar eine Art Regenwald zu bieten, indem wir ein paar neugierigen Affen begegnet sind. Hier kommt man beim „Wandern“ richtig ins Schwitzen. Auch die Tempel und Moscheen Singapurs, von denen ich schon im ersten Beitrag berichtet habe, haben wir einmal richtig unter die Lupe genommen. Gekleidet mit den klassischen Umhaengen, waren wir dann auch gewappnet um in die verschiedenen Kulturen und Religionen einzutauchen.

Zudem hatten wir die Moeglichkeit an der alljaehrlichen Chingay Parade teilzunehmen. Dieses Event ist die groesste Umzugsparade Asiens. Das Wort Chingay ist aequivalent zu huang yi (妆艺) auf Manderin was so viel wie die Kunst der Kostueme und Masken bedeutet. Zugegebenermassen habe ich mich wie in Rio gefuehlt – auch wenn ich dort noch nie war. Ich muss wirklich sagen, die Parade war das Highlight von meinem Aufenthalt in Singapur!

Auch haben wir es zwischen der Arbeit geschafft noch ein Wochenendausflug nach Malaysia zu unternehmen. Also ihr merkt das „Aus Singapur kommst du nicht raus“ meiner Kollegen ist dann doch nicht so wahr. Melaka ist nur eine Busfahrt – welche jedoch ziemlich abenteuerlich sein kann – entfernt. Malaysia ist mit seinen Straenden, Sehenswuerdigkeiten und herzlichen Bewohnern und vorallem dem geschmackvollen Essen definitiv einen Besuch wert.

Um den Ausblick ueber Singapur die letzten Tage nocheinmal zu geniessen sind wir zusammen auf das Marina Bay – das Hotel in Form eines Schiffs, welches jeder Tourist mit Singapur verbindet – gegangen. Diese Aussicht hat mir nochmal gezeigt, warum ich mich fuer diese atemberaubende Stadt entschieden habe.

Hiermit moechte ich mich auch verabschieden und fuer die tatkraeftige Unterstuetzung seitens Deutschland wie auch Singapur bedanken, welche die Organisation meines Praktikums moeglich gemacht haben.

Ihr koennt euch allerdings auf weitere Updates aus Singapur von Iris freuen.

xoxo

Die letzten Tage in Großbritannien…

Hallo zusammen,

hier nochmal ein kurzes Update aus Großbritannien: Nun ist es bereits Mitte Februar und die Busy Season ist in vollem Gange. Das bedeutet natürlich, dass es jede Menge zu tun gibt, aber das Arbeiten in meinem Prüfungsteam macht jede Menge Spaß und es herrscht ein tolles Arbeitsklima. Außerdem entschädigt der Blick von meinem Arbeitsplatz, dass es auch mal etwas länger werden kann, insbesondere wenn tagtäglich die letzten Sonnenstrahlen über London verblassen.

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Die Wochenenden nutze ich nach wie vor um London zu erkunden. Auch nach über 2 Monate finden sich noch genügend neue Plätze und ich bin immer wieder erstaunt, wie viel diese Stadt zu bieten hat. Umso trauriger schaue ich natürlich dem Ende meines Praktikums entgegen, schließlich endet mein Assignment bereits in 2 Wochen. Bereits jetzt kann ich sagen, dass ich die Zeit hier sehr genossen habe und London einfach eine unglaublich tolle und aufregende Stadt ist, die einen unglaublich schnell in seinen Bann ziehen kann.

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Beste Grüße aus Uxbridge!

New Year’s Eve in London

Hallo zusammen,

wie in meinem ersten Beitrag versprochen, möchte ich noch etwas über die bereits vergangene Weihnachtszeit, aber auch den folgenden Jahreswechsel in London berichten. Die Adventszeit kam hier etwas bunter und beleuchteter daher als in Deutschland. Überall konnte man blinkende und flackernde Lichtspiele an Tannenbäumen, Gebäuden und Laternen sehen. Ähnlich war auch ‘Winter Wonderland’ im Hyde Park, eine Art Weihnachtsmarkt, den ich natürlich gesehen haben wollte. Überrascht war ich dabei sowohl von der Größe als auch den zahlreichen Fahrgeschäften inklusive Achterbahn und freiem Fall. Für meine persönliche Erheiterung sorgte jedoch ein Stand, an dem es augenscheinlich „Essen was schmeckt“ und „Trinken was gut ist“ aus Deutschland gab. Übrigens bei weitem nicht der einzige Stand der etwas mit deutschen Klischees spielte, sehr zu meiner Ermunterung.

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Ein absolutes Highlight meiner Zeit in London, das kann ich jetzt bereits sagen, war der Silvesterabend. Gemeinsam mit Freunden entschied ich mich dafür, das „New Years Firework“ an der Themse anzusehen, für das man bereits weit im Voraus Karten kaufen musste. Dafür wurde man auch nicht enttäuscht. Bereits 23:00 Uhr hatten wir uns auf der Westminster Bridge eingefunden, mit besten Blick auf Westminster Abbey, das London Eye und all die anderen beleuchteten Sehenswürdigkeiten entlang der Themse. Um Punkt Mitternacht läutete Big Ben zwölf Mal, danach startete ein absolut spektakuläres Feuerwerk, welches auch die geposteten Fotos kaum wiedergeben können. Von Schiffen auf der Themse und dem London Eye stieg ca. 15 Minuten eine Rakete nach der anderen auf, genau choreographiert und abgestimmt auf die Hintergrundmusik. Und das alles vor der Kulisse Londons. Ein für mich wirklich ganz besonderes Erlebnis.

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Auch beim meinen ersten Mandanteneinsatz im Januar schaute ich nicht schlecht, als ich in einem nahezu komplett gläsernen Fahrstuhl in den 35. Stock, mit besten Blick auf die Innenstadt, fuhr. Pech allerdings für einen meiner Kollegen, der sich an diesem Morgen mit mir im Fahrstuhl befand und etwas panisch schaute. Wie sich herausstellte litt er unter Höhenangst, stand die Woche jedoch tapfer durch.

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Zum Abschluss noch zwei Bilder meiner Stadterkundungen: Zur Linken die St Andrew Church vor 30 St Mary Axe („the gherkin“) und zur Rechten meine Wenigkeit auf dem Piccadilly Circus.

Bis bald,

Max