Work, Work und Abschied aus Prag

Ahoj,

nun melde ich mich mit meinem zweiten und leider auch letzten Blogeintrag zurück. Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen und Einschränkungen durch das Corona-Virus in Europa und der Welt wurden wir Stairway-Praktis gebeten nach Deutschland zurückzukehren.

Nichtsdestotrotz vergingen die Wochen vor der Abreise wie im Flug, es gab immer viel zu tun und zu erleben. Die Highlights and weitere interessante Infos möchte ich im Folgenden mit euch teilen.

Abwechslungsreicher Arbeitsalltag mit vielen Einblicken

Ähnlich zu meinen ersten Wochen durfte ich den vergangenen Wochen weiterhin bei Prüfungen in verschiedensten Branchen mitwirken, der Mix reichte vom Lebensmitteleinzelhandel, über den Dienstleistungssektor, bis hin zu einem Werkzeughersteller. Zudem war ich über die Faschingstage bei einem Automobilzulieferer vor Ort. Auch wenn Fasching in Tschechien nicht gefeiert wird, brachte ein Kollege super leckere selbstgebackene polnische Pączki (Kreppel/Krapfen), gefüllt mit Marmelade, mit! Das war definitiv das Highlight des Tages.

Unser Büro bei einem Mandanten

Was mir bei fast allen Mandaten bisher auffiel, war, dass viele Kollegen gar nicht im Anzug zum Mandanten kommen, wie ich es zunächst erwartet hatte. Stattdessen war es völlig in Ordnung im Hemd und einer guten Hose zur Arbeit zu gehen.

Nach mittlerweile vielen Prüfungsmandaten bei verschiedenen Unternehmen habe ich ein kleines Merkmal der tschechischen Rechnungslegung zu schätzen gelernt: Es gibt einen gesetzlich standardisierten Kontenplan für alle Unternehmen. Für mich bedeutete dies, dass ich es leichter war sich in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zurechtzufinden, vor allem, wenn die Kontenbezeichnungen einen tschechischen Namen hatten.

Apropos tschechische Sprache: Ein paar Wörter kenne ich mittlerweile, jedoch bin ich sehr froh, dass wir unsere Prüfungshandlungen auf Englisch dokumentieren – andernfalls könnte meine Aufzeichnungen sonst wohl auch keiner mehr verstehen.

Prager PwC-Office

Erkundungstour in Prag und Innovationen beim Barkeeping

Das Wetter an meinen letzten Wochenenden in Prag ist häufig richtig gut gewesen. Besonders passend war es daher, dass mich Freunde und Familie besucht haben und wir mit Sonnenschein die Stadt erkunden konnten. Pflichtbesuche waren neben dem Schlendern über die Karlsbrücke auch der Besuch der Prager Burg und des Veitsdoms.

Blick auf Prag vom Turm des Klementinums

Bei Tschechen ist Eishockey recht beliebt, daher habe ich dies als Anlass genommen, mit zwei Freunden das Spiel von Sparta Prag gegen Fastav Zlín anzuschauen. Wir saßen zwar im Familienblock, während so mancher Spielphase merkte man davon aber wenig, die Leute feuerten ihre Teams an und verkündeten lautstark ihre Meinung.

Abends kann man in Prag gut weggehen und was erleben. Ein innovatives Detail bei einem Clubbesuch war neben den Dancefloors und der Musik ein Barkeeping-Roboter. Auf einem Display konnte man seinen Cocktail bestellen und beim Mixen zwei Roboterarmen zuschauen. Lediglich die Lieferung an den Tisch geschah analog durch eine Bedienung.

Eishockeyspiel Sparta Prag gegen Fastav Zlín

Barkeeping-Roboter

 

 

 

 

 

 

 

Einige Tage vor meiner Abreise bin ich bei einer Expat-Gruppe in den sozialen Netzwerken auf den Aufruf von ehemaligen Schwimmern aufmerksam geworden, die sich regelmäßig zum Training treffen. Zweimal konnten wir uns noch zum Trainieren treffen, bevor die Schwimmbäder geschlossen wurden. Nichtsdestotrotz war es wirklich lohnend, sich in solchen Gruppen zu vernetzen, um dadurch weitere Leute kennenzulernen.

Arbeiten während der Coronakrise und der Abschied aus Prag

Nachdem die Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer mehr zunahmen, wurden wir von PwC bereits gebeten aus dem Homeoffice zu arbeiten. Glücklicherweise ging das alles reibungslos, man ist es bei PwC ohnehin gewohnt außerhalb des Büros zu arbeiten. Natürlich fehlt im Homeoffice das Gespräch „zwischendurch“ mit den Kollegen. Durch morgendliche Telefonkonferenzen mit den Prüfungsteams sowie dem laufenden Coaching während des Tages wurde dies jedoch so gut wie möglich ausgeglichen.

Die Nachricht über die bevorstehende Abreise aus Prag hatte sich bereits angebahnt, als die Grenzschließungen Tschechiens verkündet wurden und vor ihrer Umsetzung standen. Da mein Rückflug gestrichen wurde, bin ich schließlich mit dem Zug zur Grenzstadt Cheb (Eger) gefahren und habe die Grenze nach Deutschland zu Fuß überquert (grenzüberschreitender Verkehr war eingestellt gewesen). Es war ein spannendes Erlebnis, das ich in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Danke an dieser Stelle an das Stairway-Team für die Unterstützung!

Sonnenuntergang bei der Ausreise

Seit meiner Rückkehr nach Deutschland arbeite ich weiterhin aus dem Homeoffice heraus, es war glücklicherweise möglich, dass ich die verbleibenden Wochen des Praktikums noch planmäßig fortführen kann.

Mein Fazit über mein Stairway-Praktikum in Prag

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht, es war eine tolle Zeit, die ich definitiv vermissen werde. Die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, waren großartig, die Kolleginnen und Kollegen sowie die vielen anderen Menschen, die ich kennengelernt habe, waren inspirierend, freundlich und offen.

Privat vermisse ich bereits die kleinen Dinge, die Prag für mich mit ausmachen: Sei es eine Fahrt mit den alten Straßenbahnen und deren Ansagen, das Verwenden tschechischer Gruß- und Abschiedsformeln. Oder auch das deftige Essen mit den Braten und Klößen sowie das tschechische Bier, üblicherweise serviert mit sehr viel Schaum.

Abschließend kann ich wirklich jedem raten, Erfahrungen im Ausland zu sammeln, sei es im Rahmen eines Praktikums oder letztlich über ein Auslandssemester an der Hochschule. Ich würde sagen, dass man lernt, sich schneller auf neue Situationen einzustellen, seinen eigenen Horizont erweitert, öfters mal die Komfortzone verlassen muss und dabei offener für neue Dinge wird. Und in meinem Fall freue ich mich sehr, Freunde und Kollegen in Tschechien kennengelernt zu haben, die ich beim nächsten Besuch wiedersehen kann.

Solltet ihr vor dem Schritt stehen für eine Zeit ins Ausland zu gehen – tut es, der erste Schritt mag manchmal als der schwerste Schritt scheinen, es lohnt sich aber!

Bleibt gesund, na shledanou!

Max

Dobrý den aus Prag

Hallo zusammen,

ich heiße Max, bin 23 Jahre alt und mache seit Anfang Januar ein Praktikum in den Inbound-Services der Service Line Assurance in Prag bei PwC Tschechien. Bis Ende April werde ich hier tätig sein, mit dem Blog versuche ich euch ein paar Einblicke in meinen Alltag zu geben.

Mein Start und die ersten Arbeitswochen in Prag

Der Start hier in Prag hätte nicht reibungsloser klappen können, das Global Mobility Team von PwC kümmerte sich wirklich um alles – von den Formalia nötiger Anmeldungen in Tschechien, über die Unterkunft bis hin zur Anreise. Daher konnte ich an meinem ersten Arbeitstag direkt mit einigen Schulungen starten und darüber hinaus bereits Kollegen kennenlernen.

Zunächst noch kurz ein paar Worte zur Inbound-Abteilung, in der ich arbeite: Zahlreiche internationale Unternehmen sind auch in der Tschechischen Republik tätig, die Inbound-Prüfung übernimmt unter anderem die Prüfung der Jahresabschlüsse dieser Töchter.

Lange war ich nicht im Büro, bereits am dritten Tag durfte ich zur Prüfung der tschechischen Tochter eines Logistikkonzerns mit. Dort standen mir zum Glück die Kolleginnen und Kollegen bei anfänglichen Fragen zur Bedienung der Prüfungssoftware mit Rat und Tat zur Seite.

Nach wenigen Tagen auf diesem Mandat ging es weiter zur Prüfung eines französischen Unternehmens, das seine Financeabteilung nach Prag verlagert hat. Bei vielen Unternehmen gewinnt die Einrichtung sogenannter „Shared Service Center“ (SSC) zunehmend an Beliebtheit, sicherlich werde ich daher während meines Praktikums nochmals bei einer solchen SSC-Prüfung eingesetzt werden.

Die meiste Zeit im Januar habe ich bei einer Prüfung eines Bergbauunternehmens außerhalb von Prag verbracht. Zwei Wochen war unser Team hierfür im Hotel. Nach der Arbeit sind wir häufig was essen gegangen, sodass ich die anderen Teammitglieder auch neben der Arbeit noch etwas kennenlernen konnte. Einmal waren wir zusammen in einem Sportkurs im Fitnessstudio, was ziemlich anstrengend war, aber viel Spaß gemacht hat!

Abendessen mit den Kollegen

Trotz der unterschiedlichen Branchen und Projekte, in denen ich bisher mitgewirkt habe, hatten alle drei gemeinsam, dass die Teams immer aus verschiedenen Kolleginnen und Kollegen bestanden, die häufig ein Mix unterschiedlichster Nationalitäten waren. Wirklich spannend, manche Dinge einmal von einer anderen kulturellen Perspektive zu betrachten!

Freizeit

Die Reisetätigkeit im beruflichen Alltag setzt sich bei mir auch im Privaten fort. An den Wochenenden unternehme ich meistens etwas, bisher waren diese Aktivitäten überwiegend außerhalb von Prag. Den Besuch der Sehenswürdigkeiten in Prag werde ich mir noch ein bisschen aufheben, da ich in nächster Zeit Besuch aus Deutschland bekomme, mit dem ich dies dann nachholen werde. Von außen habe ich dennoch viele Sehenswürdigkeiten erkundet.

Astronomische Uhr in Prag

Blick auf Prag

 

 

 

 

 

 

 

Meine bisherigen Ausflüge außerhalb Prags führten mich in Städte, die von hier aus gut zu erreichen waren. So war ich Mitte Januar in Dresden, habe mir dort die Sehenswürdigkeiten wie etwa die Semperoper und die Frauenkirche angeschaut. An einem anderen Wochenende bin ich in den böhmischen Wäldern von Karlštejn bis nach Beroun gewandert. Die Landschaft war zugegebenermaßen etwas trist und eintönig, dafür war es sehr ruhig, vom Klopfen zahlreicher Spechte mal abgesehen.

Frauenkirche in Dresden

Wandern in der Nähe von Karlštejn

 

 

 

 

 

 

 

Gute (Nacht-)Busverbindungen nach Polen brachten mich auf die Idee, mir dort einige Städte anzuschauen. Daher ging es unter anderem nach Kattowitz, in die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau sowie nach Krakau. Wie auch in Kattowitz gab es in Krakau ebenfalls noch sehr viel Weihnachtsdekoration in der Stadt und den Einkaufspassagen. Man könnte denken, Weihnachten stehe erst noch vor der Tür.

Krakau Cloth Hall am Marktplatz

Königsschloss auf dem Wawel in Krakau

 

 

 

 

 

 

 

In wenigen Wochen werde ich mich mit meinem zweiten Blogeintrag melden und euch mehr über Tschechien und meine Erlebnisse hier berichten.

Na shledanou!

Max

Goodbye D.C.

Hi zusammen,

nach 4 spannenden Monaten bei PwC McLean bin ich vor einigen Tagen nach Deutschland zurückgereist. Gerne möchte ich euch meine persönlichen Höhepunkte mitteilen.

Inter-industrielle Erfahrung

Während meines Praktikums habe ich den Jahresabschluss von drei Klienten, die in verschiedenen Industrien tätig sind, begleitet. Der erste Klient war ein großer Automobilkonzern während mein letzter Klient ein mittelgroßer Telekommunikationsdienstleister war. Da sich die Klienten derartig unterschieden, war meine Arbeit stets abwechslungsreich und vielseitig. Zudem genoss ich die Möglichkeit, in einer kurzen Zeit verschiedene Industrien kennenzulernen.

Kultureller Input

Das Praktikum ermöglichte mir, eine neue Kultur kennenzulernen und zu verstehen. Dies wurde durch die Teamzusammensetzung entscheidend verstärkt. Da alle meine Kollegen/innen US-Amerikaner waren, war ich stets der einzige Ausländer in den Projektteams. Die enge Zusammenarbeit mit meinen Arbeitskollegen/innen ermöglichte mir, die heimische (Arbeits-) Kultur tiefgründig zu verstehen. Dies betrachte ich als sehr gewinnbringend.

Reisen

Während meines Praktikums konnte ich auch einige Städtetrips machen. Am spannendsten empfand ich meine Trips nach New York und Philadelphia. Die jeweiligen Städte unterscheiden sich voneinander sehr, sodass ich stets neue Eindrücke von Amerikas Ostküste gewinnen konnte. Beispielsweise empfand ich New York als eher hektisch und schnelllebig, während der Alltag in Washington D.C. eher lockerer und ruhiger ist. Natürlich gibt es auch große Unterschiede bezüglich des Stadtbildes. Meine Trips ermöglichten mir, ein gutes Gefühl über die Ostküste Amerikas zu erhalten.

Während meines Praktikums bei PwC McLean konnte ich noch viele weitere Erfahrungen sammeln. Ich bedanke mich herzlich bei dem PwC Stairway Team für diese gewinnbringende Zeit und die tolle Unterstützung!

Bis bald,

Euer Arasch

Umzug nach Washington

Hi zusammen,

nachdem ich die ersten Tage in New York City verbrachte, nehme ich nun den Bus nach Washington D.C.. Dort wohne ich für die Dauer meines Praktikums, das ich im McLean Office von PwC absolviere. Heute berichte ich euch von den Leistungen, die ich im Rahmen des Praktikums erhalte, den Arbeitsalltag bei PwC, und über die heimische Esskultur.

 

Leistungen von PwC

Ihr kennt sicherlich den gewöhnlichen Stress vor Auslandsaufenthalten: Die Wohnungssuche kann sehr zeitaufwendig und kompliziert sein, eine Auslandsversicherung muss abgeschlossen und Koffer gepackt werden. Eure Koffer müsst ihr selbst packen – alles andere übernimmt PwC. Nach meiner Ankunft in Washington D.C., wurde ich von einem persönlichen Chauffeur abgeholt. Dieser fuhr mich direkt zu einer Autovermietung, wo ich meinen Mietwagen entgegennahm. Danach fuhr ich zu meinem Apartment, welches meine Vorstellungen um Weitem übertraf. Meine Unterkunft ist sehr geräumig und beinhaltet unter anderem ein Ankleidezimmer, Waschmaschine, Trockner und einen Fernseher. Zudem beinhaltet die Residency ein sehr modernes 24 hours Gym, das ich regelmäßig nutze.

Arbeitsalltag

In der ersten Praktikumswoche besuchten alle neuen Praktikanten aus der Washington Metro Area Trainingskurse im PwC Office. Dies war sehr hilfreich, um mit den Systemen von PwC familiär zu werden. Zudem konnte ich viele Kontakte zu anderen Praktikanten knüpfen. Trotzdem freute ich mich, als das Training beendet war und ich „on the job“ Erfahrungen sammeln konnte. Während meines Praktikums werde ich den Jahresabschluss von drei Klienten begleiten. Diese haben sehr unterschiedliche Unternehmensstrukturen, welches meine Arbeit sehr abwechslungsreich und spannend macht. Während der erste Klient ein großer deutscher Konzern war, führe ich gerade die Prüfung eines mittelgroßen amerikanischen Unternehmens durch. Die gesamte Arbeitszeit wird beim Klienten verbracht, sodass ich das PwC Office schon lange nicht mehr besucht habe.

Esskultur

Das Land hat deutlich mehr zu bieten als Burger, Fries und Hot Dog. Trotzdem wurde mir schnell deutlich, dass Fastfood eine große Stellung innerhalb der amerikanischen Esskultur hat. Die ersten Tage genoss ich das amerikanische Fastfood und „ging von Hot Dog zu Burger“. Dies änderte sich aber relativ schnell, und ich hielt erfolgreich Ausschau nach Alternativen. Die Diversität der Bevölkerung spiegelt sich in der Vielfalt der Restaurants wider. Meinen Hunger nach iranischen und afghanischen Köstlichkeiten kann ich in Washington D.C. problemlos stillen. Ich bin sehr überrascht über die vielen afghanischen Restaurants in der Hauptstadt. So stieß ich im Internet auf die Website „Best 10 Afghan Restaurants in DC“. Es gibt also zumindest genug Restaurants, um eine Best-of-Liste herzustellen. Weitere Migrantengruppen beeinflussen die kulinarische Landschaft, sodass es unter anderem viele mexikanische, äthiopische und italienische Restaurants gibt.

Ich werde in wenigen Wochen weitere Erfahrungen mit euch teilen, und hoffe, ihr startet gut in den Frühling.

Bis bald,

Euer Arasch

¡Hola y Bienvenido a Madrid!

Hola a todos,

mein Name ist Max, ich bin 24 Jahre alt und einer der glücklichen PwC-Stairway-Praktikanten in diesem Jahr. An dieser Stelle werde ich euch in den nächsten vier Monaten von meinen Erfahrungen rund um mein Stairway-Praktikum in Madrid berichten.

Ankunft & Unterkunft

Cuatro Torres Business Area mit dem Torre PwC

Nach meiner Bewerbung im Februar, dem drauf folgenden Auswahlworkshop sowie eines interkulturellen Trainings ging es für mich am 30. August von Frankfurt aus endlich los in Richtung Spanien. Während sich in Deutschland die warmen Tage zu Ende neigten, fand ich mich, nach einer vergleichsweise kurzen Anreise, im 30ºC warmen Madrid und in dem von PwC organisierten Apartment wieder.

 

Dieses ist voll ausgestattet und liegt quasi nur einen Steinwurf vom Torre PwC, eines der höchsten Gebäude Europas und meinem Arbeitsplatz entfernt. Die Cuatro Torres Business Area, auf die ich von meinem Balkon aus einen direkten Blick habe, befindet sich etwas außerhalb des Stadtzentrums. Jedoch verfügt Madrid über ein hervorragendes Metro-Netz, so dass dieses von meinem Apartment aus, ebenfalls einfach und schnell zu erreichen ist.

 Büro & Arbeitsumfeld

Blick aus dem 39. Stock auf den Torre Cristal und den Madrider Norden

Mein erster Arbeitstag begann direkt mit einer kleinen Vorstellungsrunde mit meinen neuen Kollegen sowie dem für mich zuständigen Partner. Die nächsten vier Monate werde ich hier in der Service Line Tax in der Transfer Price Abteilung arbeiten. Dort werde ich vor allem mit Mandanten aus dem  Banken und Versicherungsbereich zu tun haben. Zwar konnte ich als Werkstudent und in Praktika schon Erfahrungen in der Steuerberatung sammeln, jedoch stellen praktische Verrechnungspreissachverhalte, ausserhalb der Vorlesung, ein absolutes Neuland für mich dar. Deshalb verbrachte ich die ersten Tage vor allem damit, mich in die Materie sowie die relevanten Normen und das dafür notwendige spanische Vokabular einzuarbeiten. Nach der ersten Orientierungsphase helfe ich momentan bei der Erstellung der notwendigen Verrechnungspreisdokumente für eine der grössten spanischen Banken.

Die Arbeitssprache in meiner Abteilung ist Spanisch, so dass ich meine Sprachkenntnisse auch im professionellen Umfeld verbessern kann. Anders als ich es aus Deutschland gewohnt bin, wird hier auf jeder Etage in drei großen Open Spaces,  sogenannten Cajas, gearbeitet. Dies wird  jedoch durch die einmaligen Aussicht aus dem 39. Stock auf Madrid und dessen Umland entschädigt. Mein Team ist vergleichsweise  jung und besteht zu meiner Überraschung mehrheitlich aus Anwälten.

Freizeit

Blick auf den Palacio Real

Da ich die meisten Sehenswürdigkeiten Madrids schon während meines Auslandssemesters in San Sebastián „abgearbeitet“ habe, konnte ich meine Freizeit bislang dazu nutzen die sonnigen Tage in den unzähligen Parks der Stadt zu genießen.

La Visage du Grand Masturbateur von Salvador Dalí

Zudem habe ich das Museo Nacional de Arte Reina Sofia besucht um dort unter anderem die Kunstwerke von Picasso und Salvador Dalí zu bewundern. Mein bisheriges Highlight war jedoch die finale Etappe der La Vuelta de España, das spanische Pendent zur Tour de France. Die Radprofis drehten hierbei mehrere Runden bis zum finalen Sprint durch die Madrider Innenstadt und lockten mich sowie tausende weitere Zuschauer an die Rennstrecke.

Finale Etappe der „La Vuelta“ am Plaza de Cibeles

Mit diesen ersten Eindrücken möchte ich mich vorerst von euch verabschieden. ¡Hasta la próxima!

Max

 

 

 

Aus Singapur kommst du nicht raus – eine Stadt mit vielen Gesichtern

Aus Singapur kommst du nicht raus – das waren die ersten Worte meiner PwC- Kollegen in Singapur. Etwas noerdlich weiter auf dem Globus bist du schon in Malaysia, in die anderen Himmelsrichtungen landest du sehr schnell im Ozean oder auf den zahlreichen, kleinen indonesischen Inseln – aber dazu spaeter mehr.

33 Grad – 20 Uhr – Ich. Am Flughafen. In einer grossen Stadt. Ziemlich nervoes. Mit einem Koffer bepackt. Wartend auf meinen Taxifahrer. Dieser meinte nach dem Einsteigen erst einmal zu mir: Keine Sorge – Singapur ist eine sichere Stadt. So sauber und ordentlich wie ein gebügeltes Hemd.

Und damit hatte er recht. Singapur gilt als eine der saubersten und vor allem auch sichersten Staedte der Welt. Ein Grund mehr, sich den Stadtstaat einmal genauer anzusehen, was ich in den letzten Wochen auch getan habe. Diese Stadt hat eine Vielfalt zu bieten, die fast keine andere Stadt uebertreffen kann.

Sentosa, eine Strandoase mitten in Singapur, welche man mit einer Seilbahn erreichen kann. Dieser Teil von Singapur gleicht mit seinen Universal Studios, einem Aquarium sowie Wasserpark einem Freizeitpark fuer Erwachsene. Ein paar Schritte weiter gelangt man nach Chinatown und Little India mit ihren Tempeln und Moscheen, dem Geruch von Gewuerzen, Curry, ueberstaeht mit bunten Haeusern und unzaehligen kleinen Restaurants sowie Shops mit Souvenirs und Apotheken mit traditionellen chinesischen Arzneimitteln. Im Gegensatz hierzu findet man Gebauede, welche futuristischer nicht sein koennten und mitten hindurch fliesst der Singapur River, der zur Bootsfahrt und naechtlichen Spaziergaengen einlaed.

                    

Fuer die Shoppingverrueckten unter uns ist die Orchard Road perfekt – hier kannst du shoppen, bis der Arzt kommt – und wenn du einmal etwas Erholung und Natur brauchst stehen in Sinagpur zahlreiche Parks, wie der Orchideen Garden, der botanische Garten, oder auch der East Coast Park, ein Park direkt am Meer zur verfuegung. Diese beiten eine tolle Moeglichkeit aus der Stadt heraus zu kommen.

Meine Liste an to do’s in Singapur koennte wahrscheinlich einmal den Globus ueberrunden, aber Vorsicht hier gibt es auch einige DON’Ts. Verboten sind in den oeffentlichen Verkehrsmitteln zum Beispiel Kaugummis sowie Essen, Trinken und Durions (auf Grund ihres strengen Geruchs, jedoch definitv einen Versuch wert – diese Frucht wirst du in Europa nicht zu probieren und zu riechen bekommen). Zudem herrscht Linksverkehr – und das nicht nur im Strassenverkehr, nein auch auf Gehwegen und Rolltreppen.

An den Wochenenden habe ich mir die Zeit genommen, raus aus dem stressigen Arbeitsalltag zu kommen und habe mit der Faehre die benachbarten indonesischen Inseln erkundet: Batam und Bintan. So viele Gegensaetze wie auf Batam habe ich selten gesehen: Von Urlaubsresorts, ueber 4- koepfigen Familien auf Rollern, Affen am Strand bis hin zu Einheimischenwohnungen – die ein Europaer eher als Slum bezeichnen wuerde. Aber vorallem Bintan bietet mit seinen Traumstraenden ein echtes Wochenendziel zum Entspannen – Schnorcheln an den Korallenriffen, Mangroven Touren, blaues Wasser und Sonnenaufgaenge, die du niemals vergessen wirst. Die Natur hat hier einiges zu bieten – unter Umstaenden auch einzigartige Naturphaenomene, wie einen Tornado am Himmel.

Wer in Singapur bleiben will: Kusu Island, St. John`s Island oder Pulau Ubin sind definitiv einen Besuch wert. Diese Inseln laden zum Fahrradfahren und Relaxen an den Standstraenden ein.

„Schnappe kulturell so viel wie moeglich auf.“ – Das war meine Devise bevor ich hier hergekommen bin und diese Moeglichkeit hatte ich vorallem waehrend des Chinese New Years. CNY wird hier gleich eine ganze Woche mit einer Vielfalt an Essen, Feuerwerk und Strassenfesten gefeiert. Auch in der Firma, welche ich geprueft habe, hatte ich die Moeglichkeit eine CNY-Feier mitzuerleben.

Nach all dem Schwaermen nun noch ein paar praktische Tips. Die Visabeantragung ist sehr problemlos. Es muessen nur ein paar Dokumente in Deutschland auf der Webseite des Ministerium of Manpower  MOM ausgefuellt und nach Ankunft in Singapur ein Termin dort ausgemacht werden um das finale Visum zu erhalten – hierbei koennen auch die HR Kollegen vor Ort behilflich sein, welche sehr freundlich und sachkundig sind.

Laufen ist in Singapur auf Grund der Temperaturen unter Umstaenden mit etwas Schweiss verbunden – wer dies umgehen moechte kann sich einfach eine Easy Link Karte kaufen, mit welcher alle Bussen und U-Bahnen genutzt werden koennen. Das Verkehrsnetz in Singapur ist sehr komfortabel, Taxis sind jedoch auch reichlich vorhanden und bezahlbar.

Das Office ist nahe Chinatown – zentral in Singapur und ist von deiner Unterkunft in 25 Minuten per Fuss zu erreichen. Die Wohnung laesst keine Wuensche offen: moebliert mit Buegelbrett, Buegeleisen und Handtuechern, eine Servicekraft, welche sich um die Sauberkeit kuemmert, perfekt Lage nahe des Fort Canning Parks und des Clarke quay, welcher mit traumhaften Ambiente und zahlreichen Restaurants und Bars viele Touristen anlockt und das Highlight ein Pool und kleines Fitnessstudio.

Vor dem ersten Tag braucht ihr auch nicht nervoes sein. Mit Laptop und Schreibutensilien ausgestattet hatte ich am ersten Tage erst einmal ein „Get-together“ und eine Assurance Schulung bevor es am naechsten Tag schon los zum Mandanten ging…

Ein letztes Wort von mir – vom anderen Ende der Welt.

Spuehrt ihr das Kribbeln in den Fingern?

Die Zeit ist noch nicht abgelaufen – nehmt diese Erfahrung mit. Bewerbt euch – es lohnt sich!

Wenn nicht jetzt wann dann?

 

Spring in London

London_Sunset_Tower-Bridge
London am Wochenende bei 23 °C am Themseufer genießen – definitiv empfehlenswert 😉 Das Bild entstand gestern Abend, als ich mit ein paar Freunden in Southwark unterwegs war. ‚The Angel‘-Pub lässt grüßen!

Seit meinem letzten Blogeintrag sind nur wenige Wochen vergangen, doch ich kann schon wieder einiges aus der englischen Hauptstadt berichten: Zunächst erstmal über die Arbeit, danach über das Vergnügen 😉

In der letzten Aprilwoche nahm ich in Central London an einer PwC Einstiegs-Schulung für den Bereich Assurance teil. Zugegen waren allesamt Newjoiner, die erst kürzlich bei verschiedenen PwC Offices in und um London herum angefangen hatten. Der Einstiegszeit in der LoS Assurance ist standardmäßig mit einem Studium zum A.C.A. (Associate Chartered Accountant) verbunden, so dass die Newjoiner regelmäßig Zeit an der Uni verbringen und sich dort auf ihre erforderlichen exams vorbereiten. Ich teile dieses Vergnügen nicht und bin dadurch zu 100% im praktischen Einsatz für die Londoner Audit-Mandanten 😉
Seit meiner Ankunft habe ich nun schon an insgesamt 5 verschiedenePrüfungen teilgenommen, meist im Team vor Ort beim jeweiligen Unternehmen. Die verschiedenen Geschäftsbereiche, die ich dabei kennenlerne, sind äußerst spannend und interessant zu durchleuchten. Allerdings kann es zum Teil etwas anstrengend sein, sich innerhalb kürzester Zeit mit englischen Großunternehmen und den dortigen Ansprechpartnern vertraut zu machen und gleichzeitig ein effizientes Prüfungsvorgehen an den Tag zu legen. Dies scheint aber nur eine Frage der Gewöhnung zu sein.

An den Wochenenden bietet London genügend Möglichkeiten, die Zeit für gute Erholung oder Freizeitaktivitäten zu nutzen.  Nach wie vor begeistert bin ich von den großflächigen Parks, die bei den derzeitigen Termperaturen ( > 20°) von besonders vielen Londonern aufgesucht werden. Aber auch die verschiedenen Märkte sind immer einen Besuch wert, so z. B. Borough Market, Church Street Market oder die kulinarischen Wochenendmärkte an der Brick Lane.

London_Serpentine    London_Borough-Market

Was das Nachtleben angeht, darf sich London sicherlich mit den meisten Metropolen der Welt messen. Reguläre Pubs schließen zwar früh (23:00 Uhr), viele Bars und Clubs sind jedoch länger geöffnet und bieten jedwede Möglichkeit zum feiern – und das sicherlich für jeden Geschmack. Ich persönlich bevorzuge die zahlreichen, urigen Pubs, die sich in jedem Teil der Stadt befinden und meist bestens besucht sind. An dieser Stelle einen Gruß an meinen Stairway-Kollegen Alex Simoski, der nach seinem Shanghai-Praktikum ein paar Tage in London verbrachte und mit mir einen Abend lang um die Häuser zog (‚Exit‘ und ‚Be at One‘ lassen grüßen!).

London_Oxford-Street    London_Brick-Lane

Was mich mit jeder Woche mehr fasziniert ist die scheinbar unerschöpfliche, interkulturelle Vielfalt die sich über ganz London erstreckt: Einflüsse aus aller Welt prägen Mode, Musik, Speisen und gesellschaftliches Beisammensein wie in kaum einer anderen europäischen Stadt (so weit ich das mit meiner Reiseerfahrung bis dato beurteilen kann ;-)). Es ist schön, beinahe täglich aus diesem Umfeld zu lernen und daraus neue Erfahrungen gewinnen zu können.

Ich freue mich darauf, bald weitere Erfahrungen berichten zu können und sende allen Lesern viele Grüße aus London!
Max