Work, Work und Abschied aus Prag

Ahoj,

nun melde ich mich mit meinem zweiten und leider auch letzten Blogeintrag zurück. Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen und Einschränkungen durch das Corona-Virus in Europa und der Welt wurden wir Stairway-Praktis gebeten nach Deutschland zurückzukehren.

Nichtsdestotrotz vergingen die Wochen vor der Abreise wie im Flug, es gab immer viel zu tun und zu erleben. Die Highlights and weitere interessante Infos möchte ich im Folgenden mit euch teilen.

Abwechslungsreicher Arbeitsalltag mit vielen Einblicken

Ähnlich zu meinen ersten Wochen durfte ich den vergangenen Wochen weiterhin bei Prüfungen in verschiedensten Branchen mitwirken, der Mix reichte vom Lebensmitteleinzelhandel, über den Dienstleistungssektor, bis hin zu einem Werkzeughersteller. Zudem war ich über die Faschingstage bei einem Automobilzulieferer vor Ort. Auch wenn Fasching in Tschechien nicht gefeiert wird, brachte ein Kollege super leckere selbstgebackene polnische Pączki (Kreppel/Krapfen), gefüllt mit Marmelade, mit! Das war definitiv das Highlight des Tages.

Unser Büro bei einem Mandanten

Was mir bei fast allen Mandaten bisher auffiel, war, dass viele Kollegen gar nicht im Anzug zum Mandanten kommen, wie ich es zunächst erwartet hatte. Stattdessen war es völlig in Ordnung im Hemd und einer guten Hose zur Arbeit zu gehen.

Nach mittlerweile vielen Prüfungsmandaten bei verschiedenen Unternehmen habe ich ein kleines Merkmal der tschechischen Rechnungslegung zu schätzen gelernt: Es gibt einen gesetzlich standardisierten Kontenplan für alle Unternehmen. Für mich bedeutete dies, dass ich es leichter war sich in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zurechtzufinden, vor allem, wenn die Kontenbezeichnungen einen tschechischen Namen hatten.

Apropos tschechische Sprache: Ein paar Wörter kenne ich mittlerweile, jedoch bin ich sehr froh, dass wir unsere Prüfungshandlungen auf Englisch dokumentieren – andernfalls könnte meine Aufzeichnungen sonst wohl auch keiner mehr verstehen.

Prager PwC-Office

Erkundungstour in Prag und Innovationen beim Barkeeping

Das Wetter an meinen letzten Wochenenden in Prag ist häufig richtig gut gewesen. Besonders passend war es daher, dass mich Freunde und Familie besucht haben und wir mit Sonnenschein die Stadt erkunden konnten. Pflichtbesuche waren neben dem Schlendern über die Karlsbrücke auch der Besuch der Prager Burg und des Veitsdoms.

Blick auf Prag vom Turm des Klementinums

Bei Tschechen ist Eishockey recht beliebt, daher habe ich dies als Anlass genommen, mit zwei Freunden das Spiel von Sparta Prag gegen Fastav Zlín anzuschauen. Wir saßen zwar im Familienblock, während so mancher Spielphase merkte man davon aber wenig, die Leute feuerten ihre Teams an und verkündeten lautstark ihre Meinung.

Abends kann man in Prag gut weggehen und was erleben. Ein innovatives Detail bei einem Clubbesuch war neben den Dancefloors und der Musik ein Barkeeping-Roboter. Auf einem Display konnte man seinen Cocktail bestellen und beim Mixen zwei Roboterarmen zuschauen. Lediglich die Lieferung an den Tisch geschah analog durch eine Bedienung.

Eishockeyspiel Sparta Prag gegen Fastav Zlín

Barkeeping-Roboter

 

 

 

 

 

 

 

Einige Tage vor meiner Abreise bin ich bei einer Expat-Gruppe in den sozialen Netzwerken auf den Aufruf von ehemaligen Schwimmern aufmerksam geworden, die sich regelmäßig zum Training treffen. Zweimal konnten wir uns noch zum Trainieren treffen, bevor die Schwimmbäder geschlossen wurden. Nichtsdestotrotz war es wirklich lohnend, sich in solchen Gruppen zu vernetzen, um dadurch weitere Leute kennenzulernen.

Arbeiten während der Coronakrise und der Abschied aus Prag

Nachdem die Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer mehr zunahmen, wurden wir von PwC bereits gebeten aus dem Homeoffice zu arbeiten. Glücklicherweise ging das alles reibungslos, man ist es bei PwC ohnehin gewohnt außerhalb des Büros zu arbeiten. Natürlich fehlt im Homeoffice das Gespräch „zwischendurch“ mit den Kollegen. Durch morgendliche Telefonkonferenzen mit den Prüfungsteams sowie dem laufenden Coaching während des Tages wurde dies jedoch so gut wie möglich ausgeglichen.

Die Nachricht über die bevorstehende Abreise aus Prag hatte sich bereits angebahnt, als die Grenzschließungen Tschechiens verkündet wurden und vor ihrer Umsetzung standen. Da mein Rückflug gestrichen wurde, bin ich schließlich mit dem Zug zur Grenzstadt Cheb (Eger) gefahren und habe die Grenze nach Deutschland zu Fuß überquert (grenzüberschreitender Verkehr war eingestellt gewesen). Es war ein spannendes Erlebnis, das ich in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Danke an dieser Stelle an das Stairway-Team für die Unterstützung!

Sonnenuntergang bei der Ausreise

Seit meiner Rückkehr nach Deutschland arbeite ich weiterhin aus dem Homeoffice heraus, es war glücklicherweise möglich, dass ich die verbleibenden Wochen des Praktikums noch planmäßig fortführen kann.

Mein Fazit über mein Stairway-Praktikum in Prag

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht, es war eine tolle Zeit, die ich definitiv vermissen werde. Die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, waren großartig, die Kolleginnen und Kollegen sowie die vielen anderen Menschen, die ich kennengelernt habe, waren inspirierend, freundlich und offen.

Privat vermisse ich bereits die kleinen Dinge, die Prag für mich mit ausmachen: Sei es eine Fahrt mit den alten Straßenbahnen und deren Ansagen, das Verwenden tschechischer Gruß- und Abschiedsformeln. Oder auch das deftige Essen mit den Braten und Klößen sowie das tschechische Bier, üblicherweise serviert mit sehr viel Schaum.

Abschließend kann ich wirklich jedem raten, Erfahrungen im Ausland zu sammeln, sei es im Rahmen eines Praktikums oder letztlich über ein Auslandssemester an der Hochschule. Ich würde sagen, dass man lernt, sich schneller auf neue Situationen einzustellen, seinen eigenen Horizont erweitert, öfters mal die Komfortzone verlassen muss und dabei offener für neue Dinge wird. Und in meinem Fall freue ich mich sehr, Freunde und Kollegen in Tschechien kennengelernt zu haben, die ich beim nächsten Besuch wiedersehen kann.

Solltet ihr vor dem Schritt stehen für eine Zeit ins Ausland zu gehen – tut es, der erste Schritt mag manchmal als der schwerste Schritt scheinen, es lohnt sich aber!

Bleibt gesund, na shledanou!

Max

Dobrý den aus Prag

Hallo zusammen,

ich heiße Max, bin 23 Jahre alt und mache seit Anfang Januar ein Praktikum in den Inbound-Services der Service Line Assurance in Prag bei PwC Tschechien. Bis Ende April werde ich hier tätig sein, mit dem Blog versuche ich euch ein paar Einblicke in meinen Alltag zu geben.

Mein Start und die ersten Arbeitswochen in Prag

Der Start hier in Prag hätte nicht reibungsloser klappen können, das Global Mobility Team von PwC kümmerte sich wirklich um alles – von den Formalia nötiger Anmeldungen in Tschechien, über die Unterkunft bis hin zur Anreise. Daher konnte ich an meinem ersten Arbeitstag direkt mit einigen Schulungen starten und darüber hinaus bereits Kollegen kennenlernen.

Zunächst noch kurz ein paar Worte zur Inbound-Abteilung, in der ich arbeite: Zahlreiche internationale Unternehmen sind auch in der Tschechischen Republik tätig, die Inbound-Prüfung übernimmt unter anderem die Prüfung der Jahresabschlüsse dieser Töchter.

Lange war ich nicht im Büro, bereits am dritten Tag durfte ich zur Prüfung der tschechischen Tochter eines Logistikkonzerns mit. Dort standen mir zum Glück die Kolleginnen und Kollegen bei anfänglichen Fragen zur Bedienung der Prüfungssoftware mit Rat und Tat zur Seite.

Nach wenigen Tagen auf diesem Mandat ging es weiter zur Prüfung eines französischen Unternehmens, das seine Financeabteilung nach Prag verlagert hat. Bei vielen Unternehmen gewinnt die Einrichtung sogenannter „Shared Service Center“ (SSC) zunehmend an Beliebtheit, sicherlich werde ich daher während meines Praktikums nochmals bei einer solchen SSC-Prüfung eingesetzt werden.

Die meiste Zeit im Januar habe ich bei einer Prüfung eines Bergbauunternehmens außerhalb von Prag verbracht. Zwei Wochen war unser Team hierfür im Hotel. Nach der Arbeit sind wir häufig was essen gegangen, sodass ich die anderen Teammitglieder auch neben der Arbeit noch etwas kennenlernen konnte. Einmal waren wir zusammen in einem Sportkurs im Fitnessstudio, was ziemlich anstrengend war, aber viel Spaß gemacht hat!

Abendessen mit den Kollegen

Trotz der unterschiedlichen Branchen und Projekte, in denen ich bisher mitgewirkt habe, hatten alle drei gemeinsam, dass die Teams immer aus verschiedenen Kolleginnen und Kollegen bestanden, die häufig ein Mix unterschiedlichster Nationalitäten waren. Wirklich spannend, manche Dinge einmal von einer anderen kulturellen Perspektive zu betrachten!

Freizeit

Die Reisetätigkeit im beruflichen Alltag setzt sich bei mir auch im Privaten fort. An den Wochenenden unternehme ich meistens etwas, bisher waren diese Aktivitäten überwiegend außerhalb von Prag. Den Besuch der Sehenswürdigkeiten in Prag werde ich mir noch ein bisschen aufheben, da ich in nächster Zeit Besuch aus Deutschland bekomme, mit dem ich dies dann nachholen werde. Von außen habe ich dennoch viele Sehenswürdigkeiten erkundet.

Astronomische Uhr in Prag

Blick auf Prag

 

 

 

 

 

 

 

Meine bisherigen Ausflüge außerhalb Prags führten mich in Städte, die von hier aus gut zu erreichen waren. So war ich Mitte Januar in Dresden, habe mir dort die Sehenswürdigkeiten wie etwa die Semperoper und die Frauenkirche angeschaut. An einem anderen Wochenende bin ich in den böhmischen Wäldern von Karlštejn bis nach Beroun gewandert. Die Landschaft war zugegebenermaßen etwas trist und eintönig, dafür war es sehr ruhig, vom Klopfen zahlreicher Spechte mal abgesehen.

Frauenkirche in Dresden

Wandern in der Nähe von Karlštejn

 

 

 

 

 

 

 

Gute (Nacht-)Busverbindungen nach Polen brachten mich auf die Idee, mir dort einige Städte anzuschauen. Daher ging es unter anderem nach Kattowitz, in die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau sowie nach Krakau. Wie auch in Kattowitz gab es in Krakau ebenfalls noch sehr viel Weihnachtsdekoration in der Stadt und den Einkaufspassagen. Man könnte denken, Weihnachten stehe erst noch vor der Tür.

Krakau Cloth Hall am Marktplatz

Königsschloss auf dem Wawel in Krakau

 

 

 

 

 

 

 

In wenigen Wochen werde ich mich mit meinem zweiten Blogeintrag melden und euch mehr über Tschechien und meine Erlebnisse hier berichten.

Na shledanou!

Max

Het leven in Amsterdam – Das Leben in Amsterdam

Hoi hoi,

inzwischen ist schon der dritte Monat meines Praktikums in Amsterdam gestartet; wie schnell die Zeit vergeht. In meinem heutigen Blog-Artikel möchte ich Euch mitnehmen in meinen Arbeitsalltag bei PwC sowie in die Kultur  und das Leben in den Niederlanden.

Arbeitsalltag und Unternehmenskultur

Durch die flexible Arbeitszeitregelung gibt es keinen festen Startpunkt für die Arbeit. Die meisten Kollegen kommen zwischen 9:00 und 10:00 Uhr ins Büro. Ich bin meistens ab 8:30 Uhr da, weil ich die morgendliche Ruhe zum Start in den Arbeitstag bevorzuge. Viele Kollegen arbeiten jedoch die meiste Zeit vor Ort beim Kunden. Freitags ist daher meist das „große Wiedersehen“ mit dem gesamten Team, da am Freitag gewöhnlich alle Kollegen im Büro arbeiten.

Zum Kennenlernen der Kollegen hier trifft man sich anfangs zunächst zu einem „Coffee Appointment“. So kann man sich zwanglos austauschen und persönlich Kennenlernen. Diese Treffen finden unabhängig vom Grade statt; auch ein hier im Oktober eingestiegener Manager lernt so die neuen Kollegen kennen. Auch duzen sich hier alle Kollegen im Advisory, einschließlich der Direktoren und Partner. Unser Technology-Team ist sehr international. Wir haben Kollegen aus Spanien, Griechenland, Deutschland, Indien und natürlich den Niederlanden. Entsprechend werden hier allerlei Sprachen gesprochen; immer abhängig wer mit wem gerade spricht. Auch in der Freizeit verbringen wir viel Zeit miteinander. Jeden Freitag treffen wir uns zum After-Work Bier in einer zum Büro nahe gelegenen Bar, wir haben den Gig von der Band eines Kollegen besucht, wir waren zusammen auf der Pride (davon habe ich in meinem ersten Blog-Artikel bereits erzählt) und haben gemeinsam das Vino-Festival besucht.

Aktuell arbeite ich hauptsächlich an zwei Projekten. Von dem Corporate Social Responsibility Projekt habe ich bereits in meinem ersten Blog-Artikel berichtet.
In dem zweiten Projekt geht es um künstliche Intelligenz und das „Machine Learning“, d.h. das ein System Muster und Gesetzmäßigkeiten aus verschiedenen Datensätzen erkennen und verstehen kann. Ich war seit Beginn der Ideenfindung am Projekt beteiligt. Aktuell sind wir in Gesprächen mit unseren Entwicklern, um einen ersten Prototype zu gestalten. Aufgrund meines versicherungstechnischen Studiums konnte ich dabei besonderen Input liefern und habe gleichzeitig sehr viel über IT-Systeme, -architekturen und deren funktionellen Aufbau lernen.

Essen

Der Käse hier in Amsterdam ist wirklich super, wer hätte das gedacht? Den sollte man bestenfalls im Ganzen kaufen und eigenständig zuhause in Scheiben schneiden. Auch „Hagelslaag“ (richtig ausgesprochen wird dabei das g als „ch“) hat mich total überzeugt. Dabei handelt es sich um Streusel aller Art, die mit viel Butter auf einem Toastbrot (aber ungetoastet) gegessen werden. Auch Pindakaas als besondere niederländische Erdnussbutter ist sehr beliebt. Zum Mittagessen essen hier auch die meisten Kollegen Sandwiches oder Brote, meistens mit einem Glas Milch. Für mich klingt das eher nach Frühstück als nach Mittagessen.

Im Supermarkt unterscheidet sich nicht viel in Vergleich zu Deutschland. Auffallend finde ich dabei die große Menge an bereits geschnittenen Gemüse, welches dann zur Haltbarkeit leider in Plastik eingepackt werden muss. Da ich einen kleinen privat geführten Supermarkt in der Nähe meines Apartments habe, versuche ich dort einkaufen zu gehen, um unnötigen Plastikmüll zu vermeiden.

Sprache

Im September hat mein Niederländisch-Kurs angefangen. Da dieser speziell für Deutschsprachige gehalten wird, kann man innerhalb von einigen Wochen auf das Level A2 aufsteigen. Doch besonders die Aussprache ist schwieriger als gedacht. So wird beispielsweise im Niederländischen das „g“ als „ch“ ausgesprochen oder das „ou“ als „au“. Kleinere Texte sind schnell verständlich, da Niederländisch wie eine Mischung aus Deutsch und Englisch klingt. Beim Lernen muss man dann „nur“ die richtige Mischung finden.
Auch sind alle Niederländer sehr hilfsbereit. Sobald sie beispielsweise an der Aussprache erkennen, dass man kein Niederländer bist, sprechen sie sofort Englisch. Wenn man die niederländische Sprache lernen möchte, ist das nicht immer hilfreich.

Freizeitgestaltung

Jeder der in Amsterdam wohnt, der benötigt ein Fahrrad. Ich bin auch einige Tage mit schönem Wetter ins Büro geradelt, bei einer Strecke von ca. 25 km am Tag nutze ich jedoch öfters die Metro. Doch um zum Tennis, in die Stadt oder zum Einkaufen zu fahren, ist mein „Fiets“ immer die erste Wahl. Ich kann dabei jedem nur raten, wirklich aufzupassen, denn ich musste auch schon einen kleinen Fahrradunfall in Kauf nehmen. Bis auf kleinere Schürfwunden und einige Tage Rückenschmerzen bin ich mit dem Schrecken davongekommen. Die „Snorfiets“, d.h. Motorroller auf Deutsch, dürfen hier teilweise auch auf den Fahrradwegen fahren.

Auch mit den anderen Stairway-Praktikanten aus der Nähe habe ich mich bereits getroffen. Theresa aus Rotterdam hat mich für ein Frühstück und eine Stadttour besucht und bald folgt mein Besuch bei ihr.

Mit meiner „Museum kaart“ kann ich viele Museen in Amsterdam kostenfrei besuchen. So konnte ich bereits das Anne-Frank-Haus, das Cromhout-Haus und das Rembrandt-Haus besuchen. Für das Anne-Frank-Haus müssen dabei mindestens ein Monat im Voraus Tickets bestellt werden und auch dann ist es sehr voll. Einem Besuch kann ich dennoch jedem empfehlen, ob man die Tagebücher gelesen hat oder auch nicht. Rembrandt van Rijn war einer der bekanntesten niederländischen Künstler des Barocks. Der Rembrandtplein als Ausgehmeile von Amsterdam wurde nach ihm benannt.

Zu meinen Highlights der Woche gehört das auch Tennisspielen. Nachdem ich einige Jahre pausiert habe, bin ich nun wieder im Training und habe dabei schon viele nette Menschen kennengelernt. Gemeinsam waren wir bereits in einer Rooftop-Bar in Amsterdam. Die „Einheimischen“ kennen eben die besten Plätze. Im Tischtennis musste ich mich meinen Tennispartner dann doch 1:2 geschlagen geben, nachdem ich auf dem Tenniscourt am Tag zuvor 2:0 gewinnen konnte.

In den nächsten Wochen steht gemeinsam mit den PwC Kollegen dann das Amsterdam Dance Event an und meine Familie und einige Freunde werden mich besuchen kommen. Ich melde mich bald wieder.

Tot ziens,

Kim

Farewell from London

Ein halbes Jahr ist verflogen, mein Praktikum ist vorbei und ich bin zurück in Berlin. Da ich über die Zeit in London zugegebenermaßen nicht übermäßig schreibwütig war, werde ich nun versuchen, alle versprochenen Infos und meine wichtigsten Eindrücke in einem letzten Blogpost zusammenzufassen. Beginnen wir mit der Unterkunft.

Wie wohnt ein Stairway-Praktikant in London?

Die Kurzantwort (man entschuldige mir den stilistischen faux-pas): hammergeil! 6 min zum Tower of London, 10 min zur Tower Bridge, 3 min zum Monument of the Great Fire, 12 min zum Borough Market – was klingt wie der Ausgangspunkt für eine Stadtführung durch die City of London zu Fuß war tatsächlich für ein halbes Jahr mein Zuhause. Der einzige Nachteil: in der Gegend wohnt fast niemand. Es gibt hauptsächlich Büros, sodass sich die meisten umliegenden Restaurants bzgl. ihrer Öffnungszeiten an normalen Bürozeiten orientieren und entsprechend abends und am Wochenende geschlossen haben. Bei meiner Unterkunft handelte es sich um ein Serviced Apartment, also sehr ähnlich zu einem Hotel. Die kleine Zweizimmerwohnung war voll möbliert, hatte eine kleine, voll ausgestattete Küche mit Geschirrspüler, eine Waschmaschine, Klimaanlage und wurde einmal wöchentlich gereinigt. Geht es besser? Ich glaube kaum.

Die Londoner PwC-Offices

Drei Stück an der Zahl, allesamt super zentral gelegen.
Das größte Office ist jenes am Embankment Place – gegenüber vom London Eye und 5 min zu Fuß vom Trafalgar Square entfernt. Neun Stockwerke, riesengroß, mit zwei „Ecktürmen“, in denen sich Meetingräume mit einer grandiosen Aussicht über London befinden. In diesem Office war ich die meiste Zeit „stationiert“.
Das nächste Office befindet sich in More London, direkt neben dem Rathaus (der Form wegen auch „Motorradhelm“ genannt) und der Tower Bridge. Hier sitzen hauptsächlich die Kollegen aus dem Bereich Financial Services (Banken und Versicherungen).
Das dritte Londoner PwC-Office befindet sich in der Hay’s Galleria. Es ist das kleinste der drei Büros und da hier die Legal- und Tax-Kollegen arbeiten war ich nie dort.
In allen Offices gibt es hauptsächlich Open Space-Arbeitsplätze, wo die Schreibtische von Woche zu Woche neu gebucht werden müssen. Das hat den Vorteil, dass man innerhalb des Büros auch mal „herumkommt“ und auch andere Kollegen kennenlernt. Lediglich die Partner haben eigene Büros, die in deren Abwesenheit auch als Meetingräume dienen. Auf allen Etagen gibt es Breakout Areas mit Sitzgelegenheiten, Wasserspendern, sowie Kaffee- und Snackautomaten. Das Embankment Place-Office hat zudem noch eine ziemlich gute Kantine. Zwischen den beiden größeren Standorten gibt es zudem eine öffentliche Fährverbindung, für die PwC-Mitarbeiter werktags kostenlose Tickets erhalten können. So kann man den Trip zum Meeting im jeweils anderen Office gleich mit einer kostenlosen Sightseeing-Tour auf der Themse verbinden 😉
Prinzipiell ist es oft möglich, virtuell zu arbeiten – beispielsweise nach Absprache am Freitag von zu Hause. Ich persönlich fand es meistens dann doch angenehmer, das Team um sich herum zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgabenbereich

Wie in meinem letzten Post erwähnt, war ich in London Teil zweier Teams: Strategy & Transformation (S&T) und Emerging & Disruptive Technology (E&DT). Die Aufgabenbereiche dieser beiden Teams möchte ich euch gern erläutern und beispielhaft zwei Projekte vorstellen.

S&T hilft Kunden dabei, Risiken in ihren (Transformations-)Programmen zu identifizieren und basierend auf Good Practices entsprechende Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Das Spektrum reicht hier von der Strategiedefinition und -implementierung, über die Unterstützung bei Unternehmenszusammenschlüssen, bis hin zu Reviews von Projekten und Programmen. PwC fungiert hier quasi als „critical friend“, also als unabhängiger Berater, der die Situation des Kunden analysiert und Verbesserungspotenziale aufzeigt.

Beispielsweise habe ich am Review eines IT-Transformationsprogrammes mitgearbeitet. Das Programm befand sich in einer kritischen Phase kurz vor dem ersten (von mehreren) Rollouts. Durch ein Review der Projektdokumente (wie z.B. Projektbeschreibung, Business Case, Organigramme, Statusberichte …) verschaffte sich mein Team einen ersten Überblick über das Programm und stellte Arbeitshypothesen auf. Diese wurden anschließend in Interviews mit diversen Stakeholdern – von PMO bis zum CIO – und durch Hinzuziehen ergänzender Dokumentationen entweder bestätigt oder widerlegt. Wir konnten dem Kunden somit diejenigen Risiken aufzeigen, die den Projekterfolg akut gefährdeten und haben entsprechende Handlungsvorschläge abgeleitet, um diesen Risiken zu begegnen.

Das Team E&DT war zum Zeitpunkt meines Starts in London noch brandneu. Wie der Name schon vermuten lässt, arbeitet das Team mit neuen Technologien, wie beispielsweise Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) und Robotic Process Automation (RPA). Diese beiden stellten während meines Praktikums auch eindeutig den Fokus dar. Im Bereich Technology Risk hat dies zwei Dimensionen.
Erstens – nach außen gerichtet – geht es darum, den Kunden dabei zu helfen, diese neuen Technologien möglichst risikoarm in ihren Organisationen einzusetzen. Das stellt häufig eine Schwierigkeit dar, da in der Regel ein Kompromiss eingegangen werden muss. Um die (häufig unbekannten) Risiken zu kontrollieren, versuchen Organisationen, den Einsatz der Technologien zu reglementieren. Leider kann dies die Innovationskraft sehr einschränken und sollte daher gut durchdacht sein.
Zweitens – mit internem Fokus – sucht das Team nach Anwendungsmöglichkeiten neuer Technologien für die internen Prozesse, um diese effizienter zu gestalten oder gar neue Dienstleistungen zu ermöglichen. Als Beispiel sei hier das automatisierte Testen von SOX-Controls durch RPA-Tools genannt.

Mein spannendstes Projekt in diesem Bereich war eines, bei dessen Umsetzung ich letztlich leider gar nicht mehr unterstützen konnte. Wir wurden beauftragt, bei der Validierung von AI- und Automatisierungsinitiativen zu unterstützen. Auch wenn ich London kurz vor dem eigentlichen Projektbeginn verlassen habe, waren die Angebotserstellung und die Vorbereitungsphase überaus spannend. Das Projekt lag thematisch genau in der Schnittmenge der beiden Teams, in denen ich gearbeitet habe und beschäftigte sich grob mit der Fragestellung: „was muss beim Aufsetzen und bei der Durchführung eines AI-/Automatisierungsprogrammes beachtet werden, um die strategischen Ziele zu erfüllen?“.

Fazit

Zum Abschluss möchte ich mich bei meinen Kollegen bedanken, die mir immer mit ihrem Rat zur Seite standen. Ich weiß die Unterstützung, die ich während meiner Zeit in London erhalten habe, und die Verantwortung, die mir übertragen wurde, sehr zu schätzen. Es war mir eine Freude, mit solch hochmotivierten und kompetenten Kollegen zu arbeiten, die sich zudem immer die Zeit genommen haben, jegliche Fragen zu beantworten und ihr Wissen zu teilen. Ich stehe weiterhin mit den Kollegen im Kontakt und bin gespannt, wie sich Emerging and Disruptive Technology Risk in den kommenden Monaten entwickeln wird.

Ob ich das Stairway-Programm weiterempfehlen würde? Uneingeschränkt! Es war für mich wirklich eine Opportunity of a Lifetime!

!Hasta la vista Madrid¡

Hallo zusammen,

Ein bisschen bereue ich es schon, dass ich vor ein paar Wochen mit Schadenfreude auf die niedrigen Temperaturen in Deutschland geguckt habe, denn in den letzten Tagen hatte ich mit dem Wetter nicht allzu viel Glück. Neben kühlen Temperaturen, hat es auch noch ungewöhnlich viel geregnet. Während meine Freunde in Deutschland ihre Freizeit mit Grillen und einem kühlen Bier im Freien verbracht haben, habe ich mir weitere Museen und Sehenswürdigkeiten angeguckt. Das schlechte Wetter beschäftigt mich jetzt umso mehr, da ich einige Ausflüge, in der Hoffnung auf besseres Wetter, in den April verschoben habe und jetzt in Zeitnot gerate, diese noch vor meinem Praktikumsende nachzuholen.

Im Büro habe ich die letzten Wochen damit verbracht Unternehmensprofile für eine Roadshow zu erstellen. Die Aufgabe, die eher der M&A Abteilung zuzuordnen ist, besteht darin die wichtigsten finanziellen Kennzahlen herauszuarbeiten und die Entwicklung des Unternehmens darzustellen. Diese Profile werden in der Regel dann Investoren vorgezeigt, die dadurch neue Investitionsobjekte kennenlernen. Bei dieser Arbeit ist es wichtig, die Gewinn- und Verlustrechnung zu verstehen (mittlerweile gelingt mir dies auch in Spanisch) und im Umgang mit externen Quellen geschult zu sein.

Ein Tag im Büro

Bevor es morgen für mich nach Hause geht, möchte ich euch noch kurz beschreiben, wie ein typischer Arbeitstag bei mir aussieht. In der Regel komme ich zwischen 9:00 Uhr und 9:30 Uhr im Büro an, womit ich zu den Ersten gehöre. Die meisten Kollegen kommen nämlich erst nach 9:30 Uhr ins Büro. Wenn es nicht gerade eine harte Deadline einzuhalten gilt, gehe ich dann gegen 10 Uhr mit einigen Kollegen einen Kaffee trinken. Dabei erfährt man meist auch, was für den Tag geplant ist. Nach dieser kurzen Pause wird dann bis zum Mittagessen gegen 13:30 fleißig gearbeitet. In der Regel gehe ich zum Essen in die Cafeteria im 34. Stock, da es allein schon zwischen 5 und 10 Minuten dauert, um aus dem 44. Stock bis zur Straße zu gelangen und damit zu viel Zeit der einstündigen Mittagspause verloren geht. Danach wird dann im Normalfall bis 19:30 / 20:00 Uhr weitergearbeitet.

Schönes Andalusien

Neben der ganzen Arbeit hatte ich aber auch genügend Zeit zum Reisen. So ging es Anfang März nach Valencia und im April nach Málaga, Granada, Cordoba, Sevilla und Cádiz. Am einfachsten reist man in Spanien mit den AVE Schnellzügen. Mit diesen ist man in den meisten Fällen in weniger als 2 Stunden in den größeren Städten. Falls ihr auf eurer nächsten Tour eine Reise mit dem AVE plant, kann ich euch auf manchen Routen ein Upgrade in die 1. Klasse empfehlen. So habe ich auf der Reise nach Cordoba nur 12€ mehr bezahlt und dafür ein reichhaltiges Menü und Getränke erhalten. Von den besuchten Städten haben mir besonders gut Valencia und Málaga gefallen, da beide Städte am Meer liegen und man nach dem Sightseeing am Strand entspannen kann.

 

Zu guter Letzt möchte ich noch dem Stairway Team in Deutschland und meinen spanischen Kollegen Benedikt, Nadine und Alvaro für ihre Hilfe und die nette gemeinsame Zeit danken.

 

Viele Grüße,

Gregor

 

 

 

Aus Frühling wird Sommer

Hallo zusammen!

In Shanghai nähert sich das Wetter so langsam sommerlichen Temperaturen. Trotz zeitweiser Kälteeinbrüche liegt die durchschnittliche Temperatur doch meistens auf dem Level: „Meine Jacke lasse ich besser zu Hause“. Während dieser warmen Tage lernt man Shanghai noch mal von einer anderen Seite kennen: Man kann abends bei einem Bierchen gemütlich draußen sitzen, sein Abendessen im Freien zu sich nehmen oder auch nach dem Lunch noch eine Runde durch den Park schlendern.

Aber nicht nur Shanghai lerne ich von einer anderen Seite kennen – andere Städte lerne ich ganz neu kennen. So habe ich den Feiertag Anfang April genutzt, um mit ein paar Münsteraner Studenten die Gegend um Guilin in Südchina zu erkunden. Hier glich das Wetter eher einem lauen Frühlingslüftchen, aber die Landschaft war trotzdem atemberaubend.

Auch auf der Arbeit gibt es einige Neuigkeiten: Das Prüfungsmandat eines deutsch-chinesischen Joint Ventures, auf dem ich ein wenig mitgearbeitet habe, ist abgeschlossen. Zudem arbeitet seit Anfang April ein neuer Praktikant in der GBG, und insgesamt weicht auch im Arbeitsleben das Frühlingsgefühl (das Gehirn erwacht langsam zum Leben) einem Sommergefühl (ich bin zwar aktiver und mache mehr, komme aber auch manchmal ins Schwitzen).

Work…

Arbeitsplatz

Eine große Änderung im Arbeitsalltag besteht seit April für mich in einer Änderung meines Arbeitsplatzes. Während ich in den ersten Wochen im Infinitus-Tower, einem der drei Gebäude, in denen PwC in Shanghai Offices hat, saß, bin ich nun in das PwC Center umgezogen. Das ist eine Umstellung in Bezug auf mein Arbeitsumfeld. Im Infinitus-Tower saß ich bei den Kollegen der Tax-Abteilung, die alle einen festen Sitzplatz mit festem Schreibtisch haben.

Im PwC Tower sitze ich bei den Assurance-Kollegen, die sich mehr oder weniger wahllos an großen Gruppentischen platzieren und dort ihren Wust an Dokumenten ausbreiten. Mit diesen Kollegen arbeite ich allerdings nicht zusammen, sondern habe mich lediglich dort platziert, um in der Nähe des deutschen Partners, der die German Business Group (GBG) leitet, zu sitzen. Mein ursprünglicher Platz wird jetzt von einem Tax-Praktikanten belegt.

Es ist interessant, hier die beiden Arbeits- und Sitzatmosphären kennenzulernen. In meinen bisherigen Praktika habe ich entweder in abgeschlossenen Büros mit wenigen Kollegen gesessen oder war regelmäßig bei Mandanten unterwegs. Zwar geht es hier bei den Assurance-Kollegen wesentlich lauter zu, allerdings ist es ein Grundgemurmel, bei dem ich festgestellt habe, dass ich mich ganz gut konzentrieren kann. Nicht zuletzt freue ich mich aber auch, dass der ganze Papierkram in der Mitte dieses Tisches nicht mir gehört 😉

Inhaltliches

Wie bereits im letzten Eintrag angeklungen war ich für ein paar Tag auf einem Prüfungsmandat eines chinesisch-deutschen Joint Ventures eingesetzt. In diesem Zusammenhang war ich einen Tag in einer kleinen Stadt (klein bedeutet in diesem Zusammenhang immer noch mehrere Millionen Einwohner), deren Namen ich allerdings schon wieder vergessen habe. Zusammen mit dem chinesischen Manager und seinem Prüfungsteam haben wir eine Fabrikbesichtigung gemacht und die Geschäftsleitung des Unternehmens kennengelernt.

Die Fabrikbesichtigung war sehr spannend. Obwohl ich in Deutschland noch nicht viele Fabriken von innen gesehen habe, war ich zumindest in zwei Fabriken einer ähnlichen Branche und mein Fazit: hier ist es anders! Der Geschäftsführer des Unternehmens ist Deutscher und vor kurzem nach China ausgewandert. Dazu habe ich inhaltlich an einigen Fragestellungen gearbeitet, dann allerdings wieder aus dem Office.

Um dazu ein Beispiel zu geben: In China besitzt der Staat sämtliche Grundstücke. Das heißt, ein Unternehmen kauft nicht einfach ein Grundstück, sondern erhält lediglich ein beispielsweise 50-jähriges Nutzungsrecht an diesem Grundstück, auf dem es dann seine Fabriken und andere Gebäude bauen darf. Meine Aufgabe war dann herauszufinden, wie man diesen länderspezifischen chinesischen Sachverhalt nach deutschem Handelsrecht abbilden sollte.

Neben solchen Fragestellungen arbeite ich auch noch fleißig an der Erstellung von Folien für Proposals oder internen Präsentation. Die Arbeit hier ist vor allem deswegen spannend, da man als Praktikant direkt dem deutschen Partner zugeordnet ist, der einen gerne mit Aufgaben versorgt, die stark strategisch geprägt sind und nicht ausschließlich inhaltlich oder organisatorisch. Das ist sehr spannend, weil ich so die Möglichkeit bekomme, auch mal hinter die Kulissen einiger Mandate, Branchen oder Unternehmen zu schauen.

… & Travel

Suzhou

Die Stadt Suzhou ist bekannt für seine vielen Gärten und die Altstadt. Als wir dort an einem Samstag waren, haben die Gärten zwar noch nicht sehr stark geblüht, aber überfüllt war es trotzdem. Lediglich ein kleiner Garten etwas abseits war relativ leer und idyllisch. Die Gärten haben hier alle witzige Namen, zum Beispiel gibt es den „Garten des Meisters der Netze“ oder den „Garten des bescheidenen Beamten“.

 

Südchina: Guilin & Yangshuo

Im Süden Chinas, genauer gesagt in der Guangxi Provinz, waren wir insgesamt ca. 3,5 Tage, da ein chinesischer Feiertag uns ein verlängertes Wochenende geschenkt hat. Es war das Qingming-Fest, ein Feiertag, bei dem die Toten geehrt werden. Es werden Feuerwerke und Böller vor Gräbern angezündet und diese geschmückt. Ich weiß ja nicht, wie ich das finden würde, wenn vor meinem Grab jedes Jahr ein Haufen Böller angezündet würde, aber naja.

Auf diese Weise werden hier Gräber während des Qingming-Festes geschmückt.

Sonnenuntergang in Yangshuo

Die Landschaft des 20-yuan-Scheines

Twin Pagodas in Guilin

Longsheng Rice Terassen Nähe Guilin

Arbeitsfreier Alltag & Ausblick

Arbeitsfreier Alltag

Mein Alltag außerhalb der Arbeit ist alles andere als langweilig. Dennoch wird es nach einiger Zeit immer schwieriger, das „besondere“ am Alltag zu identifizieren und zu kommunizieren. Wie auch in Deutschland ist man viel mit Freunden unterwegs, genießt die ein oder andere Happy Hour oder ein gutes Essen. Sprachprobleme sind natürlich nach wie vor vorhanden, aber im Zweifel umgeht man einfach Restaurants, die keine Speisekarte mit Bildern haben. Man kommt also auch so gut durchs Leben 🙂

Alltagsimpressionen

Ein smogfreier Blick auf Pudong

Dem Alltag enfliehen: Ein Nachmittag im Century Park in Shanghai.

Gleich um die Ecke meines Apartments: Tianzifang!

Kulinarische Impressionen

Sushi ist hier sehr günstig!

Auch vietnamesische Pho-Suppe kann man hier gut essen!

Hervorragend ist auch Korean BBQ!

Ausblick

Was den Bereich „Travel“ angeht, kann ich schon einen ganz guten Ausblick geben: Am Wochenende geht es für mich endlich einmal nach Peking. Auf dem Plan stehen die Mauer und die Verbotene Stadt und nicht zu vergessen eine entweder abenteuerliche oder komfortable Fahrt mit dem Nachtzug. Am darauffolgenden Wochenende erklimme ich hoffentlich die Yellow Mountains. Danach ist mein Praktikum auch schon fast zu Ende, allerdings werde ich im Anschluss noch etwa 3 Wochen durch China reisen, bevor es zurück nach Deutschland geht.

Der Bereich „Work“ ist da noch etwas unklarer. Da zwei Drittel der German Business Group Shanghai (= zwei Personen) in den kommenden zwei Wochen auf einem Business Trip in Deutschland sein wird, bin ich zwar erst einmal mit Aufgaben versorgt worden. Dennoch kann es natürlich sein, dass einige spontane Anfragen aus Deutschland kommen. Ansonsten gibt es immer einige Dauerbrenner, die es zu bearbeiten / abzuarbeiten gilt. Es wird also nicht langweilig!

 

Sonnige Grüße!

Catarina

Happy Lunar New Year!

Am 16. Februar war das Chinese New Year, das bedeutendste Fest für die Singapurer. Obwohl die Feierlichkeiten 2 Wochen andauern, ist vor allem das erste Wochenende sehr ähnlich zu Weihnachten. Das CNY ist nämlich weniger eine Neujahrsfeier wie Silvester, sondern eher ein Fest des Familienzusammenkommens. So wurde es an diesem ersten Wochenende – auch begünstigt dadurch, dass an dem Freitag und Samstag offizieller Feiertag war – deutlich leerer in Singapur, da viele Menschen zu ihren Familien in die Heimat geflogen sind. Daran hat man auch deutlich gemerkt, wie viele Leute hier ursprünglich aus den umliegenden Ländern wie Malaysia, Indonesien oder den Philippinen stammen.

New Year’s Eve

Den New Year’s Eve habe ich zum Teil in Chinatown und zum Teil am Marina Bay verbracht. Zunächst bin ich mit ein paar Freunden nach Chinatown gegangen. Dort war super viel los, alles überfüllt und man konnte sich kaum bewegen. Es lief eine Countdown-Show, die aber leider auf Chinesisch war. Daher haben wir uns etwa gegen 23 Uhr entschieden, zum Marina Bay zu fahren, um uns das dortige Feuerwerk anzuschauen, welches auch echt beeindruckend war. Daneben war auch hier eine riesige Bühne sowie Figuren aller 12 Zodiac-Tiere aufgebaut. Platz finden konnte man auf der großen Tribüne der Formel 1 Strecke, von der aus man einen sehr schönen Blick auf die Bühne, dem Marina Bay und dem Marina Bay Sands Hotel hatte.

China Town

China Town

CNY Feier am Marina Bay

CNY Feier am Marina Bay

 

 

 

 

 

 

Das Feuerwerk am Marina Bay

Das Feuerwerk am Marina Bay

Die Bühne - Passend zum Jahr des Hundes

Die Bühne – Passend zum Jahr des Hundes

 

 

 

 

 

 

Nach der Neujahrsfeier folgte am nächsten Wochenende die Chingay Parade. Ursprünglich war diese eine Prozession, um die Götter zu huldigen. Heutzutage wird das eher feierlicher gestaltet und es treten z. B. viele Gruppen auf, die verrschiedene Tänze usw. aufführen. Leider konnte ich an der Parade nicht teilnehmen, da ich über das Wochenende verreist war.

Lion Dance im Singapore National Musuem

Lion Dance im Singapore National Musuem

Typisch während der CNY-Zeit sind die sogenannten Lion Dances. Diese werden von Gruppen aus ca. 15 Personen vorgeführt, wobei ein 3-4 Leute mit einer Trommel und Becken für rhythmische Klänge sorgen und die anderen, verkleidet als Löwen, eine teilweise auch sehr akrobatische Choreographie ausführen. Im Endeffekt geht es darum, Mandarinen zu schälen und diese an die Zuschauer zu verteilen. Auch die Schalen werden in die Menge geworfen – welche zu fangen bedeutet hier, dass man viel Glück haben wird. Es war wirklich interessant, so etwas mal live zu erleben.

Chinese New Year bei PwC

Auch bei PwC wurde das CNY gefeiert. Am Ende der ersten Woche wurde für die gesamte Assurance Abteilung ein grosses Lo Hei Essen verantstaltet. Das Lo Hei ist wohl die gängigste Tradition beim CNY, die bei jedem Familientreffen durchgeführt wird. Hierbei fügt man viele Zutaten, die alle eine verschiedene Bedeutung haben und z. B. für Glück, Wohlstand und Gesundheit stehen, zusammen auf eine grosse, sich in der Mitte befindenden Platte hinzu. Sobald man damit fertig ist, fängt der eigentliche Akt an. Jeder greift mit seinen Stäbchen in die Mitte und wirft das Essen einfach hoch, wodurch es ordentlich durchgemixt wird. Das ist auf gutdeutsch gesagt eine ganz schöne Sauerei, aber es war wirklich lustig und hat auch gut geschmeckt. Es war auch eine sehr nette Gelegenheit, mal mit anderen Kollegen in Kontakt zu kommen und nette Gespräche zu führen.

Die Platte mit den verschiedenen Zutaten

Die Platte mit den verschiedenen Zutaten

Das Durchmixen

Das Durchmixen

Das Lo Hei - mit dabei die gesamte Assurance Abteilung

Das Lo Hei – mit dabei die gesamte Assurance Abteilung

 

 

 

 

Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Eindruck darüber vermitteln, wie das CNY in Singapur gefeiert wird. Für mich sind es hier mittlerweile nur noch knapp 5 Wochen – wie schnell die Zeit hier vergeht ist unglaublich. Kurz vor Ende des Praktikums werdet ihr dann noch einmal von mir hören, dann werde ich auch ein kleines Schlussfazit ziehen.

Bis dahin,

Stefan

Hello from Singapore!

Da ich nun schon mehr als 5 Wochen in Singapur bin, wird es so langsam auch mal Zeit für meinen ersten Blog-Eintrag. Zunächst einmal zu meiner Person: Meine Name ist Stefan, ich bin 20 Jahre alt und komme aus dem schönen Westmünsterland. Ich habe im September 2017 meinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Finance & Accounting an der Goethe-Universität in Frankfurt abgeschlossen. Zum nächsten Wintersemester beginne ich voraussichtlich einen Master in Finance. Ich befinde mich also momentan in einem Gap-Year, welches ich u. a. für Praktika nutze. Daher hat es mich riesig gefreut, die Chance erhalten zu haben, mit PwC Stairway ein 3-monatiges Praktikum im Bereich Assurance bei PwC Singapore absolvieren zu können.

Vorbereitung, Ankunft und erste Eindrücke

Die Vorbereitung verlief super und reibungslos. PwC hat sich um meine Unterkunft gekümmert und mir bei der Flugbuchung geholfen. Das Visum für Singapur war einfach online zu beantragen, und die Impfungen habe ich auch schnell hinter mich gebracht. Bei Fragen konnte ich mich jederzeit an das Stairway-Team wenden, das mir innerhalb kurzer Zeit antwortete.

Nach einem langen Flug war es am 7. Januar dann endlich soweit: Ich war in Singapur angekommen. Mit Freude im Gesicht lief ich am Flughafen Richtung Ausgang, an der auch schon mein Taxifahrer – organisiert von meiner Unterkunft – auf mich wartete. Bei dem ersten Schritt nach draußen war es dann auch schon Zeit für die erste Überraschung: 30 Grad, extrem hohe Luftfeuchtigkeit, und ich in Pulli, langer Hose und an die derzeit in Deutschland herrschenden winterlichen Temperaturen gewöhnt. Ich wusste, dass es heiß werden würde, aber das war mir dann für den Moment dann doch ein bisschen zu viel 😀 Bei der 30-minütigen Fahrt zu meiner Wohnung konnte ich schon erste Eindrücke sammeln und mir einige Dinge beim Fahrer erfragen. Mir fiel sofort auf, wie freundlich und interessiert der Fahrer war. Es stellte sich heraus, dass Fußball auch in Singapur Volkssport Nummer 1 ist. Da Singapur selbst keine großartige Liga hat, wird viel und gerne englischer Fußball geschaut, aber auch viele deutsche Spieler und Teams kannte der Fahrer. Zu meinem Bedauern sympathisierte er vor allem mit Borussia Dortmund, aber jeder macht ja mal Fehler.

Meine Unterkunft ist ein Serviced Apartment und befindet sich in River Valley. Sie ist recht groß, zentral gelegen und bietet viele Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten in der Nähe. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist auch sehr gut, bis zum Office benötige ich ca. 25 Minuten.

Erste Tage und Arbeitsalltag bei PwC Singapore

Das Office

Das Office

Nachdem ich nach meiner Ankunft noch einen ganzen Tag zum Ausruhen und erstem Sightseeing hatte, startete ich am Montag in den Berufsalltag. Die ersten zwei Tage waren für die Einführung vorgesehen. Zunächst stand zusammen mit einigen anderen Praktikanten eine allgemeine IT-Einführung auf dem Programm. Ich war erst einmal ein wenig überfordert, da ich das Englisch, was die Kollegin gesprochen hatte, durch ihren chinesischen Akzent nur sehr schwer zu verstehen war. Nach ca. zwei Stunden wurde ich dann zwei Managern vorgestellt, die mir in der restlichen Zeit der Einführungstage praktisch Einzelunterricht im Prüfungsprogramm und allem anderen gaben. Ob das die effizienteste Lösung war, wage ich mal zu bezweifeln, es war für mich jedoch extrem hilfreich, da ich viele Fragen stellen konnte und in netten Gesprächen weitere Dinge über Singapur erfahren konnte. Des Weiteren habe ich am ersten Tag meine Managerin kennengelernt, die praktischerweise auch Deutsche ist und gerade ihr Secondment in Singapur macht. Ich war sehr froh, als ich dann beim Mittagessen das erste Mal jemanden fließend verstehen konnte 😀 Kleiner Spaß – aber es ist auf jeden Fall hilfreich, einen deutschsprachigen Ansprechpartner zu haben. Ich arbeite eng mit ihr zusammen und unterstütze sie auf ihren Projekten und helfe bei dem, was gerade so ansteht. Ihre Mandanten sind Zweigstellen von deutschen Unternehmen. So ist es nicht unüblich, dass auch beim Mandanten deutschsprachige Anprechpartner vorzufinden sind.

Nach den beiden Einführungstagen ging es dann direkt zum ersten Mandanten. Das Team – bestehend aus 3 Kolleginnen – war super nett und hilfsbereit. Ich fand es sehr gut, direkt von Anfang an in den Prüfungsalltag miteinbezogen zu werden. Man wird definitiv nicht als Praktikant, sondern als vollwertiges Teammitglied behandelt. In der darauffolgenden Woche wurde ich dann ein wenig ins kalte Wasser geworfen. Es ging für zwei Wochen zu einem neuen Mandanten. Dies bedeutet auch ein neues Team – bestehend aus… mir, ja, nur aus mir, und.. naja, meiner Managerin, die sich aber natürlich auch um ihre anderen Mandanten kümmern muss und daher nur etwa die Hälfte der Zeit vor Ort war. Jedoch muss ich sagen, dass diese zwei Wochen trotz der anfänglichen Unsicherheit die lehrreichsten und interessantesten bis jetzt waren. Ich habe eine Prüfung von Beginn an bis zum Schluss mitbekommen und habe praktisch an jedem einzelnen Schritt mitgearbeitet. Mir wurde ein sehr großes Maß an Verantwortung zugetragen. Ich war größtenteils der einzige Ansprechpartner für den Mandanten vor Ort und hatte dadurch, dass logischerweise ich überwiegend für die Besorgung der zur Prüfung benötigten Dokumente zuständig war, sehr viel Kontakt zum Mandanten. So etwas direkt am Anfang des Praktikums zu erleben hätte ich nicht erwartet und ich kann nur sagen, dass es eine sehr tolle Erfahrung war. In den restlichen Wochen war ich dann wieder einige Tage bei einem neuen Mandanten sowie einige Tage im Büro. Das gestaltet die Arbeit sehr abwechslungsreich und es wird nie langweilig.

Wie ist Singapur?

Was einem als erstes ins Auge sticht, wenn man sich die Skyline von Singapur anschaut, ist ihr wohl bekanntestes Gebäude, das Marina Bay Sands Hotel. Für mich ist das einfach der absolute Inbegriff der Skurrilität, Futuristik und Verrücktheit, für die Singapur steht – Ein Hotel, bestehend aus 3 Pfeilern, auf denen sich ein schiffförmiges Konstrukt mit einem 150 Meter langem Pool mit Skyline-Blick befindet. Direkt angrenzend befinden sich die Gardens by the Bay, die nicht nur auch wie die Faust aufs Auge zum Stadtbild Singapur passt, sondern auch ein Symbol dafür sind, was für eine grüne Stadt Singapur doch ist.

Marina Bay Sands Hotel

Marina Bay Sands Hotel

Gardens by the Bay

Gardens by the Bay

 

 

 

 

 

 

 

In Singapur gibt es aber noch viele weitere Dinge zu sehen. Zu den absoluten Highlights gehören neben dem Marina Bay Sands Hotel und den Gardens by the Bay die Insel Sentosa Island, auf der sich u. A. die Universal Studios, das S.E.A. Aquarium und Strände befinden, sowie die zahlreichen Rooftop Bars.

Sentosa Island Beach

Sentosa Island Beach

Universal Studios Singapore

Universal Studios Singapore

 

 

 

 

 

 

SEA Aquarium

SEA Aquarium

Rooftop Bar One Altititude

Rooftop Bar One Altititude

 

 

 

 

 

 

Auch ein Besuch des botanischen Gartens und des Zoos lohnt sich sehr. Für nächtliche Aktivitäten am Wochenende ist auch zahlreich gesorgt. Die auch bei Backpackern sehr beliebte Bar-Areas Clarke Quay und Boat Quay haben mir sehr gut gefallen. Wer gerne in Clubs geht, kommt hier garantiert auch nicht zu kurz.

Blick vom One Altitude

Blick vom One Altitude

Skyline von Singapur

Skyline von Singapur

 

 

 

 

 

 

Singapur bringt aber noch weitere Besonderheiten mit sich. In diesem Land fühlt man sich einfach unglaublich sicher. Alle Leute hier sind sehr friedlich, obwohl sie aus den unterschiedlichsten Kulturen und Religionen stammen. Einen nicht unerheblichen Teil daran trägt die Regierung, die ihre Bürger mit teils hohen Strafen gut in Schach hält. Singapur hat eine unglaublich gute Infrastruktur. Die MRT (U-Bahn) fährt im 3-Minuten-Takt, es fahren sehr viele Busse und für nächtliche Fahrten sind Uber/Taxis eine günstige Alternative.

Singapurer lieben ihre Mittagspause. Diese dauert selten unter einer Stunde an. Man merkt, dass ihnen das Essen sehr wichtig ist. Grundsätzlich gilt, je länger die Schlange vor einem Restaurant, desto besser ist es. So kann es sein, dass man auch gut und gerne mal 20 Minuten wartet, um überhaupt erstmal einen Platz zu bekommen.

Singapur bietet eine riesengroße Vielfalt an Essen. Sämtliche asiatische Küchen sind vertreten. Das komplette Angebot bekommt man in den sogenannten Hawker-Centern. In diesen befinden sich je nach Größe 5 bis 50 verschiedene kleine Verkaufsstände, die alle verschiedenstes Essen servieren. Ein weiterer Vorteil: Sie sind sehr günstig. Schon für gerade einmal 3 Euro bekommt man ein vollwertiges Gericht. Diese Möglichkeit nutze ich auch immer nach der Arbeit, sodass ich hier bis jetzt sogar noch nicht selbst gekocht habe. Das lohnt sich aber auch einfach nicht, da Lebensmittel im Supermarkt im Vergleich zu Deutschland zwei bis drei mal so teuer sind und das Essen in den „Mini-Restaurants“ auch einfach lecker ist.

So, damit habe ich pünktlich zum Chinese New Year’s Eve meinen ersten Blog-Eintrag vollendet. Nun beginnt für mich das lange Wochenende, an dem ich vermutlich viel Zeit in Chinatown verbringen werde. Hiervon und von weiteren Dingen werde ich euch dann in meinem nächsten Blog-Eintrag berichten. Das soll es nun erst einmal gewesen sein. In diesem Sinne:

Happy Lunar New Year

Stefan

NYE in NYC

Good morning New York,

von Frankfurt a.M. flog ich am 30.12.2017 nach New York, was mir ermöglichte Silvester im Big Apple zu feiern. Bevor ich die Reise antreten konnte, musste allerdings einiges vorbereitet werden. Folgend berichte ich euch von den Vorbereitungen und den ersten Tagen in den USA.

 

Persönliches

Mein Name ist Arasch und ich absolviere das PwC Stairway Praktikum im Bereich Assurance in McLean, USA für 4 Monate. Derzeit studiere ich International Management an der Bocconi Universität in Mailand, Italien und an der Fudan Universität in Shanghai, China. Hierbei handelt es sich um ein Doppelmaster-Programm, das mir ermöglicht jeweils 1 Jahr in Italien und China zu leben. Da ich bereits einige Arbeits- und Studienerfahrungen in Ostasien sammeln durfte, strebte ich ein Praktikum im “Westen” an. PwC bietet das wohl strukturierteste und umfassendste Programm für Auslandspraktika in seiner Industrie, weswegen ich mich für das Stairway Programm entschied.

Visum

Für das Praktikum in den USA benötigte ich ein J1-Visum. Die Vorbereitung des Visumantrags wird von PwC Deutschland und PwC US koordiniert, weswegen mir wenig Arbeit zufiel. Im Laufe der vergangenen Wochen war ich regelmäßig mit PwC US in Kontakt und sendete angefragte Informationen zu. Anschließend wurden mir Unterlagen von PwC US zugeschickt. Beim US-Konsulat musste ich diese vorlegen und einige Fragen beantworten. Zwar wurden mir aufgrund meines iranischen Hintergrunds sichtlich mehr Fragen als anderen Visa-Antragsteller gestellt, jedoch verlief alles problemlos, sodass mir mein Visum bereits am Ende des Gesprächs bestätigt wurde. Reisepass inclusive Visum erhielt ich innerhalb weniger Tage per Post zurück. Das Visum ermöglicht die Einreise bis zu 30 Tage vor Praktikumsstart, wovon ich Gebrauch gemacht habe.

Sonstige Vorbereitungen

Da das Stairway-Team meinen Aufenthalt in D.C. plante und vorbereitete, musste ich mich um kaum etwas kümmern. Über die Leistungen, die ich von PwC erhielt, erfahrt ihr mehr in meinem nächsten Eintrag. Letztlich musste ich lediglich meine Koffer packen und einen Flug buchen.

 

Erste Tage in den USA

Wie bereits erwähnt kann man mit dem Visum einige Zeit vor Praktikumsbeginn einreisen. Dies nutzte ich, um vor Arbeitsbeginn eine Woche in New York zu verbringen. Nach einer aufregenden Silvesterparty in Brooklyn zum Auftakt, nutzte ich die folgenden Tage um die Stadt zu erkunden und die “Must-Sees” (z.B. Empire State, Rockefeller, Statue of Liberty, The Metropolitan Museum of Art) zu besichtigen. Generell kann ich jedem empfehlen die bekannten Hauptattraktionen zu besichtigen. Hierbei gefiel mir das Metropolitan Museum of Art mit seinen historischen Kunstsammlungen am besten. Zudem genoss ich das ziellose flanieren in den Straßen New Yorks, wobei ich hier, aufgrund der eisigen Kälte (an der Ostküste herrschte der kälteste Winter seit Jahrzehnten), einige Pausen einlegen musste. New York City ist äußerst multikulturell und setzt sich aus Bevölkerungsgruppen verschiedenster Ethnien zusammen. Ob man es nun als „Melting Pot“ oder „Salad Bowl“ bezeichnen möchte sei jedem selbst überlassen. Fest steht jedoch, dass ich solch kulturelle Vielfalt in bisher keiner anderen Stadt erlebt habe.

Ich werde euch bald mehr von meinem Aufenthalt in den USA erzählen und euch Einblicke in meinem Arbeitsalltag in McLean geben.

Bis bald,

Euer Arasch

Bye-bye Beijing!

Kaum zu glauben, aber mein Praktikum bei PwC Peking im Bereich Advisory neigt sich dem Ende zu. Morgen ist mein letzter Arbeitstag. Nicht nachvollziehbar, wie schnell die Zeit hier in Peking verging. Gerne möchte ich heute nochmal meine Eindrücke zum Praktikum bei PwC China schildern. Weiterhin nehme ich euch in einem Schnelldurchlauf mit auf meiner kulturellen Reise durch China und erzähle euch von meinen Eindrücken. Am Ende ziehe ich noch ein kurzes Fazit.

Mein Praktikum bei PwC Peking

Letztes Mal habe ich bereits meine Aufgaben im Team, sowie den Inhalt des Projektes in welchem ich mitwirke, ausführlich erläutert. Grundsätzlich hat sich dabei nichts Großes verändert – ich bin eingearbeitet und habe meine Verantwortlichkeiten. Meine Kollegen erfreuen sich immer wieder daran, wenn ich durch Vergleiche zum deutschen Markt neue Impulse setze. Auf Grund der kulturell-bedingten unterschiedlichen Perspektive auf das Geschehen in der Automobilbranche entstehen oftmals interessante Diskussionen. Durch die verschiedenen Gesichtspunkte können sowohl ich, als auch meine chinesischen Kollegen gleichermaßen voneinander profitieren, was sehr hilfreich ist.

Fernab vom Tagesgeschäft steht Teamwork bei PwC Peking nicht nur im Büro an erster Stelle, sondern auch abseits der Geschäftswelt bei Firmenveranstaltungen. Vor kurzem hat nach Feierabend ein Sportevent des gesamten Advisory Bereiches stattgefunden. Jede Abteilung hat dabei ein Team gebildet und ist in verschiedenen Sportarten (Basketball, Sackhüpfen, Seilziehen und Tuch-über-den-Kopf-Ziehen) gegeneinander angetreten. Von insgesamt acht Abteilungen hat mein Bereich sogar den zweiten Rang belegt. Als einziger Ausländer war ich der gefeierte Held meines Teams. Nichtdestotrotz war es toll zu sehen, wie aus vielen einzelnen (teilweise sehr schüchternen) Kollegen/-innen am Ende eine Einheit gewachsen ist. Sport verbindet einfach! Von diesem interessanten Abend möchte ich euch gerne ein paar Bilder zeigen:

 

Tuch-Über-Den-Kopf-Zieh-Spiel

Aufwärm-Programm

Mein Sport-Team

 

 

 

 

 

 

Ein weiteres Firmenevent stellt zufälligerweise auch meinen Abschluss dar. Nach Ende meines letzten Arbeitstages findet ein sog. Holiday Dinner statt. Dies ist vergleichbar mit einer Weihnachtsfeier. Hierauf freue ich mich schon sehr und bin gespannt, ob ich von der Firmen-Tombola ein Weihnachtsgeschenk mit nach Hause nehmen kann.

Meine Reise durch China

In meinem ersten Blogeintrag habe ich euch bereits einen ganz kleinen Einblick in meine Freizeit gewährt. Gerne möchte ich euch kurz berichten, welch spannenden Dinge ich hier während meiner Praktikanten-Zeit unternommen habe.

Während meines drei-monatigem Praktikum hätte ich Peking zur Erkundung von Sehenswürdigkeiten eigentlich gar nicht verlassen müssen. Aufgrund der langen Geschichte dieser Stadt beherbergt Peking bedeutendes Kulturerbe. Kein Besuch führt an der Verbotenen Stadt, dem Sommerpalast, dem Himmelspalast und dem Tian’anmen-Platz vorbei. Hier wurde Geschichte geschrieben. Mich als Nicht-Asiaten hat dies aufgrund seiner Gegensätzlichkeit zu westlichen Kulturerben total begeistert und fasziniert. Gerne möchte ich mit euch meine Eindrücke teilen:

 

In der Verbotenen Stadt mit meinem Kollegen

Blick auf den Sommerpalast

Tian’anmen-Platz

 

 

 

 

 

 

Ferner hat Peking noch viel mehr als Kulturgeschichte zu bieten. Mir als Sport-Fan hat vor allem auch der Olympia Park mit seinem Vogelnest (Name des Leichtathletik Stadions) und dem Water Cube (Name der Schwimmarena) sehr gefallen – auch wenn die Olympiade leider schon lange vorbei ist. Bei gutem Wetter habe ich auch gerne die vielen Parks in Peking besucht, u.a. den Jingshan Park, den Beihai Park und den Chaoyang Park. Sehenswert ist auch das 798 Künstlerviertel im Norden der Stadt. Hier gibt es viele Kunstaustellungen, Hip-Cafés und europäische Restaurants.

 

Blick vom Jingshan Park auf die Verbotene Stadt

Water Cube im Olympia Park

798 Künstlerviertel

 

 

 

 

 

 

Um mir ein möglichst breites Bild von China machen zu können, habe ich an den Wochenenden an vielen Exkursionen teilgenommen bzw. bin mit Freunden verreist. Nahe Peking befinden sich bspw. die Po feng Ling Berge, in welchen ich wandern war und natürlich die Chinesische Mauer. Die Wanderung über einen Klettersteig von dem ältesten, nicht restaurierten Teil der Mauer hin zum restaurierten, touristischen Teil zählt sicherlich zu meinen Highlights hier in China. Zum Abschluss konnte man noch mit einer Sommerrodelbahn von der Chinesischen Mauer ins Tal hinunterfahren. Zu beiden Ausflügen möchte ich euch auch ein paar Fotos zeigen:

 

Chinesische Mauer (1)

Chinesische Mauer (2)

Wandern in den Po feng Ling Bergen

 

 

 

 

 

 

Weiterhin habe ich Wochenend-Reisen ins fernere Qingdao, Chengdu und Xi’an unternommen. Alle drei Städte haben mich total begeistert. Keine ähnelte der anderen. In Qingdao habe ich die Spuren der ehemaligen Kolonie des Deutschen Reiches erkundet und u.a. die in der Kolonialzeit entstandene Brauerei Tsingtao besucht. In den Süden Chinas hat es mich aufgrund der Stadt Chengdu gezogen. Diese betitelt sich zurecht als die „Panda-Hauptstadt“ der Welt, in welcher eine Einrichtung für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Tierart sorgt. Zudem ist Chengdu für seinen sehr scharfen Hot Pot bekannt. Ferner hat es mich noch in die historische Stadt Xi’an verschlagen. Ausschlaggebend war die Terrakotta-Armee, welche zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Dieses Museum hat mich stark beeindruckt. Macht euch selbst ein Bild von meinen Ausflügen:

 

Besuch der Tsingtao Brauerei

Pandas in Chengdu

Terrakotta-Armee

 

Fazit

Zusammenfassend kann ich mich bei PwC für diese einzigartige Möglichkeit nur bedanken! Die letzten drei Monate waren für mich sehr spannend und aufregend. Jeden Tag habe ich neue kulturelle Unterschiede entdeckt und meinen westlichen Horizont

mit dem der asiatischen Denkweise erweitert. Auch wenn ich zu Beginn einen kleinen Kulturschock hatte, kann ich jedem nur eine Reise ins Reich der Mitte empfehlen. Die Gegensätzlichkeit zur deutscher oder westlichen Kultur hat mich sehr beeindruckt!

Ich wünsche allen Bewerbern für das Stairway Programm 2018 viel Erfolg beim Auswahlverfahren. Seid offen für jedes Land und jede Kultur und nutzt die „opportunity of a lifetime“.

Frohe Weihnachten allerseits!

Beste Grüße, Tim