Es war mir eine Ehre, Shanghai!

Ein leider letztes Mal: Hallo aus Shanghai!

Die letzten drei Monate sind für mich wie im Flug vergangen. Jetzt heißt es schon wieder: Koffer packen, Abschied nehmen und in den Flieger steigen. Doch zuvor möchte ich euch noch von meinen letzten Wochen hier in Shanghai berichten.

Arbeit

Nach wie vor unterstütze ich die GBG bei allem was anfällt: Präsentationen werden erstellt, an Proposals mitgearbeitet, chinesische Kollegen bei Fragen zum deutschen Steuerrecht unterstützt. Die Arbeit ist und bleibt abwechslungsreich. Zudem musste ich einige Arbeiten, die ich während meiner Zeit hier angestoßen habe, noch zum Abschluss bringen. Besondere Veranstaltungen, wie beispielsweise das CFOB, haben auf Grund einer kleinen „Sommerpause“ in letzter Zeit nicht stattgefunden.

Freizeit

Wie im letzten Post bereits angedeutet, habe ich an meinen letzten Wochenenden in China auch noch ein bisschen das Land erkundet. Ein Hightlight hierbei war sicherlich Xi’an. Als Hauptstadt der Shaanxi Provinz im nordwesten Chinas hat Xi’an mehrere Highlights zu bieten. So kann man von dort aus in einem Tagestrip den Berg Huashan besteigen, der zu einem der 5 heiligen Berge in China zählt. In Xi’an selbst kann man bei einer Fahrradtour auf der großen Stadtmauer die Innenstadt umrunden. Zudem zählt der Besuch der Terrakotta Armee mit Sicherheit zum Pflichtprogramm bei jedem Xi’an Aufenthalt.

 

 

 

 

 

 

 

In zwei weiteren Aufenthalten habe ich zudem Hangzhou und Zhujiajiao besucht. Die für chinesische Verhältnisse eher „kleinere“ Stadt Hangzhou (ca. 8 Millionen Einwohner) hat mit dem Westlake vor allem landschaftlich einiges zu bieten. Zhujiajiao hingegen ist eine alte Wasserstadt, die von Shanghai aus mit der Metro zu erreichen ist.

 

Fazit

In meinem letzten Post möchte ich mir auch die Zeit nehmen, ein Fazit für das Praktikum zu ziehen. Wie ihr vielleicht in meinen Posts bemerkt habt, habe ich meine Zeit in Shanghai in jeglicher Hinsicht genossen! Die anderen Mitglieder der GBG sind super nett und hilfsbereit, die Aufgaben waren (zumindest überwiegend 😉 ) spannend und vielseitig. Die Kollegen hier haben sich stets alle Zeit genommen, um meine Fragen zu beantworten und Sachverhalte zu erklären. Shanghai selbst ist eine lebenswerte Stadt, multikulturell und vor allem die Möglichkeiten für die abendliche Freizeitgestaltung sind schier unendlich. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal PwC und insbesondere dem Stairway Team für die tolle Organisation danken. Falls jemand mit dem Gedanken eines Auslandspraktikums spielt, zögert nicht euch bei Stairway zu bewerben. Ihr werdet es garantiert nicht bereuen!

Endlich Angekommen in Shanghai

Hallo zusammen aus Shanghai!

Kaum zu glauben, aber wahr – jetzt bin ich schon 2,5 Wochen hier in China und es fühlt sich so an, als wäre ich gerade erst angekommen. Ich möchte mir jetzt allerdings trotzdem einmal die Zeit nehmen und euch von meinen ersten Tagen in Shanghai berichten:

Ich bin Jens, 24 Jahre alt und werde als einer der letzten Stairway Praktikanten dieses Jahr knapp drei Monate bis Ende Juli in Shanghai in der PwC German Business Group (GBG) verbringen. Zu Hause in Münster habe ich das dritte Mastersemester in BWL, Major Accounting, bereits hinter mich gebracht. Nach meiner Rückkehr steht also „nur“ noch die Masterarbeit auf dem Programm.

Vor mittlerweile fast 1,5 Jahren habe ich mir überlegt, dass ich noch einmal einige Zeit im Ausland verbringen möchte. Da ich bereits im Bachelor ein Semester im Ausland studiert habe, wollte ich nun lieber einmal die Arbeitswelt in einer anderen Kultur kennen lernen. Durch absoluten Zufall bin ich auf das Stairway Programm aufmerksam geworden. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ich damals keine Ahnung hatte, welch unfassbares Glück ich hatte, dass ich mich durch diesen Zufall bei PwC beworben habe. Sämtliche Organisation und Formalia im Vorfeld des Praktikums (und das ist gerade bei einem Praktikum in China nicht wenig!) wurde mir durch das Stairway Team abgenommen, inklusive die Suche nach einer Unterkunft. Vielen Dank an dieser Stelle dafür! Jetzt möchte ich euch aber ein bisschen was über mein Leben hier erzählen:

Anreise

Am 6. Mai vormittags bin ich in Shanghai gelandet und habe mich durch die Einreisebestimmungen gekämpft, bevor es schon zu einem ersten persönlichen Highlight kam: Ich bin mit der Maglev, der Magnetschwebebahn, vom Internationalen Flughafen Pudong im Osten der Stadt Richtung Stadtzentrum gefahren – bzw. eher gerast.

Leider fährt die Maglev die meiste Zeit des Tages „nur“ noch 300 km/h statt den möglichen 420 km/h. Dennoch ist man so erheblich schneller als mit der U-Bahn. Ich muss allerdings zugeben, dass die Fahrt mit der Maglev weit weniger aufregend war, als ich es mir vorgestellt habe. Es ist im Prinzip wie eine Fahrt in einem etwas in die Jahre gekommenen ICE…

Im Hotel angekommen wurde ich bereits direkt mit der chinesischen Zuverlässigkeit konfrontiert: Nach einer alles in allem knapp 24 stündigen Anreise komme ich verschwitzt und erschöpft, vollgepackt mit zwei Koffern plus Rucksack, in dem Hotel an, dass für die nächsten drei Monate mein zu Hause sein sollte. Ich möchte duschen, auspacken, die Stadt erkunden – doch weit gefehlt. Im Hotel, in dem ich unterkommen sollte, war kein Zimmer für mich reserviert. Nachdem ich zumindest Valentin, den anderen Praktikanten der GBG, erreichen konnte, haben wir an der Rezeption mit vereinten Kräften versucht herauszufinden, wo ich denn nun schlafen soll. Nach langem hin und her und stetigem Beharren hat sich herausgestellt, dass im Nachbarhotel (die beiden Hotels gehören wohl zusammen) eine Reservierung für mich vorliegt. Alles zum Glück also halb so wild. Hier in China muss man einfach einen Grundsatz befolgen, den mir Sarah, die Managerin und Praktikantenbetreuerin der GBG, mit auf den Weg gegeben hat: Der stete Tropfen höhlt den Stein. Sprich: Wenn man oft genug nachfragt, findet sich immer eine Lösung.

Arbeit

Nachdem der Vormittag meines ersten Arbeitstages aus einem Welcome Day für alle Neueinsteiger bei PwC in Shanghai bestand, habe ich nachmittags bereits das Team der GBG kennen gelernt. Alle hier sind sehr nett und ich fühle mich bereits gut im Team aufgenommen. Vor allem Sarah, die bereits erwähnte Managerin der GBG, kümmert sich sehr super um die Praktikanten!

Die Arbeit besteht hier im Wesentlichen, wie ihr bei den vorherigen Praktikanten bereits lesen konntet, nicht aus elementarem Steuerrecht sondern vielmehr aus Organisieren, Vernetzen, Betreuen: Chinesische Tochterunternehmen von deutschen Konzernen wünschen sich häufig auch vor Ort deutschsprachige und vor allem deutsch denkende Ansprechpartner. Diese stellen die Mitglieder der GBG dar und übernehmen häufig die Kommunikation zu den Spezialteams, die aus den chinesischen Kollegen bestehen. Aber nicht nur die Art der Arbeit, auch die Räumlichkeiten hier in Shanghai stehen im Kontrast zum deutschen Pendant: Da Platz hier teuer ist, haben lediglich Direktoren und Partner eigene Büros. Alle anderen Mitarbeiter finden streng hierarchisch geordnet in einem einzigen Raum rund um die Aufzugsschächte in der Mitte Platz: Senior Manager dürfen am Fenster sitzen, Manager daneben. Die Arbeitsplätze in der Mitte des Raumes sind den (Senior) Associates, Sekretärinnen und Praktikanten vorbehalten. Ihr merkt schon: Hierarchie wird in China groß geschrieben. Dafür kann man sich aber bei Bedarf in einen Quiet Room mit fantastischer Aussicht zurückziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Freizeit

In Shanghai kann man aber nicht nur arbeiten, sondern auch unendlich viel unternehmen und erleben: Kulinarisch gibt es hier sämtlich Geschmacksrichtungen, die man sich vorstellen kann! Da man hier für gewöhnlich sowohl mittags als auch abends im Restaurant essen geht, hat man genug Möglichkeiten alles zu entdecken. Und auch ansonsten hat Shanghai vieles zu bieten, vor allem aber extreme Gegensätze: In den einzelnen Stadtbezirken, wie zum Beispiel dem French Quarter oder Teilen der Altstadt, kann man prima erkennen, wie traditionelle, chinesische Lebensweisen auf futuristische Hochhäuser trifft. Während man im Vordergrund die niedrigen Gebäude sieht, vor denen die Bewohner die Wäsche zum Trocknen nach draußen hängen, ragt im Hintergrund schon ein moderner Glaskasten bzw. die komplette Skyline in den Himmel. Auf kurz oder lang werden aber wohl auch diese traditionellen Viertel den Hochhäusern weichen müssen…

 

 

 

 

 

 

 

Bei diesen ersten Eindrücken möchte ich es hiermit erst einmal belassen. In den kommenden Wochen werde ich mich wieder bei euch melden und noch mehr von meiner spannenden Zeit hier in China berichten!

Bis dahin

Jens

 

Aus Frühling wird Sommer

Hallo zusammen!

In Shanghai nähert sich das Wetter so langsam sommerlichen Temperaturen. Trotz zeitweiser Kälteeinbrüche liegt die durchschnittliche Temperatur doch meistens auf dem Level: „Meine Jacke lasse ich besser zu Hause“. Während dieser warmen Tage lernt man Shanghai noch mal von einer anderen Seite kennen: Man kann abends bei einem Bierchen gemütlich draußen sitzen, sein Abendessen im Freien zu sich nehmen oder auch nach dem Lunch noch eine Runde durch den Park schlendern.

Aber nicht nur Shanghai lerne ich von einer anderen Seite kennen – andere Städte lerne ich ganz neu kennen. So habe ich den Feiertag Anfang April genutzt, um mit ein paar Münsteraner Studenten die Gegend um Guilin in Südchina zu erkunden. Hier glich das Wetter eher einem lauen Frühlingslüftchen, aber die Landschaft war trotzdem atemberaubend.

Auch auf der Arbeit gibt es einige Neuigkeiten: Das Prüfungsmandat eines deutsch-chinesischen Joint Ventures, auf dem ich ein wenig mitgearbeitet habe, ist abgeschlossen. Zudem arbeitet seit Anfang April ein neuer Praktikant in der GBG, und insgesamt weicht auch im Arbeitsleben das Frühlingsgefühl (das Gehirn erwacht langsam zum Leben) einem Sommergefühl (ich bin zwar aktiver und mache mehr, komme aber auch manchmal ins Schwitzen).

Work…

Arbeitsplatz

Eine große Änderung im Arbeitsalltag besteht seit April für mich in einer Änderung meines Arbeitsplatzes. Während ich in den ersten Wochen im Infinitus-Tower, einem der drei Gebäude, in denen PwC in Shanghai Offices hat, saß, bin ich nun in das PwC Center umgezogen. Das ist eine Umstellung in Bezug auf mein Arbeitsumfeld. Im Infinitus-Tower saß ich bei den Kollegen der Tax-Abteilung, die alle einen festen Sitzplatz mit festem Schreibtisch haben.

Im PwC Tower sitze ich bei den Assurance-Kollegen, die sich mehr oder weniger wahllos an großen Gruppentischen platzieren und dort ihren Wust an Dokumenten ausbreiten. Mit diesen Kollegen arbeite ich allerdings nicht zusammen, sondern habe mich lediglich dort platziert, um in der Nähe des deutschen Partners, der die German Business Group (GBG) leitet, zu sitzen. Mein ursprünglicher Platz wird jetzt von einem Tax-Praktikanten belegt.

Es ist interessant, hier die beiden Arbeits- und Sitzatmosphären kennenzulernen. In meinen bisherigen Praktika habe ich entweder in abgeschlossenen Büros mit wenigen Kollegen gesessen oder war regelmäßig bei Mandanten unterwegs. Zwar geht es hier bei den Assurance-Kollegen wesentlich lauter zu, allerdings ist es ein Grundgemurmel, bei dem ich festgestellt habe, dass ich mich ganz gut konzentrieren kann. Nicht zuletzt freue ich mich aber auch, dass der ganze Papierkram in der Mitte dieses Tisches nicht mir gehört 😉

Inhaltliches

Wie bereits im letzten Eintrag angeklungen war ich für ein paar Tag auf einem Prüfungsmandat eines chinesisch-deutschen Joint Ventures eingesetzt. In diesem Zusammenhang war ich einen Tag in einer kleinen Stadt (klein bedeutet in diesem Zusammenhang immer noch mehrere Millionen Einwohner), deren Namen ich allerdings schon wieder vergessen habe. Zusammen mit dem chinesischen Manager und seinem Prüfungsteam haben wir eine Fabrikbesichtigung gemacht und die Geschäftsleitung des Unternehmens kennengelernt.

Die Fabrikbesichtigung war sehr spannend. Obwohl ich in Deutschland noch nicht viele Fabriken von innen gesehen habe, war ich zumindest in zwei Fabriken einer ähnlichen Branche und mein Fazit: hier ist es anders! Der Geschäftsführer des Unternehmens ist Deutscher und vor kurzem nach China ausgewandert. Dazu habe ich inhaltlich an einigen Fragestellungen gearbeitet, dann allerdings wieder aus dem Office.

Um dazu ein Beispiel zu geben: In China besitzt der Staat sämtliche Grundstücke. Das heißt, ein Unternehmen kauft nicht einfach ein Grundstück, sondern erhält lediglich ein beispielsweise 50-jähriges Nutzungsrecht an diesem Grundstück, auf dem es dann seine Fabriken und andere Gebäude bauen darf. Meine Aufgabe war dann herauszufinden, wie man diesen länderspezifischen chinesischen Sachverhalt nach deutschem Handelsrecht abbilden sollte.

Neben solchen Fragestellungen arbeite ich auch noch fleißig an der Erstellung von Folien für Proposals oder internen Präsentation. Die Arbeit hier ist vor allem deswegen spannend, da man als Praktikant direkt dem deutschen Partner zugeordnet ist, der einen gerne mit Aufgaben versorgt, die stark strategisch geprägt sind und nicht ausschließlich inhaltlich oder organisatorisch. Das ist sehr spannend, weil ich so die Möglichkeit bekomme, auch mal hinter die Kulissen einiger Mandate, Branchen oder Unternehmen zu schauen.

… & Travel

Suzhou

Die Stadt Suzhou ist bekannt für seine vielen Gärten und die Altstadt. Als wir dort an einem Samstag waren, haben die Gärten zwar noch nicht sehr stark geblüht, aber überfüllt war es trotzdem. Lediglich ein kleiner Garten etwas abseits war relativ leer und idyllisch. Die Gärten haben hier alle witzige Namen, zum Beispiel gibt es den „Garten des Meisters der Netze“ oder den „Garten des bescheidenen Beamten“.

 

Südchina: Guilin & Yangshuo

Im Süden Chinas, genauer gesagt in der Guangxi Provinz, waren wir insgesamt ca. 3,5 Tage, da ein chinesischer Feiertag uns ein verlängertes Wochenende geschenkt hat. Es war das Qingming-Fest, ein Feiertag, bei dem die Toten geehrt werden. Es werden Feuerwerke und Böller vor Gräbern angezündet und diese geschmückt. Ich weiß ja nicht, wie ich das finden würde, wenn vor meinem Grab jedes Jahr ein Haufen Böller angezündet würde, aber naja.

Auf diese Weise werden hier Gräber während des Qingming-Festes geschmückt.

Sonnenuntergang in Yangshuo

Die Landschaft des 20-yuan-Scheines

Twin Pagodas in Guilin

Longsheng Rice Terassen Nähe Guilin

Arbeitsfreier Alltag & Ausblick

Arbeitsfreier Alltag

Mein Alltag außerhalb der Arbeit ist alles andere als langweilig. Dennoch wird es nach einiger Zeit immer schwieriger, das „besondere“ am Alltag zu identifizieren und zu kommunizieren. Wie auch in Deutschland ist man viel mit Freunden unterwegs, genießt die ein oder andere Happy Hour oder ein gutes Essen. Sprachprobleme sind natürlich nach wie vor vorhanden, aber im Zweifel umgeht man einfach Restaurants, die keine Speisekarte mit Bildern haben. Man kommt also auch so gut durchs Leben 🙂

Alltagsimpressionen

Ein smogfreier Blick auf Pudong

Dem Alltag enfliehen: Ein Nachmittag im Century Park in Shanghai.

Gleich um die Ecke meines Apartments: Tianzifang!

Kulinarische Impressionen

Sushi ist hier sehr günstig!

Auch vietnamesische Pho-Suppe kann man hier gut essen!

Hervorragend ist auch Korean BBQ!

Ausblick

Was den Bereich „Travel“ angeht, kann ich schon einen ganz guten Ausblick geben: Am Wochenende geht es für mich endlich einmal nach Peking. Auf dem Plan stehen die Mauer und die Verbotene Stadt und nicht zu vergessen eine entweder abenteuerliche oder komfortable Fahrt mit dem Nachtzug. Am darauffolgenden Wochenende erklimme ich hoffentlich die Yellow Mountains. Danach ist mein Praktikum auch schon fast zu Ende, allerdings werde ich im Anschluss noch etwa 3 Wochen durch China reisen, bevor es zurück nach Deutschland geht.

Der Bereich „Work“ ist da noch etwas unklarer. Da zwei Drittel der German Business Group Shanghai (= zwei Personen) in den kommenden zwei Wochen auf einem Business Trip in Deutschland sein wird, bin ich zwar erst einmal mit Aufgaben versorgt worden. Dennoch kann es natürlich sein, dass einige spontane Anfragen aus Deutschland kommen. Ansonsten gibt es immer einige Dauerbrenner, die es zu bearbeiten / abzuarbeiten gilt. Es wird also nicht langweilig!

 

Sonnige Grüße!

Catarina

Frohe Weihnachten und Abschied aus Shanghai!

Hallo zusammen,

morgen geht es für mich bereits wieder nach Deutschland, um Weihnachten zuhause verbringen zu können – die Zeit verging wirklich unglaublich schnell! Aber vorher möchte ich euch noch von meinen letzten Wochen erzählen.

Weihnachtsstimmung in Shanghai

Am vergangenen Wochenende habe ich die Zeit genutzt, um trotz Smog und relativ warmen Temperaturen in Weihnachtsstimmung zu kommen – ich war zusammen mit Freunden auf einem Weihnachtsmarkt in Shanghai. Hier gibt es in der ganzen Stadt verstreut tatsächlich eine relativ große Anzahl von Weihnachtsmärkten, die allerdings alle doch recht klein sind. Auf dem Weihnachtsmarkt, den wir besucht haben, gab es einen tollen großen Weihnachtsbaum und fast ausschließlich Stände mit Essen aus verschiedenen Regionen – von Mexiko, über Frankreich bis hin zu Indonesien. Selbst Cafés wie Starbucks und Costa Coffee hatten dort einen Stand. Durch die Weihnachtsmusik und die schöne Gestaltung des Weihnachtsmarktes kam definitiv Weihnachtsstimmung auf. Wie ihr seht kann also nicht nur Paris mit einem Weihnachtsmarkt glänzen 😉

Ausflug nach Hangzhou

Ein Wochenende zuvor habe ich noch einen letzten Ausflug unternommen und bin nach Hangzhou gefahren – diesen Trip kann ich euch definitiv empfehlen, wenn ihr einmal nach Shanghai kommen solltet. Mit dem Schnellzug war ich innerhalb von knapp 50 Minuten in der ca. 170 km entfernten Stadt. Zugfahren ist hier immer wieder ein Erlebnis, da die Bahnhöfe aufgrund ihrer Größe mehr an einen Flughafen als an einen Bahnhof erinnern. Allerdings funktioniert das Reisen mit dem Zug hier wirklich sehr gut (sogar meiner Meinung nach besser als in Deutschland), da bisher alle Züge pünktlich waren, sehr schnell sind und man automatisch einen festen Sitzplatz mit dem Zugticket zugewiesen bekommt.

Hangzhou ist vor allem für den großen See, an dem es liegt, bekannt – den Westsee. Der See war eine wirklich tolle Abwechslung zum Trubel in Shanghai, da er wirklich toll angelegt ist und es Wanderwege rund um den See gibt. Leider war das Wetter an dem Tag etwas bewölkt, aber trotzdem sah der See wirklich sehr schön aus – aber überzeugt euch selbst auf den folgenden Bildern!

Abschied von Shanghai

Zum Abschied war ich gestern Abend noch in einer Bar im 87. Stock des Jin Mao Buildings. Die Aussicht und vor allem die Höhe ist wirklich beeindruckend. Obwohl ich die Aussicht auf Shanghai nun wirklich schon oft aus verschiedenen Perspektiven gesehen habe, kann sie mich immer wieder begeistern! Aus dem 87. Stock des Jin Mao Buildings kann man sogar auf die darunterliegenden Stockwerke herunterschauen und ich habe mein Handy wirklich sehr fest umklammert, um das folgende Foto zu machen.

Ich hatte eine wirklich großartige Zeit hier und kann es euch nur empfehlen diese Stadt einmal zu besuchen, wenn ihr die Chance dazu habt. Außerdem möchte ich mich gerne beim Stairway Team für die tolle Organisation und bei der German Business Group hier in Shanghai für die unvergessliche Zeit bedanken!

Auch wenn es für mich jetzt wieder nach Deutschland geht, werdet ihr weiterhin neue Einträge über Shanghai lesen können, denn Annika, die andere Stairway Praktikantin, bleibt noch eine Weile hier. Wir haben euch außerdem direkt noch ein kurzes Video mit Weihnachtsgrüßen an diesen Blog angehängt – klickt dazu einfach auf den folgenden Link.

Weihnachtsgrüße aus Shanghai

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Rabea

 

Die Weihnachtszeit in Shanghai beginnt!

Hallo zusammen,

morgen beginnt der Dezember und es kommt langsam auch in Shanghai Weihnachtsstimmung auf, obwohl in China eigentlich kein Weihnachten gefeiert wird. Rund um das PwC Büro gibt es einige aufwändig geschmückte Weihnachtsbäume und die normalen Bäume sind sehr hübsch mit Lichterketten dekoriert. Außerdem sind die Temperaturen deutlich gefallen und aufgrund von Luftfeuchtigkeit und Wind fühlt es sich teilweise schon sehr winterlich an. Auch im PwC Büro selbst kommt Weihnachtsstimmung auf, denn ich helfe zur Zeit u.a. bei der Organisation der Weihnachtsgrüße.

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Da ich euch bisher generell wenig über das PwC Büro in Shanghai erzählt habe, möchte ich das jetzt gerne nachholen. Ich unterstütze in meinem Praktikum hauptsächlich die German Business Group in Shanghai. Diese besteht aus fünf deutschen Kollegen und einer chinesischen Kollegin aus dem Tax und Assurance Bereich. Da ich zur Zeit die einzige Praktikantin innerhalb der German Business Group bin, unterstütze ich beide Bereiche mit verschiedenen Aufgaben. Ich helfe zum Beispiel bei der Pflege von Datenbanken, bei der Organisation von Events, bei der Erstellung von Präsentationen oder Übersetzungen von deutschen Dokumenten ins Englische. Da die prüfungsrelevanten Dokumente häufig in Chinesisch sind, fallen für mich eher administrative Aufgaben an. Insgesamt gibt es aber viele verschiedene Aufgaben und es wird daher nie langweilig. Es gibt in Shanghai drei Gebäude mit Büros von PwC und da es größtenteils Großraumbüros gibt, bekommt man auch viel über die Arbeitsweise der Chinesen mit. Im Vergleich zu Deutschland werden die einzelnen Schreibtische hier zum Beispiel sehr stark mit persönlichen Dingen dekoriert – man findet eigentlich fast keinen Schreibtisch, der nicht mit persönlichen Bildern, Blumen oder anderen Dekorationen gestaltet ist. Die Schreibtische für Neuanfänger werden zudem mit bunten Luftballons in PwC Farben und einem Pappschild mit „I am fresh“ gekennzeichnet. Außerdem haben viele chinesische Kollegen Stofftiere auf ihrem Schreibtisch, die entweder dazu dienen gemütlicher zu sitzen, oder um sie in der Mittagspause als Kopfkissen für einen kurzen Mittagsschlaf zu benutzen. Es ist also sehr farbenfroh und grün im Büro und vor allem aus den höheren Stockwerken hat man eine tolle Sicht auf die Stadt.

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Die chinesischen Kollegen fangen außerdem morgens eher später an zu arbeiten, was aber auch an der Größe der Stadt und den dementsprechend teilweise langen Arbeitswegen liegt. Wenn ich beispielsweise um kurz vor 9 Uhr ins Büro komme, gehöre ich zu den Ersten, wohingegen es um 10 Uhr meist einen Stau vor den Aufzügen nach oben gibt. Es gibt sogar extra einen Angestellten, der morgens den Aufzugknopf drückt, damit die Aufzüge wenn sie voll sind auch wirklich hochfahren und nicht durch erneutes Drücken des Knopfes wieder gestoppt werden. Das Wort „voll“ muss hier noch einmal extra betont werden, da wirklich so lange Menschen in die Aufzüge steigen bis der Aufzug tatsächlich voll ist, ähnlich wie in der Metro. Zur Sicherheit hat daher hier auch wirklich fast jeder Aufzug eine Overload Anzeige, die anzeigt, wenn der Aufzug zu voll ist.

Aufzüge haben hier scheinbar generell eine wichtige Bedeutung. In Einkaufszentren oder in der Metro sieht man so gut wie nie Menschen eine normale Treppe laufen, stattdessen bilden sich häufig sogar Schlangen vor Rolltreppen. Normalerweise arbeite ich im dritten Stock und könnte daher ohne Probleme auch eine Treppe hoch laufen, allerdings sind die Treppen im Büro wirklich nur Feuertreppen und fast niemand benutzt diese, wenn es nicht nötig ist. Dies konnte ich noch einmal sehr deutlich am vergangenen Freitag feststellen. Für 15 Uhr wurde bereits einige Tage zuvor ein Feueralarm angekündigt. Um kurz vor 15 Uhr wurde das Büro bereits leerer und ich fragte mich, ob ich eine Ansage oder ähnliches verpasst hatte, blieb allerdings erst einmal an meinem Platz, der sich ausnahmsweise im 10. Stock befand. Als dann der Feueralarm um 15 Uhr startete und ich zusammen mit den übrigen Kollegen die Treppen vom 10. Stock herunterlief und sah, dass einige Kollegen bereits in der Lobby waren, wunderte ich mich, wie schnell diese heruntergekommen waren, da die Aufzüge gesperrt wurden, um eine möglichst realisistische Übung durchführen zu können. Als ein chinesischer Kollege mich irritiert fragte, warum ich erst so spät nach unten kommen würde, erfuhr ich die Antwort auf meine Frage – die Kollegen sind extra früher gegangen, um noch den Aufzug nutzen zu können bevor dieser für die Feuerübung abgestellt wurde. China schafft es einfach immer wieder mich zu erstaunen!

Morgen beginnt bereits mein letzter Monat, oder vielmehr meine letzten 23 Tage hier in Shanghai – die Zeit verfliegt wieder einmal unglaublich schnell. Ihr werdet auf jeden Fall noch einmal von mir hören!

Liebe Grüße

Rabea

November in Shanghai – Tempelbesichtigungen bei sommerlichen Temperaturen!

Hallo zusammen,

ich befinde mich nun schon in meiner fünften Arbeitswoche hier in Shanghai und nächste Woche ist schon Halbzeit – erschreckend wie schnell die Zeit vergeht.

In den letzten Wochen habe ich kaum Zeit gefunden für den Blog zu schreiben, da es im PwC Büro genug Aufgaben für mich gab. Ich habe z.B. einer chinesischen Managerin bei der Übersetzung eines deutschen Jahresabschlusses in Englisch geholfen und durfte an einem Meeting der European Business Group, also der PwC Vertretungen verschiedener europäischer Länder hier in Shanghai, teilnehmen.

Da das Wetter an den Wochenenden zu schön war, um die Zeit am Computer zu verbringen, habe ich es leider auch dort nicht geschafft für den Blog zu schreiben – dafür kann ich allerdings nun umso mehr Eindrücke und Erlebnisse mit euch teilen.

KTV – das chinesische Karaoke

Besonders am letzten Wochenende hat sich Shanghai mit 25 Grad nochmal von der besten Seite gezeigt – und das im November! Ich startete das Wochenende am Freitag Abend mit Freunden beim ktv – dem chinesischen Karaoke. Das müsst ihr euch so vorstellen: man mietet sich einen Raum mit Sofas, Karaokemaschine, Fernseher und Snacks und singt fleißig drauflos. Immer wieder kommen Personen aus anderen Räumen für ein oder zwei Songs dazu und verschwinden dann wieder. Ich wusste vorher ehrlich gesagt nicht, was mich da genau erwarten würde, habe mich allerdings einfach darauf eingelassen. Als meine Freunde den Raum für sechs Stunden buchten, da der Preis der gleiche wie für zwei Stunden war, dachte ich mir noch, dass man so lange ohnehin nicht singen kann und wir bestimmt nicht so lange bleiben würden – der müde Blick des Hotelmitarbeiters an der Rezeption, als ich um knapp 6 Uhr morgens wieder zurück ins Hotel kam, zeigte mir allerdings, dass ich damit wohl völlig falsch lag. Also solltet ihr mal zum ktv eingeladen werden, stellt euch auf einen langen, aber durchaus sehr lustigen Abend ein!

Der Longhua Tempel

Auch wenn ich am Samstag durch das ktv etwas müde und heiser war, wollte ich natürlich trotzdem das gute Wetter nutzen und besichtigte den Longhua Tempel. Dieser Tempel liegt relativ zentral in Shanghai und ist wirklich sehr spannend. Ich war an diesem Samstag die einzige nicht chinesische Touristin und konnte so die authentische Atmosphäre genießen. Überall riecht es nach Räucherstäbchen, die dort angezündet werden und im Vergleich zu der Innenstadt ist es sehr ruhig. Im angrenzenden Park genossen auch viele Chinesen dieses tolle Wetter und malten, tanzten, machten Tai Chi oder spielten Brettspiele. Hier sehe ich sehr häufig, dass Menschen zusammen im Park Zeit verbringen – morgens laufe ich z.B. auf dem Weg zur Arbeit immer an einer Gruppe Senioren vorbei, die zusammen Tai Chi machen, und in einem kleinen Park in der Nähe vom Hotel trifft sich immer eine andere Gruppe Senioren zum Zumba.

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Der Longhua Tempel in Shanghai

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Im angrenzenden Park ist die Pagode des Longhua Tempels ein häufiges Motiv

Ausflug nach Qibao

Am Sonntag fuhr ich dann nach Qibao, ein kleiner Vorort, der noch sehr gut mit der Metro zu erreichen ist. Ich war definitiv nicht die Einzige, die diese Idee hatte, denn so viele Chinesen an einem Ort habe ich bisher nur bei der Rushhour morgens in der Metro gesehen. Trotzdem war auch dies ein toller Ausflug, da die Altstadtstraßen von Qibao sehr schön sind und es auch hier einen Tempel gibt, der allerdings ganz anders und viel farbenfroher als der Longhua Tempel ist. Aber genau wie beim Longhua Tempel hat mich auch hier die Ruhe beeindruckt.

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Ein Sonntagnachmittag in Qibao

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Die schöne Altstadt von Qibao

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Die Qibao Tempel Pagode

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Der Qibao Tempel

In der Stadt ist es eindeutig weniger ruhig, obwohl die Chinesen selbst unglaublich entspannt wirken. Auf dem Weg zur Arbeit zum Beispiel beeilen sich zwar nahezu alle Chinesen um schnell auf die nächste Rolltreppe zu kommen, sobald sie diese allerdings erreicht haben, bleiben sie ruhig stehen, egal wie lang oder langsam diese ist. Sollte sich ein Chinese doch einmal dazu entscheiden die anderen Menschen auf der Rolltreppe zu überholen, bleibt er meist, nach fleißigem Zick-Zack Laufen um alle Menschen, die häufig völlig verteilt auf der Rolltreppe stehen, auf einer der letzten zehn Stufen stehen und wartet entspannt bis die Rolltreppe ihr Ziel erreicht. Häufig sind es dann nur die nicht chinesischen Personen, die morgens gestresst die Rolltreppe hoch eilen und hinter dem stehen gebliebenen Chinesen einen Stau verursachen. Die gleiche Entspanntheit erkennt man besonders auch in der Metro zur Rush Hour. Während ich verkrampft meine Tasche festhalte, damit sie nicht beim nächsten Schwall heraus- oder hereinströmender Menschen versehentlich mitgezogen wird, schauen die Chinesen um mich herum seelenruhig die neueste Folge ihrer Lieblingsserie, spielen ein Spiel wie Candy Crush nur mit Katzen oder schlafen. Am beeindruckensten finde ich bisher allerdins die Fähigkeit der meisten Chinesen scheinbar überall und immer schlafen zu können – ob auf einer 10 minütigen Metro- oder Zugfahrt, im Büro in der Mittagspause oder mit dem Kopf auf dem Tisch im Café. Ich hoffe, dass in den verbleibenden 1 ½ Monaten ein wenig dieser Entspanntheit auch auf mich abfärben wird.

Viele Grüße nach Deutschland!

Rabea

Erste Eindrücke aus Shanghai!

Nihao aus Shanghai!

Ich bin nun seit knapp 2 Wochen hier in Shanghai und die Zeit vergeht wirklich sehr schnell. Da die erste Oktoberwoche ein Feiertag, oder vielmehr eine Feiertagswoche, hier in China ist, hatte ich das Glück zuerst die Stadt ein wenig erkunden zu können bevor das eigentliche Praktikum begann.

Shanghai ist wirklich super spannend! Ich habe mir in meinen ersten Tagen natürlich direkt alle Sehenswürdigkeiten der Stadt wie z.B. das Französische Viertel, die Altstadt, den Bund und auch den Yu Garten angeschaut und habe die Aussicht auf Shanghai aus dem 100. Stock des World Financial Center genossen. Die Stadtteile sind hier sehr unterschiedlich und so gibt es viel zu entdecken. Hier ist es mit durchschnittlichen 24 Grad noch deutlich wärmer als in Deutschland und bisher habe ich auch noch keinen Smog hier erlebt.

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Die Stadt ist zum einen super fortschrittlich und international, zum anderen manchmal aber nur auf Chinesen ausgelegt. Im Supermarkt gibt es an der Kasse zum Beispiel mind. fünf Kartenlesegeräte und auch Zahlungsmethoden wie Alipay werden akzeptiert, gewöhnliche Master- oder Visakarten allerdings mit einem “only Chinese” abgelehnt. Auch ist es nicht immer leicht englische Speisekarten oder Kellner in Restaurants zu finden. Die chinesische Kultur unterscheidet sich deutlich – soweit ich das nach so einer kurzen Zeit beurteilen kann – von der deutschen Kultur und es gibt immer wieder ungewöhnliche Situationen. Hier ist es zum Beispiel durchaus üblich, dass an einer Schlange nicht derjenige zuerst beachtet wird, der am längsten in der Schlange steht, sondern derjenige, der an der Schlange vorbei geht und den längsten Arm hat, um das Gekaufte dem Kassierer entgegenzustrecken. Auch muss man sehr darauf achten nicht überfahren zu werden, da hier die Rollerfahrer auch gerne jederzeit plötzlich auf die Fußwege ausweichen. Das Ungewöhnlichste habe ich bisher allerdings in einem Park am People Square entdeckt. Dort stellen Eltern ihre unverheirateten Kinder auf einem Zettel, den sie an einem aufgestellten Regenschirm befestigen, vor, um für sie einen Partner zu finden. Auf diesen Zetteln finden sich allerdings keine Fotos, sondern lediglich Alters-, Gehalts- und Gewichtsangaben und natürlich eine Telefonnummer. Bei den anbietenden Eltern handelt es sich allerdings nicht um wenige Einzelfälle – am letzten Samstag war es kaum möglich den Park zu durchqueren.

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Am Montag begann dann mein erster Arbeitstag, an dem zuerst einmal einige Formalitäten geregelt werden mussten. Zum Glück sprechen die chinesischen PwC Kollegen überwiegend Englisch, sodass die Kommunikation hier gut funktioniert. Ich hatte außerdem das Glück, dass Aleksej, der andere Stairway Praktikant in Shanghai, bereits 1 ½ Monate hier ist und mir somit direkt am Anfang alles Wichtige erklären konnte. In den ersten Tagen habe ich mich vor allem damit beschäftigt mich über die neu eingeführten IFRS Standards 9 und 16 zu informieren und diese in einer Powerpoint-Präsentation übersichtlich darzustellen.

Da das Office in Xintiandi, einem sehr modernen und lebendigen Viertel liegt, gibt es auch um das Office herum viel zu sehen und zu entdecken. Diese Woche fand zum Beispiel direkt gegenüber vom PwC Office die Shanghai Fashion Week statt und es gab viele kostenlose Veranstaltungen und Ausstellungen passend dazu.

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Das PwC Office im Vertiel Xintiandi

Das PwC Office im Vertiel Xintiandi

Ich bin jetzt schon gespannt auf meine zweite Arbeitswoche und viele weitere neue Eindrücke. Hiervon berichte ich euch dann in meinem nächsten Blogeintrag.

Liebe Grüße nach Deutschland!

Rabea

PwC Shanghai Annual Dinner 2016

Am 22. Mai fand das Annual Dinner der PwC Niederlassungen in Shanghai und in den umliegenden Staedten im Shanghai Automobile Exhibition Center statt. Es stand unter dem Motto „House of Hair, Hats and Wigs“. Das Annual Dinner hat in Asien einen sehr hohen Stellenwert. Auf Grund des anderen kulturellen Hintergrunds gibt es hier keine Weihnachtsfeier wie wir sie kennen, einen vergleichbaren Status nimmt somit das Annual Dinner ein.

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Wenn man nicht mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto fahren wollte, konnte man den Shuttlebusse ab PwC Office nehmen. Davon habe ich Gebrauch gemacht. Bei der Hinfahrt wurde mir einmal mehr bewusst was es heisst in einer Stadt mit 23 Mio. Einwohnern zu leben. Die Distanzen und der Verkehr in Shanghai sind enorm.

Nach erfolgreicher Registrierung habe ich erstmal meinen Tisch gesucht. Das war garnicht so einfach.

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Die PwC Familie ist riesig. Und ich verwende bewusst das Wort Familie. Seit ziemlich genau 10 Wochen bin ich Teil dieser Familie. Es ist beeindruckend zu sehen wie viele Menschen und Gesichter fuer die Marke PwC stehen und tag taeglich mit ihrem fundiertem Wissen und einzigartigen Kompetenzen grossartige Dinge schaffen. Ich sass an einem Tisch mit chinesischen Kollegen aus dem Bereich Entwicklung steuerlicher IT-Anwendungen. Einmal mehr konnte ich die einzigartige PwC Kultur spueren: Greatness entsteht im Team, durch die Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlichster Herkunft und mit vielfaeltigstem Wissens. Diese Menschen teilen alle eine Charaktereigenschaft: Sie vertreten und leben die gleichen Werte. Das macht PwC zu einer Familie, zu einer starken Marke und schlussendlich zum Weltmarktfuehrer im Bereich Steuerberatung und Wirtschaftspruefung.

Als weiteres Highlight gab es auch eine Tombola bei der die Namen der Gewinner der verschiedenen Preise auf den Leinwaenden angezeigt wurden. Verlost wurden beispielsweise Geldpreise, iPads oder aber auch Reisegutscheine. Spiele haben in China eine grosse Tradition. Nicht selten sieht man bei einem Spaziergang durch einen Park oder eine local neighbourhood Menschen Mahjong spielen. Ich sah das Funkeln in den Augen meiner chinesischen Kollegen. Die Freude war umso groesser als sogar drei Kollegen einen kleinen Geldpreis gewonnen hatten und in unserem Brotkorb drei Metrofahrkarten mit Guthaben versteckt waren. Unser Tisch hatte die Endnummern 88. Mir wurde erklaert das die Zahl 8 in China eine Glueckszahl ist. Wohl zurecht. 😉

Anbei einige Impressionen.
Meine Kollegin Lily hat mir freundlicherweise fuer das Foto ihren Kopfschmuck ausgeliehen. 😉 

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Schoene Gruesse

Euer Andi

Land unter in Shanghai…

Es ist Montag der 14. Maerz, 7:00 Uhr mein Wecker klingelt. Noch immer habe ich es noch nicht vollstaendig realisiert, dass ich Intern am German Tax Desk in Shanghai bin. Heute ist mein erster Arbeitstag, der sogenannte Orientation Day bei dem die new joiner in die IT Programme eingefuehrt werden. Ich lege den Weg zum pwc training center mit der Metro zurueck und denke mir noch so voll ist es hier ja garnicht.

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Doch spaetestens am people square weiss ich was rush hour bedeutet.

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Am Nachmittag lerne ich meine beiden Kollegen am German Tax Desk Director Alexander Prautzsch und Manager Lukasz Mehl kennen und fuehle mich bereits am ersten Tag als vollwertiger Bestandteil des Teams.

Im Verlauf der ersten Woche kann ich nicht nur meine bereits gewonnenen Kenntnisse im Steuerrecht einbringen und diese weiter ausbauen (Belastungsvergleich fuer Dividendenzahlungen an eine beschraenkt steuerpflichtige auslaendische Koerperschaft mit Sitz in einem Staat mit bzw ohne DBA), vielmehr ermoeglichen es mir Alexander und Lukasz an einer Besprechung mit einem CFO einer grossen deutschen Firma teilzunehmen. Mein Erfahrungsgewinn ist enorm, ich erkenne Zusammenhaenge die mir zuvor nie bewusst waren.

Das stairway Programm hat fuer mich unermesslichen Wert. Ich lerne eine Vielzahl interessanter und beeindruckender Menschen aus der ganzen Welt kennen, die mir einen Einblick in ihre Welt gewaehren und mich an ihrem Erfahrungsschatz auf unterschiedlichen Gebieten teilhaben lassen.

Am Sonntag habe ich zum ersten Mal die Waschmaschine in meinem Apartment benutzt. Der erste Waschgang Buntwaesche lief perfekt. Als ich nach einiger Zeit nach dem zweiten Waschgang (Hemden) schaute, stellte ich mit entsetzen fest, dass die Kueche unter Wasser stand.

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Zum Glueck hatte ich es rechtzeitig bemerkt und der Hausmeister war auch zugleich mit einer helfenden Hand zur Stelle.

 

Schoene Gruesse nach Deutschland

Euer Andi

 

Weihnachtsgrüße aus Shanghai

Die Weihnachtszeit ist auch in Shanghai angekommen, auch wenn in China Weihnachten nicht gefeiert wird. Dennoch liegen Chinesen in der Menge an Weihnachtsdekoration klar vor Deutschland…Made in China eben :). Die Adventsstimmung lässt allerdings auf sich warten, was sicherlich auch am milden Wetter liegt.

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Mein Praktikum ist nun bereits im letzten Monat angekommen. Im Büro fühle ich mich immer noch sehr wohl. Neben den sehr freundlichen deutschen Kollegen der German Business Group  gibt es auch chinesische Kollegen, die trotz ihrer anfänglichen Reserviertheit stets freundlich, interessiert und sehr hilfsbereit sind. Meine Aufgaben sind sehr unterschiedlich und abwechslungsreich. Hinzu kommt das Arbeitsumfeld, welches sich zu jenem in Deutschland stark unterscheidet. Alles in allem macht dies das Praktikum so einzigartig und spannend.

Vor kurzem durfte ich bei einem Mandanten die Prüfungsarbeit eines 6 köpfigen chinesischen Teams unterstützen.  In dieser Woche konnte ich einen noch tieferen Einblick in die chinesische Arbeitsweise bekommen, da wir die gesamte Woche beim Mandanten vor Ort waren und somit nicht nur die Arbeit, sondern auch unseren Feierabend gemeinsam verbringen konnten.

Ein paar freie Tage habe ich genutzt, um ins kalte Peking zu fahren. Peking ist kaum mit Shanghai zu vergleichen. Ich hatte das Gefühl Peking ist chinesischer und nicht so westlich geprägt wie Shanghai. In meinen Tagen vor Ort lag noch Schnee und der Smog machte die Besichtigungen nicht immer ganz so einfach. Dennoch war es ein wundervolles Erlebnis die Mauer mit Schnee zu sehen. An dem Tag hatte man sogar eine wundervolle, klare Sicht.

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Letzten Freitag fand das jährliche Abschlussdinner unserer Abteilung statt. Mit etwa 400 Chinesen durfte ich an einem gemeinsamen Abendessen mit chinesischem Unterhaltungsprogramm  teilnehmen. Das Programm umfasste einige Tanz- und Gesangseinlagen der chinesischen PwC Kollegen sowie mehrere Verlosungen. In jedem Falle war es wundervoll mit den chinesischen Kollegen auch ausserhalb der Arbeit ins Gespräch zu kommen und einen schönen Abend zu verbringen.

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Bis bald !