¡Hola y Bienvenido a Madrid!

Hola a todos,

mein Name ist Max, ich bin 24 Jahre alt und einer der glücklichen PwC-Stairway-Praktikanten in diesem Jahr. An dieser Stelle werde ich euch in den nächsten vier Monaten von meinen Erfahrungen rund um mein Stairway-Praktikum in Madrid berichten.

Ankunft & Unterkunft

Cuatro Torres Business Area mit dem Torre PwC

Nach meiner Bewerbung im Februar, dem drauf folgenden Auswahlworkshop sowie eines interkulturellen Trainings ging es für mich am 30. August von Frankfurt aus endlich los in Richtung Spanien. Während sich in Deutschland die warmen Tage zu Ende neigten, fand ich mich, nach einer vergleichsweise kurzen Anreise, im 30ºC warmen Madrid und in dem von PwC organisierten Apartment wieder.

 

Dieses ist voll ausgestattet und liegt quasi nur einen Steinwurf vom Torre PwC, eines der höchsten Gebäude Europas und meinem Arbeitsplatz entfernt. Die Cuatro Torres Business Area, auf die ich von meinem Balkon aus einen direkten Blick habe, befindet sich etwas außerhalb des Stadtzentrums. Jedoch verfügt Madrid über ein hervorragendes Metro-Netz, so dass dieses von meinem Apartment aus, ebenfalls einfach und schnell zu erreichen ist.

 Büro & Arbeitsumfeld

Blick aus dem 39. Stock auf den Torre Cristal und den Madrider Norden

Mein erster Arbeitstag begann direkt mit einer kleinen Vorstellungsrunde mit meinen neuen Kollegen sowie dem für mich zuständigen Partner. Die nächsten vier Monate werde ich hier in der Service Line Tax in der Transfer Price Abteilung arbeiten. Dort werde ich vor allem mit Mandanten aus dem  Banken und Versicherungsbereich zu tun haben. Zwar konnte ich als Werkstudent und in Praktika schon Erfahrungen in der Steuerberatung sammeln, jedoch stellen praktische Verrechnungspreissachverhalte, ausserhalb der Vorlesung, ein absolutes Neuland für mich dar. Deshalb verbrachte ich die ersten Tage vor allem damit, mich in die Materie sowie die relevanten Normen und das dafür notwendige spanische Vokabular einzuarbeiten. Nach der ersten Orientierungsphase helfe ich momentan bei der Erstellung der notwendigen Verrechnungspreisdokumente für eine der grössten spanischen Banken.

Die Arbeitssprache in meiner Abteilung ist Spanisch, so dass ich meine Sprachkenntnisse auch im professionellen Umfeld verbessern kann. Anders als ich es aus Deutschland gewohnt bin, wird hier auf jeder Etage in drei großen Open Spaces,  sogenannten Cajas, gearbeitet. Dies wird  jedoch durch die einmaligen Aussicht aus dem 39. Stock auf Madrid und dessen Umland entschädigt. Mein Team ist vergleichsweise  jung und besteht zu meiner Überraschung mehrheitlich aus Anwälten.

Freizeit

Blick auf den Palacio Real

Da ich die meisten Sehenswürdigkeiten Madrids schon während meines Auslandssemesters in San Sebastián „abgearbeitet“ habe, konnte ich meine Freizeit bislang dazu nutzen die sonnigen Tage in den unzähligen Parks der Stadt zu genießen.

La Visage du Grand Masturbateur von Salvador Dalí

Zudem habe ich das Museo Nacional de Arte Reina Sofia besucht um dort unter anderem die Kunstwerke von Picasso und Salvador Dalí zu bewundern. Mein bisheriges Highlight war jedoch die finale Etappe der La Vuelta de España, das spanische Pendent zur Tour de France. Die Radprofis drehten hierbei mehrere Runden bis zum finalen Sprint durch die Madrider Innenstadt und lockten mich sowie tausende weitere Zuschauer an die Rennstrecke.

Finale Etappe der „La Vuelta“ am Plaza de Cibeles

Mit diesen ersten Eindrücken möchte ich mich vorerst von euch verabschieden. ¡Hasta la próxima!

Max

 

 

 

Im Land der Comics

     

Mein erstes Frühlingswochenende in Belgien stand ganz im Zeichen der zahllosen Comicfiguren und Wandmalereien in der Hauptstadt. Sie sind in Brüssel an den unterschiedlichsten Orten zu finden.

 
Ich hatte Besuch von meinen Mädels von zu Hause. Und prompt durften wir den ersten sonnigen Frühlingstag in Brüssel dieses Jahr erleben. Daher beschlossen wir den Comic-Walk durch die Stadt abzulaufen.

 

Es gibt eine Karte mit allen Comiczeichnungen und Skulpturen in der Stadt, der man zu Fuss folgen kann. Die haben wir uns nach einem leckeren Frühstück bei der Touristeninformation abgeholt und machten uns auf den Weg.

Die Strecke führte uns an den unterschiedlichsten Comic-Scenen vorbei. Oft sind ganze Hauswände bemahlt. Das brachte uns immer wieder zum staunen.

Comics geniessen in Belgien einen hohen Stellenwert. Sie prägen die Identität des Landes und besonders der Hauptstadt. Ihre hohe Bedeutung liegt auch an der sprachlichen Teilung des Landes. Die Menschen haben schon früh bemerkt, dass man sich über Bilder auch über Sprachbarrieren hinweg verständigen kann.

Die Erfolgsgeschichte der Comics beginnt um 1920 mit Hergé. Er zeichnete unter anderem Tim und Struppi. Aber auch die Schlüpfe (Peyo) und Gaston (Fanquin) entstanden im 20. Jahrhundert in Belgien.

Wenn euch die Geschichte der Comics interessiert dann ist das Comicmuseum in Brüssel ein Must-See für euch. Hier wird die Entstehung dieser Kunst mit vielen Originalskizzen erklärt. Aufgelockert wird das Programm durch viele kleine und gross Plastikfiguren verschiedenster Comichelden. Wir konnten uns nur schlecht zusammenreissen und nicht mit jeder Figur ein Foto schiessen.

Wieder in den Strassen der Stadt gab es dann noch mehr Zeichnungen zu entdecken. Ich kann euch hier garnicht alle Malereien zeigen. Aber umso besser – dann bleibt noch viel für euch zu entdecken, wenn es euch einmal nach Brüssel verschlägt ;).

Natürlich nutzten wir unseren Spaziergang auch um bei jeder Gelegenheit das verführerische Waffelangebot zu testen und viel zu viele Pralinen zu probieren. Nach drei Stunden auf Achse waren wir dann sehr froh herzhafte belgische Pommes zu Abend zu essen und den Sonnenuntergang im Parc de Quinquantaire zu geniessen.

A tot ziens!

 

 

 

 

 

Brügge, Pralinen, Strand und Meer – In einer Stunde von der Grosstadt an den Strand

Nachdem es in den letzten Tagen langsam etwas wärmer wurde, habe ich mich entschieden, mein Wochenende am Strand zu verbringen. Belgien hat über 70 Kilometer Nordseeküste zu bieten, die man sich nicht entgehen lassen darf.

Meine Reise began am Samstag Morgen mit dem Zug. Das ist im Gegensatz zu Deutschland absolut nicht teuer. Unter 26 Jahren zahlt man hier pro Fahrt im Inland nur 6€ – egal wie lang die Strecke ist.

Zur Stärkung habe ich mir an einem der vielen Baguette Verkäufe ein Baguette belegen lassen. Die Belgier zelebrieren die Zubereitung Ihrer Baguettes. Man kann zwischen verschiedenen Brotsorten und Aufstrichen wählen und kann sich ganz individuell aussuchen welchen Belag man sich wünscht.Gewürzt wird nicht mit Salz sondern natürlich mit getrockneten Tomaten oder Rucola. Ich habe mich für Camembert mit Honig und Apfel entschieden und für mein Frühstück gerade einmal 3€ bezahlt.

Frisch gestärkt kam ich dann nach einer guten Stunde in Brügge an. Die Stadt ist sehr kompakt und kann daher wunderbar zu Fuss erschlossen werden. Nach einem kurzen Check in in meinem Airbnb habe ich erst einmal im Rahmen einer Free Walking Tour die Stadt erkundet. Unser Guide hat Geschichte studiert und kannte sich daher bestens aus.

 

Brügge lebte früher vom Handel und seinem Hafen. Dieser war der südlichste Hafen der deutschen Hanse und bescherte der Stadt hohe Steuereinnahmen und Wohlstand.

Eines der meistabgesetzten Handelsgüter war – wie so oft in Belgien – Bier. Nachdem durch Klimaeinflüsse der Zugang zur Nordsee jedoch versandete, blieben die Brügger auf Ihrem Bier sitzen und tranken es fortan selbst. Das führte zu einer enorm hohen Rate an Alkoholabhängigen und brachte Brügge einen Ruf ein, den viele Belgier noch heute gerne betonen. Das Brügger Bier „De Brugse Zot“ – was so viel bedeutet wie der Spinner aus Brügge – schmeckt dafür aber umso besser ;-).

Auf unserem Spaziergang durch die Stadt konnten wir an jeder Ecke schmale Grachten und Brücken entdecken. Nicht ohne Grund wird Brügge das Venedig des Nordens genannt.

Nach zwei Stunden im Freien hatten wir alle dann etwas Wärme nötig. Hier bieten sich die zahllosen Pralinenshops an.

Oft wird im Geschäft live aus Kakaobohnen Schokolade hergestellt und man kann – nur durch eine Glasscheibe vom Chocolatier getrennt – sehen, wie die kunstvollen Pralinen entstehen. Natürlich musste ich auch ein paar der sündhaft teuren Stücke erwerben – doch ich sollte es nicht bereuen.

Den Abend liess ich dann ganz belgisch bei Pommes und Kriek (mein neues Lieblingsbier mit Kirschgeschmack) ausklingen. Ein Highlight des Nachtlebens in Brügge ist sicherlich die „Beer-Wall“.

Der Eingang zum gleichnamigen Café in Brügge ist links und rechts gerahmt von einer dutzende Meter langen Wand aus verschiedenen belgischen Bieren und natürlich den passenden Gläsern. Einfach beeindruckend!

Sonntags war es dann soweit! Es ging an den lange ersehnten Strand. Von Brügge sind es mit dem Zug nur noch 30 Minuten. An der Küste angekommen kann man die sogenannte Kusttram nehmen und sich auf der längsten Tramstrecke Belgiens einmal komplett vom nördlichsten Ort an der Küste bis kurz vor die Französische Grenze fahren lassen. Die Strecke führt dabei immer am Meer entlang.

An einigen der zahlreichen Stops stiegen wir aus und liefen die letzten Meter zum Meer. Um diese Jahreszeit ist es hier noch unglaublich ruhig. Daher waren wir meistens die einzigen am Strand.

In den Dünen gönnten wir uns dann ein kleines Picknick und probierten die gestern erstandenen Pralinen. Von Basilikum bis Himbeere-Zitronengras schmeckte jede einzelne köstlich!

Und die Aussicht auf weitläufige Sanddünen tut dann ihr übriges.

Brügge, ik zie je graag!