Work, Work und Abschied aus Prag

Ahoj,

nun melde ich mich mit meinem zweiten und leider auch letzten Blogeintrag zurück. Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen und Einschränkungen durch das Corona-Virus in Europa und der Welt wurden wir Stairway-Praktis gebeten nach Deutschland zurückzukehren.

Nichtsdestotrotz vergingen die Wochen vor der Abreise wie im Flug, es gab immer viel zu tun und zu erleben. Die Highlights and weitere interessante Infos möchte ich im Folgenden mit euch teilen.

Abwechslungsreicher Arbeitsalltag mit vielen Einblicken

Ähnlich zu meinen ersten Wochen durfte ich den vergangenen Wochen weiterhin bei Prüfungen in verschiedensten Branchen mitwirken, der Mix reichte vom Lebensmitteleinzelhandel, über den Dienstleistungssektor, bis hin zu einem Werkzeughersteller. Zudem war ich über die Faschingstage bei einem Automobilzulieferer vor Ort. Auch wenn Fasching in Tschechien nicht gefeiert wird, brachte ein Kollege super leckere selbstgebackene polnische Pączki (Kreppel/Krapfen), gefüllt mit Marmelade, mit! Das war definitiv das Highlight des Tages.

Unser Büro bei einem Mandanten

Was mir bei fast allen Mandaten bisher auffiel, war, dass viele Kollegen gar nicht im Anzug zum Mandanten kommen, wie ich es zunächst erwartet hatte. Stattdessen war es völlig in Ordnung im Hemd und einer guten Hose zur Arbeit zu gehen.

Nach mittlerweile vielen Prüfungsmandaten bei verschiedenen Unternehmen habe ich ein kleines Merkmal der tschechischen Rechnungslegung zu schätzen gelernt: Es gibt einen gesetzlich standardisierten Kontenplan für alle Unternehmen. Für mich bedeutete dies, dass ich es leichter war sich in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zurechtzufinden, vor allem, wenn die Kontenbezeichnungen einen tschechischen Namen hatten.

Apropos tschechische Sprache: Ein paar Wörter kenne ich mittlerweile, jedoch bin ich sehr froh, dass wir unsere Prüfungshandlungen auf Englisch dokumentieren – andernfalls könnte meine Aufzeichnungen sonst wohl auch keiner mehr verstehen.

Prager PwC-Office

Erkundungstour in Prag und Innovationen beim Barkeeping

Das Wetter an meinen letzten Wochenenden in Prag ist häufig richtig gut gewesen. Besonders passend war es daher, dass mich Freunde und Familie besucht haben und wir mit Sonnenschein die Stadt erkunden konnten. Pflichtbesuche waren neben dem Schlendern über die Karlsbrücke auch der Besuch der Prager Burg und des Veitsdoms.

Blick auf Prag vom Turm des Klementinums

Bei Tschechen ist Eishockey recht beliebt, daher habe ich dies als Anlass genommen, mit zwei Freunden das Spiel von Sparta Prag gegen Fastav Zlín anzuschauen. Wir saßen zwar im Familienblock, während so mancher Spielphase merkte man davon aber wenig, die Leute feuerten ihre Teams an und verkündeten lautstark ihre Meinung.

Abends kann man in Prag gut weggehen und was erleben. Ein innovatives Detail bei einem Clubbesuch war neben den Dancefloors und der Musik ein Barkeeping-Roboter. Auf einem Display konnte man seinen Cocktail bestellen und beim Mixen zwei Roboterarmen zuschauen. Lediglich die Lieferung an den Tisch geschah analog durch eine Bedienung.

Eishockeyspiel Sparta Prag gegen Fastav Zlín

Barkeeping-Roboter

 

 

 

 

 

 

 

Einige Tage vor meiner Abreise bin ich bei einer Expat-Gruppe in den sozialen Netzwerken auf den Aufruf von ehemaligen Schwimmern aufmerksam geworden, die sich regelmäßig zum Training treffen. Zweimal konnten wir uns noch zum Trainieren treffen, bevor die Schwimmbäder geschlossen wurden. Nichtsdestotrotz war es wirklich lohnend, sich in solchen Gruppen zu vernetzen, um dadurch weitere Leute kennenzulernen.

Arbeiten während der Coronakrise und der Abschied aus Prag

Nachdem die Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer mehr zunahmen, wurden wir von PwC bereits gebeten aus dem Homeoffice zu arbeiten. Glücklicherweise ging das alles reibungslos, man ist es bei PwC ohnehin gewohnt außerhalb des Büros zu arbeiten. Natürlich fehlt im Homeoffice das Gespräch „zwischendurch“ mit den Kollegen. Durch morgendliche Telefonkonferenzen mit den Prüfungsteams sowie dem laufenden Coaching während des Tages wurde dies jedoch so gut wie möglich ausgeglichen.

Die Nachricht über die bevorstehende Abreise aus Prag hatte sich bereits angebahnt, als die Grenzschließungen Tschechiens verkündet wurden und vor ihrer Umsetzung standen. Da mein Rückflug gestrichen wurde, bin ich schließlich mit dem Zug zur Grenzstadt Cheb (Eger) gefahren und habe die Grenze nach Deutschland zu Fuß überquert (grenzüberschreitender Verkehr war eingestellt gewesen). Es war ein spannendes Erlebnis, das ich in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Danke an dieser Stelle an das Stairway-Team für die Unterstützung!

Sonnenuntergang bei der Ausreise

Seit meiner Rückkehr nach Deutschland arbeite ich weiterhin aus dem Homeoffice heraus, es war glücklicherweise möglich, dass ich die verbleibenden Wochen des Praktikums noch planmäßig fortführen kann.

Mein Fazit über mein Stairway-Praktikum in Prag

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht, es war eine tolle Zeit, die ich definitiv vermissen werde. Die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, waren großartig, die Kolleginnen und Kollegen sowie die vielen anderen Menschen, die ich kennengelernt habe, waren inspirierend, freundlich und offen.

Privat vermisse ich bereits die kleinen Dinge, die Prag für mich mit ausmachen: Sei es eine Fahrt mit den alten Straßenbahnen und deren Ansagen, das Verwenden tschechischer Gruß- und Abschiedsformeln. Oder auch das deftige Essen mit den Braten und Klößen sowie das tschechische Bier, üblicherweise serviert mit sehr viel Schaum.

Abschließend kann ich wirklich jedem raten, Erfahrungen im Ausland zu sammeln, sei es im Rahmen eines Praktikums oder letztlich über ein Auslandssemester an der Hochschule. Ich würde sagen, dass man lernt, sich schneller auf neue Situationen einzustellen, seinen eigenen Horizont erweitert, öfters mal die Komfortzone verlassen muss und dabei offener für neue Dinge wird. Und in meinem Fall freue ich mich sehr, Freunde und Kollegen in Tschechien kennengelernt zu haben, die ich beim nächsten Besuch wiedersehen kann.

Solltet ihr vor dem Schritt stehen für eine Zeit ins Ausland zu gehen – tut es, der erste Schritt mag manchmal als der schwerste Schritt scheinen, es lohnt sich aber!

Bleibt gesund, na shledanou!

Max

Busy Season und Coronakrise in Paris

Eigentlich wollte ich den nächsten Blogeintrag hauptsächlich über das Arbeitsleben und die Busy Season schreiben. Da nun aber die aktuellen Entwicklungen und das Thema Corona auch hier in Paris extreme Auswirkungen haben, muss das natürlich auch berichtet werden.

Zunächst erst einmal kurz meine Erlebnisse vor Corona: Die Busy Season ist ab Januar voll im Gange und man merkt sehr rasch, was genau das heißt: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Die meisten Unternehmen haben das Ende ihres Geschäftsjahres am 31.12. und somit müssen ihre Abschlüsse Anfang des Jahres geprüft werden. Da viele Tochterunternehmen an den Konzern berichten müssen, gibt es Deadlines. Dadurch kann man sich ja gut vorstellen, wie viel Arbeit anfällt. Manchmal wäre es gut mehr als zwei Hände zu haben, denn manchmal muss man Dinge praktisch gleichzeitig erledigen und gleich an mehreren Mandaten arbeiten. Auch im Februar und März bleibt das so und der Rückgang der Arbeitsmenge wird wohl (unter normalen Umständen) erst im April zu sehen sein. Warum unter normalen Umständen? Corona hat natürlich auch im Audit extreme Auswirkungen und „normal“ gibt es eigentlich nicht mehr. Aber hierzu später.

Ich war im Januar auf einem sehr interessanten Projekt gebucht, bei dem ich schon in der Vorprüfung im November dabei sein durfte. Dadurch kannte ich das Unternehmen schon etwas besser und konnte jetzt noch effektiver mitarbeiten. Jedes Teammitglied hatte selbstverantwortlich die eigenen Risiken zu prüfen, die erforderlichen Dokumente vom Kunden einzuholen, Stichproben zu ziehen oder aufkommende Fragen zu klären. Mir macht es vor allem Spaß, wenn ich eigenständig arbeiten kann und das konnte ich dort voll ausleben. Die erfahreneren Teammitglieder standen mir jedoch zum Glück wirklich zu jeder Zeit bei und beantworteten mir alle meine Fragen. Es ist wirklich schön, dass wir Praktikanten vollwertige Teammitglieder sind und genauso behandelt werden, wie die Leute im ersten Jahr (Junior 1). Das finde ich besonders gut an dem Praktikum, weil man so tatsächlich genau den Arbeitsalltag erlebt und sich nicht wie jemand fühlt, der nur als Aushilfe für lästige Arbeiten betrachtet wird.

So verflogen die Wochen! Von der Busy Season kann ich einfach nur von sehr, sehr viel Arbeit erzählen. Das ist bestimmt nichts für jeden, da unter der Woche die Freizeit tatsächlich etwas auf der Strecke bleibt. Jeder arbeitet im Moment bis an seine Grenzen. Man hat seit Januar eigentlich nie Pause, da nach Abschluss eines Projektes direkt das nächste kommt. Allerdings vergeht die Zeit wie im Flug. Kaum ist Montag, klopft schon wieder der Freitag an die Tür.

Im Februar war ich noch einmal auf einem Mandat, das weiter weg war von Paris: bei Le Havre. Das ist ein sehr süßes Städtchen, in das auch viele Urlauber kommen. Wir schliefen wieder im Hotel und blieben eine Woche. Diesmal war das Projekt abgesehen von mir ausschließlich mit Franzosen besetzt. Dadurch lernte ich auch einmal die Arbeitsweise außerhalb des German Desks kennen, was genauso interessant war. Besonders stolz bin ich hier auf meine Sprachfortschritte, die unweigerlich stattfanden.

Ein paar Ausflüge konnte ich zum Glück auch noch machen.

Schloss Versailles (vom Garten aus)

Spiegelsaal im Schloss Versailles

Die riesige Gartenanlage von Schloss Versailles

Besuch meiner Schwester und Ausflug über die Champs-Elysées

Ausblick vom Arc de Triomphe nach La Defense

Seitdem hat sich dann aber tatsächlich und ziemlich plötzlich viel geändert. Anfangs (also so Februar) hörte man von Corona und wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass bereits Fälle in Europa auftraten. Nur in Paris hat das keinen so wirklich interessiert. Wir gingen weiterhin zu den Kunden und verhielten uns ganz normal. Erst Anfang März, als die Lage dann in Deutschland immer angespannter wurde, hörte man auch in Paris von den ersten Fällen. Doch ich kann nur berichten, dass die Franzosen das alles extrem gelassen nahmen. Aus Deutschland hörte ich von Hamsterkäufen und extrem angespannter Stimmung. In Paris lachten sowohl Kollegen, Kunden als auch private Kontakte mehr oder weniger darüber. Jeder belächelte die Situation und mir wurde erzählt, es sei nicht sehr französisch, vor einem Virus oder einer Pandemie Angst zu haben. Umso überraschender kam dann die Entscheidung von Macron, noch vor Deutschland die Schulen zu schließen, da doch die allgemeine Bevölkerung den Ernst der Lage noch immer nicht sah. In dieser Woche passierte im Hinblick auf Corona einfach so unglaublich viel in der ganzen Welt. Montag durfte noch jeder alles und man war (zumindest in Paris) noch äußerst entspannt, und Freitag waren die Schulen geschlossen und man wurde vom Arbeitgeber angehalten, wenn möglich nur noch Homeoffice zu machen und sämtliche Meetings und Kundengespräche wurden abgesagt. An diesem Freitag kam auch die Nachricht für uns Stairwaypraktikanten: Wir müssen umgehend nach Deutschland zurück. Das hieß innerhalb von 1-2 Tagen packen, Wohnung leer räumen, keine Möglichkeit sich von Kollegen oder Freunden zu verabschieden, keine Rückkehr.

Ich buchte meinen Zug dann direkt für Sonntag. Spätestens an diesem Tag wurde mir bewusst, wie gut die Entscheidung des Stairwayteams war. Grenzen ab Montag zu, Zugverkehr wird größtenteils eingestellt, Ausgangssperre in Frankreich. Gerade noch rechtzeitig kam ich in Deutschland bei meiner Familie an. Ganz ehrlich, ich bin unheimlich dankbar für die Weitsicht und den Mut zu dieser Entscheidung!

         

Bilder meines Abschiedsspaziergangs an der Seine

Unsere Auslandszeit ist zwar vorbei, was natürlich extrem schade ist, aber das Praktikum darf ich noch zu Ende machen. Ich konnte mein Arbeitsequipment mitnehmen und arbeite im Moment vom Homeoffice in Deutschland aus weiter. Da hat die Wirtschaftsprüfung und -beratung einen sehr großen Vorteil. Man kann relativ einfach – ohne große Einbußen – von zu Hause aus arbeiten. Schwierigkeiten ergeben sich höchstens dadurch, dass auch der Kunde meist Homeoffice macht und alle Dokumente, die sich in der Firma befinden oder nicht elektronisch verfügbar sind, Probleme darstellen. So müssen natürlich Deadlines verschoben werden. Auch ist das Coaching von der Ferne aus etwas komplizierter. Alles in allem kann man aber sagen, dass die Infrastruktur bei PwC für solche Situationen extrem gut ausgebaut ist und man solche Vorteile nun sehr zu spüren bekommt. Das flexible Arbeiten, gerade für Kollegen mit Kindern ist garantiert und jeder kann im Grunde seinen Aufgaben gerecht werden. Spannend wird nun, inwiefern sich die Arbeitsinhalte ändern, da Corona natürlich direkt Risiken in der Prüfung beeinflusst und man ein weiteres Risikofeld beim Kunden prüfen und abdecken muss. Schade, dass ich das nicht mehr direkt mitbekommen werde.

So viel nun erst einmal als Update. Ich bin sehr gespannt wie sich das alles weiter entwickeln wird. Ich bin nun wirklich fast am Ende des Praktikums und möchte euch gerne noch ein paar Dinge „Vor Corona“ erzählen. Auch ein abschließendes Fazit darf natürlich nicht fehlen. Dafür melde ich mich in den nächsten Wochen noch einmal zurück. Bis dahin: bleibt gesund.

Zwischenfazit aus Rotterdam

Goedendag allemaal,

ich melde mich zurück aus Rotterdam!

Mittlerweile sind schon bald zwei Monate meines Stairway-Praktikums vergangen und es gibt Vieles zu erzählen. In diesem Beitrag möchte ich Euch einen weiteren Einblick in die Welt von PwC gewähren und Euch von meinen Tätigkeiten im Bereich des ITX-Pie Teams berichten.

Arbeitsumfeld:

Das Umsatzsteuerteam für grenzüberschreitende Leistungen, ITX-Pie, in dem ich arbeite, ist jung und die Kollegen sind sehr nett und hilfsbereit. So sprechen all meine niederländischen Kollegen Englisch, wenn ich in der Nähe bin, sodass ich mich an den Gesprächen beteiligen kann. Sehr zuvorkommend!

Die Hierarchie wird in den Niederlanden weniger ausgelebt als in Deutschland. Das Arbeitsklima hier ist ausgezeichnet und die Gespräche mit den Vorgesetzten oder anderen Höherrangigen sind sehr angenehm.

PwC Rotterdam bietet individuelle und sehr flexible Arbeitszeiten. Ich bevorzuge es eine feste Tagesstruktur zu haben und arbeite deswegen jeden Tag von 8:00 bis 17:00 Uhr. Im Vergleich zu vielen anderen Kollegen fange ich recht früh an – so habe ich morgens eine freie Platzwahl und habe einen zeitlich frühen Feierabend.

Die Räumlichkeiten in Rotterdam bestehen aus einem Großraumbüro, welches mit Arbeitsnischen, aber auch mit einzelnen Räumen ausgestattet ist. So kann jeder selbst entscheiden, ob er lieber in den Open Spaces bei den Kollegen sitzt oder alleine in einem der Räume arbeiten möchte. Die Open Spaces sind super, wenn man sich inhaltlich über fachliche Themen austauschen möchte. Die geschlossenen Räume sind ideal, wenn man sich sehr gut konzentrieren möchte. Da jeder mit einem Laptop und einem Businesshandy ausgestattet ist, ist man sehr mobil und kann sich jeden Tag in Abhängigkeit von den Aufgaben neu entscheiden.

In jeder Etage gibt es zudem Meeting Räume und eine Lobby, in der man sich zum gemeinsamen Austausch treffen kann.

   

Aufgaben:

Ich habe ein sehr umfangreiches und vielseitiges Aufgabenfeld. So gehören zu meinen Aufgaben z.B. das Recherchieren zu umsatzsteuerlich relevanten Themen, die umsatzsteuerliche Bewertung von Lieferungen von Waren oder Dienstleistungen, die Prüfung von Verträgen aus umsatzsteuerlicher Sicht sowie das Erstellen von Umsatzsteuererklärungen als auch von Zusammenfassenden Meldungen.

Besonders interessant dabei ist es, das niederländische Umsatzsteuerrecht im Vergleich zum deutschen Recht zu sehen. Zwar regelt die Mehrwertsteuersystem-Richtlinie (EU RL 2006/112/EG) das Umsatzsteuerrecht auf europäischer Ebene, jedoch sind die Mitgliedsstaaten in ihrer Umsetzung in einem gewissen Rahmen frei. Es sind deshalb oft Kleinigkeiten, die zwischen dem Umsatzsteuerrecht in den verschiedenen Mitgliedsstaaten variieren – jedoch können diese einen großen Unterschied machen.

Wie ihr raus hört, besteht meine Arbeit also rund um das Umsatzsteuerrecht. Dies erfordert eine präzise und genaue Arbeitsweise, sowie eine große Konzentration. Das ist genau das, was mir an dem Themenbereich und an meinem Praktikum hier in Rotterdam so gefällt!

Freizeit:

Ende September fand das alljährliche ITX Event statt. Das ist ein ganztägiges Umsatzsteuer-Event, indem alle Mitarbeiter aus dem Umsatzsteuerteam aus den ganzen Niederlanden zusammenkommen.

Zunächst wurden Neuigkeiten aus dem niederländischen Umsatzsteuerrecht besprochen. Nach dem fachlichen Teil folgte der informelle Teil: Eine Rooftop-Tour, das war eine Tour auf den Dächern Rotterdams, und eine Afterparty waren geplant. Ein rundum gelungener Tag!

An den Wochenenden bekomme ich viel Besuch von meinen Freunden aus Deutschland. Mit ihnen erkunde ich die Stadt Rotterdam und die Umgebung. So war ich schon Kanufahren im bei Dordrecht gelegenen Biesbosch Nationalpark und habe einen Spaziergang durch den Amsterdam Bos gemacht.

Die Nordsee ist nur 40 Minuten von Rotterdam entfernt. Also nahm ich das zum Anlass nach Scheveningen zum Strand zu fahren. Es ist zwar mittlerweile schon herbstliches Wetter, aber dennoch tat die Seeluft sehr gut!

Außerdem habe ich die andere Stairway-Praktikantin Kim in Amsterdam besucht. Sie hat mich zum Frühstück eingeladen, wir sind gemeinsam durch die Stadt geschlendert und haben an einen der wunderschönen Cafés Halt gemacht. Zudem habe ich – typisch Touri – eine Grachtenrundfahrt gemacht. Bald wird Kim mich auch in Rotterdam besuchen, da freue ich mich schon sehr drauf.

    

Alles in Allem ist das Stairway-Praktikum in den Niederlanden eine einzigartige Erfahrung für mich!

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

Tot ziens und bis bald!

Theresa

Meine ersten Wochen in Rotterdam

Hallo zusammen aus Rotterdam,

ich bin gerade erst zwei Wochen in Holland und freue mich von meinen ersten Erlebnissen und Eindrücken zu berichten.

Zunächst einmal kurz zu mir: Mein Name ist Theresa, ich bin 24 Jahre alt und ich habe die einmalige Möglichkeit als Stairway-Praktikantin in den Niederlanden Einblicke in die Welt des Big4 Unternehmens PricewaterhouseCoopers zu bekommen. In Rotterdam bin ich für 3 Monate im Bereich Indirect Taxes tätig. Das passt super, weil das Umsatzsteuerrecht immer mein Lieblingsfach während meines dualen Steuerrechtsstudiums beim Finanzamt war.  Auch neben meinem Jura-Studium in Münster arbeite ich in einer Kanzlei, die auf das Umsatzsteuerrecht spezialisiert ist. Ein perfektes Match also mit meiner Tätigkeit bei PwC !

Working in Rotterdam:

An meinem ersten Tag bei PwC Rotterdam habe ich zunächst meine neuen Kollegen kennengelernt. Die Holländer sind ja bekanntermaßen sehr offen und hilfsbereit – und genau so herzlich wurde ich auch empfangen! Douwe, mein Coach, zeigte mir die Räumlichkeiten und gab mir eine Einführung in die Programme, die ich in der nächsten Zeit benötigen würde. Er wird mir in den nächsten Wochen zur Seite stehen und mir bei all meinen Fragen helfen.

Schon an meinem ersten Tag durfte ich die erste umsatzsteuerrechtliche Fragestellung beantworten. Es ging um den Brexit und deren umsatzsteuerrechtlichen Folgen. Ein sehr interessantes und aktuelles Thema!

Ich arbeite im ITX-Pie Team – die Abteilung für die grenzüberschreitenden Leistungen im Umsatzsteuerrecht. Das heißt für mich, ich kann viel darüber lernen, wie die innergemeinschaftlichen Lieferungen, innergemeinschaftlichen Erwerbe sowie Importe und Exporte in Holland umsatzsteuerrechtlich behandelt werden.

Auch an den ersten Meetings durfte ich schon teilnehmen. Jeden Dienstag morgen findet ein VAT Technical Meeting statt, in dem Fälle oder auch die neue Rechtsprechung im Team besprochen werden. Sehr interessant, das ganze einmal von der niederländischen Seite aus zu sehen!

Derzeit arbeite ich auf Englisch. Auf Niederländisch verstehe ich leider bisher nur ein paar Wörter –  das wird sich jedoch bald ändern! Ich habe mich schon an einem Niederländisch-Kurs angemeldet. Aber da hier wirklich jeder super Englisch spricht, komme ich bisher auch ohne Holländisch zu sprechen bestens klar.

Living in Rotterdam:

Das Stairway-Programm ist wirklich ein Rund-um-Sorglos Paket. Die deutschen und niederländischen Kollegen kümmerten sich um eine Wohnung für mich. Um was für eine! Ich habe eine 64 qm große, moblierte Wohnung mitten in der Stadt im 22. Stockwerk mit super Blick über den Leuvehaven. Auch die berühmte Erasmusbrücke, sowie den Fluss Maas kann ich von meinem Appartment aus sehen. Und das absolute Highlight ist, den Sonnenuntergang über den Dächern von Rotterdam von meinem Wohnzimmer aus beobachten zu können.

In Rotterdam kann man – wenn das Wetter mitspielt – am besten alles mit dem Fahrrad erreichen. Also war meine erste Aufgabe nach meiner Ankunft mir ein Fahrrad auszuleihen. Seitdem fahre ich auch mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Enjoying Rotterdam:

Neben der Arbeit gibt es genügend Freizeit-Aktivitäten, die man hier in Rotterdam unternehmen kann. Ich habe mich bei dem Studentensport von der Erasmus-Universität angemeldet. Jeden Dienstag und Freitag gehe ich zum Badminton Training – so kann ich auch Kontakte außerhalb der Arbeit knüpfen.

Aber auch mit den Kollegen unternehme ich viel. Wir haben einen Spieleabend gemacht – ein sehr witziger Abend, denn am Ende gab es eine große Diskussion über die Spielregeln. Es ging so weit, dass die Hotline des Spieleherstellers angerufen wurde. Äußerst amüsant! Demnächst steht noch eine Einweihungsparty eines Kollegen an. Und obwohl ich erst frisch in dem Team bin, wurde ich direkt eingeladen.

Außerdem habe ich schon etwas die Stadt erkundet. Direkt am ersten Wochenende war hier der Wereldhavendagen (der Weltweite Hafentag) – zum Abendprogramm gehörte eine Schiffsshow mit anschließendem Feuerwerk auf der Maas. Das ließ ich mir natürlich nicht entgehen.

Rotterdam hat zudem auch sehr schöne Parks. So bin ich schon um den See Kranlingse Bos gelaufen. Dort habe ich auch direkt meine ersten traditionellen Windmühlen gesehen. 🙂

Ich freue mich schon auf die nächsten Monate hier in Rotterdam und werde euch schon bald davon berichten!

Tot ziens / Bis bald,

Theresa