Dobrý den aus Prag

Hallo zusammen,

ich heiße Max, bin 23 Jahre alt und mache seit Anfang Januar ein Praktikum in den Inbound-Services der Service Line Assurance in Prag bei PwC Tschechien. Bis Ende April werde ich hier tätig sein, mit dem Blog versuche ich euch ein paar Einblicke in meinen Alltag zu geben.

Mein Start und die ersten Arbeitswochen in Prag

Der Start hier in Prag hätte nicht reibungsloser klappen können, das Global Mobility Team von PwC kümmerte sich wirklich um alles – von den Formalia nötiger Anmeldungen in Tschechien, über die Unterkunft bis hin zur Anreise. Daher konnte ich an meinem ersten Arbeitstag direkt mit einigen Schulungen starten und darüber hinaus bereits Kollegen kennenlernen.

Zunächst noch kurz ein paar Worte zur Inbound-Abteilung, in der ich arbeite: Zahlreiche internationale Unternehmen sind auch in der Tschechischen Republik tätig, die Inbound-Prüfung übernimmt unter anderem die Prüfung der Jahresabschlüsse dieser Töchter.

Lange war ich nicht im Büro, bereits am dritten Tag durfte ich zur Prüfung der tschechischen Tochter eines Logistikkonzerns mit. Dort standen mir zum Glück die Kolleginnen und Kollegen bei anfänglichen Fragen zur Bedienung der Prüfungssoftware mit Rat und Tat zur Seite.

Nach wenigen Tagen auf diesem Mandat ging es weiter zur Prüfung eines französischen Unternehmens, das seine Financeabteilung nach Prag verlagert hat. Bei vielen Unternehmen gewinnt die Einrichtung sogenannter „Shared Service Center“ (SSC) zunehmend an Beliebtheit, sicherlich werde ich daher während meines Praktikums nochmals bei einer solchen SSC-Prüfung eingesetzt werden.

Die meiste Zeit im Januar habe ich bei einer Prüfung eines Bergbauunternehmens außerhalb von Prag verbracht. Zwei Wochen war unser Team hierfür im Hotel. Nach der Arbeit sind wir häufig was essen gegangen, sodass ich die anderen Teammitglieder auch neben der Arbeit noch etwas kennenlernen konnte. Einmal waren wir zusammen in einem Sportkurs im Fitnessstudio, was ziemlich anstrengend war, aber viel Spaß gemacht hat!

Abendessen mit den Kollegen

Trotz der unterschiedlichen Branchen und Projekte, in denen ich bisher mitgewirkt habe, hatten alle drei gemeinsam, dass die Teams immer aus verschiedenen Kolleginnen und Kollegen bestanden, die häufig ein Mix unterschiedlichster Nationalitäten waren. Wirklich spannend, manche Dinge einmal von einer anderen kulturellen Perspektive zu betrachten!

Freizeit

Die Reisetätigkeit im beruflichen Alltag setzt sich bei mir auch im Privaten fort. An den Wochenenden unternehme ich meistens etwas, bisher waren diese Aktivitäten überwiegend außerhalb von Prag. Den Besuch der Sehenswürdigkeiten in Prag werde ich mir noch ein bisschen aufheben, da ich in nächster Zeit Besuch aus Deutschland bekomme, mit dem ich dies dann nachholen werde. Von außen habe ich dennoch viele Sehenswürdigkeiten erkundet.

Astronomische Uhr in Prag

Blick auf Prag

 

 

 

 

 

 

 

Meine bisherigen Ausflüge außerhalb Prags führten mich in Städte, die von hier aus gut zu erreichen waren. So war ich Mitte Januar in Dresden, habe mir dort die Sehenswürdigkeiten wie etwa die Semperoper und die Frauenkirche angeschaut. An einem anderen Wochenende bin ich in den böhmischen Wäldern von Karlštejn bis nach Beroun gewandert. Die Landschaft war zugegebenermaßen etwas trist und eintönig, dafür war es sehr ruhig, vom Klopfen zahlreicher Spechte mal abgesehen.

Frauenkirche in Dresden

Wandern in der Nähe von Karlštejn

 

 

 

 

 

 

 

Gute (Nacht-)Busverbindungen nach Polen brachten mich auf die Idee, mir dort einige Städte anzuschauen. Daher ging es unter anderem nach Kattowitz, in die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau sowie nach Krakau. Wie auch in Kattowitz gab es in Krakau ebenfalls noch sehr viel Weihnachtsdekoration in der Stadt und den Einkaufspassagen. Man könnte denken, Weihnachten stehe erst noch vor der Tür.

Krakau Cloth Hall am Marktplatz

Königsschloss auf dem Wawel in Krakau

 

 

 

 

 

 

 

In wenigen Wochen werde ich mich mit meinem zweiten Blogeintrag melden und euch mehr über Tschechien und meine Erlebnisse hier berichten.

Na shledanou!

Max

¡Hola y Bienvenido a Madrid!

Hola a todos,

mein Name ist Max, ich bin 24 Jahre alt und einer der glücklichen PwC-Stairway-Praktikanten in diesem Jahr. An dieser Stelle werde ich euch in den nächsten vier Monaten von meinen Erfahrungen rund um mein Stairway-Praktikum in Madrid berichten.

Ankunft & Unterkunft

Cuatro Torres Business Area mit dem Torre PwC

Nach meiner Bewerbung im Februar, dem drauf folgenden Auswahlworkshop sowie eines interkulturellen Trainings ging es für mich am 30. August von Frankfurt aus endlich los in Richtung Spanien. Während sich in Deutschland die warmen Tage zu Ende neigten, fand ich mich, nach einer vergleichsweise kurzen Anreise, im 30ºC warmen Madrid und in dem von PwC organisierten Apartment wieder.

 

Dieses ist voll ausgestattet und liegt quasi nur einen Steinwurf vom Torre PwC, eines der höchsten Gebäude Europas und meinem Arbeitsplatz entfernt. Die Cuatro Torres Business Area, auf die ich von meinem Balkon aus einen direkten Blick habe, befindet sich etwas außerhalb des Stadtzentrums. Jedoch verfügt Madrid über ein hervorragendes Metro-Netz, so dass dieses von meinem Apartment aus, ebenfalls einfach und schnell zu erreichen ist.

 Büro & Arbeitsumfeld

Blick aus dem 39. Stock auf den Torre Cristal und den Madrider Norden

Mein erster Arbeitstag begann direkt mit einer kleinen Vorstellungsrunde mit meinen neuen Kollegen sowie dem für mich zuständigen Partner. Die nächsten vier Monate werde ich hier in der Service Line Tax in der Transfer Price Abteilung arbeiten. Dort werde ich vor allem mit Mandanten aus dem  Banken und Versicherungsbereich zu tun haben. Zwar konnte ich als Werkstudent und in Praktika schon Erfahrungen in der Steuerberatung sammeln, jedoch stellen praktische Verrechnungspreissachverhalte, ausserhalb der Vorlesung, ein absolutes Neuland für mich dar. Deshalb verbrachte ich die ersten Tage vor allem damit, mich in die Materie sowie die relevanten Normen und das dafür notwendige spanische Vokabular einzuarbeiten. Nach der ersten Orientierungsphase helfe ich momentan bei der Erstellung der notwendigen Verrechnungspreisdokumente für eine der grössten spanischen Banken.

Die Arbeitssprache in meiner Abteilung ist Spanisch, so dass ich meine Sprachkenntnisse auch im professionellen Umfeld verbessern kann. Anders als ich es aus Deutschland gewohnt bin, wird hier auf jeder Etage in drei großen Open Spaces,  sogenannten Cajas, gearbeitet. Dies wird  jedoch durch die einmaligen Aussicht aus dem 39. Stock auf Madrid und dessen Umland entschädigt. Mein Team ist vergleichsweise  jung und besteht zu meiner Überraschung mehrheitlich aus Anwälten.

Freizeit

Blick auf den Palacio Real

Da ich die meisten Sehenswürdigkeiten Madrids schon während meines Auslandssemesters in San Sebastián „abgearbeitet“ habe, konnte ich meine Freizeit bislang dazu nutzen die sonnigen Tage in den unzähligen Parks der Stadt zu genießen.

La Visage du Grand Masturbateur von Salvador Dalí

Zudem habe ich das Museo Nacional de Arte Reina Sofia besucht um dort unter anderem die Kunstwerke von Picasso und Salvador Dalí zu bewundern. Mein bisheriges Highlight war jedoch die finale Etappe der La Vuelta de España, das spanische Pendent zur Tour de France. Die Radprofis drehten hierbei mehrere Runden bis zum finalen Sprint durch die Madrider Innenstadt und lockten mich sowie tausende weitere Zuschauer an die Rennstrecke.

Finale Etappe der „La Vuelta“ am Plaza de Cibeles

Mit diesen ersten Eindrücken möchte ich mich vorerst von euch verabschieden. ¡Hasta la próxima!

Max

 

 

 

Aus Singapur kommst du nicht raus – eine Stadt mit vielen Gesichtern

Aus Singapur kommst du nicht raus – das waren die ersten Worte meiner PwC- Kollegen in Singapur. Etwas noerdlich weiter auf dem Globus bist du schon in Malaysia, in die anderen Himmelsrichtungen landest du sehr schnell im Ozean oder auf den zahlreichen, kleinen indonesischen Inseln – aber dazu spaeter mehr.

33 Grad – 20 Uhr – Ich. Am Flughafen. In einer grossen Stadt. Ziemlich nervoes. Mit einem Koffer bepackt. Wartend auf meinen Taxifahrer. Dieser meinte nach dem Einsteigen erst einmal zu mir: Keine Sorge – Singapur ist eine sichere Stadt. So sauber und ordentlich wie ein gebügeltes Hemd.

Und damit hatte er recht. Singapur gilt als eine der saubersten und vor allem auch sichersten Staedte der Welt. Ein Grund mehr, sich den Stadtstaat einmal genauer anzusehen, was ich in den letzten Wochen auch getan habe. Diese Stadt hat eine Vielfalt zu bieten, die fast keine andere Stadt uebertreffen kann.

Sentosa, eine Strandoase mitten in Singapur, welche man mit einer Seilbahn erreichen kann. Dieser Teil von Singapur gleicht mit seinen Universal Studios, einem Aquarium sowie Wasserpark einem Freizeitpark fuer Erwachsene. Ein paar Schritte weiter gelangt man nach Chinatown und Little India mit ihren Tempeln und Moscheen, dem Geruch von Gewuerzen, Curry, ueberstaeht mit bunten Haeusern und unzaehligen kleinen Restaurants sowie Shops mit Souvenirs und Apotheken mit traditionellen chinesischen Arzneimitteln. Im Gegensatz hierzu findet man Gebauede, welche futuristischer nicht sein koennten und mitten hindurch fliesst der Singapur River, der zur Bootsfahrt und naechtlichen Spaziergaengen einlaed.

                    

Fuer die Shoppingverrueckten unter uns ist die Orchard Road perfekt – hier kannst du shoppen, bis der Arzt kommt – und wenn du einmal etwas Erholung und Natur brauchst stehen in Sinagpur zahlreiche Parks, wie der Orchideen Garden, der botanische Garten, oder auch der East Coast Park, ein Park direkt am Meer zur verfuegung. Diese beiten eine tolle Moeglichkeit aus der Stadt heraus zu kommen.

Meine Liste an to do’s in Singapur koennte wahrscheinlich einmal den Globus ueberrunden, aber Vorsicht hier gibt es auch einige DON’Ts. Verboten sind in den oeffentlichen Verkehrsmitteln zum Beispiel Kaugummis sowie Essen, Trinken und Durions (auf Grund ihres strengen Geruchs, jedoch definitv einen Versuch wert – diese Frucht wirst du in Europa nicht zu probieren und zu riechen bekommen). Zudem herrscht Linksverkehr – und das nicht nur im Strassenverkehr, nein auch auf Gehwegen und Rolltreppen.

An den Wochenenden habe ich mir die Zeit genommen, raus aus dem stressigen Arbeitsalltag zu kommen und habe mit der Faehre die benachbarten indonesischen Inseln erkundet: Batam und Bintan. So viele Gegensaetze wie auf Batam habe ich selten gesehen: Von Urlaubsresorts, ueber 4- koepfigen Familien auf Rollern, Affen am Strand bis hin zu Einheimischenwohnungen – die ein Europaer eher als Slum bezeichnen wuerde. Aber vorallem Bintan bietet mit seinen Traumstraenden ein echtes Wochenendziel zum Entspannen – Schnorcheln an den Korallenriffen, Mangroven Touren, blaues Wasser und Sonnenaufgaenge, die du niemals vergessen wirst. Die Natur hat hier einiges zu bieten – unter Umstaenden auch einzigartige Naturphaenomene, wie einen Tornado am Himmel.

Wer in Singapur bleiben will: Kusu Island, St. John`s Island oder Pulau Ubin sind definitiv einen Besuch wert. Diese Inseln laden zum Fahrradfahren und Relaxen an den Standstraenden ein.

„Schnappe kulturell so viel wie moeglich auf.“ – Das war meine Devise bevor ich hier hergekommen bin und diese Moeglichkeit hatte ich vorallem waehrend des Chinese New Years. CNY wird hier gleich eine ganze Woche mit einer Vielfalt an Essen, Feuerwerk und Strassenfesten gefeiert. Auch in der Firma, welche ich geprueft habe, hatte ich die Moeglichkeit eine CNY-Feier mitzuerleben.

Nach all dem Schwaermen nun noch ein paar praktische Tips. Die Visabeantragung ist sehr problemlos. Es muessen nur ein paar Dokumente in Deutschland auf der Webseite des Ministerium of Manpower  MOM ausgefuellt und nach Ankunft in Singapur ein Termin dort ausgemacht werden um das finale Visum zu erhalten – hierbei koennen auch die HR Kollegen vor Ort behilflich sein, welche sehr freundlich und sachkundig sind.

Laufen ist in Singapur auf Grund der Temperaturen unter Umstaenden mit etwas Schweiss verbunden – wer dies umgehen moechte kann sich einfach eine Easy Link Karte kaufen, mit welcher alle Bussen und U-Bahnen genutzt werden koennen. Das Verkehrsnetz in Singapur ist sehr komfortabel, Taxis sind jedoch auch reichlich vorhanden und bezahlbar.

Das Office ist nahe Chinatown – zentral in Singapur und ist von deiner Unterkunft in 25 Minuten per Fuss zu erreichen. Die Wohnung laesst keine Wuensche offen: moebliert mit Buegelbrett, Buegeleisen und Handtuechern, eine Servicekraft, welche sich um die Sauberkeit kuemmert, perfekt Lage nahe des Fort Canning Parks und des Clarke quay, welcher mit traumhaften Ambiente und zahlreichen Restaurants und Bars viele Touristen anlockt und das Highlight ein Pool und kleines Fitnessstudio.

Vor dem ersten Tag braucht ihr auch nicht nervoes sein. Mit Laptop und Schreibutensilien ausgestattet hatte ich am ersten Tage erst einmal ein „Get-together“ und eine Assurance Schulung bevor es am naechsten Tag schon los zum Mandanten ging…

Ein letztes Wort von mir – vom anderen Ende der Welt.

Spuehrt ihr das Kribbeln in den Fingern?

Die Zeit ist noch nicht abgelaufen – nehmt diese Erfahrung mit. Bewerbt euch – es lohnt sich!

Wenn nicht jetzt wann dann?

 

Welcome from THE center of power! (Zumindest ganz nah dran)

Die Hauptstadt der USA im Wahljahr hautnah kennenzulernen und dabei in die Rolle eines amerikanischen Wirtschaftsprüfers zu schlüpfen – das klingt nach einer atemberaubenden Kombination. Und um schon einmal ein wenig vorwegzugreifen: Das ist es auch!

Vor mittlerweile schon sieben Wochen begann für mich das Abenteuer „Auslandspraktikum in Washington, D.C.“ mit einem Flug von Frankfurt am Main über Charlotte, NC zum Ronald-Reagan-National-Airport, einem der drei Flughäfen, die in der Metropolregion der Hauptstadt Amerikas liegen. Um genau zu sein begann die Vorbereitung meines halbjährigen Auslandspraktikums inklusive Visumbeantragung natürlich schon mehrere Monate vorher, allerdings wurde ich bei der Organisation meines Auslandsaufenthaltes vom Stairway-Team kräftig unterstützt. Dementsprechend entspannt trat ich meine Reise in ein Land an, das ich bereits während eines Auslandssemesters im vergangenen Jahr zu kennen und zu lieben gelernt habe.

Entspannte Ankunft in D.C.

Die Ankunft in den USA und die Zeit der Eingewöhnung wurde mir dabei so leicht wie möglich gemacht. So konnte ich mich etwa bei der Suche meiner Unterkunft für die Zeit meines Praktikums vollkommen zurücklehnen und mir wurde darüberhinaus ein sogenannter Relocation Consultant zugeteilt, der mir als lokaler Ansprechpartner am Tag nach meiner Ankunft eine kleine Führung vor Ort gab und mir etwa bei der Beantragung einer Sozialversicherungsnummer mit Rat und Tat zur Seite stand.

Vor Ort heißt in meinem Fall McLean, das in Virginia gelegen ist und sich ungefähr eine halbe Stunde Metrofahrt oder – wie ich schmerzlich feststellen musste – einen doch recht ausgedehnten Morgenlauf außerhalb vom Stadtkern Washingtons, dafür allerdings in unmittelbarer Fußnähe meines PwC-Offices befindet. Die Ausstattung meines Apartments mit Küche und Waschbereich lässt dabei keine Wünsche offen. Der Komplex, in dem sich mein Apartment befindet, beinhaltet sogar ein großes Gym und einen Outdoor-Pool, der bei den momentan winterlichen Temperaturen aber leider geschlossen ist.

Mein erster Arbeitstag im Office in McLean

Mein erster Arbeitstag Mitte November gestaltete sich dabei so entspannt wie meine Ankunft in McLean. Da mein Einstiegstermin im Bereich Assurance Mitte November off-cycle, d.h. sehr unüblich gelegt wurde, war ich an diesem Tag der Einzige, der ein kleines Orientierungsprogramm durch das PwC Office in McLean durchlief. Im Verlaufe des Tages wurde ich dann meinen zukünftigen Arbeitskollegen des Bereichs PCS (Private Client Services) vorgestellt, der zur Zeit ungefähr 100 Mitarbeiter umfasst und sich auf die Prüfung von Unternehmen im Privatbesitz konzentriert. In wechselnden Teams werde ich dabei im Laufe meines Praktikums an der Prüfung von voraussichtlich vier Unternehmen beteiligt sein.

First Year Engagement – nicht nur neu für mich

Schon während der ersten Arbeitstage wurde ich dann bei meinem ersten Mandat eingespannt und durfte bereits nach wenigen Tagen einige Prüfungshandlungen eigenverantwortlich erledigen. Besonders interessant ist dabei die Tatsache, dass es sich bei diesem Unternehmen um ein sogenanntes „first year engagement“, d.h. um ein neu gewonnenes Mandat handelt, das in diesem Jahr zum ersten Mal von PwC geprüft wird. Immerhin ist so einiges nicht nur Neuland für mich, sondern auch für meine Kollegen (zumindest was den reinen Verstehensprozess der Unternehmensabläufe betrifft). Weil die Prüfung dieses Unternehmens, welches Tochtergesellschaften in ganz Amerika hat, vorwiegend vom PwC-Office aus stattfindet, konnte ich meinen Arbeitsort trotz eines Leihfahrzeuges, das mir zur Verfügung gestellt wird, bisher auch immer zu Fuß erreichen.

Auch meine amerikanischen Kollegen hätten mir den Einstieg in den Wirtschaftsprüfungsalltag nicht leichter machen können. Wenn ich die Arbeitsatmosphäre hier in den USA mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre das sicherlich: welcoming! So war es sehr leicht, mit meinen Kollegen ins Gespräch zu kommen – sei es auf privater oder beruflicher Ebene. Ganz unter diesem Motto steht auch der räumliche Aufbau des Offices in McLean: So hat jeder Mitarbeiter nicht etwa seinen festen Arbeitsplatz, sondern ganz im „Open-Workplace-Stile“ arbeitet man dort, wo man gerade will – sei es zusammen mit dem Team, mit dem man gerade prüft, oder einfach dort, wo gerade Platz ist. Seinen Schreibtisch kann man sich dabei im Voraus per App reservieren (wie ich feststellen durfte hat ein Praktikant allerdings nicht die Befugnis, ein Corner Office zu belegen). Ein Highlight während meiner ersten Arbeitswochen war für mich sicherlich der sogenannte „Ugly-Sweater-Day“, bei dem alle Mitarbeiter des Bereichs PCS zur Einstimmung in die Weihnachtszeit in bunten Weihnachtspullis ins Büro kamen – nach dem Motto: je schriller und hässlicher, desto besser!

Arbeitstechnisch lag mein Einstiegstermin sehr günstig: So war direkt meine zweite Arbeitswoche durch Thanksgiving um zwei Tage verkürzt und Anfang Dezember durfte ich bereits an der Weihnachtsfeier PwCs teilnehmen, die gemeinsam für alle Offices der Washington Metropolitan Area und alle Lines of Services (Assurance, Tax, Advisory) veranstaltet wurde. Zusammen mit wahrscheinlich über 2.000 Kollegen durfte ich so im Herzen von D.C. auf das (bald) vergangene Jahr anstoßen.

Unterwegs im Zentrum der Macht

Natürlich habe ich meine freie Zeit dazu genutzt, D.C. und seine Umgebung näher kennenzulernen – und ich bin damit noch längst nicht fertig! Denn die Hauptstadt Amerikas hat unendlich viel zu bieten: sei es im Kulturbereich mit seinen zahlreichen, meist kostenlosen Museen oder im Nightlifebereich. Inmitten von Lincoln Memorial und Washington Monument, zwischen Kapitol und Weißem Haus fällt es mir oft schwer zu realisieren, wie viel Macht und Einfluss von diesem Flecken Erde tagtäglich ausgeht. Und dabei durchlebt das politische Zentrum der USA ja gerade zusätzlich noch eine Phase der „presidential transition“. Von President-Elect Trump habe ich bis jetzt in D.C. zwar noch relativ wenig mitbekommen, das wird sich aber wohl spätestens am 20. Januar 2017 ändern. Washington bereitet sich auf die Feierlichkeiten der Inauguration vor!

Während meines Auslandssemesters im vergangenen Jahr hat mich die Footballbegeisterung erfasst und so konnte ich nicht anders als auch hier in Washington einmal ein Footballspiel im FedEx-Field vor Ort zu erleben. Monday Night Football zwischen den Washington Redskins und den Carolina Panthers. Flutlichtspiel. Was ein Erlebnis! Und was eine Niederlage! Klassisch im Kirk Cousins-Trikot habe ich dabei mein Heimteam angefeuert, das bei eisiger Kälte (ein Spiel dauert um die 3,5 Stunden!) aber wohl eines seiner schlechtesten Spiele der Saison bestritten hat. Immerhin konnte ich den letztjährigen Most-Valuable-Player und Quarterback der Carolina Panthers Cam Newton (aka „The Scoring Machine“) noch einmal in Bestform erleben.

Das soll es jetzt erst einmal gewesen sein für meine ersten Eindrücke hier drüben. Im kommenden Jahr werde ich mit anderen PwC-Einsteigern eine kleine Trainingseinheit durchlaufen und für mein zweites Mandat nach Atlanta reisen. Mehr dazu in meinem kommenden Blogeintrag. Bis dahin wünsche ich euch einen Guten Rutsch und ein „Happy New Year“!

More to come!

P.S.: Bitte feuert am Neujahrstag meine Washington Redskins an – gegen die New York Giants geht es um die Playoffs!

Goeie dag, Usuku oluhle!

Goeie dag, Usuku oluhle,
wie man „Guten Tag“ hier auf Afrikaans und Zulu sagt und somit in nur zweien der elf Amtssprachen Südafrikas.
Mittlerweile sind wir, Andreas und Theresa, schon seit knapp drei Wochen im schönen Südafrika, oder genauer in Sunninghill – nördlich vom Zentrum von Johannesburg.

Nach einer fast problemlosen Anreise, mit nur 20 Stunden Verspätung für Andreas, konnten wir am 1. Oktober in unser Praktikum starten. Aufgrund der gleichen Zeitzone, blieb uns auch der Kampf mit dem Jetlag erspart. Die ersten zwei Tage verbrachten wir zusammen mit allen Einsteigern – von Senior Manager bis Praktikanten – beim PwC On boarding. Seitdem ist jeder in seinem Bereich tätig – Andreas in Assurance bei TICE (Television, Information, Communications & Entertainment) und ich in Advisory bei Power & Utilities . Wir wurden hier herzlich aufgenommen. Alle sind sehr interessiert, freundlich und hilfsbereit. So hat Andreas schon etwa zehnmal, mit besonders interessierten vor allem männlichen Kollegen, die gleiche Unterhaltung über die Bundesliga geführt.

Mit der Unterkunft hat es uns auch sehr gut getroffen. Jeder wohnt in einer gut ausgestatteten Wohnung, mit Pool und idyllischem Garten. Diese befinden sich in einer gated community, unweit vom PwC Büro, welches mit unseren Autos in nur 5 Minuten zu erreichen ist. (Fotos von der Wohnung, vom Garten und vom PwC Gebäude seht ihr unten – die Gitter sind hier übrigens nicht unnormal an Fenstern und Türen). Wo wir auch schon beim Linksverkehr wären, der gerade anfangs einige Schwierigkeiten mit sich bringt. So sucht man beim gewohnten Einsteigen auf der linken Seite vergeblich das Lenkrad oder betätigt, anstatt den Blinker zu setzen, den Scheibenwischer und auch als Geisterfahrer ist man gelegentlich unterwegs. Bisher allerdings ohne weitere Folgen. In diesem Sinne – allzeit gute Fahrt. 🙂

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Momentan ist hier Frühling. Dementsprechend sind die Temperaturen angenehm warm, die Sonne scheint den Großteil des Tages und alles blüht und duftet. Anders als in Deutschland sehnt man sich hier nach Regen. Da gerade die Trockenzeit zu Ende geht, dürfte der auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

An den Wochenenden verbringen wir die Zeit damit die Stadt zu erkunden. Liebe Kollegen entpuppen sich dankenswerterweise als perfekte Stadtführer und zeigen uns die schönen Ecken von Johannesburg und Umgebung. Auf dem Neigbourgoods Market haben wir uns ins Getümmel gemischt und uns von der kulinarischen Vielfalt und dem Flair treiben lassen. Zahlreiche Rooftop Bars laden dazu ein, mit einen kühlen Drink und entspannter Musik, den Blick über die Stadt schweifen zu lassen.

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Außerdem konnten wir das große Derby der Nationalsportart Rugby beim Public Viewing miterleben. In einem packenden Spiel haben die südafrikanischen Springboks die neuseeländischen All Blacks geschlagen, was natürlich im Anschluss gefeiert werden musste.
Natürlich gehört auch ein bisschen Wildnis zu Südafrika. Im nahgelegenen Lion Park konnten wir in semi freier Wildbahn Zebras, Giraffen, Antilopen, Geparden, Wildhunde, Hyänen und Löwen aus nächster Nähe bestaunen und sogar Junglöwen streicheln. Nächstes Wochenende geht es dann mal ein Stück weiter weg in den Pilanesberg Nationalpark. Wir sind gespannt, welche Tiere wir dort zu sehen bekommen und werden euch beim nächsten Blogeintrag davon berichten.

Viele Grüße aus Südafrika,

Andreas und Theresa

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Besuch im Löwenpark mit unserer Kollegin Ashlea