Stairway Rückblick: Theresa in Rotterdam

Hallo zusammen,

mein dreimonatiges Stairway-Praktikum in Rotterdam neigt sich leider langsam dem Ende zu. Bevor ich mich von Euch verabschiede, möchte ich Euch noch einen Rückblick über meine Zeit hier in den Niederlanden geben.

Mein Stairway-Praktikum

Zum Ende meines Praktikums erinnere ich mich gerne noch einmal zurück: Die Bewerbung für das Stairway-Praktikum schreiben, danach der Auswahltag in Frankfurt und dann endlich der Anruf, dass ich angenommen wurde!

Beim Vorbereitungsworkshop in Hamburg konnte ich die anderen Praktikanten kennenlernen. Dort hat PwC uns über Kulturunterschiede und über das Arbeiten im Ausland geschult. Auch die weitere Planung für mein Auslandspraktikum hat das PwC Stairway Team übernommen.

Dann ging es auch schon Anfang September nach Rotterdam. Dort hatte ich einen direkten Ansprechpartner im ITX-Pie Team. Dieser unterstützte mich bei der Einarbeitung, bei organisatorischen Angelegenheiten während meines Arbeitsalltags oder aber auch bei sonstigen Anliegen. Daneben konnte mich auch jederzeit bei dem Stairway-Team in Deutschland melden.

Zum Abschluss, sobald alle Stairway-Praktikanten 2019/2020 aus ihrem Praktikum zurück sind, gibt es ein Nachtreffen mit allen Teilnehmern. So wird unsere einzigartige Zeit im Rahmen des Stairway-Programms gelungen abgerundet. Ich bin jetzt schon gespannt auf die verschiedenen Erfahrungsberichte!

Sprache

Mitte September begann mein Niederländisch-Kurs. Ich hatte mich an einem Kurs speziell für Deutschsprachige angemeldet. So konnte ich direkt das A2 Niveau erreichen.

Im Lehrsaal wurde nur Niederländisch gesprochen, d.h. unsere Dozentin erklärte und fragte uns auf Niederländisch. Sie zu verstehen fiel mir nicht sonderlich schwer, da die niederländische Sprache doch sehr viel Ähnlichkeit mit unserem westfälischen Plattdeutsch aufweist.

Auch wenn ich dem Unterricht gut folgen konnte und deutliche Fortschritte mit der Sprache machte, war es immer noch schwer meine Kollegen zu verstehen, wenn sie sich schnell auf ihrer Muttersprache unterhielten. Mich im Supermarkt oder auf dem Markt mit meinem Wissen auf Niederländisch zu verständigen, klappte allerdings schon.

Ich bin froh, dass ich mich an dem Kursus angemeldet habe, denn es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Jedoch würde ich empfehlen die Sprache bereits vor einem Auslandsaufenthalt zu lernen, so fällt die Verständigung am Anfang schon ein wenig leichter.

Mein persönlicher Rückblick

Zu meinen absoluten persönlichen Highlights gehört das ITX Event, von dem ich bereits in meinem vorherigen Blog-Eintrag berichtet habe. Zudem hat mir die Natur im Biesbosch Nationalpark bei meiner Kanutour mit einer Freundin besonders gefallen. Auch der Besuch von Kim, der Stairway-Praktikantin aus Amsterdam, hier in Rotterdam war super!

Mein Lieblingsplatz in Rotterdam ist schnell die große Markthalle geworden. Denn dort wird einem eine unzählige Breite von kulinarischen Köstlichkeiten geboten. Neben typisch holländischem Essen, wie Patats, Krokets, Frikandels und Bitterballen, sowie den süßen Poffertjes und Stroopwaffels, bietet die Markthalle auch unter Anderem eine spanische, türkische, portugiesische, indische und asiatische Küche.

Was ich auf jeden Fall vermissen werde, ist die große Auswahl an frischem Käse. Meine Favoriten sind die typischen Gouda Sorten, sowie der „Rotterdamse Oude“. Vielleicht sollte ich lieber noch was mit auf dem Weg zurück nach Deutschland einpacken!

Einen Auslandsaufenthalt – wie das Stairway-Praktikum – würde ich jedem empfehlen! Es ist eine große Herausforderung, aber die Erfahrung lohnt sich. Man lernt über sich hinauszuwachsen und sich an eine neue Umgebung, sowie neuen Situationen anzupassen.

Fachlich bringt mich die Erfahrung im Umsatzsteuer-Team ITX-Pie ebenfalls sehr weiter. Jetzt sehe ich das Umsatzsteuerrecht nicht mehr nur von der deutschen Seite, sondern habe auch Einblicke in das niederländische Umsatzsteuerrecht bekommen. Das wird mir sicherlich in meinem Jurastudium insbesondere im Rahmen meines Schwerpunktes „Steuerrecht“ helfen. Es ist auf jeden Fall ein deutlicher Mehrwert!

Zu guter Letzt

Das Stairway-Programm war für mich auf jeden Fall eine „Opportunity of a lifetime“. Wann bekommt man schon die Möglichkeit im Ausland in einer der weltweit führenden Wirtschafts- und Beratungsgesellschaften reinzuschnuppern und wird dabei noch so sehr unterstützt?

Es war für mich eine einzigartige Möglichkeit Teil eines internationalen Teams zu sein und Praxiserfahrungen im Ausland zu sammeln.

Für diese unvergessliche Zeit möchte ich mich ganz herzlich bei dem Stairway Team von PwC und bei meinen niederländischen Kollegen bedanken!

Auf Wiedersehen!

Eure Theresa

Zwischenfazit aus Rotterdam

Goedendag allemaal,

ich melde mich zurück aus Rotterdam!

Mittlerweile sind schon bald zwei Monate meines Stairway-Praktikums vergangen und es gibt Vieles zu erzählen. In diesem Beitrag möchte ich Euch einen weiteren Einblick in die Welt von PwC gewähren und Euch von meinen Tätigkeiten im Bereich des ITX-Pie Teams berichten.

Arbeitsumfeld:

Das Umsatzsteuerteam für grenzüberschreitende Leistungen, ITX-Pie, in dem ich arbeite, ist jung und die Kollegen sind sehr nett und hilfsbereit. So sprechen all meine niederländischen Kollegen Englisch, wenn ich in der Nähe bin, sodass ich mich an den Gesprächen beteiligen kann. Sehr zuvorkommend!

Die Hierarchie wird in den Niederlanden weniger ausgelebt als in Deutschland. Das Arbeitsklima hier ist ausgezeichnet und die Gespräche mit den Vorgesetzten oder anderen Höherrangigen sind sehr angenehm.

PwC Rotterdam bietet individuelle und sehr flexible Arbeitszeiten. Ich bevorzuge es eine feste Tagesstruktur zu haben und arbeite deswegen jeden Tag von 8:00 bis 17:00 Uhr. Im Vergleich zu vielen anderen Kollegen fange ich recht früh an – so habe ich morgens eine freie Platzwahl und habe einen zeitlich frühen Feierabend.

Die Räumlichkeiten in Rotterdam bestehen aus einem Großraumbüro, welches mit Arbeitsnischen, aber auch mit einzelnen Räumen ausgestattet ist. So kann jeder selbst entscheiden, ob er lieber in den Open Spaces bei den Kollegen sitzt oder alleine in einem der Räume arbeiten möchte. Die Open Spaces sind super, wenn man sich inhaltlich über fachliche Themen austauschen möchte. Die geschlossenen Räume sind ideal, wenn man sich sehr gut konzentrieren möchte. Da jeder mit einem Laptop und einem Businesshandy ausgestattet ist, ist man sehr mobil und kann sich jeden Tag in Abhängigkeit von den Aufgaben neu entscheiden.

In jeder Etage gibt es zudem Meeting Räume und eine Lobby, in der man sich zum gemeinsamen Austausch treffen kann.

   

Aufgaben:

Ich habe ein sehr umfangreiches und vielseitiges Aufgabenfeld. So gehören zu meinen Aufgaben z.B. das Recherchieren zu umsatzsteuerlich relevanten Themen, die umsatzsteuerliche Bewertung von Lieferungen von Waren oder Dienstleistungen, die Prüfung von Verträgen aus umsatzsteuerlicher Sicht sowie das Erstellen von Umsatzsteuererklärungen als auch von Zusammenfassenden Meldungen.

Besonders interessant dabei ist es, das niederländische Umsatzsteuerrecht im Vergleich zum deutschen Recht zu sehen. Zwar regelt die Mehrwertsteuersystem-Richtlinie (EU RL 2006/112/EG) das Umsatzsteuerrecht auf europäischer Ebene, jedoch sind die Mitgliedsstaaten in ihrer Umsetzung in einem gewissen Rahmen frei. Es sind deshalb oft Kleinigkeiten, die zwischen dem Umsatzsteuerrecht in den verschiedenen Mitgliedsstaaten variieren – jedoch können diese einen großen Unterschied machen.

Wie ihr raus hört, besteht meine Arbeit also rund um das Umsatzsteuerrecht. Dies erfordert eine präzise und genaue Arbeitsweise, sowie eine große Konzentration. Das ist genau das, was mir an dem Themenbereich und an meinem Praktikum hier in Rotterdam so gefällt!

Freizeit:

Ende September fand das alljährliche ITX Event statt. Das ist ein ganztägiges Umsatzsteuer-Event, indem alle Mitarbeiter aus dem Umsatzsteuerteam aus den ganzen Niederlanden zusammenkommen.

Zunächst wurden Neuigkeiten aus dem niederländischen Umsatzsteuerrecht besprochen. Nach dem fachlichen Teil folgte der informelle Teil: Eine Rooftop-Tour, das war eine Tour auf den Dächern Rotterdams, und eine Afterparty waren geplant. Ein rundum gelungener Tag!

An den Wochenenden bekomme ich viel Besuch von meinen Freunden aus Deutschland. Mit ihnen erkunde ich die Stadt Rotterdam und die Umgebung. So war ich schon Kanufahren im bei Dordrecht gelegenen Biesbosch Nationalpark und habe einen Spaziergang durch den Amsterdam Bos gemacht.

Die Nordsee ist nur 40 Minuten von Rotterdam entfernt. Also nahm ich das zum Anlass nach Scheveningen zum Strand zu fahren. Es ist zwar mittlerweile schon herbstliches Wetter, aber dennoch tat die Seeluft sehr gut!

Außerdem habe ich die andere Stairway-Praktikantin Kim in Amsterdam besucht. Sie hat mich zum Frühstück eingeladen, wir sind gemeinsam durch die Stadt geschlendert und haben an einen der wunderschönen Cafés Halt gemacht. Zudem habe ich – typisch Touri – eine Grachtenrundfahrt gemacht. Bald wird Kim mich auch in Rotterdam besuchen, da freue ich mich schon sehr drauf.

    

Alles in Allem ist das Stairway-Praktikum in den Niederlanden eine einzigartige Erfahrung für mich!

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

Tot ziens und bis bald!

Theresa

Meine ersten Wochen in Rotterdam

Hallo zusammen aus Rotterdam,

ich bin gerade erst zwei Wochen in Holland und freue mich von meinen ersten Erlebnissen und Eindrücken zu berichten.

Zunächst einmal kurz zu mir: Mein Name ist Theresa, ich bin 24 Jahre alt und ich habe die einmalige Möglichkeit als Stairway-Praktikantin in den Niederlanden Einblicke in die Welt des Big4 Unternehmens PricewaterhouseCoopers zu bekommen. In Rotterdam bin ich für 3 Monate im Bereich Indirect Taxes tätig. Das passt super, weil das Umsatzsteuerrecht immer mein Lieblingsfach während meines dualen Steuerrechtsstudiums beim Finanzamt war.  Auch neben meinem Jura-Studium in Münster arbeite ich in einer Kanzlei, die auf das Umsatzsteuerrecht spezialisiert ist. Ein perfektes Match also mit meiner Tätigkeit bei PwC !

Working in Rotterdam:

An meinem ersten Tag bei PwC Rotterdam habe ich zunächst meine neuen Kollegen kennengelernt. Die Holländer sind ja bekanntermaßen sehr offen und hilfsbereit – und genau so herzlich wurde ich auch empfangen! Douwe, mein Coach, zeigte mir die Räumlichkeiten und gab mir eine Einführung in die Programme, die ich in der nächsten Zeit benötigen würde. Er wird mir in den nächsten Wochen zur Seite stehen und mir bei all meinen Fragen helfen.

Schon an meinem ersten Tag durfte ich die erste umsatzsteuerrechtliche Fragestellung beantworten. Es ging um den Brexit und deren umsatzsteuerrechtlichen Folgen. Ein sehr interessantes und aktuelles Thema!

Ich arbeite im ITX-Pie Team – die Abteilung für die grenzüberschreitenden Leistungen im Umsatzsteuerrecht. Das heißt für mich, ich kann viel darüber lernen, wie die innergemeinschaftlichen Lieferungen, innergemeinschaftlichen Erwerbe sowie Importe und Exporte in Holland umsatzsteuerrechtlich behandelt werden.

Auch an den ersten Meetings durfte ich schon teilnehmen. Jeden Dienstag morgen findet ein VAT Technical Meeting statt, in dem Fälle oder auch die neue Rechtsprechung im Team besprochen werden. Sehr interessant, das ganze einmal von der niederländischen Seite aus zu sehen!

Derzeit arbeite ich auf Englisch. Auf Niederländisch verstehe ich leider bisher nur ein paar Wörter –  das wird sich jedoch bald ändern! Ich habe mich schon an einem Niederländisch-Kurs angemeldet. Aber da hier wirklich jeder super Englisch spricht, komme ich bisher auch ohne Holländisch zu sprechen bestens klar.

Living in Rotterdam:

Das Stairway-Programm ist wirklich ein Rund-um-Sorglos Paket. Die deutschen und niederländischen Kollegen kümmerten sich um eine Wohnung für mich. Um was für eine! Ich habe eine 64 qm große, moblierte Wohnung mitten in der Stadt im 22. Stockwerk mit super Blick über den Leuvehaven. Auch die berühmte Erasmusbrücke, sowie den Fluss Maas kann ich von meinem Appartment aus sehen. Und das absolute Highlight ist, den Sonnenuntergang über den Dächern von Rotterdam von meinem Wohnzimmer aus beobachten zu können.

In Rotterdam kann man – wenn das Wetter mitspielt – am besten alles mit dem Fahrrad erreichen. Also war meine erste Aufgabe nach meiner Ankunft mir ein Fahrrad auszuleihen. Seitdem fahre ich auch mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Enjoying Rotterdam:

Neben der Arbeit gibt es genügend Freizeit-Aktivitäten, die man hier in Rotterdam unternehmen kann. Ich habe mich bei dem Studentensport von der Erasmus-Universität angemeldet. Jeden Dienstag und Freitag gehe ich zum Badminton Training – so kann ich auch Kontakte außerhalb der Arbeit knüpfen.

Aber auch mit den Kollegen unternehme ich viel. Wir haben einen Spieleabend gemacht – ein sehr witziger Abend, denn am Ende gab es eine große Diskussion über die Spielregeln. Es ging so weit, dass die Hotline des Spieleherstellers angerufen wurde. Äußerst amüsant! Demnächst steht noch eine Einweihungsparty eines Kollegen an. Und obwohl ich erst frisch in dem Team bin, wurde ich direkt eingeladen.

Außerdem habe ich schon etwas die Stadt erkundet. Direkt am ersten Wochenende war hier der Wereldhavendagen (der Weltweite Hafentag) – zum Abendprogramm gehörte eine Schiffsshow mit anschließendem Feuerwerk auf der Maas. Das ließ ich mir natürlich nicht entgehen.

Rotterdam hat zudem auch sehr schöne Parks. So bin ich schon um den See Kranlingse Bos gelaufen. Dort habe ich auch direkt meine ersten traditionellen Windmühlen gesehen. 🙂

Ich freue mich schon auf die nächsten Monate hier in Rotterdam und werde euch schon bald davon berichten!

Tot ziens / Bis bald,

Theresa